Archive for the ‘Anmerkungen zur Realität 2’ Category

März 27, 2010

….warum manipulation überflüssig ist….

Als im März 2003 die Infektionskrankheit SARS den Westen erreichte, also die Öffentlichkeit der westlichen Massenmedien, schickten einige Zeitungen/Magazine ihre Reporter in die vom Virus am härtesten betroffene Region von Guangdong (China) und konnten dort mit den Menschen in den Fabrikshallen, auf der Straße usw. relativ offen über diese Infektionskrankheit sprechen….

Zur Verwunderung der Reporter hatten diese Menschen in den Fabrikshallen, auf der Straße noch nie von SARS gehört bzw. wussten nicht, dass eine Epidemie grassierte, welche wohl sehr viel mehr Menschen als in den offiziell aufscheinenden Statistiken getötet hatte

Es bleibt also festzuhalten, dass z.B. die Menschen in Kopenhagen, einer Stadt, in welcher zu jenem Zeitpunkt kein einziger Fall von SARS aufgetreten war, besser über die Infektionskrankheit und die Epidemie in Asien informiert waren, als die direkt Betroffenen im Perflussdelta.

Man kann also durchaus die Behauptung aufstellen, dass die direkt Betroffenen in Südchina „Unterm Berg“ waren, abgeschnitten von qualifizierter Information, von abseits von Staatspropaganda bzw. Wirtschaftspropaganda zu definierende Nachrichtenlage.

Man kann dieses Beispiel auf sehr viel andere Bereiche, Themen und Aspekte erweitern, bis man feststellen wird, dass ein Großteil der Menschheit „unterm Berg“ lebt.

Am gravierensten ist dieses „Unterm Berg“ leben, wohl vor allem in der Provinz, wo die Menschen nicht über einen solch breiten Zugang zu Informationen, über unabhängige Quellen und Kontakte nach oben und unten verfügen.

Aber das wohl überraschendste daran ist, dass sich diese Menschen auch keine qualifizierte Information wünschen; denn lieber in ihrer Einfalt, ihrem „Schwarz-Weiß“ Bild festhalten möchten, denn damit lebt es sich viel einfacher und unkomplizierter und so ist reich, schön und mächtig „gut“ und arm, hässlich und machtlos „böse“ und jeder der die Reichen, Schönen und Mächtigen angreift, damit automatisch böse….

….wobei ich dem anmerken möchte….

….Gut zu sein, bedeutet nicht nur ein Wirtschaftsinteresse zu vertreten, denn hat etwas mit Charakter zu tun, mit den Handlungen welche man setzt und nicht mit Rufmord, Negativ-Propaganda usw.

Nehme ich einmal ein weiteres Beispiel heran:
In der Provinz residiert der Erfinder der Hedge Fonds (nehme ich einmal hypotetisch an, dass es nicht George Soros (welcher als einer der allerersten einen Hedge-Fond gründete) ist) und dieser entschließt sich aus einer Champagnerlaune heraus, sich bei den nächsten Wahlen zum Europarlament auf der Liste „der Partei“ aufstellen zu lassen….als Spitzenkandidat für die Arbeitnehmerliste, welche sich dann in der Partei in völlig demokratischen Prozessen (also Prozessen, welche sich auf Geld reduzieren und mit Demokratie so viel zu tun haben wie Generalissimo Pinochet) gegen die anderen Listen durchsetzt und dieser Erfinder der Hedge Fonds dann in seinem privat-finanzierten Wahlkampf gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen verspricht, als Wahlgeschenk jedem Arbeitnehmer 10 USB-Sticks schenkt und die jungen, schönen Frauen alle nur noch von diesem einen Mann schwärmen….dann wird dieser in das Europaparlament gewählt werden.

….und zwar aus einem einfachen Grund….
Nicht da er die üblichen Lügengeschichten von gerechten Löhnen, bzw. fairen Arbeitsbedingungen verspricht, denn aus jenem Grund, da die Menschen nicht wissen und es ihnen auch von niemanden gesagt wird, dass sie mit jenem Mann, den Gründer der Hedge Fonds in das Europaparlament wählen, gerade jenen der für niedrige Löhne und harte Arbeitsbedingungen steht….

….denn die Menschen wissen dass nicht und niemand sagt es ihnen und somit wählen die Menschen jenen Mann….aus Unwissenheit….

….somit befinden sich diese Menschen „unterm Berg“….

Jener Mann ist dann natürlich ein Guter und nicht ein Böser, Böser, Böser….

Aber was dann wirklich erschreckend ist, ist die Tatsache, dass wenn man die Menschen dermaßen konditioniert, „unterm Berg“ hält, dass diese dann nach einer bestimmten Zeitspanne, selbst bei Wissen, dass sie gerade jenen, welcher ihnen das Leben unerträglich macht, wählen, diesen wählen werden….

….somit benötigt man nach einer bestimmten Zeitspanne auch gar keine Manipulation mehr, denn auf subtilste Weise folgt die Masse jenen, welche ihnen vorgaukeln für ihre Interessen (also nicht ihre Interessen) zu arbeiten….

….verschenke 10 USB-Sticks pro Wähler und man kommt in das Parlament….

….dass nennt man dann Demokratie….

….aber immer noch besser als all der Rest….

….somit ist die Manipulation überflüssig….
….somit sind die Menschen glücklich und zufrieden „unterm Berg“….
….und somit bin ich der Böse und ihr die Guten….

März 27, 2010

….spätkapitalistische Erfolgsrezepte….

Ich hatte vor einiger Zeit einen Bekannten, welcher ungefähr das gleiche wie ich tat….während ich frühmorgens in ein Kaffehaus spazierte, spazierte dieser in ein Büro….während ich mich durch die Tageszeitungen las und einen Kaffee dazu trank, las dieser in seinem Büro die Tageszeitungen und trank dazu einen Kaffee….während ich mir Notizen über interessante Artikel schrieb; suchte dieser aus den Tageszeitungen die Artikel über eine bestimmte Wirtschaftssparte heraus und stellte aus diesen Artikeln einen Pressespiegel zusammen….während ich dem Schmäh des Kellner hatte, hatte dieser eine Assistentin, welche ihm auch noch die allernotwendigste Kraftanstrengung bezüglich Arbeit abnahm (so weit ich dies mitbekommen hatte)….während ich mich aus ökonomischen Gründen mit einem Kleinen Braunen begnügen musste; hatte dieser die Qual der Wahl ihm gratis zur Verfügung gestellter Getränke….
Während ich um die Mittagszeit herum das Kaffehaus verließ, hatte dieser Bekannte seine eigentliche Arbeit schon erledigt; gab den Pressespiegel ab und hatte den Rest des Tages nicht mehr sehr viel zu tun (so ähnlich wie ich dann also)….während ich mich um mein Essen kümmern musste, ging dieser in die Kantine und aß für 2 Euro ein Gourmetmenü….

