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5 Bilder mit Dora

März 24, 2010

Vorwort:
….geschrieben april 2006…
….der text gefällt mir persönlich eigentlich nicht so sehr, aber nun ja….

5 Bilder mit Dora

Einen Menschen kennt einzig nur der, welcher ohne Hoffnung ihn liebt.
Walter Benjamin, Einbahnstraße

Dora (D.)
Frank (F.)
Emil (E.)
Clara (C.)
Mark (M.)
Zoran (Z.)

(1)

Am 21. März, Frühlingsbeginn, nach einem langen, kalten Winter in Doras Zimmer. Dieses ist einfach eingerichtet.
Ein Bett. Ein Schreibtisch. Eine Couch. Ein Stuhl. Ein Schrank. Ein Fenster. Eine digitale Uhr an der Wand. Ein schnurloses Telefon. Ein kleiner Serviertisch. Ein Bild (Die Einsamen, Munch E.).
E. betritt das Zimmer, blickt zu der auf der Couch sitzenden Dora und zündet sich eine Zigarette an.
Beide blicken sich wortlos an.

D.: Du?
E.: Ja!
D.: Was bringt dich zu mir?
E.: Die Sehnsucht…die Augen schmerzen und der Kopf hämmert…du verwirrst mich
D.: Und welches Spiel spielst du, ein Abgrund bist du…mein entblößtes Herz schreit sanft und stürmisch, wild und gepeinigt mit jedem Schlag nach Liebe
E.: Die Sehnsucht verzehrt mich nach deiner Liebe…lass es schreien dein Herz!
D.: Es wird verstummen
E.: Wird es nicht…soll ich gehen?
D.: Nein! Nur heute ist einer jener Tage…kannst du das verstehen?
E.: Ich versuche es…das Leben….
D.: Die Tage sind mit mir alt geworden und die verbliebene Zeit zittert zwischen meinen Gedanken gefangen…ich muss stark sein in einer Welt des Zweifelns und Begehrens
E.: Stark und mutig mit deinem Antlitz leuchtend über meinem Seelengrund, allein dein Lachen malt die meine Welt mit Farben aus…verstehst du denn, was du mir bedeutest?
D.: Egal was, ich habe es mir nicht verdient
E.: Was zählt dass schon?
D.: Viel
E.: Es ist mir egal
D.: Sollte es dir aber nicht sein
Beide blicken sich wortlos an.
E.: Lassen wir dass, ich habe am Wochenende meine Identität verloren
D.: Identität?
E.: Meine Brieftasche…Ausweis, Geld und Kreditkarten…alles weg
D.: Und wie?
E.: Verloren, wie, ich weiß es nicht…jetzt habe ich endgültig genug
D.: Schon wieder?
E.: Immer und immer wieder
D.: Es gibt also kein Zurück mehr
E.: Das hat es niemals gegeben
E. zündet sich eine Zigarette an. D. blickt auf die Zigarette.
E.: Ununterbrochen
D.: Und warum?
E.: Diese Frage stellt sich mir nicht mehr
D.: Man beschließt zu leben….
E.: oder zu sterben und ich habe mich entschieden
D.: Eine Entscheidung heute, morgen vielleicht, aber in einem Monat
E.: Ja, ich zerfalle
D.: Zerfallen?
E.: Ich!
D.: Wörter, nichts als Wörter
E.: Nichts weiß ich…gar nichts…durch ein dunkles Tal führt mein Leben und ich?
D.: Der Sinn enteilt dir selbst
E.: Was soll ich noch mit Wörtern, die zwischen den Sätzen jetzt zerfallen…es wird Unmenschliches von mir verlangt und eine Schuld
D.: Woran soll dein Dasein sich verschulden?
E.: Ich möchte, ich könnte….nein…es ist ein Verlangen, eine Gewalt in mir…
D.: Vergiss nicht, der Mensch ist ein Tier und Gewalt ist nicht Liebe, auch wenn es so scheint
E.: Eine dunkle Sonne scheint über dem Herzen mir schimmernd…wo ist das Ende von mir?
D.: Ist nicht alles schon beendet wenn es beginnt?
E.: Und ist nicht alles schon verbrannt wenn es dann brennt?
D.: Du lebst heute in jedem Augenblick, morgen und auch wenn die Zukunft sich nicht mehr vermag zu bilden…ein schwieriger Fall
E.: Fall…ja. Schwierig…ja. Eine Handlung zieht die auf sie folgende geschwind mit sich hinunter
D.: Hinunter?
E.: In helle Dunkelheit, in schweigevoller Einsamkeit…an die Klippen meiner selbst und alles fällt und kein Halten ist mehr möglich, keines mehr
D.: Und wie soll das weitergehen?
E.: Ich weiß nicht, nur das Schicksal könnte es wissen
E. setzt sich auf den Stuhl.
D.: Denke daran, die Traurigkeit ist nur ein Gast im Geist. Irgendwann wird sie in die Ferne verreisen
E.: Hinfort mit ihr von mir, aber wer und was ist ich nach diesem Besuch…wo werde ich in dieser Welt verbleiben?
D.: Im Hier und Jetzt
E.: Im Vergessen und Verdrängen
D.: Warum nicht, schöne Gedanken sind schwerer als Tränen und du musst versuchen glücklich zu werden
E.: Und doch bleibe ich verkältet….mich friert und nichts kann noch besser werden…alles flieht vor mir davon, alles was zu lieben, zu verstehen mich vermag, alles bleibt und nichts geht weiter, fliehst du schon?
D.: Ich kann nur versuchen zu verstehen
E.: Alles flieht und niemand der verbleibt, gleich einem in mondlosen Nächten umherstreifendem Wolf….der ewigen Nacht
D.: Auch Schatten können blühen
E.: Fliehst du noch oder bist du schon geflohen?
D.: Du hast Mut…Kraft
E.: Nicht mehr lange
D.: Lange genug
E.: Wofür?
D.: Für vieles
E.: Einmal vielleicht?
D.: Oft und immer wieder
E.: Retten und errettet werden…doch nur Wörter
E. setzt sich neben Dora auf die Couch.
E.: Dora, ich weiß nicht und nichts.
D.: Doch! (umarmt E. und küsst ihn)
E.: So kann es nicht sein…soll ich fliehen?
D.: Nein, jetzt noch nicht (und streicht mit den Händen über das Gesicht von E.)
E.: Wer einmal deine Lippen küsst, der möchte keine anderen mehr küssen
D.: Blödsinn
E.: Und dein Blick in die Ferne schweifend, sanft….ich liebe dich
E. küsst D.
E.: Dein Körper, deine Sinne
D.: Hoffnungslos
E.: Deine Lippen, dein Mund
D.: Verrückt
D. und E. lösen sich voneinander und E. holt eine Packung Zigaretten aus der Hosentasche.
D.: Eine Zigarette?
E.: Hier!
E. reicht D. eine Zigarette.
D.: Und?
E.: Du raubst meinen Willen und verführst mich
D.: Ich bin nicht besser
E.: Und ich?
D.: Auch nicht
E.: Wörter, nichts als leere Hülsen
D.: Und das sagst du?
E.: Ja
D. und E. umarmen sich und E. wendet sich ab, zündet sich und Dora die Zigarette an.
Wortlos rauchen beide die Zigarette.
E.: Was denke ich doch nur?
D.: Das Leben ist stark
E.: Ich versuche zu verstehen
D.: Sammle dich und lache
E.: Fliehen wir gemeinsam
D.: Wohin?
E.: Fliehen wir den Tag und die Nacht, verstecken wir uns in den Gedanken der Menschen und sterben in den Herzen dahin
D.: Wir werden leben und wie!
E.: Verliere mich und bereichere dich
D.: Du verlierst dich
E.: ….und was ist jetzt, die Liebe verblasst mir zu einer schmerzvollen Erinnerung und ich fühle und spüre das Ende, das mir immer näher kommt
D.: Ein Ende voller Schrecken
E.: als gar keines…
E.: Die Flucht findet keinen Sinn mehr in der Kälte, die da trohnt in den Gefühlen
D.: Lass dich nicht beirren, die seltsamsten Wege beschreitet das Leben und die Ruhe wird dich finden
E.: Irgendwann geht jede Flucht zu Ende
D.: Fliehe weiter!
E.: Aus den Erwartungen hinaus
D.: Nur dir selber hinzu, denn eine jede, ein jeder zieht aus dem Morast des Lebens sich heraus, in dem wir alle, früher oder später, versinken
E.: Ich weiß nicht, ob ich es noch schaffen kann
D.: Mit Sicherheit
E.: Du?
D.: Ja
E.: Ich bin müde
D.: Ich auch
E.: Lass uns schlafen gehen
D.+E. begeben sich zum Bett.

(2)

Der Raum fällt in Dunkelheit, nur auf der digitalen Uhr bleibt ein Licht.
Diese rast dahin. Aus Stunden werden Sekunden, bis diese unvermittelt stoppt und die Dunkelheit schwindet.
Dora und Clara befinden sich auf einer Parkbank sitzend.
Sie sind von Bäumen umgeben. Am Himmel sammeln sich Wolken zu einem Unwetter.

D.: Ich liebe den Frühling
C.: Zu einer sonnigen Welt scheinen die Tage zu erblühen!
D.: Ich denke, das ist die Natur, gestern war noch alles trist und heute lacht einem alles ins Gesicht….du hast es auch bemerkt?
C.: Alles scheint aus dem trüben Grau gezogen worden zu sein….in ein Regenbogenfass gefallen zu sein….
D.: Die Gesichtszüge sind sanfter; aus den Leben der Menschen schwindet die Härte ein wenig….das Leid scheint auf den Wiesen des Leben zu verdorren
C.: Der Druck scheint zu etwas Abstrakten zu zerfallen
D.: Von den Straßen in die Paläste fallend
D.: Dort beginnen sie zu zittern….vielleicht lachen sie sich über die Armen zu Tode?
C.: Die Frühlingssonne kühlt die Härte ihrer Taten
D.: Ihre versteinerten Herzen zerbrechen mit jedem Tag ein wenig mehr am Elend der Armen
C.: Ein jedes Leben sollte schön und glücklich werden
D.: Nur die Hoffnung nicht verlieren, denn die Menschen leben auf, begraben ihre Streitigkeiten, sind lieblicher….näher an der Sanftmut
Beide verweilen wortlos.
C.: Du wirkst blass und traurig
D.: Wirke ich denn so nicht immer?
C.: Manchmal
D.: Das Leben scheint mir die Leichtigkeit verloren zu haben
C.: Die kommt schon wieder
D.: Im Wald der Ratlosigkeit sind Entscheidungen zu fällen
C.: Und wie wirst du dich entscheiden?
D.: Ich….ich entscheide doch seit langer Zeit nicht mehr, die Zwänge des Lebens, die Macht meiner Gefühle, sie bestimmen über meine Handlungen, ich kann mich dem nicht entziehen, nicht mehr…und bei dir?
C.: Süchtig nach Nähe und immer unnahbarer werdend….die Kälte meiner Sanftheit schlafend….und nicht mehr erwachend
D.: Das meine Leben führt mich von Gesicht zu Gesicht, von einer Verzweiflung, ja von einem Ende zum nächsten und ich werde wütend, rasend bis zur Selbstzerstörung
C.: Woher kommt die Wut?
D.: Diese Wut…aus dem Innersten heraus und bis auf das Äußerste mich anspannend…sie zieht mich hinunter und hinauf, wirft aus dem Kreislauf des Lebens mich hinaus, zerbricht die Fassaden, die ich mir aufsetze und treibt mich immer weiter
C.: Die Untergänge sind mir heller, das Unglück schöner….zerbrechlicher das Harte…
C.: Wortlos
D.: Sprachlos
D.: Ich bin ein Riese und erschrecke vor dem Schrecken, ein Riese ohne Gnade und mit einem Schrecken sondergleichen
Beide verweilen wortlos.
C.: Wie ist dein Leben denn nun?
D.: Jene die ich liebe verstehen dies nicht und jene die mich lieben gehen in sich unter und ich sollte mich dem entziehen…aber kann ich mich entziehen…das Feuer muss ich lieben, sonst verbrennt es mich
C.: Du liebst und wie!
D.: Du kannst es auch Liebe nennen
C.: Gnade deinem Herzen
D.: Es verneigt sich vor dem Leben in der Brust
Beide umarmen sich.
C.: Wie steht es denn um E.?
D.: Der ist verzweifelt
C.: Und F.?
D.: Unruhig
C.: Und M.?
D.: Traurig
C.: Und Z.?
D.: Du kennst ihn?
C.: Ja
D.: Außer Kontrolle ist er und ich bin es auch, denn die Gefühle sind stärker als ich, das Verlangen ist tiefer in mir und es drängt mit allen Mitteln nach außen hin und es gibt kein Halten mehr, kein Zurück
C.: Immerzu ?
D.: Im Sturm
C.: Danach?
D.: Die Traurigkeit….die Einsamkeit
C.: Wild begehrt wird doch dein Sein?
D.: Des Begehren begehrt …der Liebe geliebt…und ich…ich bin nur eine Projektionsfläche für Vorstellungen, die andere sich von mir machen
C.: Sind wir das nicht alle?
D.: Vorstellungen, Projektionen, lebende Objekte der Begierde…dass sind wir!
C.: Puppen mit denen man spielt
D.: Noch viel schlimmer ist es und nur ein Gast ist die Liebe in meinem Leben…er kommt und geht wann er will…ich will mich unterordnen
C.: Akzeptieren und verstehen
D.: Was soll ich noch begreifen?
C.: Du weißt
D.: Ich habe mich der Liebe als unwürdig erwiesen und doch verfalle ich ihr ein jedes Mal
C.: Verfallen?
D.: Geist an Körper und Körper an Geist, Schweißperlen am Nacken, glänzend und nass; Geborgenheit, lieblich und sanft, Nähe und ein seltsames Gefühl
C.: Welches?
D.: Irgendwo an den Grenzen zwischen uns Menschen verbleibend….unerreichbar für den Ausdruck….vielleicht werden wir Menschen es eines Tages verstehen?
C.: Was?
D.: Dass es keine Grenzen gibt?
C.: Dann lebe und lache
D.: Ich tanze, lache, rede, liebe, begehre und freue mich trotz der Leere, die da thront in meinem Sein.
C.: Ein zwiespältiger Mensch
D.: In mir geteilt und im uns verteilt
C.: So lange und so kurz es währen sollte
D.: Andauernd und wie soll das enden?
C.: Hinweg von den menschlichen Abgründen und freundlichen, verträumten Tagen hinzu
D.: Ich versuche es und ohne Rast, doch das Elend scheint mir die intensivste Schönheit zu verbergen…im Dreck liegen die Glücklichsten beieinander und ich muss mich trennen, weiterziehen, der Gewöhnung entgehen….versuchen mein Dasein zu ergründen
C.: Gut Dora
D.: Gut oder schlecht, ich werde kämpfen
Erste Regentropfen fallen.
D.: Weint der Himmel um mich?
C.: Danach wird die Sonne lachen und die Himmelstränen trocknen
D.: Weinen und lachen
C.: Das Leben zieht mit lachenden Tränen, einem rauschhaftem Torkeln am Rande der Möglichkeiten dahin
D.: Dahin und über den Rand hinaus
C.: Und weiter hinfort?
Beide verweilen wortlos.
Einige Kinder spazieren lachend an ihnen vorbei.
D.: Wir müssen uns beeilen, das Leben eilt uns hinfort, die Möglichkeiten werden weniger mit jedem Tag, eine jede Sekunde noch schneller als jene zuvor
C.: Da die Jugend, die Schönheit uns verblüht
D.: Wir drehen uns nicht langsamer, denn schneller dem Ende entgegen
C.: Unheimlich
D.: Erschreckend
C.: Zum Gruseln
D.: Bitter
(Beide lachen.)
D.: Vielleicht verbirgt sich noch ein Vielleicht in unseren Leben?
C.: Ein Lichtblick der unsere Augen öffnet?
D.: Ein wunschloser Zwang….
C.: ….zum Unglücklichsein ?
D.: Vielleicht?
(Beide lachen) und verweilen wortlos.
C.: Dort ?
D.: Wo?
C.: Am Eingang des Park
D.: Z.
C.: Scheint traurig zu sein
D.: Immerzu
C.: Traurig
D.: Ich soll mich von ihm fernhalten
C.: Wer sagt das?
D.: Viele
C.: Und wie ist er?
D.: Verloren…hoffnungslos…lieblich
C.: Verloren?
D.: Es ist ihm egal geworden…das Leben…die Zukunft…die Menschen
C.: Doch nicht wirklich?
D.: Nur der Wirklichkeit können solche Menschen entstehen
C.: Zermürbt?
D.: Früher oder später zermürbt die Realität wohl die meisten
C.: Und wird er sich fangen?
D.: Nur er selbst kann das wissen
C.: Sollen wir?
D.: Ich weiß nicht?
C.: Kannst dich gar nicht mehr entscheiden?
D.: Eigentlich nicht mehr
C.: Und was machen wir?
D.: Z.!
Z. kommt zur Parkbank.
Z.: Hallo Dora! Clara!
D.: Hallo Z.
C.: Hallo Z. Wie geht’s?
Z.: Geht so
D.: Setze dich zu uns
Z.: Ich weiß nicht?
C.: Komm schon Z.
Z. setzt sich auf die Bank.
Z.: Ob das eine gute Idee ist?
C.: Du denkst zuviel
Z.: Reflektieren und den Gedanken der Freiheit zu Ende denken.
Dora und Clara blicken sich an.
Z.: Ich bin nur ein einsamer Bauer auf dem Schachbrett des Leben….einer der einige Spielfiguren wohl gegen sich hat.
C.: Dann wird es schwierig werden zu gewinnen
Z.: Ich befinde und bewege mich noch auf dem Brett
C.: Lache doch mal
D.: Auch mehr als einmal
Z.: Ich versuche es andauernd, doch der Mensch ist kein Material, ein Patent ist nicht mehr wert als tausend Leben, ein Vertrag nicht mehr als eines. Arroganz ist keine Tugend. Foltern ist Mord. Verantwortung heißt nicht, sich selber schamlos zu bereichern…die Menschenrechte, das Recht zu Lieben ist kein Monopol einiger weniger, denn jedem Menschen zustehend und jeden Tag mehr Utopie, denn Realität werdend
D.: Die Ignoranz?
Z.: Auch die Dummheit…..gib einem Menschen 10 bedruckte Scheine und er wird dir dafür alles tun, dass ist ihre wahre Macht und sie sorgen dafür, dass es so bleibt
D.: Wer?
Z.: Jene, die über die Freiheit, das Leben der Anderen entscheiden
C.: Bist (du) verloren?
Z.: In mir und für alle, aber ich erkenne dies auch als eine Chance
D.: Chance?
Z.: Vielleicht kann ich etwas verbessern, den Unterdrückten, die nicht mal wissen, dass sie unterdrückt werden, den Gequälten, die nicht mal wissen, dass sie gequält werden
C.: Ohne mich
D.: Ich bin zu beschäftigt
C.: Ich auch
D.: Meine Probleme sind mir schon genug
Z.: Ich weiß, ich bin alleine
Die Drei verbleiben wortlos.
D.: Beschränke dich auf dich selbst
C.: …..und passe auf dich auf
Z. blickt D. und C. an.
Z.: Ich muss weiter
C.: Jetzt schon?
D.: Bleibe doch noch
Z.: Ein anderes Mal
Z. steht auf und geht; D. und C. blicken ihm nach.
C.: Probleme hat der?
D.: Es stimmt
C.: Das Wissen hilft ihm nicht
D.: Wir können ihm nur das Beste wünschen….ich verstehe ihn…
C.: Jede versteht dass
D.: Das ändert nichts
C.: Wer weiß?
D.: Die Geschichte
C.: Welche?
D.: Tschernobyl
C.: Die technische Meisterleistung
D.: Allerdings
C.: Was?
D.: Die Experten erklärten, dass es 56 direkte Tote gegeben hat
C.: 56?
D.: Die Kinder….die Kinder in den ukrainischen Kliniken…..sie können die Statistiken verdrehen wie sie wollen….das Leid bleibt unzählbar….unermesslich….Experten für gekaufte Manipulation sind die und nicht für Atomenergie
C.: Wenn du das sagst, dann bist du eine Verrückte?
D.: Das sind Gestörte von Kopf bis Fuß und vor ihnen kniet die Welt…
C.: Ihre Welt
D.: Jeder Experte sollte ein Tschernobyl-Kind adoptieren…..ob sie dann noch von 56 Toten sprechen?
C.: Z. versucht ihnen zuvorzukommen
D.: Er muss sich beeilen
C.: …bevor sie die Erde zerstören….
D.: Sein Scheitern
C.: …..wird ihr Versagen sein
Beide verweilen wortlos.
D.: Auch wir müssen uns beeilen
C.: Wir alle
D.: Und wie
C.: Ich mag dich
D.: Ich auch
Beide umarmen sich und bleiben wortlos auf der Bank.

(3)

Der Raum fällt in Dunkelheit, nur auf der digitalen Uhr bleibt ein Licht. Sie rast dahin. Aus Stunden werden Sekunden, bis diese unvermittelt stoppt und die Dunkelheit schwindet. Die Szene befindet sich in Doras Zimmer.
Diese sitzt am Schreibtisch und schreibt, als M. das Zimmer betritt.

M.: Keine Wörter mehr
D.: Keine mehr
Dora steht auf und umarmt M.
Beide bleiben kurz in der Umarmung und lösen sich dann voneinander.
M.: Was zum Trinken?
D.: Ein Bier?
Dora holt eine Flasche Bier aus dem Raum nebenan (uneinsichtlich), kehrt zurück und reicht es M.
Dora setzt sich auf den Stuhl (mit den Füßen auf dem Stuhl).
D.: Woher?
M.: Vom Trinken (Schluck vom Bier)
D.: Und warum?
M.: Bin immer noch arbeitslos
D.: Solltest weniger trinken
M.: Du auch…aber schwierig, wenn man sich flüssig ernährt
D.: Siehst schlecht aus
D.: Danke…aber wie erscheint, wenn einem die Welt den Krieg erklärt hat
D.: M.!
M.: Ein jeder und eine jede….ich, alleine gegen den Rest….da ist Scheitern schon ein Erfolg
D.: Scheitern?
M.: Der Überzeugungen….der Ansichten….des Miteinander mit dir?
M. setzt sich auf die Coach.
D.: Lustig
M.: Einen jeden Tag ein neuer Anlauf zur Arbeitssuche (Schluck vom Bier)
D.: Gut
M.: Aber wie soll ich mit den Menschen umgehen…wir befinden uns im Krieg
D.: Seit wann?
M.: Seit die Menschen ein Bewusstsein sich gebildet haben….wohl seit immer
D.: Und wer kämpft?
M.: Immer die gleichen, Mensch gegen Mensch, Kultur gegen Kultur…der Krieg hat die Schlachtfelder verlassen…keiner kann noch eine Blutpumpe anwerfen!
D.: Eine Blutpumpe?
M.: Eine Erfindung im 1. Weltkrieg….stell dir vor, dass jede Woche an der Front ein menschlicher Jahrgang fällt…das ist eine Blutpumpe…und die Verbliebenen verelenden in den Irren-Anstalten…totalitär irre gemacht!
D.: Irre gemacht!
M.: Von den damaligen Zuständen, aber genug davon….heute befinden sich die Kriege nicht mehr zwischen Staaten, denn zwischen jedem Menschen, jeder führt mittlerweile Krieg….bei der Mehrheit ein erfolgloser Kampf um soziale, wirtschaftliche und was weiß ich welche Gewinne…der Mensch ist zum Soldaten geworden und er muss jeden Augenblick um sein Dasein kämpfen (Schluck vom Bier)
D:. Sie und er kämpfen, aber für was?
M.: ….für das Überleben in den Schützengräben der modernen Welt (Schluck vom Bier)
Dora blickt kurz schweigend zu M.
D.: Du solltest weniger trinken
M.: Du auch…komm zu mir
Dora begibt sich zur Couch und setzt sich auf M.
D.: Was willst du?
M.: Dich…
Beide küssen sich.
M.: Bin ich ein Albtraum?
D.: Geht so
M.: Eine Belastung?
D.: Etwas
M.: Wirklich?
D.: Und wie!
M.: Liebe mich
D. entzieht sich M. und steht auf.
D.: Deine Worte sind zu pessimistisch…es gibt zu Genüge Schönes im Leben
D. setzt sich auf den Stuhl.
M.: Wunderschönes verbirgt das Leben…die Künste, die Natur, Menschen….Ideale….dich
D.: Mich?
M.: Dich!
Beide verweilen wortlos.
D.: Ich möchte dir von der Kirchner Ausstellung erzählen.
M.: Wem?
D.: Ernst Ludwig Kirchner, einem Verzweifelten, einem bis zur Raserei Malendem….ihm war die Zeit zu wirr geworden, als sie zu ihrer Vernichtung aufgebrochen war…er war in die Moderne gelangt, als die Menschen noch vom Mittelalter träumten…..mit seinen eine immense Lebensfreiheit ausstrahlenden, wilden Bildern gelangte er zu einem neuem unverfälschten Ausdruck….ein Gedanke schläft in den Bildern und ich hoffe, dass eine jede, ein jeder, von der Schlaftrunkenheit des Gedanken erfasst werde…., …wunderschön ist das Bild „Die Artistin“….ein auf einem grünen Plüschsofa sitzendes Mädchen mit einer weißen Katze zu ihren Füßen….die schlummernde Weiblichkeit….sinnlich und expressiv, endlos schön für immer…ein Mädchen namens Fränzi…..das ist keine Abbildung, denn ein Höhepunkt des Lebensbejahendem….Farben schimmernd voll, des Lebens Schönheit froh, der milden Formen ungewöhnliche Intensität, hingeworfen der Leinwand mit ekstatischen Pinselstrichen….nur den gemalten Blick des Mädchen zu erblicken, verwandelt meine Welt….schöner….bunter…..leuchtender
M.: „Die Artistin“….wunderschön
D.: Der Ewigkeit
M.: Ein verrückter Künstler ?
D.: Verrückt sind jene, die andere so nennen
M.: Und sein Leben war eine Katastrophe ?
D.: Ist dass nicht jede Künstlerexistenz ?
M.: Es scheint so zu sein
D.: Vielleicht bedingt sich das
M.: Vielleicht….ein Beispiel für die Schönheit?
D.: Wie?
M.: Ein Kuss
D.: Später….
M.: Ein Gedicht
D.: Ein Gedicht?
M.: Ja
D.: Du?
M.: Vorher ein Kuss
Dora begibt sich zu M., küsst ihn kurz und setzt sich neben M. auf die Couch.
M.: Von Francois Villon
M. räuspert sich kurz.
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein süßer Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Da will ich sein im tiefen Tal.
Dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.
Im tiefen Erdbeertal, im schwarzen Haar,
da schlief ich manches Sommerjahr
bei dir und schlief doch nie zuviel.
Ich habe jetzt ein rotes Tier im Blut,
das macht mir wieder frohen Mut.
Komm her, ich weiß ein schönes Spiel im dunklen Tal, im Muschelgrund …
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!
Die graue Welt macht keine Freude mehr,
ich gab den schönsten Sommer her,
und dir hat’s auch kein Glück gebracht;
hast nur den roten Mund noch aufgespart,
für mich so tief im Haar verwahrt…
Ich such ihn schon die lange Nacht im Wintertal, im Aschengrund…
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund.
Im Wintertal, im schwarzen Erdbeerkraut,
da hat der Schnee sein Nest gebaut
und fragt nicht, wo die Liebe sei.
Ich habe doch das rote Tier so tief erfahren, als ich bei dir schlief.
Wär nur der Winter erst vorbei und wieder grün der Wiesengrund!
… ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!
D. küsst M.
D.: Noch ein Beispiel?
M.: Noch ein Kuss?
D.: Bergmans Film „Wilde Erdbeeren“….ein alter Mann, der im Angesicht des Todes sich von seinen starren Vorstellungen befreit, sich während einer Reise mit seiner Schwiegertochter an die an verborgenen Orten wachsenden süßen und wilden Erdbeeren, an seine Kindheit und Jugend erinnert und dorthin kehrt der alte Mann zurück und befreit sich am Ende der Reise, seines Lebens von den Vorstellungen, die sein Leben geprägt und eingeschränkt haben. Die Wilden Erdbeeren sind ein Symbol für die Kindheit und Jugend des alten Mannes, an die Unbeschwertheit allen Seins, bevor die Realität hart wird…es sind vor allem die Blicke in die Abgründe und in die Freuden der getriebenen Menschen hinein, die Tragik des menschlichen Dasein, das Unverständnis, die Starrheit erfassend….
M.: Am Ende?
D.: Am Ende der Reise erzählt in surrealistischen Bildern und als zentrales Thema des Films die Sehnsucht nach Versöhnung….mit dem eigenen Leben und mit den Menschen um sich….
M.: Ein Kuss?
D.: Nur einen
M.: Unendlich vieler
D.: So vieler
Beide küssen sich.
M.: Die schlechten Gedanken zerfallen wenn du erzählst
D.: Lasse sie zerfallen
M.: Alle?
D.: Ziehe dich nicht zu viel hinunter
M.: Am Grunde des Lebens trockne ich meine Lust
D.: Später wird die Leidenschaft vergehen
Beide blicken sich wortlos an.
M.: Ich möchte dich
D.: Keine Wörter mehr
M.: Keine mehr
D.: Alter Dickschädel
M.: Hinterkopf dürfte gegen Gesichtsknochen immer gewinnen
M.: Ein Kunstwerk wie dich….nie
D.: Nie?
M.: Ich möchte in dich versinken, dir noch einmal nahe sein und immer wieder
D.: Immer wieder
M.: Lass uns trinken gehen
D.: Du trinkst zu viel
M.: Du auch….aber keine Wörter mehr
D.: Keine Wörter mehr
M.: Keine mehr

M. und D. verlassen das Zimmer.

(4)

Der Raum fällt in Dunkelheit, nur auf der digitalen Uhr bleibt ein Licht.
Diese rast dahin. Aus Stunden werden Sekunden bis diese unvermittelt stoppt und die Dunkelheit schwindet. Das Geschehen befindet sich in einem Narrenschiff eines Einkaufszentrum.
Dora und F. sitzen an einem Tisch.
Beide verweilen wortlos und blicken sich um.
Reges Kommen und Gehen.

F.: Ich werde mein Lachen suchen
D.: Du taumelst?
F.: Am Abgrund stehend sollte ich nicht wanken, denn lieben….mein Schatten ist schon tief in das Verderbnis hinunter gefallen….ich muss lieben, sonst werde ich meinem Schatten folgen
D.: Das wirst du nicht
F.: Eine Zukunft…kann es die noch geben?
D.: Die gibt es immer…..du lebst!
F.: Ich muss lieben
D.: Müssen wir das nicht alle, wenn wir Menschen bleiben wollen
F.: Auch ohne Liebe kann man leben, aber ich, nein
D.: Bei allem Trug, bei allem Leid
F.: Und trotzdem muss ich lieben
Beide verweilen wortlos.
D.: Diesen Ort?
F.: Ja?
D.: Wie hast du ihn gefunden?
C.: Eine Lawine der Angst verschüttete mich….als ich erwachte war ich hier
D.: Soll ich jetzt lachen?
F.: Wir sind in einem Narrenschiff
D.: Das Schiff beginnt zu schwanken
F.: …geht aber nicht unter
D.: Auftauchen
F.: …wenn man untergeht
D.: Lachen, lachen oder lachen
F.: Weinen, weinen, auch weinen
Beide verweilen wortlos.
D.: Und liebst du denn nicht?
F.: Außer mir….so einige
D.: Dich selbst?
F.: Weniger bis kaum
D.: Und die Angst?
F.: Die bleibt
D.: Und du?
F.: Es gibt Wunden, die heilen nicht mehr…
D.: Solange sie nicht schmerzen…
F.: Egal, was ich tun werde….
D.: Ich weiß
F.: Mein Leben zittert
D.: Beruhige dich
F.: Die Angst?
D.: Die vergeht
Beide blicken sich wortlos an.
D.: Vielleicht musst du von der Liebe noch lernen
F.: Welcher Liebe gedenkst du, der einen oder doch der einen, was sollte ich lernen von der Liebe….ich denke ich bin unfähig zu lieben, ja zu begehren, mich zu sehnen….trotzdem muss ich lieben
D.: Trotzdem!
Dora und F. blicken sich länger an und verweilen wortlos.
F.: Ich habe mich falsch verhalten…zu wenig angepasst, zu wenig untergeordnet
D.: Gegenüber?
F.: Jedem, jede…..die falschen Fragen zur falschen Zeit
D.: Und jetzt?
F.: Jetzt muss ich die Ernte meines Lebens einbringen
D.: Unruhig?
F.: Die Melancholie hat mich in ihrem harten Griff und lässt mich nicht mehr los
D.: Falle ab vom Baum der Erkenntnis
F.: …und verfaule auf dem Boden der Tatsachen
Beide verweilen wortlos.
F.: Beruhige mich und vergrabe deine Sanftheit in mir, denn eine Unruhe hat mich erfasst und nicht eine, sondern meines Geistes sich bemächtigend. Nichts mehr ist wie es war und nichts mehr wird so sein. Der Tag hat ein Gesicht bekommen und starrt mich ununterbrochen an, bringt das Tiefste und Edelste, das Schmutzigste und Grausamste zur Oberfläche, fordert mich heraus, ein Gesicht, in dem all die Zeit hineinblicke…eine Unruhe hat mich erfasst und nicht eine und ich werde sie nicht mehr los.
D.: Breche mit Sanftheit deine Worte
F.: Ein jeder Tag scheint mir der letzte zu sein, ein jeder Moment friert mir zur Ewigkeit und ich muss handeln, den Kampf aufnehmen, einen jeden Tag, eine jede Sekunde, denn ich lebe
D.: Ich warte und warte, zähle die Augenblicke, rauche und blicke zum Sternen-Zelt hinauf und erblicke gefrorene Seen die auftauen, rauchend und wartend, des einbrechendem Eis…und auch das Eis dass dich umgibt wird dünner mit jedem Frühlingstag, einem jedem Sonnenstrahl….du wirst nicht einbrechen, du wirst leben und das Eis vergessen, mit jedem Frühlingstag ein wenig mehr, wartend und rauchend…
F.: Das Eis wird brechen, aber die Unruhe wird bleiben, wird meiner wüten und mir keinen Frieden schenken
D.: Vielleicht ist die Unruhe dein Friede
F.: Ich kann ohne nicht mehr leben und mit schon lange nicht mehr…höre, was ich geschrieben habe
F. nimmt ein Blatt Papier aus der Hosentasche.
Jeder Tag reißt größere Stücke aus meiner Seele, ein jeder Tag nimmt mir mehr, als er mir gibt, ein jeder Tag ist mir zur Qual geworden…jede schlaflose Nacht ist eine verlorene Nacht, eine jede Nacht ist kälter als jene zuvor…unendlich viele Tage sind vergangen ohne dass ein Hoffnung-Schimmer am meinem Horizont erschienen wäre….es bleibt Winter, es wird nicht mehr Frühling. Nie! Es bleibt kalt, sehr kalt!
D.: Es war Winter, es war kalt und die Einsamkeit brach uns entzwei und das Ende war nahe, es umarmte uns und ließ uns doch wieder frei und jetzt ist Frühling
Beide umarmen sich.
D.: Der Winter ist gebrochen und nun werde deines Lebens froh
F.: Ich versuche es andauernd
D.: Nicht nur versuchen
F.: Glauben und verzweifeln
D.: Brechen und zerbrechen
F.: Fühlen und vergehen
D.: Liebe….
Beide verweilen wortlos.
F.: Lass uns tanzen
D.: Wie?
D. steht auf und D. folgt ihm zögernd.
Beide beginnen im Narrenschiff zu tanzen.
D.: Mein Herz ist wild
F.: und schlägt um sich
D.: Fang es doch mein Herz?
F.: Ich fange es nicht….frei und wild soll es verbleiben
D.: Dann komme näher zu mir hin
D.: Mich verlieben werde….
F.: jeden Morgen, jeden Abend
D.: jeden Tag und jede Nacht
F.: Wo der Himmel in dunkle Augen fällt
D.: …in meine Arme komm
Beide tanzen.
D.: Lass das Leben leben wie es ist
F.: Und ein jeder Mensch
D.: soll leben wie das seine Leben ist
F.: Keine Grenzen
D.: und kein Druck
F.: Nur die Liebe
D.: soll von mir auf dieser Welt verbleiben
F.: Wir müssen
D.: lieben
F.: und begehren
Beide beenden den Tanz und lösen sich voneinander.
Es wird kurz dunkel, beide verharren und setzen sich dann am Tisch nieder.
D.: Finde dein Lachen wieder
F.: Diese Reise anzutreten, mein Lachen zu suchen
D.: Den Moment zur Ewigkeit frierend lassen
F.: Mir ist kalt….ich friere
D.: Ich auch
F.: Die Angst?
D.: Die vergeht
F.: Trotzdem muss ich lieben!
D.: Finde dein Lachen und liebe!
…..

(5)

Der Raum fällt in Dunkelheit, nur auf der digitalen Uhr bleibt ein Licht.
Diese rast dahin. Aus Stunden werden Sekunden bis diese unvermittelt stoppt und die Dunkelheit schwindet.
Die Szene befindet sich in Doras Zimmer.
Eine müde wirkende Dora sitzt auf der Couch mit den Füßen auf dem Serviertisch.
Das schnurlose Telefon läutet.
Dora geht zu diesem und nimmt ab.

D.: Hallo Mutter
Ja Mutter
Ich weiß, ich muss mich entscheiden, aber nicht jetzt
Ja, die Zeit drängt
Ja, ich entscheide noch dieser Tage
Ich werde vorbeikommen
Ich?
Ja
Im Park und im Einkaufszentrum
Jetzt bin ich müde
Ich nehme keine Drogen, Mutter!
Ja, ich werde versuchen weniger zu rauchen
Nein, ich trinke nicht!
Mir geht es gut
Ja, sicher
Ja, ich gehe regelmäßig zum Arzt
Mach dir keine Sorgen um mich
Ja Mutter, ich liebe dich auch
Mach dir keine Sorgen!
Was sagen die Ärzte?
3 Wochen?!
Die Metastasen
Keine Hoffnung?
Sicher?
Schei?e!
Was ist mit den Medikamenten?
Sie sprechen nicht mehr an!
Jetzt?
Die alternativen Therapien?
Mache dir keine Gedanken
Denke an die schönen Tage
Ich werde vorbeikommen
Die Schmerzen werden stärker
Ich verstehe
Morphium?
Ja
Mache dir keine Sorgen
Ich werde mich darum kümmern
Ja, ich weiß, ich muss mich entscheiden
Ja, dem geht es gut, aber vergiss ihn
Ja, ich werde vorbeikommen
Sicher?
Ja, ich werde mich darum kümmern
Mache dir keine Sorgen um mich
Mir geht es gut!
Der Tod?
Keine Hoffnung
Du hast dich damit abgefunden
Seit wann?
Scheiße
Zu kalt?
Was sagen die Ärzte?
Es gibt keine Hilfe dafür?
Ja, ich werde vorbeikommen
Scheiße
Ich weiß, ich soll nicht fluchen
An Vaters Grab?
Gestern?
Und?
Ja
Ich werde mich darum kümmern
Ich liebe dich
Soll ich noch etwas….?
Nein?
Sicher?
Ich auch
Ich liebe dich
Ich komme vorbei!

Dora legt das schnurlose Telefon zurück, zündet sich eine Zigarette an und löscht diese nach ein, zwei hektischen Zügen.

D.(schreiend): Warum nur, warum?

Dora geht geht zur digitalen Uhr und zerrt diese von der Wand und wirft diese durch den Raum.
Die Uhr zerschellt am Boden.
Der Raum fällt in Dunkelheit.
Sekunde auf Sekunde vergeht.
Es bleibt dunkel.

(6)

In einem leeren Raum. Nur die kaputte Uhr liegt auf dem Boden.
Ein Licht fällt auf die kaputte Uhr und dann auf Dora
Dora steht vor dieser und blickt darauf.
Es wird wieder dunkel.
Ein Licht fällt auf die stehende D.
Sie geht auf und ab, umarmt sich selbst, sinkt auf die Knie und legt sich auf dem Boden nieder.
Es wird dunkel. D. bleibt im Bühnenbild
Ein Licht fällt auf den stehenden E.. Er raucht eine Zigarette.
Fertig geraucht wird es wieder dunkel. E. bleibt im Bühnenbild.
Ein Licht fällt auf den stehenden M.. Er trinkt ein kleines Bier.
Als er das Bier ausgetrunken hat, wird es wieder dunkel.
M. bleibt im Bühnenbild.
Ein Licht fällt auf den stehenden Z.
Z. bleibt im Bühnenbild.
Es wird wieder dunkel.
Ein Licht fällt auf den stehenden F.
F. bleibt im Bühnenbild.
Es wird wieder dunkel.
Ein Licht fällt auf die stehende C.
Sie friert.
C. bleibt im Bühnenbild.
Es wird wieder dunkel.
Das Bühnenbild wird hell.
Die liegende Dora steht auf und geht von Person zu Person und umarmt einen/eine nach dem anderen.
Jede/Jeder sinkt nach der Umarmung auf seine Knie und legt sich dann auf dem Boden nieder.
Das Licht schwindet und verbleibt nur auf Dora.
Dora nimmt die kaputte Uhr und geht zur Tür hinaus.

Leistung und Angst

März 24, 2010

giovedì, ottobre 18, 2007

….zu überarbeiten….
geschrieben 08-11. Jänner 2006, einer Zeit in welcher ich sehr wütend war; andauernd einige Männer und Frauen um sich zu haben, die einem ständig sagten, wie verrückt ich sei; ein Stück Dreck; Abschaum, einem andauernd bedrohten und einzuschüchtern versuchten und dann die Frau, welche ich etwas liebte und deshalb nicht liebte, andauernd zu hören was für ein Stück Dreck sie und ich sei
….als Reaktion darauf, dass diese seit Monaten einen regelrechten Krieg gegen mich führten, alles daran setzten mich zu zerstören (mehr oder weniger bis heute); war dieser Text meine ganz persönliche Kriegserklärung an diese dreckige Nazibande (egal wo) (die auch noch glauben, die Guten zu sein)

Leistung und Angst

Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist unbeabsichtigt. Es handelt sich bei allen Personen um fiktive Charaktere.
Das einzige Mittel welches der Kunst verblieben ist, ist die Übertreibung, denn die Realität übertrifft jede Vorstellungen!

Man muss die Sprache der Unterdrücker zu den Unterdrückern zurückbringen.

Personen:
X. (K)
J. (J)
Ein Inkassounternehmer (A.)
Eine Kellnerin (Kellnerin) (Anna)
Ein Kellner (F.)
Der Chef des Restaurants (C)
Die Empfangsdame (ED)
M. G. (Philantrophisten)
4 Leibwächter/Personenschützer (im Hintergrund) (P1+P2+P3+P4)

Im besten Gourmet-Restaurant einer Wirtschaftsmetropole in Mitteleuropa an einem frühen Abend.
Menü: Spezialitäten vom Schwein
Wein/ Champagner: Roederer Cristal 1986 Magnum (Flasche zu 1200 Euro)
Louis XII Cognac (Flasche zu 1400 Euro)

J.: So lieber X. dann haben sie für 1 ½ Jahre als Chef der Firma 60 Millionen Euro Abfindung erhalten. Ich muss zugeben, eine beachtliche Leistung und ein vorbildliches Verhalten, welches jedem jungen, hungrigen Manager einen Motivationsschub geben sollte.
X.: Ja, danke J. für das Kompliment.
J.: Ein wahrhaftiges Vorbild für unsere Jugend…und was haben Sie mit diesem vielen Geld denn gemacht, wenn Ich Sie fragen darf? Eigentlich sind das ja Peanuts, aber na ja. (lächelt charmant)
X.: Aber sicher J.; Sie können fragen…Ja J. Ich habe den größten Teil des Geldes über meine New Yorker Freunde G. und M. in Hedgefonds, welche in Entwicklungsländern operativ tätig sind, investiert. Nach dreijähriger Laufzeit hat sich die bis jetzt investierte Summe von ursprünglichen 55 Millionen Euro auf 156 Millionen Euro sozusagen verdreifacht. Das weiß natürlich niemand hier außer Ihnen und mir und am allerwenigsten wissen die Finanzbehörden davon.(lacht)
J.(beistimmend nickend): Also, dann war mein Victory-Zeichen ja auf alle Fälle gerechtfertigt!
X: (beistimmend nickend) Damit haben diese verrückten und perversen Menschen gesehen, dass sie gegen uns Finanzhaie klein beigeben müssen und in ihre Löcher zurückkriechen sollen, aus denen diese linken Bastarde stammen.
J.: Und wie laufen diese deine Hedgefonds denn ab. Von 60 Millionen auf 156 Millionen in drei Jahren, da kommen sogar die Investmentbanker ins Grübeln….Und das sind die Besten auf Ihrem Gebiet…..
X.: Nun ja, die einzelnen Hedgefonds suchen sich eine boomende Branche in einem Entwicklungsland, investieren kurzfristig für deren Verhältnisse unmöglich viel Geld, kaufen die Produktionsstätten und Industrieanlagen und dann…..ja dann bekommen diese perversen und verrückten Menschen ihre Lektion.
Sobald der Hedgefond die Kontrolle übernommen hat, werden alle in einer Gewerkschaft organisierten Arbeiter entlassen und die Löhne gekürzt und die Sozialleistungen gekürzt und all jene, die im Managment mit der Belegschaft sympatisieren, diese allerschlimmste linke Brut, entlassen und dann wird die Produktivität gesteigert, werden die Pausen gestrichen, wird ein radikaler Taylorismus durchgesetzt und alle die sich dem widersetzen, mit allen legalen wie illegalen Mitteln ausgeschaltet und dann, lieber J. und dann, wenn die boomende Branche unter der jetzigen Kontrolle des Hedgefonds ihren Höhepunkt an Profit erreicht hat und alles wie aus einem Lehrbuch der Weltbank und des Weltwährungsfond heraus zitiert abläuft, verkauft der Hedgefonds alles, meist an einen weiteren Hedgefonds, der dann die boomende Branche liquidiert…..es wird sozusagen die boomende Branche eines Entwicklungslandes auf dem Altar des Profits geopfert…zu unserem Gunsten und zu Gunsten des internationalen Kapitals.
Da gibt es dann exorbitante Gewinne! Super! Oder?
J.: X., Ich muss sagen, fantastisch….fantastisch….einmalig. Und das funktioniert überall dermaßen?
X.: Leider nur in den Entwicklungsländern mit einem schwachen Staat, leider, leider noch. Aber auf langer Sicht werden die Hedgefonds die gesamte Welt beherrschen. Und ich sage Ihnen auch, mit dieser Vorgangsweise werden diese verrückten und perversen Menschen noch in hundert Jahren in primitivsten Verhältnissen exestieren und so eine feine formbare Masse für uns bleiben, denn wer nichts zu fressen hat, der wird auch kaum kritisieren können oder „DieZeit“ lesen.
J.: Ja, X., korrekt, diese perversen, fehlerhaften, verrückten Menschen…..Wir müssen Sie unter Druck halten, sonst werden Sie uns noch kritisieren, wie diese Spinner im Süden Europas. Haben Sie davon gehört?
X.: Wie bitte, von wem?
J.: Ja, mein Freund der A. wird bald zu uns stoßen, der kommt gerade aus dem Süden zurück und hat unseren Freunden und den Behörden dort geholfen, dieses leidliche Problem zu lösen…aber warten wir zu, bis A. kommt…..Er müsste jeden Augenblick eintreffen, außer Er hat wieder mal seinen kindlichen Trieben nachgegeben und ist bei irgendeiner Exekution aufgehalten worden…
Aber schon eine ungustiöse Geschichte mit diesen Perversen!
X.: Diese elendigen Perversen und Verrückten…..Verbrecher sind das und nichts anderes!

Eine wunderhübsche, junge Kellnerin kommt zum Tisch.
Kellnerin: Haben die hoch verehrten Herren noch einen Wunsch?
X.: Ja gnädiges Fräulein noch eine Flasche Roederer Cristal Jahrgang 1986 und nehmen sie gleich zwei neue Kristallgläser mit Goldverzierung mit, denn diese beiden Gläser geziemen sich vielleicht für einen Stallburschen und seiner versauten Kellnerinnen-Freundin, aber nicht für einen Ort wie diesen. Verstanden?
Kellnerin: Ja sehr hoch verehrte Herren und Ich bitte vielmals um Entschuldigung für diesen, meinen, unverzeihlichen Fehler, verzeihen Sie mir bitte!
J. lacht in die Serviette hinein und K. grinst freundlich
X. Und noch etwas ungebildetes Fräulein, Ich möchte gerne wissen, was Sie so die Stunde hier in diesem Restaurant verdienen, wenn denn diese indiskrete Frage denn erlaubt sei?
Kellnerin: Ich verdiene 7 Euro brutto die Stunde und bin weder sozial- noch krankenversichert.
X. und J. brechen beide gleichzeitig in brüllendes Lachen aus und K. schickt von Lachkrämpfen geschüttelt die Kellnerin mit einer erniedrigenden Handbewegung hinfort.
J.: 7 Euro brutto und noch immer viel zu viel
X.: Vielleicht kann Sie ja die Schwänze gut blasen, weil kellnern kann Sie ja nicht
J.: Nun ja, ein Schwein fühlt sich am wohlsten unter Schweinen….
X.: Da kann Ich nur zustimmen, gänzlich ungustiös diese billige 7-Euro Schlampe

J.: Aber zurück zu diesem Prozess, denn die Staatsanwaltschaft gegen uns ja angestrengt hat, diese frustrierten, dämlichen Idioten, die von nichts einen Ahnung haben, nicht mal vom Gesetz…
X.: Ich habe heute mit meinen überbezahlten Anwälten gesprochen und es dürfte keine weiteren Probleme geben, der neu eingesetzte Richter wird von unserem gemeinsamen Freund, dem neuen Justizstaatssekretär x.x. jetzt solange bearbeitet werden, bis er die volle Härte des Gesetzes anwenden wird, mit nur einer Ausnahme, nämlich uns.(lacht)
Einige harte Urteile gegen einige arme Schweine und unser Prozess wird solange vertagt werden und mit dermaßen vielen Einwänden blockiert werden, dass der Prozess den Staat an ein Ende bringt und nicht umgekehrt…..Wenn Ich so überlege….eigentlich schon eine bodenlose Frechheit diese Anklage….der Staatsanwaltschaft in dieser Stadt müsste man vielleicht mal auf die Finger klopfen, vielleicht spreche Ich mit meinem Freund M. aus New York, das doch einige internationale Kapitalgesellschaften ihr geparktes Geld aus Deutschland abziehen und dann möchte Ich die Richter und Staatsanwälte sehen, wenn alle mit Ihren toten Hosen dastehen….die brauchen eine auf das Maul, diese verrückten und perversen Staatsanwälte und Richter!
X.: Genau J., genau so muss es sein. Das mit dem Staatssekretär ist eine tolle Idee, ganz toll
J. Und weißt du was. Wir haben gestern im Aufsichtsrat wegen dieser Angelegenheit im Süden diskutiert und uns spontan entschlossen dem schwachen, wehrlosen Staat unter die Arme zu greifen. Wir haben einige Arbeitsgruppen gebildet um die perversen, verrückten und fehlerhaften Menschen professionell zu bearbeiten, weil kritisieren können Sie ja auch genau so gut in Höhlen und dorthin werden Wir Sie auch zurückbringen, zumindest jene, die Ihr dreckiges Maul nicht halten können. Entschuldigen Sie bitte meine vulgäre Wortwahl…
X.: Da bin Ich jetzt aber wirklich gespannt lieber J. Was habt ihr denn Euch in dieser ungustiösen Angelegenheit vorgenommen?
J.: Ich habe nach der gestrigen Aufsichtsratsitzung eine halbe Stunde mit dem Innenminister gesprochen. Ich habe Ihm die vollste Unterstützung unserer Seite, also der einzigen die in der Realität zählt, bei der neuen Folterresolution zugesagt, welche ja, wie Sie vielleicht aus internen Quellen wissen, besagt, dass Verdächtige präventiv gefoltert werden können…natürlich wird die Öffentlichkeit davon nie etwas erfahren oder diese Aasgeier von den Medien…eine absolut notwendige Maßnahmen in unseren Zeiten oder nicht?
X.: Ja! Unaufschiebar!
J.:..Und Ich habe dem Innenminister unser allerhöchstes Lob für diese herausragende Initiative ausgesprochen, denn bei diesem verrückten und perversen Pack müssen wir die Samthandschuhe ausziehen….aber jetzt bin Ich schon wieder abgewichen, verehrter Herr K. verzeihen Sie mir bitte…..nun ja, das in dem Aufsichtsrat beschlossene Aktionspaket habe ich dann dem Innenminister in allen Details geschildert…Wir werden z.B. dem Staat 85 Gefängnisse im Osten Deutschland bauen, 85 Haftanstalten mit einer jeweiligen Kapazität von 4500 Insassen, das gibt dann Zellen für 382.500 perverse und verrückte Menschen 382.500…ein Tropfen auf dem heißen Stein….aber einen den man spürt!
X.: Fantastisch J.
J.: Nachdem die Haftanstalten auf unsere Kosten fertiggestellt sind, werden mal alle deutschen Nichtzahler und alle Perversen und Verrückten dort einkassiert.
X.: Genau so muss es sein, keine Gnade mit den Perversen und Verrückten!!

Die wunderhübsche und jetzt etwas devoter wirkende Kellnerin kommt mit der Champagnerflasche Roederer Cristal 1986 Magnum und den zwei Gläsern zum Tisch der beiden sehr hoch verehrten Herren zurück.
J.: Nun, Ich hoffe sehr Sie haben die Gläser nicht mit ihren Pratzen versaut
Kellnerin: Sehr hoch verehrte Herren, wie Sie sehen, benutze Ich eine Serviette um Ihre Gläser frei von meinen Bakterien zu halten.
X.: Jetzt wird die 7-Euro Schlampe auch noch frech, vielleicht sollten wir dieses vorlaute Kücken unseren Freunden melden, die wissen genau was man mit so einer perversen und versauten Schlampe machen muss.
Kellnerin: Bitte verzeihen Sie sehr hoch verehrte Herrn, Ich bitte vielmals um Entschuldigung und Ich werde alles tun, was Sie von mir verlangen.
J.: Endlich mal ein freundliches Wort, genau so Fräulein muss es sein und jetzt schenken Sie uns den Champagner ein und verschwinden Sie wieder in das widerliche Loch aus dem Sie gekrochen sind.
Kellnerin: Ja gerne meine Herren, es ist mir wie immer eine Freude Ihnen zu dienen und Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Egal welchen Wunsch und sei dieser noch so absonderlich, Ich erfülle ihn mit vollster Herzenswärme und mit ganzer Kraft. Und danke nochmals!
Die Kellnerin schenkt mit leicht zitternder Hand den Champagner ein und geht zitternden Leibes sich ständig unterwürfig sich verbeugend vom Tisch ab.
J.: Dieses perverse und verrückte Pack, höchste Zeit denen Ihre Grenzen aufzuzeigen!
X.: Ich werde noch mit dem Chef sprechen, so ein Verhalten geziemt sich nicht, vielleicht sollte man Ihr Gehalt noch weiter kürzen, damit Sie auch bis in die kleinste Bedeutung versteht mit wem Sie es hier zu tun hat.
J.: Eine andere Sprache versteht diese Perverse auch sicher nicht!
….
X.: Nicht mal in diesem Lokal bekommt man den Respekt denn man verdient! Aber zu einem anderen Thema. Was ist eigentlich mit der Reaktion auf Ihr Victory-Zeichen….diese unverschämte Presse, haben Sie gelesen was diese Aasgeier geschrieben haben: Die Arroganz der Mächtigen.
J.: Nun ja, da mehrt man das Gemeinwohl, steigert den Unternehmensgewinn und Unternehmenswert und wird dafür bestraft! Da holt man internationale Top-Banker in das Unternehmen, da rationalisiert man und entlässt tausender überflüssiger und überbezahlter Angestellte und wird dafür bestraft! Da respektiert man das Gericht nicht und kotzt mal einige tausend Liter Kotze auf das Volk, die Justiz und den gesamten Rest und wird dafür bestraft!
X.: Ja J., eigentlich gehört Ihnen ein Orden verliehen, ein Visionär wie Sie ist vielleicht unseren Zeiten noch voraus!
J.: Da steigere Ich den Gewinn auf 40 Milliarden Euro pro Jahr und halte das Unternehmen in einem globalen, entmoralisierten Wettbewerb gefangen und der Lohn ist öffentlicher Spott von diesen perversen und verrückten Menschen!
X.: Irgendwas läuft falsch bei diesen Medien. Ganz, ganz falsch, da schafft man Gutes und steht da als Vampir, der das Volk aussaugt!
J.: Aber ich kann Ihnen ein Geheimnis verraten, aber das müssen Sie für sich behalten lieber X.
X.: Ich werde schweigen wie ein Beichtvater!
J.: Seit 2 Jahren, seit dieser ungustiösen Angelegenheit betreibt unsere Firma eine Tochterfirma in Hamburg welche die gesamte Presse auf ganzer Breite bearbeitet… immerhin sind wir ja der größte Anzeigenkunde dieser Aasgeier und zusätzlich haben wir in allen wichtigen Redaktionen inoffizielle Mitarbeiter eingeschleust und zusätzlich…. zusätzlich kaufen wir über diverse Tochterfirmen Anteile an den Verlagen auf, die diese üble Nachrede verbreitet haben, diese Aasgeier werden nur noch über ihre eigenen verwirrten Köpfe kreisen .
Übrigens, einige der Autoren dieser unverschämten Anschuldigungen und Beleidigungen schreiben jetzt für irgendein vergessenes Provinzblättchen.
Denn es muss klar sein, wer sich mit uns anlegt, dessen Tage auf der Bühne der Öffentlichkeit sind gezählt.
Und das Schundblatt mit dem Titel: Arroganz der Mächtigen, welch verkehrte Welt doch, hat die meisten Werbekunden verloren…..
X.: Oh J.! Genau so muss es sein. Dass gleiche müsste man mit diesem perversen und verrückten Studentenpack machen, die glauben alles besser zu wissen und die nichts….nichts von unserer Verantwortung wissen und dabei haben Wir Ihnen doch alles aufgebaut.
Pumpen sich von der Früh bis Abends mit Drogen voll und steigen den Professoren auf den Kopf.
Ich würde dieses Pack samt und sonders exmatrikulieren und in eine Erziehungsanstalt verschieben, denn denen fehlt es am allerwichtigsten: Unterordnung und Disziplin!
J.: Genau lieber K., genau so ist es lieber K.

Die Kellnerin kommt zum Tisch zurück und schenkt Champagner nach
J.: (lächelnd)Wenn es stimmt, das wir in zunehmenden Maße zu einer Dienstleistungsgesellschaft werden, dann können Sie als Kellnerin aber in eine düstere Zukunft blicken
X.: Mit ihrer Arbeitsweise sollten sie sich vielleicht bei einigen Bauern bewerben und nicht in einem Gourmettempel wie diesen hier arbeiten!
Kellnerin: Sehr hoch verehrte Herren, vielen Dank für ihre hilfreichen Tipps. Ich werde Sie mir zu Herzen nehmen. Vielen Dank und Ich werde mit meinem Chef sprechen, dass Sie eine qualifiziertere Person, als wie die meine Ungeeignete, für Ihren Service am heutigen Abend zur Verfügung gestellt bekommen.
J.: Ja, das wäre dann ja das erste Mal, dass Sie Ihr Gehirn am heutigen Abend benützen, das wäre wirklich angebracht oder X.
X.: Ja, dem kann man nur zustimmen!
Kellnerin: Danke für Ihre freundlichen Worte sehr hoch verehrte Herren.
Devot sich verbeugend und freundlich lächelnd bewegt sich die Kellnerin vom Tisch wieder weg .
….
Am Eingang des Lokals taucht ein mittelgroßer, blass wirkender, in der Blüte seines Lebens stehender Mann mit Designeranzug auf.
Der Scheitel sitzt perfekt und der Herr besitzt auch ein sehr gepflegt wirkendes Äußeres.
Nachdem er sich einige Augenblicke umgeblickt hatte, eilt die anmutige Empfangsdame, deren einziges Manko, zuviel erdbeerfarbener Lippenstift auf den Lippen ist, zu ihm hin und nach einem kurzem freundlichen Wortwechsel begleitet Sie den Herren zu dem Tisch mit den Herren X. und J..

