Archive for the ‘Gedichte 2009’ Category

März 30, 2010

„– ++“ *1 (z.ü.)

die sorglosen,
geliebte und beliebte
Söhne und Töchter von;
aus dem kleinen Kreis
betuchter Auserwählter
und wie vom Glück geküsst
verwandelt sich alles
in Gold;
denn um sie scharen
sich die Richtigen;
jene welche noch werden
und dabei sind
im Theater des Leben
die Hauptrolle
und um ihnen wird somit
für eine Illusion
gelogen und betrogen;
kleinbürgerliche Revierkämpfe
um eine Handvoll Nichts.

die exklusiven;
auserwählt und hervorgerufen
durch ihren Status
aus Geld, Beziehungen und
einem klaren Selbstverständnis
besetzen diese
die wenigen Plätze
an der Sonne,
welche die Gesellschaft
gerechterweise
nur an diese vergibt;
somit haben sie die Wahl;
den Genuß, die Möglichkeiten;
sie dürfen
lokal und global,
denn ihnen gehört die Zukunft,
denn ihre Abschätzigkeit
zählt mehr als jedes Urteil

die problemlosen;
für und nur Schönes
dieser hässlichen Welt
und dieser oder jener Name,
den informierten Kreisen
versteht dies ein jeder,
denn klein ist die Welt
und groß die Kleinstadt;
für sie würden und tun;
vor ihnen einen Fröhlichkeit
zelebrieren;
wenn er/sie dienen kann
einen von jenen;
denn diese Weltgewandtheit;
Erfahrung und der Ton;
nicht leise, nicht laut,
denn bei diesen
passt einfach
alles
von A bis Z.

die stolzen,
auf die man ist, die sind
immer vom Feinsten;
nicht nur die genossene Erziehung,
die Umgangsformen;
denn man hat sich das Barbarische
im Beiläufigen angewohnt;
man hat seine Klasse
und lässt es spüren;
mit Bestimmten lässt man sich nicht ein
und nur noch zum Reflex
verkümmert vor ihnen
das Dienen;
denn nur höflich und nett
zu diesen grazilen Geschöpfen/Hoffnungsträgern;
ja gebildet der Intellekt
und eine Gewohnheit die kalte Schulter;
mann ist
nicht nur durch die Geburt;
frau ist
nicht nur durch das Erlauchte;
man ist.

die herablassenden,
denen alles leicht verdaulich;
die Realität, das Leben, die Frauen;
in Appetithäppchen serviert wird
und dabei auf jene
die miteintscheiden
so begehrlich und anziehend wirken;
denen das Glück in den Schoß
gefallen ist;
das holdeste Lächeln
schönster Weiblichkeit;
das eloquenteste Gespräch
mit Ihresgleichen;
überall hochwillkommen;
ja unzählige Menschen
würden für sie sterben,
ohne überhaupt zu wissen warum.

*1 Der Hype um das Nichts, der Tanz um das goldene Kalb; die VIP-Lounge; die geladenen Gäste, der Diplomatenpass; wenig anderes wirkt so anziehend und so begehrlich wie diese Art von Menschen (man weiß ja welcher Menschentyp) in einem Event, einer Organisation, einer Konferenz, einem Ball, ja eigentlich im Leben selbst die Menschen in Normalsterbliche und Nicht-Normalsterbliche zu unterteilen.
Es wird etwas künstliches, artifizielles, substanzsloses erzeugt, bei welchem dann außer viel heißer Luft, doch auch Neid, Gier, Begehrlichkeiten usw. erzeugt werden.
In den Großstädten ist mir aufgefallen, wie sehr die Menschen sich nach solchem Nichts ausrichten, ja gerade zu dahingehend gepolt sind, solche künstlich aufgeblasene Menschen, diese VIP´s usw. geradezu wie Heilige anzusehen, ja wie alle Menschen gleich ticken, angesichts dieser „besonderen“ Menschen, die überhaupt nicht besonder sind und wie die Frauen wie von einem Fuchs verfolgt alle in Richtung dieser Individueme losrennen; ja wie alle vor Respekt beinahe in die Knie gehen; eine Reaktion welche in mir die Überzeugung gestärkt hat, dass es sich bei sehr, sehr vielen Menschen um ziemliche Idioten handelt, um Funken Dummheit in diesem Flammenmeer namens Idiotie, welches alle auf ihre Stirn hinaufgestempelt zu haben scheinen.
Das Gleiche spielt sich natürlich in einem begrenzteren Rahmen hier in der Provinz ab und was mich nach wie vor daran stört, ist wie dumm eigentlich die Menschen sind, um diesen Hype, um dieses Nichts nachzurennen, wie kleinkariert und dumm.
Das Gleiche spielt sich natürlich hier in der Provinz ab und hier ist es dann eigentlich nur noch lächerlich, wo es in den Großstädten sich zumindest noch im absurden Rahmen hält.