….während der Bekannte für diese hochqualifizierte Arbeit zwei Studientitel vorweisen musste, musste ich niemanden etwas beweisen….

….und während dieser Bekannte für diese kräfteraubende Tätigkeit, für seine Arbeit 3000 bis 4000 Euro monatlich erhielt, erhielt ich im Gegensatz dazu, für meine Tätigkeit Morddrohungen, Beleidigungen, Spott, Verunglimpfungen, erhöhte Aufmerksamkeit von Staat und Privatwirtschaft, Unterstellungen usw. usf. ….

Und wie ich mich so mit diesem Bekannten unterhalten hatte, versuchte mir dieser doch so ziemlich einige Male, sein Erfolgsrezept mir nahe zu legen….idiotensicher sei dass, so versicherte dieser mir….ganz einfach….

….das Erfolgsrezept bestand aus folgenden Zutaten….

Plan (Teil I)

Zuallerst sich einen idiotensicheren Studientitel besorgen, wie z.B. Publizistik, einer Studienrichtung bei welcher man vielleicht ja doch anmerken sollte, dass jene die daran scheitern (z.B. aus ökonomischen Gründen) wohl sehr, sehr viel intelligenter sind, als jene die sich den Studientitel in 2-4 Jahren zusammenbasteln….
….danach einen Job suchen, diesen einige Jahre dann machen und währendessen ständig auf dem Arbeitsmarkt nach besseren Jobs Ausschau halten; sich nebenbei durch allerlei Idiotentests weiterbilden und somit nach einigen Jahren einen Job haben, wie all die anderen, die mit Krawatte und Stress herumrennen….

….nun kommt der schwierige Teil des Plan….

Plan (Teil II)

In der Zwischenzeit mietet man sich eine Wohnung, welche dieser Bezeichnung verdient; also ein durchwegs schwieriges Unterfangen….eine Wohnung, welche den Standarts Westeuropas in den späten 60-er Jahren zumindest entspricht….Waschmaschine, ein gutes Bett, Laptop, Computer, Fernseher, Kleiderschrank; gute, also teure Bekleidung; eine moderne Küche und drumherum Mauern, welche nicht aus Schimmel und Bakterienstämme bestehen….also kurz gesagt, man mietet sich in eine Wohnung ein, in welcher ein Mensch wohnen kann und nicht das allzuübliche Ruinen-Wohnen mit dem WC, dass man sich mit 10 Moldawiern, 8 Schwarzafrikanern und 3 Rumänen teilt….

….der Bekannte bezeichnete eine solchermaßen ausgestattete Wohnung mit schönen Mauern und so etwas abstrakten wie Fenstern und nicht kaputten Türen, als Nest….

Und nun, dass ist wohl das Schöne an diesem Plan, läuft alles wie geschmiert….denn der Ziel des Planes ist ein gemütliches, schönes, in allen Belangen erfolgreiches Leben zu führen….sich abzusichern für die Zukunft….seinen Teil am kapitalistischen Kuchen für sich zu bekommen….und plötzlich läuft alles wie geschmiert….

Die Menschen auf der Straße respektieren einen, man strahlt Erfolg aus, kauft sich ein Auto, dann noch eines und wenn man möchte, warum auch nicht, noch eines; fährt zweimal das Jahr in den Urlaub (Malediven, usw.); hat doch einen im Laufe der Zeit sehr hohen Betrag auf dem Bankkonto, einen erlauchten Freundeskreis, keine Probleme mit dem Staat, eine private Gesundheitsvorsorge/versicherung; Kontakte zu den „Machern“ und last but not least….die wunderschönen Frauen….

….und ja….natürlich geht es nicht nur, aber vor allem, um die wunderschönen Frauen….

….nun ja….in den Gesprächen ging es dann vor allem schon um die wunderschönen Frauen….

Die These des Bekannten war nämlich die folgende….dass wenn das Nest (also die Wohnung) passt….man einen gute Job hat (und somit schon Erfolg, Kompetenz usw. ausstrahlt)….wenn man über die benötigte zwischenmenschliche Wärme (also Cash) verfügt; unauffällig bleibt (also fern von der Aufmerksamkeit des Staates)….dass dann….dass dann nach allerkürzester Zeit die wunderschönsten Frauen von alleine zu einem kommen….ja, man braucht überhaupt nichts dafür tun….plötzlich interessieren sich die wunderschönen Frauen für einen….man kann es sich dann sogar aussuchen, mit welcher der wunderschönen Frauen man sich abgeben möchte….mit der oder mit der….so als ob der berufliche Erfolg, das gebaute Nest, die soziale Kompetenz (also der Cash) wie ein Duft aus einem herausströmt und dieser Duft alle wunderschönen Frauen auf anziehende Weise betört….und es ist vollständig egal wie man aussieht, nur die Kleidung muss passen und die wunderschönen Frauen werden immer wunderschöner und als Krönung dieses Planes, sind diese wunderschönen Frauen einem dann, sogar treu, denn das liebe Geld wirkt wie ein Allerheilsmittel, wie ein Bindemittel zwischen dem einen und der einen, dass eine gegenseitige Anziehungskraft bis hin zur Liebe entwickelt (auch wenn ich sogleich meine Zweifel bezüglich Treue von der Seite der wunderschönen Frauen bekundete und dies nicht glauben mochte)….

….so lautet also das idiotensichere Erfolgsrezept meines Bekannten….

….und ich sagte ihm ein jedes Mal, dass dieser für ihn so erfolgreiche Plan, denn wohl hundertausende kopieren, nichts für mich wäre….