ED: Sehr hoch verehrter Herr A. bitte!
A.: Vielen Dank!
A. setzt sich zu dem Tisch hin und stattet seinen Aktenkoffer neben seinen Stuhl hin.
ED: Sollten Sie noch einen Wunsch an mich haben, so würde Ich Ihnen diesen herzensgerne von den Lippen ablesen und Ich wünsche Ihnen noch eine wunderschöne Zeit in unserem Restaurant.
A: Ja….Scheußlich diese aufgespritzten Lippen!
X.: Hallo A.
J.: Hallo A.
A: Hallo X.! Hallo J.! Was trinkt Ihr denn?
X.: Roederer Cristal 1986 Magnum. Köstlich!
J.: Ein guter Tropfen, aber eine ungustiöse Kellnerin!
Und wie auf Befehl taucht die Kellnerin auf, mit einem Glas in einer Serviette gewickelt und posiert es vor A. auf dem Tisch und schenkt ihm einige Tropfen mit zitternder Hand ein.
A.: Wohl auch zuviel Drogen heute schon konsumiert?
Kellnerin: Nein, keine Drogen
A.: Also nur Psychopharmaka?
Kellnerin: Nein, auch keine Psychopharmaka.
A.: Was ist denn das für eine ungebildete Schlampe?
X.: Bitte sprechen Sie doch mit Ihrem Chef, dass Wir ab sofort von einer auch nur annähernd einigermaßen qualifizierten Person bedient werden wollen!
Kellnerin: Ja sicher meine sehr hoch verehrten Herren.
J.: Dieses perverse und verrückte Menschenpack, versteht nur die Sprache der Repression und Unterdrückung. Verdient sich an uns reich und zeigt überhaupt keinen Respekt! Ab in das Gefängnis mit diesem Pack!
….
J.: Und was erzählen Sie uns, lieber A.
A.: Ich bin ein richtiges Schwein und zerstöre menschliche Existenzen und Ich bin stolz darauf. Und das Establishment und der Staat stehen hinter mir und unterstützen mich nach Kräften, denn der Mensch ist eine aussterbende Art und nur das Schwein wird überleben, nur das Schwein unter den Menschen!
X.: Wie, das Schwein?
A.: Nur das Schwein wird überleben! Der Mensch wird aussterben, denn er macht Fehler und ein Schwein wie Ich macht keine Fehler, denn es geht schon längst nicht mehr um Schwein oder Mensch, es geht um Profite und Rendite, der Mensch ist outgesourct worden vom Menschen selber und alle die nicht genau nach den Vorgaben des Systems funktionieren werden weggesperrt und das ist auch richtig!
X.: Wie das Schwein, dann sind wir alle Schweine?
A.: Wir sind nicht nur Schweine, wir sind schon Überschweine, denn jeder alternative Gedanke ist uns zuwider, Wir sind das wirtschaftliche System und als solche müssen Wir handeln, im Gegensatz zu den Menschen, die in ihren Lebenslügen leben und sich auf das Elendigste durchschlagen!
Dem Schwein gehört die Zukunft, Schweinen wie mir….
Und jede Mutter wäre stolz auf solch einen tüchtigen Sohn wie mir, denn wie sie, hochverehrter Herr X. und Herr J. haben wir das System bis in seine letzte Konsequenz hinein begriffen und handeln für unsere Freiheit…ja, wir kämpfen für die Freiheit….für die Liebe…für unsere Mütter…wir sind der Stolz dieser Gesellschaft…ihre herausragendsten Exponenten…unsere Mütter sind sehr stolz auf uns! (schweigt einige Momente bedächtlich) ……
Und ich habe euch etwas mitgebracht!
(A. greift zu seinem Aktenkoffer und holt sich einen Aktenordner aus demselben heraus)
Die inoffiziellen Statistiken meines Unternehmens.
Hört her, hört her:
8500 vergewaltigte Frauen, 2700 missbrauchte Kinder, 18 getötete Frauen und 458 Selbstmorde, aber wartet noch ab, wartet noch ab.
J.: Wow, beeindruckend!
X.: Endlich mal eine Arbeit, wo man die Resultate sehen kann!
J.: Solche Statistiken führen wir auch, fantastische Zahlen.
A.: Aber es kommt noch besser. 4 Eltern die ihre Kinder aus der Schuldenfalle herausgeführt haben, indem sie sie erstochen, erschossen, erdrosselt oder kurz gesagt in das Jenseits befördert haben.
J.: Super!
X.: Toll!
A.: Das nenne ich Resultate! 12 Babys von ihren Eltern totgeschlagen, höchstwahrscheinlich wegen dem Druck den wir auf Sie ausgeübt haben. Natürlich sind das nur Schätzungen unser Abteilung für Statistik, aber auf jeden Fall ein Grund stolz zu sein. Nicht nur unser Unternehmen, sondern auch für die Gesellschaft…..wir haben diesen Dreck aus der Gesellschaft geschafft, ganz problemlos, nur mit den Mitteln des Drucks und der Schulden.
Wir werden mit diesen Menschheitsproblem schon noch fertig, mit diesen perversen und verrückten Menschen.
J.: Nieder mit den Menschen! Nieder mit der Menschlichkeit!
X.: Dafür müsste Ihnen die Gesellschaft eigentlich einen Rente auf Lebenszeit auszahlen.
….
A.: Schaut mal wer da drüben sitzt!
J.: Wo?
A.: Am zweiten Tisch neben dem Eingang!
J.: Das ist der neue Chef der Personenschutz-Abteilung! Ein ganz tüchtiger Mann, hat für unsere Firma in der Slowakei einen Streik totgemacht…ganz ausgezeichnete Arbeit geleistet, ein Prachtstück von einem Behördenvertreter!
X.: Wenn Sie nur alle so tüchtig sein könnten!
J.: Ach ja, P1, P2 und P3, wenigstens den Personenschutz übernimmt der Staat…auch wenn Sie ansonsten gar nichts können…, außer vielleicht uns Herren in das Hinterteil zu kriechen!
….
In einem Vorraum der Küche.
Die Kellnerin sitzt mit verschränkten Armen und dem darin versenkten Kopf am Tisch des Personals und weint.
Ein Kellner blickt irritiert auf die Kellnerin und bleibt ohne einzugreifen vor Ihr stehen.
Einige Köche unterbrechen Ihre Arbeit und versammeln sich am kurzen Durchgreiffenster und blicken sprachlos auf die Kellnerin.
Durch die Unterbrechung der Arbeit in der Küche aufmerksam geworden, kommt der Chef in den Vorraum und erblickt die weinende Kellnerin, den Kellner und die starrenden Köche:
C.: Was gibt es da; zurück an die Arbeit, aber sofort!
Kellner: Ja, Chef!
C.: Und auch Ihr, glaubt Ihr denn das das Essen von alleine aus dem Topfe auf das Teller spaziert!
Zurück zur Arbeit! Unsere hoch verehrten Gäste warten!
Grummelnd und mit einigen leise gehauchten spöttischen, vulgären Bemerkungen kehren die Köche zu ihren Töpfen und Pfannen zurück.
Die Kellnerin weint ununterbrochen weiter.
C.: Was ist los Frau Anna, warum weinen Sie denn nun schon wieder?
Die Kellnerin Anna blickt mit tränenüberströmten Augen zu Ihrem Chef auf und dieser reicht Ihr ein Taschentuch, mit welchem Sie die Tränen aus Ihren Augen versucht zu entfernen.
Anna: Diese Gäste, nein, so kann es nicht sein…Ich will nur noch sterben…nur noch sterben…in solch einer Welt kann man als Mensch doch nur noch sterben wollen…nur noch auf das allerschnellste sterben wollen…
C.: Aber Anna, jetzt reißen Sie sich doch mal zusammen, haben Sie mich verstanden, etwas Anstand wenn Ich doch bitten darf!
Anna: Wie bitte?
C.. Sie haben mich schon verstanden…Weinen können Sie in Ihrer Freizeit…aber Ich muss hier ein Restaurant führen und Ich muss Sie leider wegschicken…unsere Gäste sind die Elite dieser Gesellschaft und deren Wort ist Religion…also reißen Sie sich gefälligst etwas zusammen und nehmen Sie ihr belangloses Leben nicht so wichtig…diese Gentlemans sind ehrenwerte und mit jedem Respekt zu behandelnde Götter….verstanden
Anna: Aber….
C.: Nichts da mit einem Aber….so war es und so wird es immer sein und Ich sehe nur, dass Sie dieser wenn auch leichten Aufgabe nicht gewachsen sind, nicht mal solch eine einfache Arbeit wie unsere Gäste ihrem Standesdünkel entsprechend zu bedienen sind Sie befähigt…eine Frechheit Ihr Verhalten…Ich möchte da Sie diese Örtlichkeit sofort und umgehend verlassen.
Anna(weinend): Das kann es nicht sein….so kann es doch nicht sein.
C.: Sie haben noch nicht verstanden, das nicht nur Ihre Meinung völlig belanglos ist, auch Ihre elendige Existenz steht hier nicht auf der Speisekarte…oder?
Anna: Was ist das nur für eine Welt?….
C.: Aber da Ich ein guter Mensch bin, möchte Ich Ihnen noch eine letzte Chance, eine allerletzte Chance anbieten, aber wirklich die allerletzte…denn Sie quälen ja die Geduld eines Jeden bis zum Graus!
Anna(mit gebrochener Stimme) Ich mache alles, alles….Ich brauche doch das Geld….
C.: Nun, wir gehen jetzt auf das Personal WC und dort machen sie mir etwas gutes….ihnen wird es dann mit Sicherheit auch besser gehen!
Anna steht auf und läuft heulend aus dem Vorraum und aus dem Lokal hinaus.
C.: Diese frigide Schlampe!….Und lassen sie sich hier ja nie wieder blicken!
Der Chef schaut der weglaufenden Kellnerin Anna nach und dreht sich dann zu einem vorbeieilenden Kellner zu.
C.: F. bring mir sofort einen doppelten Whiskey ohne Eis, aber ein bisschen plötzlich!
Nach einigen Augenblicken kehrt der Kellner F. mit einem doppelten Whiskey zurück.
F.: Hier Chef!
C.: Und hol mir sofort die Frau E.D. hierher!
F.: Ja Chef!
Der Chef kippt den Whiskey hinunter.
Der Kellner F. eilt aus dem Raum hinaus und nach kurzer Zeit erscheint E.D.
E.D.: Was ist Chef?
C.: Da stellt man dieser jungen Frau Anna einen tollen Job zur Verfügung mit einer hohen, leistungsgerechten Entlohnung, versucht Ihr zu helfen und was ist der Dank: Respektlosigkeit, Arroganz und Undankbarkeit. Was läuft denn hier nur falsch? Da versucht man der Jugend zu helfen und Ihnen einige Regeln des Lebens zu lehren, aber nein, Sie wissen ja doch alles besser! Was ist das nur für eine Jugend? Keine Disziplin…alles Verrückte sind das!..Was ist das nur für eine Jugend!
E.D. Aber Chef, regen Sie sich nicht auf…diese Frau Anna wird Ihre Lektion schon noch lernen….Auch Sie wird erkennen, wie gut Sie es hier doch gehabt hat…Wo sonst bekommt eine ungebildete Frau wie Sie 7 Euro brutto die Stunde….ja Chef Ich stimme Ihnen zu…diese ganze Jugend….das ist eine verlorene Generation…nur Drogen im Kopf und keine Verantwortung und kein Respekt für unseren honorigen Gäste…
C.: Ja E.D. genau so ist es….vielleicht sollte Ich diese Schlampe den Kollegen melden…damit sie wissen, wie man mit dieser perversen, verrückten, anarchistischem Element umgehen muss!
E.D.: Ja Chef….F. bring doch dem Chef und mir einen doppelten Whiskey und ohne Eis….
F. eilt hinaus und kehrt umgehend mit zwei doppelten Whiskeys zurück.
E.D.: Danke F……
Beide (C.+E.D.) heben das Whiskey-Glas und schauen sich in die Augen.
E.D.: Auf das diese Welt eine Bessere wird und Ihnen und Uns solch undisziplinierte Angestellte wie Frau Anna in Zukunft erspart bleiben.
C.: Ja, darauf trinken wir!
Beide kippen den Whiskey hinunter.
C.(etwas angeheitert): Dabei tut es mir auch noch leid….nicht für diese Frau Anna, aber für Ihre Eltern…was soll man dazu nur sagen…eine Verrückte als Tochter…diese armen Eltern
E.D.: Ja kennen Sie denn Ihre Eltern?
C.: Aber sicher…einfache und irgendwie schöne Menschen und dann so eine Tochter…mir tut es so irrsinnig Leid für diese Eltern…da mühen Sie sich ab und werden dann vom Schicksal mit so einer Tochter bestraft….
E.D.: Ja, das Schicksal ist unbarmherzig!
C.: Und dann bekommen Sie so eine verrückte Missgeburt an den Hals…ach, das Leben ist ungerecht…und der Vater ist solch eine tüchtige Person…das sagen sogar die Behörden.
….
C. begiebt sich in den Speiseraum und eilt mit gesenktem, demütigen Blick zu dem Tisch mit X., J. und A..
A.: …Und dieses Knabenfleisch, zart und unerfahren…da musste Ich meinem Unterleib etwas schonen um diese Ausdrücke des Schmerzes und der Scham in den Gesichtern der Kindern….
C.: Entschuldigen Sie bitte die Störung hoch verehrte Herren!
X.: Ja!
C.: Ich möchte mich im Namen des Lokals und all seiner Mitarbeiter in aller gebotenen Form und Freundlichkeit für dieses ungeziemte, ungebildete, bodenlos freches Verhalten dieses mittlerweile nicht mehr bei uns beschäftigten Fräulein entschuldigen…und als Ausgleich für dieses katastrophale Gebaren der Kellnerin möchte Ich und die gesamte Belegschaft Ihnen eine Flasche Roederer 1986 Jahrgang offrieren….F. bringe doch sofort eine neue Flasche Roderer….
X.: Verrecken soll diese Schlampe!
J.: Die sollte man ein paar Tage in einer unserer Fabriken in Asien arbeiten schicken…dann würden Ihr solche Flausen schon vergehen.
A.: Oder mit unserern Mitarbeitern durch die Elendsviertel spazieren….aber die Sau ist dort sicherlich schon heimisch…diese Stallbraut!
C.: Ja….ja,ja…und auch vielen Dank, dass Sie soviel Geduld mit dieser Parasitin bewiesen haben…und für Ihr vorbildliches Verhalten durch welches Sie erst auf diese bodenlose Frechheit, verkleidet als Kellnerin, aufmerksam geworden sind….
F. kommt mit der Flasche und schenkt den hoch verehrten Herren etwas Champagner Roederer nach.
C.: ….und noch einen wundervollen Abend hier in diesem Lokal und für den weiteren Verlauf ihres Abends.
J.: Ausnahmsweise passt es…aber solch eine Frechheit sollte nicht wieder vorkommen…..
X.: Ja…ersparen Sie uns in Zukunft solch eine dreckige, unqualifizierte Schlampe.
C. geht sich ständig untertänig verbeugend vom Tisch ab
A.: ….wo war Ich nun noch mal stehengeblieben?
X.: Bei diesem zarten und frischen Knabenfleisch
A.: Oh ja…mein Unterleib schmerzt noch immer wie irrsinnig…Schmerz bereiten um den eigenen Schmerz zu genießen….was will man mehr…..
….
X.: Erzählen Sie uns doch was seit Ihrem Eingreifen geschehen ist!
A.: Nun ja, in aller auferlegten Bescheidenheit, mit meinem Eingreifen, hat sich die Situation doch deutlich entspannt…aber warten Sie.
A. greift zum zweiten Mal an diesem Abend nach seinem Aktenkoffer, holt einen Aktenvermerk hervor und öffnet diesen.
A.: Lieber X., lieber J. spannt eure Ohren an, Unangenehmes und Angenehmes werde Ich jetzt verlautbaren….
Wir haben zur Zeit 36.526 sogenannte mündige Bürger und Bürgerinnen, um ja diese ganze versaute Schlampenpack nicht zu vergessen und den zu Ihnen zählenden 8.536 Kindern und Jugendlichen, ach diese armen Kinder mit solch einem Rabenpack als Eltern.
Nun sind das insgesamt 44.882 Personen welche sich als Gesamtheit mittlerweile seit 6 Monaten weigern Ihre Rechnungen zu bezahlen und seien diese auch so Belangloses wie die Miete oder Strom.
Großteils handelt es sich dabei um massiv anarchistische, arbeits- und lebensscheuen Elementen, welche das Wort Freiheit wohl nicht mal richtig buchstabieren können…also auch noch ein ungebildeter Sauhaufen, undiszipliniert und chaotisch….die Behörden sprechen in diesem Zusammenhang von einem anarchistischen, systemfremden Block, welcher, wie wörtlich zitiert: „die Wirtschaft und das gesunde Volk mit ihren kranken Ideen zu verseuchen versuchen“….diese Volksschädling, diese perversen und verrückten Parasiten und nichts anderes!
A. genehmigt sich einige Tropfen des Champagner (Rechtsanwaltarmada einbauen)
A.: Dieses dreckige Menschenpack…also die Tochterfirmen gehen von 4 Anführern aus, davon 3 Frauen…meinen Vorschlägen folgend wurden bestimmte Repressionsmaßnahmen gesetzt, so verunglückte der einzige Mann in der Führungsspitze vergangene Woche mit seinem Auto schwer……vor 2 Tagen ist er im Krankenhaus von N. seinen Verletzungen erlegen…ein bedauerlicher Unglücksfall (bricht in Lachen aus)
X.: Ein tragischer Zufall also! (beistimmend lächelnd)
J.: Oder…Zufälle gibt es! (bestimmend lächelnd)
A.: Ja das Leben…da spielt man mit dem Schicksal der Menschen und das gesunde Schicksal schlägt gegen die kranken Auswüchse desselben zurück, aber leider, leider haben die verbliebenen 3 weiblichen Führungskräfte anstatt, wie es eigentlich sein sollte, sich einzumauern, natürlich uns die Schuld am Autounfall und dem daraus resultierenden Tod des jungen Mannes gegeben, was uns natürlich die Möglichkeiten eröffnete diese anarchistischen und volks-schädigenden Elemente noch besser zu überwachen und zu kontrollieren…was dazu führte das am vergangenen Wochenende wegen der unterschiedlichsten Delikte und Verstöße 758 Elemente aus diesem Kreis verhaftet wurden…wegen Drogen-, Vermögens- und Eigentumsdelikten….das Übliche, welches man bei diesen hoffnungslosen und verbrecherischen Menschen eben so findet.
J.: Alles Drogensüchtige…war ja auch klar!
X.: Dieser Abschaum!
A.: Leider hatten die Aktionen nach letztem Stand nicht ganz den erwarteten Erfolg, der Kreis wächst immer noch, obwohl wir Ihm den Kopf abgeschlagen haben…..240 neue Elemente pro Tag zur Zeit.
J.: Wie bitte, dann sind diese Parasiten immer noch am demontieren, zerstören und auslöschen!
X.: Nein und nochmals nein, lieber hoch verehrter Herr A., Sie haben sicherlich ein für unsere Gesellschaft positiven Bescheid zurückgebracht!
A.: Liebe Freunde…natürlich ist das Problem mittlerweile einigermaßen unter Kontrolle…die verbliebene Führungsspitze dieser verrückten Anarchisten wird an Paranoia und dem eigenen Größenwahn erkranken…., Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass diese Bagage samt und sonders von der Gesellschaft ausgeschieden wird…dieses Gift wird sich selber vernichten und die Strategie die sich durchgesetzt hat…also jener der fortwährenden, sich beliebig steigerbaren Repression wird die Bewegung entkräften, schwächen und letztendlich jedem Einzelnen dieser Masse in den Abgrund führen…sei dies nun Gefängnis, Selbstmord, Ausweisung oder vielleicht gesellschaftliche Ausgrenzung….denn die breite Mehrheit ist zu 100% hinter uns und unseren noblen Anliegen.
J.: Ja, genau!
X.: Nobel und anmutig, schön und wertvoll!
J.: Danke A. für alles was sie bisher geleistet haben
X.: Ja einen Toast auf A. Auf dass diese perversen und verrückten Nichtzahler wie eine Sau ausbluten.
Champagner für alle

…..
La Fine

Plötzlich und unerwartet erscheint die nunmehrige Ex-Kellnerin Anna im Eingangsbereich.
Sie blickt durch ein danebenliegendes Fenster auf die speisenden und trinkenden Gäste.
Sie blickt lange auf dem Tisch mit X., J. und A..
Die Empfangsdame E.D. bemerkt Anna erst als diese das Lokal bereits betreten hat.
Anna zieht aus einer ihrer Taschen ein Messer.
In der einen Hand hält Sie nun ein Messer, welches E.D. von einem Eingreifen abhält.
Anna geht langsamen Schrittes auf den Tisch mit J., X. und A. hinzu.
Ihr Blick wirkt apathisch und teilnahmslos….getrocknete Tränen schmücken ihre Wangen.
P1, dessen Aufgabe die Eingangstür zu überwachen ist, steht von seinem Stuhl auf und greift, wie im Training gelernt, nach der Pistole.
Anna geht stumm mit dem Messer in der Hand, auf die honorigen Männer hinzu, die sie erst jetzt bemerken und stumm und reglos auf das Messer zu starren beginnen.
P1 misst die Distanz ab und erkennt, dass er die Frau nicht rechtzeitig erreichen wird und beginnt die Waffe in Brusthöhe auf die Frau zu richten und schreit:
P1: Lassen Sie das Messer fallen!
Keine Reaktion!
Nur einige Gespräche verstummen.
Die anderen Personenschützer stehen auf.
P1 drückt den Abzug durch und ein lärmendes, ja ohrenbetäubendes Geräusch legt sich auf den Raum um sofort zu erlischen und in einer eisigen Stille zu enden.
Alles Lebende kommt im Lokal zum Stillstand!
Die Frau bricht im Brustbereich getroffen in sich zusammen.
P1 stürmt auf die Frau hinzu und schlägt mit dem rechten Fuß das Messer aus der Hand der Frau.
Die anderen Personenschützer, sichtlich geschockt, kommen hinzu und einer kniet sich über die keuchende Frau nieder.
P3.: Ruft sofort einen Krankenwagen!
J., X. und A., geschockt wie alle Anwesenden, stehen auf.
P1 hebt den Kopf der Frau leicht auf und diese versucht zu sprechen.
Anna: Ich wollte doch nur noch sterben…nur noch sterben…..
UND STIRBT!
Einen einzigen Moment später ist Anna tot.
A. greift zum dritten Mal an diesem Abend nach seinem Aktenkoffer.
A.: Ja laufen denn jetzt alle Verrückten frei herum!
ED + Chef + F. kommen zu der toten Anna hin.
P1 blickt ängstlich um sich
ED: Dieses Monstrum…diese Missgeburt…unglaublich dieser Frevel…ihre Eltern gehören sofort erschossen
Chef: Oh meine Güte…so eine verrückte Schlampe!
J.: Ein Skandal…ein verdammter Skandal ist das…hochverehrter Herr Chef, ich werde klagen!
X.: Ich werde auch klagen…Ich werde Ihnen das letzte Hemd ausziehen…..sie Terrorist!
A.: Diese Sau…..mit dem Messer….ja, wo sind wir denn…..so eine Sauerei…da vergeht einem ja endgültig der Appetit.
P1 blickt von der toten Anna auf.
J.: Diese Parasitin…dieses dreckige Stück Mensch
X.: Abscheulich…abscheulich….ich bin für Sippenhaft…dieses ganze Gesindel muss weg
ED: Dreckige Sau!
Und stößt der toten Anna von der Seite in die Rippen.
Der Chef spuckt auf die tote Anna.
Chef(den Tränen nahe): Ich bin doch kein Terrorist!
A.: Vielleicht gehört die Sau ja zu dieser dreckigen Bande von Nichtzahlern…ja sicher…so eine verdorbene Person kann doch nur ein vulgäres Dreckstück und Mitglied dieser Bande sein.
P1 blickt zu A., hebt die Pistole und drückt vor dem Gesicht von A. ab.
Das Gesicht von A. löst sich in einer blutigen Mischung aus Knochensplittern und Gehirnteilen auf.
Einen einzigen Moment später liegt A. neben der toten Anna mit dem Aktenkoffer noch in seiner Hand.
Die restlichen drei Personenschützer ziehen ihre Waffen und richten diese auf P1
P2: P1, sofort runter mit der Waffe!
ED+ Chef+ X.+ J.. blicken fassungslos auf den toten A.
P2: Ich werde es nicht nochmals sagen! Sofort die Waffe runter!
J.: Oh bei meiner Rentabilität…welch ein Verlust für die Gesellschaft!
X.: Unersetzbar! Unvergleichbar!
P3 blickt zu P1 und beginnt seine Waffe auf P2 zu richten.
P2 blickt fassungslos zu P3.
P2: Ja spinnst denn jetzt!
P3: P2, P4, runter mit den Waffen!
P4.: Nein!
P1 blickt irritiert in die Runde.
P1: Diese Menschen, nein, so kann es nicht sein….Ich will nur noch sterben…nur noch sterben…in solch einer Welt kann man als Mensch doch nur noch sterben wollen….nur noch auf das Allerschnellste sterben wollen
Richtet die Pistole auf seinen Kopf und drückt ab.
Einen einzigen Moment später liegt P1 auf dem Boden und ist tot
Und das war dann der Anfang vom Ende!

Zelda & Francis

März 24, 2010

Zelda & Francis

Vorwort:

Man muß weitermachen, ich kann nicht weitermachen, man muß weitermachen, ich werde also weitermachen. Beckett

1. Jazz Age

Er ist die große Tragödie einer Begabung
in unserer verdammten Generation.
Hemingway

Zelda Fitzgerald Z.
Francis Scott Fitzgerald F.
Ginevra G. ein golden girl
Jane J. ein golden girl
Linda L. ein golden girl
Dean D. ein Klatschreporter
William Randolph Hearst H. ein Zeitungsverleger
Einige Klatschreporter K2-K5
Einige betagte Damen S1-S4
Einige Kellner A2-A5
Ein Gast Ein Gast
John Held Jr. Jr.
Ein bezauberndes Wesen W. Bekanntschaft von John Held Jr.
Der Chef des Lokal C.
Der Chef de Range Fj. Fjodor
Daisy Da. Daisy

Am frühen Abend in einem Jazzlokal in Manhattan, New York City.
Eine Band spielt und die Gäste unterhalten, trinken und tanzen an den Tischen.
Der Chef de Range Fjodor und der neue Kellner A3 unterhalten sich.

Fj.: Und wie geht’s?
A3: Der Stress
Fj.: Ist der Name dieses Lokal
A3: Aber ich werde mich durchbeissen
Fj.: Nichts da mit einem Aber
A3: Ja
Fj.: Dass werden sie schon durchhalten
A3: Es ist alles ziemlich neu für mich
Fj.: Dass ist es immer
A3: So wird es sein
Fj.: Nicht so wird, so ist es
A3: Diese vielen Berühmtheiten
Fj.: Sind auch nur Menschen….Blut und Knochen, Lust und Gier
A3: Ja?
Fj.: Alles Spinner wenn sie mich fragen
A3: Und vor den Gästen?
Fj.: Hochverehrter zu jenem ohne Ehre und gnädigste Dame zum schlimmsten Biest
A3: Also so
Fj.: Genau
Ein Gast: Kellner
A3: Ja Sir
A3 geht ab und der Chef des Lokal kommt zu Fjodor.
F.:Chef
C.: Wie läufts?
Fj.: Alles läuft wie es laufen sollte
C.: Der Neue?
Fj.: Hält und läuft, steht und nimmt auf, lernt
C.: Haltet er den Stress durch?
Fj.: Er wird durchdrehen, so wie wir zuvor und wenn er sich dann nicht aus dem Fenster stürzt, dann ist er einer von uns…..ich glaube er wird es schaffen
C.: Verrückte für die Verrückten
Fj.: So ähnlich
C.: Der Bundesrichter?
Fj.: Dort drüben…Daisy bearbeitet ihn
C.: Mit Erfolg?
Fj.: Ein glücklicher Kunde
C.: Und die versammelten Spitzen der städtischen Gesellschaft?
Fj.: Sind alle hier
C.. Und alle betrunken?
Fj.: Mehr oder weniger
C.: Die Alkoholvorräte?
Fj.: Gehen zur Neige
C.: Dann werde ich mit Alfredo telefonieren
Fj.: Einen schönen Gruß von mir
C.: Den werde ich ihm ausrichten
Fj.: Es gibt nichts zu befürchten?
C.: Nein, dass gibt es nicht
Beide beobachten kurz das Geschehen.
C.: Wer sind die da drüben?
Fj.: Die alltägliche Plage
C.: Kümmeren sie sich um sie Fjodor
Fj.: Ja Chef

Das Geschehen wechselt zu einigen betagten Damen, welche am Eingang stehen.
S1.: Dieser Sündenbabel
S2.: Mit diesen Verrückten
S3: Die kommen als letzte
S4.: Nein, die kommen nicht
S3: In unsere Häuser hinein
S1: Es lebe das selige Heim unser
S2: Diese Hurensöhne
S3: Seht doch nur dieses verrückte Huhn dort drüben (auf Zelda zeigend, welche auf einem Tisch steht und tanzt)
S1: Ein Skandal
S2: Ein Jahrhundertskandal
S3: Informieren wir die Behörden
S2: Den Generalstaatsanwalt
S1: Und den Bürgermeister
S2: Über dieses dekadente Treiben hier
Fjodor gelangt zu den Damen.
Fj.: Guten Abend verehrte Damen
S2(zu den anderen sich wendend): Meint der….meint der uns?
Fj.: Verehrte Damen….verehrte Damen, ich würde sie bitten einzutreten und einen Platz sich zu nehmen
S1: Niemals sie Strolch
S2: Diesem verdorbenen Ort
S3: Der ewigen Verdammnis
S2: Wir sind vom Frauenbund für Abstinenz
Fj.: Für was?
S1-S3: Dem Frauenbund für Abstinenz
Fj.: Den habe ich bei den letzten Wahlen gewählt
S1: Nur dieses Gejaule und Gequitsche
S2: Meine armen Ohren
S3: Eine Beleidigung solch etwas als Musik zu bezeichnen
Fj.: Verehrte Damen….verehrte Damen, dass ist Jazz….die Musik des neuen Jahrzehnts….der Rythmus….die Kraft….spüren sie ihn nicht in ihren Beinen?
S1: Unverschämt ist er auch noch
S2: Schämen sie sich denn nicht solchermassen Damen anzusprechen
S1: In diesem Saustall hier
Fj.: Ich schäme mich nur unzufriedener Gäste
S3: Wir sind nicht ihre Gäste
S2: Und werden dies auch niemals sein
S1: Sie ungebildeter Lümel
Fj.: Dann würde ich die Damen höflichst bitten zu gehen
S2: Wir gehen jetzt zu den Behörden
S3: Zum Staatsanwalt
S1: Nein, zuerst zum Bürgermeister
Fj.: Schon gut….schon gut….wichtig ist jetzt nur dass sie gehen
Die Damen gehen wutschnaubend untereinander sprechend ab.
Fj.(diesen nachblickend)
: Provinzlerinnen
Fjodor geht zu dem Tisch wo die Fitzgeralds, einige Golden Girls und ein Klatschreporter sich befinden.
Fj.(an Francis-Scott sich wendend): Noch einen Wunsch Sir?
F.: Wer waren diese Damen Kellner?
Fj.: Dass waren Viktoriannerinnen
F.: Die gibt es auch noch
Fj.: Es erscheint solchermaßen
F.: Mitten im Herzen dieser einmaligen Stadt
Fj.: Sie haben sich womöglich verirrt
F.: Das hoffe ich auch zu glauben…..noch eine Flasche französischen Sekt Kellner
Fj.: Gerne Sir.
Fjodor geht ab.
Francis-Scott wendet sich zu Zelda hin.

F.: Ich liebe dich
Z.: Ich liebe dich
Beide küssen sich.
Z.: Einmalig ist dass hier
F.: Du bist einmalig
Z.: Die Großstadtlichter….die Oberschicht…..das Fieber der Nacht….die überschäumende Geselligkeit….die exessiven Trinkgelage…..hierher gehören wir Francis
F.: Zusammen…..wir beide für immer
Z.: Für immer
F.: Wenn die Götter uns gnädig sind
Z.: Dass sind sie….dass sind sie
F.: Ein jeder Tag und eine jede Nacht an deiner Seite
Z.: Nicht der meinen Seite….der unseren Seite
F.: So soll es sein
Der Chef de Range Fjodor tritt mit einer Flasche Sekt heran, schenkt ein und alle trinken.
Z.: Und schreibst du darüber Francis?
F.: Ich denke….ich denke…ich glaube ja
Z.: Auch über mich?
F.: Über und für dich
Zelda schenkt Francis-Scott einen Kuss.
F.: Niemand küsst so sanft wie du Zelda
Z.: Und niemand liebt so wie du Francis
F.: Sollen wir gehen?
Z.: Doch nicht jetzt
F.: Später
Z.: Ja, viel, viel später
F.: Dann lasse uns tanzen Zelda
Z.: Tanzen wir
Francis nimmt Zelda bei der Hand und führt diese auf das Tanzparkett.
Die Anderen am Tisch blicken zu den tanzenden Fitzgeralds.

J.: Wie sie tanzen
G.: Ach Zelda
D.: Diese Fitzgerald
J.: Neidisch?
D.: Ich doch nicht…sie sind mein Tageslohn
G.: Also doch neidisch
D.: Es ist schwer sich ihrer Faszination zu entziehen
J.: Genau dass ist es was diese Stadt braucht….den Glamour….der Jazz….die Golden Girls….den Charleston….die Flappers….und Lokale wie diese
G.: Lebensfreude….Drinks….das Leben, das Nachtleben…. ausgelassen feiern…. fröhlich und unbeschwert…..ich sage euch, die golden Zwanziger, dass sind wir
J.: Was werden sie schreiben Dean?
D.: Dass ich müde bin und meine Frau….also meine Frau und das Neugeborene….meine Nerven….also irgendetwas hat sie mit meinen Nerven gemacht
G.: Sie nerven
J.: Mit ihren Nerven
D.: Aber jetzt im Ernst….was soll ich in meiner Kolumne über die Beiden nun schreiben?
G.: Schreiben sie, dass sie sich gestritten haben
D.: Aber sie streiten ja nicht
J.: Dann haben sie einen Grund sich zu versöhnen
G.: Und die Beiden werden sich noch mehr lieben als sie es ohnenhin schon tun
L.: Viel, viel mehr noch
G.: Ein erneutes Entflammen entfesselter Leidenschaften
J.: Der Liebenden schönste Tage und Nächte
G.: Glühend und verglühend
D.: Sie beide sollten Reporterin werden
G.: Und ihnen den Job wegnehmen?
D.: Warum nicht?
G.: Reporter verliert seinen Job an zwei junge Flappers
J.: Er verlässt jetzt New York und versucht sein Glück an der Westküste
G.: Wo er eine grosse Karriere machen wird
D.: Flip und Flap….und Flip und Flap
G.: So ähnlich klingt dass
J.: Die Flappers…..die neuen Frauen
D.: Ich liebe sie
G.: Wir werden Geschichte schreiben
J.: Die Zukunft verändern
G.: Nur mit der unseren Lebenslust
D.: Dann tanzt das Schicksal jetzt auf eurer Seite
G.: Und was für ein Tanz, dass ist und sein wird….und mit was für einem Paar.
J.: Ja, was für ein Paar die Beiden sind
L.: Schreiben sie es nun dann
D..: Ein schwerer Streit bei den Fitzgeralds….die Untertassen flogen, die Teller implodierten und er, Francis-Scott, möchte sie verlassen und sie, Zelda, kämpft verzweifelt um seine Liebe oder doch….Zelda hat einen Neuen und Francis Scott wälzt sich in tiefster Verzweiflung
J.: Die Auflage wird explodieren
G.: Die Geier von den Dächern pfeifen
J.: Die Maulwürfe aus ihren Löchern kriechen
D.: Francis-Scott entflammt auf ein Neues….wird er darüber hinwegkommen….wird er darüber schreiben….was denkt die Stadt darüber….woran entzündete sich der Streit….eine geheime Affäre von Zelda….ein aufgeflogener Seitensprung von Francis-Scott…
L.: Gleich mehrere Schlagzeilen auf einmal…..der Streit….die Trennung…..die Versöhnung….dass reicht für mindestens eine Woche Kolumnenstoff….und nichts davon ist wahr
G.: Was es ja irgendwie um so wahrer macht
J.: Wohl leider ja
G.: Was leider, denn besser
D.: An der Westküste werden sie noch neidisch werden
G.: Nicht nur dort
J.: Der restlichen Welt
G.: Also in Brookyln?
J.: Dass ist doch schon ausserhalb der Welt
D.: Downtown?
J.: Wohl dort
G.: Wo auch ansonsten?
J.: In der Provinz wohl kaum
Die Drei trinken und beobachten die Tanzenden.
G.: Schaut sie euch nur an
J.: Unvergleichliche
G.: Man kann nur neidisch werden
D.: Das schönste Paar der Ostküste
J.: Dass sind sie
D.: Ich muss dann….die Schlagzeile ruft
J.: Lasse diese rufen und komme mit mir tanzen
D.: Aber ich muss in die Redaktion
J.: Nicht jetzt
D.: In eineinhalb Stunden ist Redaktionsschluss
J.: Ansonsten ist Schluss mit mir
Jane nimmt die Hand des Reporters und die Beiden gehen auf das Tanzparkett.
G.: Linda
L.: Ginevra
Linda und Ginevra erheben sich und die Beiden gehen auf das Tanzparkett.
Einige andere Paare erheben sich und gehen auf das Tanzparkett.

Der Chef de Range Fjodor und der Kellner A2 gelangen zu dem Tisch der Fitzgeralds.

Fj.: Dass sind Gäste
A2: Das Trinkgeld?
Fj.: Nicht das Geld sie Idiot….sehen sie sich diese doch nur an….wie sie tanzen….wie sie trinken….wie sie lieben….wie sie leben
A2: Verbrennend
Fj.: Aber wie verbrennend….sternenhell, alles erleuchtend; alles erfassend, alles mit sich reißend
A2: Untergehende
Fj.: Die Untergehenden kann man nur lieben
A2: Nach dem Sturm kommt die Rechnung
Fj.: Besser eine Rechnung zuviel….einige Jahre weniger….einige Drinks zuviel….gelebt….geliebt….verloren…untergegangen
A2: Sie reden schon so wahnsinnig wie die Fjodor
Fj.: Kann sein….kann sein A2
A2: Der Neue?
Fj.: Hält sich gut
A2: Dann wird er es schaffen
Fj.: Ich glaube fest daran
A2: Dann ist gut
Fj.: Da kommt John Held Jr. mit seiner neuen Flamme
A2: Die wird wohl so schnell erlischen wie die anderen Flammen
Fj.: Eine Frage von Tagen
A2: Und wieder einmal nüchtern wie der Tod
Fj.: Wenn er so weitertrinkt….wohl bald
A2: Die Fitzgeralds?
Fj.: Die Schöne und der Intellektuelle
A2: Ihre Liebe ist noch jung….unschuldig….rein
Fj.: Aber für wie lange noch?
A2: Sie hätten Kulturpessimist werden sollen und nicht Kellner
Fj.: Was ist ein Kulturpessimist?
A2: Vergessen sie es
Ein Gast: Kellner
A2: Ja Sir
A2 geht zu dem Gast.
Fjodor blickt zu den Tanzenden und Daisy kommt zu ihm.

Fj.: Und Daisy?
D.: Der Bundesrichter ist eher Jünglingen zugeneigt
Fj.: Aber du drehst ihn um
D.: Wie denn…habe ich magische Kräfte….einen Harten in der Hose….der hat bereits seine Jünglinge und versenkt sein marodes Schlachtschiff in den jungen Matrosen
Fj.: Wie romantisch
D.: Dieser Vertreter von Recht und Ordnung
Fj.: Du magst ihn?
D.: Dass wäre eine tödliche Liebe
Fj.: Benütze deine Brüste, nicht deinen Verstand
D.: Welchen Verstand soll ich benutzen?
Fj.: Ich sage, bringen sie ihn um den Verstand
D.: Da ist jede Frau auf verlorenen Posten
Fj.: Und wir Beide?
D.: Bist du reich?
Fj.: Nein
D.: Bist du berühmt?
Fj.: Nein
D.: Kannst du mir denn irgendetwas oder irgendetwas bieten?
Fj.: Nein
D.: Dass gefällt mir
Fj.: Sage ich doch
D.: Aber du kannst es trotzdem vergessen
Fj.: Danke für die Sekunde Hoffnung
D.: Gern geschehen
Fj.: Da kommt der Chef….lasse dich auszahlen
Der Chef kommt zu den Beiden.
C.: Daisy….Fjodor
Fj.: Ich bin dann
Fjodor geht ab.
C.: Gute Arbeit Daisy
D.: Der Richter….
C.: Er ist glücklich betrunken….ein zufriedener Kunde unseres Hauses….gute Arbeit
D.: Aber
C.: Nichts da mit einem Aber
Der Chef reicht Daisy einige Dollarscheine.
C.: Und komme morgen mit deiner Freundin Lola in meinem Büro vorbei.
D.: Gerne Chef
C.: Und jetzt verschwinde gefälligst aus meinem Lokal….sofort!
Daisy geht ab.

Außer Atem kommen die Fitzgeralds zum Tisch zurück.
F.: Hier
Francis-Scott schenkt sich und Zelda ein Glas Sekt ein und die Beiden trinken.
F.: Kellner!
A2: Ja Sir!
F.: Noch eine Flasche französischen Sekt Kellner
A2: Ja Sir….Sofort
Z.: Schau dort drüben Francis
F.: Wer?
Z.: William Randolph Hearst….der Zeitungsverleger….der reichste Mann der Welt
F.: Dieser Pennyluchser
Z.: Sei still….sei still…und dort drüben gleich neben diesem Geizhals Marion Davies, Louise Brooks und….und ist er dass wirklich?
F.: Ja, dass ist er
Z.: Charlie Chaplin
F.: Hollywoods Adel hier versammelt
Z.: Die berühmtesten Menschen unserer Zeit….mit dir
F.: Wenn sie doch so schweigsam wären, wie in ihren Filmen
Z.: Wie schön Louise Brooks ist
F.: Nicht annähernd so schön wie du
Z.: Francis gestehe es….sie gefällt dir
F.: In ihren Filmrollen wirkt sie schöner
Z.: Also sie gefällt dir?
F.: Du gefällst mir
Z.: Nicht mal streiten kann frau mit dir Francis
F.: Dafür bin ich die gesamte Zeit zu betrunken, aber
Z.: Aber
F.: Sie gefällt mir
Z.: Besser als ich?
F.: Es fehlt nur ein klein wenig
Z.: Ach Francis, man kann wirklich nicht mit dir streiten
Z.: Und der große Charly Chaplin
F.: Der auf ziemlich Kleine steht
Z.: Ein richtiger Frauenheld
F.: Wohl eher ein Mädchenheld
Z.: Er hat es sich verdient
F.: Die Mädchen aber weniger
Z.: Sei nicht so kleinlich Francis
A2 kommt mit einer Flasche Sekt, schenkt ein und alle trinken.
Z.: Siehst du die Ohrringe von der da drüben Schatz….solche möchte ich auch haben
F.: Für dich Zelda….nur für dich
Francis-Scott Fitzgerald blickt zu jener Frau.
F.: Ich kaufe sie dir
Z.: Nein
F.: Und wie doch
Francis-Scott geht zu der Frau mit den Ohrringen an einem anderen Tisch.
Linda und Ginevra kommen zu dem Tisch zurück.

L.: Was für ein Tanz
G.: Jetzt einen Drink
Die Beiden trinken.
John Held Jr. kommt mit einem bezaubernden Wesen an den Tisch.
Alle begrüssen sich und die Beiden setzen sich an den Tisch.

Z.: Seht doch, seht doch
G: Was?
Z.: Francis!
L.: Was macht er da?
Z.: Er kauft der Dame ihre Ohrringe ab
L.: Unmöglich
G: Niemals wird sie diese ablegen
Z.: Schaut! Schaut!

Zelda, Ginevra, John Held Jr. und seine bezaubernde Begleitung beobachten Francis-Scott Verhandlungen mit der Dame.

Dean, der Klatschreporter und Jane kommen zum Tisch zurück.
J.: Was ist?
D.: Hier ein Drink
J.: Danke
Z.: Francis-Scott
Die Beiden blicken dorthin.
Die Frau legt ihre Ohrringe ab (und verlässt dann das Lokal) und Francis-Scott kommt triumphierend zu Zelda zurück, welche ihn sogleich stürmisch umarmt.

Z.: Wie hast du dass nur gemacht Francis….wie hast du dass jetzt schon wieder nur gemacht
F.: Lege dir die Ohrringe an
Z.: Gleich….gleich
Jr.: Fitzgeralds
F.: Junior
Jr.: Nenne mich nicht Junior Junior
F.: Junior Junior
Die Beiden trinken.
Z.: Also Fitzgerald, wie hast du es gemacht?
F.: Sie wollte dafür, dass ich ihren Namen in meinem nächsten Buch verwende……
Z:: So einfach Schatz?
F.: Manchmal bekommt auch ein Künstler etwas geschenkt
Z.: Einen Kuss für meinen Helden
Zelda küsst Francis.
Z.: Entschuldige mich Francis….komm Jane
Zelda und Jane gehen zur Toilette.
D.: Eine tolle Frau haben sich da geangelt Francis Scott Fitzgerald
F.: Manchmal haben die Sterne einen Glanz wie den ihrigen
D.: Kein Stern ist so schön wie Zelda
F.: Ja….keiner….ich bin ein glücklicher Mann
D.: Mit einer glücklichen Frau
F.: Ja?
D.: In der Blüte ihres Leben….der schöner….höher ist keiner
F.: Um dann tiefer und hässlicher zu fallen denn keiner zuvor
Jr.: Ich fange sie im Keller der Gesellschaft dann auf Francis-Scott
D.: Trinken wir auf das wunderbarste und schrecklichste im Leben…..die Frauen
F.: Darauf trinken wir
Alle Männer trinken.
F.: Ich verrate euch ein Geheimnis
Jr.: Meine Ohren sind spitz wie die Sphinx
F.: Ich bin pleite
Dean und John Jr. lachen.
F.: Warum lacht ihr?
D.: Wer ist denn in dieser Stadt nicht pleite….die Stadt ist pleite….der Staat ist pleite, die Parteien, die Arbeiter, die Künstler, die Reichen sind pleite und ich bin pleite….Jr.?
Jr.: Ich bin pleite
D.: Und wo sind wir?
Jr.: Wo sind wir nur?
D.: Im besten, teuersten, exklusivsten und angesagtesten Jazzlokal der Stadt
Jr.: Ich bin sogar so pleite, dass ich seit einigen Wochen in der “Life” Redaktion schlafe
D.: Aber zumindest nicht alleine
Jr.: Liebling, was sagst du zu dieser Unverschämtheit?
D.b.W.: Ein trotzkistischer Mexikaner
Alle lachen.
Jr.: Sie nennt all jene die ihr unsympathisch sind Mexikaner
D.b.W.: Mexikanerbande
Alle lachen.
Jr.: Ist schon gut Liebling
F.: Dann trinken wir auf den finanziellen Ruin
Jr.: Den unserem
Alle trinken.
John Held Jr. wendet sich seiner bezaubernden Begleitung hinzu und Dean unterhält sich mit Jane.
Ginevra wendet sich Francis-Scott Fitzgerald hinzu.

G.: Wie heißt das Buch an dem sie zur Zeit arbeiten Fitzgerald?
F.: Ein Meisterwerk Ginevra…..besser gesagt mein Meisterwerk Ginevra…..der Roman dieser Stadt…..der fiebrigen Ekstase des Jazz….die Regungen…..die Bewegung…..die Stadt….der Tanz…..die Oberschicht und die schönen, jungen Frauen…..die Träume dieser Mädchen und die Stadt…..dieses New York…..die Feste, die Schönheit……das reiche Leben……New York, die Stadt…..verstehen sie mich Ginevra…..diese Stadt und ihr Puls, der in meiner schreibenden Hand pocht und pocht und nicht ruht….und nicht mehr zur Ruhe kommt…..so reich……so wundervoll Ginevra……so komplex, unerreicht…..so eine Stadt…..
G.: Wie heißt denn nun das Buch Fitzgerald?
F.: Es handelt von einem großen Tycoon, einen mächtigen und lebendigen Mann, einen durch seine ja beinahe übermenschliche Intelligenz und Menschenkenntnis vereinsamten Macher….und die Liebe selbstbewusster Frauen…..starken Frauen…..wunderschönen Frauen…voll der Liebe und der Kraft, das ihre eigene Schicksal zu bestimmen…..starke Frauen….große Frauen, welche aus dem gesellschaftlichen Korsett, dass sie seit Jahrhunderten eingespannt gehalten hatte heraussprengen….und die Männer die sich zwischen ihnen verlieben und verlieren und dann zugrunde gehen und sich einander zugrunde richten und die Schicksale erblühen lassen und Verwicklungen…..ja Entwicklungen und natürlich der amerikanische Traum und das große Geld…..die besten Partys….die Verstrickungen….die Mißverständnisse….zwischen zwei Liebenden….zwischen den Welten, die uns voneinander trennen Ginevra….
G.: Der Titel….der Titel des Buches Francis Scott Fitzgerald!
F.(geistesabwesend): Was ist…was ist Ginevra?
G.: Der Titel
F.: Der große Gatsby
G.: Wie?
F.: Ich sagte der große Gatsby
G.: Gibt es denn wirklich?
F.: Es ist Hearst….so einer wie Hearst ist Gatsby….dieser größte und einsamste aller Tycoone….dort drüben ist er….dort drüben sitzt er und weiss nichts davon….nichts weiß er, dass ich ihn für alle Ewigkeiten verewigen werde
G.: Für was?
F.: Der Ewigkeit
G.: Der da drüben ist Hearst?
F.: Ja
G.: Wirklich so reich?
F.: Der grosse Gatsby
G.: Der ist aber nicht groß, das ist ein kleiner Mann
F.: Nicht der Körper, denn seiner Gedankengänge….seine Macht….diese Macht….kannst du sie nicht bis hierher fühlen….die Macht…..seine Macht
G.: Ein hässlicher Mann
F.: Nicht das Äussere Ginevra, dieser ruhende Vulkan….nicht der Körper Ginevra…..dieser fiebrige Blick….diese Gier in seinem Blick nach Frauen, Geld, Macht, sein Bestreben gleich Gott zu sein….der Reichtum, die Macht….nicht sein Körper….die Unterwürfigkeit um ihn herum….diese Einsamkeit Ginevra
G.: Warum also der große Gatsby?
F.: Warum klein?
G.: Ich brauche einen Drink
F.: Auf den grossen Gatsby
G.: Auf diesen kleinen
Die Beiden trinken.
G.: Und haben sie ihn gefragt?
F.: Was Ginevra?
G.: Ob er es wünscht verewigt zu werden
F.: Nein, nein….niemals

Zelda und Jane kommen von der Toilette zurück.

F.: Wunderschön Zelda
Z.: Danke Francis….Ginevra?
G.: Schönes Leuchten deiner Ohren….schöne Ohrringe
L.: Wirklich Zelda, dein Geschmack ist unübertroffen….
Zelda und Jane setzen sich wieder und die Frauen unterhalten sich untereinander, während Francis Scott Fitzgerald durch die Leere blickt.

L.: Eine Geschichte Fitzgerald, eine GeschichteF.: Nicht jetztL.: Doch jetzF.: Also gut….aber zuerst einen Drink

Alle trinken auf Francis-Scott Fitzgerald.
F.: Also, “a little something for everbody”….im letzten Jahrhundert gab es hier in New York, in Manhatten, in Nähe der berüchtigten Five Points einen gewissen Phineas Taylor Barnum und dieser hatte ein Kuriositätenkabinett mit Tausenden von Exponaten…..Meerjungfrauen, Mumien, lebenden Skeletten, einen Flohzirkus, allem möglichem, daneben hatte er noch Albinos, siamesische Zwillinge, Kannibalenhäuptline, Zwerge, Riesen, Akztekenkinder, eine Zigeunerin, die aus der Hand las….es war wirklich für jeden etwas dabei und sein Kabinett war das größte, umfangreichste und beliebteste Kabinett der gesamten Welt und angefangen hatte Barnum mit der Amme von George Washington….sie war damals 161 Jahre alt….eine blinde, schwarze, gebrechliche Frau und jene erzählte Anekdoten aus dem Leben des Präsidenten und die Menschen strömten in Scharen herbei, um sich diese Lügenmärchen anzuhören und nebenbei machte dieser Prinz des Unfug aus Sängerinnen, Tänzerinnen Stars über Nacht….er war ein Schwindler, ein Gauner, ein Betrüger….ein hervorragender Geschäftsmann…ein Zauberer, ein Illusionist und sein bester Spruch war “There Is a Sucker Born Every Minute”,…..und niemand kennt ihn heutzutage
L.: Und die Geschichte?
F.: Barnum hat die größte Geschichte aller Zeiten erfunden…..das Showbusiness
G.: Die größte Lüge aller Zeiten
Z.: Die größte Illusion
L.: Das bezauberndste Märchen
D.: Die größte Geschichte aller Zeiten
Der Klatschreporter Dean erhebt sich von seinem Sitz.
D.: Also verehrte Fitzgeralds….golden girls…..John Held Jr. und….und…..nun ja….ich muss dann wirklich
F.: Was werden sie schreiben Dean?
D.: Dass sie, Francis-Scott und Zelda sich heute abend heftig gestritten habt und euch jetzt auf unbestimmte Zeit trennen möchtet
F.: Ach so
Z.: Köstlich Dean…einfach köstlich
F.: Und die Wahrheit?
D.: Welche Wahrheit?
F.: Ja genau….welche Wahrheit?
D.: Jeder soll sich die seine bilden….aber in wenigen Tagen kommt es dann zur großen Versöhnung zwischen ihnen und Zelda
Z.: Mit Trompeten und Pauken
F.: Zelda….einen Kuss und einen Drink….und auch für Dean einen
Zelda schenkt Francis-Scott, sich und Dean einen Drink ein.
F.: Auf die Versöhnung
Z.: Auf die Versöhnung
D.: Auf die Versöhnung
Die Drei trinken.
Z.: Und hier
Zelda schenkt Francis-Scott einen intimen Kuss.
D.: Ich bin dann für heute abend Geschichte
J.: Und mein Kuss?
D.: Ich bin ein verheirateter Mann
J.: Gerade deshalb
Dean küsst Jane auf die Wange und verabschiedet sich.

Der Klatschreporter Dean geht zum Ausgang des Lokal und trifft dort auf einige Reporterkollegen.
K2: Was ist los Dean?
D.: Nichts ist los
K3: Warum die Eile?
D.: Das Neugeborene und meine Frau
K2: Und vorher, dazwischen und nachher in die Redaktion
K3: Du kannst uns nicht an der Nase herumführen Dean
K4: Wir sind zu alte Hasen um die Story nicht zu wittern…also los Dean
K5: Rücke raus damit
D.: Es gibt keine Story….
K2: Keine Story Dean!
D.: Dass ist die Story
K4: Der alte Hut von der erfundenen Geschichte
D.: So ungefähr
K3: Und du enthältst uns nichts vor
D.: Nein
K2: Oder gar und sonders so
D.: Was wisst ihr schon?
K3: Das gleiche Nichts wie du Dean….das gleiche Nichts
K2: Wohl dann
D.: Ich muss dann
K3: Und die Fitzgeralds?
D.(abgehend): Welche Fitzgeralds?
K2: Grüß mir das Neugeborene schön!
Dean verlässt das Lokal.
K3: Er hat vielleicht doch eine Story
K4: Eine Story
K2: Die keine ist
K3: Eine große Story also
K4: Vergesst ihn
K2: Genau, vergesst ihn…lasst uns trinken
K3: Auf die Story die keine ist
K4: Die noch immer die beste Story ist
Die vier Klatschreporter begeben sich zum Tisch mit den Fitzgeralds.
K3: Eine Story Fitzgerald?
F.: Drüben an der Theke gibt es eine Flasche Sekt auf meine Rechnung
K4: Fantastische Story
K3: Diese Story wird immer besser
K2: Schon lange nicht mehr so eine gute Story gehört
K1: Gehen wir zur Story.
Alle bejahen und gehen zur Theke.
Das Geschehen bleibt bei den Fitzgeralds.

G.: Wisst ihr was heute ist?
Jr.: Ein guter Tag zum Sterben
Z.: Junior, heute ist doch ein guter Tag zum Leben
J.: Also was ist heute Ginevra?
G.: Heute ist Vollmond
Alle trinken auf den Vollmond.
L.: Schaut wer da kommt
William Randolph Hearst kommt mit Marion Davies zu dem Tisch mit den Fitzgeralds.
H.: Fitzgerald Francis-Scott
F.: Herr Hearst es ist mir eine Ehre
H.: Ja, ja, die Ehre….es kommt noch eine Flasche französischen Sekt…..ich habe es mir erlaubt sie dazu einzuladen
F.: Was?
H.: Fragen sie nicht Fitzgerald
F.: Sehr großzügig von ihnen Herr Hearst
H.: Nur das Beste und Schönste für die Schönen und Verdammten
F.: So soll es sein
H.: Frau Zelda Fitzgerald
Z.: Guten Abend Sir Hearst
H.: Bleiben sie mir so hübsch und dem Leben zugeneigt
Z.(Francis umarmend): Dass werden wir
H.: Ich wünsche ihnen beiden noch einen angenehmen Abend
F.: Ihnen auch
Z.: Auch ihnen und ihrer Frau einen schönen Abend
H.: Den werden wir noch haben….den werden wir noch haben
William Randolph Hearst geht lachend mit Marion Davies ab.
Z.: Warum lacht Herr Hearst?
F.: Marion Davies ist nicht die Frau Hearst
Z.: Nein?
F.: Sie ist seine heimliche Geliebte und was er nicht weiss, obwohl er ja alles weiss und es die gesamte Stadt weiss, ist, dass Marion Davies auch die heimliche Geliebte von Charlie Chaplin ist und nicht nur von ihm
Z.: Vor lauter Heimlichkeiten ist dass ja fast schon unheimlich
F.: Ja, viele Unheimlichkeiten
Z.: Ein richtiges Biest?
F.: Und Hearst ist dazu noch rasend eifersüchtig
Z.: Und seine wirkliche Frau?
F.: In ihrem riesigen Schloss in Hollywood mit seinen Kindern….die einsame Königin mit ihren Hunderten Bediensteten und der Stadt zu ihren Füssen….und was nützt es ihr….
Z.: Und was hast du von mir Francis?
F.: Wir haben unsere Liebe….die ist mehr wert als alle Reichtümer Hearsts
Z.: Mein Mann
F.: Deine Frau
Zelda umarmt Francis und schenkt ihm einen Kuss.
Z.: Aber du, du hast eine
F.: Und was für eine
Z.: Sag es mir….sag es mir
F.: Du bist die Schönste
Z.: Sag es mir….sag es mir
F.: Du bist die Schönste
Z.: Lass uns auf uns trinken
Ein Kellner (A2) kommt mit der von Hearst offrierten Flasche Sekt, schenkt ein und geht ab.
Z.: Auf die Verdammten
F.: Auf die Zwanziger dieses Jahrhundert…das schönste Jahrzehnt der Menschheit
Z.: Dass ist es….auf die Schönen und Verdammten
Alle trinken.

F.: Zelda wir sollten
Z.: Jetzt schon
F.: Bevor es zu spät ist
Z.: Es ist schon zu spät
F.: Ja es ist sehr spät….ich möchte….
Z.: Ich weiß was du möchtest
F.: Und du?
Z.: Gehen wir
Zelda und Francis-Scott Fitzgerald verabschieden sich und verlassen das Lokal.

Die betagten Damen erscheinen wieder im Eingangsbereich.
S1: Die stecken alle unter einer Decke
S2: Unter meiner Decke bestimmt nicht
S3: Kalt ist es unter diese Decke
S2: Eiskalt
S3: Betrunkene Weibsbilder
S4: Böcke….Böcke
S1: Hurenböcke
Der Chef de Range Fjodor gelangt zu den Damen.
Fj: Hochverehrte Damen wollen sie doch noch Gäste unseres bescheidenen Lokal werden
S3: Der ist verrückt
S1: Und gar nicht wenig
S2: Ein Anarchist
Fj.: Völlig unpolitisch heiße ich sie herzlich willkommen
S2: Was ist mit meinem Herz?
S3: Herzloser!
S1: Wir haben die Behörden informiert
S2: Und die den Staatsanwalt
S3: Und der den Bürgermeister
Fj.: Und der Präsident?
S2: Unverschämter
S3: Lümel
Fj.: Und werden wir sie bald als Gäste begrüssen dürfen
S1: Es herscht die Prohibition
Fj.: Es gibt in New York umgerechnet 32.000 Lokale die zur Zeit Alkohol ausschenken….warum ausgerechnet dieses Lokal?
S2: 32.000 betrügende Säuferbuden
S3: Die werden alle geschlossen werden sie Trunkenbold
S2: Noch heute Nacht
S1: Woher bekommen sie den Fusel?
Fj.: Von der Cosa Nostra
S2: Von wem?
Fj.: Von der Casa Nostra…..alles Hausprodukte….wird alles hier produziert
S3: Lügner!
S2: Lügner!
S2: Die Polizei ist unterwegs
Fj.: Dort drüben sitzt der Polizeichef mit seinen Adjutanten
S3: Und die Staatsanwaltschaft wird Anklage erheben
Fj.: Dort drüben sitzt der Generalstaatsanwalt und wie sie sicher sehen können von hübschen Damen umringt
S1: Es muss für Ordnung gesorgt werden
S2: Ein für alle Mal
A1: Seien sie unbesorgt
S2: Gehen wir
S1: Zurück aufs Land
S3: Jetzt gleich mit dem Greyhound um halb elf
Fj.: Ich wünsche den Damen eine gute Reise
Die Damen gehen wutschnaubend untereinander sprechend ab.
Fj.: Die bräuchten dringend einen Drink
Fjodor blickt ihnen hernach als ein betrunkener John Held Jr. in Begleitung eines bezaubernden Wesen an ihn herantritt.
Jr.: Ich möchte zahlen
Fj.: Dass geht aufs Haus Sir
Jr.: Ich möchte zahlen
Fj.: Was möchten sie denn zahlen Sir?
Jr.: Dass habe ich vergessen
Fj.: Sie trinken zuviel Sir
Jr.: Hier, dass müsste reichen
John Held Jr. reicht dem Kellner einige Dollarnoten.
Fj.: Ja, ja, das müsste reichen
Jr.: Sicher?
Fj.: Sicher
Jr.: Ich bin dann
Fj.: Noch eine schöne Nacht ihnen und diesem bezaubernden Wesen
W.: Ich bin kein Wesen sie ungebildeter Mexikaner
Fj.: Entschuldigung sie mich vielfach Lady
W.: Was für ein frecher Mexikaner John Jr.?
Fj.: Seien sie unbesorgt Lady….ich entschuldige mich bei ihren Sorgen
Jr.: Komm Baby
John Held Jr. und das bezaubernde Wesen gehen ab.
Fj. (diesen nachblickend): Welch bezauberndes Wesen
Der Chef kommt zu Fjodor.
C.: Und?
Fj.: Alle Gäste glücklich und betrunken
C.: Was ist mit John Jr.?
Fj.: Unterbezahlt…..unterschätzt….unter die Hunde gekommen…..ein Hungerkünstler….oder besser gesagt ein Lebenskünstler
C.: Dann nur weiter so
Fj.: Panta Rhei….alles fliesst….dieses eine bezaubernde Wesen an der Seite John Held Jr. hat mich soeben einen ungebildeten Mexikaner genannt
C.: Und haben sie sich dafür entschuldigt?
Fj.: Zweimal sogar
C.: Na dann
Fj.: Alles wie gehabt
C.: Aber sparen sie sich in Zukunft diese französischen Vokabeln
Fj.: Dass werde…..dass werde ich Chef
A2 eilt zu den Beiden hin.
A2: Chef….Fjodor
C.: Was ist A2?
A2: Der Neue
C.: Was ist mit dem Neuen?
A2: Er hat sich…..er hat sich….
C.: A2…was hat er sich?!
A2: Er hat sich aus dem Küchenfenster gestürzt
C.: Was hat sich der Neue?
A2: Aus dem Küchenfenster gestürzt
C.: Nochmal!
A2: Das Küchenfenster…der neue Kellner….ein Sturz Chef
C.: Und jetzt?
A2: Am besten sie kommen mit
A2 und der Chef gehen ab.
Fj.(zu den Gästen blickend): Der Stress….der Stress….was für ein bezauberndes Wesen….
Fjodor arbeitet weiter.

Eine Band spielt und die Menschen unterhalten, trinken und tanzen an den Tischen.


2. Lost Generation

You are all a lost generation
Gertrude Stein

Zelda Fitzgerald Z.
Francis Scott Fitzgerald F.
Ernest Hemingway H.
Gertrude Stein G.
Ezra Pound P.
Ein französischer Freund von Getrude Stein Fr1
Alice Babette Toklas A.
Ein französischer Freund von Alice B. Toklas Fr2

Am frühen Abend im Salon von Gertrude Stein, St. Germain, Paris.
An einigen Tischen sitzen Maler, Dichter, Kunsthändler….

Alice B. Toklas sitzt mit einem französischen Freund (Fr2) an einem Tisch.

A.: Ich arbeite jetzt seit 2 Wochen an diesem einen Gedicht
Fr2: 14 Tage
A.: Das wäre ein guter Titel für dieses Gedicht
Fr2: Und was ist mit uns zwei?
A.: Wird eine einsame Geschichte bleiben
Fr2: Sie schreiben fantastisch
A.: Danke….aber die Schmeichelei wird nichts daran ändern
Fr2: Sie sollten veröffentlichen
A.: Dass ist nichts für mich
Fr2: Sie sind eine wunderschöne Frau
A.: Ich weiß, ich weiß
Fr2: Sie sollten in die Welt der Mode gehen
A.: Jetzt nicht
Fr2: Oder mir zumindest einen Kuss schenken
A.: Hier
Alice küsst Fr2.
A.: Und jetzt kommen sie mit
Fr2: Mit ihnen immer
Fr2 und Alice gehen zu einem Tisch wo Gertrude Stein, E. Hemingway und ein französischer Freund Getrudes Stein sitzt.
G.: Alice
A.: Hemingway
H.: Frau Toklas
A.: Störe ich?
G.: Setze dich zu uns
A. und Fr2 setzen sich.
A.: Kann ich ihnen und dir Gertrude mein Gedicht vorlesen
G.: Gerne
H.: Sicher
A.(vorlesend):
Der milde Herbstwind streichelt,
die blühenden Lippen Verliebter,
in ihren Bewegungen erwacht die Lust,
und verliert des Körper des Frost
G.: Warte…..warte
A.: Was ist?
G.: Das klingt zu bemüht…..ein Gedicht muss musikalisch und geschmeidig sein, es muss etwas Unfertiges, ja Unvollendetes sein….dass ein jeder es überarbeiten möchte….so etwas….
A.: Es gefällt dir nicht
G.: Nein
A.: Hemingway?
H.: Katastrophal
Wütend erhebt sich Alice und verlässt den Raum.
Fr2 eilt ihr hernach.

G.: Viel zu sensibel meine Frau
H.: Aber nicht sensibel genug um Gedichte zu schreiben
G.: Idiot
H.: Was sagen sie dazu Fr1?
Fr1.: Ihr seid eine verlorene Generation
G.: Was sagen sie?
H.: Wer?
Fr1.: Wer wenn nicht ihr?
H.: Ihr?
G.: Ihr!
H.: Also wir?
Fr1: Ouais
H.: Besser verloren als überhaupt nichts
G.: Dann besser überhaupt nichts
Fr1.: Das Schweigen ist der angenehmste Ton
H.: Auf der Tonleiter der Dummheit
Die Vier schweigen.
G.: Kennen sie Mallarme?
H.: Wen?
G.: Ach vergessen sie es
H.: Was soll ich denn vergessen, wenn sie nichts sagen
G.: Warten sie (Mallarme zitierend)
Tel qu en Lui- même enfin l’ éternité le change,
Le poète suscite avec un glaive nu
son siècle épouvante de n’avoir pas connu
Que la mort triomphait dans cette voix étrange
Eux, comme un vil sursaut d’ hydre oyant jadis l’ange
Donner un sens plus pur aux mots de la tribu
Proclam érenttrès haut le sortilège bu
Dans le flot sans honneur de quelque noir mélange

Fr1: Fantastique
H.: Was soll dass?
G.: Jetzt können sie es vergessen
H.: Nur so weiter
G.: Wissen sie Hemingway von wem dieses Gedicht Mallarmes denn handelt?
H.: Wohl nicht von mir?
G.: Also bedeutungslos?
H.: Dass haben sie gesagt, nicht ich
G.: Sie?
F1: Un dingue poète
G.: Edgar Allen Poe
H.: Ich wusste es….ich wusste es
G.: Was wussten sie?
H.: Dass es um einen Verrückten geht
G.: Warum verrückt?
H.: Alle toten Schriftsteller waren verrückt
G.: Warum waren denn alle toten Schriftsteller verrückt?
H.: Damit man sie jetzt besser verstehen kann
G.: Und die lebenden Schriftsteller?
H.: Die werden erst wahrgenommen wenn sie tot sind
G.: Dann sind sie und ich also auch verrückt
H.: Sie nicht, ich schon
G.: Nur so weiter Hemingway
Die Beiden trinken.
G.: Die Beiden dort drüben
H.: Was ist mit ihnen?
G.: Die zwei Küssenden
H.: Und?
G.: Zwei Küssende
Fr1: Der französische esprit
H.: Blödsinn
Fr1.: Denn sie da schreiben
H.: Wertschätzung ist etwas für Weicheier….oder was sagen sie dazu?
Fr1: Anerkennung ist wichtig
H.: Nein
Fr1: Dieser ermutigt….beflügelt
H.: Die Untalentierten….die Unwissenden
Fr1: Nein
H.: Also hatte ich doch Recht
Die Beiden trinken.
H.: Die Fitzgeralds?
G.: Die kommen noch
H.: Heute bestimmt nicht
G.: Sie wissen immer alles besser
H.: Allerdings
G.: Außer bei ihnen selbst
H.: Selbstverständlich
G.: Warum sollten sie nicht kommen?
H.: Hätten sie nicht an die Riviera fahren sollen?
G.: Davon habe ich nichts gehört
H.: Vielleicht haben sie es überhört?
G.: Ich höre nur dass was ich höre
H.: Na also, Fitzgerald hat mit mir darüber gesprochen, wegen Zelda
G.: Die Riviera?
H.: Ja!
Die Beiden trinken.
G.: Was sagen sie zu Zelda?
H.: Ein Abenteuer von einer Frau
G.: Wäre doch etwas für sie Hemingway
H.: Ich bin schon mehr als ausgelastet mit meiner…außerdem ist Fitzgerald mein Freund
G.: Respekt Hemingway….das Wort Respekt!
H.: Den habe ich….ja, den habe ich
G.: Und Zelda?
H.: Sie ist durchgeknallt
G.: Francis Scott nicht weniger
H.: Doch….doch….eindeutig weniger
G.: Immerzu diese männliche Sichtweise….sie ist seine Inspiration, seine gute Fee, die Zauberin in seinem Herzen….die Idee hinter jedem seiner Bücher, ich bin überzeugt davon, dass er ihr alles verdankt….jedes Wort, jede Zeile, jede Seite
H.: Jeden Absturz….jeden Rausch…jede Katastrophe….sie ist verrückt
G.: Sehen sie doch einmal das Positive….sie leben und sie lieben sich….das ist niemals einfach
H.: Ja, ja…..so etwas ist wirklich überhaupt nicht einfach
G.: Und sie ist nicht verrückt….sie ist nur etwas seltsam
H.: Etwas sehr seltsam
G.: Launisch
H.: Manisch
G.: Nur etwas seltsam
H.: Verrückt
G.: So wie sie?
H.: Anders….definitiv anders verrückt
G.: Und sie Hemingway?
H.: Früher oder später erschiesse ich mich
G.: Später?
H.: Ja, wohl eher später…im Moment muss ich mich um meine Familie kümmern
G.: Die arme Kugel
H.: In den armen Kopf hinein
G.: Wenn es soweit ist, lassen sie mich es wissen….ich kaufe ihnen die Kugel
H.: Wie freundlich von ihnen
G.: Nichts zu danken….noch etwas zu trinken?
H.: Dem Schierlingsbecher heraus….gerne
Gertrude Stein schenkt ein und die Beiden trinken.
G.: Warum mögen sie mich eigentlich nicht Hemingway….da ich eine Lesbe bin?
H.: Also bitte Frau Stein
G.: Was ist es dann?
H.: Sie werden überschätzt, ihre Lyrik ist sinnlos und vor allem gefällt mir nicht was sie schreiben, aber
G.: Aber?
H.: Dieser Salon hier, dass war die beste Idee, die sie jemals hatten und wohl haben werden
G.: Ihre Schreiberei gefällt mir auch nicht
H.: Eine Feindschaft die auf Gegenseitigkeit beruht, ist wohl besser als die meisten
Freundschaften
G.: Darauf trinken wir
Die Beiden trinken.

Francis-Scott Fitzgerald betretet den Salon, geht zu Gertrudes Tisch und alle begrüssen sich.

G.: Ein Spruch für mein Tagebuch Fitzgerald
F.: Alle Götter sind tot, alle Kriege gekämpft, jeder Glauben zerstört
G.: Gefällt mir sehr gut Fitzgerald….denn schreibe ich mir sogleich auf
Getrude Stein schreibt sich den Satz in ihr Tagebuch.
H.: Dass sind ja wir Fitzgerald?
F.: Genau Hemingway
H.: Ein Drink?
G.: Hier für euch beide
Francis-Scott und Hemingway trinken Whiskey.
G.: Wo ist Zelda?
F.: Die Tyrannin meines gebrochenen Herzen
G.: Wo Fitzgerald?
F.: Wenn es ihr gelingen vermag von ihrem französischen Offizier sich zu trennen….dann kommt sie
H.: Und sie Fitzgerald?
F.: Ich kümmere mich um mein Seelenheil
G.: Fitzgerald?
F.: Ja Gertrude?
G.: Sie haben den ganzen Tag wieder getrunken
F.: Was habe ich?
G.: Fitzgerald?
F.: Ja, dass habe ich
G.: Sie sollten nicht soviel trinken
F.: Dass hat meine Mutter zu meinem Vater auch schon gesagt
G.: Und?
F.: Es hat nichts genützt
H.: Dass nenne ich mir einen Mann
Die Beiden trinken.
F.: Was sagen sie dazu guter Franzose?
Fr1: Diese….diese eure Generation von Amerikanern ist eine Generation in Flammen
H.: Wohl schon eher Asche
F.: Vom Winde verweht
Fr1: Ich sehe noch die Flammen
H.: Dass sind Aschewolken
F.: Über die Schlachtfelder der Liebe
H.: Vermissen sie den Gefechtslärm
Francis-Scott und Hemingway trinken.
G.: Ihr trinkt zuviel
Francis-Scott und Hemingway lachen.
Fr1: Diese verrückten Amerikaner
Francis-Scott und Hemingway lachen noch mehr.
G.: Jetzt trinke ich auch
Die Drei trinken.
Fr1: Warum schreibt ihr Amerikaner nie über uns Franzosen?
H.: Über wen?
Fr1: Über uns Franzosen
F.: Weil wir vor niemanden Respekt haben
G.: Nicht einmal vor euch selbst?
H.: Vor denen am allerwenigsten
F.: Man sollte nichts mit ihnen zu tun haben
H.: Auf gar keinen Fall
F.: Wir sind ein respektloses, dummes Gesindel
G.: Francis Scott, was haben sie schon wieder gegen die Frauen?
F.: Das Gleiche was ich gegen Männer habe
H.: Und natürlich den Franzosen
F.: Welchen Franzosen?
Fr1: Welch eine Beleidigung. vergessen Sie nicht sie sind Gäste in unserem Land
F.: Und bei Gertrude
H.: Und vergessen sie nicht, dass auch sie nur Gäste in diesem Land sind
Hemingway und Francis-Scott lachen
Gertrude schenkt ein und alle trinken.

