Archive for the ‘Fabeln’ Category

März 25, 2010

zu überarbeiten

Der Igel befand sich auf einem absteigenden Ast und Zentimeter für Zentimeter kroch dieser; es war dies sein 5.Versuch; zu einer süßen Frucht vor; welche am Ende des Astes hing und es erschien als würde es dem Igel diesmal gelingen; denn vorsichtig und bedächtig kroch dieser dem Ast entlang und sein Magen knurrte und in seinen Augen spiegelte sich höchste Konzentration wider; als plötzlich unter ihm, im Gestrüpp vor dem Baum, sein alter Freund, der Fuchs, herangetappt kam, sich umblickte und dann aufblickte und als dieser den Igel erblickte, diesem erfreut zurief, was er denn dort oben, ja was er denn dort oben denn machen würde und schon stürzte der Igel in das Gestrüpp hinunter.
Dort richtete sich der Igel auf und blickte wütend den Fuchs an:
„Das war mein 5.Versuch“
„Die Frucht?“
„Unerreichbar bleibt wohl die süße Frucht“
„Na dann“
Der Igel fragte den Fuchs, was ihn denn hierhergeführt hätte und aufgeregt antwortete der Fuchs; er, der Igel, müsse sogleich mit ihm kommen; auf dem Bauernhof würden seltsame Dinge geschehen und so eilten die beiden zum Bauernhof.
Kurze Zeit später gelangten die beiden ebendorthin und vernahmen Stimmen aus dem Stall, eilten vor der Stalltür, spähten durch einige Ritzen und lauschten….im Stall fand eine Versammlung der Tiere statt und es wurde gestritten und diskutiert; abgestimmt und gewählt….und der Fuchs fand es sogleich seltsam, dass vor den Tieren, auf einer Anhebung, etwas höher, als die restlichen Tiere stehend; drei Schweine und drei Ratten sich befanden, welche anscheinend diese Diskussionen und den Zank ausgelöst hatten….da ergriff das größte der drei Schweine das Wort und es wurde still im Stall und der Igel und der Fuchs spitzten ihre Ohren….