….nein….

Sollte er ruhig seine 3.000 bis 4.000 Euro im Monat verdienen, während ich nur Hohn und Spott bekam….
….nein, dieser Weg sei nicht der meine….dafür seien schon zu viele böse Geschichten passiert…dafür hätte ich schon zu gut verstanden, wie alles ablief und wie alles funktionierte….

….alles funktionierte, lief wie geschmiert….
….nur ich funktionierte nicht mehr….und nichts mehr lief wie geschmiert….

März 27, 2010

….wenn ich an die Schweiz denke….

Wenn ich an die Schweiz denke, fallen mir immer die Worte „des letzten deutschen Konservativen“ ein….nein, nicht Otto von Bismarck, auch nicht Freddy Quinn und nein, James Last ist es auch nicht….der letzte deutsche Konservative heißt Wolfgang Schäuble und dieser wiederholte vor einiger Zeit sehr, sehr oft sein Mantra:

dass man das Verbrechen bzw. die Verbrecher präventiv bekämpfen müsse

….und auch wenn die Eidgenossen das Verbrechen als solches nicht als Verbrechen ansehen, so bleibt doch die Geldwäsche und die Steuerhinterziehung, all diese schmutzigen Geschäfte ihrer so niedlichen, nach Schweizer Käse stinkenden Privatbanken jenseits jedlicher Moral, jedlicher Ethik und jedlicher Menschlichkeit, ein Verbrechen….

….in sehr vielen Fällen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit….

….denn mit diesem Geld lebt die Diktatur, die Unterdrückung, die Repression, die Oligarchie, die Ausbeutung, die Korruption, das Verbrechen, die Arroganz, die Hinterhältigkeit….denn mit diesem Geld lebt der Unmensch….

März 27, 2010

….schöne neue Welt….

Ich habe vor einiger Zeit einen Zeitungsartikel gelesen, in welchem es um das Prekariat in den westlichen Großstädten ging….in welchem verwahrlostem Zustand sich diese riesige Ansammlung von Menschen befand; wie diese wohnten, wie diese von Tag zu Tag ihren Abstumpfungsgrad noch weiter verschärften, wie diese sich gegenseitig das Leben zur Hölle machten, usw. usf…..
In diesem Artikel kam in doch sehr deutlichen Worten zum Ausdruck, wie sich alle sozialen Schichten untereinander immer schärfer abgrenzten….die Oberklasse in ihrem rund um die Uhr streng bewachten Villen; die Mittelschicht in ihren kinderfreundlichen Vierteln und dort diese Ausländergruppe und dort jene; jede soziale Schicht, welche allergrößten Wert darauf legte, unter sich zu bleiben und mittendrin, zwischen all diese scharfen Abtrennungen, befand sich das großstädische Proletariat….(meistens in den Randbezirken der Städte vorzufinden)….es sind jene, welche nichts mehr zu verlieren haben, denn gar nicht mehr an welchem Spiel auch immer teilnehmen….

Am härtesten und gnadenlosesten wird diese Abgrenzung in der Unterschicht betrieben….wie auch nicht….jene Unterschichtkreise, welche noch einen Funken Wohlstand haben, bis hin zu jenen Unterschichtkreisen, welche nur noch eine Dose Bier haben….Lebensumstände, jenseits jedlicher Menschlichkeit….und zwischen all diesen Dosen Bier und Funken von kleinstem Wohlstand, wachsen hundertausende Kinder in eine Welt hinein, die wirklich sehr, sehr wenig schönes zu bieten hat….

Was in dem Artikel als besonders gravierend geschildert wurde, ist die Tatsache, dass selbst zwischen Geringverdienern bzw. Menschen, welche überhaupt einen Lohn beziehen, wie z.B. Busfahrern, Angestellte bei Spionageindustrie-Unternehmen, wie Lidl oder Aldi oder die Angestellten der Globalplayer auf dem expandierenden Gastronomiesektor, wie der Döner-Laden um die Ecke oder das Gasthaus „Hinter dem Wald“; Kellnerinnen, Hostessen, Müllabfuhr, Call-Center-Sklaven; usw. usf…..also Menschen, welche ein monatliches Gehalt zwischen 600 und 1200 Euro monatlich beziehen, also vielleicht sogar über mehr Eigenkapital verfügen, als die Bank, in welcher diese ihr Geld deponieren; also Menschen, welche ein minimal-menschlichen Substandarts entsprechendes Auskommen im spätkapitalistischen Zeitalter, durch die von ihnen geleistete Arbeit ermöglicht wird; dass diese Gruppe also der Gering- bis MittelgutVerdienden, sich bereits vom verwahrlosten Prekariat in den Großstädten, in schärfster Art und Weise abgrenzen; nicht nur nichts mit diesen zu tun haben wollen, denn dass diese Gruppe der Gering- bis MittelgutVerdienden bereits in einem anderen Universum anzusiedeln ist; dass diese Gruppe von Gering- bis Mittelverdienden sich bereits auf einer gänzlich anderen Ebene sieht, als das großstädtische Prekariat; dass da schon riesige Unterschiede in Wohnverhältnissen, Lebensverhältnissen, Freizeitverhalten, Freundeskreis, Möglichkeiten, Perspektiven, Weiterbildung, soziales Verhalten bestehen….

Es bleibt also festzuhalten, dass bereits bei den Geringverdienenden, jene, welche als Putzfrau, als Schwarzarbeiter, auf dem Bau, in der Gastronomie, in Freizeitparks, als Taxifahrer, arbeiten, ein riesiger Unterschied, zu dem verwahrlosten, langzeitsarbeitslosen, perspektivlosen Prekariat besteht (wobei bei diesem ja anmerken sollte, dass das Prekariat in den westlichen Großstädten unaufhörlich wächst, während die Gering- und MittelgutVerdiener immer weniger werden).

Ohne Arbeit ist man also ziemlich wertlos, nicht nur im „Werte“system, nicht nur in der Gesellschaft, denn überhaupt und generell, dass bemerkt der Einzelne/die Einzelne spätestens dann, wenn sie oder er keine mehr hat….denn was folgt, ist der unvermeidliche Absturz durch alle sozialen Klassen hindurch….bis man dann sehr hart beim verwahrlosten Prekariat aufschlägt….