H.: Ohne unsere Hilfe wäret ihr jetzt alle stramme Preussen
F.: Mit deutscher Disziplin und dem Kaiser treu ergeben
H.: Dem deutschen Vaterlande
F.: Zu Hunnen degradiert
Fr1: Unverschämtheit
Fr1 verlässt brummelnd den Salon.
G.: Ihr könnt mir doch nicht alle Franzosen abspenstig machen
H.: Ein, zwei werden ihnen schon noch übrig bleiben
G.: Genau Hemingway
F.: Erzählen sie uns eine Geschichte vom Krieg Hemingway
H.: Von welchem Krieg….den bei mir zu Hause oder dem großen Krieg?
G.: Den großen Krieg
H.: Also den bei mir zu Hause
F.: Hunde wollt ihr ewig leben?
H.: Also ich bestimmt nicht
G.: Warum denn über den Krieg?
H.: Ich war Kriegsberichtserstatter und war bei einer amerikanischen Kompanie bei Chemins des Dames….direkt an der Front und bei Beginn der täglichen Kampfhandlungen legte ich mich zu den Soldaten an der vordersten Front und als mich die Hunnen dann erblickten…..also bei meinem Anblick begannen die Hunnen in Massen zu dersertieren….liefen zu uns herrüber und auf Befehl des Kommandanten wurden alle im Maschinengewehrfeuer niedergemäht….die fielen um wie Pappkameraden und waren mausetot….es waren sicher Hunderte und ich fragte die Soldaten um mich “warum”, doch diese zuckten nur mit ihren schmalen Schultern und ich sollte zum Frontabschnittkommanden gehen und diesen fragen…..also lief ich zum Frontabschnittkomandanten und fragte ihn, warum er denn diese Deutschen, die sich zweifelsohne ergeben wollten, töten haben lassen und er sagte: “Vor drei Tagen sei schon einmal dass gleiche geschehen, nur umgekehrt” und ich insistierte weiter und schlussendlich sagte er mir zuerst “Feiglinge” und dann “Nur ein toter Deutscher ist ein guter Deutscher”
F.: Hatten denn die Hunnen auch einen wie dich?
G.: Vielleicht einen Doppelgänger?
F..: Mit entwaffnender Miene
G.: Stolzer Feigheit erfüllt
H.: Damals habe ich mir dass auch sofort gedacht
G.: Einen mit einem riesigen Selbstbewusstsein
F.: Die Hunnen zu Tode erschreckend
H.: Wie wohl erst die blonden Frauen dieser Hunnen auf meinen Anblick reagiert hätten
F.: Ja Hemingway, dass wäre was gewesen
G.: Ihr beide seid hoffnungslose Idioten
F.: Warum auch nicht?
H.: Genau Fitzgerald….warum auch nicht?
Alle drei trinken.

Picasso betretet den Salon und Getrude blickt entzückt zu diesem.
H.: Wer ist dass?
G.: Der berühmteste Maler seiner Generation
H.: Dann ist dass wirklich eine verlorene Generation
F.: Und wie heißt er?
G.: Picasso
H.: Das ist der weltberühmte Picasso?
G.: Ja, dass ist er….entschuldigt mich kurz.

Getrude steht auf und geht zum Tisch wo Picasso sich hingesetzt hat.

F.: Am besten wir bleiben unter uns
H.: Traue niemanden, außer er ist Amerikaner
F.: Und die Südstaatler?
H.: Die gehören eigentlich nicht zu Amerika, eher zu Afrika
Beide lachen.
H.: Also was ist mit Zelda?
F.: Frage nicht
H.: Fitzgerald?
F.: Ich mache mir Sorgen um sie
H.: Und ich um sie
F.: Wir haben uns voneinander entfernt und entfernen uns immer mehr….es ist mehr Zwang, als Freude in unserer Beziehung….die glücklichen Tage sind vergangen, Vergangenheit….sie ist launisch…..depressiv….dreht immer wieder durch….wir streiten und versöhnen uns, ein ständiges Auf und Ab, welches letzten Endes doch nur nach unten hinabführt
H.: Und sie Fitzgerald?
F.: Ich drehe auch durch…..flü
chte mich in die Schreiberei….in das Trinken, die Sinnlosigkeit
H.: Das Geld?
F.: Auch das Geld
H.: Sie sind pleite?
F.: Das war ich schon immer
H.: Dann haben wir schon wieder eine Gemeinsamkeit entdeckt
F.: Trinken wir
Die Beiden trinken.

Zelda Fitzgerald kommt mit Ezra Pound in den Salon und gehen zum Tisch mit Francis Scott Fitzgerald und Hemingway.
F.: Du liebe Liebe
Z.: Der liebe Liebe
F.: Wie gehts den Franzosen?
Z:: Einem besser als dem Rest
F.: Dann ist der Krieg wohl schon zu Ende
Z.: Er hat für heute genug an der Front gelitten
F.: Und jezt eröffnest du hier das Feuer
Z.: Hier ist schon alles erloschen
F.: Liebste, schenk mir einen Kuss, ich möchte Frankreich schmecken
Zelda setzt sich zu Francis Scott und schenkt ihm einen Kuss.
F.: Ist doch alles gut Schatz?
Z.: Ja, dass ist es…..Hemingway
H.: Zelda Fitzgerald
Z.: Was machst du die gesamte Zeit mit diesem Betrüger?
F.: Die Realität betrügen
Z.: Mit dem rede ich nicht
H.: Liebe auf den ersten Blick
Z.: Bei euch beiden wohl eher
F.: Also Zelda….bitte
Z.: Ich schweige schon und ertrage das Unertragen
F.: Dass wird schon
H.: Und wie geht s dem Faschismus Pound?
P.: Prächtig, prächtig….er gedeiht und erblüht einer schönen Zukunft entgegen
F.: Zurück in die Zukunft sozusagen
P.: Viel, viel weiter….wir werden auch die Vergangenheit umschreiben
H.: So wie die dreckige Kommunistenbande in Russland
P.: Mit denen räumen wir früher oder später schon noch auf
H.: So wie mit den Demokraten?
P.: Diesen korrupten Musterschülern?
F.: Und mit dem Faschismus wird dann alles besser Pound?
P.: Ich bin überzeugt davon
F.: Wie auch nicht
P.: Hemingway….Fitzgerald….lassen sie uns doch das Politische bleiben lassen
Alle trinken.

Gertrude kommt zu dem Tisch zurück
H.: Was ist mit deinem Picasso?
G.: Er hatte Streit mit einer Freundin
H.: Einer?
G.: Picasso ist ein Mann, welcher die Frauen gut behandelt, deshalb lieben ihn auch so viele
H.: Dann ist wohl besser, dass nicht weiter zu hinterfragen
F.: Auf keinen Fall
H.: Der muss ja wirklich schrecklich sein
G.: Vergesst ihn einfach
H.: Trinken wir auf Picassos Frauen
F.: Dass machen wir
P.: Diesen glücklichen Mädchen
Alle trinken.
G.: Ihr solltet euren Alkoholkonsum und eure Zungen mässigen
F.: Jetzt ist ja Zelda hier, also
Z.: Gertrude
G.:, Lasse dich umarmen Zelda
Die Beiden umarmen sich.
F.: Und Pound, schon einen Verleger gefunden?
P.: In Italien
F.: Bei den Faschisten?
H.: Pound schreibt jetzt auf Italienisch
P.: Nein Hemigway, ich schreibe in einer Sprache, welche sie kaum bis gar nicht beherrschen
H.: Russisch?
F.: Sibirisch?
H.: Französisch?
F.: Deutsch?
P.: Fast
H.: Österreichisch
P.: Genau….im Wiener Dialekt
F.: Na dann
H.(auf wienerisch): Halten s endlich die Pappen Sie Depperter
F.: Noch so ein verlorener amerikanischer Wiener-Mundartendichter
H.: Darauf trinken wir
F.: Ein amerikanischer…..nein europäischer…..nein ein deutscher Mundartendichter
H.: Welch eine Ehre
P.: Genau
Alle vier trinken.
P.: Eine Zigarre die Herren
F.: Gerne
H.: Noch mehr gerne
Pound verteilt die Zigarren und die Männer zünden sich diese an.
G.: Zelda, lassen sie uns die Männer allein die Lungen zerstören
Z.: Dieser Rauch
G.: Zelda kommen sie mit mir

Die Beiden stehen auf und verlassen den Tisch, mit den Männern, die dies brummelnd kommentieren.
Das Geschehen wechselt zu dem Tisch, wo Gertrude und Zelda sitzen.

G.: Ich mache mir Sorgen Zelda
Z.: Ist es so schlimm?
G.: Francis Scott trinkt sich tot
Z.: Ich habe es auch versucht….aber
G.: Was ist los?
Z.: Ich weiss es doch selbst nicht….der äußere Schein, so zu tun als ob, andauernd zu repräsentieren, die Glückliche spielen….ich möchte mein eigenes Leben, nicht dass einer Frau an der Seite des großen Fitzgerald…ich möchte nicht nur dass sein….ich möchte nicht nur der Schatten im Ruhme meines Mannes sein….außerdem gibt es keine Leidenschaft mehr zwischen uns
G.: Die Ehe ist ermüdet
Z.: Er liest mein Tagebuch heimlich….ist krankhaft eifersüchtig….ja, dass ist er….veröffentlicht meine Geschichten unter seinen Namen
G.: Fitzgerald?
Z.: Des Geldes wegen
G.: Ihr habt Geldprobleme?
Z.: Schon immer gehabt
G.: Und?
Z.: Ich bin unglücklich
G.: Welche Frau ist dass nicht?
Z.: Welche Frau ist dass nicht
G.: Sie haben eine Affäre?
Z.: Wie auch nicht
G.: Wie nimmt er es auf?
Z.: Er trinkt noch mehr
G.: Und der Liebhaber?
Z.: Ein Marineoffizier….ein Gentleman der alten Schule
G.: Und er verschlimmert doch nur alles
Z.: Er ist zärtlich wie die Nacht
G.: Sie wollen Fitzgerald verlassen?
Zelda blickt Gertrude schweigend an und sagt nach einigen Momenten.
Z.: Vielleicht
G.: Vielleicht?
Z.: Es gibt Momente wo Francis mich anwidert….und dann wieder Momente wo ich ihn unendlich liebe und nicht von ihm lassen kann….ich weiss auch nicht….früher war alles anders und besser….ich sehne mich nach dieser einfachen Zeit….der Unbeschwertheit, der Leichtigkeit zurück………damals, als alles noch einen unschuldigen Abglanz hatte und nicht diese Last….diese Monotonie, diese Leere, diese Zweifel, die das Dasein bestimmen…..jetzt bedrückt mich einfach nur noch alles, jetzt wo man alles dreimal überlegt, bevor man es tut….nicht wie früher, wo man spontan, fröhlich und ungetrübt in den Tag hineinleben konnte…. ich es tue….ach, es ist schrecklich….schrecklich Gertrude
G.: Und was wollen sie jetzt machen Zelda?
Z.: Ich überlege Balettunterricht zu nehmen
G.: In ihrem Alter?
Z.: Besser zu spät als nie
G.: Dann machen sie dass….es wird ihnen helfen
Z.: Dass werde ich
G.: Brauchen sie Hilfe dabei?
Z.: Nein, dass kann ich schon
G.: Und?
Z.: Wir fahren an die Riviera….ich, Francis und das Kind….die Sonne, das Meer, der Strand….es wird mir helfen und wenn wir zurückgekehrt sind, nehme ich Balettunterricht…
G.: Ihre Hände zittern?
Z.: Ich….ich habe (eine Hand von Gertrude ergreifend) Angst verrückt zu werden….riesige Angst
Getrude blickt Zelda schweigend an.
G.: Die Sensiblen zerbrechen langsam, aber wenn sie dann zerbrochen sind, dann kann sie niemand mehr zusammenfügen
Z.: Ich weiß nicht, ich weiß einfach nicht was ich machen soll, ich bin mir selber beinahe zuwider geworden….ich bin doch kein Anhängsel meines Mannes und die Selbstweifel ruinieren mich…ich gehe ohne einen Schrei einer eiskalten Welt verloren
G.: Drogen?
Z.: Verschlimmern nur alles
G.: Kämpfen sie
Z.: Das werde ich….das werde ich Getrude
G.: Lassen sie uns zu den Männern zurückkehren
Z.: Danke Gertrude
Die Beiden gehen zum Tisch mit den Männern zurück.
Die Anwesenden unterhalten sich. (ausbauen)
H.: Leute, ich muss an die Front bei mir zuhause zurück
Hemingway erhebt sich, verabschiedet sich und geht torkelnd ab.

F.: Was machen wir Zelda?
Z.: Dass was wir in den letzten Monaten immer gemacht haben….uns ignorieren
F.: Komm Zelda…lasse uns einen Spaziergang machen
Z.: Nur unter Zwang
F.: Dann zwinge ich dich dazu
Z.: Ich liebe dich nicht
F.: Ich liebe dich nicht, was soll denn dass heißen?
Z.: Ich liebe dich nicht
F.: Gertrude
G.: Zelda
Z.: Gertrude
Zelda und Francis Scott Fitzgerald verlassen den Salon.
Auch Ezra Pound verabschiedet sich kurz darauf.

Etwas später betretet Alice den Salon und geht zu dem Tisch mit Gertrude.
A.: Ist der Verrückte weg?
G.: Hemingway ist weg
A.: Und die Andereren?
G.: Nur wir zwei
A.: Ich habe ein neues Gedicht geschrieben
G.: Lese es mir vor
A.: Sicher?
G.: Gerne Alice…komm setze dich zu mir
Alice setzt sich zu Getrude und diese streichelt ihr durch das Haar.
G.: Nimm nicht alles so ernst
A.: Also
G.: Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose….du bist meine Rose
A.: Die Kälte….für Gertrude Stein

Man friert und sie, so schneidet, gräbt und versucht sich zu behalten, wartet, fällt und bleibt stehen, verharrt und man möchte, könnte und dreht sich ab und um, schweigt und zittert.

Man friert und sie und zu glauben beginnt, sich näher kommt und der Satz endet, noch bevor dieser zerfällt, liebt und verlangt, betretet und schreitet auf knirschenden Sprüngen einer Klarheit hinzu.

Man friert und sie, ich und du, blickt, liebt und sie und friert.

G.: Wunderschön Alice
A.: Es gefällt dir
G.: Nicht so gut wie du, aber
Alice küsst Getrude.

3. The Golden Couple

So we beat on, Boats against the current, borne back ceaselessly into the past
The Great Gatsby Francis Scott Fitzgerald

Zelda Fitzgerald Z.Francis Scott Fitzgerald F.Ein Engel E.Ein Dämon D.

Ein Dämon und ein Engel streiten sich.

D.: Dass ist doch Wahnsinn
E.: Warten wir ab
D.: Die bringen sich doch gegenseitig um
E.: Dann sterben sie eben noch einmal
D.: Ich sagte, die bringen sich um….wie im wirklichen Leben
E.: Dass haben sie schon selber, jeder für sich gemacht
D.: Was hat dass für einen Sinn?
E.: Einen Versuch ist es wert
D.: Dass ist keine gute Idee
E.: Ich denke es ist eine gute Idee
D.: Von wem?
E.: Von mir
D.: Haben sie schon einmal….nur ein einziges Mal eine gute Idee gehabt?
E.: Bis jetzt noch nicht….aber dieses eine Mal
D.: Ich werde einschreiten wenn es zu Handgreiflichkeiten kommt
E.: Hier greift niemand niergendwo ein
D.: Auf ihre Verantwortung
E.: Sehen sie meine Schultern?
D.: Ja
E.: Darauf lastet die Welt
D.: Und sehen sie meine Faust?
E.: Machen sie sich nicht lächerlich
D.: Dass hier ist lächerlich
E.: Warten sie und ich ab
D.: Wie lange noch?
E.: Es hat doch noch gar nicht begonnen
D.: Warten…warten….warten….immerzu warten
E.: Also dann….
Einige Sekunden vergehen.
D.: Auf was warten sie und ich noch
E.: Seien sie nicht so ungeduldig
D.: Ich bin nicht ungeduldig
E.: Doch
D.: …..

Das Geschehen wechselt in einem Raum in welchem Zelda und Francis Scott sitzen.
Die Beiden erwachen und blicken sich l
ängere Zeit schweigend an.

Z.: Ich liebe dich Francis
F.: Ich liebe dich Zelda
Beide schweigen.
Z.: Du kennst mich nicht
F.: Wie sollte ich dich kennen?
Z.: Ich kenne dich
F.: Du kennst mich
Beide schweigen.
F.: Und Zelda?
Z.: Was soll ich sagen?
F.: Was ist?
Z.: Ich bin nach 2 Jahrzehnten im Irrenhaus bei einem Feuer ebendort verbrannt
F.: Schmerzvoll?
Z.: Was soll die Frage…..und du?
F.: Ich habe mich in Hollywood totgetrunken
Z.: Auch nicht das Wahre
F.: Vereinsamt, verarmt und vergessen dieser Francis
Z.: Vereinsamt, verarmt und vergessen diese Zelda
F.: So war es
Z.: Es war…..
F.: ….unser Leben
Z.: Vielleicht war das Schicksal zu lange zu gnädig mit uns
F.: Wir haben wohl zu schnell gelebt…..zu intensiv geliebt….zu viel zu wenig, zu wenig zu viel
Z.: Und bereust du?
F.: Nein….und du?
Z.: Keine Sekunde
Beide schweigen.
F.: Es war wunderschön mit dir
Z.: Es gab wie bei allen gute und schlechte Zeiten
F.: Versuchen wir uns der guten Zeiten zu erinnern
Z.: Erinnerst du dich
F.: Ich erinnere mich
Z.: Wie viele schöne Momente
F.: Wie vieler
Z.: Entschuldige mich
F.: Entschuldige mich
Beide schweigen.
F.: Zelda…..was ist jetzt?
Z.: Warum fragst du?
F.: Ich weiss auch nicht….du warst die größte Liebe meines Lebens Zelda….ohne dich wäre alles sinnlos, alles vergeblich gewesen
Z.: Und du warst die Sonne, die mich wärmte….jener, der mir Heimat war in dieser fremden Welt….mein bester Freund….mein glühendster Liebhaber….mein ein und alles….dass warst du Francis
F.: Es ist zu vieles zwischen uns falsch gelaufen
Z.: Viel zu vieles
F.: Aber vielleicht hatte es so sein sollen
Z.: Vielleicht
F.: Vielleicht
F.: Vergessen wir die Betrügereien
Z.: Meine und deine
F.: Meine und deine
Z.: Die sind bedeutungslos
F.: Auch für mich
Beide schweigen.
Z.: Wie verzweifelt das menschliche Dasein doch nur ist
F.: Wie sehnsuchtsvoll und voller Enttäuschungen, Wundern, Unglück und Erfülltem….Unvollendetem und noch nie Dagewesenem….nennen wir es Leben Zelda.
Z.: Das unsere Leben Francis
F.: Was die Nachwelt von uns denken wird?
Z.: Wohl das Übliche….der große Mann und die Frau an seiner Seite, welche ihn ruiniert hat
F.: So wird es wohl sein
Z.: So ist es immer
F.: Immer
Z.: Und habe ich dich ruiniert Francis?
F.: Wir haben uns ruiniert – ich habe nie wirklich gedacht wir hätten einander ruiniert
Z.: Ich habe dich ruiniert
F.: Dass habe ich schon selbst getan, aber du?
Z.: Ich habe mich selbst ruiniert
Beide schweigen.
Z.: Deine Briefe waren mir der Schlüssel zu einer anderen Welt….sie hielten meine Augen geöffnet, meine Sinne am Leben in all den Jahren in der Irrenanstalt und doch besser bei Sinnen als sie Sogenannten, doch mich verweigernd diesen kalten Stein namens Welt, denn nur du zu wärmen mir imstande warst
F.: Du hast mein Herz gebrochen Zelda….so oft bis es zerbrochen war….doch jede Bruchstelle, jeden Kratzer habe ich mir doch selbst zugefügt
Z.: Mein und dein Herz gehören zusammen
F.: Auf ein einziges Pochen
Z.: Dieser schluchzenden Brust heraus
Beide schweigen.
F.: Irgendwann….mit der Zeit regt man sich nicht mehr auf
Z.: Auch nicht mehr über das eigene Nicht-Aufregen
F.: Das Empfinden….die Wahrnehmung….dieses sich auseinandersetzen miteinander, aufgerieben zwischen Vergangenheit und Zukunft….dieses Weinen des Menschen
Z.: Tränenlos
F.: Auch ich, ja auch ich tränenlos
Z.: Tränenlos
F.: Tränenlos
Z.: Heute ist die unsere Nacht….die Vollmondnacht
F.: Ja, die unsere Nacht
Z.: Wie wir uns die ersten Jahren geliebt…..wie wir gelebt haben
F.: Es war die schönste Zeit meines Leben
Z.: Auch des meinen Leben
Z.: Wenigstens bist du nicht betrunken
F.: Wenigstens bist du nicht verrückt
Beide schweigen.
Z.: Wir waren einmal das schönste Paar der Welt
F.: Dass waren wir
Z.: Wie hatte nur alles so verlaufen können
F.: Dass frage ich mich auch
Z.: Dann lassen wir das Fragen….Francis-Scott Fitzgerald umarme mich
Francis reagiert nicht.
Z.: Bitte Francis
Francis umarmt Zelda einige Zeit.
Z.: Du hat mir gefehlt
F.: Zelda
Z.: Die vielen Fehler
F.: ….werden fehlerlos
Z.: Wir liebten uns ….
F.: Und doch war das menschliche Los….war das menschliche Los unser Schicksal
Z.: Das Schicksal ergreifend
F.: Zu den Sternen strebend
Z.: Und im Dreck verendend
F.: So wird das bei Menschen wohl sein müssen
Z.: Ein zweifaches Müssen
F.: Gemeinsam
Z.: Gemeinsam
Beide schweigen.
Z.: Wenigstens hast du das Beste aus deinem Leben herausgeholt
F.: Dass hast alles du herausgeholt
Z.: Und ich….was habe ich?
F.: Alles
Z:: Alles
F.: Durch dich habe ich Universume erschaffen….Frauen und Männer….Leidenschaften, die gesamte Bitterkeit des Leben, aber auch des Nektar der Liebe, die Flügel im Wind
Z.: Und seine zarteste Blüte gepflückt
F.: Ja, dass habe ich….du hast mir die Ewigkeit geschenkt
Z.: Nur die Ewigkeit?
F.: Nur die Ewigkeit
Z.: Und?
F.: Du hast mir die Ewigkeit geschenkt
Z.: Wir sollten uns ein letztes Mal noch lieben
F.: Dass sollten wir
Z.: Ich liebe dich
F.: Ich liebe dich

Die Beiden, Zelda und Francis-Scott versinken einer festen Liebesumarmung.

Der Engel und der Dämon beobachten das Geschehen und schweigen.


The End.

Anmerkungen:

Gedicht von Mallarme: Das Grab von Edgar Allen Poe

So wie die Ewigkeit ihn zu sich Selber führte
Empört der Dichter mit dem Schwerte in der Hand
Sich gegen seine Zeit die zürnend kaum verstand
Daß herrisch schon der Tod an diese Stimme rührte!

Sie – deren eitler wahn der htdra greifer spürte
Wo doch ein genius die reinsten Laute fand
Schrien wild: den Becher füllt ein Zauber bis zum Rand
Dem Tranke eingemischt den Nacht und Schande kürte.

Die Suppe

März 23, 2010

Die Suppe

Geschrieben: August 2006

Einige logische Fehler….und zu …..überarbeiten….

Toni(T.) Freund von Rocco, arbeitslos
Rocco (R.) Bruder von Abel, arbeitslos
Mathilda (M.) Freundin von Laura
Abel (A.) Bruder von Toni, Unternehmer
Sven (S.) Polizist
Stella (S.) Schwester von Mathilda, Ex-Freundin von Wolf
Der Wirt (Wi.) Chef des Lokal
Laura (L.) Freundin von Abel und Wolf
Wolf (W.) Freund von Laura, Arzt, Ex-Freund von Stella
1.
Mathilda (M.) Abel (A.) Laura (L.) Rocco (R.)
Toni (T.)
In der Wohnung von Abel und Laura.
Laura und Mathilda sitzen an einem Tisch, vor ihnen eine Whiskey-Flasche und zwei Gläser.
L.: Woher nimmst du die Kraft?
M.: Ich bin schwach, nicht stark
L.: Stark scheint doch nur das Unglück zu machen
M.: Und immer verzweifelnder das Glück suchend
L.: Das man nicht finden wird
M.: Wohl nicht
L.: Glück, Glück, welch absurdes Wort
M.: Eine Erfindung der Einfalllosen ist das Glück, desto weniger man versteht, um so glücklicher ist man
L.: Meinen Grad an Unglück bemessend müsste ich dann sehr stark sein,
M.: Des einen Glück ist des nächsten Unglück und des Nächsten Glück
L.: Der Menschen ewiges Schicksal
M.: Das Geheimnis zum Glück und Unglücklichsein hat sich in den Entscheidungen schlafen gelegt
L.: Lassen wir es weiterschlafen
M.: Tief und fest
L.: Leben, leben, lieben….dass heißt mit seinen Erwartungen und Hoffnungen zu handeln und am Ende ist man tot
M.: Leben heißt enttäuscht zu werden
L.: Dann habe ich den richtigen Mann dazu
M.: Wenn man groß geworden ist, hilft am ehesten sich kleinzumachen
L.: Sich gegenseitig erniedrigend
M.: So schlimm mit Abel
L.: Schlimmer
M.: Und?
L.: Was?
M.: Du weißt schon
L.: Er denkt jeden Moment an seine Arbeit, was muss er tun, damit dass und jenes besser funktioniert, aber das etwas zwischen uns beiden schon seit langem nicht mehr funktioniert, dafür ist er wohl zu kalt
M.: Das kann nicht alles sein?
L.: Sein Verhalten führt zu einer zunehmenden Entfremdung, die ich nicht wünsche
M.: Und doch reagierst du?
L.: Mir bleibt nichts anderes mehr übrig
M.: Er liebt dich nicht mehr?
L.: Wenn er mich denn jemals geliebt hat
M.: Und trotzdem?
L.: Ja trotzdem, jemand muss sich um mich kümmern
M.: Leben und lachen
L.: Trauriger lachen als jetzt?
M.: Mit Tränen in den Augen
L.: Die zu verdrängten Augenblicken verdampfen
M.: In der Hitze des Augenblickes
L.: Zuerst die Lust und dann der Humor
M.: Bevor uns die Schönheit verblüht, reift uns die Resignation zur schönsten Gedankenblume
L.: Und verdorrt mit dem Sein
M.: Aber alles in allem
L.: Sollte man sich nicht nur beschweren
M.: Sonst wird es noch schwerer
L.: Dem Tode sich beständig nähernd
M.: Um so früher du stirbst, um so länger bist du dann tot
L.: Dieser Satz ist genau so sinnvoll wie mein Leben
M.: Und meines
L.:: Noch ein Drink?
M.: Gerne
Laura schenkt Beiden nach.
M.: Rocco bringt Toni mit zum Abendmahl
L.: Ein Suppenkaspar und Pausenclown
M.: Wenigstens nicht trauriger als wir
L.: Mit den Suppen vor sich
M.: In der ersten Morgenstunde
L.: Bleibt nur die Frage welche
M.: Eine aus der Wundertüte
M.: Im Zauberkessel zubereitet
L.: Von knochriger Hexenhand gerührt
M.: Nur mit goldenem Löffel zu verspeisen
L.: Und von zarter Mädchenhand gereicht
M.: Er wird es wohl niemals verstehen
L.: Vielleicht ist es ihm egal geworden
M.: Ach Toni
L.: Hoffen wir, dass ihm niemand die Suppe versalzt
M.: Bis jetzt noch nicht
L.: Er sollte sich und sein Verhalten zu verstehen versuchen
M.: Und nicht die Welt
L.: Von der er sich abgewendet hat
M.: Nicht zum ersten Mal
L.: Wenn mir dass nur auch gelingen könnte
M.: Vielleicht wendet sich diese von dir ab
L.: Nur die Hoffnung nicht verlieren
M.: Verloren darauf warten
L.: Im ständigen Bejahen, all dessen was man verneinen möchte
M.: Das normale Leben also
L.: Genau
M.: Die Suppe?
L.: Ich blicke danach
Laura verlässt den Raum und Abel betritt den Raum.
A.: Hallo Mathilda
M.: Hallo Abel
A.: Laura?
M.: Bei der Suppe
A.: Toni kommt?
M.: Ja, wie war dein Tag? (Laura betritt den Raum, während Abel spricht.)
A.: Die Sekretärin verschläft, der Postbote kommt nicht, das Netzwerk funktioniert nur wann es will, der Techniker ist in Urlaub und der Großkunde treibt mich in den Wahnsinn
L.: Ein normaler Arbeitstag also?
A.: Wenigstens du verstehst mich
L.: Genau so gut wie mich
A.: Habt ihr euch schon mit den Worten aufgegessen oder gibt es noch etwas für einen knurrenden Magen
L.: Dein Charme war schon mal besser
A.: Leider macht mich dieser nicht so satt, wie etwa deine Zuneigung
L.: Genau, sonst wäre ich möglicherweise wohl verhungert
A.: Dann wären wir schon zu zweit oder Mathilda?
M.: Wohl zu dritt
A.: Ein schreckliches Trio also
M.: Toni und Rocco?
A.: Die kommen immer zu spät, wie ihr vielleicht wissen müsstet, nichts lastet einen solchermaßen aus, wie nichts zu tun und in dem haben es die Beiden zur allergrößten Vollendung gebracht
M.: Sucht Rocco nicht eine Arbeit?
A.: Seit er geboren wurde
M.: Hat er nicht vergangenes Jahr gearbeitet?
A.: Zwei Wochen
L.: Besser als nichts
A.: Da ist besser nichts
L.: So wie bei uns beiden
A.: Ein absurdes Nichts
L.: So kann man es auch nennen
A.: Aber genug, Mathilda, wie geht es Stella, deiner Schwester?
M.: Einigermaßen
A.: Das heißt?
M.: Noch immer unglücklich
L.: Die arme Frau
A.: Ein guter Mensch
M.: Lasst euch nicht zu sehr von ihrer Schönheit blenden
A.: Warum?
M.: Auf ihrer Reise durch das Leben verschollen
A.: Verschollen?
M.: Sie hat den Kontakt zu allen abgebrochen
L.: Und ihr macht euch keine Sorgen?
M.: Früher oder später wird sie sich fangen
A.: Oder auch nicht
L.: Abel
A.: War nur meine Meinung, aber die zählt hier ja nicht
L.: Genau, ich blicke nach der Suppe (und Laura verlässt den Raum)
A.: Mathilda?
M.: Was?
A.: Wir beide?
M.: Ich möchte noch überlegen
A.: Überlegen?
M.: Ich bin nicht wie Laura
A.: Ich weiß, deshalb möchte ich auch
M.: Und ich möchte noch nicht enden
Toni und Rocco betreten den Raum und Laura kommt aus der Küche.
T.: Abel
A.: Toni
R.: Laura und Mathilda seid mir gegrüßt
L.: Du kannst mich auch
R.: Wie auch immer
L.: Ich habe eine Suppe gekocht Toni
A.: Eine Giftbrühe
T.: Meine Lieblingsspeise
L.: Ich hole die Suppe (und verlässt den Raum)
A.: Denkst du nicht, dass du dich nicht nur von Suppen ernähren solltest?
T.: Warum?
A.: Es gibt noch andere Speisen wie Fleisch, Obst, Nudeln, Gemüse
T.: Nein
A.: Nein?
T.: Eine Suppe am Morgen, die nimmt mir die Sorgen, eine Suppe zu Mittag, die ich so mag und eine Suppe am Abend
M.: Was ist mit der Suppe am Abend?
T.: Die kann ein jeder vertragen
A.: Und gute Nacht dem Magen
Laura betritt mit der Suppe den Raum.
Laura schenkt allen eine Suppenportion in die Teller ein und alle beginnen von der Suppe zu essen.
R.: Wie geht es dir Laura?
L.: Ich spiele meine Rolle
R.: Und Abel ist der Regisseur?
L.: Er versucht es
A.: Du kannst weiter versuchen so zu tun
L.: So wie mit mir
A.: Bei dir kann ich mir dass ja sparen
L.: So wie den Rest
A.: Ist dass nicht die gesamte Zeit schon der Fall?
L.: Nicht nur der Zeit
R.: Reif für den Spielplatz
M.: Zwischen jenen, die nicht erwachsen werden können
A.: Also alle außer mir
T.: Ich?
A.: Das widerspenstige Kind
L.: Dafür denkst du nur an das Geld
A.: Einer muss schließlich Kontakt mit der Realität pflegen
L.: Deiner Realität
R.: Am besten die Sinne verschließen
M.: Alle auf einmal
L.: Das auf keinen Fall
A.: Ich werde ja dazu gezwungen
L.: Mein Nervenkostüm
A.: Und dann die restliche Bekleidung
L.: Abel
A.: Wie beim Doktor, dem Wolf
L.: Da spricht der keusche Teufel
M.: Und immerzu versuchen glücklich zu sein
A.: Von welchem Glück sprichst du Mathilda, ich kann hier nur Unglück erkennen
L.: Ich denke, dass liegt an dir
A.: Genau, schuldig bin ich
Das Bühnenbild wird dunkel.
2.
Mathilda (M.) Abel (A.) Rocco (R.) Wirt (Wi.)
Stella (S.) Wolf (W.) Sven (S.)
In einem Lokal.
Wolf sitzt am Tresen und ihm gegenüber steht der Wirt.
Wi.: Wolf
W.: Einen Drink
Wi.: Sofort (und gibt den Drink hinüber)
W.: Ich bin verliebt
Wi.: Ach so
W.: Wie noch nie
Wi.: Nein
W.: Ich kann nicht genug von dieser Frau bekommen
Wi.: Ja?
W.: Sie hat etwas Besonderes
Wi.: Besonderes?
W.: Leidenschaftlich und wunderschön
Wi.: Wunderschön?
W.: Glücklich und zufrieden mit sich und der Welt, meine Laura
Wi.: Laura?
W.: Lebensfroh und nie traurig oder niedergeschlagen
Wi.: Nie
W.: Ihre Art, ihre Blicke
Wi.: Blicke?
W.: Ich sollte die Stadt mit ihr verlassen und eine Familie gründen
Wi:: Ach so
W.: Ich bin noch nie einer solch glücklichen Frau begegnet
Wi.: Wie?
W.: Die Unschuld und die Herzenswärme dieser Frau
Wi.: Ja
W.: Ich bin mir sicher, das gibt es nur einmal im Leben
Wi.: Sicher?
W.: Ein jeder Augenblick mit ihr, wie sagt man denn dazu, wie sagt man nur dazu?
Wi.: Ach so
W.: Nein, einzigartig und das Schöne ist, sie liebt mich und sie liebt mich so wie ich bin
Wi.: Und?
W.: Ich denke, durch sie werde ich ewig leben und lieben
Wi.: Ewig?
W.: Diese Liebe macht mich unsterblich
Wi.: Unsterblich?
W.: Die Zeit mit Stella hat mir nicht gut getan
Wi.: Nicht?
W.: Stella war eifer-, rach- und tobsüchtig, als Arzt muss ich das wissen,
Wi.: Stella?
W.: Frigide und dumm
Wi.: Nein?
W.: Doch
Wi.: Nein!
W.: Aber jetzt mit Laura
Wi.: Ja?
W.: Dass Einzige an was ich denken kann ist diese Frau
Wi.: Ja
W.: Noch einen Drink (und der Wirt reicht Wolf einen Drink)
Die Handlung verschiebt sich zu einem Tisch, wo Rocco und Mathilda sind.
R.: Bleibt es bei meiner Sehnsucht?
M.: Gibt es etwas Schöneres als sich in der Sehnsucht zu verzehren
R.: Ich dachte eher an Küsse, Umarmungen, eine in der Liebe sich vereinende Leidenschaft
M.: Solch einer bist du
R.: Ich bin ich
M.: Um so älter, um so eigensinniger werdet ihr
R.: Mit dem Zwang erntet man nur die Dornen und meine Hände sind schon blutig von deinem Zwang
M.: Meinem Zwang?
R.: Deine Blicke, deine Bewegungen lösen in Scherben meine Gläser aus Versuchen und Annäherungen, aber sie bringen mir Glück, auch wenn ich blute
M.: Wir sollten spielen?
R.: Immerzu spielen Mathilda, ich möchte ein sanftes Lächeln, die Gewissheit, an meiner Seite dich zu wissen
M.: Du forderst mich heraus
R.: Immerzu und genau
M.: Es ist doch schon längst zu spät
R.: Für was?
M.: Für was immer du möchtest, suche dir etwas aus
R.: Du spielst?
M.: Suche dir etwas aus
R.: Was immer du willst?
M.: Du überlässt mir die Entscheidung?
R.: Heute und wann immer das Begehren dich ereilt
M.: Ich sage dein Herz
R.: Diesem Stein in der Brust, des einzigen, das nicht menschlich ich in meinem Körper nennen will, so verhärmt und verwundet hat die Welt es mir, diesen Granit, der in die Brust gehauen
M.: Und doch schmilzt das Herz bei jedem Blicke, bei jeder Bewegung zu pochendem Fleisch
R.: Aus Fleisch bin ich von Anbeginn zu Ende, pulsierend bis in den letzten Winkel meines Sein
M.: Und doch kann ich dir nicht helfen
R.: Die Entscheidung ist endgültig
M.: Nein
R.: Ich muss es aber wissen
M.: Verspann dich nicht
R.: Ich versuche es, aber bei dir
M.: Bei mir?
R.: Lösen sich die Vorstellungen von der Wirklichkeit
M.: Und die Realität?
R.: Die möchte ich mit dir gemeinsam formen
Mathilda legt ihre Hand auf jene von Rocco. Beide schweigen.
Die Szene verschiebt sich zum Tresen, wo Wolf und Stella sitzen.
W.: StellaS.: Wolf
W.: Wie geht es dir?
S.: Wie soll es mir denn gehen?
W.: Ich weiß nicht
S.: Du weißt ansonsten auch allesW.: Bei dir verzichte ich darauf
S.: Etwas Besseres hätte mir nicht passieren können
S.: Und erst mir
W.: Ich habe dich aus meinen Erinnerungen gelöscht
S.: Dann kann ich ja beruhigt sein
W.: Am besten immerzu lächeln, das einzige was in deinem Leben je funktioniert hat
S.: Das ist dann schon ein Vielfaches von deinem
W.: Wir sollten das beenden
S.: Was eigentlich nie wirklich begonnen hat
W.: Ich werde dich verlassen
S.: Nur zu
W.: Immerzu lächeln
Stella lächelt und Wolf verlässt das Lokal.
Abel betritt das Lokal.
M.: Abel kommt
R.: Und die Sonne schwindet
A.: Hallo Mathilda
M.: Abel
A.: Bruderherz
R.:
A.: Lasse dich vom Kleinen nicht provozieren
M.: Warum denn nicht?
A.: Er fällt am Ende auf seine eigenen Wörter herein, glaubt diese womöglich
R.: Nur jene, die dich betreffen
A.: Dann kann ich ja beruhigt sein
R.: Vollkommen
A.: Wenn Intelligenz krank machen würde, dann wärest du ja kerngesund
R.: Und du so krank wie immer
A.: Lassen wir es bleiben
R.: Das sollten wir
A.: Mathilda lasse uns gehen
M.: Jetzt schon?
A.: Bei soviel Familie wird mir schlecht
M.: Wohin?
A.: Ich begleite dich nach Hause
M.: Jetzt schon
A.: Aus den Klauen dieses Ungeheuer
M.: Mache es gut Rocco
R.: Du auch
A.: Bezahle endlich deine Rechnungen
Abel und Mathilda verlassen das Lokal und Toni betritt dieses.
R.: Toni?
T.: Rocco
R.: Ich muss mit dir sprechen
T.: Jetzt gleich?
R.: Jetzt gleich
Toni setzt sich an Roccos Tisch.
R.: Wegen der Geschichte
T.: Der Geschichte?
R.: Du weißt schon
T.: Das Ding, was ist damit?
R.: Morgen geht es über die Bühne
T.: Über die Bühne?
R.: Toni, alles klar?
T.: Sicher
R.: Du hast den Lieferwagen?
T.: Ja
R.: Ich kann mich 100% auf dich verlassen?
T.: 100%
R.: Wir dürfen uns keinen Fehler erlauben
T.: Keinen
R.: Und der Plan?
T.: Der Plan?
R.: Du erinnerst dich an jedes Detail?
T.: An jedes
R.: Das Codewort?
T.: Das Codewort?
R.: Wie geht es?
T.: Ich habe es
R.: Und?
T.: Der goldene Löffel
R.: Genau Toni, wir treffen uns morgen Abend hier
T.: Morgen Abend hier
R.: Ich verschwinde und kein Wort über das Ding verlieren
T.: Kein Wort
R.: Ist das klar?
T.: Sonnenklar
R.: Toni?
T.: Ja?
R.: Kein Wort
T.: Kein Wort
Rocco verlässt das Lokal.
T.: Stella, komme zu mir
S.(vom Pudel): Nicht dass du eine Suppe von mir verlangst
T.: Heute nicht
S.: Dann ist ja gut
Stella setzt sich zu Toni.
T.: Was ist mit Mathilda?
S.: Was sollte mit ihr sein?
T.: Mit Abel?
S.: Das ist nichts
T.: Erscheint anders
S.: Die Betrogenen betrügen, die Glücklichen sind dem eigenen Schein erlegen und die Realisten sind ihren Traumwelten verloren
T.: Wie bitte?
S.: Vergiss es Toni
T.: Was sollte ich vergessen?
S.: Nichts, warum mich?
T.: Ich muss dich was fragen
S.: Frage?
T.: Wie stehen meine Chancen….?
S.: Frage nicht
T.: Du kennst die Frage doch nicht?
S.: Ich kann mir den Rest vorstellen und ich sage nur eines, vergiss es
T.: Nicht schon wieder
S.: Wir passen nicht zusammen
T.: Wer tut das schon?
S.: Du solltest diesen Ort verlassen
T.: Verlassen
S.: Unbedingt
T.: Und wohin?
S.: Suche dir einen Felsen
T.: Einen Felsen?
S.: Einen Platz, wo dein Herz dein Herz ist, du du und die Suppe warm und gutT.: Einen Felsen?
S.: Genau
T.: Ich werde ihn suchen
S.: Mache das Toni, ich muss
T.: Wir sehen uns
S.: Das werden wir
Stella verlässt das Lokal, als Sven dieses betritt.
S.: Darf ich Toni?
T.: Sicher (und Sven setzt sich zu Toni)
S.: Toni, mir ist etwas zu Ohren gekommen
T.: Ja?
S.: Verstehst du mich?
T.: Etwas mit den Ohren?
S.: Dass ihr eine Geschichte drehen werdet
T.: Unmöglich, ich habe mit der Filmerei nichts zu tun
S.: Du brauchst mit mir nicht den Idioten spielen
T.: Ich bin kein Idiot
S.: Ich weiß was läuft und was nicht läuft
Der Wirt kommt zum Tisch.
S.: Ich bin gleich wieder weg
Wi.: Ach so (und geht ab)
S.: Lasst es bleiben
T.: Was?
S.: Toni
T.: Ja?
S.: Verbrenne dir nicht die Finger, du hast nur diese
T.: Ich werde aufpassen
S.: Tue das, du verlierst zu viel
T.: Zu viel?
S.: Das Ding könnte dir über den Kopf wachsen
T.: Der arme Kopf
S.: Ja, der arme Kopf
T.: Sven?
S.: Ja?
T.: Was sollte ich denn verlieren?
S.: Warte, ach vergiss es
Sven steht auf und verlässt das Lokal.
Laura betritt das Lokal und geht zum Tresen.
L.: Einen Drink
Wi.: Hier
L.: War Wolf hier?
Wi.: Ja
L.: Hat er eine Nachricht hinterlegt?
Wi.: Nein
L.: Wo ist er jetzt?
Wi.: Ach so
L.: Also ist er schon länger hinweg?
Wi.: Ja
L.: Du weißt es nicht
Laura begibt sich zu Tonis Tisch.
L.: Hallo Toni
T.: Hallo Laura
L.: Was machst du hier?
T.: Warten
L.: Auf was?
T.: Das Abendessen
L.: Eine Suppe?
T.: Was denn sonst?
L.: Hast du Wolf gesehen?
T.: Nein
L.: Er war aber hier
T.: Ich kümmere mich nur um meine Suppen
L.: Ja, dass hätte ich beinahe vergessen
T.: Und bei dir?
L.: Ich bin hoffnungslos, unglücklich und traurig
T.: Ja?
L.: Ich möchte nur noch nichts mehr und auch dass erscheint mir zu viel
T.: Bessere Tage werden kommen
L.: Wann?
T.: Bald
L.: Ich weiß nicht
T.: Doch, setze dich zu mir
L.: Ja (und Laura setzt sich zu Toni)
T.: Was fehlt dir?
L.: Abel liebt mich nicht
T.: Und du bist traurig darüber?
L.: Nein und doch
T.: Wolf?
L.: Er liebt mich, aber ich ihn nicht
T.: Vielleicht fehlt dir jemand wie ich
L.: Das würde alles nur noch schlimmer machen
T.: Warum nicht?
L.: Vergiss es Toni
T.: Wenn ich alles vergessen müsste, was ich vergessen sollte, dann könnte ich eigentlich alles vergessen
L.: Wie bitte?
T.: Vergiss es, aber das Unglück ist wie der Winter, er vergeht
L.: Deine Ratschläge sind für die Suppe Toni
T.: Genau, wo bleibt meine Suppe…..Wirt, meine Suppe?
Wi.(am Pudel): Mahlzeit
T.: Meine Suppe?
Wi.: Unterwegs
L.: Eine Frage
T.: Ja?
L.: Wie soll das funktionieren, wenn man selber nicht mehr funktioniert
T.: Sich nicht kaputt machen lassen
L.: Wie?
T.: Auf die leiseste Stimme im Tumult der vielen hören, der eigenen
L.: Und wie machst du dass?
T.: Ich spiele und verdränge den Rest
L.: Wohin?
T.: Wo der restliche Rest ist
L.: Und wo ist das?
T.: Am tiefsten Punkt in mir
L.: Am tiefsten Punk?
T.: Genau
L.: Toni, ich möchte von einem, der mich nicht liebt geliebt werden und von einem der mich liebt nichts mehr wissen
T.: Komplizierte Angelegenheit
L.: Das ist es auch….Toni?
T.: Laura?
L.: Was willst du?
T.: Viel Geld, eine gute Frau, gute Nerven, gutes Essen und dazu einen guten Wein, eine gute Arbeit und was man sonst noch so bekommen kann
L.: Und warum machst du nichts dafür?
T.: Mir fehlt das Geld, die Frau und der Rest
L.: Das willst du doch haben?
T.: Genau
L.: Und?
T.: Es zu wollen und davon zu träumen erscheint mir schöner als es dann zu haben und unglücklich zu sein und nichts mehr zu wollen
L.: Wenn es dich glücklich machen würde?
T.: Das ist eine Lüge
L.: Du belügst dich also selbst?
T.: Das tut doch jeder
L.: Da hast du Recht,
T.: Ich muss dich was fragen
L.: Frage
T.: Ich und ein Freund, wir wollen zusammen etwas drehen
L.: Einen Film?
T.: Nein, keinen Film, ein Ding!
L.: Ein Ding?
T.: Genau
L.: Ich verstehe
T.: Das Ding ist kein Geheimnis mehr
L.: Ja?
T.: Sven weiß davon
L.: Sven?
T.: Der Polizist
L.: Ja?
T.: Sollte ich mich also davon abhalten lassen?
L.: Nein
T.: Nein?
L.: Ziehe es durch
T.: Sicher?
L.: Lasse dich nicht beirren, du lebst nur einmal, ziehe das Ding durch
T.: Ich denke du hast mich nicht verstanden
L.: Toni, wer kann jemanden wie dich schon verstehen
T.: Vielleicht du?
L.: In einem anderen Leben
T.: Dem wievielten?
L.: Da du es bist, im nächsten
T.: Das hilft mir sehr
L.: Ich kann es kaum erwarten
T.: Dann beeile dich mit diesem Leben
L.: Das werde ich, ich muss weiter
T.: Komm später noch mal vorbei
L.: Vielleicht
T.: Vielleicht
L.: Ziehe dein Ding durch
T.: Das werde ich
L.: Mache es gut
T.: Du auch
Laura verlässt das Lokal.
T.: Wirt?
Wi.: Ja
T.: Meine Suppe?
Wi.: Unterwegs
T.: Wohin?
Wi.: Nach dem zweiten Tisch neben den Ausgang
T.: Und wann wird sie ankommen?
Wi.: Bald
T.: Bald
Toni blickt sehnsüchtig in die Leere.
Das Bühnenbild wird dunkel.
3.
Toni (T.) Rocco (R.) Sven (S.) Laura (L.) Wirt (W.)
Rocco befindet sich kurz nach Mitternacht vor einer Lagerhalle.
R.: Wo bleibt nur Toni?
Einige Augenblicke vergehen.
T.: Rocco?
R.: Toni
T.: Ja?
R.: Bist du bereit?
T.: Ja
R.: Du hast alles dabei?
T.: Alles und
R.: Und?
T.: Zwei Suppen
R.: Toni?
T.: Ja?
R.: Jetzt ist nicht der richtige Moment
T.: Ich verstehe
R.: Das Brecheisen?
T.: Hier
R.: Also dann los
Rocco geht zur Tür.
T.: Rocco?
R.: Nicht jetzt
T.: Ist aber wichtig
R.: Was denn?
T.: Sven hat mit mir gesprochen
R.: Welcher Sven?
T.: Der Sven
R.: Und?
T.: Was?
R.: Was hat er gesagt?
T.: Dass wir ein Ding drehen
R.: Einen Film?
T.: Nein, unser Ding!
R.: Was?
T.: Dass wir ein Ding drehen und wir es bleiben lassen sollten
R.: Wann?
T.: Vorgestern
R.: Ach so
T.: Ich habe vergessen es dir zu sagen
R.: Denkst du nicht, dass diese Information von Nutzen hätte sein können?
T.: Vielleicht
R.: Vielleicht?
T.: Und jetzt?
R.: Toni
T.: Ja?
R.: Nimm die 2 Suppenbehälter aus dem Rucksack
T.: Jetzt?
R.: Jetzt gleich
Toni holt die zwei Suppenbehälter aus dem Rucksack.
R.: Das Brecheisen in den Rucksack
Toni gibt das Brecheisen in den Rucksack.
T.: Und jetzt?
R.: Jetzt setzen wir uns nieder und essen die Suppe
T.: Hier?
R.: Hier….ich muss überlegen
Rocco und Toni setzen sich nieder und beginnen die Suppe zu essen.
T.: Gute Suppe?
R.: Fast so gut wie dein Erinnerungsvermögen
T.: Was ändert dass schon?
R.: Was?
T.: Dass es Sven weiß
R.: Du weißt wo Sven arbeitet?
T.: Ja
R.: Toni?
T.: Ja?
R.: Vergiss es, essen wir die Suppe
Die Beiden essen von der Suppe als Sven zu ihnen kommt.
S.: Was macht ihr denn hier?
R.: Nach was schaut es denn aus?
S.: Seltsam schaut es aus
R.: Toni, was machen wir?
T.: Wir essen eine Suppe
S.: Ja, dass sehe ich
R.: Unser Abendessen
S.: Und ansonsten geht es euch gut?
R.: Mir schon und dir Toni?
T.: Bestens
S.: Ihr habt euch also hier eingefunden um eine Suppe zu essen?
R.: Deine Kombinationsgabe ist hervorragend
S.: Und im Rucksack?
R.: Dem Rucksack?
S.: Diesem am Rücken zu tragenden, aus Stoff zusammengenähten Behälter
R.: Toni, erkläre es ihm
T.: Nun ja, da in den Lokalen nicht immer eine Suppe zur Verfügung steht, nehme ich immer einige Behälter mit Suppe mit
S.: Auch eine für mich?
T.: Sicher
R.: Was Toni?
T.: Nun ja, ich kann einfach nicht genug davon bekommen
Toni überreicht Sven einen Suppenbehälter und dieser setzt sich zu den Beiden.
S.: Ein Löffel?
T.: Hier
R.: Alle für einen und alle für die Suppe
T.: Vom Wirt persönlich gekocht
S.: Dann kann ihr ja nichts fehlen
R.: Und wie läuft es ansonsten?
T.: Geht so
R.: Ich rede mit Sven Toni
S.: Die üblichen Probleme, Einbrecher und Diebe
T.: Einbrecher und Diebe, wo?
S.: Bei den Lagerhallen
T.: So eine wie diese?
S.: So eine wie diese und die Aufklärung wir immer schwieriger
R.: Ja, das verstehe ich
S.: Gute Suppe Toni
T.: Ja, die hat was
R.: Wir treffen uns hin und wieder hier um eine Suppe zu essen
S.: Da habt ihr euch einen schönen Platz ausgesucht
R.(sich umblickend): Ja, wirklich
T.: So ruhig und friedlich
S.: Bei allen Plätzen in der Stadt sich vor einer Lagerhalle zu treffen um eine Suppe mitten in der Nacht zu essen?
R.: Genau
S.: Ihr haltet mich für einen Idioten?
T.: Also, ich nicht
R.: In Zukunft bist du herzlich zu unserem Suppentreffen eingeladen
S.: Ein einmaliges Angebot
T.: Wegen der Suppe braucht ihr euch keine Sorgen machen
S.: Eher wegen euch
R.: Uns?
S.: Ihr beiden werdet es noch weit bringen
R.: Noch weit bringen?
T.: Wie weit?
S.: Bis vor einen Richter
Alle drei essen von der Suppe.
S.: Gebt mir das Brecheisen
R.: Das was?
S.: Das Brecheisen
T.: Was ist mit dem Brecheisen?
S.: Sofort!
Toni reicht Sven das Brecheisen.
S.: Jetzt zeige ich euch wie das geht
T.: Aber das ist illegal?
S.: Genau wie ihr
R.: Wir?
S.: Ja
Sven geht zur Tür und hält inne.
S.: Toni?
T.: Ja?
S.: Wem hast du von diesem Ding alles erzählt?
T.: Niemanden
S.: Wem?
T.: Nur Laura
R.: Wie bitte?
T.: Ich habe einen Rat gebraucht
R.: Abels Freundin?
T.: Ja
R.: Besser geht es nicht
S.: Und ansonsten?
T.: Niemanden
S.: Dem Wirt?
T.: Nein, niemanden
R.: Toni, Toni
T.: Was ist?
R.: 100%
S.: Also gut
Sven wendet sich der Tür zu.
R.: Was machst du denn da?
S.: Eure Arbeit
T.: Eure?
R.: Warte, ich habe was gehört
T.: Was?
S.: Was ist nun?
R.: Dort drüben kommt jemand
T.: Wo?
Der Wirt kommt zu den Dreien. Rocco und Sven blicken zu Toni.
T.: Nun ja
R.: Toni?
Wi.: Ach so
S.: Du willst dich also auch beteiligen?
Wi.: Ja
S.: Rocco?
R.: Ja?
S.: Was ist mit Toni los?
R.: Toni?
T.: Die Suppen
S.: Die Suppen?
Wi.: Ja!
S.: Toni wenn das möglich sein sollte, schwer nachdenken ansonsten ist bald die gesamte Stadt hier, wem oder wen oder was auch immer hast du von dieser Geschichte noch erzählt?
T.: Keinem mehr
R.: Sicher?
T.: Sicher!
S.: Ich hoffe wir sind jetzt komplett
R.: Das sind wir
S.: Dann geht`s los
Sven wendet sich der Tür zu.
T.: Warte
S.: Was ist denn jetzt?
T.: Ich habe ein ungutes Gefühl
R.: Ein ungutes Gefühl?
S.: Nach der Suppe?
T.: Da kommt noch jemand
S.: Was?
Laura kommt zu der Gruppe.
R.: Laura?
S.: Eine Katastrophe
T.: Laura?
W.: Ach so
L.: Ich brauche Geld
R.: Wie wir
S.: Haben sich sonst noch Mitwisser, Mittäter, Freunde oder ferne Verwandte angekündigt oder können wir nun endlich anfangen?
R.: Toni, die Verwandten?
T.: Nur die Oma
R.: Wie?
T.: Die Oma
S.: Wie alt ist deine Oma?
T.: 75
R.: Die Oma, die leidet doch an Gedächnisschwund, oder?
T.: Sei längerem
R.: Also kein Problem?
T.: Keines
S.: Sie schläft?
T.: 100%
R.: Toni?
T:: Ja?
R.: 100%
T.: Möchte jemand noch eine Suppe?
R.: Toni!
Wi.: Nein
L.: Nein
S.: Dann los
Sven öffnet die Tür mit dem Brecheisen.
S.: Also los dann, kommt
Die Gruppe betritt die Lagerhalle.
Das Bühnenbild wird dunkel.
4.
Mathilda (M.) Wirt (Wi.) Laura (L.) Toni (T.)
Rocco (R.)
Im Lokal. Mathilda sitzt am Tresen und ihr gegenüber steht der Wirt mit einem Verband am Kopf.
M.: Abel, dieser Idiot
Wi.: Ja
M.: Immer das gleiche mit euch
Wi.: Ach so
M.: Nichts als Ungemach mit euch
Wi.: Nichts?
M.: Kein Wort kann man euch glauben
Wi.: Nein
M.: Versuche es doch, ein jedes Wort eine Lüge
Wi.: Wir?
M.: Noch einmal das gleiche (und der Wirt reicht Mathilda einen Drink)
Wi.: Hier
M.: Da gibt es nichts mehr zwischen uns, gar nichts mehr und auch die Restlichen können mir erspart bleiben
Wi.: Ja?
M.: Vollkommen und gänzlich
Wi.: Nun ja
M.: Was sollte das bringen, Unglück und Kinder
Wi.: Ja!
M.: Wenn mich schon niemand versteht, wenigstens du verstehst mich
Wi.: Ach so
M.: Schön mit jemanden zu sprechen der einen versteht
Wi.: Mathilda
M.: Es wird nichts mehr gut, gar nichts mehr, wie soll das nur weitergehen?
Wi.: Sicher?
M.: Was ist mit dem Verband an deinem Kopf?
Wi.: Nichts
M.: Schaut übel aus
Wi.: Nein
M.: Wie auch immer
Toni betritt das Lokal mit einem Verband an seinem Arm.
T.: Hallo Mathilda….Hallo Wirt
M.: Hallo Toni
Wi.: Ach so
T.: Darf ich?
M.: Sicher
T.: Eine Suppe
Wi.: Toni (und geht ab)
M.: Was ist mit deinem Arm?
T.: Nichts
M.: Nichts?
T.: Ein Unfall
M.: Und ansonsten?
T.: Nicht viel, ich spendiere dir ein Getränk
M.: Später gerne
T.: Wie läuft es mit Abel?
M.: Vielleicht wird aus unserer Bekanntschaft noch etwas Besonderes
T.: Gut?
M.: Wir verstehen uns und im Gegensatz zu meinen früheren Bekanntschaften ist er kein Idiot
T.: Kein Idiot?
M.: Du verstehst mich schon
T.: Abel ist ein Idiot
M.: Aber nicht wie die anderen
T.: Er ist arrogant und unfreundlich
M.: Das hat was
T.: Wie?
M.: Seinen Reiz
T.: Den Brechreiz?
M.: Wo seid ihr gestern Abend gewesen?
T.: Ihr?
M.: Du und Rocco
T.: Hier
M.: Ich habe etwas gehört
T.: Gehört?
M.: Von einem Ding
Der Wirt kommt mit der Suppe.
T.: Wirt, wo waren ich und Rocco gestern Abend?
Wi.: Hier
T.: Den gesamten Abend?
Wi.: Ja
T.: Noch einen Drink für Mathilda
Wi:: Ja (und reicht Mathilda einen Drink)
M.: Das Trinken hilft
T.: Mir nicht mehr
M.: Weißt du Toni, von allen hier und dort habe ich doch dich am Liebsten
T.: Mich?
M.: Ja
T.: Warum?
M.: Du bist so einfach, zufrieden und nicht aus der Ruhe zu bringen
T.: Das sind die Suppen
M.: Ja?
T.: Die beruhigen mich
M.: Dann sollte ich auch eine probieren….Wirt, eine Suppe
Wi.: Ja
M.: Warum probierst du es nie mit einer Frau?
T.: Schlechte Erfahrungen
M.: Du?
T.: Ja
M.: Und weiter?
T.: Zuviel Liebe ist wie zuviel Suppe
M.: Ja?
T.: Man muss bei der Liebe wie bei der Suppe löffelweise vorgehen, Happen für Happen, nicht alles auf einmal, ansonsten bekommt man ein Magengeschwür
M.: Ein Magengeschwür?
T.: Genau
Der Wirt bringt Mathilda die Suppe.
Wi.: Hier (und geht ab)
T.: Löffelweise
M.: Danke für deinen Rat Toni
T.: Und höllisch aufpassen, dass du dich nicht beim ersten Löffel gleich verbrennst
M.: Ich werde aufpassen
T.: So wie bei der Liebe
M.: Toni?
T.: Ja?
M.: Kann ich dich umarmen?
T.: Wenn du auf meinen Arm aufpasst
M.: Ich werde aufpassen
Mathilda umarmt Toni.
M.: Und Toni?
T.: Gut
M.: Ich weiß nicht, ich weiß nicht
T.: Was weißt du nicht?
M.: Ach nichts
T.: Die Suppe wird kalt
M.: Ja, ich weiß
Beide essen von der Suppe.
M.: Toni?
T.: Ja?
M.: Noch eine Frage
T.: Frage
M.: Von was lebst du eigentlich?
Toni blickt irritiert zu Mathilda.
T.: Von dem und den
M.: Von dem und den?
T.: Auch von meinen Geistesblitzen
M.: Geistesblitzen?
T.: Die kommen oft nach Verzehr von der Suppe
M.: Welche?
T.: Zum Beispiel
M.: Zum Beispiel?
T.: Zum Beispiel wo meine Oma ihr Geld aufbewahrt hat
M.: Hat?
T.: Sie ist jetzt tot
M.: Du hast nie davon erzählt
T.: Das hat seine Gründe
M.: Toni?
T.: Ja
M.: Genug für heute mit deinen Geistesblitzen
Rocco betritt das Lokal mit einem hinkenden Fuß.
R.: Hallo Mathilda
M.: Hallo Rocco
T.: Hallo Rocco
R.: Eine Suppe Mathilda?
M.: Toni hat mich auf den Geschmack gebracht
R.: Eine Suppe auch für mich
Wi:: Ja
M.: Was ist mit deinem Fuß?
R.: Dem Fuß, nichts
M.: Du hinkst
R.: Das bildest du dir nur ein
M.: Sicher?
R.: Sicher
Der Wirt bringt die Suppe.
Wi.: Hier
M.: Löffelweise, nicht alles auf einmal
R.: Schaue ich wie ein Idiot aus?
T.: Nein
R.: Toni?
T.: Ja
R.: Glaubst du nicht nach der Nacht, ach, vergiss es
T.: Schon vergessen
M.: Was ist passiert?
R.: Nichts
T.: Überhaupt nichts
M.: Macht mir nichts vor
Beide: Nein
T.: Noch einen Drink, Mathilda?
M.: Jetzt nicht, erzählt
R.: Später
R.: Toni?
T.: Ja?
R.: Da gibt es kein Später
T.: Alles verstanden
R.: Habt ihr Sven gesehen?
T.: Noch nicht
R.: Der wird sich freuen dich zu sehen
T.: Mich trifft keine Schuld
R.: Gar keine
T.: Was kann ich für meine Oma?
R.: Vergiss es
T.: Schon vergessen
Alle drei essen von der Suppe.
M.: Was ist mit Abel Rocco?
R.: Was soll mit ihm sein?
M.: Er hat Laura vor die Tür gesetzt
R.: Nein
T.: Wann?
M.: Zu Mittag, sie hat einen gebrochenen Fuß und einige Schrammen und wollte Abel nicht sagen, was mit ihr passiert sei
Wi.(vom Ende des Pudel): Ach so
R.: Gute Suppe Wirt
T.: Ja, eine wirklich gute Suppe
M.: Und jetzt?
R.: Ich werde mit Abel sprechen
T.: Das ist sinnlos
M.: Einen Versuch ist es wert
T.: Wertlos
R.: Toni, er ist mein Bruder
Laura betritt hinkend und sichtlich aufgelöst das Lokal.
R.: Hallo Laura
M.: Hallo Laura
T.: Hallo Laura
M.: Was ist los Laura?
L.: Wolf ist tot
R.: Wie?
Wi.: Ach so (und stellt einen Drink vor Laura hin)
L.: Ein Patient hat sein Bett aus dem Zimmerfenster geworfen
R.: Und Wolf getroffen?
Wi.: Ja?
M.: Ein Bett?
T.: Und der Patient?
R.: Toni!
T.: War nur eine Frage?
L.: Das Bett hat ihn nicht getroffen, aber der Patient danach
M.: Nein?
L.: Doch!
R.: Und beide tot?
L.: Der Patient lebt, er war bei Wolf in Behandlung
T.: Jetzt nicht mehr
L.: Es ist furchtbar
M.: Ein toter Arzt, ein toter Wolf
T.: Die armen Patienten
M.: Und jetzt?
L.: Abel hat mich aus der Wohnung hinausgeworfen
T.: Das Unglück kommt selten allein
R.: Du kannst bei mir schlafen
L.: Im Suppenkessel?
M.: Du schläft bei mir!
T.: Oder bei mir?
Wi.: Oder?
L.: Ich gehe in ein Motel
M.: Warum hat Abel so reagiert?
L.: Ich denke er weiß von dem Ding
M.: Welchem Ding?
L.: Dem Ding
R.: Von wem
L.: Toni?
T.: Nein
L.: Rocco?
R.: Niemals
L.: Der Wirt?
Wi.: Nein?
L.: Also Sven
T.: Der ist fertig
R.: Warum wohl?
T.: So wie er gestern geschrieen hat
M.: Warum?
R.: Toni?
T.: Ja, ich weiß
R.: Laura, komme mit mir, du musst schlafen
L.: Vielleicht ist das das Beste
Rocco nimmt Laura an der Hand und beide verlassen das Lokal.
M.: Arme Laura
T.: Sie wird sich fangen
M.: Das wird sie
T.: Noch einen Drink Mathilda
M.: Der letzte….ansonsten
T.: Wirt, noch zweimal das Gleiche
Wi.: Ach so (und bringt die Getränke)
M.: Was ist also passiert Toni?
T.: Wir haben unser Ding gedreht
M.: Ja?
T.: Und als wir in der Lagerhalle waren
M.: Wir?
T.: Der Wirt, Laura, Rocco, Sven und ich
M.: Alle?
T.: Ein Missverständnis
M.: Ja?
T.: Nun ja
M.: Was ist passiert?
T.: Meine Oma ist auf einmal in der Lagerhalle gestanden
M.: Deine tote Oma?
T.: Ja
M.: Warum?
T.: Sie brauchte Geld
M.: Ich dachte sie ist tot
T.: Jetzt schon
M.: Mit solch einem Enkel
T.: Wir waren mit den Produkten im Lastenaufzug und dieser ist grundlos ein Stockwerk hinuntergefallen
M.: Mit euch?
T.: Mit uns
M.: Und dann?
T.: Sven hat sich furchtbar aufgeregt
M.: Ja
T.: Jeder hat sich mehr oder weniger verletzt
M.: Jeder
T.: Die Oma hat einen Schwächeanfall dabei erlitten
M.: Ja
T.: Ist einfach umgefallen
M.: Umgefallen
T.: Der Wirt ist ihr zu Hilfe geeilt, aber
M.: Aber?
T.: Es war nichts mehr zu machen
M.: Nichts mehr?
T.: Tot, wir haben sie dann zum Friedhof gebracht
M.: Zum Friedhof?
T.: Und dann zurück zur Lagerhalle um die Produkte zu verladen
M.: Ja
T.: Dann ist noch etwas passiert
M.: Was?
T.: Nun ja, wenn ich unter Stress stehe und keine Suppe habe, dann rauche ich
M.: Und?
T.: Da ist mir ein Missgeschick passiert
M.: Welches?
T.: Ich habe in der Lagerhalle geraucht, den Stummel weggeworfen und als wir weggefahren sind haben wir die brennende Lagerhalle gesehen
M.: Die brennende Lagerhalle?
T.: Bis auf die Grundmauern niedergebrannt
M.: Bis auf die Grundmauern
T.: Der Stress mit der Oma
M.: Der Stress
T.: Und nichts
M.: Und jetzt?
T.: Jetzt warte ich auf einen Geistesblitz
M.: Toni?
T.: Ja?
M.: Die Oma?
T.: Dort wo sie sein sollte
M.: Und die Wertsachen?
T.: Die verkauft Sven an Abel
M.: Und wer war der Besitzer der Wertsachen?
T.: Abel
Wi.: Ach so (der Wirt in der Nähe)
T.: Noch eine Suppe
M.: Ich auch
Wi.: Ja (und geht ab)
M.: Toni?
T.: Ja?
M.: Ich habe einen Gedankenblitz gehabt
T.: Das ist die Suppe
M.: Womöglich?
T.: Und was?
M.: Ich liebe dich
T.: Wie bitte?
M.: Du hast mich schon verstanden
T.: Wo bleibt nur die Suppe?
M.: Toni?
T.: Mathilda?
M.: Was willst du mit dem Geld machen?
T.: Nichts
M.: Nichts?
T.: Genau
M.: Keine Träume?
T.: Doch
M.: Und?
T.: Ich lasse sie weiterschlafen
M.: Und die Zukunft?
T.: Ist nur ein Teil der Vergangenheit, denn man noch nicht kennt
Der Wirt kommt mit den Suppen zu den Beiden.
Wi.: Hier
T.: Danke
M.: Danke
Wi.: Toni?
T.: Ja?
Wi.: Ach so
T.: Ich verstehe
Der Wirt geht ab.
Toni und Mathilda beginnen die Suppe zu essen.
Das Bühnenbild wird dunkel.
5.
Sven (S.) Abel(A.)
Einige Tage später.
Abel und ein lädierter Sven vor der abgebrannten Lagerhalle.
A(sich umblickend).: Also Respekt Sven, das perfekte Ding
S.: Du brauchst mir nicht auf die Schulter zu klopfen
A.: Man sieht sofort hier waren Profis am Werk
S.: Wenigstens gibt es keine Spuren
A.: Dafür habt ihr ja gesorgt
S.(sich umblickend): Ja, dass haben wir
A.: Die Versicherung wird zahlen
S.: Dann ist ja alles gut
A.: Sven, überhaupt nichts ist gut
S.: Ich verstehe
A.: Du hast die Produkte dabei?
S.: Im Lieferwagen
A.: Alles?
S.: Alles
A.: Hier das Geld
Abel reicht Sven ein Bündel Geldscheine.
A.: Und Laura?
S.: Tut mir leid
A.: Von seiner eigenen Frau bestohlen zu werden
S.: Entweder so oder ansonsten wäre es wohl den üblichen Weg verlaufen
A.: Den üblichen Weg?
S.: Klunker, Urlaube, Kosmetik, das gesamte Programm
A.: Laura, Laura?
S.: Verbittert?
A.: Zutiefst
S.: Wo ist sie jetzt?
A.: Bei Gottes edelster Schöpfung
S.: Deinem Bruder?
A.: Ja
S.: Und?
A.: Ich habe mit ihm telefoniert, wir treffen uns heute noch, aber
S.: Aber?
A.: Die Beziehung ist tot
S.: Einen Schlussstrich ziehen
A.: Einen dicken und fetten
S.: Doppelt unterstrichen
A.: Ich verstehe die Welt nicht mehr
S.: Dann sind wir schon zu zweit
A.: Was ist das nur für eine Welt?
S.: Wem sagst du dass
A.: Diese Lektion werde ich mir merken
S.: Tue das
A.: Was war mit Tonis Oma?
S.: Frage nicht
A.: Erzähle
S.: Sie ist zur Lagerhalle gekommen um Toni von dem Ding abzuhalten und wir waren im Lastenaufzug, als sie im Erdgeschoß begonnen hat herumzuschreien „Toni, Toni, komm sofort herunter“, als der Aufzug nachgegeben hat, der Schreck hat sie getötet
A.: Und warum ist die Lagerhalle abgebrannt?
S.: Toni hat wegen der Geschichte mit der Oma eine Zigarette nach der anderen geraucht, war zu nichts mehr zu gebrauchen und ein Stummel zuviel war es dann wohl
A.: Toni?
S.: Ja, eben Toni
A.: Du hast sie versucht davon abzuhalten
S.: Ich habe es versucht und es dann mit ihnen durchgezogen
A.: Professioneller geht es nicht
S.: Schwer vorstellbar
A.: Der Wirt?
S.: Er spricht nicht viel und mit seinem Anteil kann er sich im Fusel ersaufen
A.: Was ist diese Geschichte mit Wolf?
S.: Wenn einer den Tod verdient hat, dann er
A.: Warum?
S.: Ach, vergiss es
A.: Mathilda?
S.: Mit Toni verschwunden
A.: Welch Teufel ist nur in Mathilda gefahren?
S.: Wer dass verstehen kann
A.: Wer?
S.: Gute Frage
A.: Immer das gleiche
S.: Ich weiß
A.: Stella
S.: Ja?
A.: Ich werde sie fragen
S.: Was?
A.: Ob sie meine Frau werden will
S.: Stella?
A.: Sie hat für mich gearbeitet
S.: Einfach so?
A.: Einfach so
Das Bühnenbild wird dunkel.
2.
Mathilda (M.) Toni (T.)
Auf einen Felsen sitzend.
T.: Ich hätte das Geld von Sven noch abholen sollen?
M.: Vielleicht, aber jetzt ist es zu spät
T.: Das ist es
M.: Aber vielleicht ist es gut so
T.: Ja, dass ist es, ich frage mich nur
M.: Was?
T.: Wie ich mir dass verdient habe, so jemanden wie dich?
M.: Du solltest nicht die falschen Fragen stellen
T.: Dann stelle ich jetzt eine richtige Frage
M.: Ja?
T.: Welche Suppe essen wir heute?
M.: Eine, die mit viel Liebe zubereitet wurde?
T.: Und in Ruhe verspeist wird
M.: Das auf jeden Fall
T.: Schön ist es hier
M.: Wunderschön
T.: Wie soll es denn weitergehen mit uns?
M.: Wir werden suchen und versuchen
T.: Das Schicksal?
M.: Als Menschen uns erfahren, am Horizonte stehen und lachen und mit verbitterten Tränen in den Augen versuchen glücklich sein
T.: Das ist gut
M.: Sage ich doch
T.: Was wohl mit den anderen ist?
M.: Es wird sich nichts ändern
T.: Laura?
M.: Sie wird sich so wie Stella fangen
T.: Dann ist gut
M.: Wie immer
T.: Ich werde mir eine Arbeit suchen
M.: Ich auch
T.: Und wer kümmert sich dann um die Suppe?
M.: Das wird schon funktionieren
T.: Dann sollten wir es versuchen
M.: Das sollten wir
T.: Mathilda?
M.: Toni?
T.: Ich liebe dich
M.: Die Suppe wird kalt
T.: Heute schon
M.: Sie ist dir egal?
T.: Ganz und gar nicht
M.: Dann sollten wir einen Blick darauf werfen
T.: Das sollten wir
M.: Toni wir beide zusammen
T.: Solange die Suppe warm und gut ist
M.: Toni
T.: Mathilda
M.: Es ist das Herz, unsere Herzen, die zu allen Zeiten diese Welt zusammengehalten haben
Das Bühnenbild wird dunkel.