März 30, 2010

Soweit ich mich erinnern kann, hat Patrick Leigh Fermor (Posting: 03.08.2009) auch einige Zeilen in den 30-er Jahren über die deutsch/österreichischen Nazis und die italienischen Faschisten geschrieben.
Soweit ich mich erinnern kann, ließ sich Patrick Leigh Fermor nicht von der Hochglanzoptik, der rosaroten Propaganda der Faschisten/Nazis beeinträchtigen; gibt zwar zu, dass er in seinem jungen Alter nicht alles in seiner Richtigkeit einordnen konnte, aber letzten Endes schreibt er über die italienischen Faschisten, dass diese auf ihn ekelerregend wirkten, ja ein widerlicher Menschenschlag hervorgebracht hätten.

Unbestreitbar war und ist Patrick Leigh Fermor ein exellenter Beobachter und Menschenkenner und auf seine Beobachtungen ist Verlass und gleich wie damals gilt seine Meinung auch heute noch; denn nichts anderes, wenn man einmal die glänzende Oberfläche mit all diesen wunderschönen Frauen samt ihrem Nichts; mit all diesem dekadenten Luxus, also diesem Nichts, mit seiner Beobachtungsgabe durchdrungen hat; denn dann bleibt nur Ekelerregendes.

Und ich denke mir, was sich wohl einer wie Patrick Leigh Femor angesichts dieser provinziellen Menschen hier vor Ort denken würde; deren Rückgratlosigkeit, deren Charakter- und vor allem Instinktlosigkeit; Brutalität und Dumpfheit; ob er nicht so wie ich diese Knechte des Faschismus; diese Heuchler; diese Menschenhasser; diesen italienischen Pöbel in teuerstem Gewand; ob er nicht angesichts all dieser Einzelpersonen, diese für noch ekelerregender halten würde, als die italienischen Faschisten (welche in ihren gutbürgerlichen Salons ja auch nur ekelerregend waren und sind!). (z.ü.)

Der Verantwortlichen Charakterlosigkeit
ist mehr als ein Schaden
für die Allgemeinheit;
denn ist ein Nutzen
für die Feinde der Freiheit;
verlockend und begehrenswert
in ihrem Teurem und Exklusivem;
ist ein kurzfristiges Rekord-Ernten
auf bald brachliegenden Feldern;
falsches Tun,
welches eine mit Luxus ausgepolsterte Verkleidung
namens „Das Richtige“ umgehängt wird
und doch alle frierend und zitternd.

Der Bestimmten Käuflichkeit
ist mehr als die Brutalität,
welche nach unten weitergereicht wird,
denn ist das Prinzip
der Prinzipienlosigkeit;
dass nur tiefer im Morast
aus Gier, Neid und Hinterhältigkeit,
dass zu Funktionierende
untergehen lässt;
ist das Detail,
welche das Große und Ganze
zu einem billigen Kompromiss
verkommen lässt;
die glänzende Oberfläche,
welche jedliche Tiefe verdrängt.

Der trägen Satten Instinktlosigkeit
ist mehr als ein Weckruf
für die Hyänen der Unvernunft;
denn ist die Anbiederung
an genau jenem,
was die Menschheit seit jeher
gegeiselt hat;
der restlose Ausverkauf
zuallerst der Werte und Überzeugungen;
als Erfolg der Mächtigen und Reichen zu verbuchen;
welcher als Verlust bei der Mehrheit
nur noch am Grad der Niedertracht
abkassiert wird;
also dem Kahlschlag allem
Differenziertem, Tiefen
und Komplexen.

Der Überlegenen Liederlichkeit
ist mehr als eine Versuchung
für jene die ihre Liebe mit Hass
verwechseln;
denn ist die Abstumpfung
zum Skrupellosen hin,
wo Ignoranz und Dummheit
das Triebhafte
zur boshaften Niedertracht verführen;
zum Abgrund des Nächsten
wo in aller Schadensfreude
doch unerbitterlich
der Fall auf jeden wartet.