„Mehr Futter für alle…..denn jetzt ist die Zeit gekommen“ begann das größte Schwein; „nun müssen wir handeln; wir müssen den Bauernhof unter unsere Kontrolle bringen….die Revolution hat begonnen….mehr Futter für alle….die Tiere erheben sich gegen die Knechtschaft und die Unterdrückung…..denn die Tiere sind jetzt frei….lang lebe die Revolution“
….und die Hühner gackerten und die Kühe muhten beistimmend….
„Die Schweine, die wohl intelligentesten Tiere, wie jeder hier bestimmt weiß; jene; die dafür gesorgt haben, dass nur Tiere reiner Abstammung auf diesem Bauernhof sich aufhalten dürfen; also wir, die Schweine, wir haben uns mit den Ratten zusammengeschlossen…. zusammengeschlossen, damit alle Tiere davon profitieren werden; denn nun müssen die Tiere den Hof übernehmen und dafür sei es nötig, dass alle anderen Tiere sich kurzfristig den Schweinen und Ratten unterordnen….mehr Futter für alle….lang lebe die Revolution!“
….und die Hühner gackerten und die Kühe muhten beistimmend….
„Als erste Maßnahme dieser Revolution, möchten die Schweine nicht mehr als Schweine; denn als hochentwickelte, autarke Herrschaften bezeichnet werden!“
Hochentwickelte, autarke Herrschaften!“ schrien die anwesenden Tiere.
„Mehr Futter für alle!“
„Mehr Futter für alle!“ schrien die anwesenden Tiere.
„Ich bin jetzt der Sau-Meister…..der Sau-Meister!“ , schrie das größte Schwein.
Einige der anwesenden Säue fielen vor soviel Ehr-Erbietung in Ohnmacht.
„Mehr Futter für alle“
Irritiert von diesem Schauspiel, dass sich vor ihnen abspielte, blickten sich der Fuchs und der Igel an.
„Jetzt oder nie“, schrie der Sau-Meister; „jetzt oder nie!“
….Jubel unter den Tieren….
„Und ich möchte euch einen unseren Verbündeten vorstellen, ehemals eine Ratte und jetzt eine hochentwickelte, autarke Herrschaft“
Eine Ratte namens Django kroch auf die Anhebung, blickte sich um, räusperte sich und sprach dann:
„Viel Arbeit liegt vor uns; denn wir werden ein neues System auf diesem Bauernhof einführen….mehr Futter für alle….aber dafür müssen wir die Produktionsabläufe perfektionieren, alle störenden Elemente beseitigen und dafür brauchen wir euch; euch alle….wir; damit meine ich die hochentwickelten; autarken Herrschaften werden dafür für kurze Zeit und ich verspreche euch, nur für kurze Zeit, die Allgemeinen Tier-Rechte außer Kraft setzen müssen; nur für kurze Zeit; denn wir müssen den Bauernhof von assozialen, schmarotzenden Elementen säubern und ein jeder muss sich dafür unterordnen, uns unterordnen und am Ende werden wir dann mehr Futter für alle haben.“
….Tosender Applaus von den Tieren…
„Mehr Futter für alle!“
„Mehr Futter für alle“ hallte es von den Tieren zurück.
„Die Ratten werden die Überwachung übernehmen; die Schweine die Säue beglücken und ein jedes Tier wird von nun an überwacht werden; denn ein jeder ist jetzt gleich und die hochentwickelten Herrschaften sind etwas gleicher; damit es auch ja zu keiner Ungleichheit kommt…..Mehr Futter für alle!“
„Mehr Futter für alle!“; hallte es von den Tieren zurück.
„Die schwachen Tiere werden als erste geschlachtet werden!“
Einige Säue fallen in Ohnmacht.
„Die Unwilligen, Arbeitsscheuen, die Assozialen…..die Schweine werden geschlachtet werden!
….Tosender Applaus von den Tieren….
Fuchsteufelswild konnte sich der Fuchs nicht mehr zurückhalten und eilte in den Stall hinein.
„Mehr Futter für alle!“
Mit all seiner Kraft schrie der Fuchs in das Jubelgechrei der Tiere hinein.
„Das ist doch Irrsinn!“
Und plötzlich schwiegen die Tiere und blickten irritiert zum Fuchs, so als ob die Tiere gerade aus einem Alptraum erwacht wären, aus welchen sie eigentlich nicht erwachen wollten.
„Das ist doch ein Irrsinn…..dass ist doch eine Schweinerei“
Mit bösartig funkelnden Augen blickte die Ratte und mit ihr alle anderen Ratten zu dem Fuchs.
„Was für eine Schweinerei“, murmelten einige Tiere sich untereinander zu.
„Bedenkt doch….dass sind die Schweine und die Ratten…..bedenkt doch….die Schweine wollen euch knechten und die Ratten euch bestehlen….Schweine und Ratten“ schrie der Fuchs.
„Ein Konterrevolutionär; ein Verräter…..ein Schwein!“ schrie die Ratte und das größte Schwein pflichtete ihm bei…..“Die Revolution ist in Gefahr“
Der Fuchs entgegnete:
„Ihr seid doch die Schweine….nicht ich…..ich bin ein Fuchs!“
„Ein Schwein!“ schrie die Ratte.
„Ein Schwein!“ schrie das Schwein.
„Mehr Futter für alle!“ schrie die Ratte.
„Mehr Futter für alle! schrien die Ratten.
„Mehr Futter für alle!“ schrie das Schwein.
„Mehr Futter für alle“ schrien die versammelten Tiere.
„Nieder mit dem Schwein“ schrie die Ratte.
„Nieder mit dem Schwein“ schrie das Schwein.
„Nieder mit dem Schwein“ schrien die versammelten Tiere.
Einige Ratten stürzten sich auf den Fuchs und nach einem kurzen Gemenge gelang es dem Fuchs sich zu befreien und dieser flüchtete durch die Stalltür hinaus, packte den Igel und hechtete in den nahegelegenen Wald hinein, während es aus dem Stall in seinen Ohren nachdröhnte….“Nieder mit den Schweinen!“.
Im Wald angekommen, sah der Fuchs, dass die Ratten die Verfolgung abgebrochen hatten, ließ den Igel von seinem Rücken herunterfallen und kratzte sich an einem Baum die Stacheln aus dem Fell.
„Du wirst auch immer stacheliger“ fauchte der Fuchs den Igel an.
„Das liegt in meiner Natur“
„Ach so“
„Und was machen wir jetzt?“
„Wir müssen den Tieren helfen….“
„Warum?“
„Weil die Schweine und die Ratten nichts Gutes im Sinn führen….so wie die Ratten und die Schweine nie etwas Gutes im Sinn haben….“
„Und wie?
„Wir beobachten den Stall“
Und so legten sich der Fuchs und der Igel, inmitten dichten Gestrüpps auf die Lauer und konnten beobachten, wie immer mehr Ratten zu den Bauernhof strömten und die Tiere diszipliniert vor der Stalltür exerzierten und von den Schweinen zusammeneschrien wurden und seltsamerweise schrien diese „Nieder mit den Schweinen“ und die Schweine und ihre prächtigen Säue lachten dazu boshaftig prahlend.