Und ich muss schon sagen, ich finde dass super, welche Welt man sich da im Westen zusammengebastelt hat (nicht dass es im Rest der Welt besser wäre, gänzlich im Gegenteil)….ist es etwa nicht solchermaßen, dass heutzutage ein großer prozentueller Anteil der jungen Menschen bei ihrer Partnerwahl, das Auto, dass derjenige fährt, für wichtiger halten, als dessen Charakter, dass all diese jungen ehrgeizigen Menschen ihr Leben wie einen Business-Plan planen, mit 4 Jahren schon Vorstandssitzungen im Kindergarten delegieren….dass sich ein Großteil der Menschen mit der X-Box weiterbildet und dass sehr, sehr viele ihre Beziehungen per Mausklick beenden….einer Welt also, in der nur das Gebot des Erfolges, des Geldes und der alles vereinnahmenden und zerstörenden Oberfläche, zählen….dass die Pharmaindustrie für 5 % der Menschheit ihre Medikamente entwickelt; dass Life-Style Produkte wichtiger sind als Grundnahrungsmittel….dass alles getan wird, um die Unsolidarität zwischen den Menschen massiv zu fördern und keiner sich um den nächsten kümmert und wenn man dies sagt, gleich als Verrückter bezeichnet wird….
Das mehr Frauen mit Plastikbrüsten herumlaufen, als Hühner gackern; dass alles und alles und alles sich auf das Geld reduziert….

….das Übliche….ich weiß….

Vor einiger Zeit besuchte ich die Internetseite vom Stern-Magazin (www.stern.de)….las einige Artikel über dies und jenes….neue Spionagetechniken von Aldi….und gelangte dann zur Kultur….der deutschen Hochkultur…..erster Artikel….DSDS….die Schlampe und Bohlen….zweiter Artikel….Germany`s next Topmodel und Klum….dritter Artikel….Jürgen Drews oder einer seiner so erfolgreichen Konsorten….
….Bohlen, Klum und Drews….
….wirklich tolle Kultur hat mann und sie….

März 27, 2010

….nur so nebenbei angemerkt (II)….

….wegem dem obligatorischen „verrückt erklärt zu werden“….

Ich habe in meinem bisherigen Leben die gesammelten Werke von Freud, Jung und Adler mehrmals gelesen; habe Miller, Lorenz und Popper mehrmals gelesen; habe an die 300 bis 400 zusätzliche Bücher nur über das Thema Psychologie gelesen, von Kriminologie über Täterprofile über dutzende von wissenschaftlichen Abhandlungen; über wissenschaftliche Lexikas über Psychologie, Universitätsskripten, bis hin zu Büchern über Psychopharmakas und deren chemische Zusammensetzung….

Ich habe also über das Thema Psychologie mehr Bücher gelesen, als jene, die mich andauernd für verrückt erklären, wohl alle zusammen insgesamt Bücher gelesen haben….

Ich gebe zu, ich kann mich nicht an all dieses angelesen Wissen erinnern, aber trotzdem schlummert dieses in meinem Unterbewußtsein.

Ich werde also andauernd von Menschen, die kein bis ein paar Büchern gelesen haben; die sich im Thema Psychologie überhaupt nicht auskennen, für verrückt erklärt….

….also wenn hier irgendeiner eine Ferndiagnose über den geistigen, psychischen Zustand eines Nächsten abgeben kann, dann bin dass wohl ich und nicht irgendwelche vertrottelten Zeitgenossen/innen….

….aber wahrscheinlich ist es doch solchermaßen, dass wenn jemand so viele Bücher nur über das Thema Psychologie gelesen hat, dass solch einer, dann wahrscheinlich in den Augen all dieser Menschen, wohl verrückt sein muss….

März 27, 2010

….selektive Wahrnehmung….

Ich schalte den Fernseher kurz nach 20 Uhr ein und setze mich in einen Sessel; die Tagesschau im Ersten Deutschen Fernseher läuft und es geht, wie sollte es für den Exportweltmeister Deutschland anders sein, um die Wirtschaft….Exporte brechen ein, Opel kollabiert, die Bundeskanzlerin Merkel meldet sich zu Wort….usw. usf. ….nach 2-3 Berichten schalte ich auf den nächsten Sender um….dem zweiten österreichischen Staatsfernsehen.

Im ORF 2 läuft gerade meine Lieblingssendung….das Seitenblicke-Magazin (Posting: 15.01.2007)….durch das Bild irrt Alfons Mensdorff-Pouilly, frisch aus dem Gefängnis entlassen und schon in den Kreis der Erlauchten, Noblen und Superreichen zurückgekehrt….ausgiebig darf er sich über seine Gefängniserlebnisse äußern, während der „von und zu“ Karl Hohenlohe mit der Gabel ein Stücken Gourmet-Leckerbissen in seinen, ausnahmsweise mal nicht sprechenden, Mund, zu manövrieren versucht….es gelingt ihm schließlich auch….wohl der Höhepunkt des investigativen Journalismus beim ORF….diesem ORF gelingt es wiedereinmal mit Steuergeldern die wirklich wichtigen Persönlichkeiten des Landes ins gute Licht zu rücken….(fehlte eigentlich nur noch der Andreas Treichl und seine Frau um das Ganze in bekanntlich objektiver Weise abzurunden)….

Ich schalte weiter und ende beim provinziellen Sender, wo die Provinz-Tagesschau ausgestrahlt wird….die Umfahrungsstraße, die Schließung einer karitativen Einrichtung….wenn man jedliches Interesse am Leben verloren hat, denke ich mir, dann ist es wohl am Besten man schaut die provinzielle Tagesschau….länger als dreißig, vierzig Sekunden kann man dass beim besten Willen nicht mitverfolgen….und nur so nebenbei….eine Bekannte hat mir vor kurzem bezüglich provinzieller Tagesschau gesagt, dass sie es in 30 Jahren noch nie erlebt hätte, dass irgendein Verantwortlicher in der Provinz für was auch immer, in dieser provinziellen Tagesschau kritisiert worden wäre….im Mittelalter war es wohl nicht viel anders….damit ist dieser Bekannten immerhin schon etwas aufgefallen (das Kritiklose), was anscheinend die allermeisten Provinzbewohner noch nie bemerkt haben und nie bemerken werden….