(Der Immergleichen Uneinsichtigkeit
ist mehr als ein Verharren
auf verlorenen Posten;
denn ist eine Lobpreisung
der Durchschnittlichkeit;
die Umkehrung der Werte,
welche dank jener,
keine mehr sind;
denn nur inhaltsleere Phrasen
dummer Zeitgenossen;
welche ihre Vorgangsweise,
zu ihrem Spott und ihrer Belustigung
zum Allgemeinwohl verklären
und dann als Tüchtige und Richtige
jenes repräsentierten,
was alles falsch läuft auf dieser Welt.)

März 30, 2010

Wenn man im relativ wohlhabenden Westen ein Individum fragen würde, ob dieses gerne gut essen würde/bzw. tut; dann wird ein jeder/eine jede diese Frage wohl mit „Ja“ beantworten.
Wenn man diese Frage dann ergänzen würde, um den Zusatz „jeden Tag sehr gut zu essen“, dann würde dies mit noch deutlicherem, lauterem „Ja“ beantwortet werden.
Diese Frage lässt sich dann auch auf andere Punkte des Lebens übertragen; schöne Frauen, noch schönere Frauen; Besitz, noch mehr Besitz; Lebensqualität, noch mehr Lebensqualität; ein schöner Urlaub; sehr viele schöne Urlaube.
Es geht den Menschen im Westen also darum in ihrem individuellem Leben eine bestimmte Lebensqualität zu erreichen und wenn diese erreicht ist, eine noch höhere Lebensqualität zu erreichen; es geht also unter anderem darum ein schönes und zufriedenes Leben zu haben.

Nun ist es aber solchermaßen, dass sehr viele Menschen im Westen ihr Dasein, ihr Leben, ihren Sinn und Zweck ausschließlich darin sehen; also dem guten Essen, der schönen Frau, dem Luxus, dem Hedonismus und Konsum und ihr Leben vollkommen danach ausrichten.
Ich nenne es einmal die „italienische Lebensweise“ (obwohl es im restlichen Westen und auch fast überall ansonsten nicht anders läuft), welche darauf ausgerichtet ist, das eigene Leben so angenehm wie möglich zu haben; nicht zu viel zu wissen, gut zu speisen, gut zu leben und alles was das eigene Leben daran hindert könnte, auszublenden; also keine Stellung zu beziehen, nicht aufzufallen, ruhig zu bleiben, das Unabwendliche zu akzeptieren undsoweiter.

Und ich möchte auch dieses Lebensmodell jetzt nicht allzu abschätzig beurteilen, denn nur zu gut weiß ich um die Wankelmütigkeit des Schicksal, um den Fluch der Krankheiten, um die Frauen, um das „Vabanque“-Spiel, welches das Leben in übler oder guter Weise mit einem spielt; aber nichtdestotrotz muss ich festhalten, dass es nicht mein Lebensmodell ist (was mich dann auch von den Italienern in der Art und Weise mein Leben zu führen unterscheidet); dass ich es bei einzelnen Personen beobachten konnte und doch eher billig und oberflächig befand; ja vor allem die Oberfläche störte mich daran, denn ein solches Leben reduziert sich doch sehr auf die Oberfläche; auf „sembrare“ und nicht „essere“; also dem Schein und nicht dem Sein.
Natürlich ist es jedem überlassen sein Leben so zu führen, wie es ihm gefällt und die gesammelten Vorteile, welche ein solches Lebensmodell mit sich bringt, sind nicht von der Hand zu weisen, denn einen jeden wohl im Tiefsten überzeugend.

Ich finde ein solches Lebensmodell also, auch da es mir nicht zusagt, nicht so überzeugend und überragend, wie andauernd getan wird, denn ich möchte mein Leben nicht auf Konsum, Hedonismus und passiver Gemütlichkeit, dem mit allen gut auskommen, dem nicht anecken, dem dahindämmern verbringen; auch wenn ich Elemente desselben sich auch zum Teil, zeitweise immer wieder in meinem Leben vorfinden.
Es ist also diese Wahl des Lebensmodell eine persönliche Ansichtssache, eine persönliche Entscheidung und es ist ein großer Unterschied zwischen mir und meinem Lebensmodell und jener „italienischer Lebensweise“, welche bei den politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Verantwortlichen in verschiedenen Ländern, so etwa in Wien auch erlebt, der Standart ist, denn dieses Lebensmodell beinhaltet auch sehr viele negative Aspekte.

Die Anpassungsfähigkeit (z.ü.)