Als es dann Abend wurde, verschliefen es sowohl der Igel als auch der Fuchs und die beiden wurden am nächsten Morgen vom aufgeregten Gegackere der Hühner geweckt und der Fuchs näherte sich einem Huhn und fragte diese, was denn passiert sei und das Huhn antwortete, dass das gesamte Futter verschwunden sei, auch die Ratten seien verschunden und die Tiere seien jetzt alle hungrig und ohne Futter…..und ohne Futter müsste man ja hungern und schloß ihre Wörter mit einem „Nieder mit den Schweinen“.
„Die Ratten?“
„Die Ratten?“
„Und die Schweine?
„Wer“
„Die hochentwickelten, autarken Herrschaften.“
„Die hochentwickelten, autarken Herrschaften beraten im Moment, anscheinend sind ein gewisser Igel und ein Fuchs an all diesem Unglück, dem Diebstahl, dem Hunger schuld….richtige Schweine sind dass….
„Ach so“

Der Fuchs verabschiedete sich und der Igel und der Fuchs beobachteten wie die Kühe muhten und die Hühner weitergackerten…..und nach einiger Zeit näherte sich ihnen das Huhn und der Fuchs eilte diesem entgegen….
„Die hochentwickelten, autarken Herrschaften haben zu Ende beraten….der Igel und der Fuchs sind schuld….“
„Und die Ratten?
„Die Ratten sind verschwunden“
„Und jetzt?“
„Ein jedes Tier soll den Igel und den Fuchs suchen und den autarken, hochentwickelten Herrschaften dann ausliefern.“
„Ausliefern?“
„Hast du denn, einen der beiden gesehen, den Fuchs oder den Igel?“
Der Fuchs blickte sich um und sprach dann leise.
„Ich glaube die beiden, der Fuchs und der Igel sind auf der Rückseite des Hofes“
Und schon eilte das Huhn aufgeregt davon und einige Hühner eilten zur Rückseite des Hofes….
Der Fuchs kehrte zum Igel zurück und erzählte ihm von seinem Gespräch, dieser nickte nur müde und sagte dann:
„Da die Schweine nicht schuld sind und die Ratten nicht schuld sind, dann sind wohl wir die Schuldigen“
„Wir sollten uns für eine Weile aus dem Acker machen“
„Ja, dass sollten wir“
So eilten der Fuchs und der Igel tiefer in den Wald, als plötzlich eine süße Frucht auf dem Kopf des Fuchses prallte, um dann neben ihn liegen zu bleiben…..der Fuchs, etwas benebelt, rieb sich seinen Kopf, den jetzt eine kleine Beule zierte, an einem Baum und kehrte dann zu dem Igel zurück….
„Da ist ja deine süße Frucht Igel“
„Die Frucht“
„Nicht mehr unerreichbar“
„Ja“
„Möchtest du die Frucht denn nicht verspeisen?“
„Nein“
„Nein?“
„Jetzt ist mir die Frucht zu bitter“
„Zu bitter?“
„Ja“
„Igel“
„Fuchs“
„Komm“
„Komm“
Und so eilten der Fuchs und der Igel tiefer in den Wald, entfernten sich von dem Bauernhof und dachten daran, wann denn die Vernunft, die Allgemeinen Tierrechte wieder Gehör finden würden auf dem Bauernhof, wann denn das Tier und nicht das Untier Gehör finden würde….
…..