Ich mache etwas, was ich so gut wie nie mache….ich schalte von digitalen Empfang auf analogen Empfang um….

Erster Sender ist das erste italienische Staatsfernsehen, RAI 1; auch dort läuft die italienische Form der Tagesschau und in dem Moment wo ich auf diese Tagesschau umschalte, ist im Bild ein stehender Mann zu erkennen, welcher, seine Augen mit einer supercoolen Sonnenbrille verdeckend, in das Mikrofon eines Reporters spricht….es geht um das Erdbeben in L´Aquila und es handelt sich bei dem Mann wohl um einen Bauunternehmer….also einen, welchen man mit guten Recht als einen bezeichnen kann, der auf „Kosten der Anderen“ reich geworden ist….und es kommt schon zu der letzten Frage des Reporters, welcher den Mann fragt, ob dieser angesichts der vielen Toten/den Folgen des Erdbebens Probleme mit seinem Gewissen hätte und der Mann blickt mit seiner Sonnenbrille in die Kamera und antwortet….nein, überhaupt nicht….eine dreiste, unverschämte Chuzpe, wie man eine solche in dieser Ausprägung, beinahe schon jahrelang suchen muss, um eine zumindest ähnlich degenerierte Aussage zu finden….unverfroren, kalt, abgeklärt….eine aalglatte Überheblichkeit, die für mich, der die Aussage mitverfolgte, eigentlich nur bedeutete….kommt nur, wer kritisiert, bekommt es mit uns zu tun….wir haben das Geld, also die Macht….die armen Menschen….welche armen Menschen?

Im nächsten Augenblick endete das Interview und das Bild wechselte zu einem Reporter, welcher vor einigen Zelten live zu dem Fernsehpublikum sprach….es war Nacht und schlechtes Wetter….und dieser Reporter verzog einen Bruchteil von einer Sekunde sein Gesicht und ein, zwei Sekunden später begann er zu sprechen, holte ihn die Routine des abgebrühten Reporters zurück zur Normalität und berichtete dieser dann über einen anderen Aspekt des Erdbebens….und doch konnte man in diesem Bruchteil einer Sekunde nach Ende des Berichts (welches am Tage bei schönem Wetter aufgenommen wurde) erkennen, als der Reporter sein Gesicht verzog, was der Reporter selbst von dieser Aussage hielt….es war eine Stellungsnahme, welche genau dass hervorstrich, was Menschen wie diesen Bauunternehmer, auszeichnet….
….es war wirklich „capitalism at its best“….

Ich schaltete den Fernseher drei, vier Sekunden später aus.

März 27, 2010

Etwa eine Woche nach dem tragischem Erdbeben in L´Aquila entdeckten einige Radioreporter in einem Viertel, in welchem beinahe jedes Haus eingestürzt war, ein einziges Haus, welches den Erdstößen widerstanden hatte und ohne sichtbare äußere Schäden zwischen all den eingestürzten und zerstören Häusern stand….die Radioreporter machten sich anschließend auf die Suche nach dem Besitzer jenes Hauses und fanden ihn schließlich, da auch dieser sein Haus, da das gesamte Gebiet vom Zivilschutz gesperrt wurde, verlassen musste und fragten diesen, wie es sein könnte, dass alle Häuser in dieser Siedlung eingestürzt seien, mit der Ausnahme seines Hauses….wie ist so etwas überhaupt möglich….der Hausbesitzer antwortete, dass er sich bei der Errichtung seines Hauses nur an die geltenden, gesetzlich vorgeschriebenen Bauvorschriften gehalten habe und ansonsten nichts….

März 27, 2010

…ein abenteuerlicher Gedanke (II)….

Das neoliberale Wirtschaftsmodell und die wirtschaftliche Globalisierung haben die Welt in den vergangenen 30 Jahren grundlegend verändert; Spielregeln, welche vorher für alle galten, wurden außer Kraft gesetzt bzw. haben an Bedeutung verloren; neue, riesige Vermögenswerte sind entstanden und so wurde aus einer unipolaren Welt eine multipolare Welt; in welcher das feudalistische Gehabe der Reichen, Mächtigen und Schönen durchgehend absurde Ausmaße angenommen hatte und tut.

Zumindest die Versprechungen, welche sich wie immer samt und sonders als Lügen herausgestellt haben; blieben die Gleichen; Wohlstand für alle, gerechte Umverteilung (wohl von den Linken zu den Linken); ein gerechtes Gesellschaftsmodell und die Bekämpfung der Armut, der Korruption und der Gleichgültigkeit….wobei dem letzteren anzumerken ist, dass es zumindest einige versucht hatten und tun und dann gescheitert sind bzw. scheitern werden…..vor allem dann wohl an den Armen selbst….dem Menschen an sich….

Viele Wörter, keine Taten und gänzlich im Gegensatz zu diesen leeren Parolen wurde der Druck, welcher von der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft auf den Einzelnen (zumal dieser nicht zu den Reichen gehört/e) ausgeübt wird, erhöht….unter den begeisterten Jubelrufen der debilen Masse!

Dem neoliberalen Wirtschaftsmodell, deren Vertreter mit der politischen Klasse ja Katz und Maus spielen (wobei die Vertreter der politischen Klasse anscheinend recht gerne die Rolle der Maus übernehmen), ist es in den zurückliegenden 20 Jahren gelungen, aus breit aufgestellten Industriezweigen; aus einem durch seine Vielfalt sich auszeichnenden wirtschaftlichen Kosmos, eine effiziente, auf den kurzfristigen Profit ausgerichtete, kalte Wüste zu erschaffen.

In einem immer gnadenloser werdenden Wettbewerb überlebten nur jene Unternehmen, welche in ihrem vierteljährlichen Geschäftsbericht tiefschwarze Gewinnzahlen vorweisen konnten; welche den Shareholders (nicht Menschen, denn Banken und mehr als suspekte Finanzunternehmen) einen Geldregen schenkten; somit wurde alles dem kurzfristigen maximalisierten erwirtschaften Gewinn geopfert; als erstes jede Form von irgendeiner, nicht auf BlaBlaBla zu reduzierenden, unternehmerischen Ethik bzw. sozialem Verantwortungsgefühl…..