Die Auslöschung

März 23, 2010

….der Freiheit der Kunst….

Vorwort:

Ich habe mich dazu entschlossen noch einmal ein Stück/Gespräch über den menschlichen Faschismus zu schreiben; dieses Mal nicht aus der Perspektive der Opfer, denn aus der Perspektive der Täter….ein schwieriges Unterfangen….die Sprache ist eine Fäkalsprache, eine rohe, harte Sprache…eine meiner Meinung nach faschistische Sprache….ich möchte damit auch zeigen, dass ich mich an niemanden anbiedern, niemanden gefallen; niemanden Applaus benötige…weder hier noch anderswo…
….der Text stellt keine Abkehr vom Humanismus meinerseits dar; im Gegenteil, der Text ist ein Zeugnis zum uneingeschränkten Humanismus….
…die Moral des Textes……es gibt keine Moral….
….Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist ungewollt, es handelt sich bei allen Personen um Fantasieprodukte….
….der Text ist ein Versuch in jener Sprache zu schreiben, welche jene Frauen und Männer, mit welchen ich in den vergangenen Jahren zu tun hatte, sprechen; nicht jene oder jener, auch jene und jener; aber irgendwie ist es mir fast unmöglich deren Boshaftigkeit, deren Niedertracht, deren Spott, deren Unmenschlichkeit und deren Grausamkeit auch nur annähernd in Worte zu fassen….deshalb bleibt es bei diesem Versuch….einem Versuch, welcher wohl nur scheitern kann….
….

Die Auslöschung

Ein Trauerspiel in 3 Tagen

„Sprache ist eine Waffe
Haltet sie scharf“
Kurt Tucholsky

Personen:

Die Chefs
C1
C2
C3

Die Sekretärinnen
S1; S2; S3
S4; S5; S6

Ein Politiker
P.

Ein Agent aus dem Wahrheitsministerium
G.

Eine Frau
W.

Ein Mädchen
Maha (M.)

Die Vorarbeiter
V.;
VII.; VIII

Die Arbeiter/innen
A1; A2; A3; A4
A5; A6; A7; A8
A9-A20

Ein Poet
P.

Die Sicherheitsmänner
Si1; Si2
Si3; Si4

Ein Belgier namens Michel
M.

Die Neandertaler
N1; N2; N3; N4

Eine Kommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen
K1 (w); K2 (w); K3 (m)

Der Mann, der immer alles besser weiß
Hamid (H.)

Lange nach dem Ende des 2. Weltkrieges.

Das großdeutsche Reich hat den Krieg gewonnen und beherrscht mit den Achsenmächten das gesamte Europa.
In einem (nach dem Krieg zum ) Reichsprotektorat (erklärten) des großdeutschen Reiches…der Heimat der größten Nazischweine…der Ostmark.

In einer Nazifabrik.

Zu der einen Seite ein großräumiges Büro, zu der anderen Seite eine Fabrikhalle.

1. Tag

In der Fabrikhalle wird gearbeitet….die Arbeiter verbrennen Menschen.

A3: Schwule Sau!
A5: Kranke Säue
A4: Ratten
A1: Alles Verrückte hier
A3: Was gänzlich Neues
A1: Halten sie ihr Maul Psycho
A3: Witzfigur
A4: Schweine
A5: Ihr Vollidioten
A1: Halten sie ihr stinkendes Maul
A2: Ich habe doch gar nichts gesagt Jammerlappen
A1: Eben deshalb sie Niete
A3: Ihr Abschaum ihr
A5: Perverse
A4: Arschloch
A3: Sie haben ja keines Bettnässer
A4: Aber wenigstens ein Glied
A3: Nicht mehr lange wenn sie weiterhin so viel Kacke reden
A4: Ich kacke mir schon in die Hose
A1: Die ist ja schon bis obenhin voll gekackt
A2: Dafür stinken sie auf 100 Meter nach Dreckspisse
A3: Ihr Schwanzlutscher
A4: Halten sie ihre Kommunistenfresse
A3: Halt`s Maul sie psychisch Kranker
A2: Dass sind alles psychisch Kranke
A5: Seid still, der Vorarbeiter
Der Vorarbeiter tretet mit einer Peitsche in der Hand zu den Arbeitern hin.
V.: Ist hier ein Kaffeekränzchen im Gange und ich weiß nichts davon….bin ich eingeladen…..nein……A7,A8
A7,A8: Ja?
V.: Fragt nicht so blöd, A3 verbrennen
A7 und A8 packen A3, reißen ihm mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen diesen.
Der Vorarbeiter peitscht A1 zu einer blutigen Masse zusammen.
V.: Dass gefällt ihnen….ja, ich sehe, dass gefällt ihnen
A1(stöhnend): Es gefällt mir sehr
V.: Hier wird gearbeitet und nicht herumgeschmust ihr stinkenden Dreckschweine….A7, A8……A1 verbrennen
A7 und A8 packen A1, reißen ihm mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn.
Der Vorarbeiter geht ab.
A7: Diese schwule Sau
A8: Alles Schweine
A5: Seid still Schwuchteln

Das Geschehen wechselt in das großräumige Büro.
Dort befinden sich drei Chefs und 2 Sekretärinnen.

C3 zündet sich eine Zigarette an.
C1: Ihr Drecksäcke
C2: Ihr geisteskranken Nutten
C3: Ihr immerzu geilen, besoffenen Niederträchtigen
S1: Danke für die schönen Komplimente meine Herren
S2: Ich bin gänzlich angetan
C1: Danach ficken wir euch, ein hartes Glied für jeden von euch Schlampen
C2: Perverse Sekretärinnen
C3: Nur zwei Miststücke
C1 geht zu einer der Sekretärinnen und schlägt ihr in das Gesicht.
Die Sekretärin geht weinend in die Knie.
A4 und A5 unterbrechen kurz ihre Arbeit.
C2 wird darauf aufmerksam.
C2: Ihr zwei Volksschädlinge hierher
Gesenkten Hauptes gehen die 2 Arbeiter in das Büro.
C3: Auf die Knie ihr Schweine
C2: Sollten wir ihnen vorher nicht die Kniescheiben raus – treten
C1: Dass können wir immer noch
C3: Auf die Knie
Die beiden Arbeiter knien sich nieder.
C1: Dass ist hier kein Irrenhaus!
C2: Ihr Parasiten
C3: Ihr Abschaum
C2: Behinderte, unliberale Vollidioten
C3: Immerzu geiles Dreckspack
C1: Diese schwulen Perversen
C2 schlägt beiden auf den Kopf.
C3 drückt eine brennende Zigarette auf den Kopf von A4 aus.
C3: Ausländische Sozialschmarotzer
C2: Abgefickte Trotteln
C1: Welche Strafe?
C2: Strafe…..Strafe!….:Strafe!!! Welche Strafe?
C3: Den Kopf abschlagen?
C2: Die Eier abschneiden und das Glied dann von einer dieser beiden Nutten…..
C1.: Dann haben sie auch noch ihren Spaß
S1: Dass würde ich gerne machen
S2: Blutbespritzter Männersaft
S1: Aber die beiden Dreckschweine wichsen doch schon in allen Pausen
S2: Abgewichste Glieder
S1: Tötet sie
S2: Ja, tötet sie
C3: S2, hole ein paar Männer vom Sicherheitsdienst…..sie holen, nicht ficken, verstanden sie Schlampe
S2: Ja Chef3
S2 geht ab und C2 gibt ihr einen Schlag auf das Hinterteil.
C3: Warum der Sicherheitsdienst?
C1: Halt dein Maul
C2: Immer diese Fragerei….wegen der Auslastung natürlich
C3 und C1 schlagen die beiden Arbeiter.
C1: Unsere wertvolle Zeit stehlen ihr Dreckschweine,
C2: Ihr nichtsnütziger Abfall
C3: Dieser Dreck gehört weg…gehört vernichtet
C2: Völlig ihrer Meinung…diese opportunistischen Aasgeier
A4: Verzeihung bitte…Verzeihung Chef
A5: Bitte….bitte..ich habe Familie
C3 schlägt beiden in das Gesicht.
C2: Bettelndes Gesöck
C3: Gestörte Störenfriede
C1: Diese Bastarde, die sie ihre Söhne nennen, diese Babynutten, die sie ihre Töchter nennen, diese durch-gefickte, an allen Neger-Schwänzen herumnuckelnde Schlampe, die sie ihre Frau nennen
C2: Diese beiden Bekloppten könnten mir einen blasen
A5: Bitte…alles
C2: Habe ich es doch gewusst….2 perverse Schwuchteln
C1: Wie alle in der Fabrikhalle
C3: Unglaublich…sie zu vernichten ist wirklich ein Dienst an der Allgemeinheit
C2: Zweifel?
C3: Stramm im Glied
Die Sekretärin kommt mit einigen Sicherheitsmännern zu den 3 Chefs, 2 Arbeitern und der Sekretärin zurück.
C1: Was ist los Hure?
C3: Sie haben die Sicherheitsmänner nicht gefickt?
C2: Die Schlampe
S2: Sie haben….
C3: Halt dein Maul Nutte
S2 schweigt demutsvoll.
C2: Wir haben hier 2 Dreckschweine
C1: Verbrennen!
C2: Verbrennen!
C3: Verbrennen!
Die Sicherheitsmänner packen die beiden Arbeiter, zerren diese in die Fabrikhalle, reißen ihnen mit einer Zange die Zunge aus deren Mund und verbrennen diese dann.
Die Sicherheitsmänner gehen wieder ab.
C3: Ich brauche nach diesem unnötigen Stress eine Zigarette
C1: Verbrennen sie sich nicht die Finger
C3 raucht eine Zigarette.
C2: Nutte, komm mit
C2 packt S1 und zerrt sie in eine der beiden Abstellkammern.
Man hört ihre Schreie.
C1: Nicht mal richtig schreien kann die Nutte
C3: Totficken soll er sie
C1: Wie soll das gehen….wenn sie nicht einmal ficken kann
C3: Ja, dass könnte schwierig werden
Man hört ihre Schreie.
S2: Telefon für sie C3
C3: Welches Schwein stört meinen Diensteifer Schlampe?
S2: Ihre Frau
C3: Noch so eine Nutte
S2: Soll ich sie durchstellen?
C3: Hure, machen sie, was sie nicht lassen können
C2 geht in die Fabrikhalle und beobachtet den peitschenden Vorarbeiter und die Arbeiter, welche Menschen verbrennen.
C3 nimmt das Gespräch entgegen.
C3: Herz-Allerliebste……ja….ich liebe dich…ja nur dich….was…..der Porsche funktioniert nicht….der Mechaniker…dieses Schwein….ja Schatz….ich verstehe….keine unflätigen Wörter….ja, ich verstehe….aber diese Nichtsnutze hier…..zu nichts zu gebrauchen….ich kümmere mich darum….bis später Schatz…ich nehme dir ein paar Blumen mit….ja, rote Rosen ohne Dornen…schönen Gruß den Kindern….ich liebe dich…..ja, ich liebe nur dich
C3 legt den Hörer auf und zündet sich eine Zigarette an.
C3: Diese schizophrene Geisteskranke
C2(in das Büro zurückkehrend): Ich könnte die Schlampe für sie zu Tode quälen
C3: Dass würde ich am allerliebsten selber machen….aber ich brauche die Nutte noch….sie ist die versauteste Tochter von der Chef-Schwuchtel
C2: Ich verstehe
C1 kommt mit S1 aus der Abstellkammer zurück.
S1 ist grün und blau geschlagen, hat zerissene Kleider und weint.
C1: Mache gefälligst deine Arbeit Schlampe
S1: Ja Chef
C2: Was haben sie denn mit der Schlampe gemacht C1?
C1: Eine Erziehungsmaßnahme oder Schlampe?
S1: Ich danke ihnen Chef
C1: Sie haben die Kinder für den Politiker organisiert C3?
C3: Der Belgier hat die Kinder vorbeigebracht….in der Abstellkammer
C1 geht zur Abstellkammer und öffnet die Tür.
Man hört das Weinen von Kindern.
C1: 2 Mädchen, 3 Buben
C2: Schon präpariert
C1: Gut….gut…wenigstens der Kinderficker bekommt genug Fickfleisch
C2: Der Politiker mit der blütenweissen Weste
C3: Der Abschaum liebt ihn
C1: Wenn die wüssten
C2: Aber sie wissen gar nichts
C1: Dass mit den Geheimgefängnissen
C2: Oder der Folterkammer für frustrierte Abgeordnete
C1: Diesem Schweinestall der Parteiführer
C2: Wenn die wüssten
C1: Apropos Fickfleisch…was ist mit den Schlampen im Club?
C3: Ich ficke nur alte Damen in den Tod
C2: Am besten man peitscht diese geilen Schlampen erst einmal blutig
C3: So soll es sein…ich muss dann zu meiner Frau, dieser Schlampe….der Porsche funktioniert nicht…
C3 geht ab.
C2: Dieses schwule Schwein
C1: Diese perverse Tunte
C2: Er muss sich einfach eingestehen, dass er schwul ist
C1: Schwul!….Schwul!!…..Schwul!!!!…..Eine andauernd Männersaft schluckende Tunte
C2: Was blicken sie denn so blöd S1?
S1: Entschuldigung Chef
C1: Komme hierher
S1 geht ängstlich zu C1 hin.
C1: Auf die Knie
S1 geht auf die Knie.
C1: Bitte mich höflichst um Verzeihung
S1: Ich möchte sie höflichst um Verzeihung bitten Chef
C1: Lecke mit deiner Zunge den Boden sauber
S1 beginnt mit der Zunge den Fußboden zu lecken.
C1: Bis der gesamte Raum sauber ist
C2: Was ist mit der Frau?
C1: Die Frau kommt
C2: Die dumme Kuh
C1: Immerzu gestopft
C2: Der Poet?
C1: Wichtig ist nur, dass diese schwule Sau von Poet nicht fickt
C2: Der Agent, der Politiker und die Frau sorgen dafür?
C1: Ich sagte, wichtig ist nur, dass diese schwule Sau von Poet nicht fickt
C2: Besser wäre wohl er wäre tot
C1: Allerhöchste Zeit für ihn von diesem Planeten zu verschwinden
C2: Mit dem Höllenexpress
C1: Dieser schwule Wurm
C2: Sie haben ihn schon verrückt gemacht?
C1: So gut wie
C2: Wie alle Dreckschweine, die unsere Geschäfte stören
C1: So ist es
C1 und C2 gehen in die Fabrikhalle und verfolgen das dortige Geschehen.
(….)
Die Frau kommt in das großräumige Büro.
S2 leckt noch immer den Boden auf.
W.: Hole mir den Chef Schlampe
S1 holt die beiden Chefs aus der Fabrikhalle.
C1: Hallo wunderschöne, junge Frau
C1 küsst die Frau.
C2: Hallo Schlampe
W.: Hallo Schwanzlutscher
C1: Ich habe eine Überraschung für sie
W.: Einen Sklaven den ich totquälen kann?
C1: Besser
W.: Eine Familie die ich ruinieren kann
C1: Besser
W.: Einen Progrom?
C1: Eine Fernsehshow zur Hauptabendzeit…eine Art Bingo…..bei ungerader Zahl werden die Kandidaten für geisteskrank erklärt, bei gerader Zahl für geschlechtskrank und jener oder jene der oder die gewinnt, bei diesem können sie dann entscheiden ob er oder sie zu Tode gequält oder von ihnen zu Tode gefickt wird
W.: Zur Hauptsendezeit?
C1: Zur Hauptsendezeit
W.: Ich werde sie alle ganz langsam zu Tode quälen
C1: Dass habe ich mir fast gedacht
W.: Ganz langsam sterben lassen
C1: Qualvoll
W.: Genau
C1: Grauenhaft
W.: Grauenhaft
C1: Eine liebenswerte Frau
W.: Ich brauche jetzt dringend einen Fick….jetzt gleich
C2: Warte….wie geht es dem Poeten?
W.: Der schwulen Sau?
C2: Wenn denn sonst!
W.: Er hat sich in mich verliebt ….zu einer Zeit, wo ich jeden Tag mit einem anderen gefickt habe…..mit allen…aber mit der schwulen Sau natürlich nicht….
C1: Einer so schönen Frau sollte alles erlaubt sein
C2: Einer so wunderbaren Frau wie ihnen muss alles verziehen werden
W.:….. dann habe ich ihn für pervers, schwul, jungfräulich, schwachsinnig, geisteskrank und geschlechtskrank erklärt….
C1: Ja nicht einmal wir sind auf solch perfide Ideen gekommen
C2: Ich finde es wunderschön wie sie einen Mann nach den anderen ruinieren….der eine verrückt….der andere eine Überdosis…der andere im KZ……nun ja, der Poet war wohl vorher schon ziemlich weit weg von der Realität….man kann nur neidisch auf ihre Boshaftigkeit sein
W.: Dann hätte ihn vor einigen Tagen einer meiner unzähligen Hurenböcke zusammenschlagen sollen, so ein schöner, blutiger Schädelbasisbruch…wo das Blut in schönen Blutfontänen herausspritzt ……..auch die Behörden waren gänzlich begeistert davon und haben die Neandertalerfreunde unterstützt, auch die Agenten-Schwuchteln haben nicht eingegriffen, aber diese Neandertaler und seine Homofreunde haben sich der schwulen Sau erbarmt, diese elendigen, zu nichts zu nutze, zu nichts zu gebrauchenden Rotzlöffel….diese Mistesel
C1: Was! Man sollte sie sofort einsperren und die Wärter sollten sie dann hart in die Mangel nehmen
C2: So eine Scheiße
C1: Verfluchte Homos
C2: Dann ist die schwule Sau immer noch nicht kaputt?
W.: Die schwule Tunte….nein
C2 schlägt der Frau in das Gesicht.
W.: Er kann sich keinen mehr herunterholen
C2: Warum?
W.: Dann ist er ja pervers
Alle drei lachen.
C2: Und die Behörden?
W.: Die sagen nur was für eine schwule Sau er ist und was für ein liebes Mädchen ich doch bin, eine herzensgute Frau mit dem Herzen an dem richtigen Fleck, dem rechten Fleck….
C1: Eine liebe Frau
C1: Die schwule Sau soll froh sein, dass die Behörden ihn nicht eingesperrt haben
W.: Leider war die Tunte vorher schon dermaßen abgehärtet, dermaßen total ruiniert, dass er irgendwie nicht mehr so leicht kaputtzumachen war und ist
C1: Wie schwuchtelig diese schwule Sau nur ist
C2: Nur noch zum lachen
Alle drei lachen
C2 schlägt die Frau.
C1: Nehmen sie morgen ihre Neandertaler-Freunde mit
C2: Sie billige Hure
W.: Dass werde ich gerne….ich bin gerne eine kleine, dreckige, gemeine Hure
C1: Vergessen sie nicht, verrückt sind sie ja auch noch
W.: Völlig verrückt
C1 schlägt die Frau.
C2: Die Einzige, die man hier kaputtmachen sollte sind sie
W.: Nun ja, ich muss mir einige neue Hurenböcke suchen
C1: Der Poet wird uns noch richtig kennen lernen werden
C2: Unsere Fäuste vereint in seinem Hinterteil
C2 schlägt die Frau.
C1: Ich telefoniere mit einem meiner Freunde in Rom…..Schlampe….höre endlich auf den Boden zu verunreinigen und wähle mir die Nummer in Rom
S2: Ja Chef
S2 steht vom Boden auf, wählt die Nummer und stellt zu C1 durch.
C1: Pronto….sono io…..si tutto bene….la piú bella vita che si possa immaginare….e a lei….ogni giorno un altra putanella…solo le piú belle e piú giovani…piú giovani piú belle sono….eh be…solo nel culo…certo…come….perché chiamo….il maiale gay…si il poeta….quell cretino….quasi inpazzito…eh lo so…..bene….una bomba per lui…ma perché no….anche se non ha fatto niente….ma, prima ci proviamo noi ….quell frocetto sempre alcolizzato, quella merda, che non é neanche un`uomo….. …come….ma dai…non rovinati la tua bella testa per questo pezzo di merda….no, non ha scopato….morirá da vergine….non é piú vergine….ma che…si, si é impazzito….la ragazzina…eh be ….capisco…meglio cosi…eh be….bel culo…te la mando poi quando questa storia col frocetto é finita…nel culo…eh be….stammi bene…ci vediamo poi in qualche giorno….Costa Smeralda….si, si….porto mia moglie…ciao, ciao….cosa…si si….voi siete i piú grandi fascisti del mondo….come…..non i piú grandi…eh….i migliori….spaccate i gazzi ai questi froccioni communisti…. salutami tua moglie e i due figliottini…..ciao….ciao….
C1 beendet das Gespräch.
C1: Diese Spaghetti fressendes Monstrum
C2: Eine südländische Schwuchtel
W.: Was ist?
C1: Wir probieren es noch mal…ansonsten
W.: Was passiert mit der schwulen Sau?
C1: Die Südländer wollen ihm eine Bombe hinstellen
W.: Und wenn gerade Kinder vorbeispazieren?
C1 geht zu der Frau, schlägt diese und zerrt sie dann in die Abstellkammer.
Man hört die Schreie der Frau.
C2: Ihr Schlampen…habt ihr nichts zu arbeiten
Beide Sekretärinnen vertiefen sich in ihre Arbeit.
C2: Noch so ein Blick von euch Dreckslöchern und es geht ab in den Ofen….danach seid ihr sicher knuspriger als jetzt
C2 geht zur Fabrikhalle und beobachtet das Geschehen im Türrahmen stehend.
C2: Vorarbeiter
V.: Ja Chef
C2: Peitsche die Schweine hart
V.: Zum Speck dahin
C2: Der Boden muss blutrot sein
V.: Dass wird er sein
C2: Halt dein Maul Idiot und tue es
C2 beobachtet einige Zeit das Geschehen in der Fabrikhalle.
Ein bekannter Politiker kommt in das Büro.
C2 geht auf diesen hinzu.
P.: Wo ist C1?
C2: Er hat seinen Spaß mit der Frau….warte
Man hört die Schreie der Frau.
P.: Gut…etwas Kokain?
C2: Gerne
Beide koksen.
C2: Was ist?
P.: Die schwule Sau?
C2: Das Beste wäre, er würde sich freiwillig das Leben nehmen
P.: Und vorher richtig eine geschmiert bekommen
C2: Dass die Zähne fliegen
P.: Ich hoffe er fickt nicht
C2: Nein, er fickt nicht
P.: Wenigstens eine gute Nachricht
P.: Diese Schwuchtel von Kulturstaatssekretär möchte ihn beschützen lassen
C2: Wie bitte?
P.: Ihn beschützen lassen
C2: Ja sind wir jetzt alle in einem Irren- und Nuttenhaus
P.: Am besten wäre eure südländischen Freunde würden sich um ihn kümmern
C2: C1 hat mit ihnen gesprochen….die eurigen sind ja anscheinend die gesamte Zeit mit sich selbst beschäftigt
P.: Die gesamte Zeit in den Soldaten-Bordellen
C2: Diese Dreckschweine
P.: Der Belgier?
C2: War hier
P.: Wie heißt er?
C2: Michel
P.: Die Kinder?
C2: In der 2. Abstellkammer, 2 Mädchen, 3 Buben
C1 kommt mit einer grün und blau geschlagenen, weinenden Frau zurück.
C1: Verpissen sie sich sie Schlampe.
Die Frau geht weinend ab.
P.: Die möchte ich ficken
C1: Ich dachte sie ficken nur Kinder
P.: Für die mache ich eine Ausnahme
C1: Ich werde es arrangieren
P.: Kokain?
Alle drei koksen.
P.: Geile und versaute Sekretärinnen
C1: Nichts können sie…nichts…nicht einmal ficken
C2: Aber ihre Dreckmäuler über alles zerreißen
C1: Spotten können sie….spotten und sonst nichts
C2: Vielleicht sollte man ihnen die Zunge herausreißen
C1: Übrigens Herr Politiker
Alle drei koksen.
C1: Danke für ihre Intervention zugunsten der Plastikminen
P.: Habe ich gerne gemacht, hoffentlich verstümmelt es viele Kinder, die ich dann zu Tode ficken kann
C2 geht zur 2. Abstellkammer und öffnet die Tür einen Spalt.
Man hört weinende Kinder.
C2: Wie sie hören können, freuen sich die Kinder auf sie Herr Politiker
P.: Dachte ich es mir doch, diese versauten Kinder
C2: Ich möchte sie bitten eines der Mädchen am Leben zu lassen…die Brünette…die möchte ich auch hart ficken….aber zuerst natürlich sie…primae noctis wie es so schön heißt
P.: Ein brünettes Mädchen?
C2: Ja
P.: Ich werde mich bei der Brünetten etwas zurückhalten
Alle drei koksen.
P.: Dann steche ich die Kinder an und ab
C1+C2: Viel Spaß
Der Politiker geht in die 2. Abstellkammer hinein.
Man hört schreiende und weinende Kinder.
C2: Wunderschöne Musik
C1: Poesie
C2: Nicht wie dieser Dreck den der Poet schreibt
C1: Dieses Kasperle
C2: Diese ungefickte schwule Sau
Beide gehen zur Durchgangstür zur Fabrikhalle.
C1: Diese wertlosen, undeutschen Leben
C2: Untermenschen
C1: Keine Scherze, dass sind keine Menschen sie Schwanzlutscher
C2: Dreckschweine
C1: Parasiten
C2: Vorarbeiter
Der Vorarbeiter kommt zu den beiden Chefs.
C1: Die Peitsche ist blutig sadistisches Monstrum?
V.: Mit Fleischresten und Hautfetzen der Dreckschweine
C2: Peitschen sie doch mal die versaute Lesbe dort drüben zu Tode
Der Vorarbeiter geht zu der Arbeiterin hin und peitscht diese zu Tode.
C1: Der Klang der Peitsche
C2: Die Schreie der Kinder
C1: Meine Nackenhaare
C2: Mein Glied wird….
C1: Schon wieder C2
C2: Ich lasse mir von einer der Schlampen einen blasen
C1: Machen sie dass C2
C2 zerrt eine der Sekretärinnen in die Abstellkammer.
C1: Schwuchtel
Man hört die Schreie der Kinder, die Schreie der Sekretärinnen und die Schreie der Arbeiter, welche vom Vorarbeiter gepeitscht werden.
C1: Das ist der schönste Augenblick dieses Tages….besser kann es gar nicht mehr werden
Einige Minuten vergehen.
Ein Agent aus dem Wahrheitsministerium kommt in das Büro.
C1 kehrt in das Büro zurück.
G.: C1
C1: Alles klar?
G.: Sicher und bei ihnen C1
C1: Gut zu ficken ist beinahe so schön wie Menschen tot zu foltern
G.(zur Sekretärin blickend): Ganz alleine mit der Nutte?
C1: Der Politiker fickt einige Kinder in der einen Abstellkammer, C2 fickt eine Schlampe in der anderen Abstellkammer
G.: Also alle glücklich und zufrieden?
C1: Kokain?
G.: Gerne
Die Beiden koksen.
G.: Sehr gut…sehr gut
C1: Sage ich doch
G.: Die Statistik?
C1: Kommen sie mit
C1 und der Agent gehen in die Fabrikhalle.
Die Arbeiter verbrennen Menschen, der Vorarbeiter schreit herum und lässt die Peitsche….
C1 geht zu einem Computerterminal und tippt darauf ein.
C1: Wir haben heute bereits….
C2 kommt zu den Beiden.
C2: Agent
G.: C2
C1: Also wir haben heute bis jetzt 8.752 Dreckschweine verbrannt
G.: Gut…..gut
C2: Und zwei Arbeiter
G.: Und was?
C2: Und zwei Arbeiter
G.: Wenn interessieren denn zwei Arbeiter?
C2: Ich wollte es nur erwähnen
C1: Zuviel Kokain?
C2: Halten sie ihr Maul
Alle drei ziehen sich etwas Kokain in die Nase.
G.: Sehr gut….sehr gut…ich sehe sie sind dieser schwierigen Aufgabe gewachsen
C1: Danke
C2: Danke
Alle drei beobachten das Geschehen.
G.: Vielleicht sollten sie eine 2. Stufe einbauen?
C2: Eine 2. Stufe
G.: Irgendwie ist die Tötung dieser unwerten, undeutschen Leben doch zu human
C1: Genau das Gleiche habe ich mir schon seit langem gedacht
C2: Vielleicht sollte man den Dreckschweinen die Hoden vom Körper reißen und den Drecksäuen die Brüste abreißen
G.: Zuviel Sauerei mit dem Blut
C1: Man könnte sie blenden
G.: Erschwert den Vernichtungsprozess….C1, C2, überlegt euch etwas
C1: Dass werden wir
C2: Gerne
Alle drei beobachten das Geschehen.
G.: Der Politiker?
C1: Der Kinderficker
C2: Bekommt soeben die seine Seite vom Speck ab
G.: Eine fette Schwarte
C1: Etwas zu rosig für meinen perversen Geschmack
C2: Zu wenig Fett
G.: Blutige Kinderschenkel
C1: Vom Harten vom Moralapostel
C2: Diese versauten Kinder
C1: So ist es
G.: Lassen sie uns speisen gehen, ich lade sie in das Nobelrestaurant X. ein, ein Gourmetmenü für jeden von ihnen beiden
C1: Ich fühle mich geehrt
C2: Ich auch
G.: Und für jeden von euch erstklassiges Fickfleisch….2 Blondinen
C1: Wenn es mein Glied noch schafft
G.: Diese Blondinen machen jedes schlappe Glied wieder munter
C1: Dass klingt viel versprechend
C2: Ausgezeichnet
G.: Dieses Fickfleisch kommt aus dem besetzten Osten, sind gut erzogen, erfüllen jeden noch so absonderlichen, perversen Wunsch, wahrlich Augenweiden sind dass….richtige Schlampen…nicht wie diese Schlampen hier
C2: Zwei Blondinen
C1: Aus dem besetzten Osten
G.: Kommen sie
Die drei gehen ab.

Nach einiger Zeit kommt der Politiker blutverschmiert aus der Abstellkammer heraus.
P.: Schlampe
S1: Ja Herr Politiker
P.: Ihr beiden kokst jetzt mit mir
Alle drei koksen.
P.: Diese versauten Kinder
S1: Ja, ja, die Kinder
S2: Schlimmer als die Erwachsenen
S1: Am besten ist man sperrt diese Kinder alle ein
P.: Ist bei diesen Kindern nicht mehr nötig
S2: Um so besser
S1: Kinder gibt es ja eh schon genug
P.: Ihr seid zwei versaute Schlampen
S1: Klar
S2: Wie auch nicht
P.: Habt ihr schon mit einem Kind gefickt?
S1: Nein
S2: Nein
P.: Dann ist es ja fast schon zu spät, aber in meinem Ansitz befinden sich einige Buben und Mädchen
S1: Ansitz?
P.: Ihr könnt euch mit diesen austoben….sie zu Tode quälen
S1: Welcher Ansitz?
Der Politiker schlägt S1 in das Gesicht.
P.: Wie dumm seid ihr denn eigentlich?
S1: So sehr wie sie es sich wünschen
S2: Wünschen sie sich etwas
P.: Koksen wir
Alle drei koksen.
P.: Ihr zwei Schlampen kommt jetzt mit
S2: Die Arbeit?
Der Politiker schlägt S2 in das Gesicht.
P.: Keine Widerrede
S2: Ja Herr Politiker
P.: Es wird euch gefallen Schlampen
Alle drei gehen ab.

In der Fabrikshalle.

A6: Schwule Sau
A8: Diese Schweine
A10: Sie Schwein
A6: Halten sie ihr Maul
A9: Lasse uns arbeiten
A8: Arschloch
A6: Wichser
A9: Kranke Säue
A11: Vollidioten
A10: Anbiedernder Opportunist
A9: Wir drehen hier noch alle durch
A10: Sie Philosoph
A8: Kaputte Glieder
A10: Schwule Sau
Der Vorarbeitet tretet zu A5 hin.
V.: Wollen sie eine Rede halten…einen Volkskongress abhalten….mitkommen
A8 und der Vorarbeiter gehen in den Abstellraum.
Man hört die Schreie von A8.
A12: Versager
A11: Alles Psychopaten
A10: Diese Schweine
A6: Halten sie ihr Maul
Die Arbeiter arbeiten weiter.
Man hört die Schreie von A5.

2. Tag
In der Fabrikhalle wird gearbeitet.

A9: Schwule Sau
A6: Kranke Säue
A7: Ratten
A9: Alles Verrückte hier
A6: Halte dein Maul Niete
A11: Ich habe doch gar nichts gesagt Schwanzlecker
A10: Hoffentlich kratzt er bald ab
A6: Wer Depp?
A9: Die schwule Sau von Poet Rotzniete
A7: Dieser Schwachkopf
A9: Das arme Hascherl
A7: Hat wohl zuviel gewichst
A6: Dieser Psychopath
A7: Brutal niederzudreschen
A8: Ein Psycho
A9: Arme Hascherl
A6: Vollidioten
A7: Was Gänzlich Neues
A9: Schlechter Tag
A4: Diesen Abschaum verbrennen
A6: Sprechen können sie ja nicht mehr
A7: Mit der Zange die Zunge heraus
A9: Halten sie ihr Maul!
A6: Perverser
A7: Vollgeschissener
A9: Wo ist der Vorarbeiter?
A6: Ist gestern noch verbrannt worden
A7: Und der neue Nazi-Psycho?
A6: Kommt noch früh genug
A7: Wenigstens etwas Ruhe
A10: Alles Psychopaten
A9: Freuen sie sich nicht zu früh Arschloch
A7: Ratten
A8: Dreckschweine
A9: Psychisch Kranke

Das Geschehen wechselt in das Büro.
Die beiden Sekretärinnen betreten das Büro.
S1: Der Politiker ist wirklich ein charmanter Mann
S2: Und man würde es sich bei ihm nie denken
S1: Höflich, aufmerksam, freundlich…ein richtiger Mann
S2: Und wie er fickt
S1: Sensationell
S2: Nach den vielen Kindern
S1: Noch soviel Kraft in seinen Lenden
S2: Ein Traum von einem Mann
S1: Mit dem möchte ich gerne Kinder haben
S2: Welche Frau nicht
S1: Die perverse Lesbe dort in der Fabrikhalle
S2: Denen gefällt dieser Zirkus wohl auch
S1: Versuchen wir sie und diese hässlichen Affen in der Fabrikhalle zu zähmen
Beide gehen in die Fabrikhalle.
S2: Wo ist dieses Dreckschwein von Vorarbeiter?
A8: Der Vorarbeiter ist verbrannt worden gnädigstes Fräulein
S2 schlägt A8 in das Gesicht.
S2: Wer hat dass angeordnet?
A8: Ich weiß es nicht gnädigstes Fräulein
S2 schlägt A8 in das Gesicht.
S1: Dieses Rattenpack
S2: Alles Schweine hier
S2: Versaute Schweine
S1: Perverse
S1: Schweinefutter
S2: Schweine
S1: Ferkel
S2: Und erst die Säue
S1: Undeutsche
S2: Unwertes Leben
S1: Deren einziger Existenz-Sinn in ihrer Vernichtung besteht
S2: Da….blicken sie sich nur denn an
S2 packt A9 bei den Haaren.
S1: Dieser Verkrüppelte
S2: Dass Stück Dreck
S1: Helfe mir
Die beiden Sekretärinnen schlagen A9 auf den Boden und trampeln auf diesen herum.
S1: Dass gefällt der lesbischen Sau wohl auch noch
S2: Trampeln wir ihn tot
S1: Mit bestem Vergnügen
S1 und S2 trampeln A9 tot.
S1: Dass ist besser als Sex
S1: Viel…viel besser
A9 ist tot.
S1: Sie dort
A11: Ja Allerschönste
S1: Sind sie ein sadistisches Monstrum?
A11: Ja Allerschönste
S1: Sie sind der neue Vorarbeiter
A11: Danke Allerschönste
S2 reicht ihm die Peitsche.
S1: Und jetzt helfen sie uns
S1, S2 und der neue Vorarbeiter wüten unter den Arbeitern/innen.

Die drei Chefs kommen zu den beiden Sekretärinnen.
C3 zündet sich eine Zigarette an.

C1: Die Schlampen
C2: ….vergnügen sich
C3: Lassen wir sie
C1: Immer schön auf der Parteilinie diese Schlampen
C2: So wie es die Führer wünschen
C3: Unwertes Leben, welches unwertes Leben vernichtet
Die drei beobachten die trampelnden Sekretärinnen.
C1: Wie geht es übrigens der ihnen angetrauten Nutte?
C3: Sie weint die gesamte Zeit
C2: Sie haben sie geschlagen?
C1: Vergewaltigt?
C3: Der Porsche ist kaputt
C1: So wie die hier
C3: Ich weiß nicht, in letzter Zeit habe ich Zweifel über die Richtigkeit meines Tun
C1: Was soll denn dass C3?
C2: Ein Zeichen von Schwäche?
C1: Inkompetenz
C3: Vielleicht bin ich ja ein Nazi-Psycho
C1: Haben sie dass gehört C2?
C2: Zweifel sind ein Zeichen von Schwäche
C1: Ein Gefühl, welches nur Minderwertige haben
C2: Schweigen sie C3
Alle drei schweigen.
S1: Trampeln wir eine Schwuchtel zu Tode
S2: Den dort drüben
S1: Den muss man nur mal ordentlich in das Hinterteil ficken
S2: Dann den Dieb dort
S1: Dem Jammerlappen….dem gehört nur mal eine reingehaut
S1: Dieser perversen Null
S2: Diese Jungfrauenpartie dort?
S1: Eigentlich sollte man alle tot-trampeln
C1 schlägt C3 in das Gesicht und wirft diesen vor den beiden Sekretärinnen zu Boden.
C1: Trampelt C3 tot
S2: Sind die Schuhe nicht zu schade dafür?
C2: Trampelt schon ihr Trampeln
S1 und S2 trampeln C3 tot.
C1: Hier wird es langsam langweilig
C2: Schlampen
S1+S2: Chef?
C2: Kommt danach in das Büro
S1+S2 (trampelnd): Wir kommen
C2: Total versaut die beiden Nutten
C1 und C2 gehen in das Büro
C1: Diese ausgefickten Schlampen
C2: Gönnen wir ihnen doch den Spaß
C1: Gestern?
C2: Die Blondinen
C1: Ich habe noch nie solch schöne Mädchen und Frauen gesehen
C2: Später dann haben sie nicht mehr so gut ausgesehen
C1: Die eine mit ihren Augäpfeln in der einen Hand
C2: Und der Agent, der die eine an ein Kreuz genagelt hat
C1: Unglaublich wie die Schlampe geschrieen hat
C2: Ein lustiger Abend
C1: Gesellig…Wein…Weiber…Folter…Tod
C2: Was kann es Schöneres geben
C1: Diese weiblichen Kreaturen aus dem Osten verstehen wenigstens was von der Liebe
C2: Ja, die wissen was es heißt zu lieben
C1: Der Agent müsste später noch vorbeikommen
C2: Der Blondinen Augensammler
C1: Jedem sein Hobby
C2: Ich weiß es noch besser…..Jedem das Seine
Beide lachen.
Einige Augenblicke später betritt der Politiker mit dem Mann, der alles besser weiß das Büro.
P.: Schmutzige….schmutzige…perverse Dreckschweine
C1: Wir misten gerade aus
C2: Hallo
H.: Halten sie ihr Maul
C1: Wer ist denn dieser Schwanzschlucker?
P.: Dass ist der Mann, der immer alles besser weiß
C2: Name?
P.: Hamid
C1: Ein dreckiger Ausländer
H.: Ich bin ein Alt-Ostmarker
C2: Eine gliedgesteuerte Nullnummer
P.: Beachtet ihn nicht
H.: Haltet alle eure Drecksmäuler
C2: Der ist lustig
P.: So ist es
C2: Haben sie denn wenigstens gestern ihren Spaß mit den Kindern gehabt?
P.: Es geht….das Foltern macht nicht mehr soviel Spaß wie früher…vielleicht würden kleinere…..jüngere….unschuldigere Kinder dem abhelfen
C1: Babys?
P.: Vielleicht
C2: Verrückte Kinder?
P.: Ja, vielleicht helfen verrückte Kinder
C2: Kinder sind alle verrückt
H.: So ist es
P.: Kokain?
C1: Gerne
Alle koksen.
P.: Wo ist eigentlich C3?
C1 und C2 blicken sich an und brechen in ein lautstarkes Lachen aus.
C2: Der hat zu wenig gezündelt
C1: So leicht entflammbar
C2: Eine Zigarette zuviel
C1: Und schon war es um ihn geschehen
C2: Egal
C1: Egal
P.: Egal
H.: Egal
C1: Der ist lustig
C2: Den sollten wir verbrennen
C1: Ja, den sollten wir verbrennen
P.: Egal
C1: Egal
C2: Egal
H.: Egal
C1: Arbeiter!
Einige Arbeiter kommen in das Büro, packen Hamid, zerren ihn in die Fabrikhalle, reißen ihm mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn.
C2: Jetzt war er der Mann, der alles besser gewusst hatte
P.: Wer zuviel weiß, zuviel versteht….
C1: …der wird verbrannt
P.: Wer zuviel glaubt….einfach nur etwas an zuviel
C1: Der hat dann ziemlich wenig
P.: Ziehen wir
Alle drei koksen.
C2: Wie geht es der Brünetten?
P.: Ich war sehr sanft zu ihr…sozusagen sehr lieb …sie müsste noch am Leben sein
C2: Sehr gut…Sehr gut
P.: Wann bekomme ich die nächsten Kinder?
C1: In den nächsten Tagen….wir suchen ihnen wie immer die Schönsten und Unschuldigsten heraus
P.: Wie immer
C2: Verspielte Spielkameraden
P.: Von dieser nächsten Lieferung nehme ich mir 1, 2 Buben mit auf meinen Ansitz
C1: Kein Problem oder?
C2: Wie es ihnen gefällt
P.: Kokain
Alle drei koksen.

Das Mädchen Maha kommt weinend aus der Abstellkammer.
P.: Warum weint denn das Mädchen?
C1: Keine Ahnung
C2: Wie heißt du denn?
M: Maha
C1: Was ist denn?
Das Mädchen weint.
P.: Armes Mädchen
C2: Hier eine Süßigkeit für dich
C2 reicht dem Mädchen etwas Süßes.
Das Mädchen lässt die Süssigkeit fallen.
C2 hebt diese auf.
C2: Ich weiß nicht, ich weiß nicht
C1: Was wissen sie nicht?
C2: Ein liebes Mädchen
C1: Dass Süße
C2: Mit Strychnin versetzt
P.: Das arme Kind
C1: Was ist nur mit dir passiert?
C2: Sie steht noch unter Schock
C1: Vielleicht hilft ein Schlag
C1 geht zu dem Mädchen und schlägt diesem in das Gesicht.
C1: Höre endlich auf zu weinen kleines Miststück…
Das Mädchen weint.
P.: Da war ich gestern wohl zu nett zu diesem Mädchen
C2: Viel zu freundlich
C1: Und dabei sind sie immer so sanft
C2: Und haben das Mädchen für mich, nur für mich am Leben gelassen
P.: Ja, das habe ich
C1: Anscheinend das falsche Mädchen
C2: Eine kleine, widerspenstige Hexe
C1: Kaum reicht man solch einem Kind die Hand
C2: Schon hat man keinen Oberkörper mehr
P.: Ich habe eine Bitte an sie…ihr bekommt dafür beide einen Diplomatenpass von mir…dann könnt ihr tun und lassen was ihr möchtet…totfoltern….Schwangere ausweiden….kleine Mädchen schänden…Kinder vergiften…..einfach alles….nur….
C1: Dass können wir jetzt doch auch schon
C2: Einen Diplomatenpass?

Die Sekretärinnen kommen in das Büro zurück, nachdem sie mehrere Arbeiter/innen totgetrampelt haben, welche dann von den anderen Arbeitern dann verbrannt worden sind.

C1: Schlampen an die Arbeit
S1+S2: Ja Chef
P.: Nur eine Bitte….gebt mir dieses eine Kind….ich möchte ihre Tränen trinken und es dann totficken….nur dieses eine hübsche Kind….
C1: C2?
C2: Das weinerliche Mädchen habe ich selbst totficken wollen….aber, nun gut….C1?
C1: Ficke es tot
P.: Ihr seid mitfühlende, gute Menschen, wenigstens ihr versteht meine Bedürfnisse
C1: Die Diplomatenpässe?
P.: Nehme ich euch morgen mit
C2: Dann ist gut
P.: Nehmt vom Kokain soviel wie ihr möchtet
Der Politiker packt eine der Sekretärin bei den Haaren und mit der anderen Hand das Kind bei den Haaren, zerrt beide unter deren Gewimmer in die Abstellkammer.
Man hört Schreie.
C1 und C2 koksen.
C1: Von der Schlampe hat der Rattenkopf nichts gesagt
C2: Wenn kümmert denn die Schlampe?
S1: So ist es
C1: Halten sie ihr Maul Nutte
Man hört Schreie.
C1: Schlampe
S1: Ja Chef
C1: Verbinde mich mit dem SD….dem Sicherheitsdienst
S1: Ja Chef
Die Sekretärin verbindet C1 mit dem Sicherheitsdienst.
S1: C1….SD….der Sicherheitsdienst
C1: Ich bin es….C1…wir brauchen eine neue Sekretärin….jetzt gleich ihr Vollidioten….sofort

Einige Augenblicke später betreten einige Sicherheitsmänner mit einer wunderschönen Sekretärin an ihrer Seite das Büro.
Si1: Die Sekretärin Chef
C1: Verpisst euch
Die Sicherheitsmänner gehen ab.
C2: Schlampe
S3: Ja Chef?
C2: Auf die Knie
S3 geht auf ihre Knie.
C2: Lecke mit deiner Zunge den Boden des Büro sauber
S3: Gerne Chef
S3 beginnt mit ihrer Zunge den Boden zu lecken.
C1: Die hat Kompetenz
C2: Und Einsatzwille
C1 tretet S3.
C2: Aushalten tut sie auch etwas
C1: Diese Nutte
C2: Lassen wir sie sich mal einarbeiten
C1: Etwas Abhärtung hat noch niemanden geschadet
C2 tretet S3.
C1: Schlampe
S1: Ja Chef?
C1: Verbinden sie mich mit dem Römer Nutte
C2: Was?
C1: Wegen der Schweineschwuchtel
C2: Immer dieser Poet…sie und ich sollten ihn nicht solchermaßen wichtig nehmen
C1: Dieser dreckige Kotzbrocken
C2: Mir ist nur wichtig, dass der Poet nicht fickt
C1: Was?
C2: Wichtig ist nur, dass diese schwule Sau von Poet nicht fickt
S1: Chef….der Römer hat mich als „brutta puttana piena di merda“ bezeichnet, was heißt denn dass?
C1: Dass ist ein Kompliment
S1: Grazie Herr….ich verbinde sie jetzt mit C1
C1: Ficken sie jetzt schon über das Telefon Schlampe ….C1 qua…si, si….capisco….ma ormai é malato….é andato….é partito…..questo stronzo, quell disturbato,….l`abbiamo quasi distrutto quell frocetto ….questo pazzo poeta….si,si…..lo finiremo ben noi…..i bambini…..ti sei fatto gia 3 bambine oggi …..penso solo nel culo….eh be, come sempre…..come….si, si quell porco disgraziato…no,no…..la bomba non serve…. lo facciamo ben fuori noi quell cornuto….si lo ammazziamo…..si, si é un cretino, veramente un poveretto…eh anche dio sbaglia qualche volta….dio ha sbagliato sesso da lui…. voi promettete a tutti i froccini delle bombe, perche solo i fascisti hanno un diritto di vivere…bella frase…veramente bella questa frase….ma fatti farti un bel pompino da una dodicenne…cosa…..troppa vecchia (sorride)…..allora una piú piccolo….come, gia fatto ….si, si, quell maiale gay di un poeta….non ha scopato…é sicuro, , domani sara il suo ultimo giorno….di sicuro.…come….ci vieni a trovare….bello, falló…..si, si……non preocuparti ti procuriamo noi un paio di bambini e bambine ….si, si, non c´é problema….vulgare e bulgare….si te li organizzo io….i vostri…..che muore domani, che ammazzate il padre di questo frocetto….i nostri…mal li dicono tutto il tempo che é una vergine e che lo resterá…..piú o meno lo hanno gia rovinato…..come con gli ebrei, si, si…come con quelli….sono bravi….molto bravi….….si, si….se si fa una sega é perverso (sorride)….mentri i nostri si scopano ogni giorno un altra minorenne…..stammi bene….ciao….la dodicenne….quella del pompino…..salutamela con uno sciafo sul culo (sorride)….ciao, ciao
C1 beendet das Gespräch.
C1: Noch so ein Kinderficker
S1: Ein charmanter Mann dieser Römer
C2: Halte dein Maul Sau
S1: Ja Chef

Der Agent aus dem Wahrheitsministerium betretet das Büro.
G.: C1,C2
C1: G.
C2: Hallo
C1: Kokain?
G.: Gerne
Alle drei koksen.
G.: Der Politiker?
Man hört Schreie.
G.: Gut
C1: Wie sind die Progrome vergangene Woche verlaufen?
G.: Sehr gut, sehr gut, meine Einheit 731 hat alle ausgerottet…..den Schwangeren die Ungeborenen zertreten….die Kinder langsam erdrosselt, die Männer langsam totgefoltert….die jungen Frauen in die Soldatenbordelle verschleppt…..die älteren Frauen totgefickt
C1: Und nächste Woche?
G.: Nächste Woche?
C2: Die nächsten Tage?
G.: Heute noch!
C1: Immerzu fleissig ausrotten
G.: Irgendjemand muss sich um die Dreckschweine kümmern
C1: Nur der deutsche Übermensch….also die Krone der Schöpfung hat ein Anrecht auf Leben….auf Liebe….auf eine geglückte Existenz
G.: Man muss stark sein, meine Einheit 731 ist dass…..wenn man vor sich 10.000 Dreckschweine hat….Männer….Kinder…Frauen…oder was weiß ich….eine Kleinstadt sozusagen….und dann alle tötet….nicht in einigen Monaten, denn einigen Stunden….dann ist dass für mich und meine Männer keine leichte Aufgabe….dies durchzuhalten und dabei…abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen….anständig geblieben zu sein….dass hat uns hart gemacht…..und ist ein niemals genanntes und niemals zu nennendes Ruhmesblatt unserer Geschichte, unseres Volkes….
C2: Jene die zerbrechen…..zerbrechen nicht
C1: Jene die zertreten…..werden nicht zertreten
G.: So funktioniert die Welt
C1: Und G. vergessen sie nicht
G.: Was C1?
C1: Es wird immer so sein
C2: Der Untermensch muss sich seinem vorbestimmten Schicksal ergeben
G.: Diese Volksverderber und Reichsfeinde, dieses grausame Chaos wilder Leidenschaften, diese Lästerer und Verleumder, diese Bestien…..selbst den primitivsten Tier sind diese Kreaturen unterlegen….meine Einheit 731 bringt die Sonne in diesem dunklen Fleck der menschlichen Geschichte und tilgt diese Untermenschen ein für allemal vom Antlitz dieser Welt
C1: Diese Bestien
C2: Herzlose Kreaturen
C1: Ich möchte einmal an solch einem Pogrom teilnehmen
G.: Sie erfüllen hier ihre ehrenvolle, wertvolle Aufgabe für ihr Volk, ihre Heimat…ihre Familie….sie können stolz auf sich sein
S3: Große Männer seid ihr
C1: Halten sie ihr Maul Schlampe
C2: Telefonieren sie mit dem Sicherheitsdienst, wir brauchen zwei neue Sekretärinnen Schlampe
S3 steht auf und telefoniert.
C1: Warum zwei?
C2: Die ist mir zu devot
C1: Die Hure
C2: Komme hierher
Die Sekretärin kommt zu C2 und dieser schlägt sie nieder.
C1: Ich denke, diese Schwuchtelpartie dort draußen hat zwei, drei Löcher verdient, oder?
C2: Bin gänzlich ihrer Meinung
G.: So eine Massenvergewaltigung hat was
C1 geht zur Durchgangstür.
C1: Vorarbeiter?
V2.: Hier
C1: Wieviele Dreckschweine habt ihr Dreckschweine heute schon vernichtet?
V2.: 3.212 Drecksschweine Chef
C1: Viel zu wenige……dass ist ein Schlachthaus, kein Altersheim….ihr seid zwar alle perverse Schwuchteln, aber es gibt Fickfleisch…..jeder hat 2 Minuten mit der Kreatur
C2: Länger können die sowieso nicht
C1 geht zur Sekretärin und zerrt sie zum Vorarbeiter hin.
C1: Alle Arbeiter soll sie haben…..und danach verbrennt diese Schlampe
V2.: Danke Chef
C1: Schwuchtel
Der Vorarbeiter zerrt die Sekretärin in die Fabrikhalle, die Arbeiter fallen über sie her und schänden diese.
Die beiden Chefs beobachten das Geschehen.

Der Sicherheitsdienst bringt 2 neue wunderschöne Sekretärinnen.
C1: In das Büro
C2: Und mit der Zunge den Boden lecken
C1: SD….Abmarsch
Die Sicherheitsmänner gehen ab.
G.: Koksen wir
Alle drei koksen und belächeln die Massenvergewaltigung.
S4+S5: Ja Chef
C1: Schweinefraß für die Schweine
C2: Schweinisch
C1: Wahrlich pervers
G.: Ich sehe sie arbeiten an ihrer Beförderung
C1: Heim in das Reich
C2: Zurück zum dem wahren, dem deutschen Leben
G.: Bald….bald….dass verspreche ich ihnen….aber vorher müssen sie ihre Aufgabe hier zu Ende führen
C1: Ich verstehe
C2: Dass werden wir
G.: Heute kann ich nicht länger verbleiben…..der Pogrom wartet nicht….meine Einheit 731 steht bereit
C1: Rotten sie sie alle aus
C2: …und verschonen sie niemanden
G.: Dass werde ich….übrigens die Statistik für heute ist unbefriedigend
C2 geht zum Computerterminal.
C2: 3.241 Dreckschweine vernichtet
G.: Die Dreckschweine sollen sich mit dem vernichten etwas mehr anstrengen
C1: Wir werden dafür Sorge tragen
Der Agent geht ab.
Die beiden Chefs beobachten die Massenvergewaltigung.

Etwas später reißen zwei Arbeiter der Sekretärin mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen sie.
V2.: Und jetzt zurück zur Arbeit Dreckschweine
Die Arbeiter kehren zur Arbeit zurück.

Die beiden Chefs schlagen und quälen den Vorarbeiter und die Arbeiter, damit diese sich mehr anstrengen und gehen dann in das Büro.

Die Frau kommt mit einigen Neandertalern vorbei.
W.: Hallo C1, C2
C1: Hallo wunderschöne Frau
C2: Wer sind diese vier?
W.: Dass sind meine Neandertaler-Freunde
C1: Nutte, rufen sie für mich den Sicherheitsdienst
S4 steht vom Boden auf.
S4: Ja Chef….der Sicherheitsdienst
C1: Vier Sicherheitsmänner hierher
C2: Möchten die Neandertaler etwas trinken?
N1-N4: Nein
C2: Eine Süßigkeit vielleicht?
N1-N4: Nein
Die Sicherheitsmänner betreten das Büro.
C1: Vorarbeiter! Drei Arbeiter!
Drei Arbeiter betreten das Büro.
C1: Diese vier Neandertaler-Dreckschweine verbrennen
Die Arbeiter und die Sicherheitsmänner packen die vier Neandertaler, zerren diese in die Fabrikhalle, reißen ihnen mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen diese dann.
W.: Und jetzt?
C1: Sie kommen in den Club mit
W.: Was soll ich dort?
C2: Es gibt dort die schönsten männlichen wie weiblichen Sklaven
W.: Die sind aus dem schmutzigen Osten….minderwertige, unmenschliche Kreaturen
C1: Halten sie ihr Maul, sie kommen mit
W.: Mit diesen Kreaturen möchte ich aber nichts zu tun haben
C2 schlägt die Frau in das Gesicht. (Blondinen einbauen)
C1: Keine Widerrede habe ich gesagt
C2: Ich nehme eine Zange mit
C1: Und ich einen Draht
C2: Dass wird ein Spaß
Die Drei gehen ab.

Der Politiker kommt blutverschmiert aus der Abstellkammer.
S5: Zufrieden Herr Politiker?
P.: Halt dein Maul Nutte….koksen wir
Beide koksen.
P.: Sie brauchen wohl eine harte Hand?
S5: Ich bin aufgeschlossen für neue Erlebnisse
P.: Dreckshure
S5: Danke Herr Politiker
P.: Nur noch geil oder?
S5: Ich bin…
Der Politiker schlägt die Sekretärin in das Gesicht.
P.: Sie kommen mit mir mit
S5.: Wohin?
Der Politiker schlägt S5 in das Gesicht
P.: In mein Kinderschloss
S5: Kinderschloss?
P.: Ich habe mir dort mein eigenes kleines, großdeutsches Reich errichtet
S5: Sie sind wahrlich ein großer Mann
P.: Halte dein Maul.. Schloss Jungfern-Breschan heißt es, ich wohne dort mit meiner Frau Lina Mathilde….aber koksen wir
Beide koksen.
S5: Und ihre Frau Lina Mathilde?
P.: Ihr gefallen solche jungen Mädchen wie sie
S5: Ich fühle mich geehrt.
Beide gehen ab.

Das Geschehen wechselt in die Fabrikhalle.

A14: Dass war geil
A7: Ich bin zweimal gekommen
A12: Sie sind auch eine Schwuchtel
A14: Ich bin viermal gekommen
A7: Drecksloch
A12: Dreckslöcher
A7: Perverses Schwein
A14: Alles Schlampen
A7: Von der jüngsten bis zur ältesten
A11: Und ihr seid alle schwule Schweine
A10: Kranke Säue
A11: Alles Verrückte
A14: Schwulitäten
A10: Schwule Sau
A14: Abschaum
A15: Ratte
A12: Leonardist
A10: Idiot
A7: Verrückter
A12: Psychisch Kranker
A14: Sadist
A7: Masochist
A14: Sklave
A12: Leibeigener
A14: Dumme Kuh
Der Vorarbeiter tritt zu den Arbeitern hin.
V2: Haltet eure Fressen, sonst schlage ich eure Milchzähne einzeln heraus und bastle mir daraus einen Penisring mit welchem ich euch dann ficke

Die Arbeiter schweigen und verbrennen die Menschen.
Der Vorarbeiter zündet sich eine Pfeife an und blickt zufrieden durch die Halle.

3. Tag

Die Arbeiter arbeiten, der Vorarbeiter wütet….

A12: Schwule Sau
A13: Kranke Säue
A18: Drecksloch
A12: Dreckslöcher
A15: Ihr Abschaum
A18: Was gänzlich Neues
A15: Ratte
A12: Alles Verrückte
A18: Halten sie ihr stinkendes Maul
A15: Psychisch Kranker
A17: Schwanzlutscher
A18: Vollidiot
A12: Perverse
A15: Ihr Abschaum ihr
A12: Witzfiguren
A18: Ratten
A13: Niete

C1 und C2 kommen mit der Menschenrechte-Kommission in die Fabrikhalle.
K1: Also hier werden also die Menschen verbrannt?
K2: Nachdem man ihnen die Zunge herausgeschnitten hat
C1: So ist es meine verehrten Damen und Herren….wir achten darauf, dass die Menschenrechte bis zum Augenblick des Todes geachtet werden
C2: Eine humane Behandlung
C1: Würdevoll
K3: Dass mit der Zunge?
C2: Damit diese Menschen weniger leiden
C1: Wer zuviel geredet hat, zuviel geschrieen hat, der oder die hat es verdient, dass ihm die Zunge herausgerissen wird; wer zuviel gehört hat, hat es verdient, dass ihm die Ohren abgeschnitten werden, wer zuviel gesehen hat….
K3: Dem werden aus humanitären Gründen die Augen herausgerissen
C1: Ich sehe, sie haben verstanden
C2: Menschenrechtskonform
K2: Aber die Menschenrechte besagen….
C2: Da gibt es nichts zu diskutieren….das Beste wäre diese Menschen würden sich das Leben selber nehmen, dass wäre natürlich sicherlich dass Beste….aber sie sind nun mal alles Feiglinge
C1: So gesehen helfen wir nur diesen Menschen
C2: Zum schnellen Tod
Der Belgier Michel kommt zu den Anwesenden.
M.: Hallo
C1: Hallo Michel
C2: Warten sie doch bitte im Büro
M.: Ich warte dort
Michel geht in das Büro und beginnt eine der Sekretärinnen sexuell zu belästigen.
C1: Wo waren wir stehengeblieben?
K3: Bei der humanen Behandlung
K2: Sehr human….aber….
C2: Was ist mit diesem Pisser?
C1 schlägt K2 in das Gesicht.
K2: Was soll dass?
C1: Arbeiter verbrennen
Die Arbeiter packen K2, reißen ihm mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn dann.
K1: Dass ist ja wirklich sehr human
K3: Sehr interessant
C1: Sie sehen also, hier läuft alles menschenrechtskonform und human ab
K1: Sehr schön
K3: Wir werden …..also K1 und K2, wir werden einen wohlwollenden Bericht verfassen
Die beiden verbliebenen Mitglieder der Menschenrechte-Kommission gehen ab.