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März 24, 2010

Es war einmal ein verschrobener Hase, welcher auf einem großen Bauernhof lebte.
Er spielte mit den anderen Tieren; den Schweinen, Hühnern, den Kühen, den Katzen und bereitete seinen Eltern viele Sorgen.
Irgendwann hatte der Hase, er wusste auch nicht so recht wie oder warum, eine Freundin und wie das bei Hasen nunmal so war, waren sie schon sehr bald nicht mehr zu zweit.
Eigentlich war dieser Hase ein normaler Hase, hätte dieser nicht in einer dunklen, versteckten Ecke einen Schrank gehabt, welchen er in jahrelanger heimlicher Arbeit gebastelt und dann mit Tassen gefüllt hatte; es war dies mit seinem Nachwuchs der ganze Stolz des Hasen.
Alle auf dem Bauernhof wussten von diesem Spleen des Hasen und glaubten eigentlich, da er niemanden diesen Schrank zeigte, dass dieser wohl nur in der Einbildung desselben exestieren würde; das geläufige Wort „der hat nicht alle Tassen im Schrank“ machte auf dem Hof die Runde und wenn der Hase dies hörte, antwortete er immer prompt: „nein, nein, in meinem Schrank sind noch alle Tassen da“ und dann lachte er und die anderen Tiere mit ihm.
Der Hase war ein angenehmer Zeitgenosse und auch der Bauer hatte seine Freude mit diesem Hasen und nahm sich, wenn die Zeit und der Magen es verlangten, immer eine der Gänse, welche mit dieser Entscheidung des Bauern wohl nicht gänzlich einverstanden waren, in die Küche mit.
Eines Tages trug es sich dann zu, dass der Hase nächtens zu seinem Schrank eilte und erschrocken feststellen musste, dass einige Tassen im Schrank fehlten.
Betrübt kehrte der Hase zu seiner Angetrauten zurück und erzählte ihr von den fehlenden Tassen im Schrank und diese murmelte: „das kann nur der Fuchs gewesen sein“ und fügte dem noch hinzu „der mit dem Igel über die Wiesen, nun ja, mehr oder weniger sich dahin stehlen würde“ und dass er jetzt gefälligst schlafen solle, bevor der Nachwuchs noch aufwachen würde.
Aber der Hase fand keinen Schlaf, hüpfte die folgenden Tage und Nächte auf der Suche nach den fehlenden Tassen um dem Bauernhof herum, suchte, fragte und verfolgte alle möglichen wie unmöglichen Spuren und schließlich machte der Spruch „der Hase hat nicht mehr alle Tassen im Schrank“ die Runde und der Hase bejahte dies auch immer sofort.
Die Angetraute schimpfte mit dem Hasen, er sollte diese absurde Suche doch gefälligst bleiben lassen und sich um sie und seine Familie kümmern und sich nicht zur Witzfigur machen.
Doch der Hase suchte unermüdlich weiter und seine Angetraute suchte Trost in den samtenen Pfoten eines Anderen, aber das war dem Hasen in jenem Moment egal; die Hühner gackerten, die Kühe muhten und die Ameisen krabbelten über ihn, seine seltsame Suche und sein noch seltsameres Verhalten.
Als der Hase schon beinahe resignieren wollte, traff dieser auf einer entlegenen Wiese den Fuchs und den Igel und stellte den Fuchs sogleich zur Rede und dieser antwortete mit einem verlegenen „Könnte schon so gewesen sein“ und bot dem Hasen als Wiedergutmachung (auch wenn er keine Schuld eingestand) seine Hilfe an.
Der Igel mischte sich ein und sagte er habe erst vor kurzem im Wald einige „fliegende Untertassen“ gesehen, jene könnten doch als Ersatz dienen und fügte dem noch hinzu: „Scherben habe es auch keine gegeben“.
„Vielleicht sind die Tassen aus dem Schrank weggeflogen“ philosophierte der Fuchs und mit diesen Worten machten sich der Fuchs und der Hase auf die Suche nach diesen „fliegenden Untertassen“.
Der Igel entschuldigte sich, dass er unabkömmlich sei, da er wiedereinmal dringenst seine Tante aufsuchen müsse.
So suchten die Beiden im Wald und stießen schon bald auf den mürrischen Braunbären und fragten diesen nach den „fliegenden Untertassen“.
Der Braunbär blickte sie skeptisch an und brummte ein „Sind die Tassen nicht alle im Schrank?“, was der Hase verneinte und da deutete der Braunbär mit einer Pfote zu einer entfernten Lichtung und brummte „Ihr habt zwar nicht alle Tassen im Schrank, aber vielleicht findet ihr dort drüben eure Tassen“
Die Beiden bedankten sich und machten sich auf den Weg zu dieser Lichtung und als sie dort angekommen waren, standen sie vor einem riesigen Müllberg und nach kurzer Suche fand der Hase auch einige (wenn auch nicht fliegende) Tassen.
So suchte sich der Hase einige schöne Tassen aus, steckte sie unter seine Pfoten und kehrte mit dem Fuchs zum Bauernhof zurück, wobei kurz vor diesem sich der Fuchs mit den Worten „er sei sich leider mit der Henne Hanna in die Haare gekommen und es sei wohl besser er bliebe eine bestimmte Zeit fern vom Bauernhof“ verabschiedete und sogleich in den Wald entschwand.
Der Hase zuckte mit seinen Schultern und eilte sogleich zu seinem Schrank, ordnete die Tassen ein und hüpfte dann freudestrahlend über den Hof und die anderen Tiere, neugierig geworden, fragten nach dem Grunde seiner guten Laune und er antwortete stolz: „ich habe jetzt wieder alle Tassen in meinem Schrank“ und alle lachten und freuten sich mit ihm.
Seine Angetraute vom Lärm angezogen, kam auf ihn hinzu und beide blickten sich tief und lange in die Augen, verzogen sich dann an einen ungestörten Platz, versöhnten sich und liebten sich dann ein Hasenleben lang und hatten, wie das bei Hasen nunmal so war, viele Kinder.