….der Rest wurde auf Kredit gekauft….

Von 100 Autobauern blieben 20 übrig; von 200 Maschinenherstellern blieben 40 übrig; von 300 Schuhfabriken eine (jene in China) und auch die Piranhas (die Banken) selbst, frassen sich gegenseitig auf; immer verbunden mit einem massiven Stellenabbau (die Entlassenen, die dann alle fit für die moderne Dienstleistungsgesellschaft gemacht wurden und werden; also zu devoten Dienern der Reichen, Mächtigen und Schönen); eine Marktbereinigung; einer Multiplizierung des Faktor Geld; welches als einziger Wert anscheinend im menschlichen Denken und Handeln übrig bleibt; welches über allem Menschlichen anzusiedeln ist und dazu natürlich die Presse, welche über all dies wahre Jubelshymnen verfasst hatte.

Dafür bekam das Volk dann 10 neue Fernsehkanäle mit einem dämlicheren Infantilisierungsprogramm im einen zum noch dämlicheren Infantilisierungsprogramm im nächsten Kanal…..dazu noch 10 neue Badeshampoos in der Supermarktkette, welche ihre Angestellten 3,4 Euro pro Tag bezahlt und dass alles nur damit das Volk auch restlos glücklich bei all diesen doch eher schwindelerregenden Entwicklungen bleibt.
….die debile Masse jubelt….

All jene Unternehmen, welche in diesem beinahe grotesk anmutendem sogenannten Wettbewerb nicht mithalten konnten, wurden von Konkurrenzunternehmen aufgekauft bzw. übernommen bzw. einverleibt bzw. geschluckt und andere schwächelnde Unternehmen wiederum fusionierten mit der Konkurrenz und durch die dabei dicker und dicker werdenden Portafoglio`s der Investmentbanker konnte der arme, zurückgebliebene Rest der Menschheit (also mindestens 80%) den Gürtel enger schnallen.

So wurde aus einem vielfältigen, die Welt durchaus sehr bereicherndem wirtschaftlichen Kosmos ein monolithischer Block; in welchem allein der Gedanke des Profit noch zählt und das Gerede von sozialer Verantwortung bei den Wirtschaftsführern nur noch leises Gelächter bzw. Spott auslöste.

Der Finanzkapitalismus mit seinen Milliardenakrobaten hatten das Heft der Handlung in die Hand genommen und diktierten dem Rest der Welt wo es lang geht….in eine kalte Moderne….

Widerstand dagegen war und ist zwecklos; auch deshalb da die debile Masse sich aufgrund ihrer Bequemlichkeit, Dummheit und Ignoranz, aufgrund des ihnen dargebotenen Materialismus und des gewissenlosen Konsums beinahe vollzählig auf die Seite der Unterdrücker und Ausbeuter gereiht hat….das Unwissen schützt nunmal am Besten vor Komplizenschaft….

Ziel dieser Fusionen, feindlichen Übernahmen, Aufkäufe, Verkäufe, marktbereinigender Aktionen, Bankrotte, war primär die Gewinn- und Umsatzsteigerung; der Profit und der diese begleitenden milliardenschweren Bonusauschüttungen für die Managerklasse (denn am meisten profitierten die Manager der Konzerne und die Investmentbanker, welche die Deals eingefädelt hatten von dieser Fusionierungswelle des vergangenen Jahrzehnts) und sekundär um Synergien zu schaffen, herzustellen und was auch immer; Synergien; dieses Zauberwort des Großkapitals, um das jeweilige Unternehmen fit für die unternehmerischen Herausforderungen des 21 Jht. zu machen….Kapitalerhöhungen, Aquisition und Akkumulation und sich rechtzeitig auf den beiden großen Wachstumsmärkten China und Indien breit und noch profitabler zu machen.

Herausgekommen sind dabei unter anderem auch durchaus als kriminell zu bezeichnende kriminelle Kartelle, welche in aller vorstellbaren Legalität operieren können; so verfügen Privatbanken über mehr Macht als Staaten (ohne dass das die Staaten überhaupt bemerken, den diese sind nämlich unterwandert)….haben einen privaten Staatsbetrieb aufgezogen, beziehungsweise haben die staatlichen Geheimdienste, welcher diesen zuarbeitet; Kontakte in alle relevanten und irrelevanten Kreise, dazu noch all diese privaten Dienstleister, welche vom Tod über Nutten, bis hin zu Kampagnen alles in ihrem Angebot feilbieten…..es entstanden somit kriminelle Kartelle, deren Grenzen nur dort enden, wo das noch mächtigere, noch kriminellere Kartell beginnt….
Diese kriminellen Kartelle machen zwar nur einen Teil der Wirtschaft aus, sind aber nichtdestotrotz eine stete Bedrohung für jede Demokratie.

Nun ist nach einer 20 Jahre andauernden Marktbereinigung der Punkt erreicht wordne, wo der Markt sich selbst bereinigt hat….nämlich von sich Selbst….es kam zu einer Finanzkrise, deren erster Ausläufer eine Weltwirtschaftskrise auslöste….vorausgegangen waren dieser etwa die Spekulation um den Erdölpreis, welche so wirkten, als wolle die Weltwirtschaft nunmehr absichtlich Harakiri begehen….doch zurück zur Weltwirtschaftskrise….plötzlich wächst der „freie“ Markt nicht mehr; denn schrumpft; Entlassungswellen rollen über die Bevölkerung und verschütten als allererstes die Mittelklasse; noch härter wird der Wettbewerb und die Börsen tanzen Tango; auf und ab und auf und ab und sehr, sehr wenig hat sich seit Beginn der Krise an den Geschäftsgebaren; am alltgäglichen Wirtschaftsleben geändert…..außer vielleicht, dass die HedgeFonds, welche selbst in der Krise noch Milliardengewinne lukrieren, noch verschwiegener und diskreter zu Werke gehen….

Die Beteuerungen der politischen Klasse, deren Hilfspakete und chirurgischen Eingriffe in das Weltwirtschaftssystem kann man mit einem Wort umschreiben….Hilflosigkeit….