Das Vorurteil
ist das vorauseilende Abschätzige,
die Leichtigkeit
dem schweren
Denken und Reflektieren
gegenüber;
die Uneinsichtigkeit
der an der Oberfläche
Dahintreibendem,
welche ihre Meinung
aus der jeweiligen Sichtweise
zeitweise adaptieren;
die allgemeinen Unterschiede
zu einer sinnstiftenden
Identität verbindet.

Die Reduktion
auf den Genuß
ist die Sprachlosigkeit,
die Unfähigkeit des Zweifels
sich zu artikulieren
und die Initiation
sich in bestimmte Kreise
mit dem guten Ton
zu versöhnen;
welche im Machtzirkel
das untereinander Vereinende
in der Beschränktheit findet;
immer weniger von der Welt,
dnen dem kleinen eigenem Biotop.

Die Kälte
ist ein Symptom der Erfahrung;
welche im Gegeneinander
die Rohheit generiert;
um als Rücksichtslosigkeit
das Abwägende zu ersetzen
und es den Menschen erleichtert
sich in aller Schärfe
voneinander abzutrennen;
Grenzen aus welchen der Einzelne
die Definition seiner Individualität
vom Kollektiv absondert.

Die Feigheit,
als Desinteresse verkleidet,
ist die Tugend
eines störungsfreien Leben;
ein Abschütteln
der großen Fragen, des sich
Auseinandersetzen;
denn der alltäglichen Probleme
die Krallen zu entfalten
und ansonsten
allem was aneckt, kritisch
nicht auf Linie ist,
aus dem Weg zu gehen.

Die Ablenkung
als ein wesentliches Element
zu akzeptieren
sich in Reih und Glied zu normieren;
somit der Anonymität
der Unauffälligkeit
die Heimat finden;
sich zurück zu halten,
zurück zu ziehen;
den Kampf scheuen
und ohne Ecken und Kanten
überall „everybody darling“
zu sein.

Die Einordnung
als naives Spetakel
über sich wohlwollend
ergehen lassen,
um dann im gehobenen Konsum
zu profitieren
und der Schublade,
in welche man sich
hineinzimmern läßt
die Unabwendbarkeit des Schicksal
aus der Ferne beobachten,
die Sinnlosigkeit,
des sich aufzulehnen
erkennen,
um geruhsam, ungestört
als Schaf dahinzudämmern.

März 30, 2010

Nach „Der deutsche Panzer“  und „Der deutsche Winter“  fehlt eigentlich nur noch….ja genau….

Der deutsche Pensionist (z.ü.)

Dauergast im Wohlverdientem;
Kunde König
auf Marzipankruste;
sattes Rülpsen
zwischen zufriedenem Schmatzen
und daneben, darunter
zerbröselt der Schweiß
deutscher Tugenden
zwischen Schenkeln,
so zart
wie Müller-Milchreis.

Cancun, Bahia, Pattaya;
Vögeln für eine bessere Welt
als Lohn für jahrzehntelanges Malochen
Entspannung im Paradies
für einen mehr als bewegten Ruhestand
ist die Basis
grauem Großmannsgetue
mit vorteilhafter Besserwisserei
in allen Lebenslagen,
denn gemessen wird mit Maß
und getrunken im Akkord.

Hausmannskost für Heimatferne;
bruzelnde Bratwurst, orginal
Milzschnitten und Lebkuchen
in Oktoberfestlaune;
denn nach 60 Jahren Anspannung
herrscht nunmehr so etwas wie Lockerheit
im Umgang
mit dem Klischee
voller Masse und proletarischer Klasse
und die nächste Runde.

Fußball aus der Konservendose
im Hochglanzformat;
ausverkaufte südliche Sonnenstrahlen
auf das schwere Gemüt,
denn dicker die Brieftasche
und schwerer die Bürde der Wahl;
pflichtbewußt wie jeden Morgen
seinen Spaß
beim Animateur
nicht vergessen abzuholen
und dann zittrig geschmeidig
noch mal ne
Nummer mit dem girl/boy
schieben.

Bingo spielen,
den Wanderweg verlassen,
die Putzfrau entlassen,
also noch mal so richtig
die Sau rauslassen;
die Kreuzfahrtreise antreten,
den Mercedes umtauschen,
noch mal so richtig
eines der zahllosen Mädchen
von der Bettkante stoßen,
einen der zahllosen Burschen
als Nachtisch vernaschen.