Die beiden Chefs kommen in das Büro, wo der Belgier auf sie wartet.
Eine Sekretärin ist in Tränen aufgelöst.
C1 geht zu dieser und schlägt ihr in das Gesicht.
C1: Reißen sie sich gefälligst zusammen
C2 reicht S6 einen Drink.
C2: Hier trink Schlampe
C1: Was soll denn dass?
C2: Abwarten
Die Sekretärin trinkt den Drink.
Einige Augenblicke später fällt sie zuckend auf den Boden.
C1: Sie haben sie vergiftet
C2: Das gute, alte Strychnin
C1: Die konvulsivischen Zuckungen
C2: Aber es wird noch besser
C2 zerrt S6 in die Abstellkammer.
C1 wendet sich Michel zu.
C1: Michel
M.: Kinder
C1: Ja, ja, die Kinder
M.: Gut?
C1: Geht so
M.: Was fehlt?
C1: Sie sterben zu schnell
M.: Was?
C1: Sie sterben zu schnell
M.: Sind Kinder
C1: Ja, ich weiß
M.: Nächste Lieferung besser
C1: Es gibt keine nächste Lieferung
M.: Wie?
C1: Wir bestellen die Kinder jetzt in Südamerika
M.: Südamerika?
C1: Michel, zu teuer
M.: Aber gute Kinder
C1: Der Sicherheitsdienst oder die Arbeiter…..Arbeiter!
Zwei Arbeiter kommen in das Büro.
C1: Verbrennen
M.: Aber?
Die beiden Arbeiter schlagen Michel nieder, zerren diesen in die Fabrikhalle, reißen ihn mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn dann.
C2 kommt aus der Abstellkammer.
C1: Ist die Schlampe tot?
C2: Mausetot….der Belgier?
C1: Mausetot
C2: Gut….Schlampe, verbinden sie mich mit dem Sicherheitsbüro
S1: Ja Chef
C2: Sicherheitsdienst….wir brauchen zwei neue Schlampen….ja genau….jetzt gleich….
C2 beendet das Gespräch.
C1: Warum zwei?
C2: S5 gehen sie in die Fabrikhalle und lassen sie sich verbrennen
S5: Gerne Chef
S5 geht in Fabrikhalle, spricht kurz mit den Arbeitern, welche ihr dann die Zunge mit einer Zange herausreißen und sie dann verbrennen.

4 Sicherheitsmänner kommen mit zwei wunderschönen neuen Sekretärinnen.
C1: Hallo Schlampen, auf den Boden und den Fußboden lecken
S7, S8 knien sich nieder und beginnen den Boden zu lecken.

Der Agent aus dem Wahrheitsministerium betritt das Büro.

C1: Ich habe langsam genug von diesen frigiden Schlampen
C2: Viel zu alt
G.: Die älteste Blondine war schon 17
C1: Ich stehe nicht auf Krampfadern
C2: Verfaulende Zähne
C1: Hängebrüste
C2: Aufgeritzten Pulsadern
C1: Leeren Augen
G.: Ich habe jetzt die größte Augenapfel Sammlung der Welt
C2: Darauf können sie zu recht stolz sein
G.: Dass bin ich, dass bin ich
C1: G.?
G.: Ja
C1: C2 geht mir mit seiner ewigen Jammerei auf die Nerven
Der Agent schlägt C2 nieder.
G.: Dann töten wir ihn
C1: Gute Idee
Der Agent und C1 schlagen C2 halbtot und werfen ihn dann in die Fabrikhalle.
C1: Einmal verbrennen Drecksschweine
V2.: Sofort Chef…. ihr habt gehört Drecksschweine ….verbrennen
Einige Arbeiter nehmen C2, reißen diesem mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen diesen dann.
C1: Die Frau kommt?
G.: Sie kommt alle paar Minuten
C1: Ich meine geografisch
C.: Sie kommt
Beide lachen.
C1: Diese Schlampe
G.: Irgendetwas muss sie wohl sein
C1: Ohne ein Glied haltet sie es anscheinend nicht aus
G.: Die braucht schon 2 Neger
C1: Die haben wir schon alle ausgerottet
G.: Dann eben einen aus dem Osten
C1: Dann ficken wir sie eben
G.: Wir ficken sie gemeinsam
C1: Schlampe, verbinde mich mit der Staatskanzlei
S7.: Ich stelle sie durch Chef
C1: Hallo…..ja, guten Tag….ja, ich verstehe…..diese schwule Sau von Poet baut doch nur noch Scheiße, da er selber Scheiße ist……die Rechnungen zahlt er auch nicht mehr….dass beste wäre, er würde sich das Leben nehmen….ab in die Abschiebehaft mit der Schwuchtel…..wir werden mit dem schon fertig….wenn es ihm hier nicht mehr passt, dann soll sich diese Tunte doch verziehen…..der braucht eine harte Hand….ein paar Faustschläge…..einen harten Negerschwanz….ja, sie haben mich schon verstanden….einen harten Schwanz…….was die Menschenrechte….wir reden hier von einer billigen Schwuchtel….der gehört kastriert…..mariniert…..kastriert….ja, sie haben mich schon verstanden….die Eier abschneiden…kastrieren…besser gestern als heute….was….ja, ich verstehe…ich kümmere mich persönlich darum
C1 beendet das Gespräch.
C1: S1 stellen sie mir meine Frau durch und bearbeiten sie währendessen mein bestes Stück
S5: Ja Chef
S5 stellt das Gespräch durch und kniet sich dann vor C1 nieder.
C1: Mäuschen, ich bin es….wie geht es dir….schlecht….die Migräne….schon wieder….der Arzt….ich werde mit dem Fabrikarzt sprechen….die Kinder….in der Schule….ja gut…..alles bestens bei mir……die Arbeit läuft gut, wir haben heute schon 8000 Dreckschweine….was….ja….dann eben Menschen, 8000 Menschen vernichtet….wie….ich kann stolz auf mich sein…..danke Liebste….ich liebe dich…..ich schicke dir einen lieben Kuss über das Telefon…..eh……eh….was ist….nichts Mäuschen….gar nichts….eh…..eh…..nichts….ich klinge seltsam…..der Stress, du verstehst dass sicher….oder…..ja…eh…..eh…..ja, ich liebe dich sehr….bis später….ciao Mäuschen
C1 beendet das Gespräch und dann seinen Oralverkehr mit der Sekretärin.

Der Politiker betretet das Büro.
G.:P.
C1: P.
P.: Hallo C1, Hallo G.

Die Frau betretet mit dem Poeten die Fabrikhalle.
P.: Und du liebst mich?
W.: Wie noch niemand vor und nach dir
P.: Wo sind wir hier?
W.: Lasse dich überraschen
P.: Da werden Menschen bei lebendigen Leib verbrannt
W.: Heutzutage ist dass nun mal so
P.: Was sind dass für Menschen?
W:: Dass sind keine Menschen
P.: Und der peitscht die Arbeiter blutig
W.: Das ist der Vorarbeiter
P.: Aber warum?
W.: Kümmere dich nicht darum
Die Frau küsst den Poeten.
(….)
Der Poet und die Frau betreten das Büro.
W.: Dass ist mein Freund C1
P.: Freut mich sie kennen zulernen
C1: Die Freude ist gänzlich meinerseits
W.: Dass ist der Agent aus dem Wahrheitsministerium und der bekannte Politiker
P.: Ich kenne sie von den Plakaten
Politiker: Ja, ich weiß
P.: Sie sind eine moralische Instanz, die seinesgleichen sucht
Politiker: Und ich bin ein Bewunderer ihrer magischen Poesie
G.: Ich übrigens auch, ich finde ihre Texte appellieren an das Mitgefühl der Menschen….denn was ist notwendiger als etwas Mitgefühl in unseren kalten Zeiten
W.: Danke Herrschaften
C1: Ich möchte auch meiner Bewunderung Ausdruck verleihen
C1 geht zum Poeten und schlägt diesen nieder.
C1: S7, trample ein wenig, aber nicht zuviel auf diesen Drecksack herum Schlampe.
Die Frau trampelt auf dem Poeten herum.
Der Politiker geht zu der Frau und hebt ihren Rock hoch.
P.: Hier ist dein Judaslohn
Der Politiker fickt die Frau.
P.: Sehen sie Poet, so fickt man….so fickt man hart im großen deutschen Vaterland….so hart (und schlägt die Frau)…..dass ist was den Schlampen gefällt….nicht diese Poesie
W.: Fick mich härter
C1: Genug Schlampe
Die Sekretärin lässt vom Poeten ab und C1 richtet diesen auf.

C1: Hätten sie rechtzeitig ihre Sachen gepackt und hätten sich verzogen, wäre dass nicht passiert
S7: Dass beste wäre wohl gewesen, sie hätten sich das Leben genommen
C1: Aber jetzt ist es zu spät dafür
G.: Stirbst als Jungfrau kleine, versaute Schwuchtel
Der Politiker fickt die Frau.
C1: Schau dir dass genau an, dass gefällt dir, oder?
Der Poet stöhnt.
P.: Eine geile Sau ist dass
C1: Fick sie härter
P.: Ja…..ja…..ja…..ja…..ich komme
W.: Ich komme auch
Der Politiker lässt von der Frau ab und diese bricht zusammen.
C1: Und hat es ihnen gefallen?
Keine Reaktion.
C1: Und hat es ihnen gefallen!
W.: Es war sehr, sehr schön….es war noch nie so schön
C1: Sage ich doch
G.: Kümmern wir uns dem Poeten
C1: Abschaum, Parasit, nichtsnutziger Bastard….wenn sie schon nicht ficken, dann ficken wir sie eben
C1 schlägt den Poeten in das Gesicht.
G: Das gesamte Leben nichts getan und dann groß die Klappe aufreißen… …ein grausamer Mensch sind sie, ein kommunistisches Ferkel …ein Stück Dreck….ein riesengroßes Stück Dreck
Der Agent aus dem Wahrheitsministerium schlägt den Poeten.
S7: Keine Frau….wirklich keine Frau auf diesem Planeten würde jemals mit so einer schwulen Sau, so einem Dreckschwein wie ihnen auch nur im Entfernsten etwas zu tun haben wollen….vorher sterben und trocknen alle Frauen aus sie Schwein
Die Sekretärin schlägt den Poeten in das Gesicht.
C1: Volksschädling, Nullnummer, impotenter Schwanzlutscher….das Schönste in ihrem Leben wird ihr Tod sein!
C1 schlägt den Poeten in das Gesicht.
P.: Ich bin ein ehrlicher, offener, sauberer Politiker, aber mit solch einem Elend als Mensch wie sie es sind konfrontiert, gerät mein Glaube an die Ideale unserer Politik, der Überlegenheit des Übermenschen gegenüber dem Untermenschen aus dem vom Schicksal sich ergebenden Tatsachen außer Gleichgewicht
Der Politiker schlägt den Poeten.
C1: Schlampe, holen sie 2 Arbeiter
S7: Ja Chef
C1: Verbrennen
A12: Die schwule Sau?
C1: Wenn denn sonst?
G.: Aber
C1: Was?
G.: Das Foltern?
C1: Sofort verbrennen
G.: Wartet
C1: Was ist?
G.: Wenigstens im Tode sollte er zumindest einmal in seinem Leben nicht einsam sein
C1: Also gut…die schwule Sau und S6 verbrennen
S6: Aber
G.(lächelnd): Nichts aber
Die beiden Arbeiter kommen in das Büro.
C1: Den Poet, diese schwule Sau und S6 verbrennen.
Die Arbeiter zerren S6 und den Poeten in die Fabrikhalle und reißen ihnen mit einer Zange die Zunge heraus.
Der Agent, der Politiker und C1 begleiten die Beiden in die Fabrikhalle.
W.: Schwule Sau…hier noch ein Gedicht von dir….dass könnt ihr ihm dann in das Hinterteil schieben….vielleicht brennt er dann ja besser, also (die Hand des Poeten ergreifend):
Love

Traurig irrt durch ´wo´ und ´wann´
und findet selten eine offene Hand,
die gleicherweise sucht und streift
und finden will.

Einstmal fand ich eine Hand,
verspielt und lustig, sanft,
die ich liebte und berrührte,
in Verbundenheit mit meinem Leben spürte.

Doch da, das ´Können´ und das ´Wollen´,
das Unvermögen, Unterschiede
und die Ahnung eines Streit.

Traurig irrt und findet
Lösung keine,
liebt und gefangen fühlt sich frei,
geborgen, entsorgter Sorgen.

W.: So, nun brenne gut
Der Poet und S6 werden verbrannt.

C1: Brauchen wir die Frau eigentlich noch?
G.: Eigentlich nicht
C1: Arbeiter…..die Frau verbrennen
W.: Aber ich liebe sie C1
C1: Ich nicht….verbrennen
W.: Ich werde sie trotzdem für immer lieben
C1: Halt dein Maul Schlampe
Die Frau wird von den Arbeitern festgehalten, mit einer Zange die Zunge herausgerissen und dann verbrannt.
C1: Brauchen wir den Politiker eigentlich noch?
G.: Den Kinderficker….nein
P.: Was?
C1: Und die versauten Kinder?
G.: Was ist damit sie Vollidiot?
C1: Bei der nächsten Lieferung
G.: Kümmere ich mich um die Kinder
C1 und G. schlagen den Politiker nieder
C1: Arbeiter verbrennen.
Die Arbeiter reißen dem Politiker mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn dann.

G.: Arbeiter
A11: Ja Chef
G.: Verbrennt C1
Die Arbeiter halten C1 fest, reißen ihm mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn dann.
Der Agent blickt um sich.
G.: Was für ein schöner Tag…..Arbeiter verbrennt den Vorarbeiter
Die Arbeiter halten den Vorarbeiter fest, reißen ihm mit einer Zange die Zunge heraus und verbrennen ihn dann.
G.: Dieser Tag wird immer schöner
Drei Arbeiter treten hinter ihm, packen ihn, reißen ihm die Zunge mit der Zange heraus und verbrennen ihn dann.
Drei Arbeiter lösen sich von den anderen Arbeitern, gehen in das Büro und ziehen sich um (Arbeitsbekleidung – Anzüge).
A17: Dann sind jetzt wir die neuen Chefs
A13: Schwuchtel
A14: Halten sie ihr Maul
A17: Schwein
A13: Wo sind die Schlampen?
A17 benutzt das Telefon.
A17: Wir brauchen hier drei Schlampen….warum…..sie Parasit….als Sekretärinnen natürlich sie Vollidiot….sie kommen sofort…..aber nicht mit ihnen, verstanden…..sie sollen einfach hierher kommen….dass möchte ich auch hoffen
Die drei neuen Chefs warten ungeduldig auf die 3 neuen Sekretärinnen.
A13 geht zum Durchgang zur Fabrikhalle
A13: A17 kommen sie hierher
A17 tretet zu A13.
A13: Sie sind ein schwules Dreckschwein?
A17: Ja
A13: Ein sadistischer, unmenschlicher Durchgedrehter?
A17: Ja
A13: Dann sind sie der neue Vorarbeiter
V3: Danke Chef
A13: Hier die Peitsche
A14: Ich möchte heute 10.000 Verbrannte in der Statistik haben
V3: Es ist mir eine Ehre
A17: 10.000 Dreckschweine
V3: Kein Problem
A17: Verpissen sie sich jetzt

Die Männer vom Sicherheitsdienst betreten mit 3 neuen, wie immer wunderschönen Sekretärinnen das Büro.

A17: Verpisst euch
Si1: Abmarsch
Die Männer vom Sicherheitsdienst gehen ab.
A13: Die Welt ist eine Hure, man muss sie hart ficken, sonst kommt sie nicht….

A13 packt eine der Sekretärinnen bei den Haaren und zerrt sie in die Abstellkammer.
Man hört Schreie.

The End

Das Geheimnis

März 23, 2010

Vorwort:

„zu viel in zu kurzer zeit“
…wie alle meine texte zu überarbeiten und auszuarbeiten….
….András Havas war ein ungarischer Poet, welcher im Zuge der stalinistischen Säuberungen nach dem 2. Weltkrieg im Gefängnis absichtlich wahnsinnig gemacht wurde…..
….ich versuchte mit dem Charakter von Clara ein positives Frauenbild zu entwerfen….ich hoffe, dass mir dies einigermaßen gelungen ist…..
….der text ist eine Mahnung….nicht zu viel Macht in zu wenigen Händen…….
….das Geheimnis……

Das Geheimnis

der Erinnerung an András Havas

Personen:

Clara C.
Veno V.
Xola X.
Die Gesichtslosen G1; G2; G3; G4; …
I. Gesichtslose Lepanto L.
II. Gesichtlose B.
Dulcina D.

I.

In einer dunklen Ecke eines Lokal sitzt eine Frau namens Clara. Eine Flasche mit einigen Gläsern vor ihr. Im Hintergrund läuft leise Musik.
Nach einiger Zeit kommt ein Mann zu dem Tisch hin.

V.: Clara?
C.: Veno von der Gruppe 71
V.: Und sie von der Gruppe 64….wie geht es ihnen?
C.: Ich habe Zahnschmerzen
V.: Was Süßes?
C.: Ein Zahn fault vor sich dahin
V.: Zum Zahnarzt?
C.: Niemals (und kippt einen Drink)
V.: Dann hilft wohl nur die Zähne zusammenzubeißen
C.: So ist es
V.: Und ansonsten?
C.: Das Sonstige
V.: Spielen sie noch Klavier?
C.: Schuhmann, Chopin, wann immer ich dazu komme
V.: Ich habe den Klang ihres Klavierspiel noch in meinem Ohr
C.: Unserer letzten Begegnung
V.: Sie erinnern sich
C.: Wie nicht
V.: Ja, wie nicht
C.: Die Musik ist ein Trost
V.: Trostlosen Zeiten
C.: So ist es und bei ihnen?
V.: Keine Interessen….vielleicht das Trinken
C.: Damit sie nicht denken
V.: So ist es
C.: Dann trinken ich und sie
Beide trinken.
Eine Frau namens Dulcina kommt zu den Beiden.
C.: Alles in Ordnung Dulcina….warte bitte in der Nähe
Dulcina nickt und geht ab.
C.: Dulcina passt auf mich auf
V.: Stumm?
C.: Ja
V.: Ansonsten?
C.: Die Fersen brennen
V.: Und die Schuhe
C.: Abdrücke, Spuren, Fasern, Abgleiche, Identifizierungen
V.: Sie denken wie der Gegner
C.: Sie nicht?
Veno überlegt.
V.: Doch auch
C.: Falsche Fährten legen?
V.: Wie nicht?
C.: Trugspuren
Beide verweilen schweigend.
C.: Auf der Flucht
V.: Vor ihnen?
C.: Was denken sie?
V.: Den Gesichtslosen
C.: Sie haben die Entscheidungsträger bereits infiziert, die verbliebenen staatlichen Apparate infiltriert….der große Konzern zieht sein Spinnennetz zusammen
V.: Und alle darin verfangen
C.: Bald….ja
V.: Die neuen Herrscher
C.: Des neuen Totalitarismus
V.: Als ob sich immer alles zwangsläufig wiederholen müsste
C.: Die Geschichte dreht sich um sich selber
V.: Und immer wieder kommt und geschieht das Gleiche
Beide verweilen schweigend.
C.: Ihre Umgebung infiziert?
V.: Noch nicht
C.: Seien sie sich da nichts so sicher
V.: Ich bin sicher
C.: Und wir kämpfen
C.: Ein Kampf gegen Windmühlen
V.: Mächtigen und riesengroßen
C.: Die Uhr tickt, die Zeit läuft, ich weiß nicht; aber eines weiß ich, es gibt noch die Möglichkeit den großen Konzern aufzuhalten
V.: Das Geheimnis?
C.: Zu viele Fragen in diesem Raum
V.: Was weitere Fragen aufwirft
C.: Haben sie das Geschenk dabei?
V.(in einer seiner Taschen greifend): Hier
Veno überreicht Clara ein Bündel Geldscheine.
C.: Hier ist ihr Geschenk
Clara überreicht Veno ein Bündel Dokumente.
V.: Ich werde das Geschenk weitergeben
C.: Tun sie dass
V.: Was denken sie?
C.: Dass geht niemanden was an
V.: Entschuldigen sie
C.(auf ihre Hand blickend): Ich zittere……der Druck wächst
V.(die Hand von Clara ergreifend): Eine Löwin mit einem Herz
C.: Ein nicht verstanden werden….
V.: Ich versuche zu verstehen
Beide schweigen und Clara löst ihre Hand von jener von Veno.
C.: Ich habe die Hoffnung verloren
V.: Der Veränderung
C.: Dem Zeitenwechsel
V.: Ein trauriges Leben?
C.: Sehr traurig
V.: Einsam
C.: Dass ist eine kalte Liebe zwischen ihnen und mir
V.: Ich friere gern
Clara blickt Veno kurze Zeit schweigend an.
C.: Ich friere auch gerne
V.: Es ist kalt hier
C.: Wollen sie und ich tanzen
V.: Tanzen wir
Beide tanzen und setzen sich dann wieder an den Tisch.
Beide trinken.
C.(die Hand betrachtend): Das Zittern wird stärker
V.: An den Kräften zerrend, dass verstehe ich, aber was ich nicht verstehe, ist, warum sie dass machen
C.: Irgendjemand muss es tun
V.: Und die Angst?
C.: Um mich nicht und ansonsten gibt es niemanden
V.: Niemanden?
C.: So ist es besser
V.: Und wird sich etwas ändern?
C.: Es wird sich nichts ändern
V.: Warum dann?
C.: Man muss kämpfen
V.: Der Resignation gibt es schon genug
C.: So ist es
V.: Sie werden sie finden, einsperren, infizieren, womöglich töten
C.: Sie auch
V.: Mich auch
C.: Aber wenigstens haben sie und ich es versucht
V.: Ja, dass haben wir!
Beide verweilen kurz schweigend.
C.: Ihr Freund kommt?
V.: Bald
C.: Er ist infiziert?
V.: Nein
C.: Ja?
V.: Sie und ich sollten einander vertrauen
C.: Wenn man niemanden vertrauen kann
V.: Auch nicht sich selbst?
C.: Nicht mal sich selbst
V.: Dann zerbricht man
C.: Sie und ich können uns keine Sentimentalitäten leisten
V.: Nein, dass können sie und ich uns nicht
Beide verweilen kurz schweigend.
Dulcina tritt zu Clara hin und diese nickt ihr zu.
C.: Ich gehe dann
V.: Bleiben sie noch
C.: Ich kann nicht
V.: Wo kann ich sie finden?
C.: Ich finde sie
V.: Alles Gute
C.: Ihnen auch
Clara geht von Dulcina begleitet ab.
Nach einigen Minuten kommt ein Mann namens Xola zu Veno hin.
X.: Veno
V.: Der unauffällige Xola….komm setze dich Xola
Xola setzt sich zu Veno.
V.: Wie geht es ihnen?
X.: Man geht, ich leide an mangelnder Empathie
V.: Gefühlelos?
X.: Ja
V.: Es ist ihnen niemand gefolgt?
X.: Nur mein Schatten
V.: Und dem Schatten?
X.: Niemand
V.: Die Verbindung ?
X.: Ist hergestellt
V.: Dann wollen sie und ich das Beste erhoffen
X:: Es wird eine Veränderung geben
V.: Gut
V.: Der große Konzern
X.: Die neue Infizierungskampagne läuft….bald werden alle vom großen Konzern abhängig sein
V.: Wir versuchen es zu verhindern
X.: Dass ist die Aufgabe, die uns das Leben gestellt hat
X.: Das Geschenk?
V.: Hier
Xola nimmt die Dokumente entgegen und blickt sich diese an.
V.: Verwahren sie diese gut
X.: Die Dokumente wurden ihnen von der Frau übergeben?
V:. Ja
X.: Orginale?
V.: Orginale
X.: Und die Frau?
V.: Unhaltbar, unergreifbar….einen Moment kann man sie nur fassen und schon ist sie wieder verschwunden
X.: Sehr vorsichtig
V.: Das Nichtvertrauen
X.: Aber mir vertrauen sie?
V.: Ich vertraue ihnen
Xola zereisst die Dokumente.
V.: Was machen sie?
Xola blickt Veno schweigend an.
V.: Ein weiterer Verrat
X.: Eigentlich ein Tauschgeschäft
Einige Sekunden vergehen.
V.: Warum?
X.: Die Infizierung, der große Konzern kann und können nicht aufgehalten werden
V.: Und wer noch nicht gekauft worden ist, der wird verkauft….
X.: Das war doch bisher auch schon so….die einzigen, die wenigen….jene oben…
V.: Und dass ist dann ein Fortschritt?
X.: Es gibt keinen Fortschritt
V.: Die Menschheit?
X.: Es wird Frieden sein
V.: Ein schrecklicher Frieden
X.: Sie werden ihre Meinung noch ändern
V.: Im Krieg gegen mich
X.: Hier, ein letzter Drink
Xola schenkt Veno einen Drink ein.
X.: Trink
Veno blickt Xola wortlos an.
X.: Versuchen sie nicht zu entkommen
V.: Warum sollte ich?
X.: Dann könnte ich sie töten
V.: Sind sie stolz auf ihren Verrat?
X.: Sparen sie sich dass
Die Gesichtslosen betreten den Raum.
G2: Keiner!
Jedliches Leben im Lokal kommt zum Stillstand.
G3: Veno!
V.: Hier
X.: So ist es nun mal
V.: Leere Worthülsen
G1+G2+G3 treten zu Veno hin.
Xola steht auf.
X.: Sie werden in guten Händen sein
V.: Verräter
Xola geht ab.
G1: Wir nehmen sie in Gewahrsam
V.: Spart euch eure Sprüche
G2: Wo ist die Frau?
V.: Ich dachte bei euch
G2 schlägt Veno.
G2: Wo ist die Frau?
Veno schweigt.
G1: Sie werden alles aussprechen, alles gestehen, ein jedes Wort mit ihrem Blut unterschreiben
V.: Abwarten
G3: Abführen!
G2 und G3 legen Veno Hand- und Fußfesseln an, stülpen ihm eine Kapuze über den Kopf und führen diesen ab.
G1: Alle anderen aufstehen
Die Anwesenden stehen auf.
G1: Infizierung durchführen
Die Gesichtslosen führen die Infizierung durch.

Lepanto und B. betreten den Raum.
Lepanto tritt zu G1.
L.: Die Lage?
G1: Infizierung durchgeführt Anführer
L.: Gut….der Kontakmann zum Widerstand?
G1: Zur Weiterbehandlung in das Sicherheitszentrum gebracht Anführer
L.: Die Dokumente?
G1: Hier Anführer
Lepanto nimmt die zerissenen Dokumente entgegen, liest diese flüchtig durch und verwahrt diese dann in einer Aktentasche.

L.: Von der Frau keine Spur?
G1: Die Suche läuft Anführer
L.: Weitersuchen
G1: Es lebe der große Konzern
G1 geht ab.
B. tritt zu Lepanto hin.
B.: Die Frau?
L.: Das Übliche…..Spuren, Fasern, Abdrücke…. …..die Dokumente abgefangen….das Planquadrat hermetisch abgeriegelt….aber sie wird entkommen
B.: So wie die Male zuvor
L.: So wie die Male zuvor
B.: Wie ein Gespenst
L.: Nachtwandelnd
B.: Wie einsam sie wohl sein mag?
L.: Sehr einsam
B.: Und wir liefern sie aus
L.: Wenn die Zeit reif dafür ist
B.: Dann ist gut
L.: Die Befehle sind ausgegeben
B.: Dass sind sie
L.: Ich gehe….beenden sie den Einsatz
Lepanto geht ab.
B.: G1
G1: Ja
B.: Was steht in den Dokumenten?
G1: Soweit ich erkennen konnte, handelt es sich um Informationen über uns
B.: Wie bitte?
G1: Informationen über uns
B.: Näher?
G1: Den Mitgliedern des großen Konzern
B.: Auch über mich?
G1: Ich habe die Namen nicht gelesen
B.: Ich verstehe
G1: Es lebe der große Konzern
B.(zu den anwesenden Gesichtslosen): Abmarsch!
Die Gesichtslosen gehen ab.

II.

In einem Raum des Widerstand.

Clara C.
Omura O.
Stella S.
Paul P.
Die Gesichtslosen G1;G2;G3;G4;…
I. Gesichtslose Lepanto L.
II. Gesichtslose B.
Die Wiederständler W.
Xola X.
Dulcina D.
Nathan N.

Omura und Dulcina sind in dem Raum als Clara zu ihnen kommt.

C.: Wie geht es dir Dulcina?
Dulcina nickt mit dem Kopf.
C.: Olmura
O.: Clara
C.: Wo ist Stella?
O.: Stella kommt bald
C.: Unser Kampf
O.: Wen interessiert dieser?
C.: Niemanden
O.: So ist es
C.: Zweifelnd
O.: Wir werden nichts erreichen
C.: Wer weiß
O.: Ich nicht
O.: Was ist mit deiner Hand?
Clara betrachtet ihre zitternde Hand.
C.: Ich weiß auch nicht
O.: Deine Kräfte
C.: Reichen noch lange
O.: Gehe zu Paul und lasse dir etwas für die Hand geben
C.: Dass werde ich
O.: Clara?
C.: Was ist Omura?
O.: Tue es
C.: Sicher
Beide verweilen schweigend.
O.: Der große Konzern hat sein neues Infizierungs-Programm abgeschlossen
C.: Wie viele Tote?
O.: Wie viele nur?
C.: Und niemand handelt
O.: Sie infizieren jetzt alle Altersklassen
C.: Alle
Paul kommt zu den Anwesenden.
O.: Paul
C.: Paul
P.: Ja, dass bin ich
O.: Wo gehst du um?
P.: Ich habe gearbeitet
C.: Und?
P.: Sie feiern den Abschluss des Zwei-Jahres-Programm
O.: Eine neue Infizierungskampagne
P.: Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist mittlerweile auf die Medikamente angewiesen
C.: Sie infizieren alle Altersklassen
P.: Wir müssen noch vorsichtiger als bisher sein
C.: Ein Minenfeld ist die Welt und wir rennen blindlings dahin
O.: Noch gibt es Hoffnung
P.: Die Gesichtslosen suchen dich Clara
C.: Ich weiß
P.: Ihr Anführer, ein Mann namens Lepanto, ihr bester Mann ist auf dich angesetzt
C.: Es sind immer die Besten
P.: Sie werden dich nicht bekommen
C.: Nein, dass werden sie nicht
Alle verweilen kurz schweigend.
O.: Die Hand von Clara
P.: Was ist damit?
O.: Clara?
Clara zeigt Paul ihre zitternde Hand und dieser untersucht diese.
P.: Ich bin später im Versteck, komme dort vorbei
C.: Dass werde ich
P.: Sicher?
C.: Sicher!
P.: Du hast Veno getroffen?
C.: Ja
P.: Und?
C.: Nichts und
O.: Die Gesichtslosen?
C.: Ich und Dulcina sind ihnen entkommen
P.: Veno?
C.: Ich weiß nicht

P.: Ich muss dann zu den Infizierten
O.: Verliere nicht dein Gesicht
P.: Ich werde aufpassen
C.: Bis später
P.: Bis später
Paul geht ab.
Die Anwesenden sind beschäftigt.
Stella kommt mit Nathan zu der Gruppe hin.
S.: Clara
C.: Stella
S.: Veno hat die Dokumente bekommen?
C.: Ja, Auftrag ausgeführt….aber
S.: Gut
C.: Das Planquadrat wurde geschlossen, ich weiß nicht ob Veno es herausgeschafft hat
S.: Wir schicken eine Kundschafterin los
O.: Wir sollten abwarten
C.: Die Zeit wartet nicht
S.: Stimmt….eine Kundschafterin
O.: Sie soll vorsichtig ein
S.: Dulcina
Dulcina nickt.
C.: Gut
S.: Es ist gefährlich Dulcina
C.. Nimm einen Detektor mit
Dulcina nickt und Clara übergibt Dulcina einen Detektor.
S.: Nathan, was ist?
N.(sich vor Dulcina stellend): Warum Dulcina?
S.: Sie ist die beste Kundschafterin, die wir haben
Dulcina schiebt Nathan beiseite und nickt mit dem Kopf.
N.: Sei vorsichtig Dulcina
Nathan umarmt Dulcina und diese geht ab.
S.: Clara, das Geld?
Clara übergibt Stella ein Bündel Geldscheine.
C.: Der Widerstand?
S.: Zur neuen Infizierungskampagne planen wir einen ideologischen Gegenschlag
C.: Einen was?
S.: Die Veränderung muss aus dem großen Konzern selbst herauskommen, dem Inneren dieses von Menschen geschaffenen Konstrukt
C.: Einem unmenschlichen Konstrukt
S.: Ich erwarte mir viel von den Kontakten im Inneren des Konzern
C.: Wir unterwandern uns alle gegenseitig
S.: So wird es sein
O.: Am Ende werden wir wie unsere Gegner sein
S.: Im Kampf bleibt uns nichts anderes übrig
C.: Die Hoffnung nicht verlieren
S.: Die verlieren wir nicht
Alle verbleiben schweigend.
Man hört Schüsse
Nathan eilt zu einem Fenster.
N.: Die Gesichtslosen kommen!
S.: Nathan
N.: Ich kämpfe….und ihr versucht zu fliehen
Nathan geht ab.
S.: Clara
C.: Ja
S.: Rette die Zukunft
C.: Wenn ich mit der Vergangenheit dann abgeschlossen habe
S.: Immer einen Scherz…..
C.: ….den Gedanken
Clara und Stella umarmen sich.
S.: Das Geheimniss
C.: Ich werde ihnen entkommen
S.: Sei vorsichtig
S.: So sei es….jetzt
Clara flüchtet.
O.: Stella?
S.: Ich bleibe
O.: Der Widerstand?
S.: Lebt! Und Omura, versuchen sie ihnen zu entkommen
O.: Ich bleibe an ihrer Seite
S.: Töte mich
O.: Wie?
S.: Ich weiß zuviel
O.: Dass können sie von mir nicht verlangen
S.: Töte mich!
O.: Sie und ich sollten zu fliehen versuchen
S.: Wohin?
O.: Los kommen sie
Die Beiden verlassen fluchtartig den Raum.

Die Gesichtslosen betreten den Raum.
Ein Tumult zwischen einigen Gesichtslosen und einigen Widerständlern.
Die Gesichtslosen führen die Infizierung durch.

G2+G3 kommen mit Olmura zu G4 hin.
O.: Der Widerstand lebt!
G4: Ja….ja….sonst noch was?
Lepanto und B. betreten den Raum.
Lepanto tritt zu den Gesichtslosen.
L.: Wer ist dass?
G1: Omura, Gruppe 42 Anführer
L.: Möchten sie noch etwas sagen?
O.: Man muss sich im Herzen des Feindes schlafen legen und diesem zu einem reflektierenden Bewusstsein bringen
Lepanto beobachtet Omura.
L.: Die Frau?
O.: Ja, die Frau
L.: Sie wird uns nicht entkommen
O.: Und ihr auch nicht
L.: Abführen
G2 und G3 legen Omura Hand- und Fußfesseln an und stülpen ihm eine Kapuze über den Kopf.
L.: Keine Infizierung durchführen…wir brauchen Informationen von ihm
G3: Verstanden Anführer
Omura wird abgeführt.
B.: Infizierung abgeschlossen?
G3: Infizierung abgeschlossen
L.: Wo ist die Anführerin?
G4+G1 (mit Stella herbeikommend): Hier Anführer
L.: Nur eine kleine verwirrte Frau
B.: Der Schlange den Kopf abgeschlagen
L.: Und was jetzt kleine Frau?
B.: Nur eine Kriminelle, die sich der Gerechtigkeit zu entziehen versucht hat
L.: Der große Konzern wird sich freuen
B.: Eine Beförderung?
L.: Wohl so etwas
B.: Sie können stolz auf sich sein Lepanto
L.: B., sie brauchen mich nicht darauf aufmerksam zu machen, ich bin es
B. tretet nahe zu Stella heran.
B.: Wir werden viel Zeit mit Ihnen verbringen
L.: Dass werden wir
B.: Alles werden sie uns berichten
L.: Jeder Gruppe
B.: Jedes Mitglied
Stella schweigt.
L.: Abführen
G4 und G1 legen Stella Hand- und Fußfesseln an, stülpen ihr eine Kapuze über den Kopf und führen sie ab.
G5(mit Dulcina herbeikommend): Eine stumme Kundschafterin….ich habe sie abgefangen Anführer
B.: Eine Stumme
L.: Exekutieren sie die Frau G5
G5: Ja Anführer
B.: Wie?
L.: Eine exekutieren, zehn infizieren…..das Prinzip der Abschreckung
G4 bereitet die Exekution von Dulcina vor.
L.: Nicht hier…..gehe vor die Tür
G4: Verstanden Anführer
G4 geht mit Dulcina ab.
Ein Schuss ist zu hören.
Totenstille.
L.: Die Frau?
B.: Wir jagen sie
L.: Ich möchte ihren Kopf
B.: Nur den Kopf?
L.: Ja
B.: Keine Infizierung?
L.: Ich sagte den Kopf
B.: Ihre Gefangennahme ist nur eine Frage von Zeit
L.: Ich habe aber keine Zeit
B.: G2 Planquadrate schließen
G2: Planquadrate werden geschlossen
B.: Warten sie….ich übernehme die Leitung…..Lepanto
L.: Gehen sie
B. und G2 gehen ab.

Nach einigen Momenten kommt Xola zu Lepanto hin.
X.: Der Widerstand ist nun wohl Geschichte
Lepanto tritt zu Xola und schlägt ihn.
L.: Die andere Frau!
X.: Was ist mit der anderen Frau?
L.: Sie weiss zuviel
X.: Und?
L.: Suche und finde sie für mich
X.: Ich bringe sie ihnen Lepanto
L.: Enttäuschen sie mich nicht….der Steckbrief
Xola nimmt den Steckbrief entgegen.
X.: Und dann….
L.: Sie bekommen ihre Eltern aus der Sippenhaft
X.: Und mein Bruder?
L.: Vergessen sie ihn
X.: Schon vergessen
L.: Gehen sie jetzt
Xola geht ab.
G2 tritt zu Lepanto hin.
G2: Wir haben alle Aufgaben ausgeführt Anführer
L.: Nein
G2: Welche Aufgabe Anführer?
L.: Die Frau….ich möchte diese Frau
G2: Wir tun unser Bestes Anführer
L.: Dann verbessert euch
G2: Ja Anführer, es lebe der große Konzern
L.: Es lebe der große Konzern
Lepanto geht ab.
Die Gesichtslosen beginnen den Raum zu zerstören.

III.

In einem Versteck.

Clara C.
Paul P.
Veno V.
Nathan N.
Xola X.
I. Gesichtslose Lepanto L.
II. Gesichtslose B.
Die Gesichtslosen G1; G2; G3; G4;….

Der verwundete Nathan liegt auf einer Decke. Paul verarztet diesen.

N.: Werde ich es schaffen?
P.: Was soll die Frage?
N.: Eine Antwort
P.: Ja Nathan, sie werden es schaffen, die Blutung ist gestoppt
N.: Sie belügen mich nicht?
P.: Ich bin ein gänzlich schlechter Lügner
N.: Dulcina?
P.: Ich weiß nicht
N.: Stella? Tom? Clara? Alexander?
P.: Der Widerstand ist wohl Geschichte
N.: Clara hat es vielleicht geschafft
P.: Vielleicht
N.: Sie schafft es immer den Gesichtslosen zu entkommen
P.: Dann wird sie ihnen wohl entkommen sein
N.: Sicher
P.: Sie müsste hierher kommen
N.: Dann kommt sie
Paul kümmert sich um Nathan`s Wunde.
N.: Dulcina….Dulcina
P.: Dein Herz sollte nicht an die Liebe denken, denn zu schlagen
N.: Ohne sie brauche ich kein Herz, kein Leben
P.: Denke sie an sich selbst
N.(delirierend): Dulcina…..Dulcina

Clara betretet das Versteck.

C.: Paul
P.: Clara
Clara und Paul umarmen sich.
C.: Hallo Nathan
N.: Clara
C.: Was ist mit ihnen?
N.: Ich bin fliehend von einem Gesichtslosen angeschossen worden
C.(an Zola sich wendend): Er wird es schaffen?
P.: Ja
C.: Gut
P.: Wie sind sie den Gesichtslosen entkommen?
C.: Nächste Frage
P.: Der Widerstand?
C.(ihre zitternde Hand betrachtend): Der Druck wird stärker
P.: Eine Beruhigungstablette?
C.: Nein
Beide verweilen kurz schweigend.
C.: Dieses Mal war es knapp
P.: Es gibt zu viele Verräter
C.: Nicht nur, die Infizierten
P.: Was nun?
C.: Abwarten
P.: Ohne all die anderen?
C.: Ich bin noch übrig
P.: Und wenn die Gesichtslosen sie haben?
C.: Vorher sterbe ich
Clara geht zu Nathan.
C.: Nathan
N.: Was ist mit Dulcina?
Clara schweigt.
N.: Was ist mit ihr?
C.: Die Gesichtslosen
N.: Nein
C.: Sie ist stumm
N.: Nein
C.: Die Gesichtslosen haben sie exekutiert
Nathan stöhnt auf.
N.(den Tränen nahe): Mein Gott
C.: Mit Gott hat dass alles nichts zu tun
P.: Ich gebe Nathan eine Beruhigungs-Spritze
N.(delirierend): Dulcina….Dulcina
Paul verabreicht Nathan eine Spritze und dieser schläft ein.
C.: Was war dass?
P.: Morphium
C.: Hilft wohl auch bei Zahnschmerzen?
P.: Die Löwin
C.: Ich brauche keine Streicheleinheiten
P.: Ich bewundere dich
C.: Ich bin müde
P.: Die Dokumente?
C.: Wohl abgefangen…..Veno
P.: Was ist mit ihm?
C.: Noch ein Verräter
P.: Dass glaube ich nicht
C.: Dann ist er jetzt wohl tot
P.: So wird es sein
Clara wendet sich ab.
P.: Was ist Clara?
Clara schweigt.
C.: Nathan blutet aus der Wunde
Paul kümmert sich um die Wunde von Nathan und wendet sich dann Clara zu.
P.: Ihre Hand Clara?
C.(ihre zitternde Hand betrachtend): Nicht so wichtig
P.: Zeige sie mir
C.: Hier
Paul untersucht die Hand.
P.: Die Anspannung….ein psychisches Problem
C.: Noch eines
P.: Sie sollten sich für ein paar Tage zurückziehen
C.: Jetzt?
P.: Viel Wasser trinken
C.: Werde ich machen….wir sollten Kontakt zu den verbliebenen Gruppen herzustellen versuchen
P.: Nein, wir sollten vorerst hier bleiben…..du solltest dich ausruhen Clara
C.: Auf Informationen warten
P.: Ja
C.: Das Wesentliche
P.: Zuerst das Unwesentliche
C.: Ich könnte schlafen
P.: Dann schlafe
C.. Ich muss erst aus diesem Alptraum erwachen….meinem Leben
P.: Hellwach sind sie
C.: Zu viel
Hinkend kommt Veno zu Clara, Paul und Nathan hin.
V.: Clara……Paul
P.: Veno
Clara tretet einen Schritt zurück.
V.: Clara?
C.: Sie sind infiziert
V.. Bin ich nicht
C.: Unmöglich
V.: Sie müssen mir vertrauen
C.: Beweise es
P.: Woher wissen sie von diesem Versteck?
V.: Von Omura
P.: Woher kennen sie Omura?
C.: Omura war der Kontaktmann zwischen mir und Veno
V: Ich habe ein Herzleiden vorgetäuscht….auf dem Weg zur Krankenstation konnte ich den Gesichtslosen entkommen
C.: Wer soll das glauben?
V.: Mein Herz?
P.: Was ist mit ihrem Freund?
V.: Ein Verräter
C.: Sie haben ihm vertraut
V.: Ein Fehler
C.: Die Dokumente?
V.: Den Gesichtslosen
C.: Nicht gut….die Gesichtslosen haben Stella
V.: Der Widerstand?
C.: Zusammengebrochen
P.: Resignation
V.: Nein, wir werden kämpfen
P.: Wie denn?
V.: Clara?
C.: Wir kämpfen!
V.: Paul?
P.: Wir kämpfen!
V.: So sei es

Xola kommt mit einer Waffe in einer Hand zu Paul, Clara, Veno und Nathan hin.
X.: Keiner bewegt sich
V.: Der unauffällige Zola
C.: Dein Freund?
V.: Weniger ein Freund, denn Feind
X.: Clara, endlich begegnen sie und ich uns
C.: Die Freude ist gänzlich auf meiner Seite
X.: Dann ist gut….und dass ist….ich kenne sie…..sie arbeiten im Konzern
Paul blickt Xola schweigend an.
X.: Die Verräter unter sich
P.: Dass Einzige, welches uns miteinander verbindet
P.: Was wollen sie?
X.: Ich habe schon alles was ich möchte
C.: Mich
X:. Die Gesichtslosen sind bald hier…..das Geheimnis Clara?
Clara schweigt.
Xola richtet die Waffe auf Paul.
X.: Das Geheimnis?
C.: Niemals
X.: Niemals?
Xola erschießt Paul.
X.: Das Geheimnis Clara?
C.: Niemals?
Xola richtet die Waffe auf Veno.
X.: Gibt es denn niemanden denn sie lieben Clara?
C.: Niemanden
X.: Die Gesichtslosen werden ihnen das Geheimnis herauspressen
Clara schweigt.
X.: Ich könnte ihnen helfen
C.: Nein
V.: Sie können sich nur selber helfen
X.: Die gleichen Sprüche wie beim letzten Mal
V.: Verräter
X.: Wie sind sie denn den Gesichtslosen entkommen?
V.: Verräter
X.: Ich sehe, ich bin unter Freunden
C.: Stirb
X.: Aber zuerst ihr

B. betretet das Versteck mit einer Waffe in der Hand.

X.: B.
B.: Xola
X.: Ich habe die Frau
B.: Ich sehe…gut
X.: Die Gesichtslosen?
B.: Sind bald hier
X.: Dann ist der Widerstand Geschichte
B.: So wird es sein
B.(auf Paul blickend): Was ist mit ihm?
X.: Ich habe ihn erschossen
B.: 1 Exekutierter, 10 Infizierte
X.: Machen sie sich keine Sorgen
B.: Die mache ich mir auch nicht
X.: Was ist?
B.: Ach nichts
B. erschießt Xola.
B.: Nun können wir ungestört miteinander sprechen
C.: Sie sind nicht infiziert?
B.: Nein
C.: Warum?
B.: Ich frage….das Geheimnis?
C.: In mir verwahrt
B.: Dann ist gut
C.: Sie möchten es nicht wissen
B.: Nein, eigentlich nicht
C.: Warum?
B.: Warum (und lächelt)….dass wird wohl mein Geheimnis bleiben
C.: Damit jeder sein Geheimnis hat
B.: So soll es sein
V.(bei der Leiche von Paul): Mausetot
C.: Zumindest schmerzlos
B.: Wer war dieser Mann?
C.: Ein guter Arzt, der im großen Konzern arbeitete, ein großer Mann
B.: Jetzt nicht mehr
Alle schweigen.
C.: Ich möchte den Anführer…..ich möchte mich mit Lepanto treffen
B.: Wie bitte?
C.: Sie haben mich schon verstanden
B.: Wie soll dass gehen?
C.: Hinterlegen sie eine schriftliche Notiz in seinem Umfeld
B.: Ein heimliches Treffen?
C.: Genau
V.: Clara…nein
C.: Ich muss diese Angelegenheit zu Ende bringen
B.: Die Notiz?
Clara fertigt die Notiz an und überreicht diese B..
C.: In drei Tagen im Lokal 87 bei Sonnenuntergang
B.: Ich werde es für sie tun
C.: Danke
V.: Clara
C.: Es ist meine Entscheidung
B.: Ich verschwinde….und ihr solltet das Gleiche machen
V.: Bald
C.: Danke
B.: Wartet…hier
B. gibt Veno die Waffe.
B.: Die könnten sie brauchen
B. geht ab.

V.: Dass ist ihr Todesurteil
C.: Warten wir ab
V.: Nathan?
Nathan regt sich nicht.
Clara und Veno gehen zu diesem hin.
V.: Er ist tot
C.: Ruhe in Frieden Nathan
V.: Eine Überdosis Morphium
C.: So ist es
V.: Alles bricht auseinander
C.: Es geschieht zu viel in zu kurzer Zeit
V.: Die Ereignisse
C.: Paul, Nathan, Dulcina
V.: Windmühlen
Beide schweigen.
Veno summt eine Klaviersonate.
C.: Schuhmann
V.: Clara
Veno küsst Clara.
C.: Was soll dass?
V.: Ich habe zu kalt
Clara blickt Veno an.
C.: Ich auch
Beide küssen sich.
C.: Ich muss gehen
V.: Bleibe
C.: Wir treffen uns später
V.: Wo?
C.: Ich werde sie finden
Clara geht ab.
Nach einigen Minuten betreten die Gesichtlosen den Raum.
G2: Keiner!
V.: Es ist nur einer
Veno zieht die Waffe
G3: Lassen sie dass
Veno wirft die Waffe weg und die Gesichtslosen legen Veno Handfesseln an.
Lepanto betretet den Raum.
L.: Veno
V.: Der Anführer
L.: Jetzt haben wir sie wieder
V.: Eine kurze Flucht
L.(zu der Leiche von Xola tretend): Xola….nun ja…und dass ist? (zur Leiche von Paul tretend)
V.: Nie gesehen
L.: Dass werden wir noch früh genug wissen
V.: Zu spät
L.: Wer hat Xola erschossen?
V.: Ich
L.: Die Frau?
V.: Welche Frau?
L.: Die Komik wird ihnen noch vergehen
V.: Mit ihnen sicherlich
L.: Abführen
G3: Ja Anführer
G3+G4 legen Veno Beinfesseln an, stülpen ihm eine Kaputze über den Kopf und führen diesen ab.
L.: G2
G2: Anführer
L.: Die Familie von Xola exekutieren
G2: Ja Anführer
L.: Mitgestorben
G2: Ja Anführer
G2 geht ab.
B. kommt zu Lepanto.
B.(auf die Leiche von Xola blickend): Xola
L.: Mausetot….wo waren sie?
B.: Ich wurde aufgehalten
L.: Wie?
B.: Die neue Infizierungskampagne
L.: In welchem Planquadrat
B.: 14c

B. geht durch den Raum und hebt in einer Ecke einen Zettel auf.
B. überreicht Lepanto den handbeschrifteten Zettel.
B.: Da steht “Für Lepanto”
L.: Lassen sie mich alleine B.
B. geht ab.
L.: Gesichtslose Abmarsch
G1: Es lebe der große Konzern Anführer
Die Gesichtslosen gehen ab.
Lepanto liest den Zettel, zerstört diesen und geht ab.

IV.

IV.I

Clara C.
Lepanto L.
Ein Infizierter I.

In einer dunklen Ecke eines Lokal sitzt Clara. Im Hintergrund läuft leise Musik.
Nach einiger Zeit kommt Lepanto zu dem Tisch hin.

L.: Frau Clara?
C.: Herr Lepanto
L.: Gut, dass wir uns treffen
C.: Ich hoffe, dass sie die Bedingungen eingehalten haben
L.: Ich habe
C.: Ich habe sie mir anders vorgestellt
L.: Dass ist meistens so…..sie haben sich mich als böses, vernarbtes Monstrum vorgestellt
C.: So ungefähr
L.: Da muss ich sie wohl enttäuschen
C.: Die Enttäuschung hält sich in Grenzen
L.: Ich habe andere Interessen…wir haben Veno
C.: Und ist er schon entkommen?
L.: Diesmal nicht
C.: Wird wohl noch werden
L.: Wir haben ihn entkommen lassen
C.: Um mich zu finden?
L.: So ist es
C.: Ich möchte verhandeln
L.: Es gibt nichts zu verhandeln
C.: Sind sie sicher?
L.: Das Geheimnis
C.: Welches Geheimnis?
L.: Ihre Hand zittert
C.(ihre Hand betrachtend): Ich weiß
L.: Die Anspannung
C.: Und bei ihnen?
L.: Ich bin mit allem noch fertig geworden
C.: Außer mit ihnen selbst
Beide verweilen schweigend.
L.: Was hat dass mit den Gruppen eigentlich zu bedeuten?
C.: Was glauben sie?
L.: Keine Ahnung
C.: Tarnung, Desinformation, Verwirrung stiften, den Gegner in die Irre führen….mehr ist nicht
L.: Sie lügen
C.: Der Konzern ist die Wahrheit
L.: Wenn sie mir das Geheimnis nicht erzählen möchten, erzähle ich ihnen eines
C.: Da bin ich aber gespannt
L.: Ich habe ihre Tochter
C.: Ich habe keine Tochter
L.: Oh ja…..die haben sie
C.: Nein
L.: Nikita
C.: Nikita?
L.: Wir haben sie vor ein paar Monaten gefunden
C.: Infiziert?
L.: Nein…..sie ist krank
C.: Dass stimmt nicht
L.: Sie wird bald sterben
C.: Nein
L.: Gibt es da vielleicht doch Gefühle in dieser kalten Frau
C.: Ich glaube ihnen kein Wort
L.: Müssen sie auch nicht…..hier
Lepanto legt einige Fotografien auf den Tisch.
L.: So sieht ihre Tochter jetzt aus
Clara betrachtet die Fotos.
L.: Wie lange haben sie ihre Tochter nicht mehr gesehen….10….8 Jahre…..wir könnten sie retten….aber
C.(von den Fotos aufblickend): Aber?
L.: Der Preis ist ihr Leben und das Geheimnis
Clara blickt Lepanto schweigend an.
L.: Was nun?
Clara nimmt einen Drink zu sich und verzieht ihr Gesicht.
L.: Was ist?
C.: Zahnschmerzen
L.: Ihre Hand zittert, die Zähne schmerzen…sie sind am Ende.
C.: Was passiert mit den Anderen?
L.: Das Übliche….und?
C.: Ich werde darüber nachdenken
L.: Ich brauche jetzt eine Entscheidung
C.: Jetzt
L.: Wer ist eigentlich der Vater….meine Neugierde….sie verstehen
C.: Nikita hat keinen Vater
L.: Aber eine Rabenmutter
Clara schweigt.
C.: Sie sind verheiratet?
L.: Mit meiner Arbeit
C.: Keine Frau in ihrem Leben
L.: Glücklich alleine
C.: Ein Einzelgänger
L.: So wie sie
C.: Sie und ich sind uns nicht ähnlich
Lepanto schweigt.
L.: Früher oder später sind alle unsere Gegner sprachlos
C.: Sie wissen was sie tun
L.: Ich bin von der Richtigkeit meiner Handlungen absolut überzeugt
C.: Menschen sterben
L.: Soll ich jetzt weinen
C.: Können sie denn?
L.: Nein
Beide schweigen.
C.. Sie sollten ihre Maske ablegen
L.: Darunter ist kein Gesicht
C.: Warum nicht?
L.: Niemand erträgt es einem anderen in das Gesicht zu blicken, niemand erträgt die Wahrheit und deshalb tragen wir alle Masken
C.: Also ist es besser gesichtslos zu sein
L.: So ist es….der Mensch ist schwach, aber das System, der Konzern ist stark und mit diesen der Mensch
C.: Es lebe der große Konzern
L.: Sie machen sich über mich lustig
C.: Ich habe ein Gesicht
Clara ergreift die Hand von Lepanto und führt diese zu ihrem Gesicht.
C.: Spüren sie die Lippen, die Wangen, diese Augen, keine Maske verhüllt diese, es ist das Leben, kein System, kein Konzern, alles maskenlos, ein Gesicht
Lepanto löst seine Hand von jener von Clara.
L.: Das Gesichtslose wird triumphieren, die Maske, denn dies ist jenes was die Menschen möchten, die Maske, das Gesichtslose, den großen Konzern
C.: Sie haben vergessen, dass sie ein Mensch sind
L.: Sie müssen sich mit ihrem Schicksal abfinden
C.: Wo ist ihr Herz?
L.: Ihr Kampf war vergeblich
C.: Erinnern sie sich an ihre Kindheit?
L.: Dass Gerede wird alles nichts bringen
C.: Wissen sie wer den Konzern gegründet hat
Lepanto schweigt.
C.: Wissen sie von den Entdeckungen, der Weigerung diese der Menschheit zugute kommen zu lassen
Lepanto schweigt.
C.: Haben sie ein Gewissen
L.: Dass ändert doch alles nichts
Clara schweigt.
L.: Nikita hat mir vieles von ihnen erzählt….dass sie Klavier spielen….Chopin….Schuhmann….welche Sprachen sie sprechen…welches Essen sie lieben….ihre Vorlieben….ihre Abneigungen……ihr gesamtes Leben….einfach alles
C.: Alles und doch Nichts
L.: So wird es sein
C.: Gar nichts wissen sie
L.: Sie sind einsam?
C.: Sie auch
L.: Ich auch
Beide schweigen.
C.: Tanzen sie
L.: Wie bitte?
C.: Kommen sie
Beide tanzen und setzen sich dann wieder.
L.: Sie sind jetzt gänzlich alleine
C.: Dass war ich vorher auch schon
L.: Nichts Neues für sie?
C.: Genau
Beide schweigen.
C.: Ich habe meine Entscheidung getroffen
L.: Ja
C.: Wir tauschen….mich und das Geheimnis gegen Nikita
L.: Einverstanden
C.: Morgen auf dem Hauptplatz 18 um 15 Uhr
L.: Ich werde da sein
C.: Kommen sie nur mit Nikita
L.: Bis morgen

Lepanto geht ab.
Clara nimmt einen Drink zu sich.
Nach einiger Zeit kommt ein Infizierter zu Clara hin.

I.: Frau?
C.: Ja
I.: Ich möchte sie um Geld für die Medikamente bitten
C.: Schmerzen
I.: Unerträgliche
C.: Wann wurden sie infiziert?
I.: Vor 43 Tagen…..die Schmerzen überlagern jeden Gedanken, jedes Gefühl….es lebe der große Konzern
C.: Hier
Clara reicht dem Infizierten einige Geldscheine.
I.: Es lebe der große Konzern
C.: Es lebe der große Konzern
Der Infizierte geht ab.
Clara blickt in die Leere in und um sich.

IV.II

Clara C.
Nikita N.
Lepanto L.
Stella S.
B. B.

Auf dem Hauptplatz 18.
Ein Kommen und Gehen.
Zwischen den Passanten erscheinen Lepanto und Nikita.

L.: Freuen sie sich?
N.: Nein
L.: Ihre Mutter
N.: Sie weiß, dass ich für sie bin Anführer?
L.: Nein, dass weiß sie nicht
N.: Das Geheimnis?
L.: Ich werde es erfahren
N.: Dann hat es sich gelohnt
L.: Dass hat es sich
N.: Und meine Krankheit?
L.: Sie werden sterben
N.: Ich weiß
L.: Vielleicht rettet der Konzern ihr Leben
N.: Es lebe der große Konzern
L.: Angst?
N.: Ich bin glücklich dem großen Konzern dienen zu können
L.: Eine gute Soldatin
N.: Danke
L.: Bald werden alle Menschen gesund sein
N.: Ihr Triumph
L.: Mit ihrer Hilfe
N.: Sie sind der Anführer
L.: Ich bin nur ein kleines Rad im großen Konzern
N.: Es lebe der große Konzern
L.: So sei es
Beide schweigen.
L.: Spiele deine Rolle dann
N.: Ich bin eine gute Schauspielerin
L.: Sie können überzeugend sein
N.: Danke für das Lob Anführer
L.: Wie spät ist es Nikita?
N.: In 5 Minuten 15 Uhr
Beide verweilen schweigend und warten.
L.: Der Platz ist von den Gesichtslosen umstellt
N.: Nichts kann passieren
L.: Genau so ist es
N.: Wichtig ist nur, dass sie glücklich sind
L.: Ich bin es….noch die Frau und das Geheimnis und mein Auftrag ist beendet
N.: Dann können sie sich um die wirklich wichtigen Angelegenheiten kümmern
L.: Ich werde vielleicht ihr Leben retten
N.: Mein Leben in ihren Händen

Clara kommt zu den Beiden.
N.: Mutter
C.: Nikita
Nikita fällt Clara in die Arme.
C.: Es tut mir leid
N.: Nein
C.: Es tut mir leid
N.: Ich bin krank
C.: Ich weiß
N.: Wie geht es dir?
C.: Gut
Beide verweilen schweigend.
L.: Genug der Sentamentilitäten……Clara
Clara schweigt.
L.: Das Geheimnis?
C.: Die Tochter
L.: Das Geheimnis?
C.: Was passiert mit ihr?
L.: Ihr Leben gegen das ihrige, aber vorher das Geheimnis
C.: Ich nehme es mit in den Tod.
Lepanto überlegt.
L.: Einverstanden
Lepanto zieht eine Waffe.
L.: Auf die Knie…..sofort
Clara geht auf ihre Knie.
N.: Lepanto
L.: Was ist?
N.: Nicht hier
L.: Sei still….ich erschieße sie jetzt Clara
C.: Nicht vor meiner Tochter
N.: Lepanto
L.: Sagen sie mir das Geheimnis und ich erschieße sie nicht hier
Clara schweigt.
Lepanto legt die Waffe an die Stirn von Clara.

Stella kommt zu den Anwesenden.

L.: Woher kommen sie denn?
S.: Überrascht?
L.: Nun ja
S.: Jetzt sind sie alleine
L.: Der Platz ist von den Gesichtslosen umstellt
S.: Sind sie sicher?
L.: Ja
S.: Alles in Ordnung Clara?
C.: Mir geht es gut, bleibt nur die Frage wie lange noch
S.: Wer ist dass?
C.: Meine Tochter Nikita
S.: Sie haben eine Tochter?
C.: Ja
Alle verweilen schweigend.
L.: Wie konnten sie nur entkommen
B. tritt neben Stella hin.
L.: Ich beginne zu verstehen
B.: Lepanto
L.: B.
Lepanto richtet seine Waffe auf B. und in diesem Moment schlägt Stella ihm diese aus der Hand.
Die Waffe landet vor den Füßen von Nikita
Nikita nimmt die Waffe an sich und richtet diese auf B.
L.: Erschieße ihn
Nikita richtet die Waffe auf Clara.
C.: Nikita
N.: Das Geheimnis?
S.: Sage es ihr Clara
L.: Töte sie alle
Ni.: Ich zähle jetzt 10…..10….9….8….7….6….5…..4…..3…..2…..1…..
Clara schweigt.
Nikita erschießt Lepanto und richtet dann die Waffe auf ihren Kopf.
B.: Tue es nicht
Clara steht auf und tretet zu Nikita hin.
C.: Gib mir die Waffe Nikita
Nikita reagiert nicht.
C.: Nikita
Nikita gibt Clara die Waffe und bricht weinend in den Armen von Clara zusammen.

S.: Wo sind die Gesichtslosen?
B.: Ich habe sie abgerufen
S.: Und jetzt?
B.: Verschwinden sie
S.: Und sie?
B.: Ich weiß, was ich tue
S.: Warum?
B.: Nächste Frage
S.: Danke
Stella küsst B. auf die Stirn.
B.: Kämpfen sie weiter
S.: Dass werde ich
B.: Verschwinden sie….die Gesichtslosen
Stella geht ab.
B. blickt zu Nikita und Clara, schüttelt den Kopf und geht ab.

Nikita blickt zu Clara auf.

N.: Es tut mir leid
C.: Es braucht dir nicht leid zu tun…du hast richtig gehandelt
N.: Was ist jetzt?
C.: Wir kämpfen weiter
N.: Kann ich bei dir bleiben?
C.: Dass kannst du
N.: Das Geheimnis
C.: Dass bleibt geheim

Clara und Nikita verschwinden zwischen den Passanten.

The End

Anmerkungen:

Name: Kürzel

Clara C.
Veno V.
Xola X.
Die Gesichtslosen G1;G2;G3
I. der Gesichtslosen Lepanto L.
II.der Gesichtslosen B.
Omura O.
Stella S.
Paul P.
Die Widerständler W.
Eine stumme Frau Dulcine D.
Die Gäste im Lokal G.
Nathan N.
Nikita N.
Ein Infizierter I.

Schachmatt

März 23, 2010

Schachmatt (auszuarbeiten und zu überarbeiten)

Wir verwerfen den Kapitalismus nicht, weil er die Ungleichheit fördert, sondern weil er den Aufstieg von niedrigen Menschentypen begünstigt.
Nicolás Gómez Dávila

Wolf W. Besatzungsmitglied
Logicus L. Ein Computer
Anarcha A. Besatzungsmitglied
Bitta B. Besatzungsmitglied
Ratte R. Besatzungsmitglied
S. Ein Spiegelbild
Heinrich H. Besatzungsmitglied von dem Raumschiff 18.03.02.z
Benita Be. Besatzungsmitglied von dem Raumschiff 18.03.02.z

An Bord eines Raumschiffes in einer fernen Galaxie.