Die große Erkenntnis aus der wirtschaftlichen Globalisierung hingegen, ist nicht dass der Markt „frei“ ist oder dass die Menschenrechte kein Geld, also irrelevant sind; denn eine, Teilen der politischen wie wirtschaftlichen Elite seit sehr lange bekannte Erkenntnis; dass die Rohstoffe nicht nur weniger, schwerer verfügbar; denn zur Neige gehen und zwar innerhalb der nächsten 3-4 Generationen….der Treibstoff der Welt namens Erdöl geht und auch wenn man noch 100 neue, riesige Förderfelder finden sollte, zur Neige….einem Erdöl, welches nach wie vor die Basis, die unverzichtbare Grundlage der industriellen Volkswirtschaften darstellt.

Es hat nun ein Wettrennen eingesetzt, welche Volkswirtschaften sich diese verbliebenen Rohstoffe, also ihre Energieversorgung mit Gas und Öl so lange wie möglich sichern können….das Konsumentenherz im Wunderland des Materialismus schlägt schon einige Takte schwächer….

Man kann diesen Wettlauf um die verbliebenen Rohstoffreserven auch die Cheney-Doktrin nennen, denn rücksichtsloser, offensichtlicher und mit Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden Mittel, als die USA geht kaum ein Land in diesem Wettrennen vor (auch wenn Russland, China, Japan, Deutschland und Indien aufholen und mittlerweile nicht viel anders vorgehen); dieses Vorgehen dient ja zweifelsohne dem Wohl des Volkes, des eigenen Volkes….was der Rest der Menschheit treibt….ob dort das Licht ausgeht…who cares?….denn ohne eine „langfristige“ Absicherung der Energieversorgung, ist das Leben im Überfluß, dem Luxus und der Verschwendung, also dem einzigen was in dieser materialistisch orientierten; auf Konsum aufgebauten Welt zu zählen scheint, vorbei….aber selbst diese, die Reichen, also die einzigen, welche auf dieser Welt zu zählen scheinen, beginnen ihr Leben auf Kosten der Anderen, dem Rest sehr, sehr langsam zu reduzieren; beginnen zu sparen….ein unübersehbares Anzeichen, dass es bald ernst wird….nicht für die Reichen, aber für den Rest dann um so mehr.

Aber zurück zu der Finanz- bzw. Wirtschaftskrise und dem was ich eigentlich schreiben wollte….in dieser Krise wurden nun auch jene Branchen hart getroffen, welche keine unmittelbare Notwendigkeit darstellen; denn wie ich erkennen musste; ist nur das Spotten, das Ficken und das Fressen für die Menschen zum Überleben unmittelbar notwendig….es handelt sich bei diesen Branchen um die Kunst; das Zeitungswesen und dem Buchhandel; wobei man bei den beiden zuletzt genannten anmerken muss, dass diese sich schon seit längerer Zeit in einer Krise befinden.

Zum einen die Kunst, welche sich ja mittlerweile zu einem Spielzeug der Reichen und Mächtigen zum Teil reduziert hat; deren Aufgabe heutzutage ja darin zu bestehen scheint; zu unterhalten, abzulenken; das Wohlgefallen der Reichen zu erregen; anschmiegsam und unpolitisch der jeweiligen Elite Honig um den Mund zu schmieren….
Da nun die Reichen auch zu sparen begonnen haben; fällt all diesen Künstlern nun ihr Daseinsgrund davon.

Zum anderen das Zeitungswesen….es wird ja immer weniger Zeitung gelesen und wenn dann Zeitungen wie die Krone, wie die Bild, wie die Novella 2000; somit werden die Anzeigenkunden; die Werbeinserate weniger und diese billiger….

Ich nehme nun eine Branche, nämlich den Buchhandel, heran, um zu zeigen, wie das neoliberale Wirtschaftsmodell funktioniert und wie dieses in der Krise noch gestärkt wird….um damit zu zeigen (und dass ist mein abenteuerlicher Gedanke), dass die wirtschaftliche Krise nicht nur, aber doch zu einem kleinen Teil, nur Mittel zum Zweck ist.

Der Buchhandel ist, auch wenn es die debile Masse kaum glauben wird, ein Business, welches Umsatzzahlen, Absatzzahlen; Profite und Verluste produziert; eine Branche, ein Business, welches in einer tiefen Krise feststeckt….und wie immer sind der oder die oder das Schuldige am Schnellsten gefunden….in diesem Fall das Internet, die Buchpreisbindung; eine oberflächige, inhaltsleere Alltagskultur; die Online-Buchhändler usw. usf…..

Der deutsche Buchhandel z.B. setzte im Geschäftsjahr 2007 10 Milliarden Euro um; Peanuts würde der eine Banker wohl dazu sagen und der andere Banker ihm unter dem Jubel der debilen Masse beipflichten; dass man solch eine Branche sofort liquidieren müsste; es ist das Geschäftsergebnis einer Branche, welche inmitten einer radikalen Neupositionierung auf dem Markt steht.

Seit längerem kann man in Deutschland die Entwicklung beobachten, dass die einzelnen Buchhändler (Geschäfte, welche seit einer Ewigkeit in ihrer kleinen Nische dahinwirtschaften) weniger werden; dass das Geschäft mit dem Buch unrentabel wurde; dass in einer Alltagskultur der Videospiele, der Konsolen, des Computers, einer an Dummheit kaum zu überbietenden Alltagskultur; eines der größten Kulturgüter der Menschheit, nämlich das Buch, erst seinen Platz noch finden muss.

Das Lesen von Büchern war ja schon immer ein verdächtiger Zeitvertreib; nichtdestotrotz gab und gibt es sehr viele Menschen, welche in ihrer Freizeit ein gutes Buch lesen möchten und sich nicht nur mit Ficken, Spotten und Fressen zu beschäftigen scheinen.
Diese Liebhaber der Bücher wurden von ihren Mitmenschen, also der Mehrheit, schon immer schief angeblickt, vorverurteilt, in eine Ecke gestellt; gerade so, als ob diese von einer sehr seltenen Krankheit namens Wissensdurst befallen worden seien und nun nur durch Verachtung durch die debile Masse, geheilt werden könnten.