Gleich einer biblischen Plage
abgetretene Pfade
weiter durchlatschen,
wie in einem Prospekt
aus den Wirtschaftswunderzeiten
seine Träume
zu einem rauschhaften Lebensabend
vereinen
und überall als erstes,
und allerzeiten als letztes
alles besser wissen,
können;
ja besser sein!

März 30, 2010

Der Stasi Sumpf (z.ü.)

Fehler hat mann/frau gemacht;
wie jeder,
das ist menschlich;
frau/mann war ja noch jung;
Entscheidungen wurden getroffen,
die sich im Nachhinein;
willentlich unmenschlich zwar
und ansonsten das Übliche:
die Akte mit dem hässlichen Stempel;
das Achselzucken
und schon war und wird
Unverzeihliches und Unvergessenes
verziehen und vergessen.

Jene, welche
die Zahl der Bauernopfer
im sogenannten Arbeiterstaat,
nach oben denunzierten
und heute als Dame oder Turm
resüssieren;
können damals wie heute;
gerade sie
für ihr Tun, dass kein Tun,
denn nur Verbrechen war,
mit Verständnis und Wohlwollen
rechnen;
alle sind schlußendlich
nur Opfer ihres Tun.

Was mit jenen,
am Haken der Totalitarität
herunterbaumelnd,
dann geschah,
danach hat keine und keiner
gefragt;
denn wurde mit einem
luderhaften oder bonzenmäßigen Leben
gleich beantwortet;
schließlich ging es ja um Ideale:
um Klassenkampf, den Sozialismus;
also es ging wieder einmal nur darum,
das eigene Leben
so angenehm wie möglich zu haben.

Wer redet denn heute
von der Würde jener,
die mann/frau zu Fall gebracht hat;
harmlos war das,
nie und nimmer,
gar nichts ist passiert;
frau/mann hatte schließlich keine Wahl;
so wie bestimmte Männer und Frauen
nie eine Wahl hatten,
außer jener
für den niedrigsten Preis
den Nächsten aus nichtigen Gründen
zu verkaufen.

Man musste doch die Möglichkeit nutzen,
welche mann/frau im Tausch
mit Verrat und Denunziation
erwerben konnte;
kleinlich, intrigant und spießig
ein Biest, ein kalter Strippenzieher
zwischen kafkaesken Apparaten
und den pflichtbewußten Immergleichen
zu sein;
die Karriere und das Leben
nicht auf Kosten der Anderen;
denn der Anderen Leben aufzubauen.

Damals
die von allen geliebte Studentin;
unschuldig nach wie vor
ihr verletzlicher Rehblick;
unbefleckt von Schuld und Sühne
ihr Lächeln;
mit welchem sie,
da setzt die kollektive Erinnerung aus;
ihre Komilitonninen verriet;
wer mit wem;
die ist so und der ist so;
also das zärtlich Intimste
all dieser Menschen
mit ihrem Hammer der Ignoranz
zertrümmerte
und wohl dafür
ist sie heute Ministerin.

Damals
der junge Polizist;
penibel nach wie vor
sein Sinn für Ordnung;
denn nur Dienst
nach Vorschrift hat er verrichtet
und nebenbei,
da setzt die kollektive Erinnerung aus,
verbissen denunziert und ruiniert;
als Gespenster sprechen sie
mit ihm im Schlaf
und wohl dafür
ist er heute Minister.

Damals
die junge Krankenschwester;
wunderschön sind nach wie vor
ihre weiblichen Rundungen;
nur aus dem männlichen Schmachten
ist hysterisches Krächzen geworden,
welche immer nur den Menschen helfen wollte;
nur helfen
und streng nach Vorschrift, auf Befehl
Berichte schrieb,
wohl in einem Akt der Nächstenliebe,
Berichte,
die Leben zerfetzten, trennten
und zerschmetterten;
und wohl dafür
ist sie heute Ministerin.

März 30, 2010

Die wesentlichen Merkmale der gobalen/lokalen Elite (I/III)

Die „große“ Gemeinsamkeit, der einigende Faktor zwischen einem Großteil der italienischen Abgeordneten und einem Großteil der österreichischen Verfassungsschützer; zwischen dem Provinzregierungschef und dem Provinzabgeordneten (auf nationaler Ebene); zwischen der künstlerischen/journalistischen Elite Deutschland`s und jener Italien`s; zwischen den Universitätsprofessoren hier und dort; zwischen der globalen Elite hier und dort, ist nicht, dass es sich dabei um mächtige Männer/Gruppierungen handelt; ist nicht, dass diese alle ein bestimmtes Ausmaß an Menschenverachtung überschreiten, denn die „große Gemeinsamkeit bei allen genannten Einzelpersonen/Gruppierungen ist, dass es sich dabei um Hurenböcke handelt.