März 23, 2010

nicht so gut gelungen (zu überarbeiten)

Die dummen Kühe waren auf der Wiese und beobachteten wie die stämmigen Stiere sich ihretwegen die Köpfe blutig schlugen. Ein Stier nach dem anderen kämpfte mit einem anderen Stier und die Kühe feuerten sie an: Härter, Fester, Grausamer und die Verlierer bekamen als Lohn den spöttischen Hohn der Kühe zu hören, welcher beinahe mehr schmerzte als die Schädel.

Als die Stiere ihre Köpfe blutig geschlagen hatten, stolzierte das stärkste Stier, jenes mit der wohl weichsten Birne vor den Kühen herum und suchte sich die schönste und wohl auch dümmste Kuh aus, welche er sogleich schwängerte und welche ihm dann einem starken, stämmigen Sohn schenkte….so ging es Monat für Monat, Jahr für Jahr auf der Wiese dahin….

Es war der Lauf der Natur und alle Kühe und Stiere waren mehr oder weniger glücklich, die Kühe kümmerten sich um den Nachwuchs und die Stiere hatten mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen..

Ein Fuchs beobachtete das Treiben auf der Wiese, überlegte für sich wer denn nun verrückter sei, die dummen Kühe oder die trächtigen Stiere und konnte sich nicht entscheiden….war fasziniert von diesem absurden Treiben.

Sein bester Freund, der introvertierte Igel, einer der nicht viel sprach, beurteilte das Geschehen mit einem trockenen: „Die spinnen alle“ und gab dem Fuchs den Ratschlag sich doch um etwas Sinnvolleres zu kümmern und so hatte der Fuchs genug gesehen und verschwand zwischen den Bäumen, welche vor so viel Dummheit nur ihre Kronen im Wind schüttelten konnten.

Eines Tages begann eines der Tiere wild um sich zu schlagen, schlug das eine Stier und dann das andere, schlug sie alle halbtot und die Kühe waren gänzlich entzückt von soviel Kraft und Elan und als sich ihm eine hübsche Kuh näherte, schlug er auch diese und die Entzückung der anderen Kühe stieg in lichte Höhen.

Vom begeisterten Geschrei der Kühe angezogen, trabte der Fuchs herbei und nachdem er das Geschehen kurz verfolgt hatte, rief er den Igel zu sich und beide beobachteten stumm das Geschehen, bis der Igel das Schweigen mit einem Wort brach: „Tollwut“.

Die Kühe schmachteten nach diesem einem kräftigen Stier und die schönste Kuh nahm all ihren Mut zusammen und näherte sich dem Stier, welche die Kuh sogleich besprang und schwängerte.

Der Fuchs schüttelte nur seinen Kopf, sagte „das wird immer schlimmer mit diesen Kühen und Stieren“ und der Igel pflichtete ihm mit den Wörtern „Die spinnen alle“ bei.

Als der Fuchs einige Tage später zur Wiese hinkam, fand er das kräftige Stier und die schöne Kuh tot vor.

Sprachlos beobachtete der Fuchs das Geschehen, sah wie die Kühe um dieses kräftige Stier trauerten und die Stiere ihre Wunden leckten als der Igel herbeigetrottet kam, die beiden toten Tiere erblickte und desillusioniert zum Fuchs sagte: „Die spinnen alle“ und der Fuchs antwortete: „Ja, die spinnen alle“ um dann zu den giftigen Beeren im Wald dahinzutraben, sich den Magen vollzuschlagen und dann durch den Wald zu rauschen, dessen Bäume vor so viel Dummheit nur ihre Kronen im Wind schütteln konnten.