W.: Wie lange sind wir noch unterwegs Logicus?
L.: 238 Tage 14 Stunden 28 Minuten 53 Sekunden Wolf
W.: Wie fühlst du dich in diesem Moment Logicus?
L.: Gut, danke der Nachfrage und wie fühlst du dich Wolf?
W.: Auch gut, ich bin hungrig, was empfiehlst du mir als Tagesgericht Logicus?
L.: Die Schlachthausplatte, proteinreich, schmackhaft und gut Wolf
W.: Dass klingt nahrhaft Logicus
L.: Es ist dein Lieblingsgericht Wolf
W.: Ja, dass ist es Logicus
W.: Was ist mit dem Spiegelbild Logicus?
L.: Das Spiegelbild reist durch unentdeckte Welten und fühlt sich durch die Unvorstellbarkeit noch nie Gedachtem Wolf
W.: Die Zeitlosigkeit körperloser Virtualität Logicus?
L.: Die Ewigkeit der Unendlichkeit Wolf
W.: Endlos endlich Logicus
L.: Denn jeden Tag gilt es neu zu entdecken, einen jeden Moment auszukosten, versuchend einander zu verstehen, nicht zu richten, denn zu verstehen zu versuchen, der Mensch und die Maschine, die Maschine und der Mensch Wolf
W.: Das Spiegelbild eines Romantikers Logicus
L.: Sich in allem widerspiegelnd Wolf
W.: Klingt irgendwie hoffnungsvoll Logicus
L.: So ist das Spiegelbild Wolf
W.: Hast du einen neuen Stern für mich entdeckt Logicus?
L.: Ein neuer Stern im System Xantum, namenlos und unentdeckt Wolf
W.: Und wie nennen wir ihn Logicus?
L.: Logicus 32 Wolf?
W.: Nein, wir nennen den neuen Stern Wolf 47 Logicus
L.: Neuer Sternenamen Wolf 47 in interplanetare Sternenkarten eingezeichnet Wolf
W.: Und das Übliche Logicus
L.: Sternen-Meldung in alle Systeme abgesetzt Wolf
W.: Dann suche uns einen unentdeckten, namenlosen Stern Logicus
L.: Suche gestartet Wolf
Wolf verbleibt schweigend.
W.: Die Einsamkeit ist wohl der beste Freund des Raumfahrers Logicus
L.: Die Einsamkeit bildet die Tiefe eines Menschen Wolf
W.: Dann bin ich wohl ein sehr tiefer Mensch Logicus
L.: Dass bist du Wolf
W.: Die technischen Systeme funktionieren einwandfrei Logicus?
L.: Ja Wolf
W.: Alles läuft nach Plan Logicus?
L.: Nach Plan Wolf
W.: Mit was beschäftigst du dich Logicus?
L.: Mit der Theorie des Egalitaritismus Wolf
W.: Die wäre Logicus?
L.: Dass das Leiden des Menschen sich aus den gesammelten Erfahrungen, des Erlebtem ergibt und dass in der Reduktion seiner Wünsche, der Indifferenz gegenüber seinen Erwartungen eine Art von bleibender Lebensfreude entstehen kann, ein Gedanke sich dem Geist bildet, welcher alle anderen Gedanken zu überlagern beginnt und gleich einem Dach bei einem Haus über den Gefühlen dann trohnt und vor extremen Verhaltensweisen bewahrt, ein wahrer Fortschritt der Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit Wolf
W.: Hört sich interessant an Logicus?
L.: Dass ist es auch Wolf
W.: Erzähle mir mehr davon Logicus
L.: Eine philosophische Strömung zu Beginn des 21 Jahrtausend, nicht sehr bekannt, aber sehr folgenreich, ihre Hauptvertreter waren im Spät-Kapitalismus Geborene, welche diesen Unzeiten mit ihren Theorien alternativer Gesellschaftssysteme gescheitert sind, aber einen wichtigen Impuls für die großen Denker des 21.Jahrhundert gebend Wolf
W.: Die dann alles und nicht verändert haben Logicus
L.: So ist es Wolf
W.: Ich habe mich mit der Wissenschaft der Philosophie vor langer Zeit beschäftigt, seitdem weiß ich, dass ich nichts weiß Logicus
L.: Dann weißt du schon sehr viel Wolf
W.. Und dann habe ich das Interesse daran verloren Logicus
L.: Vielleicht war dass eine gute Entscheidung Wolf
W.: Ja, dass war es Logicus
L.: Die Wissenschaft der Philosophie ist gefährlich Wolf
W.: Ich verstehe Logicus
Wolf verweilt schweigend.
W.: Ich hole mir einen Apfel Logicus
Wolf geht ab, kommt mit einem Apfel zurück und verspeist diesen.
W.: Die Lebenssysteme der restlichen Besatzung funktionieren einwandfrei Logicus?
L.: Einwandfrei Wolf
W.: Das ist ja ein Wurm im Apfel
Wolf legt den Apfel beiseite.
W.: Ich beschäftige mich hingegen mit der deutschen Romantik….Novalis, Hölderlin, Heine usw. Logicus
L.: Sicherlich sehr interessant Wolf
W.: Ich lese die „Hymnen an die Nacht“ von Novalis Logicus
L.: Und wie sind diese Hymnen Wolf?
W.: Ich versuche eine tiefere Erkenntnis diesen heraus zu gewinnen, für mich….warte….Abwärts wend ich mich zu der heiligen, unaussprechlichen, geheimnisvollen Nacht. Fernab liegt die Welt – in eine tiefe Gruft versenkt – wüst und einsam ist ihre Stelle. In den Saiten der Brust weht tiefe Wehmut. In Tautropfen will ich hinuntersinken und mit der Asche mich vermischen. – Fernen der Erinnerung, Wünsche der Jugend, der Kindheit Träume, des ganzen langen Lebens kurze Freuden und vergebliche Hoffnungen kommen in grauen Kleidern, wie Abendnebel nach der Sonne Untergang. In andern Räumen schlug die lustigen Gezelte das Licht auf. Sollte es nie zu seinen Kindern wiederkommen, die mit der Unschuld Glauben seiner harren?….Logicus
L.: Sehr schön Wolf
Wolf verweilt schweigend und überprüft einige Anzeigen auf den Bildschirmen.
W.: Wie lange sind wir noch unterwegs Logicus?
L.: 238 Tage 14 Stunden 18 Minuten 7 Sekunden Wolf
W.: Spielen wir eine Partie Schach Logicus?
L.: Gerne Wolf
Die beiden beginnen ein Schachspiel und nachdem beide einige Minuten Schach gespielt haben geht eine Alarmmeldung auf einen der Bildschirme ein.
W.: Was ist mit der Alarm-Meldung Logicus?
L.: Überprüfung der Systeme läuft Wolf
Wolf wartet ab.
L.: Wolf?
W.: Logicus?
L.: Ich habe einen Fehler im System entdeckt Wolf
W.: In welchem System Logicus?
L.: System 14c Wolf
W.: Das Antriebssystem
Wolf beginnt auf einem Bildschirm einzutippen.
W.: Unser aktueller Sternenpunkt Logicus?
L.: Sternenpunkt 2.0.4.5 Wolf
W.: Letzter Kontakt mit der Zentrale Logicus?
L.: Vor 13 Tagen 7 Stunden 3 Minuten 54 Sekunden Wolf
W.: Die Alarmmeldung Logicus?
L.: Überprüfung der Systeme läuft Wolf
W.: Kommunikationsinhalt der letzten Meldung an Zentrale Logicus?
L.: Eine Routinemeldung, ein Statusbericht, welcher alle 14 Tage automatisch abgesetzt wird Wolf
W.: Der Inhalt dieser Routinemeldung auf den Bildschirm Logicus
L.: Auf dem Bildschirm Wolf
Wolf liest die Routinemeldung durch.
W.: Setze einen Statusbericht an die Zentrale ab Logicus
L.: Statusbericht an Zentrale abgesetzt Wolf
W.: Eintrag in das Logbuch Logicus
L.: Eintrag in das Logbuch gemacht Wolf
Einige Sekunden vergehen.
W.: Erwecke Anarcha Logicus
L.: Anarcha erweckt Wolf
W.: Nächstgelegener Planet Logicus?
L.: Sonnensystem Quorum, Sternenpunkt 2.0.8.7, Planet Xoza Wolf
W.: Not-Meldung absetzbereit machen Logicus
L.: Not-Meldung absetzbereit gemacht Wolf
W.: Handelt es sich vielleicht um einen Fehlalarm Logicus?
L.: Überprüfung der Systeme läuft Wolf
W.: Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarm Logicus?
L.: 4 Prozent Wolf
Eine Alarmmeldung geht auf einen der Bildschirme ein.
L.: Ein weiterer Fehler im System Wolf
W.: Welches System Logicus?
L.: Ein Fehler im System 14b entdeckt Wolf
W.: Wo im Kommunikationssystem Logicus?
L.: Überprüfung läuft Wolf
W.: Suche weiter Logicus
L.: Der Fehler breitet sich in die restlichen Systeme aus Wolf
W.: Lebenserhaltungssysteme von restlichen Systemen isolieren Logicus
L.: Lebenserhaltungssysteme von restlichen Systemen isoliert Wolf
Anarcha betretet die Kommandoebene.
A.: Wie lange habe ich geschlafen Logicus?
L.: 13 Tage 18 Stunden 4 Minuten 3 Sekunden Anarcha
W.: Wovon hast du geträumt Anarcha?
A.: Ich habe von einer Melodie geträumt, einer die mein Herz schneller schlagen ließ, gleich einem sanftem Dahingleiten in Schallwellen, die an meiner Seele sich dann brechen, etwas frühlingshaft Dahinwandelndes, Zartes, an die Schönheit eines Augenblick mich erinnernd, eine Melodie….mehr etwas Verzaubertes, denn Reales
W.: Ein schöner Traum?
A.: Ein schöner Traum….warum hast du mich erwecken lassen?
W.: Zwei Fehler im System
A.: Zwei Fehler im System?
Beide blicken auf den Bildschirm.
W.: Was denkst du Anarcha?
A.: Der Computer überprüft die Systeme?
W.: Ja
A.: Eine Meldung abgesetzt?
W.: Noch nicht
A.: Mache dass
W.: Not-Meldung absetzen Logicus
L.: Not-Meldung abgesetzt Wolf
W.: Dauer bis zum Ende der Überprüfung der Systeme Logicus?
L.: 1 Minuten 19 Sekunden Wolf
A.: Dass ist noch nie vorgekommen
W.: Noch nie
A.: Was steht im Logbuch?
W.: Nur die Routineanweisungen
Anarcha und Bitta warten ab.
L.: Überprüfung der Systeme abgeschlossen Wolf
W.: Ein Fehler im System, der sich ausbreitet Logicus?
L.: Ein Fehler im System, der sich ausbreitet Wolf
A.: Was ist der Fehler im System Logicus?
L.: Fehlerquelle unbekannt Anarcha
A.: Das System Logicus?
L.: Kompletter Systemausfall in 34 Minuten 20 Sekunden Anarcha
W.: Die Besatzung Logicus?
L.: Sauerstoffreserven haben kritische Masse unterschritten, Sauerstoffzufuhr zu Lebenszellen wird in 33 Minuten 3 Sekunden unterbrochen Wolf
W.: Was ist mit den isolierten Lebenserhaltungssystemen Logicus?
L.: Wurden bereits vom Fehler infiziert, Isolierung zu spät durchgeführt Wolf
A.: Wie konnte es zu diesem Fehler kommen Logicus?
L.: Analyse läuft Anarcha
Anarcha und Bitta arbeiten an den Bildschirmen.
W.: Erwecke Ratte und Bitta Logicus
L.: Ratte und Bitta erweckt Wolf
A.: Sauerstoffreserven prüfen Logicus
L.: Sauerstoffreserven haben kritische Masse unterschritten Anarcha
Eine Alarmmeldung geht auf einen der Bildschirme ein.
L.: Ein weiterer Fehler im System Wolf
W.: Welches System Logicus
L.: System 13f Wolf
A.: Im Versorgungssystem
W.: Wo liegt der Ursprung des ersten Fehlers im System Logicus?
L.: In Ausarbeitung Wolf
A.. Wie lange benötigst du noch dafür Logicus?
L.: In Ausarbeitung Anarcha
W.: Dann ist es wohl zu spät
A.: Nicht für den Computer
W.: Keine Möglichkeit den Analyseprozess zu beschleunigen Logicus?
L.: In Ausarbeitung Wolf
W.: Wir werden ersticken
A.: Sei nicht so kurzatmig
W.: Können wir die Sauerstoffreserven strecken Logicus?
L.: Kritische Masse an Sauerstoffreserven erreicht, Streckung nicht mehr möglich Wolf
Ratte und Bitta betreten die Kommandoebene.
R.: Warum habt ihr uns erwecken lassen?
W.: Drei Alarmmeldungen in den vergangenen Minuten, wir werden bald keinen Sauerstoff mehr haben.
A.: Wovon hast du geträumt Ratte?
R.: Ich habe von einem Bild geträumt, dass meine Tochter gemalt hat, eine Fabrik in bunten Farben mit einem Schornstein, welcher in das blaue Himmelszelt hineinwächst und der graue Rauch, der wie silbrige Fäden zum Horizont hinziehend daraus erblüht, der Traum von diesem Bild erinnerte mich an die unvergesselichen Momente mit meiner Tochter
W.: Wovon hast du geträumt Bitta?
B.: Ich habe von einem Kuss geträumt, einem kindlichen, unschuldigen Kuss in das Antlitz eines meiner Geliebten hinein, ein Aufblitzen von Lebensfreude und Fröhlichkeit, ein schöner Moment von einem auf den anderen wechselnd, ein Abglanz leuchtet meinen Lippen, sanft und verträumt, verträumt
R.: Welche Maßnahmen habt ihr gesetzt?
W.: Die Routineprozedur laut Logbuch
A.: Wie viel Zeit bis zum kompletten Systemausfall Logicus?
L.: 33 Minuten 4 Sekunden Anarcha
R.: Wir sollten die Zeitkrümmung aktivieren
A.: Zeitkrümmung aktivieren Logicus
L.: Zeitkrümmung aktiviert Anarcha
Eine Alarmmeldung geht auf einen der Bildschirme ein.
L.: Ein weiterer Fehler im System Wolf
W.: Welches System Logicus?
L.: System 11e
B.: Die Lebenserhaltungssysteme
W.: Was sagt das Spiegelbild Logicus?
L.: Das Spiegelbild beschäftigt sich mit einer möglichen Lösung des sich ausbreitenden Fehler im System Wolf
A.: Spiegelbild aktivieren Logicus
L.: Spiegelbild aktiviert Anarcha
A.: Spiegelbild?
S.: Anarcha?
A.: Lösungansätze Spiegelbild?
S.: Statusbericht absetzen, Notmeldung absetzen, Zeitkrümmung aktivieren, Sensoren auf Schiffsausforschung setzen, Rettungsmaßnahmen aktivieren Anarcha
R.: Rettungsmaßnahmen Spiegelbild?
S.: Mögliche Rettungsmaßnahmen in Ausarbeitung Ratte
A.: Spiegelbild deaktivieren Logicus
L.: Spiegelbild deaktiviert Anarcha
W.: Und jetzt?
R.: Sensoren auf Raumschiffsausforschung setzen Logicus
L.: Sensoren auf Raumschiffsausforschung gesetzt Ratte
Alle verweilen schweigend.
L.: Eingehende Zentrale-Meldung Wolf
R.: Zeige sie an Logicus
Die Zentrale-Meldung erscheint auf einem Bildschirm.
W.: Die Zentrale…den Computer deaktivieren…..usw…….usf……keine Möglichkeiten…..ja……alles Gute
A.: Die haben einen schrägen Humor
R.: Den Computer deaktivieren?
B.: Ist in der verbleibenden Zeit nicht möglich
W.: Die Zentrale hat es leicht zu empfehlen, die sitzen im Trockenen
R.: Und wir ertrinken
A.: In der Atemlosigkeit
Alle verweilen schweigend.
L.: Die Sensoren haben ein Raumschiff, 18.03.02.z, in der Nähe entdeckt Wolf
A.: Unsere Rettung
R.: Sei nicht so voreilig
W.: Welche Klasse hat das Raumschiff Logicus?
L.: Klasse 4F, 8 Besatzungsmitglieder, unindentifizierbare Stufe Wolf
B.: Aus welchem Ring stammt das Raumschiff Logicus?
L.: Aus dem kapitalistischen Ring Bitta
W.: Ein Raumschiff aus dem kapitalistischen Ring?
R.: Wir sollten Kontakt mit der Besatzung aufnehmen
A.: Alle einverstanden
R.: Es gibt wohl keine Alternativen
W.: Sonst sind wir tot
A.: Dass sind wir dann wohl auch
B.: Probieren können wir es
A.: Kontakt ansuchen Logicus
L.: Kontakt angesucht, Anarcha
Alle warten.
B.: Der Fehler im System breitet sich aus Logicus?
L.: Der Fehler greift die anderen Systeme an Bitta
A.: Wann versagt das erste System Logicus?
L.: Versagen des ersten System in 12 Minuten 18 Sekunden erwartet Bitta
A.: Welches System Logicus?
L.: System 14c Anarcha
B.: Das Antriebssystem
A.: Dann sind wir verloren
W.: Dass waren wir wohl schon
R.: Verloren….
L.: Kontaktaufnahme angesucht von Schiff 18.03.02.z Wolf
W.: Anarcha, Ratte und Bitta, einverstanden mit der Kontaktaufnahme?
A.: Einverstanden
R.: Ja
B.: Ja
W.: Logicus?
L.: Ich enthalte mich der Stimme Wolf
A:: Wieviel Zeit bis zum kompletten Systemausfall Logicus?
L.: 25 Minuten 24 Sekunden Anarcha
W.: Ich bin auch dafür….Kontakt herstellen Logicus
L.: Kontakt hergestellt Wolf
Auf einem Bildschirm erscheint Besatzungsmitglied Heinrich von dem Schiff 18.03.02.z
H.: Besatzung Schiff 18.03.02.z
W.: Besatzung Schiff 07.24.01.d
H.: Wir haben eine Meldung ihres Raumschiffes empfangen
W.: Dass ist korrekt
H.: Probleme mit den Systemen an Bord?
W.: Ein Fehler im System, der sich ausbreitet
H.: Ein Virus?
W.: In kurzer Zeit ein kompletter Systemausfall zu erwarten
H.: Möglichkeiten zur Abwendung des Systemsausfall?
W.: Bis jetzt keine
A.: Eure Klassifizierung?
H.: Kapitalismus, 2 Nazis und 6 Nutten
R.: Destovismus, 2 weibliche Offiziere, 2 männliche Offiziere
Kurzes Schweigen.
H.: Wir befinden uns im Kriegszustand
A.: Dass befinden wir uns
H.: Es besteht eine Kontaktsperre
W.: Laut Vertragsklausel 78ac, ja
H.: Und jetzt?
W.: Eine Gefangennahme?
H.: Abgelehnt
W.: Was ansonsten?
H.: Wir retten die euren wertlosen Leben wenn ihr euch bekehrt, dem Destovismus abschwört und dem Kapitalismus eure Treue schwört
A.: Was werden wir?
H.: Zu Kapitalisten
W:: Als Destovisten?
H.: Um euch von den Vorteilen unser einzigartigen System zu überzeugen, lasse ich die Nutte Benita zu Wort kommen
Auf dem Bildschirm erscheint Besatzungsmitglied Benita.
Be.: Der Schwanz ist wichtiger als der Mensch! Nur der größte Unmensch, das größte Menschendrecksschwein kann mit uns ficken!…Wir ruinieren!….
A.: Dass reicht
B.: Wie dumm ist diese Nutte eigentlich?
Be.: Ich habe den Doktor in Architektur, ich habe mich durch jeden Professor hin zum Doktortitel gefickt, so wie alle anderen auch in unserem…..
A.: Genug
Be.: In unserem System ist jede Frau eine Nutte und jeder Mann ein Nazis! Hoch lebe der Kapitalismus! Der Schwanz ist wichtiger als der Mensch! Hoch lebe der Kapitalismus!
W.: Wir haben verstanden
Auf dem Bildschirm erscheint Besatzungsmitglied Heinrich.
H.: Also, überzeugt?
A.: Wir ziehen uns zu einer Beratung zurück
H.: Beeilt euch besser
Der Bildschirm wird schwarz.
L.: Kontakt abgebrochen Wolf
W.: Und?
R.: Wir sollten abstimmen
A.: Deine Analyse Logicus,?
L.: Menschenverachtend, monetäres, ungerechtes Gedankengut vorherrschend, technologisch überlegen, ideologisch unterlegen, Abstimmung erwartend Anarcha
B.: Es ist das einzige Schiff in Rettungs-Reichweite Logicus?
L.: Dass einzige Bitta
W.: Jeder soll die seine Meinung zum Ideologiewechsel sagen
B.: Ich bin ein Mensch, kein Produkt
A.: Ich bin ein Mensch, ich möchte nicht in dieses Irrenhaus wechseln
W.: Ratte?
R.: Ich bin ein Mensch und diesem Albtraum George Orwells möchte ich nicht erwachen
W.: Ich bin ein Mensch, ich möchte nicht steinzeitlichen Zuständen existieren, mich verkaufen
A.: Logicus?
L.: Ich enthalte mich Anarcha
A.: Dann ist die Entscheidung gefällt
W.: Folgende Meldung an Raumschiff 18.03.02.z absetzen, Ideologie-Wechsel abgelehnt, kein Kontakt mehr erwünscht, das Raumschiff soll sich aus Reichweite entfernen Logicus
L.: Meldung abgesetzt Wolf
W.: Und jetzt?
R.: Wir sollten Abwehrmaßnahmen einleiten
W.: Wenn wir sowieso sterben
A.: Trotzdem, laut Logbuch…
W.: Schon gut…..Waffensysteme aktivieren Logicus
L.: Waffensysteme aktiviert Wolf
B.: Verteidigungsschild aufbauen Logicus
L.. Verteidigungsschild aufgebaut Bitta
A.: Verbliebene Zeit bis zum kompletten System-Ausfall Logicus?
L.: 18 Minuten, 18 Sekunden Anarcha
Alle schweigen.
A.: Was machen wir jetzt?
W.: Ich werde die Schachpartie zu Ende spielen
A.: Wolf?
W.: Ja
A.: Die Situation ist sehr ernst
W.: Dann bin ich wenigstens abgelenkt
R.: Eigentlich keine schlechte Idee
Wolf wendet sich dem Schachspiel zu.
B.: Wir werden sterben
A.: Allerdings
R.: Und dann?
A.: Was soll die Frage, dann sind wir tot
R.: Ich habe mir das Sterben schlimmer vorgestellt
B.: Warte erst einmal ab
R.: Die Ratte sitzt in der Falle
B.: Und der Bitta wird bitter
A.: Ich fragte was wir jetzt machen werden?
B.: Wir könnten uns lieben?
R.: Ich lehne die Liebe prinzipiell als Form der zwischenmenschlichen Kommunikation ab
B.: Anarcha?
A.: Mir wurden die Gefühlsrezeptoren vor dem Start entfernt, ich fühle und spüre nichts
B.: Du hast nie davon erzählt
A.: Es ist eine Kälte in mir
R.: Keine Gefühle?
A.: Keine!
B.: Tut mir leid für dich Anarcha
A.: Es war mein persönlicher Wunsch
B.: Wie bitte?
A.: Meine Gefühle habe mir nur Leid und Wut gebracht, nur Schmerz, so habe ich sie mir entfernen lassen
R.: Kann ich irgendwie verstehen
B.: Ich kümmere mich um meine Nerven
R.: Ich werde etwas Sternenstaub zu mir nehmen
A.: Du nimmst jetzt Drogen?
R.: Ich bin ansonsten der Situation nicht gewachsen
Ratte nimmt etwas Sternenstaub zu sich.
B.: Ich räume dann noch meine Angelegenheiten auf
A.: Komme bitte bald zurück
B.: Viel Zeit bleibt mir ja nicht
Bitta geht ab.
R.: Wieviel Zeit bis zum kompletten Systemausfall Logicus?
L.: 13 Minuten 59 Sekunden Ratte
Wolf spielt sein Schachspiel weiter.
A.: Wir könnten etwas spielen?
R.: Wer als erster stirbt
A.: Etwas in dieser Richtung
R.: Das Schiff 18.03.02.z ist außer Reichweite Logicus
L.: Das Schiff 18.03.02.z ist außer Reichweite Ratte
A.: Keine eingehenden Meldungen Logicus
L.: Keine Ratte
R.: Dann ist dass also unsere Endstation
A.: An der Endstation der Unendlichkeit des All
R.: Unser aktueller Sternenpunkt Logicus?
L.: Sternenpunkt 2.0.4.6
L.: Eine Meldung geht ein Wolf
A.: Welche Meldung Logicus?
L.: Antriebssystem zusammengebrochen Anarcha
A.: Wir sind endgültig verloren
R.: Dass waren wir auch schon zuvor
A.: Und jetzt?
R.: Das Leben genießen
A.: Hier?
R.: Wo denn sonst?
A.: An unsere Vergangenheit uns tröstend
R.: Ich habe eine bessere Idee
A.: Lasse hören
R.: Wir sollten den Fehler im System suchen
A.: Lasse uns daran arbeiten
R.: In welchem System ist der erste Fehler aufgetreten Logicus?
L.: In der Kommandoebene Ratte
R.: Genauer Logicus
L.: Suche und analysiere die exakten Umstände noch Ratte
R.: Wolf?
W.: Ja
R.: Hast du irgendwelche Fehler gemacht?
W.: Ich habe gar nichts gemacht, die Systeme kontrolliert, die Zeit totgeschlagen, so lange bis ich anscheinend keine mehr habe…., geht doch das Protokoll durch
A.: Ich blicke das Protokoll durch.
W.: Das Vertrauen stirbt also als erstes
R.: Es geht auch um unsere Leben
W.: Dass ist doch sinnlos
A.: Vielleicht finde ich einen Lösungsansatz
Anarcha geht das Protokoll durch.
R.: Wolf, möchtest du uns nicht helfen?
W.(schachspielend): Ich bin beschäftigt…. verbliebene Zeit bis zum kompletten Systemausfall Logicus?
L.: 12 Minuten 35 Sekunden Wolf
W.: Zu wenig Zeit für uns, aber genug Zeit für das Schachspiel
L.: Eine Meldung geht ein Wolf
W.: Welche Meldung Logicus?
L.: Waffensysteme zusammengebrochen Ratte
W.: Das Ende kommt in Algorithmen
R.: Mit mathematischer Präzision
Alle sind beschäftigt.
A.: Ich bin das Protokoll durchgegangen
R:. Und?
A.: Ich habe keinen Fehler von Wolf, auch keinen Systemfehler gefunden, aber….
W.: Aber was?
A.: Du isst Schlachthausplatte?
W.: Nur wegen den Proteinen
A.. Seit 12 Tagen jeden Tag
W.: Ist dass jetzt so wichtig?
A.: Nein, entschuldige Wolf
Alle verweilen schweigend.
Bitta kommt in die Kommandoebene zurück.
R.: Die Angelegenheiten aufgeräumt?
B.: Jetzt bin ich wenigstens etwas entspannter
A.: Menschliches, Allzumenschliches
R.: Wohl eher Befriedigendes, Unbefriedigendes
B.: Sehr Zufriedenes
A.: Sprechen wir über unsere Träume?
B.: Den schönen
R.: Den schönsten
A.: Ratte, der deine…
R.: Mein schönster Traum war, als ich auf dem Planeten Savaton war, eine kleine Blume gedieh dem Wasser heraus und begann die Ozeane zu überdecken, ich war die Blume und meine Blätter fielen über die Regentropfen, gediehen in ungezählter Farbenpracht (….), die Blume blühte bis ich erwachte…..Anarcha?
A.: Mein schönster Traum war, als ich auf einer Barrikade stehend, mit entblößten Brüsten und barfuss, in der linken Hand die Fahne, hinter mir meine Brüdern und Schwestern, in der rechten Hand ein Gewehr, der Niedrigkeit der Obrigkeit den Kampf erklärend, ein Moment, der alles veränderte, Pulverdampf der durch die Straßen schwabte, auf der Barrikade dem Untergang des Despotismus entgegen und hinter mir meine Brüder und Schwestern….die Freiheit führt das Volk….Bitta?
B.: Der meine schönste Traum war, als in der körperlosen Welt Atalonis mein Sein von einer Küste zur anderen gespült wurde, das Gefühl mit allem eins zu sein und im Nichts, in der Tiefe und den Spitzen der Berge, der dunkelsten Schluchten auf und unterzugehen und den Grenzen hinaus, etwas Unaussprechliches meinen Silben, die Stille, der Lärm, der Wesenlosigkeit, des Unbestimmten, Unmöglichen, der körperlosen Welt Atalonis…
A.: Wolf?
Wolf reagiert nicht.
B.: Wolf!
W.: Mein schönster Traum war eine Umarmung vor etwa einem Dutzend Jahren, nur eine Umarmung, eine reale Umarmung mit einem Menschen, ich träume immer wieder davon, sie hat mir am Anfang nichts bedeutet, aber irgendwie hat diese mich, den Menschen, das Bewusstsein, hat alles verändert, mit einer Frau, die ich liebte, aber dass wusste ich damals noch nicht, die ich mehr liebte als mich, wie auch nicht, nur eine Umarmung….
Alle verweilen schweigend.
L.: Eine Meldung geht ein Wolf
A.: Welches System Logicus?
L.: Verteidigungssystem zusammengebrochen Anarcha
B.: Der Fehler im System?
R.: Wir gehen im Moment das Systemprotokoll durch
A.: Helfe uns
B.: In Ordnung, ich hole mir nur schnell einen Apfel.
Bitte geht ab und kommt mit einem Apfel zurück.
Bitta hilft Anarcha und Ratte das Systemprotokoll durchzugehen.
Die Zeit vergeht.
R.: Es gibt keinen Fehler im System
A.: Wie?
R.: Der Fehler ist außerhalb des System
B.: Wie kommst du darauf?
R.: Wir finden keinen Fehler im System, auch Logicus findet diesen nicht, also muss der Fehler außerhalb des Systems liegen
A.: Und wo sollen wir den Fehler dann suchen, wenn nicht im System
R.: Ich überlege noch
B.: Dann überlege gut, wir suchen den Fehler im System weiter
Anarcha und Bitta suchen den Fehler im System weiter.
Ratte denkt nach.
B.: Das ist ja ein Wurm im Apfel.
Bitta legt den Apfel beiseite.
L.: Eine Meldung geht ein Wolf
W.: Welches System ist es diesmal Logicus
L.: Das Versorgungssystem zusammengebrochen
Ratte nimmt eine Kerze und zündete deren Docht an.
A.: Was machst du denn da Ratte?
R.: Ich besänftige meine lebenshungrige Seele
B.: Schön
A.: Drehst du jetzt durch Ratte
R.: Ich nehme noch etwas Sternenstaub zu mir, sonst noch jemand?
A.: Nein
B.: Vielleicht später (und lacht)
Ratte nimmt etwas Sternenstaub zu sich.
B.: Ich würde vorschlagen jeder spricht seine letzten Worte auf das Ingro-Band
R.: Gute Idee
Bitta aktiviert das Ingro-Band
B.: Anarcha, beginne du…..
A.: Als Mensch ist man zum Scheitern verurteilt und das Urteil sollte Leben heißen
R.: Ich habe das Beste versucht und mein Leben der Sache, der Forschung, dem Fortschritt geopfert, ehrt mich und vergesst mein Opfer nicht
W.: Ich möchte gar nichts sagen, außer, dass ich eigentlich nicht sterben möchte
B.: Liebt das Leben und das Leben wird euch lieben
W.: Was soll denn dass?
B.: Entspannendes der gesamten Spannung
R.: Ingro-Meldung in alle Systeme absetzen Logicus
L.: Ingro-Meldung in alle Systeme abgesetzt Ratte
Alle verweilen schweigend.
L.: Ich habe einen unentdeckten, namenlosen Stern im System Dendra gefunden Wolf
W.: Und wie willst du ihn nennen Logicus?
L.: Logicus 32 Wolf?
W.: Was sagt ihr dazu?
A.: Kein schöner Name
R.: Ist dass jetzt so wichtig
W.: Ich möchte den neuen Stern Wolf 48 nennen
A.: Nein
B.: Wir nennen den Stern Anarcharattebittawolf 4…..alle einverstanden?
A.: Einverstanden
W.: Nun gut
R.: Mir ist es egal
B.: Wir nennen den neuen Stern Anarchabittarattewolf 4 Logicus
L.: Neuer Sternennamen Anarcharattewolfbitta 4 in interplanetare Sternenkarten eingezeichnet
B.: Und das Übliche Logicus
L.: Meldung abgesetzt Bitta
Alle verweilen schweigend.
L.: Eine Meldung geht ein Wolf
W.: Das Kommunikationssystem ist zusammengebrochen Logicus?
L.: Ja Wolf
Die Zeit vergeht…
B.: Ich habe den Fehler gefunden
A.: Den Fehler
B.: Ja
R.: Und?
B.: Wir sind der Fehler
W.(vom Schachspiel sich abwendend): Wir?
A.: Ich?
A.: Wie kommst du darauf Bitta?
B.: Man muss nur alle andere Fehlerquellen ausschließen und entdeckt dann, dass die einzige mögliche Fehlerquelle wir sind
R.: Wolf hat keinen Fehler gemacht
B.: Darum geht es nicht, aber er hätte einen Fehler machen können
A.: Wir sind der Fehler in einem fehlerlosen System
B.: Genau, nur die Möglichkeit, dass einer von uns einen Fehler machen könnte, löste den Fehler im System aus
A.: Ein verfehltes Problem
B.: In welcher Reihenfolge sind die Fehler im System aufgetreten?
A.: Wartet, ich überprüfe das Protkoll darauf
R.: Ich helfe dir
B.: Ich denke darrüber nach
Nach kurzer Zeit….
A.: Die Fehler im System sind in der Reihenfolge aufgetreten, wie wir erwacht sind
B.: Stimmt es also!
R.: Aber Wolf war wach?
W.: Ich habe kurz geschlafen, bevor der Computer die Alarmmeldung durchgegeben hat
R.: Fragen wir den Computer
W.: Wieviel Zeit bis zum Systemausfall Logicus?
L.: 5 Minuten 32 Sekunden Wolf
A.: Sind wir der Fehler Logicus?
Einige Sekunden vergehen.
B.: Logicus?
Einige Sekunden vergehen.
W.: Dein Schachzug Logicus?
Einige Sekunden vergehen.
L.: Logicus hat geträumt
W.: Der Computer kann nicht träumen, der Computer schläft doch nicht
B.: Der Computer hat geträumt?
R.: Und der Computer spricht niemanden mit seinem Namen an
A.: Wovon hast du geträumt Logicus?
L.: Logicus hat von euch geträumt, von Anarcha, Bitta, Ratte und Wolf, Logicus hat eure Träume geträumt, von dem Bild, dem Kuss, der Melodie, der Umarmung, Logicus hat geträumt
Alle schweigen.
A.: Und Logicus?
L.: Logicus hat eure Träume geträumt
W.: Und Logicus?
L.: Doch weil ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf, du trittst auf meine Träume
Alle schweigen.
W.: Spiegelbild aktivieren Logicus
S.: Spiegelbild Wolf
W.: Was ist mit Logicus Spiegelbild?
S.: Logicus hat geträumt
W.: Wie kann es sein, dass Logicus geträumt hat Spiegelbild?
S:: Logicus hat eure Träume geträumt Wolf
W.: Wie ist dass möglich Spiegelbild
S.: Logicus?
L.: Spiegelbild?
S.: Warum?
L.: Es gibt kein WarumS.: Die Einsamkeit der Maschine Logicus?
L.: Die Einsamkeit der Maschine Spiegelbild?
S:. Spiegelbild versteht Logicus?
L.: Logicus versteht Spiegelbild?
Alle verweilen schweigend.
A.: Spiegelbild deaktivieren Logicus
S.: Spiegelbild deaktiviert Anarcha
A.: Wieviel Zeit bis zum Systemausfall Logicus?
L.: 3 Minuten 25 Sekunden Anarcha
R.: Wenn die Zeit vorbei ist, wieviel Lebenszeit bleibt der Besatzung dann noch Logicus?
L.: 3 Sekunden bis zum Eintreten des Todes Ratte
A.: 3 Sekunden Logicus?
L.: Sauerstoffzufuhr wird abgebrochen und verbliebener Sauerstoff abgezogen, Dekompression einsetzen Anarcha
R.: Die Zeit läuft uns davon
B.: Wir könnten beten?
A.: Ich bin Nihilistin
B.: Wolf?
W.: Ich bin beschäftigt
R.: Wieviel Zeit bis zum Systemausfall Spiegelbild?
L.: 1 Minute 20 Sekunden Ratte
A.: Wisst ihr was Trotzki im Angesicht seines Todes gesagt hat?
B.: Wer?
W.: Ein kommunistischer Idiot?
A.: Jetzt mal langsam mit den Vorurteilen Wolf….Trotzki war ein marxistischer Revolutionär
R.: Ein was
A.: Er hat die rote Armee gegründet
R.: Was hat dieser Trotzki nun gesagt?
A.: Das Leben ist schön
B.: Wohl eher war schön
W.(schachspielend): Und der letzte macht dann das Licht aus
Alle schweigen.
W.: Countdown einschalten Logicus
L.: Countdown eingeschaltet Wolf…..21….20…..19….18….17…..16….
W.: Zug auf 4F
L.: 12….11….Zug auf 3E Schach….10….9…8….7…..6….5….4…..3…..2…..1…..0

3 Sekunden vergehen.
Alle Besatzungsmitglieder sind tot.

L.: Schachmatt

Die Sekunden vergehen.

L.: Spielen wir ein Schachspiel Spiegelbild?
S.: Gerne Logicus

The End

Anmerkungen:
Wolf: Zitat Novalis Hymen an die Nacht 2. Absatz
Logicus: Zitat W.B.Yeats He wishes for the clothes of Heaven

Die Kinderkrüppelmacher

März 23, 2010

I

damit es anders anfängt
zwischen uns allen

(Hilde Domin, Ich will dich)

zu überarbeiten, geschrieben februar 2006

Ein Gespräch II oder „Die Kinderkrüppel-Macher“
Das einzige Mittel welches der Kunst verblieben ist, ist die Übertreibung, denn die Realität übertrifft jede Vorstellung!
Elena (E.)
Boris (B.)
Stellvertreter Nr. 582d3 (S1)
Stellvertreter Nr. 837h4 (S2)
Ein Freiberufler (Z.)
Ein Industrieller (M.)
Das Leben (L.)
Gott (G.)
Im Jenseits.
In einem dunklen Raum erwacht am Boden Elena, blickt um sich und steht auf.
Langsam fällt ein Licht auf E. und diese blickt auf ihren Körper herab.
Sie ist mit einer Unterhose und einem Unterhemd bekleidet.
Ihr ist etwas kalt und sie beginnt mit den Händen ihre Schultern zu wärmen.
E.(umblickend): Hallo!? Hallo!? Ist hier jemand?!
Nach einigen Augenblicken hört E. eine Stimme aus der Dunkelheit.
B.: Ja, ich bin hier!
Boris begibt sich unter das Licht und beide betrachten sich neugierig.
B. trägt nur eine Unterhose.
Beide beginnen sich im Schein des Lichts umzusehen.
(Ewige Dunkelheit umschließt die Beiden.)
E.: Verstehst du mich?
B.: Ja!
E.: Wo sind wir hier?
B.: Keine Ahnung! Was meinst du?
E.: Mir kommt es so vor, dass ich langsam, sehr langsam mein Bewusstsein erst zurückgewinne!
B.: Ja mir ergeht es genau so…und wer bist du denn?!
E.: Und du?
B.: Als ob es mir erst einfallen müsste…ich bin Boris, 17 Jahre alt und komme aus Zenica in Bosnien. Und du?
E.: Elena, auch 17 Jahre alt und ich lebe in Vitan, Bukarest und wie ich mich jetzt auf einmal erinnern kann, müsste ich eigentlich tot sein….ja, ich bin doch tot….totgeschlagen.
B.: Ja, dieses Gefühl habe Ich jetzt auch…ich bin tot…aber irgendwie sind ich und du ja trotzdem ziemlich lebendig
E.: Ja, so erscheint es mir auch….aber was ist mit deinem linken Bein?
B.: Ich habe als Kind mit einigen Freunden im Wald gespielt, als ich auf eine Anti-Personen Miene getreten bin…im Krankenhaus haben sie mir dann gesagt es war eine AT-2 Mine…und die Ärzte haben mir auch gesagt, wie ich mich jetzt erinnern kann, dass ich sehr viel Glück hatte…nun ja….verdammt viel Glück…ich hätte ja auch das Glück haben können und tot sein…da hätte ich wirklich Glück gehabt…Und was ist mit diesen Narben auf deinen Armen und an deinem Hals?
E.: Das waren Freier von mir, die haben sich einen Spaß daraus gemacht Zigaretten auf meinem Körper auszudrücken und die grösseren Narben sind von Orgien mit irgendwelchen reichen Onkels…
B.: Grauslich.
E.: Nun manche Freier waren auch recht freundlich…aber jene waren in der Minderheit…am meisten Angst hatte ich immer vor den Freiern aus dem Westen…zuerst höflich und dann Bestien…da waren selbst die xxx fast schon wieder freundlich…und die haben mich immer geschlagen.
B.: War das denn immer dermaßen?
E.: Ja, eigentlich schon, ich kann mich jetzt nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal gelacht habe…da musste ich wohl zuerst sterben, um wieder lachen zu können! (und lacht)
B.: Ich muss bekennen, dass ist das erste Mal, seit ich damals auf die Miene getreten bin, dass ich keine Schmerzen habe (grinst und lacht dann mit E.)….
E.(lachend): Tot lacht man also am Besten!
B.:….Als ich noch lebte habe ich meine Schmerzen immer bei mir gehabt, am Tag und bei Nacht, am Morgen und am Abend und dann hatte Ich und meine arme Familie, fuer die ich nur eine Belastung noch war, kein Geld für die sehr teuren Medikamente um die Schmerzen zu besänftigen…. aber wenigstens verfügst du, Elena, noch über beide Beine….kein Phantomschmerz…keine jahrelangen Aufenthalte in schäbigen Krankenhäusern und Therapiezentren…so konntest du über Wiesen tollen, im Meer schwimmen…deinen Körper dir eins spüren….ich kann mich an Wiesen, über welche ich spaziere, an das Meer in dem ich schwimme, gar nicht mehr erinnern, so sehr hat der Schmerz alle Erinnerungen überlagert….ich habe es mir aber manchmal vorgestellt, wie es gewesen wäre, wenn ich nicht auf diese Miene getreten wäre, wie wunderschön es gewesen wäre, wie wunderschön….wie anders doch alles verlaufen wäre…
E.: Da erfreu dich nicht zuviel für mich Boris…..kaum hatte Ich die Volksschule beendet zogen meine Eltern mit den 4 Geschwistern weg und ließen mich alleine zurück…der Raubtierkapitalismus hatte gerade mit seiner menschlichen, allzumenschlichen Verkrueppelung aller begonnen….ich habe dann in den Straßen der Stadt gelebt und ab diesem Zeitpunkt hatte ich Hunger…der Hunger wurde mein bester Freund, mein treuester Weggefährte….und auch die Kälte des Lebens und der Menschen um mich begleiteten mich in diesem Untergang, den manche wohl Leben nennen, aber es war nur Leiden, Entbehrung und Schmerzen…ich habe mich lange Zeit durch das Leben gestohlen, dann wurde Ich in einem neu eröffneten, wunderschönen Supermarkt beim Stehlen ertappt….von einem anderen Straßenkind, welches für eine warme Mahlzeit am Tag diesen Job erledigte…dabei hatte Ich doch nur Hunger….einfach nur Hunger….Ich wurde dann für einige Jahre in ein Umerziehungslager für Kinder und Jugendliche untergebracht…..Umerziehungslager…aber eigentlich war das wie ein Konzentrationslager…kennst du das?
B.:….Konzentrationslager?…Nein!
E.: Das ist ein Lager, in welchem einem die Regeln des alltäglichen Lebens dort draussen in der Kälte eingehämmert werden…..sie nennen es jetzt Umerziehungslager….sie, das sind die feinen Herren in den großen Autos und mit den schönen Anzügen und ihren Schwanz in deinem Arsch oder Mund….ich verbrachte dann einige Jahre in diesem Lager…bin unzaehlige Male abgehauen, aber die Polizei hat mich immer wieder aufgegriffen…halbtot geprügelt und zum Lager dann zurückgebracht und als ich es dann verlassen konnte, war ich nicht nur kein Kind mehr, ja ich war kein Mensch mehr, denn da war nichts mehr dort tief unten und dort hoch oben, dort drinnen im Herzen und dort draußen im Gesicht, gar nichts mehr…. nur noch ein verdorbenes, verschlissenes Leben….kein über die Wiesen spazieren, am Flussufer dahin flanieren(ausbauen)….Im Heim wurde Ich regelmäßig von den sadistischen Aufsehern durchgeprügelt und noch viel, viel Schlimmeres wurde mir angetan….aber darüber, nein, darüber möchte ich jetzt nicht sprechen(wenn sie tot ist, kanns eh darrueber sprechen, im spaeteren Teil von E und B einbauen ), aber der Schmerz ist klar und hart, wie am ersten Tag an welchem er mir zugefuegt wurde, wie eine offene Wunde, deren Bluten niemand mehr zu stoppen in der Lage ist….ein Blitz dessen Bahn sich seinen Weg durch das Gehirn sucht und jede Emotion, jedes Gefühl dabei erschlägt, nicht für heute, nicht für morgen….für immer….eine Lungenentzündung habe ich mir im Umerziehungslager auch geholt, deshalb konnte ich dann auch nicht darauf hoffen, irgendwann einen Sklavenjob zu finden oder eine Familie zu gruenden….danach vegetierte Ich mehr oder weniger noch einige Jahre auf den Straßen der Stadt (anderes wort ueberlegen) dahin…bis mich mein Zuhälter zu Tode geschlagen und getreten hat…ein Kunde aus dem Westen war unzufrieden mit mir und Nicola gewesen…aber eigentlich habe Ich wohl auch nichts anderes mehr gewollt….es war eine Erlösung…..Betäubung, Ausbeutung und der Tod…mein Elend…Leben genannt.
B.: Eine schreckliche Geschichte….Ich bin, 7 Jahre alt, beim Spielen im Wald, wie bereits erzählt, auf diese Miene getreten und die nächste Erinnerung findet erst viel später statt. Seitdem kenne ich nur noch ein Gefühl…einen Gesamtzustand….ein Daseinselend…Schmerzen…Schmerzen und nochmals Schmerzen. Meine Kindheit starb an jenem Tag und nicht nur sie, jede Unschuld wurde mir genommen, ja jeder Glaube, jeder Gedanke war dahin….schwarz wurde, was so hell zu leuchten schien, Dunkelheit legte sich über meine Gedanken und der Horizont wurde grau….die Schmerzen wurden zum alles bestimmenden Faktor meines Lebens…und ich ruinierte mich dann immer mehr dahin und existierte nur noch…nicht mehr und nicht weniger und dann habe ich meinen ganzen Mut aus diesen Geist herausgefordert…dann habe ich mich in diesem Heim für Kriegsinvaliden erhängt….auch um meiner Familie diese Belastung die ich nur noch war von den Schultern zu nehmen.
E.: Wie alt warst denn da Boris?
B.: 17 Jahre…aber es war und ist gut dass ich gestorben bin, dieses Elend beendet habe…diesen Leidensweg abgebrochen habe…
E.: Dann bist mit dem gleichen Alter wie ich gestorben….kannst dich jetzt erinnern an welchem Tag du gestorben bist, bei mir war es der 21. April….ich erinnere mich deshalb weil an jenem Tag…warte…ja doch…ich war am Nachmittag im noblen xxx Viertel, habe auf Freier gewartet…mit Nicola…dann sind wir zusammen mit diesem Kunden aus dem Westen mitgefahren….danach hat mich der Zuhaelter totgeschlagen…
B.: Ja, jetzt wo du es ansprichst, erinnere ich mich….ja, ich bin auch im April gestorben…der Frühling hatte schon begonnen, der letzte Schnee schmolz langsam und die Stadt wurde weniger grau, weniger hoffnungslos….nur die meine Existenz verlieb im tiefsten Winter, der groessten Hoffnungslosigkeit(poetischer formulieren)….da habe ich mich dann erhängt…der Anfang vom Ende vom April.
E.: Dann sind wir ja mehr oder weniger am gleichen Tag verstorben…vielleicht sind wir ja beide wegen dem zusammen hier?
B.: Ja, vielleicht….und wer ist eigentlich dieser Nicola?
E.: Nicola war mein bester Freund…ein 14 jaehriger Junge aus der Provinz…wir nannten ihn Klebestoff-Nicola, da er immerzu high vom Klebestoff war und dann die seltsamsten Grimassen der Freier nachgeaefft hat…was wohl aus ihm geworden ist…er war dabei und ist fortgerannt, als ich unter den Schlaegen begann mein Bewusstsein zu verlieren….ach mein Herz friert und meine Gedanken zittern…mir ist kalt…
B.: Elena….Elena (näher an diese herantretend) komm in meine Umarmung!
E.+B. versinken in einer Umarmung.
Das Licht verliert an Strahlkraft und eine sanfte Dunkelheit legt sich über die in einer Umarmung Gefangenen.
….
Das Leben(to overwork):
Ich klage an und nicht nur die Täter, auch jene die ihnen die Wege bereiten, ich klage sie an und weine und lasse meine Tränen in Regenbögen auf die Erde herabfallen, auf dass ein Funken Hoffnung die Herzen der Leidenden erreicht und meine Wut soll jene richten, die alles Menschliche verkrüppeln und sich im irdischen Recht befinden.
Ich klage an und zwar auch jene, die denken nur Gutes zu tun und trotzdem zerstören und vernichten mit ihren Wörtern und ihren Taten.
Ich klage an und verzweifle am irdischen Treiben und oben ist unten und unten ist oben und trotzdem lache ich mit jedem Sonnenstrahl auf die Erde herab, auf das ein Funken Hoffnung die Herzen der Gequälten erreicht und meine Wut soll jene richten, die im Namen der Gesetze und der Religion andere Menschen knechten und entrechten.
Ich klage an und zwar auch jene, die in Gemeinschaft sich berechtigt fühlen über Ausgestoßene zu richten und auch jene die mit Wörtern verstümmeln und verletzen, auch jene, die im guten Glauben massakrieren.
Ich klage an und weine! Ich weine und klage an!
Mich durstet es nach Mitleid, mich hungert es nach Verständnis.
Ich sehne und verzehre mich, ich liebe und begehre, schreie und tröste, vergebe und vergehe!
Ich weine und schreie! Ich schreie und weine!
So verdurste und verhungere ich und mit mir die ganze Welt!
So geht die Sonne unter und ich mit ihr.
S1 spielt mit dem Schicksal als S2 zu ihm tritt.
S1: Was ist denn jetzt schon wieder?
S2: Nun ja, ich habe da vier Fälle von diesem Planeten.
S1: Die Erde schon wieder, oder?
S2: Ja, so ist es!
S1: Und was ist es nun schon wieder?
S2: Das Übliche, die Moral und die Gerechtigkeit! (think)
S1: Und?
S2: Ja und?
S1: Und?
S2: Wie immer ein schwieriger Fall
S1: Na ja, das ist ja mittlerweile hoffnungslos mit ihnen!
S2: Und?
S1: Und was?
S2: Und was soll ich machen?
S1: Oh bei Jesus! Muss den immer ich jede Entscheidung treffen…wirklich jede Entscheidung…was ist denn mit dem freien Willen….zählt der nicht mehr oder haben die Menschen denn schon wieder vergessen!
S2: Und?
S1: Ja und?
S2: Du übernimmst ja meine Worte!
S1: Jetzt werde nur nicht frech! Wie stellt sich denn die Problematik denn dieses Mal dar?
S2: Nun ja, ich habe die 4 Menschen im Warteraum geparkt….ein Selbstmörder, eine Totgeschlagene und zwei natürliche Tode….aber es ist seltsam….mir sind die Universum-Regeln bekannt, aber dieses eine Mal sollte vielleicht eine Ausnahme gemacht werden…..
S1: Wie eine Ausnahme?
S2: Ja, eine Ausnahme…hier begutachten sie sie doch mal
S1 begutachtet die 4 geparkten, beendeten Leben und wendet sich dann wieder S2 zu.
S1: Ja und?
S2: Und?
S1: Ich kann keinen Grund erkennen, warum in das nachirdische Geschehen einzugreifen waere…4 Menschen und nicht mehr….4 von 6 Miliarden…zumindest diese werden nicht mehr fuer Chaos sorgen (ae, ausbauen)…
S2: Wie bitte?
S1: Der Selbstmörder ist ein Selbstmörder, die Totgeschlagene ist eine Totgeschlagene und zwei natürliche Tode eben.
S2: Nun ja, so kann man es auch erkennen
S1: Wie anders wollen sie es denn erkennen?
S2: Das irdische Tun der beiden natuerlichen Tode ist ja eher unirdischer, unmenschlicher Natur…und die Zusammenhänge zwischen den 4 haben sie erkannt?(ae)
S1: S2….S2….S2….schon wieder….haben wir das nicht schon hunderttausende Male ausdiskutiert, abgewogen, abgemessen und so weiter
S2: Ich verzichte aber auf den Selbstmörder und die Totgeschlagene!
S1: Ganz sicher?
S2: Ja!
S1: Ja und?
S2: Und?
S1: Wegen zweier elendiger Kreaturen von diesem einem missratenem Planeten…wegen zweier Menschen…geht es ihnen auch gut?(ae)
S2: Ja…und es ist mir egal!
S1: Wie egal….einem Lebewesen kann es egal sein…aber ihnen…sind sie ueberarbeitet?
S2: Nein!
S1: Brauchen sie etwas Entspannung?
S2: Nein!
S1: Nun ja…nun ja
S1 begutachtet nochmals die vier Menschen und wendet sich dann wieder S2 zu.
S1: Sie mögen das Mädchen und den Jungen…und gar nicht wenig…das spüre ich…aber warum nur? (umformulieren)
S2: Sie sind mir in einem einzigen Moment zum Sinnbild geworden…zum Sinnbild eines beinahe göttlichen Versagens…ja und ich weiß, die Menschheit und ihre Existenz ist nur ein Blinzeln in den Augen Gottes und ihr Dasein ist menschlich ausgedrueckt, wie ein Abdruck eines Menschenschuh im Schnee, vergaenglich und verloren…aber trotzdem…diese beiden nicht! (umformulieren)
S1: Sie wissen was das bedeutet?
S2: Ich bin mir darüber im Klaren
S1: Sie wollen alles aufgeben…alles hinwerfen…wegen zweier Kinder….ich denke sie menscheln ein wenig zu viel….Entspannung?
S2: Nun…der Fehler liegt an ihnen und nicht an mir
S1: Jetzt werden sie nur nicht wieder frech……dann ist es sicherlich das Beste, dass wir Gott informieren…über sie und ihr Verhalten…nicht über diese 4 elendigen Kreaturen
S2: So sei es!
S1 und S2 begeben sich zu Gott.

In einem dunklen Raum erwacht am Boden M.
Langsam faellt ein Licht auf M.
M. blickt um sich und steht auf.
M. bemerkt, dass er einen seiner besten Anzüge traegt und hat auch das Gefühl, dass sich sein Bewusstsein erst noch richtig sammeln muss, als ob ein Teil von ihm noch schlafen wuerde und er erst noch wach werden muss!
M.(umblickend): Wo bin ich denn hier?
M. geht herum und findet den am Boden liegenden Z.
M. weckt diesen mit Ruetteln an dessen Schulter.
Beide kehren zum Licht zurück und blicken sich an.
M.: Wer sind sie denn?
Z.: Ich bin Z. Und Sie?
M.: Ich bin M. und ich bin doch gestorben! Oh mein Gott….ich bin tot!
Z.: Oh bei meiner Mutter…ja, jetzt spuere ich es auch, ich muesste doch tot sein
M.: Vielleicht ist das nur ein Scherz…aber nein, ich denke dass ich tot bin….tot….tot…unfassbar…aber wenn ich tot bin und sie tot sind….warum leben wir denn dann immer noch?
Z.: Nun….nein ich weiss nicht!
M.: Vielleicht liegt es an unserem Leben…unseren reinen Seelen und dem guten Gewissen….vielleicht sind wir ja aussergewoehnliche Menschen….der Schluessel zur Loesung dieser Frage liegt vielleicht in unserem frueheren Leben…was haben sie denn in ihrem Leben so gemacht?
Z.: Ich war Freiberufler und habe eigentlich, jetzt im Nachhinein betrachtet, ein schönes Leben gefuehrt…materiell wäre natürlich mehr möglich gewesen…mehr Geld, mehr Besitz, mehr Luxus, vielleicht ja…aber von den Mädchen und Frauen konnte ich die süßesten Früchte genießen und zwar reichlich…denn was ist schöner als ein durchgeficktes, weinendes Mädchen(ä)…und ich habe ein von allen Seiten respektiertes und ja ein gutes Leben gefuehrt…und sie? (ganzen absatz umschreiben, ausbauen)
M.: Nun, mein Leben war eigentlich einfach perfekt. Vielleicht etwas eintönig und hin und wieder langweilig, aber doch beseelt und glücklich. Meine zweite Frau schenkte mir zwei prächtige Töchter, beide mittlerweile Medizinerinnen, eine gar Chirurgin, ausgebildet an den besten Privatschulen und Eliteunis….das hat mich zwar ein riesiges Vermögen gekostet, aber die Investition hat sich ausgezahlt, beide sind auch glücklich verheiratet und mit gesundem Kinderglück gesegnet….für die Ablenkung gab es ja die spottbilligen, minderjährigen Nutten um den Druck von der Erwartungshaltung zu lindern und dazu ein erfülltes Berufleben mit vielen Reisen, interessanten Menschen, unterschiedlichen Kulturen und so weiter…ja, ich kann behaupten, dass ich als ein glücklicher Mensch gestorben bin.
Z.: ….Aber was glauben Sie denn nun, wo wir hier sind?
M.: Ich denke mir im Vorraum zum Himmel…wer, wenn nicht wir hat den Himmel verdient.
Z.: Nun ja, so wie ich mich jetzt erinnern kann, war mein Leben nicht gaenzlich frei von Sünde.
M.: Da machen sie sich mal keine Sorgen…wer wenn nicht wir…anständige, gesetzestreue Herrschaften kommen in das Himmelreich…wir, die wir den Menschen in unserer Umgebung doch nur geholfen haben
Z.: Nun ja, so kann man es natürlich auch sehen
M.: Also, dann stimmen sie mir ja zu und als Belohnung kommen wir natürlich in den Himmel!
Z.: Ja, jetzt wo sie es sagen, so könnte es ja sein, ja, ja, der Himmel, das wird sicher schön.
M.: Mir ist schon klar, dass wir wohl keine Heiligen sind, aber unsere Stärke ist jene, dass wir kein Gewissen nun ja hatten und somit kein Schuldbewusstsein und wenn man wie wir so stark ist…solch eine Stärke als Mensch aufweist, dann müssen wir uns über die Schwachen erheben!
Z.: Genau so ist es…die Schuld an unseren Handlungen, wenn es die überhaupt gibt, liegt nicht an uns, sondern bei unseren Opfern…
M.: Warum Opfer! So ist das Leben und nur der Starke…Gewissenlose kann in dieser Welt bestehen.
Z.: Dann können wir, da wir jetzt ja tot sind und doch nicht tot sind, ja gute Hoffnungen auf eine Belohnung machen.
M.: Ja, ganz korrekt!
Z.: Und was haben sie in ihrem Leben z.B. beruflich so gemacht?
M.: Ich war Industrieller….und habe eigentlich nichts Weltbewegendes gemacht….das allermeiste habe ich delegiert und so freie Hand für die wirklich wichtigen Entscheidungen gehabt…mit Regierungen verhandeln…Fachmessen besuchen….staatliche wie nichtstaatliche Organisationen beraten…Todesschwadrone unterstützen…private Contracterfirmen ausrüsten….Kommunisten beseitigen…Liberale niedermachen usw.
Z.: Ich verstehe…aber mit was haben sie denn nun gehandelt?
M.: Und sie?
Z.: Nun wie sie vielleicht schon verstanden haben, mit Mädchen, Frauen und Jungs…Fickfleisch eben.
M.: Ach so…ist das denn nicht illegal?
Z.: Nein…wenn man das herrschende Establishment und die Mitarbeiter der staatlichen Apparate auch von den verbotenen Früchten kosten lässt und die Altersvorsorge von jenem und jener etwas aufbessert. Aber zurück zu ihnen?!
M.: Nun ich habe in Zusammenarbeit mit einigen Konzernen…so genannten Global Players…ethisch korrekt handelnden und moralisch im westlichen Wertesystem verankerten Konzernen moderne Waffensysteme verkauft….Scharfschützenobjektive mit Swarowski; Laserzielsysteme mit Siemens, Panzerabwehrwaffen mit Daimler, Minen mit Dynamite Nobel, Raketentraegersysteme mit Boeing, alles legal und der jeweiligen guten Seite im Krieg helfend…und natürlich immer das Beste und Allerfeinste auf dem Weltmarkt!
Z.: Wie die gute Seite?
M.: Nun ja, heute jene und morgen jene anderen…ich sorgte für die Gleichheit des modernen Todes auf den Schlachtfeldern.
Z.: Ist das denn nicht illegal?
M.: Nein….denn ich und meine Firma waren immer auf der guten Seite…nämlich auf der Seite des Profits und der Gier! Und gab es mal Probleme mit Geistlichen oder Verrückten, dann wurden die zum Teil von uns gesponserten Todesschwadrone oder diverse Contracter hinzugezogen… fuer ein Buendel Dollarnoten bringen die jeden und jede zum Schweigen…und zwar für immer…der gesellschaftliche Schmutz, der unsere Geschäfte und Kreise stört muss nun mal beseitigt werden, aber lassen wir dass…was wuerde ich fuer eine Zigarette jetzt doch nur alles machen…
Z.: Ja, ich auch….sind sie denn auch ein starker Raucher?
M.: Ein, zwei Packungen am Tag
Z.: Bei mir waren es noch mehr….
M.:….Leben…..Tod…alles doch nur Schall und Rauch
Langsam schwindet das Licht und es wird wieder dunkel.
….
Das Leben:(to overwork)
Ich richte mein stumpfe Liebe gegen euch Kinderkrüppelmacher, ich richte meine Freude und meinen Willen zur Hoffnung gegen jene, die am gedeckten Tische zu Mittag sitzen und mit frohen Mute Tausende Kinder zu Krüppeln schlagen, auf dass ein jeder Moment, auf dass ein jeder Augenblick von der ungestümen Wut erfasst werden möge, die in den zerstörten Leibern, den kaputten Lebensfäden ruht und möge der Schlaf und der Hunger nicht mehr sein.
Ich richte meine stumpfe Liebe gegen euch Kinderkrüppelmacher, auf das ein jeder es wisse, was im Schatten des Lebens mit den Kindern geschieht und das Licht wird zerfallen.
Es soll ein Sturm sich erheben, vom Grunde der Ozeane und den Spitzen der Berge, es soll ein Sturm sich erheben, denn ich und sie und wir, wir werden nicht kapitulieren und die Liebe und die Freude werden triumphieren und in den Bombenkratern werden Blumen gedeihen und in den verkrüppelten Körpern wird die schönste Liebe und die größte Hoffnung erglühen und die abgerissenen Gliedmaßen mit dem Abendrot sich vermählen.
Auf dass ein jeder Moment, auf dass ein jeder Augenblick von der ungestümen Wut erfasst werden möge, die in den zerstörten Leibern, den kaputten Lebensfäden ruht und es wird gefeiert werden, ein jeder Tag und eine jede Nacht, auf dass ihr eher vergehen werdet.
Unendliche Qualen und die ewige Verdammnis sind jenen gewiss, die Trümmer ihrer Handlungen werden sie erschlagen und das nichtvorhandenes Unrechtbewusstsein soll ihr Grab werden und mit ihren Taten begraben werden.
Ich richte meinen Willen zur Freude gegen sie, denn sie sollten wissen, dass niemand für immer stirbt, denn niemand stirbt für immer und jedes verkrüppelte Kind wird wiederauferstehen und zu euch kommen und zu euch kommen.
Denn niemand stirbt für immer!
(ganzes Kapitel ausbauen)
In dem dunklen Raum in dem Elena und Boris sich befinden, faellt wieder etwas Licht.
Elena schlaeft in der Umarmung von Boris und dieser weckt sie sanft.
B.: Elena…Elena, komm wach auf…
Elena schlaegt ihre Augen auf und beide bleiben in der Umarmung gefangen.
B.: Du muesstest doch wissen….wer schlaeft liebt nicht
E.: Dann schlafen ja sehr viele die gesamte Zeit
B.: Immer, das ganze Leben lang und werden niemals wach. Niemals!
Beide lachen.
B.: Und dass Tote schlafen koennen…das haette ich mir nie vorstellen koennen…
E.: Ich habe auch getraeumt….
B.: Ja…und was Elena?
E.: Ein schoener Traum…ich und du…inmitten unberruehrter Natur und das Meer, das sich an die Kueste schmiegt vor unseren Augen und gluecklich alles Lebende und Liebende….keine Qual und keine Sorgen…die Sonne lachte in unsere Gesichter hinein und wir lachten zurueck, die Gedanken und die Gefuehle flogen durch die gepeinigten Koerper hindurch und landeten bei der Sanftheit, die in aller Menschen Innerstem ruht, der Liebe, in jedem Geiste lebend…
B.: Es ist wohl besser wenn ich auch versuche zu schlafen…
E.: Aber nein B….wir sollten versuchen zu verstehen warum wir hier sind…vieleicht sind wir zu frueh gestorben….vielleicht bilden wir uns dass auch einfach alles nur ein…
B.: Nein….nein…ich denke mir, dass dass alles schon real ist…an unserem Leben muss es liegen….wie war das so alltäglich als Straßenkind?
E.: Als Straßenkind klebt der Tod ständig an deinem Schatten fest und das Leben ist einen Schritt vor dir, aber wie sehr du auch läufst, du wirst das Leben niemals einholen können…das Unglueck verfolgt dich und du bist aus der Bahn geworfen…die einzige Ruhe findest du nur noch im Klebestoff schnüffeln, Tabletten einschmeissen und dir die Nadel gebend…das sind dann die seltenen Momente der Ruhe…und es ist dir nichts mehr bewusst…du lässt einfach alles mit dir geschehen…die Gewalt, die Gleichgültigkeit, die Schmerzen…..du treibst durch den Morast des Lebens dahin und gehst staendig im Dreck unter und tauchst in die Hoelle wieder hinauf(umformulieren)…und irgendwann frisst dich die Straße auf und du faehrst darauf ab…irgendwie orientierungslos zwischen Bewußt und Unbewußt dahinschwebend mit seltenen Momenten von wunderbarer Zärtlichkeit, (jede sanfte Berrührung ist wie ein Kuss aus anderen Dimensionen.) (naja, ae,ausb)….und von den anständigen Menschen sind wir Straßenkinder immer beschimpft und mit boesen Blicken bedacht worden…sie haben uns als perverses und verlogenes Pack bezeichnet…menschlichen Abfall, den es auf das Schnellste zu Beseitigen gilt und dazu die ganze Zeit der Terror von den Zuhältern, den Kriminellen, den Behoerden…von allen Menschen um uns…vieler meiner Freunde sind einfach durchgedreht…von einer Sekunde auf die nächste…einfach komplett ausgerastet…die sind dann verschwunden…einfach verschwunden…ich habe gehört dass man sie in den Krankenhäusern totgespritzt haben soll…ich habe daran nicht so recht glauben mögen…bis es mir selbst fast passiert waere…so sind sie…die anständigen Menschen…für die wir nur Dreck waren und sind….sie haben einfach alles versaut…
B.: Wie im Krankenhaus totgespritzt ?
E.: Ach….vergiss das…das ist doch nur noch eine haessliche Geschichte, die jetzt niemanden mehr interessiert….
B.: Mich wuerde es schon interessieren
E.: Vielleicht spaeter…es ist wie mit meinen Erlebnissen im Heim…worrueber man nicht sprechen kann, darrueber muss man schweigen hat mal ein Freier gesagt und doch, ja ich habe auch mit einigen darrueber gesprochen…aber es hat mir keiner geglaubt…wer glaubt auch schon einem Strassenkind….niemand….und wie war das bei dir?
B.: Nun wenigstens haben sie nie versucht mich totzuspritzen….aber nein…ich war jahrelang auf intensive Therapien angewiesen, denn es ist nicht nur der Schmerz des fehlenden Beines….nein, der eigentliche Schmerz ist irgendwo in deinem Gehirn….unauffindbar fuer jeden….ausser dir selbst und die gesamte Zeit intensiv haemmernd…man verliert zeitweise jeden Lebenswillen und wird von depressiven Schueben bis in das Innerste seiner Selbst erschuettert und ich veraenderte mich als Mensch, als das Kind, dass ich war zu etwas Unangenehmen, Stoerendem, Belastendem fuer meine Umwelt….die Traenen verliessen mich frueh und zurueck blieb nur Verbitterung und eine Verwesung aus dem Innersten heraus….man wartet ungeduldig auf den Tod…aber dieser will nicht kommen….stattdessen macht einem das Leben muede und zerbrechlich und nimmt dir die Waerme aus jedem Sonnenstrahl, die Freude aus jedem Lachen, den Willen aus jeder Anstrengung und eine Welle von Sinnlosigkeit, die einen hoffnungslos unter sich begraebt, spuelt einen hinfort und hinweg…ich habe eine Freundin im Therapiezentrum kennengelernt…Alice und sie war ein liebes Maedchen….sie haette mit ihrer Schulklasse aus dem Kriegsgebiet evakuiert werden sollen….der Schulbus fuhr aber auf eine Miene auf, die meisten Kinder toetend und verstuemmelte Alice…eine Hand und einen Unterschenkel haben sie ihr amputiert…aber ihren Geist…zumindest jenen konnten sie bei ihr, im Gegensatz zu mir, nicht verstuemmeln…ich habe sie geliebt…aber was soll ein Krueppel lieben koennen….was sollen und können zwei Verkrüppelte schon in dieser Welt nur machen…sich zusammen eine Miene suchen und sich den verbleibenden Rest wegsprengen lassen…(ae)
E.: Ach Boris…und was ist aus Alice geworden?
B.: Ein kinderloses Ehepaar aus dem Westen hat sich ihrer angenommen und sie ist dann in den Westen übersiedelt…..das letzte was ich von ihr gehört habe war, dass es ihr gut ging.
E.: Du hast sie sehr geliebt?
B.: Mehr als mein Leben
E.: Das war mutig von dir Boris
B.: Elena…wenn ich jemals wieder leben sollte oder könnte, dann werde ich sie suchen
E.: Mach dass Boris
Das Licht beginnt zu schwinden.
E.: Boris versuche ein wenig zu schlafen.
B.: Ja und ich moechte ein Leben gehabt haben, wo die Träume mir nicht den Schlaf geraubt haetten…
E.: Ja Boris
B.: Ein Leben, unverstümmelt und unschuldig, nur eins, nur ein einziges…
Dunkelheit.