Die Hurenböcke (z.ü.)

Das Schönste im weiblichen Plural
oder wohin die Lust
die Eliten auch dahin-degeneriert;
„Nehmen“,
denn keine Sattheit kennt ihre Gier;
nur immer tiefer in den Schmutz
das Geschlechtliche zu treiben;
ihren hedonistischen Genuß,
zumindest bis zur Nächsten, also bald,
bis zur Vollendung auskosten.

Zur Verkostung an die Eliten,
das zärtlich Formvollendete,
zur freien Entnahme sich Anbietende
und wie diese
mit schmeichlerischer Verführungskunst,
zu tiefst berührendem Entzückendem,
zu Luxus und Polygamie abgerichtete Frauen,
der Elite zu Füßen liegen,
welche hemmungslos
nehmen, genießen und verkosten,
unter der Bewunderung der ö. Gestapomenschen,
höchste Richter über die Moral des Nächsten,
also genau jene, welche selbst nie eine (Moral) hatten.

Die dauerpräsente Gelegenheit
in Form verlockender Nymphen
in der Blüte ihrer Begehrlichkeit
als Belohnung für die herrschende Klasse
und diese somit
das Gewissenlose zum Gewissen,
das Illoyale zur Loyalität,
das Schlampige zur Noblesse
befördern,
der schönste Sonnenstrahl im Herzen
jener zu sein,
die sich als Dunkelheit
über unzählig Menschen-Schicksale
legen.

Die Moral,
sagen die „Anderen“
ist eine Taktik gegen die Mehrheit;
die gezähmt und „Unterm Rad“
zu halten ist
und zugleich ein Privileg der Elite,
ungestraft,
gegen Sitte und Anstand,
der Natur zuwider
die Niedertracht zu säen,
tun und zu lassen
wie es ihnen beliebt;
denn gewiss ist ihnen ja
die Vorzugsbehandlung
auf allen Ebenen.

So verdorrt auch den Eliten
ihr Leben dahin
und die schönsten Blätter
vom Baum des Lebens
verlieren sich im Wind,
um von den Hurenböcken
im Sturm
zerissen zu werden
und so endet
der Eliten-Schicksalslos
in Maßlosigkeit, Menschenhass
und Dekadenz;
in „sich für Gott halten“:
also Gottlosigkeit!

März 30, 2010

Die Gattinnen der ProvinzNaziÄrzte (z.ü.)

Die schöne Nase rümpfen,
angewiedert auf alles Menschliche reagieren;
denn schließlich ist man etwas Besseres
und so erscheint mondän und weltabgewandt
in der Villa, dem großen Auto,
um die dümmliche Arroganz
als feine Dame von Provinz
zu kultivieren.

Spöttisch und herablassend
auf alles Menschliche
unter der Gürtellinie zielen;
als selbstgefällige Göttergemahlinnen
durch nichts aus dem Luxus zu bringen
und somit
natürlich nur in bestimmten Kreise;
mit Niveau und Stil
den Standesdünkel halten.

Anspruchsvoller sein,
mehr vom Leben haben;
Schönes und Gutes,
denn nur die größte Hinterhältigkeit
ist gut genug für diese
und als Gutmensch getarnt
die anderen Menschen spüren lassen
wie überflüssig, wie störend, wie lästig
die anderen,
zu ihnen Göttergemahlinnen
doch sind.

Das überaus sensible Nervenkostüm
mit den allerteuesten Produkten
vor Reife, Alter und Einsicht beschützen,
die zickige Künstlerseele
mit Streicheleinheiten durch die Mächtigen
pflegen
und in der guten Gesellschaft
die Rolle der Trendsetterin
beispielhaft spielen.

Abgekühlt und routiniert
das Unglück des Nächsten
registrieren;
aus den Tragödien der Anderen
nur die Abgestumpftheit
zur Tugend ernennen,
denn sich darauf konzentrieren
in ihrem Leben voller Freude,
Schönem und Guten
des Reichtums gesegnete Wesen zu sein.

März 30, 2010

Nach dem Posting  „stalinistische Methoden“, in welchem ich ja nicht nur den Provinzregierungschef angegriffen hatte, konnte ich in den darauffolgenden Tagen eine sehr heftige Reaktion von der debilen Masse erleben, indem sich die Forderungen, auch verbal an mich herangetragen; bezüglich Psychatrie und Gefängnis vier, fünf Tage lang verzehnfachten.