März 23, 2010

In einem Stall waren einmal zwei besondere Schweine; eine arme Sau (ausnahmsweise männlichen Geschlechtes) und ein Nazischwein.
Während das Nazischwein von den schönsten Säuen umschwärmt wurde, das beste Futter bekam und reichlich davon fraß, von allen geliebt und respektiert wurde, darbte die arme Sau dahin, bekam die Essensreste vom Nazischwein, welche diese aber auch nur zum Teil verspeiste, wurde von allen gemieden, verspottet und ausgelacht.
Auch das Nazischwein, welches der heimliche Anführer der Tiere im Stall war, hatte keine gute Meinung über die arme Sau und sagte nur „die arme Sau wird schon wissen was sie tut“.
Die Beiden mieden sich, bis sie sich eines Tages zufällig bei der Tür aus dem Stall hinaus, aufeinander traffen; das Nazischwein wie immer wohlgenährt, mondän herausgeputzt und mit einer seiner vielen wunderschönen Gespielinnen an seiner Seite.
„Arme Sau“ sagte das Nazischwein „möchten sie nicht ein Nazischwein wie ich werden, eine arische Zierde unseres Geschlechtes, dann würden sie alles bekommen, gutes Futter, bessere Pflege….“ ….und das Nazischwein küsste seine schöne Gespielin….
„Sie können dann alle anderen Schweine im Stall ficken die sie möchten, sie kleine arme Sau und wenn doch nicht homosexuell, dann halt die schönsten Säue“
„Ficken, ficken, ficken“ grunzte die Gespielin des Nazischwein.
Die arme Sau blickte das Nazischwein und seine wunderschöne Gespielin traurig an und sagte: “ Ich möchte kein Nazischwein werden, da bleibe ich lieber die arme Sau“.
Da wandte sich das Nazischwein mit den Worten „verrückt ist die arme Sau auch noch“ ab und ging mit seiner Gespielin, die nur verächtlich auf die arme Sau herabblickte auf die Wiese spazieren.
Die arme Sau verzog sich in seine dunkle Ecke, hörte das Gegacker der Hühner, welche ihn wie immer verspotteten und nur der introvertierte Igel schien ein wenig Verständnis für diese seltsame arme Sau zu zeigen.
Einige Tage später kam dann der Bauer in den Stall, blickte sich die beiden außergewöhnlichen Schweine an: das prächtige Nazischwein und die arme Sau; überlegte nicht lange, ging zum Nazischwein und schlachtete es.

März 22, 2010

(zu viel zu überarbeiten)(I)
nun ja, nun ja, nun ja

08.02.2007

Das schwarze Schaf

Der Regen peitschte auf die Erde, verschlang die Trockenheit von den Feldern und ein Adler zog einsam seine Kreise über einem schwarzen Schaf.

Dieses stand verloren zwischen den Ameisen und den Raben, den Murmeltieren und den Schafen, zwischen den Hügeln und den Weiden inmitten der Herde.

Dieses Schaf war selten traurig, in Träumen verfangen, war zu müde zum schlafen, war immerzu wach und hatte der Herde den Ruf seltsam zu sein und bald wollte niemand mit diesem etwas zu tun zu haben und anstatt dicker wurde es Jahr für Jahr dünner und gab schon lange keine Wolle mehr.

Irritiert blickte der Hirtenhund auf diese eine Schaf und auch der Hirte wusste nicht, was mit diesem Schaf er denn nun machen sollte und so beließ er es dabei.

Wenn der Winter alles weiß bedeckt hatte und die Sonne auf das schwarze Fell schien verblieb das Schaf einsam, fürchtete sich ein wenig vor sich selbst, hoffte eines Tages seinesgleichen zu finden und der Hirtenhund wusste auch nicht mehr weiter.

Die Blätter begannen von diesem seltsamen Schaf einander zu erzählen, verfielen die Grashalme in eine Schwärmerei sobald sie von diesem hörten, grub sich die Erde etwas tiefer an den Himmel heran und der Hirtenhund begann zunehmend seltsam sich zu verhalten.

Eines Tages war das schwarze Schaf dann verschwunden und der Hirte und sein Hund suchten des Tages und der Nacht das Verlorengegangene, dass eine schwarze Schaf, dass verschwunden blieb.

Der Hirte und sein Hund weinten, wussten nicht warum und der Regen peitschte auf die Erde, verschlang die Trockenheit von den Feldern und ein Adler zog einsam seine Kreise.