2 Gedichte

….spontanes….das mit dem ein- und ausatmen….

Nicht vergessen
einzuatmen, auszuatmen
und hin und wieder
etwas für sich selber tun;
die Küsse zählen;
weiterzählen;
sich verzählen
und in die Sonne schauen,
den Mond anschreien
und nüchtern bleiben
bis es zu spät ist;
es ist zu spät;
weitertrinken.

Nicht vergessen
zu schlafen, aufzustehen;
das Vergessene vergessen
und sich was Gutes wünschen;
rauchen, inhalieren und protestieren;
die Seele, den Körper nicht verkaufen;
das Herz, das Tun;
eigentlich gar nichts verkaufen;
im Regal sitzen bleiben;
frieren und sich wärmen;
Mensch
und
menschlich zu bleiben
versuchen.

Nicht vergessen
zu fühlen und gefühlt zu werden;
schwer und schwerer
werden;
leicht und leichter
sein;
die Fragen; die Antworten
sich zusammenreimen;
weiterreimen;
träumen, glauben, sehen;
sich trennen;
Abschied nehmen
und dem Frost trotzen
und vor allem
der Hitze;
verglühen und erfrieren.

Das Lied, die Strophe
und die Katastrophe,
das kassieren und massakrieren
vergessen
und
die Wörter und Sätze benutzen;
die Sprache entkleiden
und
die Realität
verdrängen
und auch nicht;
was soll sie schon bedeuten
die Bedeutungslosigkeit
oder die Bedeutung!
nicht vergessen
einzuatmen, auszuatmen….

Schwarz

Des Fleisches verfaulende Frische
ist des Schicksal düstere Bestimmung
und an der Schatten-Heimat Schönheit
zerfällt der Verzweiflung wortloser Glanz
und an härteren Zeiten
fühlt sich die Resignation zu Ende;
krümmt sich das Leben;
bleibt die Oberfläche
an welcher der Mensch
seine Bestialität
gewissenlos
einem Nächsten zuführen kann.

Der Berrührungen frostiger Erblassen
ist des Schmerzes bebendes Hämmern
der Seele hindurch
mit dem Niedrigen
des Menschenherz
Besitz ergreifend
und die Hyänen streunend,
die Geier kreisend,
die Schakale schleichend
um des Menschen tiefen Fall
aller Gnaden
hindurch.

Die Ausdruckslosigkeit der Kälte
ist die Verlorenheit der Lieblosigkeit
und des Wahnsinn großer Tempel
versinkt im Morast des Zwischenmenschlichem,
der kämpfenden Sinnlosigkeit
und schneller versinkt
dem Trampeln und Stoßen
giftiger Masken wunderschöner Menschen;
abstoßend und verstoßend
ihren fleischlichen Genuss,
mit dem Gestank ihrer Niedertracht
das Gute abtötend.

Der Triumph des Schlechten
der lichten Zeiten hindurch
ist das tränenlose Verbrennen an Sanftem;
mit der Tiefe der Zuneigung
der Schatten-Heimat flüchtend
und unbekümmert bleibt der Beliebtesten Hohn,
kichernd deren Boshaftigkeit
aus Dummheit, Langeweile und Sattheit;
verbleibt der Mensch
verlassen und betrogen
den Käfigen der Vernichtenden,
verbleibt dem Dasein gefangen.

Das Funkeln der Todgeweihten
erhellt der Menschen Leere;
das erzwungene Erhabene
verdunkelt der Unendlichkeit hin
und an der Freundlichkeit
des schönsten Tages erstickt
mit einer Unmenschlichkeit,
herabregnend gleich Säure,
das Denken und Fühlen verätzend;
nach Unerfülltem
verzehrend sich sehnen
und der Wahrheit trauriger Erkenntnisse
verdirbt
und der Bitternis falscher Leidenschaften
verdirbt
und
schwarz.

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