In wenigen Tagen zwei, drei Dutzend aggressive Bemerkungen, mich doch in die Psychatrie bzw. das Gefängnis zu verschleppen und dazwischen auch hin und wieder eine Todesdrohung.

Sofort dachte ich daran, diesen Pöbel, den um nichts anderes handelt es sich, dadurch zu unterstützen, indem ich ein Gedicht gegen den Provinzregierungschef schreibe, denn wie kleine, dumme Schafe verhielten sich diese Menschen, wenn man deren heißgeliebten Tyrann angreift; damit die Forderungen nach Gefängnis, Psychatrie oder am besten wohl gleich dem Tod sich noch mehr vervielfachen würden; welches mir dann nur gezeigt hätte, um was für einen dummen, obrigkeitshörigen und ungebildeten Pöbel es sich dabei handelt.

Ich habe es mir in der Zwischenzeit anders überlegt und möchte vorerst kein Gedicht gegen den Provinzregierungschef (nicht nach Gott hier in der Provinz, denn neben diesem) schreiben, denn eines gegen das System, welches sich hier in der Provinz hinter diesem verbirgt; einem System, welchem auch seine Gegner (z.B. die Zeitung, die keine Zeitung ist) angehören; einem System, welches mir den Glauben an das Gute im Menschen endgültig genommen hat und was die Hühner gackern und was die Polizisten verbreiten und was die debile Masse glaubt…..ach was….sie glauben, verbreiten oder gackern ja nicht….sie hassen nur….

Die Willkür (z.ü.)

Von oben bis unten;
die Macht ausspielen;
zeigen wie das rohe Tun
als Gutes
so lange verkauft wird;
bis es ein jeder als Gottes-Wille
akzeptiert;
Entscheidungen fällen;
die einem jeden unbewußt die Angst spüren lassen,
die Unmenschlichkeit des System
vor Augen führt;
wie die Ohnmacht und das Ausgeliefertsein,
die Menschen davon abhält
die Wahrheit zu sagen
und das Richtige zu tun.

Von der Maskerade
zur sozialen Kälte,
Instrument des Machterhalt der Eliten,
Ellebogen gegen Ellebogen
und die Masse
gegen jene aufzuhetzen,
die die Ungerechtigkeit
beim Namen nennen;
jedermann´s Schicksal
zum verbissenen Egoismus
des Nehmen anleiten;
härter die Abgrenzung
und
hoffnungsloser der Kampf
um etwas Menschenwürde.

Ein jeder gegen jeden
und die Belohnung
für die Skrupelosesten
in Form
von noch mehr Inkompetenz;
für jene
die treu im Auftrag,
dem Bösen zu dienen,
mit tyrannischen Mitteln
der debilen Masse
ihr Glück erklären
und um so beliebter:
die Beamten, die Ärzte, die Polizisten, die Journalisten;
um so mehr Leben
lebensunwerter gemacht werden.

Und wie die alte Herrenrunde,
nicht nur zur Freude der ProvinzNaziÄrzte;
mit den Schicksalen zocken;
sie gegeneinander auspielen;
nur um Ihresgleichen
mit dem Schönsten und Besten
für das niedrigste Tun
zu belohnen;
Mechanismen in Gang haltend;
die den Opportunismus multiplizieren;
die größte Heuchlerei; Menschenverachtung
und Nuttenverehrung
als Standart etablieren.

Die Propaganda
zu einer Bestie hochzüchten;
von Unmenschen
die ihre Untaten
für Gemeinwohl halten;
ohne Rücksicht,
von oben herab
Charakter und Mitmenschlichkeit
verdammen
und am Futtertrog
der Mehrheit
die Demokratie wegfressen.

Das niederträchtige Verhalten
von Mann/Frau
zum verteidigbaren Ideal
krönen;
die scheinbar Mächtigen,
also die provinzielle Kasperlan
toben lassen,
gegen jedes Gesetz
der Menschheit,
bis alles dann
in Trümmern liegt;
das niedrigste Menschentum,
von Mann/Frau
zum Höchsten erklären.

März 30, 2010

Das Pareto-Prinzip

Die Frucht
der Erkenntnis
ist das Relative
und nicht das Absolute;
und somit
ist der Mensch
kein Werkzeug der Natur;
welches auf Rationalität,
auf den Wert und den Nutzen
reduziert werden kann;
denn ist mehr
als eine Produktions- und
Konsumeinheit
im Kreislauf der Ausbeutung.