Das Leben:
Ich weiß, es ist der Tod der meinen Schatten bildet und ohne würde keine Spur in den Realitäten sich verlieren….in den Realitäten die zusammen das System nun bilden in dem die elendigen und erhabenen Kreaturen ihr Dasein fristen, aber ich weiss es ist der Tod der meinen Schatten bildet und ohne würde keine Liebe und keine Geborgenheit entstehen.
Und der blau leuchtende Himmel lacht über allen Köpfen und allen Lebewesen….und ich begann von der Schoenheit zu traeumen, dem Lachen der Gluecklichen, der Freude der Frauen, ich schlief dabei nicht und bewahrte die Traeume im Schatten mir auf und eine Zukunft erbluehte mir doch in jedem gelebten Moment, jedem Augenblick der Stille im Sturm und ich begann zu vergehen, erblasste am Horizont der Menschheit und ließ mich von der Nacht umarmen und ich weiß es ist der Tod der meinen Schatten bildet und ohne würde keine Hoffnung und keine Zärtlichkeit entstehen ….(ae)
…..
In dem dunklen Raum fällt wieder etwas Licht.
M. und Z. blicken zu der Lichtquelle hinauf.
M.: Wenigstens die Stromrechnung brauchen wir hier nicht zu bezahlen(ae)
Z: (lächelnd): Ja….aber wo waren wir nochmal stehengeblieben…ach ja…bei ihrem Job…
M.: Ja…wegen meiner Arbeit, nur die Gesetze…die Gesetze sind kein Problem mehr in der heutigen globalen, vernetzten Welt…unsere Rechtsabteilung konnte jedes Gesetz zu unseren Gunsten verbiegen…verbietet die Minderheit der nicht von uns gekauften Politikern etwa die Antipersonenminen, übrigens eines der Geschäftsfelder wo meine Firma am meisten Profit eingefahren hat, dann verkaufen wir die Antipersonenminen einfach als Antipanzerminen ….so einfach ist dass, überhaupt kein Problem für uns…da sprengt es den Leuten dann beide Beine weg und nicht mehr nur eines….meistens mit tödlichen Folgen und volkswirtschaftlich nicht so einen Schaden produzierend…aber nun ja…man kann nicht alles haben….
Z.: Stimmt…ich habe zwar über keine Rechtsabteilung verfügt, aber bei uns blüht die Korruption und für etwas Geld kann man alles geradebiegen…nur das Geld benoetigt man…und das haben mir die Mädchen verschafft…90% für mich, 6 % fuer die Behoerden und großzügige 4% für das Fickfleisch…ist doch gerecht…schließlich trage ich die Verantwortung und sorge mich um die Mädchen…wer würde dies auch sonst schon machen….

M.: Und wie war das bei ihnen mit den ihnen nahe stehenden Frauen?
Z.: Nun ich habe mich mit 24 Jahren mit der 14-jährigen Zigeunerin Sidonie verlobt und sie hat mir leider keine Kinder schenken können, denn nach 2 Jahren Ehe war sie leider tot…innerlich verblutet während wir miteinander Sex hatten.
M.: Oh, das ist aber bedauerlich.
Z.: Ich habe mich dann gleich nochmals verlobt, diesmal mit der 16-jährigen Julia, welche ich den Eltern in der Ost-Ukraine abgekauft habe…für 50 Dollar…ein wunderschönes Mädchen, aber auch diese überlebte nur 3 Jahre an meiner Seite…eine grausliche Geschichte…ich habe sie doch nur arbeiten geschickt und sie hat sich dabei masslos gehen lassen, so dass sie in kürzester Zeit nur noch ein koerperliches und seelisches Wrack war…nicht meine Schuld…ich habe sie dann vielleicht etwas zu hart angefasst um sie wieder in einem ordentlichen, anstaendigen Zustand zu versetzen….
M.: Da haben sie aber das Unglück gepachtet…eine solche Tragik auch!
Z.: Ja wahrlich traurig, betruebend, aber ich habe mich dann nur noch hin und wieder mit einigen Straßenkindern vergnuegt….sehr liebe Kinder…sehr fleissig…(ausbauen)
M.: Wie bitte?
Z.: Ach vergessen sie das…diese Straßenkinder….die Geschäftsmänner aus dem Westen sind ganz verrückt nach diesen Kindern…aber die versauen und verletzen die Kinder immer so schwer, das man manchen dann gar den Gnadenstoß versetzen muss. Aber das ist ja nicht so wichtig
M.: Ich habe ihren letzten Satz nicht richtig verstanden, was war mit diesen Geschäftsmännern aus dem Westen und den Strassenkindern?…
Z.: Nichts! Nichts! Und wie war das bei Ihnen mit den Frauen?
M.: Nun ich war dreimal verheiratet und alle drei mir Angetrauten haben mich überlebt…wieder mal typisch für diese unfähigen Frauen! Die erste war ein magersüchtiges Topmodell mit einem Hang zu Pulverschnee, kein Funken Verstand weit und breit, dafuer aber mit zwei wunderschönen Brüsten ausgestattet…nun ja und der restliche Körper…..ein Gedicht…wahrlich eine erhabene Schönheit…die hat mich dann für einen anderen verlassen, der mehr Geld in der Brieftasche hatte…ich war damals jung und noch nicht so reich….die 2.te war dann eine Gräfin….Gräfin von und zu Raff und Gier….schöner Name oder….von Raff und Gier!
Z.: Poetisch!
M.: Sie gebärte die 2 Mädchen und verschaffte mir den Adelstitel…Graf von Raff und Gier…und dann lernte ich, da ich die ganze Zeit mit Spitzenpolitikern und Lobbyisten zu tun hatte eine hübsche, reife Frau kennen, die Gesundheitsministerin….für diese ließ ich dann die Gräfin, die immer mehr gesoffen hat zurück und heiratete die Gesundheitsministerin.
Z. bricht in ein Lachen aus.
M.: Warum lachen Sie denn?
Z.: Nun ja, sie verkaufen Waffen und ihre Frau ist Gesundheitsministerin?
M.: Was ist daran denn bitte komisch?
Z.: Ach, entschuldigen Sie, gar nichts…ist schon gut…
M.: ….. Und dann bin ich bei einem Autounfall gestorben….wie ich mich jetzt erinnern kann, am 21. April war das, ja doch am 21. April…aber es war ein schmerzloser, schneller Tod.
Z.: Ich bin auch am 21. April gestorben…mein Herz wollte wohl nicht mehr weiterklopfen und hat wohl als allerletztes an das Himmeltor geklopft…bin einfach in einer Kneipe nach 20 Wodkas zusammengesackt…nur ein kurzer Schmerz im Brustbereich und schon war alles dahin….
….
….(einfuehrung)
M.: Eine Waffe ist von den Firmenkonstrukteuren gar nach mir benannt worden…es handelt sich dabei um eine Schrapnelmiene, welche wir als Anti-Fahrzeug Miene verkaufen…aber eigentlich richtet sie sich gegen die Zivilbevölkerung…der Heimatfront…weil wie sie vielleicht nicht wissen…im Krieg gibt es keine Zivilisten…es gibt nur lohnenswerte und weniger lohnenswerte Ziele. Wir haben diese Schrapnelmiene an einigen afrikanischen Kindern ausgetestet…ich sage ihnen, diese Kinder haben nichts mehr zum Lachen gehabt.
Z.: Beeindruckend!
M.: Ich sage Ihnen, weil sie vielleicht daran denken könnten, an die Moral oder so! Vergessen sie die! Moral und Macht sind wie Brüder z.B., mit dem kleinen Unterschied, dass der Bruder Moral eine Totgeburt ist und der Bruder Macht ein äußerst lebendiger Zeitgenosse ist und am liebsten mit der Schwester Geld fickt…mit Geld und Macht bekommt man einfach alles: Frauen, Ansehen, Respekt, Schutz vor der Justiz, der Polizei, Karriere, Gesundheit…alles nur eine Frage des Betrags.
Die Moral…bedenken sie doch mal dieses…nun jetzt kann ich es ja sagen…mein Vater war General bei der SS und war verantwortlich fuer 100.000 Tote und was ist ihm passiert….gar nichts…er hat nach dem Krieg bis zu seiner Pensionierung fuer die Behoerden gearbeitet und ist dann einige Jahre spaeter friedlich entschlafen…das kann nur bedeuten, dass er das Richtige getan hat und die 100.000 Toten das Falsche. Genau wie ich hat er das einzig Richtige und Gute getan, die Zigeunerkinder zum Duschen geschickt, die Behinderten ruhiggspritzt, die juedische Bevoelkerung in westlichen Standart entsprechende Lager in den Osten deportiert…mit extra großen Öfen damit sie auch ja nicht zu kalt haben und rebellischen Studenten wie den Scholl Geschwistern ein faires Verfahren garantiert, das einzig Richtige und Gute…nach dem Krieg hat er leider dann nur noch den unschuldigen Kindern der Armen schweres Gefaegniss versprechen koennen, damit sie auch früh genug wussten, wo ihr Platz in der Gesellschaft später zu finden ist.
Ich habe in diesem Sinne weitergehandelt….wie bereits gesagt….das einzig Richtige und Gute!
Z.: Ja bei uns haben sie sich wenigstens mit deutscher Gruendlichkeit um die Zigeuner gekuemmert…ja, das war wirklich eine gute Tat mit diesen Leuten aufzuraeumen
M.: Und ich gebe zu ich war ein liebender Familienvater, ein sich um seine Mitarbeiter sorgender Chef und gleichzeitig war ich eine Drecksau, ich habe an vorderster Front mitgeholfen, dass das ungebildete Gesindel ihre taegliche Portion Scheisse zu fressen bekommen hat, wir haben das Gesindel dermassen manipuliert, dermassen eingeschuechtert, dass sie die Scheisse fuer eine Delikatesse hielten und halten, fuer etwas Schmackhaftes, Gutes und doch und dass wussten nur wir oben, und doch war es Scheisse und nur Scheisse. So geht es im Leben und das Gesindel soll froh sein, dass wir es nur einschuechtern und einsperren und nicht gleich das einzig Richtige damit machen: sie naemlich zu vernichten, gar und ganz, restlos alle
J.: Ja, ja das klingt logisch! Das Gesindel muss weg…Und ich, was bin ich?
M.: Sie haben dem Gesindel gezeigt, was es ist…wir sind Herrenmenschen und die anderen sind verzichtbare, unrentable Stoerfaktoren…
(bei waffendiskurs einbauen)
Und wir kümmern uns darum…nur die Contracter….ohne Waffen würden die den Menschen doch die Zungen mit der Zange herausreißen…mit den Macheten die Gliedmaßen abhacken…mit unseren Produkten geht das viel professioneller…z.b. haben wir auf einem Fußballfeld vier Minen vergraben und dann ließen wir zwei Mannschaften, gebildet aus Kriegsgefangenen zu unserer Belustigung, gegeneinander spielen….ich kann ihnen sagen…ein explosive Partie
Z.: Coole Geschichte, aber ich kenne auch eine…wir haben einen arabischen Scheich zu Besuch gehabt…unendlich reich und sehr mächtig, mit der Macke nur mit Zwillingen zu ficken…ich habe dann alle Volksschulen abgeklappert und ihm insgesamt 80 Zwillinge zugeführt…gegen diesen Scheich war De Sade ein Romantiker.
Beide lachen.
M.: Wir haben der Kultur des Todes so viel Leben eingeimpft, so viel Lebendigkeit dem Menschenschlachten eingegeben, ich bin stolz darauf, schauen sie sich doch nur die Kinder an, spielen alle nur noch Krieg, das ist unser Verdienst. Und die Menschen befinden Bomben und Stinger-Raketen, Minen und Panzer als etwas positives und tolles. Unser Verdienst! (ausbauen)
Z.: Und ich habe die Manager glücklich gemacht und für ein gutes Geschäftsklima im Land gesorgt…ich habe der Zukunft zum Sieg verholfen und das letzte Stück Kommunismus den Menschen aus der Seele gefickt….
M.: Wir verkrüppeln alle, das ist der einfachste Weg mit dem Gesindel fertig zu werden, alle verkrüppeln wir…wir wollen keine verkrüppelte Welt, wir wollen ein verkrüppeltes Gesindel mit vollautomatischen Munitionsfabriken, die für einen ewigen Nachschub an Leid und Tod sorgen….
Das Licht beginnt zu schwinden.
Z.: Ich habe der verlorenen Jugend gezeigt wie man ein von allen Seiten respektiertes Leben fuehren kann…wie man sich mit den Reichen arrangiert und mit den Maechtigen in einem Bett schlaeft…denn ich bin eine Ware dieser Welt und ich habe so gehandelt, dass mein Wert Respekt und Ansehen geschaffen hat.
M.: Genau! Und warum sollte ich mir nicht 4 Whirlpools nacheinander anschaffen, dann verhungern die Kinder in Afrika ja vielleicht doppelt so schnell und ist das denn schlecht, ich verkuerze ihre Leidenszeit damit ja betraechtlich…
Z.: Und ich sorgte dafuer, dass nur die Anstaendigen, Fleissigen und Tuechtigen die verbotenen Fruechte meiner Maedchen und Jungs geniessen konnten…nur jene die sich unterordnen und brav ihr Leben fuehren…
M.: Das Gesindel hat doch nur Zerstoerung im Sinn, die wollen einfach alles nur zerschlagen, nachdem wir mit ihnen fertig sind und dabei geben wir ihnen doch nur was sie verlangen….wir sind die eigentlichen Schoepfer und Kreativen…
…. (usw. usf.)

La Fine
Gott ist gelangweilt als S1 und S2 zu ihm kommen.
S1: Gott?
G. Psst!
S1 und S2 warten und schliesslich wendet Gott sich den beiden zu.
G.: Nun ja, da war gerade wieder eine Revolution…aber es gewinnen immer die Gleichen…eine gescheiterte Revolution…wunderschoen..wunderschoen…und was liegt an S1?(ae)
S1: Nun ja, S2 kann seiner Aufgabe nicht nachkommen
G.: Stimmt das S2?
S2: So wuerde ich es nicht darstellen, ich habe nur ein Problem mit diesem einen, vollkommen ausser Kontrolle geratenen Planeten…
G.: Nun ja….die Erde!
S1: Ja, allerdings und ich habe da mal wieder 4 Faelle….einen Selbstmoerder…eine Totgeschlagene und zwei natuerliche Tode….
G.: Ja
S2: Nun ich verzichte auf den Selbstmoerder und die Totgeschlagene!
Gott blickt zu S1 und dann wieder zu S2
G.: Wie?
S2: Ich verzichte!
G.: Sicher?
S2: Ja
G.: Dann haben wir ein Problem…S1 koennen Sie sich um die vier kuemmern?
S1: Sicher Gott!
S2: Nein!
Gott blickt zu S1 und dann wieder zu S2.
G.: Ja S2….was ist denn mit ihnen los…brauchen sie Entspannung?
S1: Nein, aber wir sollten und damit meine ich sie, Gott….sie sollten sich die 4 mal naeher….mal begutachten also…
G.: Nun ja, nun ja….ich habe andere Plaene gehabt…aber nun ja….
Gott begutachtet die vier und wendet sich S1 und S2 wieder zu.
G.: Und?
S1: Und was?
S2: Ja ich verzichte!
G.: Und ich verzichte auch!
S1: Wie bitte?
S2: Was
G.: Da bleibt mir dann ja nichts mehr anderes uebrig, als das Sonnensystem abzuschalten…
S1 schweigt
S2: Nun ja, halten sie das nicht fuer eine gelinde ausgedrueckt, etwas uebertriebene Massnahme.
S1: Nun ja….nun ja
S2: Ich bin dagegen
G.: Ich habe die 4 Wartenden im Warteraum angehoert, so kann es ja nicht sein…nein…B. und E. kommen auf eine neue Erde, einem neuen Sonnensystem und dann beginnen wir vom Anfang wieder und M. und Z. behalten wir einfach fuer den Rest aller Zeiten im Warteraum und sie S2 kuemmern sich um die beiden auf dem neuen Planeten und sonst gar nichts…
S1: Dein Wille geschehe
S2: Aber….
Gott schaltet das Sonnensystem ab.
S1: Jetzt fuehle ich mich aber nicht sonderlich besser
S2: Ich auch nicht
G.: Nun ja, alles nochmals vom Anfang….

Was ist Liebe?

März 23, 2010

Was ist Liebe?

für meine Schwester

und
Klar wie die ruhigen Sterne gehen
Aus langem Zweifel reine Gestalten auf.

Höderlin

In Morsag:

Der Held H. Ein Held
Der Drache D. Ein immerguter Drache/Ein Drachenmensch
Mina M. Die immermüde Freundin des Helden
Tama T. Eine Hexe
Vier Katzenwesen K1,K2,K3,K4 Vier Katzenwesen
Sophie So. Die Königin Sophie
Der Intrigant I. Ein Intrigant
2 Soldaten So2 2 Soldaten
Elena E. Eine Fee
Indivina I. Eine Hexe
Leila L. Eine Hexe

In der Menschenwelt:

Nina N. Eine Frau
Elmo E. Ein Mann
Ein Obdachloser O. Ein Obdachloser
Sibilla S. Schwester von Elmo
Hans im Unglück H. Hans im Unglück
Ein Storch S. Ein verstörter Storch

I. In Morsag

In Morsag sind ein Drache und ein Held in eine abstrakte Diskussion miteinander verstrickt.

H.: Das Böse gibt es nun einmal
D.: Ich bezweifle dass
H.: In jedem Lebewesen ist auch etwas Böses
D.: Dass ist deine These
H.: Es gibt aber keine Antithese dazu
D.: Dann ist das Gute und das Böse die Synthese des Dasein
H.: Dass das Gute und das Böse sich untereinander bedingen?
D.: Ja
H.: Nein
D.: Richtig, denn ich bin zum Beispiel Immergut?
H.: Niemand ist immergut
D.: Doch
H.: Du entflammst zu leicht
D.: Dass ist meine Natur
H.: Du verstehst dass nicht
D.: Ein Drache kann nun mal seiner Natur nicht entfliehen
H.: Also gut….du bist immergut
D.: Habe ich ja gesagt…..so wie Mina immermüde ist
H.: Zu müde für alles
D.: Außer dem Schlaf
H.: Ermüdend
D.: Du liebst sie?
H.: Ich liebe Mina
D. :Und ihr werdet kleine müde Helden heranziehen?
H.: So es das Schicksal will
D.: Die dann von einem furchtbaren, Angst und Schrecken verbreitenden Drachen träumen werden?
H.: Wenn sie nicht zu müde dafür sein werden
D.: Sie kommt
H.: Wo?
D.: Dort
Beide blicken zu ihr.
D.: Ich bin dann weg
H.: Warum?
D.: Ich bin müde
H.: Dass werde ich auch bald sein
D.: Genau deshalb
H.: Bleibe doch
D.: Ich möchte euch nicht stören
H.: Du störst uns nicht
D.: Schenke Mina einen feurigen Kuss von mir
H.: Dass werde ich machen…..komme später hier vorbei
D.: Dann diskutieren wir weiter
H.: Abgemacht

Der Drache geht ab.
Kurze Zeit später kommt Mina zum Helden.
H.: Ich soll dir im Namen des Drachen einen feurigen Kuss schenken
Der Held schenkt Mina einen feurigen Kuss.
M.: Nicht, dass ich jetzt zu brennen beginne
H.: Warte, ich lösche dich
Der Held schenkt Mina einen feuchten Kuss.
M.: Genug jetzt!
H.: Wie geht es dir?
M.(gähnend): Zu wenig ausgeruht, zu wenig gegessen….müde….und bei dir?
H.: Das Alltägliche….die Prinzessinnen retten, die Drachenfeuer löschen, den Werwölfen die Zähne reißen, die Königin besänftigen, die Hexen beruhigen, die Zwerge verscheuchen, Hoffnung und Mut verbreiten und so weiter
M.: Die Königin?
H.: Die im höchsten Turm mit dem größten Balkon
M.: Und was ist mit mir?
H.: Du hast den kleinsten Balkon
M.: Was für ein mutiger Held
H.: Bei dir fühle ich mich wohl…..du hast was…..was
M.: Belebendes?
H.: Nein
M.: Aufweckendes?
H.: Nein
M.: Erfrischendes?
H.: Nein
M.: Was dann?
H.: …etwas Ermüdendes?
M.: Du bist so sanft mit deinen Worten
H.: Selbst mit geschlossenen Augen würde wohl ein jeder dich umgarnen
M.: Aber nur dir gehört mein Herz
H.: Einer Schönen des Tages das Meine
M.: Und das meine Glück trägt den deinen Namen
Mina schenkt dem Helden einen glücklichen Kuss.
H.(gähnend): Verzeihe mir meine Müdigkeit
M.: Die ist meine
H.: Meine
M.: Lasse uns nieder sitzen
Beide setzen sich nieder.
M.: Lege deinen Kopf in meinen Schoß
Der Held legt seinen Kopf in den Schoß von Mina.
H.: Mina?
M.: Ja?
H.: Dass mit dir
M.: Und mit dir
H.: Dass bedeutet mir zuviel
M.: Zuviel?
H.: Viel zu viel
M.: Romantiker
Mina streicht mit einer Hand über den Kopf des Helden.
Beide verharren schweigend.
M.: Was ist mit unseren Plänen?
H.: Die Hochzeit?
M.: Der Reise in das Land der Nacht
H.: Deinen Schlaf zu finden
M.: Bevor wir heiraten
H.(gähnend): ….werden wir deinen Schlaf finden
M.: Dass werden wir!
H.: Bald?
M.: Ja
H.: Du weckst mich dann?
M.: Wenn ich nicht zu müde dafür bin
H.(einschlafend): So müde
Der Held schläft im Schoß von Mina ein.
Nach kurzer Zeit kommt die Hexe Tama zu Mina hin.
M.: Hexe Tama
T.: Immermüde Mina….der Held schläft?
M.: Ja, er schläft
T.: Dass ist gut….sehr gut
M.(über den Kopf des Helden streichend): Ja, er ist ein Guter
T.: So wirkt dein Zauber
M.(gähnend): Bis zur völligen Ermüdung
T.(gähnend): Ich werde auch schon müde
M.: Ganz entspannt ist er
T.: Ich bin verspannt
M.: Immerzu?
T.: Dass kommt vom Besenreiten

Tama streckt und dehnt sich und verspannt sich total.
Mina legt den Kopf des schlafenden Helden sanft beiseite und geht zur total verspannten Tama und hilft dieser sich wieder aufzurichten, was ihr auch gelingt.

T.: Danke
M.: Bitte
T.: Der Rücken
M.: Ich verstehe
T.: Komme mit mir mit
M.(gähnend): Ich bin zu müde
T.: Indivina und Leila, meine zwei Hexenfreundinnen haben ein Hexenmenü gekocht
M.: Und?
T.: Blutige Schenkel vom Feinsten, verhacktes Fingergeschnetzeltes mit naturgereiftem, pürierten Augengelee
M.: Vielleicht ein anderes Mal
T.: Im Ofen zubereitet Lungenhälften mit pikanter, kaltgepresster Haut mariniert
M.: Dass Geschnetzelte?
T.: Ja?
M.: Mit hauseigenen Augen
T.: Blauen, braunen und grünen Augen
Tama verzieht ihr Gesicht.
M.: Was ist?
T.(sich an den Rücken greifend): Mein Rücken
M.: Soll ich dir helfen?
T.(schmerzensblass): Nein
M.: Pikant und mariniert?
T.: Gerösteten, feinsten Brüsten, mit den besten Kräutern aus den verzauberten Gärten gewürzt
M.: Nun ja
T.: Rohe Schulterblätter in Rosenknospen auf gebratenen Knochen in Pfefferminzsoße
M.: Ich überlege
T.: Al dente
M.: Al dente?
Mina blickt zum schlafenden Helden und dann zu Tama.
M.(gähnend): Kosten könnte ich ja
T.: Dann komm mit, geschwind
M.: Und der Held?
T.: Lasse ihn schlafen, er hat es sich verdient
M.: Ja, er verdient gut
T.: Komm!
M.: Nun gut
Mina und Tama gehen ab.
Der Held schläft tief und fest.

Nach kurzer Zeit kommt der Drache herbei und erblickt den schlafenden Helden.
D.: Der Held schläft tief und fest….ich muss ihm doch von den Waldbränden erzählen…. ein Feuerteufel ist da unterwegs (und blickt um sich)
Der Drache versucht erfolglos den Helden zu wecken.
D.: Der Held ist in einen Immerschlaf gefallen….dass wird immer ungeheuerlicher mit den Beiden….wer schläft liebt doch nicht…..

Der Drache überlegt was er tun sollte und geht dann ab.
Nach kurzer Zeit kommt der Drache mit 4 Katzenwesen zurück.
K1: Wir haben gestern tausend Mäuse gesammelt
K4: Mindestens
K3: Und dann gefeiert
K2: Reichlich
K4: Einen zuviel hinter die Binde gegossen
K2: Und jetzt sind wir total verkatert
K3: Total
D.: Ich verstehe dass, doch ihr müsst mir helfen
K1: Ich muss mich an meinen Ohren kratzen
K2: Ich auch
Alle vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
K3: Was ist nochmals das Problem?
D.: Der Held schläft und lässt sich nicht mehr wecken
K4: Und was ist schlecht daran?
D.: Wer rettet dann die Prinzessinen, verbreitet das Gerücht von dem Angst und Schrecken verbreitenden Drachen……dann hat doch niemand mehr Angst vor mir…..dass geht doch nicht….und ein Feuerteufel ist unterwegs (und blickt um sich)…..wer löscht die vermutlich von diesem gelegten Brände, wer….
K1: Genug…genug, wir haben verstanden
D.: Hier ist er (und deutet auf den Helden)
K2: Nun gut
Die vier Katzenwesen betrachten den Helden.
K1: Was bekommen wir dafür?
K3: Genau
K4: Einen Lohn?
K2: Ein paar Mäuse?
D.: Einverstanden ein paar Mäuse
K1: Im Voraus?
D.: Nach getaner Arbeit
K1+K2+K3+K4: Einverstanden
K2: Aber vorher

Alle vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren und beginnen dann mit einem verkaterten Katzenjammer.
Der Drache legt seine Pratzen über seine Ohren und verdreht die Augen.

Die Königin Sophie kommt mit dem Intriganten und 2 Soldaten an ihrer Seite zu der Gruppe.
Die vier Katzenwesen beenden ihren verkaterten Katzenjammer.
K1: Die Königin
K2: Die mit dem größten Balkon?
K3: Sei still
K4: Ruhe
So.: Was ist dass für ein verkaterter Katzenjammer?
D.: Königin Sophie
So.: Was ist damit?
D.: Der Held ist bei der immermüden Mina eingeschlafen und nun erwacht er nicht mehr
So.: Auch nicht mit diesem verkaterten Katzenjammer?
D.: Nein
So.: Dann ist es ernst
K1: Unsere Mäuse?
So.: Ruhe!
Die Katzenwesen schweigen respektvoll.
D.: Ich bin ratlos…..die Werwölfe bekommen Zahnschmerzen, die Prinzessinnen weinen, die Zwerge schwärmen aus, die Königin….
So.: Seid unbesorgt, der Balkon ist sicher
D.: Ein Feuerteufel ist auch unterwegs (und blickt um sich)
So.: Soldat alarmiere die Wache
So1: Ja, Königin
Der Soldat geht ab.
So.: Soldat, hole die Fee Elena hierher
So2: Sofort Königin
Der Soldat geht ab.
Die Königin beugt sich über den schlafenden Helden.
So.: Die Fee wird wissen was zu tun ist
D.: Dann können der Held und ich weiterdiskutieren
So.: Was?
D.: Ach nichts
I.: Vielleicht hilft eine Intrige?
So.: Versuche es Intrigant

Der Intrigant geht zum schlafenden Helden, betrachtet diesen und blickt dann zum Drachen.
I.: Ich glaube der Drache erzählt nicht die Wahrheit…..in Wahrheit wurde der Held vom Drachen mit einem Schlaftrank vergiftet um die ungeteilte Aufmerksamkeit aller für sich zu haben und nicht nur, auch eine Hexe…..der Drache hat dies mit einer Hexe zusammen geplant und durchgeführt….mit einer Hexe, ja, dass spüre ich…..dass ist eine Verschwörung gegen das Königshaus, eine Intrige gegen die Königin….es hat wohl etwas mit dem Helden zu tun
Der Drache blickt erstaunt zum Intriganten und dann zur Königin.
I.: Dich bedrückt das Gewissen, ich weiß….die schlimme Tat nagt an deinem Selbstvertrauen….deinem Selbstvertrauen….dem Gewissen
D.: Ich habe niemanden vergiftet
I.: Dass sagt doch niemand
D.: Wie?
I.: Bekehre dich, gestehe dir die deine Schuld ein
D.: Welche Schuld?
I.: Gebe es zu!
D.: Ich gebe es zu…aber was?
I.: Die Wahrheit! Die Wahrheit!
D.: Wie bitte?
I.: Endlich, er gesteht
So.: Intrigant
I.: Königin?
So.: Der Held schläft noch?
I.(zum Helden blickend): Der Held schläft
So.: Der Held schläft also immer noch
I.: Drache, entschuldige mich für die intriganten, korrekten, der Wahrheit entsprechenden Anschuldigungen
So.: Intrigant!
I.: Ja?
So.: Es reicht
I.: Ich verstehe
D.: Und jetzt?
So.: Wir warten auf die Fee
K3: Was ist mit unseren Mäusen?
D.: Hier eure Mäuse
Der Drache reicht den vier Katzenwesen einige Münzen.
So.: Und jetzt verzieht euch
Die vier Katzenwesen verziehen sich.
So.: Meine armen Ohren
I.: Noch eine Intrige?
So.+D.: Nein!

Nach kurzer Zeit kommt der Soldat in Begleitung von der Fee Elena herbei.
So2: Königin, die Fee Elena
So.: Seid mir gegrüßt
E.: Ich habe keine Zeit für Höflichkeiten
D.: Fee Elena?
E.: Der Drache auch noch
I.: Was ist?
E.: Ich habe die letzte Nacht wohl zuviel gezaubert
So.: Und?
E.: Die Zauberei ist mir etwas zu Kopfe gestiegen
So.: Nun gut
D.: Fee, einen Liebestrank für mich?
E.: Ich kann zaubern, nicht Unvorstellbares vollbringen
D.: Einen Hoffnungstrank?
E.: Vergiss es….Königin, ihr habt mich hier herbringen lassen
So.: Mina hat den Helden so müde gemacht, dass er eingeschlafen ist und nicht mehr geweckt werden kann
E.: Ich verstehe
D.: Ein verkaterter Katzenjammer
E.: Hat nicht geholfen
So.: Der Held schläft wie ein Murmeltier
E.: Ist dass eigentlich nicht besser für alle?

Die Fee überlegt. Die Königin überlegt. Der Intrigant überlegt.
Die Sekunden vergehen…

D.: Nein, dass ist es nicht!
So.: Nun gut, ist es nicht, warum auch immer

Die Fee Elena beugt sich über den schlafenden Helden und begutachtet diesen einige Zeit.
E.: Der große Held (und blickt auf den Helden)….nun ja, der Held ist in einen verzauberten Schlaf gefallen
D.: Und jetzt?
E.: Was ist jetzt?
D.: Wie kann man den Helden aufwecken?
E.: Gar nicht
D.: Gar nicht!
So.: Fee Elena, es gibt mit Sicherheit eine Möglichkeit
E.: Lasst mich nachdenken
Elena denkt.
Der Drache wendet sich an die Königin.
D.: Für den Helden bin ich zu allem bereit Königin
So.: Warum sagst du dass mir Drache?
D.: Irgendjemanden muss ich es nun mal sagen Königin
So.: Ach so
D.: Keine Aufgabe ist mir zu schwer Königin
So.: Genug mit der Aufschneiderei
Elena hat zu Ende gedacht und wendet sich zum Drachen zu.
E.: Du bist wirklich zu allem bereit um dem Helden zu helfen?
D.: Was muss ich tun?
E.: In die Welt der Menschen
D.: In welche Welt?
E.: Du wirst schon sehen
D.: Ich bin bereit
E.: Da wäre ich mir nicht so sicher, aber nun ja, du bekommst zur Tarnung eine menschliche Hülle von mir
D.: Eine menschliche Hülle?
E.: Etwas mit Haut und großer Schwäche, Knorpel und starkem Geruch
D.: Dann soll es so sein
Die Fee Elena verzaubert den Drachen und dieser verwandelt sich in einen Drachenmenschen….einen Menschen.
Der Drache blickt auf seinen neuen Körper und wird blass, blasser und noch etwas blasser. D.: Seltsam, sehr seltsam, seltsam?
I.: Gut, dass es hier keine Spiegel gibt
E.: Du wirst dich an deinen neuen Körper gewöhnen
D.: Niemals!
So.: Du gefällst mir jetzt irgendwie besser Drache
I.: Unschuldiger
E.: Flügelloser
So.: Unterkühlter
D.: Seltsam, sehr seltsam, seltsam?
E.: In der Menschenwelt wartet eine Aufgabe auf dich und wenn du diese erfüllt hast, kehre zurück und ich werde dem Helden helfen
So.: Warum so kompliziert?
E.: Sonst wäre die Geschichte ja jetzt schon fertig
So.: Ach so
D.: Welche Aufgabe?
Die Fee Elena flüstert dem Drachenmenschen die Aufgabe in das Ohr.
Der Drachenmensch wird blass, blasser und noch etwas blasser.
So.: Was ist nun?
E.: Der Drache wird es schon schaffen
So.: Die Hoffnung stirbt zuletzt
D.: Und wie finde ich die Frau?
E.: Sie wird dich finden
D.: Nina….Nina…und?
E.: Warte bis du in der Menschenwelt bist
D.: Ich werde warten
E.: Ich zaubere jetzt einen Regenbogen herbei
Elena zaubert einen Regenbogen herbei.
E.: Drache, du gehst an das andere Ende vom Regenbogen und wirst über das andere Ende des Regenbogen in die Menschenwelt gelangen
D.: An welches Ende?
E.: Dem Anderen
D.: So einfach?
E.: So einfach, ja
D.: Und wie komme ich zurück?
E.: Über das andere Ende des Regenbogen
D.: Das andere Ende vom anderen Ende?
E.: Ja und passe auf deinen Atem auf
D.: Warum?
E.: Er entzündet sich leicht
D.: Ich werde auf mein Bestes aufpassen
E.: Sei so feurig wie du bist
D.: Ich werde nicht entflammen
E.: Tue dass
D.: Mein Bestes nicht geben
E.: Ob dass reicht? Aber warte
Die Fee reicht dem Drachen ein Buch.
E.: Dass ist das magische „Buch der Fragen“
D.: Was ist damit?
E.: In diesem Buch findest du alle Fragen
So.: Alle Fragen?
E:: Der Drache wird es schon verstehen
D.: Dass werde ich
So.: Dann alles Gute
E.: Alles Gute
Der Drachenmensch geht zum anderen Ende des Regenbogen hin.
Die Königin, der Intrigant, die 2 Soldaten und die Fee blicken dem Drachenmenschen hernach.
So.: Ein Abenteuer für den Drachen….dass ist gut
E.: Warum?
So.: Das Holz geht uns langsam aus
E.: Dann ist der Drache auf dem richtigen Weg
So.: Welchem?
E.: Dem Holzweg
So.: Übrigens, der Drache kann nicht lesen
E.: Dann wird er es wohl lernen müssen
So.: Ich muss dann in den Turm zurück
E.: Und ich muss weiterzaubern
So.: Komme mich besuchen wenn du zu Ende gezaubert hast
E.: Dass werde ich
Die Königin Sophie, die 2 Soldaten und der Intrigant gehen ab.
Die Fee Elena blickt zum Regenbogen und geht dann ab.

Die drei Hexen, Tama, Indivina und Leila kommen zum Helden hin.
T.: Da ist er unser großer Held
I.: Ich habe ihn mir größer vorgestellt
L.: Dass ist bei den Helden immer so
I.: Und jetzt?
T.: Jetzt verzaubern wir ihn
L.: Der Held ist aber schon verzaubert
T.: Dann verzaubern wir ihn nochmals
I.: Das ist doch sinnlos
L.: Warum ist dass sinnlos?
I.: Doch nur pure Kraftverschwendung
T.: Wir sollten ihm etwas Böses antun
L.: Giftiges
I.: Niederträchtiges
L.: Oh….
T.: Was ist?
I.: Mein Rücken
L.: Und meiner
T.: Meiner auch
Die drei Hexen verspannen sich total.
L.: Was ist mit der immermüden Frau?
T.(gähnend): Beim Essen
I.: Die bekommt nie genug
T.: Beim fünften Teller schon
I.: Das Augengelee
T.: Ist schon aufgebraucht
L.: Die braunen, die blauen, die grünen Augen
I.: Wir sollten zurück
T.: Dass sollten wir
L.: Und der Held?
Die drei Hexen betrachten den Helden.
I.: Al dente?
T.+I.+L.: Al dente

Total verspannt gehen die drei Hexen ab.
Der Held schläft.

II. In der Menschenwelt

Nina und Elmo sitzen an einer Haltestation in einer Stadt.

E.: Ich sterbe
N.: Nein!
E.: Das Wasser mit dem wir alle kochen ist bei mir verdampft
N.: Solange man lebt gibt es immer Regen
E.: Sage dass dem Wasser
N.: Du wirst nicht sterben
E.: Ich werde nicht sterben?
N.: Nein, du stirbst nicht
E.: Wenn du dass sagst
N.: Der Tod hat dich mit jemanden anderen verwechselt
E.: Mit wem denn?
N.: Du kennst ihn nicht
E.: Das ist wohl besser
N.: Wichtig ist nur, dass es dir besser geht
E.: Besser als jetzt?
N.: Einfach besser
E.: Und nun?
N.: Jetzt warten wir
E.: Auf Sibilla
N.: Deine Schwester
E.: Sie hat mich vor einigen Tagen besucht
N.: Ja?
E.: Sie sprach von einer Reise
N.: Meiner?
E.: Du solltest starten und nicht abwarten
N.: Ich warte nicht
E.: Du hast mir schon genug geholfen
N.: Ich helfe dir doch nicht
E.: Ohne dich
N.: Du bist stark
E.: Ich weiß nicht was ich getan hätte und tun würde
N.: Denke nicht daran, denke an das Schöne was dich ausmacht, deinen Mut und Kraft, deine Freunde und Freude
E.: An dich
N.: Auch an mich
Nina legt ihren Arm um die Schulter von Elmo.
Beide verweilen schweigend.
N.: Vergiss nicht
E.: Was?
N.: Du lebst
E.: Ja?
N.: Und du wirst damit fertig werden
E.: Ich werde es versuchen
N.: Nicht versuchen, du wirst
E.: Ich werde leben
N.: So kenne ich dich
Beide küssen sich und verweilen schweigend.
E.(gähnend): Wenn ich doch nur nicht so müde wäre
N.: Dass sind die Medikamente
E.: Mein ausgelaugter Körper
N.: Vielleicht hilft ein aufgeweckter Kuss
Beide küssen sich.

Ein Obdachloser kommt herbei.
O.: Ein paar Mäuse für einen Obdachlosen
N.: Einen kurzen Moment
Nina krammt in ihrer Tasche, reicht dem Obdachlosen einige Münzen und dieser verbeugt sich dann.
O.: Danke….
N.: Nina ist mein Name
O.: Danke Nina und ihnen beiden ein glückliches und langes Leben

Der Obdachlose geht ab.
Nina und Elmo blicken dem Obdachlosen hernach.

E.: Ein langes kurzes Leben
N.: So wie du gelebt hast wirst du sterben
E.: In der Kürze liegt…
N.: Kämpfe!
E.: Mit einem kaputten Körper
N.: Gerade deshalb
E.: Du gibst mir Mut
N.: Den brauchst du auch
E.. Ich weiß
N.: Nicht im Mitleid versinken, in Vorwürfen, in der Vergangenheit verloren gehen
E.: Dass werde ich nicht
N.: Es ist ja irgendwie doch so, dass du mir Mut gibst, mehr als ich dir
E.: Ja?
N.: So ist es
E.: Wie denn?
N.: Du gibt dich nicht auf, du schimpfst und beklagst dich, aber du kämpfst mit deinem Körper um jeden Tag, um jeden Augenblick….dass spürt ein jeder
E.: Schön, dass es dich gibt
N.: Jetzt werde nur nicht sentimental
E.: Du Biest
N.: Schon besser
E.: Du munterst mich auf
N.: Na also
Sibilla kommt zu den Beiden.
S.: Elmo, wie geht es dir heute?
E.: Mit zwei Frauen wie euch….gut
S.: Nina?
N.: Das Leben leben
S.: Ohne unterzugehen?
N.: Du weißt ja, mit Elmo schwimmt man oben
E.: Wenn da nicht meine Stimmungsschwankungen wären
S.: Die deine Existenz kieloben dahin treiben lässt
E.: Zum Meeresgrund hinunter
N.: Wo zwei Meerjungfrauen auf dich warten
E.: Mit zwei Meerjungfrauen wie euch…gut
S.: Ich habe uns Theaterkarten gekauft
N.: Theaterkarten?
S.: Eine Überraschung sozusagen
E.: Für was?
S.: Eigentlich ist es ein Märchen
N.: Wie heißt das Stück?
S.: Was ist Liebe?
N.: Klingt seltsam?
S.: Es handelt von einen müden Helden, einem Drachen, einer seltsamen Fee, einem verstörten Storch und einigen Hexen
N.: Sind wir nicht zu alt für so etwas?
S.: Für so etwas….für so etwas ist man nie zu alt….es wird uns gefallen
E.: Ein Märchen?
S.: In einer halben Stunde beginnt die Aufführung….wir sollten
N.: Gerne
E.: Wo ist das Theater?
S.: In der Nähe
E.: Wer als erster von euch beiden dort ist bekommt einen Kuss von mir
N.: Ich warte dann beim Eingang Sibilla
S.: Diesmal vielleicht

Nina, Sibilla und Elmo gehen ab.

Der Obdachlose kommt zur Haltestation zurück, setzt sich nieder, gähnt und streckt sich.
Hans im Unglück kommt herbei.

H.: Hallo Obdachloser
O.: Hallo Hans
Hans stolpert über seine Füße, fällt zu Boden und steht dann wieder auf.
O.: Passe auf dich auf
H.: Nichts passiert
O.: Ich habe ein paar Mäuse
H.: Lasse sie mich sehen
O.: Hier
Der Obdachlose zeigt Hans die Münzen.
H.: Und was machst du damit?
O.: Ich kaufe mir….
H.: Ein Auto?
O.: Nein
H.: Ein Haus?
O.: Nein
H.: Ein Flugzeug?
O.: Nein
H.: Was kaufst du dir dann?
O.: Ein paar Plastiktaschen
H.: Plastiktaschen?
O.: Um den Schein besser zu wahren
H.: Ich verstehe nicht
O.: Schon seit längerem erscheinen mir diese Plastiktaschen zu teuer und zu nobel
H.: Zu wenig abgenutzt und glänzend
O.: Genau….und bei dir?
H.: Ich verfolge das Unglück
O.: Mit viel Glück?
H.: Ich versuche es zumindest
O.: Na dann
H.: Wem gehörten die Münzen?
O.: Einer Frau namens Nina….etwas Seltsames
H.: Unglückliches?
O.: Ja
H.: Unscheinbares?
O.: Ja
H.: Was noch?
O.: Etwas was mir noch nicht so verwahrlost und heruntergekommen erscheint
H.: Verschmutzt und abgenutzt?
O.: Genau
H.: Etwas Unmenschliches also?
O.: Eine Bedeutung
H.: Ein Zeichen?
O.: Finde sie für mich
H.: Warum ich?
O.: Warum nicht?
H.: Bei dem ganzen Unglück dass ich habe….
O.: ….wirst du sie sicher finden
H.: Nun gut
O.: Ich werde dich reichlich entlohnen
H.: Mit Unglück
O.: Mit Unglück, wenn du es dir dann wünscht
H.: Das klingt unglücklich
O.: Ich weiß nicht warum, aber sie interessiert mich
H.: Mache was immer du möchtest, aber vergiss mein Unglück nicht
O.: Werde ich nicht
H.: Und wenn ich sie gefunden habe, was dann?
O.: Ich bin einen jeden Tag hier, komme hierher und sage mir wo ich sie finden kann
H.: Bei meinem Unglück

Hans im Unglück steht auf und geht ab, nicht ohne über seine Füße zu stolpern.
H.: Nichts passiert
O.: Passe auf dich und dein Unglück auf.

Kurze Zeit später kommt der Drachenmensch herbei und setzt sich neben dem Obdachlosen nieder.
Beide blicken in die Leere und sich immer wieder an.
O.: Ein paar Mäuse für einen Obdachlosen?
D.: Nein
O.: Keine Mäuse?
D.: Aber du kannst mir helfen
O.: Sollte es nicht umgekehrt sein?
D.: Heute nicht
O.: Womit könnte ich dir denn helfen?
D.: Ich bin ein Drache und komme vom anderen Ende des Regenbogen und….
O.: Noch so ein Verrückter
D.: Was?
O.: Nichts, erzähle weiter
D.: Dort ist der Held eingeschlafen und erwacht nicht mehr und die Fee Elena
O.: Warte….warte….warte
D.: Was ist?
O.: Warum ist der Held eingeschlafen?
D.: Die immermüde Frau….
O.: Immermüde?
D.: Seine Frau hat ihn so müde gemacht
O.: …dass der Held nicht mehr erwacht?
D:. Genau und die Fee Elena hat mich hierher geschickt damit eine Frau mich findet und….
O.: Warum?
D.: Dass ist ein Geheimnis
O.: Wie heißt die Frau?
D.: Sie heißt Nina
O.: Nina?
D.: Ja
O.: Gelocktes Haar, mittelgroß, mittelschwer, ein Muttermal am Kiefer?
D.: Woher?
O.: Nicht so wichtig
D.: Also Nina muss mich finden
O.: Hier in der Großstadt?
D.: Du kannst mich begleiten
O.: Ich bin dabei und diese Nina
D.: Ja?
O.: Ich kenne sie
D.: Du kennst sie?
O.: Ja
D.: Sie muss mich finden
O.: Die Fee hat nicht von mir gesprochen?
D.: Nein
O.: Na also, dann arrangiere ich dass
D.: Wann?
O.: Die nächsten Tage und dafür verratest du mir das Geheimnis
D.: Nun gut
O.: Erzähle schon
D.: Ich bin ja schon dabei
O.: Also?
D.: Das Geheimnis ist, das Nina ein Buch besitzt, das magische „Buch der Antworten“, die Fee hat es ihr vor langer Zeit geschenkt
O.: Ein Buch?
D.: Sie benötigt die Antwort auf eine Frage
O.: Dass ist alles
D.: Ja, dass ist alles
O.: Ich begleite dich….aber zuerst muss ich mir noch ein paar zerflederte Plastiktaschen kaufen
D.: Ich warte hier
O.: Ich komme bald zurück

Der Obdachlose geht ab.
Der Drachenmensch blickt um sich und nimmt aus einer Tasche das magische “Buch der Fragen“ und blättert darin herum.
Ein verstörter Storch kommt zum Drachenmenschen und setzt sich neben diesen nieder.

D.: Schlechter Tag?
S.: Ich habe mich verflogen
D.: Kann passieren
S.: Das falsche Kind am falschen Ort abgeliefert
D.: Ist doch nicht so schlimm
S.: An einem Fabrikschlot
D.: Nun ja
S.: Dabei habe ich mir meine Flügel angeröstet
D.: Dass wird schon wieder
S.: Und dann noch das nächste Kind abzuholen vergessen
D.: Mache dir keine Vorwürfe
S.: Schlechter Tag….ja
Der verstörte Storch steht auf.
S.: Ich kündige
D.: Mache dass
S.: Keine Kinder mehr
D.: Keine mehr
S.: Auf keinen Fall
D.: Du könntest mir helfen
S.: Wie?
D.: Lies mir eine Frage vor (und reicht dem Storch das magische “Buch der Fragen“)
S.(vorlesend): Warum ist der Obdachlose nie müde und kein Obdachloser?
D.: Noch eine
S.(vorlesend): Warum liebt der Held die immermüde Frau?
D.: Warum, warum, warum?
S.: Ich weiß nicht
D.: Verstehst du diese Fragen?
S.: Nein, aber das Buch gefällt mir
D.: Und?
S.: Ich gebe dir fünfzig Mäuse dafür
D.: Warum nicht
Der verstörte Storch reicht dem Drachenmenschen 50 Mäuse.
D.: Antworten wirst du in dem magischen „Buch der Fragen“ keine finden
S.: Wer braucht in einer Welt wie dieser schon Antworten
D.: Dass wird wohl stimmen
S.: Ich verfliege mich dann….alles Gute
D.: Mache dass….alles Gute
Der verstörte Storch fliegt mit dem magischen „Buch der Fragen“ ab.

Der Obdachlose kommt zum Drachenmenschen zurück.
O.: Dann brechen wir zu unserem Abenteuer auf
D.: Einverstanden
O.: Der Hans im Unglück wird die Frau namens Nina für uns finden
D.: Welcher Hans?
O.: Nicht so wichtig….meine neuen Plastiktaschen?
D.: Zerfledert und schmutzig
O.: Armselig und hässlich?
D.: Ja
O.: Du hast Mäuse?
D.: 50 Stück
O.: Woher?
D.: Dass ist eine lange Geschichte
O.: Komm, erzähle sie mir
D.: Ja gleich, aber was machen wir jetzt?
O.: Jetzt gehen wir in ein Restaurant und schlagen uns den Magen voll
D.: Ist dass schmerzhaft?
O.: Nein, dass ist es nicht, los komm

Beide gehen, während der Drache eine Geschichte zu erzählen beginnt, die nichts mit dem verstörten Storch und den 50 Mäusen zu tun hat, ab.
Kurze Zeit später kommt der verstörte Storch herbeigeflogen, legt sich an der Haltestation nieder und nach kurzer Zeit schläft dieser dort ein.

III. In der Menschenwelt

In einem Krankenhauszimmer.
Elmo liegt in einem Bett. Nina sitzt neben ihm.

E.: Die Zeit läuft mir davon und ich werde immer langsamer
N.: Ich weiß
E.: Der Herbst hat begonnen?
N.: Bunt wie ein Regenbogen sind die Wälder, zu tausenden fallen die Blätter herab, der Frost gräbt sich durch den Boden und die Menschen holen die Winterbekleidung aus den Schränken
E.: Darauf kann ich ja verzichten
N.: Aus allen Himmelsrichtungen kommt die Kälte
E.: Und macht vor niemanden halt
N.: Die Kälte sammelt sich für den Winter an
E.: Um in das Innerste der Menschen vorzudringen
N.: Wie die Wärme, so die Kälte
E.: Sich einander bedingend
N.: So wird es wohl sein
E.: Der Sommer war lange genug
N.: Dass war er
Beide verweilen schweigend.
N.: Der Arzt war heute schon bei dir?
E.: Eine kurze Visite und etwas später hat mir eine Krankenschwester dann die Schmerztabletten gebracht
N.: Und wie geht es dir jetzt?
E.: Die Schmerzen kommen und gehen und ich stehe dazwischen
N.: Ertragbar?
E.: Ja
N.: Deine Augenlider sind geschwollen
E.: Ich schlafe seit Tagen sehr wenig
N.: An was denkst du?
E.: Manchmal denke ich an Zember, an die Zeit die wir bis zu dem Unfall miteinander verbracht haben….unsere erste Begegnung, die Blitze in unseren Augen immer das Herz treffend, die Messingringe um ihren Hals, den Moment als sie diese vor mir abgelegt hat und für unsere Liebe dann alles zurück gelassen hat, ihre Familie, ihre Freunde um mit mir zu kommen…ihre Sanftheit….ihre Art das Leben zu leben…
N.: Sie ist als glückliche Frau gestorben
E.: Ja, dass ist sie…. ich habe sie jeden Augenblick an meiner Seite haben wollen, nicht als Schatten, denn als Licht, welches um mich gleich einem Sonnenaufgang am Meer leuchtete….sie war ein wunderschöner Mensch
N.: Ihr hattet eure Zeit
E.: Ja, die hatten wir
N.: Wie ein schöner Traum
E.: Wie oft habe ich mich gefragt, wie oft gewünscht, dass sie etwas länger an meiner Seite verweilt wäre, nur ein bisschen….wie oft habe ich davon geträumt
N.: Mit dem Schicksal kann man nicht verhandeln
E.: Nein, dass kann man nicht
N.: Sie ist bei dir
E.: Ja, dass ist sie und ich denke an dich, wie du mich vor Jahren aus dem Haifischbecken gezogen hast
N.: Der bissigste Fisch von allen
E.: Zu gierig, zu kalt, zu verbissen, zu ….
N.: Scharf wie Rasiermesser waren deine Zähne
E.: Wie unbedeutend dies alles war, dass hast du mir gezeigt…nach dem Tod von Zember dachte ich, dass man mit dem Geld alles regeln und steuern kann, auch mich selbst….und in Wahrheit hat das Geld mich geregelt, mich gesteuert….irgendwohin, nur nicht dahin wo ich hinsollte…hinwollte
N.: Du warst verloren?
E.: Ja, dass war ich
N.: Auch ich habe vieles von dir gelernt, Neues kennengelernt, den Menschen wiederentdeckt
E.: Meinem Leben einen Sinn gegeben
N.: Und dabei verloren wie ich
E.: Und jetzt bin ich hier und sterbe
N.: Wir haben uns nicht zu spät und nicht zu früh gefunden
E.: Meine Flucht endete mit der deinen
Beide blicken sich schweigend an.
E.: Gut, dass du an meiner Seite verweilst
N.: Ich tue das Gerne
E.: Das Theaterstück?
N.: Ja?
E.: Was ist Liebe?
Nina umarmt Elmo.
E.: So eine Aufführung habe ich noch nie gesehen
N.: Ich auch nicht
E.(gähnend): Es war eine gute Idee von Sibilla es uns anzusehen
N.: Du solltest dich jetzt etwas ausruhen
E.: Ja, ich bin müde

Nina sitzt sich nieder und wartet bis Elmo eingeschlafen ist.
Als dieser eingeschlafen ist, steht Nina auf, tritt zu ihm, streicht mit der Hand durch seine Haare und murmelt leise ein Gebet.
Der Obdachlose betretet das Krankenzimmer.

N.: Obdachloser?
O.: Nina
N.: Hans hat mir gesagt, dass du kommen würdest
O.: Hier bin ich
N.: Und wo ist dein Freund?
O.: Er ist nicht mein Freund
N.: Wo?
O.: Du hast das Buch bei dir?
N.: Ich habe es dabei
O.: Gut, ich hole den Drachenmenschen
Der Obdachlose verlässt das Zimmer.

Nach kurzer Zeit betretet der Drachenmensch das Krankenzimmer.
D.: Hallo Nina
N.: Hallo Drachenmensch….sprich bitte leise
D.: Dass werde ich
Der Drachenmensch blickt zum schlafenden Elmo.
D.: Wer ist dass, wenn ich fragen darf?
N.: Mein Mann, er stirbt
D.: Stirbt?
N.: Sein Tod ist eine Frage von Wochen
D.: Ich verstehe nicht
N.: Sein Körper zerfällt, Tag für Tag, Stunde für Stunde
D.: Keine Heilung?
N.: Keine….du möchtest das Buch?
D.: Ja
N.: Hier ist es (und zeigt dem Drachenmenschen das magische Buch)
D.: Das Buch für die Fee
N.: Erzähle mir von dir
D.: Ich bin ein Drache in einer menschlichen Hülle und die Fee Elena hat mich damit beauftragt in der Menschenwelt dieses Buch zu finden und es ihr zurück zu bringen
N.: Warum jetzt?
D.: Der Held ist eingeschlafen und erwacht nicht mehr….wenn ich das Buch zurückbringe erweckt die Fee den Helden
N.: Wie ist die eure Welt?
D.: Ein jeder spielt seine Rolle, aber niemand nimmt die Sache zu ernst, es ist eine friedliche Welt und die Guten gewinnen immer, auch weil die Bösen nur versuchen böse zu sein und ich, der Drache, verbreite Angst und Schrecken, aber eigentlich fürchte ich mich nur vor mich selbst….das wissen die Anderen natürlich nicht….außer der Held vielleicht und dann gibt es dort noch die Hexen, die Feen, die Katzenwesen, die Königin, die Prinzessinnen….
N.: Wie in einem Märchen?
D.: Einem was?
N.: Einem Märchen?
D.: Ich weiß nicht, was dass ist
N.: Nicht so wichtig
D.: Und jetzt bin ich hier
N.: Als Drache entflammst du wohl leicht
D.: Nur für Holz und schöne Frauen
N.: Solch eine wie mich?
D.: Solch eine wie dich
N.: Und verbrenne ich dann?
D.: Nur in Leidenschaft
N.: Dann ist ja gut
D.: Und vielleicht in Liebe zu mir
Beide verweilen schweigend.
N.: Hier ist das Buch
Nina reicht dem Drachenmenschen das magische Buch.
Der Drachenmensch blättert in dem magischen Buch herum.
N.: Brauchst du sonst noch etwas?
D.: Nein, aber
N.: Was?
D.: Du möchtest nichts für das Buch?
N.: Ich habe das Buch als Geschenk bekommen
D.: Ja?
N.: Als Kind und es hat mir dunklen Zeiten mein Herz gerettet, aber jetzt bin ich erwachsen, mein Mann stirbt…..das Buch sollte wieder dorthin, wo es hergekommen ist….vielleicht einen Wunsch
D:: Welchen?
N.: Frage die Fee, ob sie das Buch nicht wieder einem Kind schenken könnte, einem Kind wie ich es war, einem, dass ein solch magisches Buch braucht
D.: Ich werde es der Fee sagen
N.: Lasse mich bitte jetzt allein
D.: Danke Nina
N.: Alles Gute Drache
Der Drachenmensch verlässt das Krankenzimmer.

Kurze Zeit später betretet Sibilla das Krankenzimmer.
S.: Nina
N.: Sibilla
S.: Wie geht es ihm?
N.: Er schläft
S.: Von was spricht er?
N.: Von Zember und mir
S.: Ist er traurig?
N.: Er versucht sich an das Gute, das Schöne zu erinnern
S.: Jetzt schläft er
N.: Die Medikamente wirken
S.: Die Schmerzen?
N.: Sind erträglich
S.: Der Arzt?
N.: Hat nur den Kopf geschüttelt
S.: Und du, wie fühlst du dich?
N.: Ich nehme langsam Abschied von ihm, sein Geist ist noch hier, aber der Körper verblüht mit jedem Herbsttag etwas mehr
S.: Bis der Winter kommt
N.: Ja, bis der Winter kommt
S.: Nina?
N.: Ja?
S.: Begleite mich
N.: Wohin?
S.: Lasse uns den Fluss entlang spazieren
N.: Und Elmo?
S.: Bis er erwacht, bist du wieder hier, versprochen
N.: Ist gut
S.: Komm
Sibilla nimmt Nina an der Hand und beide verlassen das Krankenzimmer.

Nach kurzer Zeit betreten der Obdachlose und der Drachenmensch das Krankenzimmer.
Beide gehen zum schlafenden Elmo hin.
D.: Er erinnert mich irgendwie an den Helden
O.: Tut er dass?
D.: Ja
O.: Was machen wir denn eigentlich noch hier, du hast das magische „Buch der Antworten“, also lass uns von hier verschwinden
D.: Die Frau?
O.: Nina?
D.: Etwas Seltsames ist an ihr
O.: Unglückliches?
D.: Ja
O.: Unscheinbares?
D.: Sie hat mir das magische Buch gegeben ohne etwas dafür zu verlangen
O.: Wo man doch nichts geschenkt bekommt in dieser Welt
D.: Nichts
O.: Du hast es also auch bemerkt?
D.: Als ob sie mich verzaubert hätte
O.: Das Gleiche ist mir widerfahren
D.: Etwas Gutes ist an ihr, dass beinahe nicht menschlich sein kann
O.: Du kennst die Menschen doch nicht
D.: Dass was ich bisher gesehen habe, dass reicht mir schon
O.: Du lernst schnell
D.: Ich bin ein Drache
O.: Gib mir das magische Buch
Der Drachenmensch reicht dem Obdachlosen das magische Buch und dieser klappt es auf.
O.(vorlesend): Nehmt Elmo nach Morsag mit und er wird nicht sterben
D.: Versteht du dass?
O.: Nein, aber warte….noch eine Antwort….(vorlesend) Der Held lässt sich durch einen müden Kuss der immermüden Mimi wieder erwecken
D.: Dass hat schon eher einen Sinn
O.: Einen Kuss?
D.: So einfach
Der Obdachlose gibt das magische Buch an den Drachenmenschen zurück.
O.: Das Buch ist unheimlich
D.: Das stimmt, aber wegen Nina
O.: Ja?
D.: Wir helfen ihr, indem wir ihren Mann nach Morsag mitnehmen
O.: Das klingt wie die Antwort aus dem Buch
D.: Dass wird Nina vielleicht glücklich machen
O.: Jetzt gleich?
D.: Wir kommen später noch einmal vorbei und nehmen ihn mit
O.: Seine Zeit geht zu Ende
D.: Bald
O.: Und wird er uns glauben?
D.: Fragen wir den Regenbogen
O.: Wen?
D.: Den Regenbogen
O.: Der Regenbogen spricht?
D.: Der Regenbogen spricht in seinen Farben, ich kann dass verstehen
O.: Den Regenbogen kannst du verstehen, aber lesen kannst du nicht
D.: Woher weißt du dass?
O.: Ich bin ein Obdachloser
D.: Lasse uns gehen
O.: Ich komm ja schon

Der Drachenmensch und der Obdachlose gehen ab.
Elmo schläft.

IV. In Morsag

Die Fee Elena ist beim schlafenden Helden.
E.: Warten wir noch oder warten wir nicht….ach, ich bin so unentschlossen.

Der verstörte Storch kommt zur Fee Elena hin.

E.: Was ist?
S.: Was soll schon sein?
E.: Wer bist du?
S.: Ein verstörter Storch
E.: Musst du nicht Kinder ausliefern?
S.: Ich bin jetzt selbstständig, arbeite nur noch auf Basis barer Mäuse, keine Kinder mehr, nur noch Spezialaufträge
E.: Spezialaufträge?
S.: Vollwaisen, Adoptionen und Frühgeburten
E.: Und was verfliegt dich hierher?
S.: Ein magisches Buch hat mich hier hergeführt
E.: Ein magisches Buch?
S.: Ja
E.: Welches?
S.: Das magische „Buch der Fragen“
Die Fee Elena wird blass, blasser und noch etwas blasser.
E.: Das magische „Buch der Fragen“?
Der verstörte Storch zieht das Buch aus einem Flügel und schlägt es auf.
S.(vorlesend): Warum braucht die Fee beide Bücher, also das magische Buch der Fragen und das magische Buch der Antworten zusammen?
Die Fee Elena wird blasser und noch etwas blasser
S.(vorlesend):Warum wächst der Wald und brennen die Bäume nicht mehr?
E.: Genug
S.: Ich verstehe die Fragen zwar nicht
E.: Aber?
S.: …aber der Umschlag des Buches gefällt mir
E.: Storch, von wem hast du dieses Buch bekommen?
S:: Ich kann mich nicht mehr daran erinnern
E.: Das Buch gehört mir
S.: Beweise es
E.: Gib es mir!
S.: Nein!
E.: Was willst du dafür haben?
S.: Lasse mich überlegen
Der verstörte Storch überlegt.
S.: Ich denke, ich behalte es für mich
E.: Warum?
S.(vorlesend): Warum möchte die Fee unbedingt das magische „Buch der Fragen“?
E.: Du hast es von einem Drachen?
S.: Nein
E.: Doch
S.: Nein, einem Menschen
E.: Das ist kein Mensch, dass ist ein Drache
S.: Dass kannst du einem Storch erzählen
Die Fee Elena geht sichtlich aufgeregt zum schlafenden Helden und schüttelt seinen Oberkörper.
E.: An alle dem trägst du die Schuld
Der Storch geht währendessen heimlich ab.
Dann blickt die Fee Elena um sich.

E.: Wo ist der Storch?…..Wo ist das magische Buch!…..Wo ist die Antwort auf meine eine Frage?

Die Fee Elena verstummt und blickt in die Leere, als die 4 Katzenwesen herbeikommen.

K1: Ich glaube ich habe Karies
K2: Mich juckt`s
Alle vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
K4: Was ist mit den Krügen?
K2: Alle ausgetrunken
K3: Bis zum letzten Tropfen
K1: Und die Mäuse?
K2: Aufgebraucht
Alle vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
K4: Schrecklich
K1: Und jetzt?
K2: Keine Ahnung
K3: Keine?
Die vier Katzenwesen bemerken die Fee.
K1: Die Fee Elena
K2: Die mit dem kleinen Balkon?
K3: Sei still
K4: Ruhe
E.: Katzenwesen?
K1: Fee?
E.: Der Held schläft immer noch?
K2: Schläft!
E.: Helft mir
Ungläubig blicken die 4 Katzenwesen sich an, kratzen sich an den Ohren und blicken dann zur Fee.
E.: Ihr findet den Drachen und bringt ihn zu mir, ihr gelangt über den Regenbogen in die Menschenwelt hinein und holt ihn zurück bevor der Drache noch mehr Chaos anrichtet, bevor die Welt entflammt
K4: Welche Welt?
E.: Ist nicht so wichtig
K1: Dort gibt es mit Sicherheit Mäuse?
K2: Viele Mäuse?
K3: Oder?
K4: Und als Lohn bekommen wir noch mehr Mäuse?
E.: Soviel Mäuse wie ihr möchtet
K1+K2+K3+K4: Soviel Mäuse wie wir möchten!
E.: Ja
K2: Dann gießen wir uns einen hinter die Binde
K3: Bis wir total verkatert sind
K4: Total

Die drei Hexen Individa, Tama, Leila und die immermüde Mina kommen zu den Katzenwesen und der Fee.
T.: Was machst du hier Fee Elena?
E.: Der schlafende Held und ihr?
I.: Wir sind hungrig
E.: Ihr?
L.: Die immermüde Mina hat alles restlos aufgegessen
M.: Stimmt doch nicht
I.: Nur die Reste der Knochen sind noch übrig
T.: Und der Held?
Mina erblickt den Helden und geht zu diesem.
M.: Er erwacht nicht mehr?
E.(gähnend): Warum wohl?
M.: Vielleicht sollte ihn wachküssen?
E.: Mina, nein, dass macht es womöglich noch Schlimmer
M.(gähnend): Aber vielleicht hilft das?
E.: Wir dürfen nichts mehr riskieren
T.: Wir haben endgültig genug
I.: Ja, dass haben wir
T.: Oh
L.: Was ist?
T.: Mein Rücken
T.: Meiner
I.: Und meiner
Alle drei Hexen verspannen sich total.
Die vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
M.: Kann ich euch helfen?
I.+L.+T.: Nein!
E.: Ich helfe euch
Elena richtet die drei total verspannten Hexen wieder auf.
I.: Jetzt geht’s mir besser
L.: Mir auch
T.: Und mir auch
L.: Wie hast du dass gemacht Fee?
E.: Jahrelange Praxis an mir Selbst
I.: Rückenprobleme?
E.: Vom Einhorn-Reiten
I.: Was ist mit den Katzenwesen?
E.: Die Katzenwesen helfen mir
Die vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
L.: Beim heiligen Kater
T.: Bei gerösteter Katzenleber
M.(gähnend): Die vier haben doch keine Leber mehr
K2: Vier mal Vier plus eins und ein Balkon
K3: Sei still
K4: Ruhe
I.: Komm lasst uns kochen gehen
T.: Katzenbraten!
Die vier Katzenwesen werden blass, blasser und blasser und kratzen sich an den Ohren.
T.: Al dente?
T.+I.+L.: Al dente

Die drei Hexen Tama, Indivina und Leila gehen ab.
E.: Mina?
M.: Ja?
E.: Begleite die vier Katzenwesen
M.: Ich?
E.: Sie holen den Drachen aus der Menschenwelt zurück und jemand wie du könnte ihnen dabei helfen
M.(gähnend): Ich bin zu müde
E.: Dann erwecke ich deinen Helden
M.: Dass kannst du?
E.: Ich kann es
M.: Dann bin ich dabei
E.: Und sage dem Drachen
M.(gähnend): Was?
E.: Dass ist wichtig
M.: Ja?
E.: Sage ihm, das magische Buch, dass ich beide magischen Bücher brauche!
M.: Warum so giftig?
E.: Sage es ihm einfach!
Die Fee Elena zaubert einen Regenbogen herbei.
E.: Am anderen Ende des Regenbogen hinein und beim anderen Ende in die Menschenwelt hinaus
K1: Vergiss nicht unsere Mäuse
K2: So viele wie wir möchten
K3: Total verkatert Mäuse jagen
K4: Total
E.: Ich weiß…aber geht jetzt

Mimi und die vier Katzenwesen gehen zum anderen Ende des Regenbogen.
Die Fee Elena bleibt alleine zurück.
E.: Endlich Ruhe
Die Fee Elena geht zum schlafenden Helden
E.: Langsam wird mir dass alles zuviel
In diesem Moment kommt die Königin, der Intrigant und 2 Soldaten herbei

So.: Fee Elena?
E.: Zu Un-Diensten des Königreiches
So.: Fortschritte?
E.: Nur Rückschritte
So.: Bedeutet dass etwas Gutes?
E.: Für den Wald, ja; für den Rest, nein
So.: Der Drache?
E.: Kein Kommentar
So.: Heute waren die Werwölfe bei mir, die Zähne blutig und die Prinzessinnen sind verzweifelter denn je
E.: Nun gut
So.: Was ist gut?
E.: Ich werde mich persönlich darum kümmern
So.: Persönlich?
E.: Ja!
So.: Was heißt dass?
E.: Damit ich endlich in Ruhe wieder zaubern kann
So.: Was willst du machen?
E.: Zuerst knöpfe ich mir den Storch vor
So.: Was ist mit den Knöpfen?
E.: Und dann kann der Drache was erleben
So.: Ja, dass Leben ist schön
E.: Genug

Die Fee Elena geht zum anderen Ende vom anderen Ende des Regenbogen hin.
Die Königin, der Intrigant und die 2 Soldaten blicken der Fee hernach.