Die Erkenntnis
des Lebens
ist der Fehler
und nicht das System
und somit
ist der Mensch
keine Veranlagung des Kapitals;
welches von den Verwirrungen
und Stimmungen,
ganz und gar von der Psychologie
der Märkte
abhängig ist;
denn ist mehr
als ein Forschungsobjekt
im wissenschaftlichen
und mathematischen Chaos.

Das Leben
des Einzelnen
ist die Praxis
und nicht die Theorie
und somit
ist der Mensch
kein ideologisches Wesen,
welche im Überfluß überflüssig;
erst im Verdrängungswettbewerb
rentabel wird;
denn ist mehr
als ein Kosten- und Spesenfaktor
in automatisierten Prozessen.

Der Einzelne
im Kollektiv
ist die Zukunft
und nicht die Vergangenheit
und somit
ist der Mensch
kein faschistisches 20/80;
kein heutiges 10/90;
kein zukünftiges 01/99;
denn ist mehr
als ein Objekt; eine Einheit
und ein Faktor
in computergenerierten Kalkulationstabellen.

März 30, 2010

….in den Monaten Mai/Juni/Juli 2009 konnte man beobachten, dass es den provinziellen Geschäftsmännern nur um eines geht und jenes ist nicht, wie Medien, Politik und die Wirtschaft es jeden Tag in die Welt hinausposaunen, das Wohl des Volkes; gänzlich im Gegenteil; denn diesen ist es vollkommen egal, bei ihrer geistigen Dumpfheit auch kaum verwunderlich, was die Menschen denken und fühlen; ob die Menschen unter ihren Entscheidungen leiden, ob die Menschen sich für diese schämen, ob die Menschen nicht damit einverstanden sind, ob Menschen sterben, ermordet werden, ob gedroht, gehasst und verunglimpft wird; all dies interessiert diese Geschäftsmännern (von den italienischen Gechäftsmännern gänzlich zu schweigen) nicht; so wie diesen weder das Wohl des Volkes, noch das Wohl der Menschen im Allgemeinen interessiert, denn das einzige was diese Geschäfsmänner interessiert ist die Profitgier….die grenzenlose Akkumulation persönlichem Vermögen….die Gier….die gewissenlose, morallose, unmenschliche, kalte Profitgier

Die Profitgier

(den provinziellen Geschäftsmännern un-gewidmet)

Wie die Menschen leiden,
wie viele, wie sehr,
wie viel Hass und Intoleranz,
über Vorbildfunktion
in perfider Hinterhältigkeit
dumpf ausgesäet,
wie subtile Mechanismen
den Abschaum nach oben
und die Gutmütigen nach unten
spült,
all dies stört die Geschäftsmänner
nicht im Geringsten,
denn es geht um das große Ganze;
also ihr Geschäft.

Wie die Menschen gelitten hatten,
wie sehr, wie viele,
welche auf der Strecke bleiben werden,
wie das Ansehen leidet;
die Menschen sich schämen,
welch grenzenlose Brutalität
als Lebensmodell
von den Geschäftsmännern vorgelebt wird,
ist nicht nur sekundär,
denn irrelevant;
denn es geht ja bekanntlich um das große Ganze,
also ihr Geschäft.

Wie erbärmlich das Verhalten
der Geschäftsmänner und Gastronomen;
wie wurmig, wie armselig und unwürdig,
wenn ihr Brot-Krümelchen
in Gefahr,
wie intelligenzlos und brutal,
wenn ihre kümmerlichen Mehlreste,
wenn ihre Getreide-Körnchen;
in Gefahr;
die wahre Natur
ihres Tun und Handeln offenbarend:
persönliche Raffgier,
von der Zeitung dann zum Samariterakt verklärt
und treu wie ein Dackel
die politische Klasse an ihrer Seite,
denn es geht ja um das große Ganze,
also ihr Geschäft.

Wie die Menschen leiden,
wie die Menschen gelitten hatten,
wie viele, wie sehr
und der Preis ihres Erfolges,
ausbezahlt in ihrer Währung:
der Charakterlosigkeit
mit Nuttenluxus
auf Provinzniveau;
die heimtückische Niedertracht,
das tyranische Totalitäre;
kriechen, schleimen, zusammenhalten;
denn schließlich geht es um das große Ganze:
die Proftigier als erstes Gebot zu etablieren!