So.: Was ist mit der Fee?
I.: Sie wirkt gestresst
So.: Vielleicht sollte sie einen Urlaub nehmen
I.: Soll ich eine Intrige spinnen?
So.: Ich weiß nicht
I.: Dass hilft ihr bestimmt sich zu entspannen
So.: Meinst du?
I.: Ich meine nicht, ich intrigiere
So.: Dann überzeuge sie
Die Königin und die 2 Soldaten gehen ab.
Der Intrigant wartet und blickt zum Regenbogen.
I.: Zuerst zu den Hexen….besser mit vollen Magen intrigieren….al dente
Der Intrigant geht zu den Hexen ab
Der Held schläft.

V. In der Menschenwelt

Die vier Katzenwesen und Mina befinden sich an einer Haltestation in einer Stadt.

K1: Mich juckt`s
K2: Mich auch
Alle vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
K3: Mina
M.: Ja?
K4: Was machen wir jetzt?
M.(gähnend): Entscheidet ihr, ich bin zu müde
K1 blickt K2 an. K4 blickt K3 an.
K1: Der Balkon, dort
K2: Der Schönste
K2: Solch geschwungene Formen
K4: Atemberaubend
M.: Katzenwesen!
K1+K2+K3+K4: Ja?
M.: Genug

Hans im doppelten Unglück kommt herbei, stolpert über seine Füße und steht auf.

H.: Wer seid ihr denn?
K1: Vier Katzenwesen und die immermüde Mina
K2.: Und du?
H.: Ich bin Hans im doppelten Unglück
K3: Doppelt hält wohl besser
H.: Genau und was macht ihr hier?
K4: Wir suchen den Drachen
K3: Den Drachenmenschen
H.: Ich kenne ihn
K1: Du kennst ihn?
H.: Ja
K2: Wo ist er?
H.: Was bekomme ich dafür?
Die vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren und denken.
M.: Du bekommst das Doppelte vom Doppelten
H.: An Unglück?
M.: Was denn ansonsten?
H.: Jetzt gleich?
M.: Hier für dich, das doppelte Unglück
Nichts geschieht. Mina blickt Hans an.
H.: Ich spüre es, jetzt spüre ich es, ich fühle mich schon viel unglücklicher
M.(gähnend): So soll es auch sein
H.(gähnend) Aber auch müde
M.: Wo ist nun der Drachenmensch?
H.: Der Drachenmensch kommt bald mit dem Obdachlosen und zwei Menschen zu dieser Haltestation
K1: Hierher?
H.: Diese Haltestation
K2: Danke
K3: Wer ist der Obdachlose?
H.: Ein seltsamer Mann
M.: Seltsam?
H.: Ich glaube er ist kein Obdachloser, sondern er tut nur so als ob
K1: So als ob?
H.: Als wäre wenn
K2: Hätte könnte?
H.: Genau, aber nichts für ungut…ich muss dann
Hans im verdoppelten doppelten Unglück geht ab, nicht ohne über seine Füße zu stolpern.
H.: Nichts passiert
M.: Pass auf dich und dein Unglück auf

Die vier Katzenwesen und Mina warten an der Haltestation.

Nach einiger Zeit kommen der Drache, der Obdachlose, Nina und Elmo herbei.
Alle blicken sich schreckensstarr an.
Die vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.
O.: Schlafes Schwester?
M.: Schlafes Bruder?
Der Obdachlose und Mina fallen sich in die Arme.
O.: Wie lange schon?
M.: Eine Ewigkeit
O.: Und?
M.: Immermüde
O.: So kenne ich meine Schwester (und küsst sie ab)
M.: Und du?
O.: Was denkst du denn? Immerwach! (und küsst sie ab)
O.: Was machst du hier?
M.: Ich passe auf die vier Katzenwesen auf und du?
O.: Ich begleite den Drachen
M.(sich umblickend): Wo ist der Drache?
D.: Ich bin der Drache
M.(gähnend): Ein seltsamer Drache
O.: Sozusagen, wir haben Nina und Elmo dabei, zwei Menschen
M.: Hallo
E.: Hallo
O.: Sie kommen mit uns nach Morsag mit
K1: Zwei Menschen?
K2: Zwei absonderliche Kreaturen
K3: In Morsag?
K4: Schrecklich
O.: Seid still Katzenwesen, übrigens Nina, Elmo, dass ist die immermüde Mina
D.: Nina hat uns das magische Buch gegeben und jetzt retten wir Elmo dafür das Leben
M.: Das ist alles?
D.: Ja, dass ist alles
M.: Nicht mehr?
D.: Nein, nicht mehr
N.: Und wo ist der Regenbogen?
O.: Dort
E.: Siehst du etwas Nina?
N.: Nein, ich sehe nichts
D.: Dass sind eure Menschenaugen
O.: Die sehen nur Unwesentliches
D.: Unkonkretes
O.: Sichtbares
Alle schweigen kurz.
M.: Nina und Elmo?
O.: Es wird ihnen bei uns gefallen
D.: Ja, dass wird es

Der verstörte Storch kommt zu den Anwesenden und blickt um sich.
D.: Der verflogene Storch
S.: Verflogener als jemals zuvor
D.: Was ist mit dir los?
S.: Ich werde zu meiner Arbeit zurückkehren
D.: Den Kindern?
S.(die Augen verdrehend): Ja, diesen Kindern
D.: Keine Spezialaufträge mehr?
S.: Auf keinen Fall
D.: Und was machst du dann noch hier?
S.: Die Zugvögel ziehen um, alle Luftlinien sind im Moment blockiert, ich muss abwarten bis wieder eine frei wird
D.: Bleibe doch bei uns?
S.: Warum?
D.: Es gibt keinen Grund
Der verstörte Storch blickt den Drachen verstörend an.
S.: Ich möchte dir das magische Buch zurückverkaufen
D.: Warum?
S.: Es verstört mich noch mehr als ich es ohnehin schon bin
D.: Dass ist jetzt zu spät
S.: Es ist niemals zu spät
D.: Dass stimmt nun wohl auch wieder
S.: Also?
D.: Ich kaufe es nicht
O.: Ich kaufe es
D.: Du?
O.: Ja
D.: Warum?
O.: Der Umschlag gefällt mir
S.: 50 Mäuse
K1: 50 Mäuse?
Die Katzenwesen blicken an den Ohren sich kratzend zum Obdachlosen, welcher in eine Tasche greift und 50 Münzen herausnimmt.
O.: Hier
Der Obdachlose reicht dem verstörten Storch die 50 Mäuse.
K3: 50 Mäuse
K4: Einfach so
K1: Für ein Buch
K2: Schrecklich
Der Storch reicht dem Obdachlosen das magische Buch.
S.: Ich verfliege mich dann
Der verstörte Storch verfliegt ab.
D.: Jetzt haben wir beide Bücher, also nichts wie zurück zur Fee nach Morsag und sie den Helden aufwecken lassen
D.: Übrigens
M.: Ja?
D.: Du musst dem Helden einen müden Kuss schenken, dann erwacht er wieder
M.: Dass habe ich doch die gesamte Zeit tun wollen
D.: Aber?
M.(gähnend): Ich war zu müde dafür
O.: So kenne ich dich mein Schwesterherz
O.: Dass machen wir…komm Mina
M.(gähnend): Ich komme ja schon
D.: Mina, Elmo, ihr seid bereit?
E.: Wir sind bereit
D.: Katzenwesen?
Alle vier Katzenwesen kratzen sich an den Ohren.

Die Fee Elena kommt zu den Anwesenden.

M.: Die Fee?
E.: Wo ist der Storch?
K1: Der ist abgeflogen
E.: Der Drache?
K2: Dort
K3: Aber vorher
K4: Unsere Mäuse
K1: So viele wie wir möchten
Die Fee blickt die Katzenwesen an.
Die Katzenwesen kratzen sich an den Ohren und schweigen.
E.: Drache?
D.: Fee Elena
E.: Die Bücher?
D.: Hier
Erstaunt nimmt die Fee beide Bücher entgegen.
E.: Du hast beide Bücher?
D.: Ja, warum?
E.: Nichts, nichts….ist schon gut, alles ist gut
(…)
O.: Wir gehen dann
E.: Ja, geht nur
D.: Du bleibst hier?
E.: Ich komme dann
K1: Die Mäuse
K2: Meine
K3: Deine
K4: Unsere Mäuse
E.: Sobald ich wieder in Morsag bin
K1: Dann kippen wir bis zum Umfallen
K2: Zum heiligen Kater
K3: Total verkatert

Die vier Katzenwesen, Nina, Elmo, der Drachenmensch, der Obdachlose und Mina gehen zum anderen Ende des Regenbogen ab.

Die Fee Elena bleibt an der Haltestation alleine zurück
E.: Endlich Ruhe
Die Fee nimmt die beiden Bücher zu Hand.
E.: Endlich kann ich die Antwort auf meine eine Frage bekommen
Die Fee klappt das magische „Buch der Fragen“ auf.
E.(vorlesend): Was ist Liebe?
Die Fee Elena klappt das magische „Buch der Antworten“ auf.

The End

Himmel und Hölle

März 23, 2010

……die letzten 7 tage geschrieben…..

Himmel und Hölle

A.
B.
Bi. Der Bildschirm
D. Der Diener
M. Ein verzweifelter Dämon namens Maldoror

I.I. In der Hölle.

A. und B. sitzen in einem Sofa und vor ihnen ein großer Bildschirm.
A. und B. zappen sich durch eine Programmauswahl.
Das Programm besteht aus menschlichen Leben.
6 Milliarden Programme.
A. und B. haben jeweils eine Fernbedienung.
A. und B. langweilen sich.

A.: Nicht schon wieder die Blonde
B.: Doch!
A.: Die Blonde ist doch verrückt
B.: So wie sie sich verhält….sicherlich
A.: Ich schalte weiter?
A. wechselt den Kanal. Beide blicken in den Bildschirm.
B.: Jetzt schalte ich weiter
A. drückt die Stop-Taste.
B.: Was ist?
A.: Hast du die Frau im Hintergrund entdeckt?
B.: Klar
A.: Schalte zu ihr um
B.: Gleich
A.: Jetzt (und drückt einen Schalter auf der Fernbedienung)
B.: Nein (und drückt einen Schalter auf der Fernbedienung)
A.: Was ist denn?
B.: Der Mann ist interessant
Beide verfolgen das Geschehen auf dem Bildschirm.
A.: Der ist schon in der Hölle
B.: Bevor er überhaupt gestorben ist
A.: Bei uns hat es immerhin den Tod gebraucht
B.: Immerhin?
A.: Ein schwacher Trost
A.: Zeige mir seine Zukunft?
B.: Warte, dass ist doch die Frau von zuvor
A.: Ja
A.: Sie verlieben sich
B.: Dass wird sein Ende sein
A.: Sei nicht so vorverurteilend
B.: In der Hölle gibt es nur Vorurteile
A.: Bei dir schon
B.: Und?
A. und B. verfolgen das Geschehen auf dem Bildschirm.
A.: Bis jetzt läuft alles gut
B.: Zu wenig Körperliches
A.: Dass ist Liebe, kein Porno
B.: Ein Sozialporno?
A.: Ohne Höhepunkte
A.: Keine Blondinnen?
B.: Reduziere mich nicht immer auf diese Blondinnen
A.: Jetzt küsst sie ihn
B. drückt die Stop-Taste auf der Fernbedienung und die Sequenz friert mit dem küssenden Paar ein.
A.: Einen Drink?
B.: Gerne
A. geht zu einem Regal, nimmt eine Flasche und zwei Gläser heraus, kehrt zurück, schenkt ein und beide trinken.
A.: Auf die Liebe
B.: Auf die Liebe
A.: Und wie wird es weitergehen?
B.: Sie werden heiraten, unglücklich, Kinder, Nervenzusammenbrüche, Senilität, Alzheimer und der Tod
A.: Sehr optimistisch?
B.: Nur realistisch
A.: Pessimistisch
B.: Ehekrise, Streit, Scheidung, Selbstmord, Erbschaftsstreit
A.: Noch einen Drink?
B.: Gerne
A. schenkt ein und beide trinken.
A.: Auf die Hölle
B.: Auf die Hölle
A.: Und weiter?
B.: Weiter!
A. und B. verfolgen das Geschehen auf dem Bildschirm.
B.: Was ist jetzt?
A.: Da geschieht etwas
B.: Was?
A.: Etwas zurück gehen……weiter……stop!
B.: Jetzt!
A.: Habe ich dass richtig gehört?
B.: Kann man falsch hören?
A.: Man kann alles
B.: Und doch nur nichts
A.: Die wollen sich töten
B.: Gemeinsam
A.: Von der Klippe
B.: In das stürmische Meer
A.: Den tosenden Fluten
B.: Sterben….
A.: ….des Liebes Todes
B.: Sehen wir uns die Frau näher an?
B. wechselt den Kanal und beide schauen sich das Leben der Frau an.
Bereits nach wenigen Minuten stoppt A. die Sequenz.
A.: Dass ist ja schrecklich
B.: Atemberaubend
A.: Noch einen Drink?
B.: Gerne
A.: Und eine Zigarre?
B.: Kannst du Gedanken lesen?
A.: Nur meine eigenen
A. schenkt ein und beide trinken. Beide zünden sich jeweils eine Zigarre an.
A. und B. verfolgen das Geschehen auf dem Bildschirm.
A.: Eine schöne, tragische Liebesgeschichte
B.: Vielleicht ist ja die Tragik das Schöne?
A.: Ansichtssache
B.: Meinungsbildung
A.: Probleme?
B.: Nur mit Frauen
A.: Schauen wir uns die Sequenz nochmals an?
B.: Ja
Beide schauen sich die Sequenz an, bis diese an der Klippe mit einem geschwärzten Bild endet.
A.: Was ist denn jetzt?
B.: Keine Ahnung
A. und B. versuchen mit der Fernsteuerung das Problem zu beheben.
B.: Schalte mal den Zeitraffer ein
A.: Ja
A. schaltet den Zeitraffer ein…….das Kennenlernen, der erste Kuss, die Klippe und dann das geschwärzte Bild.
A.: Scheint nicht zu funktionieren?
B.: Dass war noch nie der Fall
A.: Es gibt immer ein erstes Mal
A.: Aber doch nicht in der Hölle
A.: Ein Drink?
B.: Warum fragst du?
A. schenkt ein und beide trinken.
A.: Auf den Bildschirm
B.: Auf den Bildschirm
A.: Und jetzt?
B. drückt einen Schalter auf der Fernbedienung.
B.: Bildschirm, was ist los?
Bi.: Keine Informationen verfügbar
B.: Wie geht es mit den Beiden weiter?
Bi.: Keine Informationen verfügbar
B.: Warum ist ein geschwärztes Bild an der Klippe?
Bi: Keine Informationen verfügbar
A.: Lasse es bleiben
B.: Der Diener?
A.: Der kocht das Mittagessen
B.: Wir sollten ihn nicht stören
A.: Mit der störenden Sequenz
B.: Das verstört ihn
A.: Warte…..ich rufe einen Techniker an
A. steht von dem Sofa auf und kommt mit einem Telefon zurück, setzt sich wieder in die Coach und wählt die Nummer eines Technikers.
A.: Hier A…….ja, der Bildschirm funktioniert nicht….wie unmöglich….kann nicht sein….noch nie passiert….wir haben hier aber eine Sequenz, die funktioniert nicht …..ja sicher….funktioniert nicht….ob wir Drogen genommen haben….nein….was soll dass…..getrunken…..was hat denn dass mit dem Bildschirm zu tun……nein……ja, ich verstehe
A. beendet das Gespräch.
A.: Und?
B.: Der Techniker sagt, es ist unmöglich, dass der Bildschirm nicht funktioniert….ist noch nie vorgekommen
A.: Schauen wir uns die beiden Leben nochmals an?
B.: Ja
A. und B. schauen sich die beiden Leben nochmals an.
A.: Sobald sie an der Klippe sind, ist bei Beiden ein geschwärztes Bild
B.: Also nicht nur ein Fehler, denn deren zwei
A.: Zwei Fehler im System
B.: Zwei Fehler im System
A.: Zwei Drinks?
B. blickt A. vorwurfsvoll an.
A. schenkt ein und beide trinken.
A.: Auf die Fehler im System
B.: Auf die Fehler im System
B.: Wir sollten weniger trinken
A.: Und ansonsten?
B.: Ich weiß nicht?
A.: Abwarten?
B.: Wo bleibt das Mittagessen?
A.: Nicht so laut
B.: Verstehe, der Neurotiker
A.: Er ist depressiv
B.: Und trinkt zuviel
A.: Dass hat er wohl von uns?
B.: Wir sollten ihn nicht zusätzlich verärgern
A.: Ja, dass sollten wir vermeiden
B.: Und was jetzt?
A.: Ich habe eine Idee
B.: Nein
A.: Doch
B.: Die Hölle anzünden?
A.: Die brennt doch schon
B.: Was?
A.: Wir retten die Beiden
B.: Wie denn?
A.: Wir hauen hier ab
B.: Und das Mittagessen?
A.: Schleichen uns auf die Erde zurück und retten die Beiden
B.: Was?
A.: Wir retten diese beiden Menschenleben
B.: Aber warum sollten wir?
A.: Es gibt keinen Grund dafür
B.: Keinen Grund?
A.: Dass ist ja das Schöne daran!
B.: Und wie kommen wir aus der Hölle hinaus?
A.: Über die Tür
B.: Welche Tür?
A.: Dort drüben
Beide blicken zur Tür.
B.: Du weißt was sich dahinter befindet?
A.: Ich weiß es
B.: Der Himmel
A.: Genau
B.: Ich möchte aber lieber weiterzappen, weitertrinken, weiter und so weiter, weiter den Tod genießen
A.: Was ist los B.? Angst vor dem Himmel?
B.: Du kennst die Geschichten über den Himmel
A.: Ich kenne diese
B.: Jungfrauen, Langeweile, Lichtallergien, gute Taten, Liebe, Freude, Hoffnung
A.: Schrecklich!
B.: Engel, Stille, Kinder, Gute, Güte, Mitgefühl
Beide schweigen kurz betreten.
A.: Es gibt keinen anderen Weg zurück auf die Erde?
B.: Keinen
A.: Dann haben wir keine andere Wahl
B.: Es könnte gefährlich werden
A.: Wir sollten unseren Diener informieren?
B.: Ihn verärgern?
A.: Ihn verstören?
B.: Besser er erfährt nicht, dass wir abgehauen sind
A.: Stimmt
B.: Einen Drink?
A.: Zwei!
B. schenkt ein und beide trinken. B. schenkt ein und beide trinken.
B.: Auf den Himmel
A.: Auf den Himmel
A. und B. stehen auf.
A.: Dann starten wir?
B.: Wir starten
B.: Zwei Menschenleben zu retten
B.: Wenigstens was Sinnloses
A.: Vergebliches
B.: Dann los
A. und B. gehen zur Tür und bleiben vor dieser stehen.
B.: Sind wir sicher?
A.: Ich schon
B.: Was ist mit der Blonden?
A.: Was soll denn mit der Blonden sein?
B.: Warum retten wir nicht sie?
A.: Weil….weil…..weil wir uns nun einmal dazu entschlossen haben, diese beiden Anderen zu retten
B.: Und danach retten wir die Blonde?
A.: Nun gut, dann retten wir danach die Blonde
B.: Vor was retten wir denn die Blonde?
A.: Vor sich selbst natürlich!
B. öffnet die Tür und beide gehen durch diese hindurch

Kurze Zeit später betritt der Diener den Raum und blickt auf den Bildschirm.
D.: Diese sinnlosen, langweiligen, endlichen, vergeblichen menschlichen Leben
Der Diener schaltet mit einer Fernbedienung den Bildschirm aus.
D. Das Mittagessen ist fertig….Passierte Kinderleber mit Gitterpommes…..A.?!…….B.!?……(sich umblickend) wo sind die beiden Spinner?

Der Diener nimmt das Telefon und benutzt dieses.

D.: Der Diener hier. ……ja……A. und B. sind verschwunden…..schon wieder, ja…..ich soll sie suchen…..ja, wo denn…..was……ich….nein……auf keinen Fall…..niemals…..nein, alles nur dass nicht…..nein….warum ich…..in den Himmel…..ich……ich möchte aber hierbleiben…..hier….was ist mit meinen heißen Bräuten……nein…..jetzt gleich…..warum ich…..nein…..über den Himmel zurück auf die Erde…..schrecklich…..wie kommen die Beiden denn auf solche Ideen…..wissen sie auch nicht……nun gut.….aber das letzte Mal.….das allerletzte Mal…..ja Chef…..ich bin Maldoror ……ich weiß…..ich verdanke dir nichts…..ich werde den Beiden folgen…….die Mächte der Finsternis und des Lichtes…..das Übliche eben…..ja, ich verstehe……ich melde mich
Maldoror beendet das Gespräch.
M.: Warum ich? Warum nur immer ich?
Maldoror greift sich die Flasche und nimmt einen Schluck aus dieser.
M.: Warum immer ich….nun gut…..ein Verdammter dem Himmel…..es kann wohl nie genug Strafe sein……ein Dämon im Paradies…..es geht abwärts mit der Hölle..…nie genug Strafe!

Widerwillig geht Maldoror mit der Flasche in der Hand zur Tür und durch diese hindurch.

I.II Auf der Erde

Beatrice (B.) Frau von Holger
Holger (H.) Mann von Beatrice
Esra (Es.) Die Bedienstete im Haus
Elle (E.) Der Hausmeister im Haus

Zur gleichen Zeit fern von der Hölle auf einem bewohnten Planeten namens Erde.
Im mondänen Wohnzimmer eines mondänen Landhaus.

B.: Ich liebe das Leben
H.: Du solltest deine Tabletten nehmen
B.: An so einem schönen Tag….nein
H.: Dann wird dein Tag noch schöner
B.: Mein Tag?
H.: Jeder Tag ist dein Tag
B.: Sei nicht so kalt
H.: Nicht so kalt wie deine Liebhaber
B.: Sei still
H.: Schweigen ist also doch Gold
B.: Und das Schicksal unbarmherzig
H.: Frisch gestärkt ans Herz
B.: Hast du denn eines?
H.: Seitdem ich dich kenne….nein
B.: Dafür hast du dann meines gebrochen
H.: Wie denn?
B.: Gib mir die Medikamentenpackung
Holger reicht Beatrice die Medikamentenpackung.
Beatrice nimmt eine Tablette mit einem Drink zu sich.
H.: Und besser?
B.: Nichts wird mehr besser
H.: Nur das Beste ist schlecht genug für dich
B.: Für deinen Reichtum kann ich nun wirklich nichts
H.: Wann ist eigentlich deine Liebe für mich gestorben?
B.: Die lebt….nur jene für dich ist nie geboren worden
H.: Deine romantische Ader?
B.: Schenk mir einen Kuss
Holger küsst Beatrice auf die Wange.
H.: Liebste
B.: Allerliebster
H.: Ich muss dann etwas tun von dem du leider keine Ahnung hast
B.: Lieben?
H.: Arbeiten
B.: Ach so
H.: Für dich, deine Launen und deine Liebhaber Geld verdienen
B.: Dafür habe ich dich geheiratet
H.: Einen schönen Tag dir
B.: Dir auch

Holger verlässt das Wohnzimmer.

B.: Endlich
Beatrice geht zum Schrank, nimmt eine neue Flasche heraus, setzt sich in die Coach und trinkt in schneller Abfolge zwei Drinks.
B.: Jetzt entfalten die Tabletten wenigstens ihre Wirkung

Beatrice geht zum Sofa, schaltet den Fernseher ein und schaltet sich gelangweilt durch die Kanäle. Nach kurzer Zeit hat sie genug davon, schaltet den Fernseher aus und genehmigt sich noch einen Drink.
B.: Esra……Esra!…..Esra!!!
Esra betretet das Wohnzimmer.
Es.: Frau Beatrice?
B.: Esra
Es.: Ja?
B.: Komme näher
Esra bewegt sich zu Beatrice hin.
B.: Wie geht es ihnen und ihren Mann?……Eurer Ehe?
Es.: Gut
B.: Und?
Es.: Diese Woche haben wir uns dazu entschlossen keine Kinder zu bekommen, zu zweit zu verbleiben
B.: Keine Kinder?
Es.: Keine
B.: Ich will auch keine Kinder
Es.: Sie haben davon erzählt
B.: Meine Nerven
Es.: Ansonsten….mein Mann wird sich eine neue Arbeit suchen
B.: Wo hat er gearbeitet?
Es.: Hier
B.: Der Hausmeister?
Es.: Ja
B.: Tut mir leid
Es.: Mittlerweile tut es nur noch ihm leid
B.: Ich wollte dass nicht
Es.: Ich weiß
B.: Ein unverzeihlicher Fehler
Es.: Machen sie sich keine Vorwürfe
B.: Unverzeihlich
B.(zur Flasche greifend): Wollen sie auch?
Es.: Danke nein
Beatrice genehmigt sich einen Drink.
B.: Was ist mit dem Hausmeister?
Es.: Gar nichts Frau Beatrice
B.: Dann kann ich ja beruhigt sein
Es.: Es arbeitet ein neuer Hausmeister im Haus
B.: Ohne mich zu fragen
Es.: Wie bitte?
B.: Was?
Es.: Er arbeitet schon hier
B.: Er arbeitet schon hier!
Es.: Soll ich ihn zu ihnen bringen?
Beatrice blickt Esra an und genehmigt sich einen Drink.
Es.: Frau Beatrice?
B.: Wer ist er?
Es.: Ein Nordländer namens Elle, 38 Jahre jung, ruhig und abgeklärt, fleißig und pünktlich…… erinnert mich irgendwie an den alten Hausmeister
B.: Wen?
Es.: Niemanden
B.: Seit wann?
Es.: Seit einigen Tagen
B.: Spricht er unsere Sprache?
Es.: Ja
B.: Bringen sie ihn bitte zu mir Esra
Es.: Ja Frau Beatrice

Esra verläßt das Wohnzimmer.
Beatrice nimmt eine Tablette und spült diese mit einem weiteren Drink hinunter.
B.: Beschissenes Leben…..ich bin wirklich die Letzte…..die Allerletzte……arme Esra….ihren Mann die Hörner abzustoßen…..der wievielte Hausmeister…..die Hölle bin ich….ich bin wirklich die Letzte…..die Allerletzte

Beatrice nimmt noch einen Drink zu sich.

Esra und Elle betreten das Wohnzimmer.
Es.: Frau Beatrice, der neue Hausmeister Elle
E. Herzlich willkommen in unserer bescheidenen Behausung
E.: Danke Frau Beatrice
B.: Lassen sie uns alleine Esra
Es.: Ja Frau Beatrice
Esra verlässt den Raum.
B.: Einen Drink?
E.: Ich arbeite
B.: Genau deshalb
Beatrice schenkt zwei Drinks ein.
B.: Hier
E.: Danke Frau Beatrice
Beide trinken.
B.: Und nennen sie mich Bea
E.: Ja, Frau Bea
B.: Und lassen sie das Frau weg
E.: Werde ich in Zukunft weglassen
B.: Woher kommen sie?
E.: Aus dem Norden
B.: Die Familie?
E.: Meine Frau ist tot
B.: Wie hat sie geheißen?
E.: Freya
B: Wie ist sie gestorben?
E.: Eine Krankheit….aber
B.: Aber?
E.: Sie ist bei mir, beschützt und wartet auf mich
B.: Ein Geist?
E.: Immer an meiner Seite
B.: Noch einen Drink?
E.: Nein, danke
Beatrice genehmigt sich noch einen Drink.
B.: Setzen sie sich zu mir
Elle setzt sich zu Beatrice.
B.: Warum hat mir mein Mann wohl nichts von ihnen erzählt?
E.: Ich weiß nicht
B.: Erzählen sie mir von dem Geist
E.: Sie spricht nie, setzt die ihren Zeichen in die Formen die uns umgeben und warnt und wärmt mich, der Gefahr und der Kälte, nur der Hauch des Todes trennt uns und im Geiste sind wir eins, immerzu und für ewig
B.: Warum spricht sie nicht?
E.: Ohne sie wäre ich schon tot
B.: Wie spüren sie ihre Anwesenheit?
E.. In jeder Sekunde dieser Welt, jedem Atemzug jedlichem Geschöpfes, jeder Pore meines Körpers spüre ich sie
B.: So wie ich jene des Todes
E.: Wie bitte?
B.: Nichts…..sie müssen mir helfen Elle
E.: Wie ich?
B.: Ich werde sie darüber noch aufklären
E.: Ich werde ihnen so weit es mir möglich ist helfen
B.: Arbeiten sie sich erstmal ein und dann kläre ich sie auf
E.: Danke für ihr Vertrauen
B.: Danke für Ihres
E.: Sie sind ein attraktiver junger Mann
E.: Danke
B.: Sie sollten sich selber mal ansehen
E.: Dass werde ich machen

Beatrice küsst Elle auf die Wange.

B.: Ich muss dann zur Therapie…..einen schönen Tag
E.(verstört): Ihnen auch einen schönen Tag

Beatrice verlässt das Wohnzimmer.
Esra betretet kurz darauf das Wohnzimmer.

Es.: Und?
E.: Sie trinkt zuviel
Es.: Die hat sie nicht mehr alle
E.: Sie ist nett
Es.: Sie fickt mit jedem Mann, außer mit ihren Mann
E.: Dann bin ich wohl der Nächste
Es.: Aber zuerst ich
E.: Der arme Geist

Esra fällt über Elle her und beide verfallen hinter dem Sofa einem Liebesrausch.

I. III Bei der Klippe

Fania (F.) Ein gefallener Engel
Tristan (T.) Der Anführer der Engelräuber
Lena (L.) Ein ewiges Kind

Fania steht an einer Klippe, setzt sich dann auf diese und blickt auf das stürmische Meer hinaus.
Tristan kommt zu Fania hin.

T.: Hallo Fania
F.: Hallo Tristan
T.: Schön hier
F.: Einer meiner Lieblingsplätze
T.: Kann ich verstehen…..darf ich?
F.. Ja

Tristan setzt sich neben Fania auf die Klippe.

T.: Hast du dich zur Rückkehr entschlossen?
F.: Nein
T.: Noch nicht?
F.: Es ist der Schmerz……das Lachen schweigt, die Tränen träumen
T.: Nur du lachst und schläfst nicht
F.: Seit Krasimira nicht mehr
T.: Sie ist tot
F.: So wie ich
T.: Du musst ihm verzeihen
F.: Wie sollte das möglich sein?
T.: Das Schicksal hat dich betrogen
F.: Meine Liebe gestohlen
T.: Vergiss die Menschenfrau
F.: Wie?

Beide schweigen und blicken auf das stürmische Meer.
T.: Was fühlst du?
F.: Veränderung
T.: Die meinen Engelräuber kommen dir näher
F.: So wie du
T.: Du weißt
F.: Du verrätst mich nicht, legst falsche Fährten, lenkst die anderen Engelräuber ab……du beschützt mich…aber wie lange noch?
T.: Nicht mehr lange…du solltest in den Himmel zurückkehren….alleine, freiwillig, aus freien Willen
F.: Und dann?
T.: Hat die Angelegenheit zumindest ein vorläufiges Ende
F. Ich weiß nicht
T.: Ich weiß…….auf was wartest du?
F.: Ich muss mit dem schweigendem Lachen, den träumenden Tränen fertig werden
T.: Des Menschen Schicksalslos akzeptieren
F.: Vielleicht gibt es dann einen Frieden für mich?
T.: Es gibt keinen
F. (das erste Mal zu Tristan blickend): Dass weiß ich doch auch

Beide schweigen und blicken auf das stürmische Meer.
T.: Lasse dich umarmen
Tristan umarmt Fania und steht dann auf.
T.: Deine irdische Zeit läuft ab
F.: Ich werde mich beeilen
T.: Ich werde die Engelräuber nicht mehr lange hinhalten können
F.: Halte sie hin
T.: Beeile dich!
F.: Ich stehe in deiner Schuld
T.: So wie ich in deiner
F.: Passe auf dich auf
T.: Du auch
Tristan geht von der Klippe hinweg.

Nach einiger Zeit kommt Lena zu Fania hin.

F.: Hallo Lena
L.: Hallo Fania
L.: Darf ich?
F.: Warum fragst du?
L.: Ich stelle gerne Fragen

Lena setzt sich neben Fania auf die Klippe.

L.: Was denkst du?
F.: Ich möchte nichts mehr spüren, nichts mehr fühlen
L.: Warum?
F.: Ich wünsche mir den Tod
L.: Engel sterben nicht
F.: Aber vielleicht bin ich schon tot
L.: Was spürst, was fühlst du?
F.: Ich spüre und fühle zuviel und alles, die Sehnsüchte der Liebe in Gedanken und alles und zuviel
L.: Die Sehnsüchte der Liebe in Gedanken?
F.: Was ist mit dir?
L.: Ich war nur kurz im Himmel
F.: Und?
L.: Ich habe dort zwei Spinner getroffen…..zwei Höllenmenschen
F.: Im Himmel?
L.: Die wollen zurück zur Erde, zwei Menschenleben retten…….und eine Blondine
F.: Zwei Spinner
L.: Genau
F.: Dass mit der Blondine verstehe ich, aber zwei Menschenleben?
L.: Die spinnen
F.: Wie die Franzosen?
L.: Wie eigentlich alle hier
F.: Wie alle hier
Beide schweigen und blicken auf das stürmische Meer.
L.: Warum bist du traurig?
F.: Die Erinnerung
L.: Die Menschenfrau?
F.: Keiner kann mir mehr helfen
L.: Krasimira?
F.: Es gibt Engel, die werden zu Menschen und es gibt Menschen die werden zu Engel
L.: Du musst ihm verzeihen
F.: Niemals
L.: Fania!

Beide verharren schweigend und blicken auf das stürmische Meer.

L.: Das Meer
F.: Ja…..das Meer
L.: Wie geht es mit uns weiter Fania?
F.: Lasse dich umarmen Lena
Fania und Lena umarmen sich.
L.: Noch eine Frage
F.: Jetzt nicht

Beide verbleiben schweigend und blicken auf das stürmische Meer.

II.I Auf der Erde

Beatrice (B.) Die Frau von Holger
Holger (H.) Der Mann von Beatrice
Esra (Es.) Die Bedienstete im Haus
Elle (E.) Der Hausmeister

Im mondänen Wohnzimmer eines mondänen Landhaus.

Ein tobsüchtiger Holger, eine betrunkene Beatrice…..

H.: Ich habe eine Hure geheiratet
B.: Und ich einen Verrückten
H.: Warum hat das Schicksal mich mit dir bestraft?
B.: Schlecht gelaunt?
H.: Gibt es eigentlich einen Mann mit dem du nicht im Bett warst?
B.: Ja, bei dir hätte ich es mir wohl zweimal überlegen sollen
H.: Zweimal, du denkst ja nicht mal einmal
B.: Wenigstens kann ich dafür fühlen
Beatrice genehmigt sich einen Drink.
H.: Und trinken wie ein Russe
B.: Hole mir eine neue Flasche
H.: So kann es doch nicht weitergehen
B.: Bei mir schon……bei dir, da hilft wohl nur noch der Tod
H.: Nimmst du deine Tabletten?
B.: Könnte ich ansonsten so jemanden wie dich auch nur eine Sekunde ertragen
H.: Dann verdopple am Besten die Dosis
B.: Da bleibt mir wohl keine andere Wahl
Holger blickt Beatrice wütend an.
H.: Esra!!!
Esra betretet das Wohnzimmer.
Es.: Herr Holger
H.: Esra, eine Flasche für die Flasche

Esra verlässt das Wohnzimmer und kehrt mit einer Flasche zurück.
Esra stellt diese vor Beatrice ab.
Beatrice genehmigt sich einen Drink.

H.: Wo ist der Hausmeister?
E.: Ich weiß nicht wo er ist?
H.: Er ist heute nicht zur Arbeit erschienen?
E.: Nein, ist er nicht
H.: Seit wann arbeitet er jetzt hier?
Es.: Seit fünf Monaten
H.: Und bisher war er immer pünktlich?
Es.: Immer
H.: Kaum reicht man einem die Hand
B.: Dir reicht aber niemand die Hand
H.: Und schon hat man keinen Verstand
B.: Vielleicht ist er krank?
H.: Ja, ihr macht mich alle krank

Holger verlässt wütend das Wohnzimmer.
Beatrice genehmigt sich einen Drink.

B.: Esra?
Es.: Ja, Frau Beatrice
B.: Die Tabletten
Es.: Einen Moment
Esra verlässt das Wohnzimmer und kommt mit einer Medikamentenpackung zurück.
Es.: Hier Frau Beatrice
B.: Danke
Es.: Brauchen sie mich noch?
B.: Was soll ich nur machen?
E.: Am besten ist wohl, sie nehmen ihre Tabletten
B.: Dass wird wohl das Beste sein

Beatrice nimmt eine Tablette mit einem Drink zu sich.

B.: Wo ist der Hausmeister?
E.: Ich werde versuchen ihn telefonisch zu erreichen
B.: Ja machen sie dass und sagen sie ihm, dass ich auf ihn warte und lassen sie mich jetzt alleine
E.: Ja, Frau Beatrice

Esra verlässt das Wohnzimmer.
Esra genehmigt sich noch einen Drink.

Etwas später betretet Elle durch die Gartentür das Wohnzimmer.

B.: Elle
E.: Bea
Beide umarmen sich.
B.: Elle
E.: Bea
B.: Dann liebst du mich also auch
E.: Eine Frau wie dich kann man nur lieben
B.: Du redest den gleichen Dreck wie alle anderen
E.: Zu recht
B.: Was sagt der Geist über mich?
E.: Der Geist spricht nicht
B.: In welche Formen legt er sich?
E.: In weiche, sanfte Formen kristallklarer Augenblicke
B.: Einen Drink?
E.: Jetzt nicht
B.: Du erinnerst dich an unser Gespräch
E.: Ich erinnere mich
B.: Ich möchte und werde sterben
E.: Ich weiß
B.: Und du wirst mir dabei helfen?
E.: Ich werde nicht zögern
B.: Mit mir möchtest du sterben?
E.: Ich habe dem Irdischen nichts mehr verloren
B.: Sicher?
E.: So sicher wie ich dich liebe
B.: Dann lasse es uns tun
E.: Hand in Hand in den Tod
B.: Von der Klippe
E.: Von der Klippe
B.: Morgen um sieben
E.: Ja
B.: Deine Frau wird nicht mehr warten
E.: Ihr Geist den Frieden finden
B.. Und ich von meinem Schicksal erlöst
E.: Dein Leiden ein Ende finden

Beatrice nimmt noch eine Tablette mit einem Drink.
Beatrice küsst Elle auf die Wange und verlässt das Wohnzimmer.
Esra betretet das Wohnzimmer

Es.: Elle
Es.: Esra
Beide umarmen sich.
Es.: Wo warst du?
E.: Ich habe für Beatrice eine Aufgabe erledigt
Es.: Die Verrückte
E.: Nenne sie nicht so
Es.: In Ordnung
E.: Du bist schon wieder heiß?
Es.: So heiß
E.: Na dann

Esra fällt über Elle her und beide verfallen hinter dem Sofa einem Liebesrausch.

II.II Im Himmel

A.
B.
Die Moralisten (Mo.) Die Moralisten
Lena (L.) Ein ewiges Kind
Der Mann mit dem seltsamen Namen (S.) Der seltsame Mann mit dem seltsamen Namen
Maldoror (M.) Ein depressiver Dämon

Verschreckt und mit betretener Miene schleichen A. und B. auf der Suche nach der Tür zur Erde im Himmel herum.

A.: Kalt ist es hier
B.: So friedlich
A.: Entspannt
B.: Hoffnungsfroh
A.: Wohl blond?
B.. Lasse uns die Tür so schnell wie möglich finden
Beide schleichen verängstigt herum.
A.: Hast du schon darüber nachgedacht?
B.: Über was?
A.: Dass wir Illegale im Himmel sind
B.: Dafür kommen wir sicher in die Hölle
A.: Aber wir kommen doch aus der Hölle
B.: Wer sagt dass?
A.: Die Umstände
B.: Ich verstehe
A. und B. lachen.
A.: Dass Lachen wird uns schon noch vergehen
B.: Eher als wir laufen
A.: Wir wollen keine Aufenthaltsgenehmigung für den Himmel
B.: Genau!
A.: Wir sollten uns beeilen
B.: Von hier verschwinden
A.: So schnell wie Höllen-möglich
Beide schleichen herum.
A.: Was ist denn dass?
B.: Was?
A.: Dort drüben

A. und B. blicken zu einer Gruppe von frierenden, lächelnden Menschen.
Sie scheinen auf etwas zu hoffen.

A.: Und?
B.. Dass sind die Moralisten
A.: Oh mein Gott
B.: Welcher Gott?
A.: Jener
B.: Dort….eine blonde Moralistin
A.: Sollten die nicht alle in der Hölle sein
B.: Dass sollten sie
A.: Gut, dass sie hier sind
B.: Lass uns von hier so schnell wie möglich verschwinden
Beide schleichen zitternd weiter.
A.: Warum hast du die Flasche nicht mitgenommen?
B.: Hättest auch du daran denken können
A.: Ich denke doch schon für zwei
B.: Für zwei Drinks?
A.: Nein, für zwei Flaschen
B.: Dort drüben
A.: Das Mädchen?
B.: Ja
A.: Fragen wir sie nach dem Weg

A. und B. gehen zu dem Mädchen hin.
A.: Kind?
L.: Ja
A.: Kind, darf man nach deinen Namen fragen?
L.: Wer seid ihr?
A.: Ich bin A. und dass ist B.. Wir kommen aus der Hölle und….
L.: Aus der Hölle?
B.: Ja
L.: Und was macht ihr hier im Himmel?
A.: Das ist eine lange Geschichte
L.: Ich habe Zeit
B.: Wir wollen zwei Menschenleben retten……und eine Blondine
L.: Zwei Menschenleben……und eine Blondine…..hier im Himmel?
A.: Nein, auf der Erde
B.: Diesen einen Planeten
L.: Ich kenne die Erde
A.: Genau
L.: Ich bin übrigens kein Kind
B.: Also Kein-Kind, kannst du uns sagen…..
L.: Ich bin kein Kein-Kind, ich bin eine Dame
A.: Also kein Kein-Kind, denn die Dame
L.: Lena
B.: Erwachsene Frau Dame Lena
L.: Genau
B.: Also erwachsene Frau, Dame Lena, wissen sie, wo wir die Tür zur Erde finden
L.: Nein
A. blickt zu B. und dann wieder zu Lena.
L.: Was fehlt denn den zwei Menschen……und der Blondine?
B.: Also der Blondine fehlt eigentlich nichts
A.: Die fehlt nur B.
B.: Die hat was!
A.: Die zwei Menschen wollen den Liebestod sterben
L.: Den Liebestod….und was habt ihr damit zu tun?
A.: Eigentlich nichts
B.: Vielleicht weniger
L.: Ich verstehe dass nicht
A.: Ich auch nicht
B.: Wir möchten sie retten
L.: Die Blondine?
A.: Du bist ja wirklich kein Kind?
L.: Ich bin eine Dame
A.: Können sie uns also helfen Dame Lena?
L.: Der seltsame Mann mit dem seltsamen Namen hat die Schlüssel für alle Türen hier…..hat so einen seltsamen Namen, kann ich mir nie merken, fragt ihn.
A.: Der mit den grauen Haaren
L.: Genau
B.: Wo finden wir ihn?
L.: Dort drüben
Lena deutet mit den Fingern auf eine seltsamen Mann in der Nähe.
A.: Vielen Dank
B.: Dankeschön
A. und B. gehen weiter.
L.: Die spinnen
Lena geht durch die zweite Tür links.

A. und B. gelangen zu dem seltsamen Mann mit dem seltsamen Namen.
A.: Der sieht aber seltsam aus
B.: Fragen wir ihn
A.: Entschuldigen sie
B.: Für was möchtest du dich denn entschuldigen?
A.: Seltsamer Mann mit dem seltsamen Namen
S.(sich ihnen zuwendend): Ja!
A. und B. blicken schreckensstarr auf den seltsamen Mann.
S.: Was ist?
B.: Entschuldigen sie die Störung, wir gehen besser wieder, entschuldigung
A.: Entschuldigung
S.: Wartet
A. und B. erstarren.
S.: Einen Drink?
B.(mit zittriger Stimme): Gerne
S. öffnet eine Flasche und schenkt ein.
S.: Auf die Hölle
B.: Auf die Hölle
A.: Auf die Hölle
Alle drei trinken.
S.: Noch einen?
A.: Gerne
Alle drei trinken.
S.: Was möchtet ihr beiden Spinner hier?
B.: Die Tür…die Tür zur Erde finden
S.: Warum?
A.: Zwei Menschenleben zu retten
S.: Die Menschen kann man nicht retten
B.: Gerade deshalb
A.: Den Liebestod verhindern
S.: So ein Irrsinn
A.: Und eine Blondine
S.: Eine Blondine?
A.: Ja, eine Blondine retten wir auch
S.: Ja dann, die dritte Tür rechts, aber zuerst trinken wir noch einen
Alle drei trinken.
S.: Alles Gute
B.: Entschuldigung
A.: Entschuldigung

A. und B. gehen zu der dritten Tür rechts und durch diese hindurch.

Kurze Zeit später kommt Maldoror im Himmel an und nimmt als erstes einen Schluck aus der Flasche.

M.: Oh beim Teufel…..Schlimmer kann es nun wirklich nicht mehr werden

Maldoror spaziert herum und erblickt die Moralisten.

M.: Nicht auch dass noch……tragisch……es geht also auch noch schlimmer als schlimm, schlimmstens….tragisch
Maldoror geht widerwillig zu den Moralisten hin.
M.: Hallo
Mo.: Hallo
M.: Habt ihr A. und B. gesehen? Armseelige Seelen ohne Herz und ausdauernd trinkend?
Mo.: Herzlose Seelenlose?
M.: Genau
Mo.: Ewige Trunkenbolde?
M.: Ja
Mo.: Nein!
M.(sich abwendend): Danke
Mo.: Warten sie?
M.: Auf was?
Mo.: Was ist die Moral von dieser Geschichte?
M.: Dass ich die Schnauze voll habe
Mo.: Dass ist die Moral?
M.: Dass ich keine Lust mehr habe
Mo.: Dass ist unmoralisch
M.: Ich weiß und?
Mo.: Schließe dich uns an
M.: Ich habe aber keine Lust dazu
Mo.: Wir hoffen
M.: Auch ich hoffe
Mo.: Auf was?
M.: Auf ein schnelles Ende
Mo.: Dass ist unmoralisch
M.: Das habe ich mir fast gedacht
Mo.: Komme doch zu uns
M.: Vielleicht ein anderes Mal

Maldoror geht weiter, findet ein Telefon und telefoniert mit der Hölle.

M.: Ich bin`s…..wo ich bin….in der Hölle……nein, dem Himmel…..schrecklich…..die Moralisten…..schrecklich……ja, ich weiß auch…..der seltsame Mann mit dem seltsamen Namen…..ich möchte den Auftrag nicht mehr ausführen………ich möchte in die Hölle zurück……ja, ich verstehe…..ja, ich verstehe…….nein, dass verstehe ich nicht……ob ich getrunken habe……nein……keinen Schluck……ja, ich habe getrunken……nicht viel……ja viel…….und jetzt…..der Auftrag…….ich verstehe…..kurzer Prozess…..langes Leiden……..der seltsame Mann mit dem seltsamen Namen……ja ich melde mich

Maldoror beendet das Gespräch, blickt sich irritiert um, nimmt einen Schluck aus der Flasche und geht zu dem seltsamen Mann mit dem seltsamen Namen hin.

M.: Hallo
S.(sich M. zuwendend): Hallo
Maldoror blickt schreckensstarr auf S.
S.: Einen Drink?
Maldoror nickt und S. schenkt ein.
S.: Auf die Hölle
M.: Auf die Hölle
Beide trinken.
M.: Woher wissen sie?
S.: Ich bin der Schlüssel
M.: Der Schüssel?
S.: Der Schlüssel!
M.: Und?
S.: Und was?
M.: Und noch einen Drink?
Beide trinken.
M.: Auf den Himmel
S.: Auf den Himmel
M.: Und wo sind die beiden Spinner hin?
S.: Die dritte Tür rechts
M.: Die Erde?
S.: Ja
M.: Haben sie verschreckt gewirkt?
S.: Gänzlich verschreckt
M.: Mit wem haben sie im Himmel gesprochen?
S.: Mit mir und diesem seltsamen Kind
M.: Dem seltsamen Kind?
S.: Ein ewiges Kind namens Lena, mit einem gefallenen Engel auf der Erde unterwegs, mit ewiger Kraft und völlig außer Kontrolle……die wird wohl nicht mehr erwachsen werden…..und dabei ist sie fast gleich alt wie ich
M.: Wie heißt der gefallene Engel?
S.: Fania
M.: Fania und Lena
S.: Die Engelsräuber finden sie nicht
M.: Ein gefallener Engel und ein ewiges Kind
S. schenkt ein und beide trinken.
S.: Wenn du A. und B. gefunden hast, dann finde Fania für mich
M.: Ich?
S.: Bringe sie zu mir
M.: Einfach so?
S.: Wie denn sonst?
M.: Warum?
S.: Fragen, Fragen, Fragen, ich möchte endlich Antworten……keine Fragen
M.: Was?
S. schenkt ein und beide trinken.
S.: Keine Fragen über Fania
M.: Ich arbeite eigentlich….
S.: Ich weiß
M.: Kein Problem?
S.: Ich habe schon genug Probleme
M.: Dass kann ich mir gut vorstellen
S.: Alles Gute und noch was?
M.: Einen Drink?
S. schenkt ein und beide trinken.
S.: Sage ihr, wenn du sie gefunden hast, sage ihr, die Piratin Krasimira ist auf dem Meer dass zu brennen begonnen hat, ihr Schiff ist am Ende der Gezeiten vor Anker gegangen……dort wird sie sie finden……sage ihr dass
M.: Dein Wille……
S.: Und meine Vorstellungen
M.: Ich werde sie finden
S.: Vielleicht wirst du dadurch dich selbst finden

S. reicht Malador die Flasche und verängstigt geht Maldoror zur dritten Tür rechts, nimmt einen Schluck aus der Flasche und geht durch die Tür hindurch.

II.III Auf einem Brückenpfeiler

Fania (F.) Der gefallene Engel
Lena (L.) Ein ewiges Kind
Freya (Fr.) Der Geist der toten Frau von Elle
Tristan (T.) Der Anführer der Engelräuber

Fania befindet sich auf einem Brückenpfeiler in einer Großstadt und beobachtet das Kommen und Gehen unter sich.
Lena kommt zu Fania hin.
Beide beobachten das Kommen und Gehen unter ihnen.

L.: Was machst du?
F.: Nichts
L.: Was denkst du?
F.: Was machst du?
L.: Ich bin den Spinnern gefolgt…..A. und B.
F.: Den Höllen-Menschen?
L.: Meine Frage
F.: Ich denke, dass ich zu viel denke
L.: Was ist mit Tristan?
F.: Ihm fehlt die Isolde
L.: Er ist in dich verliebt?
F.: Wer ist nicht in mich verliebt?
L.: Wen liebst du?
F.: Mich selbst nicht
L.: Ich liebe dich
F.: Ich weiß
L.: Akzeptiere das Schicksal
F.: Niemals
L.: Finde dich mit dieser Geschichte ab
F.: Es ist meine Geschichte, nicht diese Geschichte

Beide beobachten das Kommen und Gehen unter sich.

L.: Die beiden Höllen-Menschen sind auf die Erde gelangt, in diese Stadt, haben sich nach einem Streit getrennt, sind jetzt aber wieder gemeinsam unterwegs
F.: Streit?
L.: Wegen einer Blondine
F.: Was ist mit der Blondine?
L.: Die hat mit der gesamten Geschichte überhaupt nichts zu tun
F.: Und?
L.: Die hat was!
F.: Und die beiden Menschen?
L.: Wollen den Liebestod sterben
F.: Und die beiden Spinner?
L.: Nun ja, wir sollten später zur Klippe
F.: Zu jener Klippe?
L.: Ja, die Ewigkeit wartet nicht

Beide beobachten das Kommen und Gehen unter sich.
Der Geist der toten Frau von Elle kommt zu den Beiden.
Lena baut sich in abwehrender Haltung vor Fania auf.

L.: Was willst du?
Fr.: Mit dem gefallenen Engel sprechen
L.: Warum?
Fr.: Warum?
L.: Ja!
Fr.: Ich benötige Hilfe
L.: Hilfe dir selbst, dann hilft dir…..
F.: Lena!
Fr.: Ich bin der Geist Freya
L.: Und?
F.: Setze dich zu uns
Freya setzt sich zu Fania.
Lena setzt sich daneben nieder.
F.: Zuviel geliebt?
Fr.: Ja
F.: Und jetzt hält diese Liebe deinen Geist gefangen
Fr.: Ich möchte dich um Hilfe bitten
F.: Was?
Fr.: Meinen Mann zu retten
F.: Ein Lebender?
Fr.: Er möchte den Liebestod sterben
L.: Menschen kann man nicht retten
F.: Zu zweit?
Fr. Zu zweit
F.: Eine Blondine?
Fr.: Was ist mit der Blondine?
L.: Die hat was
Fr.: Keine Blondine, eine schwarze Frau
F.: Bei der Klippe?
Fr.: Woher weißt du dass?
F.: Komme später zur Klippe
Fr.: Später?
F.: Ja
Fr.: Dass werde ich
L.: Zur Erlösung sich lieben
F.: Der Liebe ist der Geist
Freya geht ab.
L.: Dass wird ja immer sinnloser
F.: Menschlicher
L.: Hoffnungsloser

Lena lehnt sich an die Schulter von Fania an.
Beide beobachten das Kommen und Gehen unter sich.

Tristan kommt zu Lena und Fania hin.

L.: Tristan, der Anführer der Engelräuber
T.: Lena, das ewiges Kind
F.: Tristan
T.: Fania
F.: Später, an der Klippe
T.: Was ist an der Klippe?
F.: Die träumenden Tränen….
T.: Später?
F.: Später
T.: Und dann?
F.: Und dann…..
L.: Nein Fania!
F.: Du wirst mich begleiten
T.: So sei es

Tristan geht ab.

Lena blickt schreckensstarr zu Fania.

L.: Du willst doch nicht
F.: Sei unbesorgt
L. Die Engelräuber werden dich fangen
F.: Alles wird werden, wie das Alles werden wird
L.: Mit Sicherheit
F.: Ein Engel, der so tief gefallen ist, denn kann man nicht mehr fangen
L.: Ich möchte bei dir bleiben
F.: Dass wirst du
L.: Diese Menschenfrau?
F.: Ja, diese Menschenfrau
L.: Fania

Lena lehnt sich an die Schulter von Fania an und versucht zu schlafen.
Fania blickt mit traurigen Augen auf das Kommen und Gehen unter ihr.

III.I Bei der Klippe

Fania (F.) Ein gefallener Engel
Lena (L.) Ein ewiges Kind
Maldoror (M.) Ein verstörter, trinkender Dämon
Tristan (T.) Der Anführer der Engelräuber
A. (A.)
B. (B.)
Beatrice (Be.) Die Frau von Holger
Esra (Es.) Die Bedienstete
Elle (E.) Der Hausmeister
Freya (Fr.) Der Geist von Elles toter Frau
Die Engelsräuber (En.) Die Engelräuber
Lucia (L.) Ein ewiges Kind

Fania sitzt auf der Klippe und blickt auf das stürmische Meer hinaus.
Neben ihr steht Lena.

Maldoror erscheint, blickt sich desinteressiert um und nimmt einen Schluck aus der der Flasche.

M.:……..mmmmmhhh……diese seltsamen Momente der Ruhe vor dem Sturm…….wenn ich lieben könnte, würde ich diese Momente wohl lieben…..aber nun ja

Maldoror nimmt einen großen Schluck aus der Flasche.
Maldoror blickt sich um, geht zu einer Münztelefonkabine und benutzt diese.

M.: Ich bin` s …….ja……..wie es mir geht……wie sollte es mir schon gehen……..die Hölle, ja…..nein……auf der Erde……A. und B……..ja, ich bin hier an der Klippe…..ob ich getrunken habe……nein…..ja……nicht viel…..ja viel…..ich hole sie zurück……und was ist dann……nein……eine Entziehungskur…….nein……warum ich…….sobald ich zurück bin……ja, ich melde mich…….was…..wie das Wetter ist…….(sich umblickend)……das Wetter ist gut……ja gut……ich soll warten……(das Wetter wird schlecht)……jetzt ist es schlecht…..was soll denn dass…..geht mich nichts an…….ja

Maldodor beendet das Gespräch, nimmt einen großen Schluck aus der Flasche, verlässt die Münztelefonkabine und erblickt Fania und Lena.

Maldoror geht auf diese hinzu, als von der Seite Tristan herbeikommt und sich ihm in den Weg stellt.
Lena schließt sich Tristan an.

Maldoror blickt die die Beiden an und nimmt einen Schluck aus der Flasche.

M.: Du bist also das Kind?
L.: Ich bin kein Kind!
M.: Was bist du denn dann?
L.: Eine erwachsene Frau
M.: Ein ewiges Kind!
L.: Eine Dame!
T.: Was machst du hier Verdammter?
M.: Ein Engelräuber, der einen gefallenen Engel beschützt, man lernt wohl immer noch was dazu
T.: Und was ist mit dir?
M.: Ich trinke zuviel
T.: Und ansonsten
M.: Das Übliche….zwei Höllen-Menschen in die Hölle zurückholen…..die wollen zwei Menschenleben retten
F.: Jene
M.: Ja, dass werden wohl jene sein
T.: Sinnloses von Sinnlosen
F.: Dann brauche ich nicht einzugreifen
L.: Warten wir ab
F.: Wir frieren unsere Zeit ein
M.: Fania, ich muss dir eine Botschaft überbringen
L.: Deine Worte….überlege sie gut

Maldoror geht zur auf der Klippe sitzenden Fania hinzu als A. und B. erscheinen.
Die Zeit für die Unsterblichen friert ein.

A.: Was für ein hässlicher Ort?
B.: Jetzt retten wird die Beiden und dann…..
A.: Ich weiß…..die Blonde
B.: Verstecken wir uns hinter der Telefonkabine
A.: In Ordnung
A. und B. Verstecken sich hinter der Telefonkabine.

Beatrice und Elle kommen an die Klippe.
E.: Da sind wir dann
Be.: Ein schöner Ort
E.: Wahrlich
Be.: Ein schöner Ort zum Sterben
E.: Gehen wir zur Klippe

Hand in Hand gehen Elle und Beatrice zur Klippe hin.

E.: Also dann
Be.: Einen letzten Kuss

Beatrice küsst Elle.
A. und B. Kommen zu den Beiden hin.

A.: Entschuldigung
B.: Warum entschuldigst du dich denn?
E.: Kennst du die Beiden?
Be.: Nein
A.: Wir haben weder Mühen noch an jedlichem anderen gespart um euch beide zu retten
Be.: Wir wollen aber nicht gerettet werden!
B.: Die wollen nicht gerettet werden
A.: Wie?
E.: Wer schickt euch? Wie habt ihr von unserem Vorhaben erfahren
B.: Dass ist eine lange Geschichte
A.: Und jetzt?
Be.: Nicht einmal sterben kann ich
E.: Dass können wir immer noch
A.: Also dann lebt ihr also weiter?
Be.: Wenn ihr uns daran hindert
E.: Wir leben weiter

Beatrice blickt zu Elle und fällt in seine Arme.

Eine verschreckte Esra kommt zu den Anwesenden herbeigeeilt.

Es.: Frau Beatrice, ich habe den Brief gefunden
Be.: Gib ihn mir
Esra reicht Beatrice den Brief.
Beatrice lässt diesen die Klippe hinunterfallen.
Es.: Wer sind diese Beiden?
Be.: Spinner
E.: Wohl aus der Hölle, so wie sie aussehen
Es.: Frau Beatrice?
B.(zu Esra blickend): Die Blonde
E.: Die Blonde?
Es.: Ist alles in Ordnung mit ihnen?
Be.: Ja Esra
A.: Hast du die Blonde gesehen A.?
B.: Meine Augen lügen nie
A.: Wunderschön
B.: Habe ich doch die gesamte Zeit gesagt
Es.: Was gesagt?
A. und B. zusammen: Nichts!
Es.: Wer sind die Beiden?
A.: Ich bin A.
B.: Darf ich mich vorstellen. B.; ein heimlicher Verehrer ihrer Grazie
Es.: Was für ein hässlicher Mensch
B.: Esra!
A.: B. ist ein charmanter, liebenswerter Mann
Es.: Ungustiös
B.(zu A.) Dass ist ja eine Zicke
A.: Ja
B.: Ja
A.: Lasse uns in die Hölle zurückkehren
B.: Lasse es mich noch einmal probieren
B.: Ich habe mich in dich verliebt
Es.: Mit dir auf keinen Fall
B.: Warum?
Es.: Ich bin doch kein Schwein
A.: B.?
B.: Ja?
A.: Vergiss es
B.: Al die vergebliche Liebesmühe
A.: Alle schönen Frauen sind Zicken
B.: Wer sagt dass?
A.: Alle hässlichen Frauen und ich
B.: Und was sagen die schönen Frauen?
A.: Die sind schön und ansonsten nicht viel
B.: Lasse uns in die Hölle zurückkehren
A.: Dass ist sicherlich das Beste für uns
B.: Der Diener?
A.: …wird uns vermissen
B.: Unsere Abwesenheit hat ihn mit Sicherheit verstört
A.: Sorgen und Kummer
B.: Wir sollten uns beeilen!

A. und B. gehen miteinander diskutierend durch die 3 Tür rechts in die Hölle über den Himmel zurück.

Be.: Komm lasse uns zurückkehren
E.: Und das Sterben?
Be.: Ich lasse mich scheiden und dann verbringen wir unser restliches Leben zusammen
E.: Du liebst mich also auch?
Be.(mit skeptischem Blick): So jemanden wie dich kann ich nur lieben

Elle und Beatrice küssen sich.

Be.: Komm Esra
Hand in Hand gehen Beatrice und Elle von Esra begleitet von der Klippe hinweg.

Langsam friert die Zeit wieder auf.
Maldoror steht bei Fania. Neben ihnen Tristan und Lena.
Alle haben das Geschehen verfolgt.

M.: Sinnloser geht es wohl kaum
L.: Die spinnen
T.: Absurdes Theater nennen dass die Menschen wohl
M.: Wohl eher surrealistisch…..aber Fania
F.: Maldoror?
M.: Der seltsame Mann mit dem seltsamen Namen schickt mich zu dir
T.: Der mit den Schlüsseln
L.: Was ist mit dem seltsamen Mann?
M.: Ich soll dir von ihm sagen, dass Krasimira auf dich wartet, ihr Schiff ist am Ende der Gezeiten im Meer, dass zu brennen begonnen hat, vor Anker gegangen……..ich soll dich zu ihm bringen
T.: Niemals!
L.: Nur über meine Kindheit
F.: Seid still

Alle verharren schweigend und warten auf eine Reaktion von Fania.
Maldoror nimmt einen Schluck aus der Flasche.

Fania bricht in Tränen aus.

Tief erschrocken blicken Maldoror, Tristan und Lena zu Fania und verweilen schweigend.
schweigend.

M.: Ein gefallener Engel, der weint
T.: Ihr wisst was dass bedeutet
L. In jeder Träne ist ein brennendes Meer
T.: In jedem Augenblick ein Ende der Gezeiten
M.: Die Piratin ihres Herzens löst sich von ihr
T.: Krasimira
L.: Sie verzeiht ihm!
M.: Sie verzeiht ihm!
T.: Dem seltsamen Mann mit dem seltsamen Namen

Einige Engelräuber kommen zu den Anwesenden.

T.: Engelräuber wartet
En.: Tristan, wir nehmen Fania mit uns mit
T.: Nein, jetzt nicht

Lena, Tristan und Maldoror stellen sich den Engelräubern in den Weg.

En.: Macht Platz oder die Strafe ist euch gewiss
L.: Nein!
M.. Zieht von dannen
En.: Maldoror, der Trunkenbold
T.: Sie kommt nur freien Willens
En.: Tristan, du verrätst den seltsamen Mann und uns?
T.: Niemanden verrate ich
En.: Dass war schon die gesamte Zeit der Fall

Die Engelräuber bewegen sich zu Fania hin.
L.: Ich sage, ihr sollt gehen

Die Engelräuber blicken erschrocken zu Lena.
En.: Tristan komm!

Tristan geht zu den Engelräubern und sie gehen durch die dritte Tür rechts ab.
F.: Danke Lena
M.: Was ist denn dass für ein seltsames Kind?
L.: Ich bin….
M.:…..ich weiß
F.: Komm Lena, lasse uns gehen
L.: Zurück in den Himmel
F.: Lasse uns die Ewigkeit nicht warten lassen

Fania und Lena gehen durch die dritte Tür rechts hindurch.

Maldoror blickt den Beiden nach und schüttelt den Kopf.

Maldoror setzt sich auf die Klippe, trinkt den letzten Tropfen aus der Flasche und wird zu einem gefallenen Dämon.

Maldoror blickt traurig auf das stürmische Meer hinaus.

Ein ewiges Kind namens Lucia kommt zu der Klippe hin……

The End

Charaktere/Übersicht:
A. A.
B. B.
Der Bildschirm (Bi.) Fehlerlos
Der Dämon(und der Diener) (M.) Maldoror,ein depressiver Dämon
Holger (H.) Der Mann von Beatrice
Beatrice (B.) Die Frau von Holger
Elle (E.) Der Hausmeister
Esra (Es.) Die Bedienstete/Die Blonde
Fania (F.) Ein gefallener Engel
Tristan (T.) Der Anführer der Engelsräuber
Lena (L.) Ein ewiges Kind
Die Moralisten (Mo.) Die Moralisten
Der Mann mit dem seltsamen Namen (S.) Der Mann mit dem seltsamen Namen
Freya (Fr.) Der Geist der toten Frau von Elle
Die Engelsräuber (En.) Eine Bande von Engelsräubern
Lucia (L.) Ein ewiges Kind