Der einzelne Buchhändler gehört also einer aussterbenden Art an; die einzelnen Buchläden werden weniger und deren Platz nehmen nun Buchhandelsketten wie Thalia, DBH und Libro ein; Handelsketten, welche über eine Unzahl von Standorten in bester Lage und das nötige Kapital im Hintergrund besitzen.

Bei diesen Handelsketten steht nun nicht die Liebe zum Buch im Zentrum ihrer Tätigkeit, denn die Liebe zum Profit (die bei den allermeisten Menschen wohl einzig vorhandene Form von Liebe); es geht also nicht mehr darum den Menschen gute Literatur nahezubringen, denn darum mit den Menschen ein gutes Geschäft zu machen; also gute Geschäftsbilanzen dem Managment der Handelsketten vorzuweisen….

Mann kann nun seit längerer Zeit beobachten, wie der deutsche Buchhandel; also diese Handelsketten in enger Zusammenarbeit mit bestimmten Verlagen und der deutschen Presse (welche anscheinend eine bestimmte Affinität zu bestimmten Verlagen zu haben scheint) bestimmte Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt zu deren Erfolg pushen (danach war natürlich alles anders, alles ganz überraschend und unerwartet….bullshit)….mit Erfolg….wenn Dj Ötzi mit seinem „Ein Stern der deinen Namen trägt“ (1 Million mal verkauft) die Position Nr. 1 in den Musikcharts belegt; ist es doch nur logisch, dass die Position Nr. 1 in den Büchercharts eine Charlotte Roche mit ihrem „Buch“ „Feuchtgebiete“ belegt….einem „Buch“, welches sich bisher 1,3 Millionen mal im deutschsprachigen Raum verkauft hat….und so wie man DJ Ötzi`s Krächzen schwerlich als Musik bezeichnen kann; so kann man auch Roche`s Feuchtgebiete schwerlich als Literatur bezeichnen….es handelt sich also bei Roche`s „Feuchtgebiete“ um kein Buch, denn um ein Marketingprodukt….einem Marketingprodukt, welches seinen Erfolg nicht seinem Inhalt (wenn man denn von einem Inhalt überhaupt sprechen kann), denn einer raffiniert inszenierten Werbekampagne zwischen Verlag, Presse und den Buchhandelsketten verdankt….es geht also nicht um Literatur, nicht einmal im entfernsten; denn um Verkaufszahlen….Sex and the City im Buchformat….und eine lange Reihe von Nachahmungstätern/innen bzw. auf ähnlichem Niveau produzierenden „Buchproduktherstellern“ sind schon dabei die Bestsellerlisten mit ihren „BuchProdukten“ zu blockieren oder blockieren diese bereits….Kuttner, Sveland, Bushido, Kehlmann, Precht….alles leichtverdauliche Kost; welche mit Literatur dann eher weniger zu tun hat….oberflächiges, zeitgeistiges, substanzloses, unpolitisches, inhaltsleeres Einerlei, welches mit all diesen Erfolgsingridenzien natürlich reißenden Absatz findet….das Niveau der Fernsehsendungen wie DSDS; das Niveau der „Musik“ eines DJ Ötzi wurde somit auch auf den Büchermarkt ausgedehnt um somit das Intelligenzniveau aller auf….ja auf welches Niveau denn hinunterzudrücken….

Es werden also von diesen Buchhandelsketten bestimmte Produkte, welche zweifelsohne den Massengeschmack bzw. den Zeitgeist, treffen, massiv beworben und dann auch massiv verkauft….der Buchhandel verkommt somit zu einem effizienten, gewinnorientierten, kalten Business, welches seine Aufgabe nicht darin sieht, gute Literatur zu verkaufen, denn Buchprodukte zu verkaufen….und somit ist dies für alle….den „BuchProduktHerstellern“, den Verlagen, der Presse und nicht zuletzt den Buchhandelsketten ein einträgliches Geschäft….

Daran wäre ja grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn es nicht so wäre, dass aufgrund dieser riesigen Verkaufserfolge von so nahmhaften „Autoren“ wie Roche und Kuttner, die eigentliche Literatur untergehen würde….dass man zehn Regale mit Büchern von Roche, Kuttner und Bushido vorfindet und im versteckten Eck dann, z.B. die gesamte gegenwärtige US-Literatur mit Updike, Roth, Mailer, Bellow, Wallace, McCarthy usw. usf., welche vielleicht dann doch etwas mehr und interessanteres zum Leben beitragen können, vielleicht etwas tiefgründiger sind, als die Erkenntnis, mit wem die Romanheldin am Wochende gevögelt hat und mit wem nicht….

Und somit möchte ich auf das neoliberale Wirtschaftsmodell zurückkommen und wie dieses, in diesem Falle dem Buchhandel, auf das alltägliche Leben der Menschen einwirkt….zuerst sterben aufgrund der Effizienz, des kalten Profitdenkens die liebenswerten, gut geführten, reich ausgestatten, kleinen Buchläden und werden von den Buchhandelsketten ersetzt und dann als zweiter Schritt werden in diesen großen Buchhandelsketten genau jene Produkte verkauft, die gekauft werden sollen….niveauloses Einerlei….

Es verkommt also der Buchhandel zu einem kalten Business, in dem nicht die Liebe zum Buch, denn die Liebe zum Profit im Vordergrund steht und man kann dieses Beispiel des Buchhandels auf viele andere Branchen und Sparten ausdehnen….

Und mir ist schon klar, dass die Komplexität dieses Verschwinden (aus der Alltagskultur) der einzelnen Buchhandlungen etwas komplexer ist, als dieses auf das neoliberale Wirtschaftsmodell zu reduzieren, aber trotzdem gilt es festzuhalten, dass gerade dieses um sich greifende neoliberale Wirtschaftsmodell einen Teil der Schuld daran trägt, dass diese kleinen Buchhandlungen, dass die kleinen Handwerksbetriebe, dass dieses und jenes Geschäft, welche die Kunden im Laufe der Zeit lieb gewonnen haben; dass jener Betrieb und jener Betrieb schließen muss, da alles von der Globalisierung und dem neoliberalen Wirtschaftsmodell überrollt wird, welche rein auf Profit, Gewinnmaximierung und Expansionswahn ausgerichtet sind….

….der Mittel zum Zweck….

Da man in der Krise erkennen konnte, dass alles was nicht der unmittelbaren Notwendigkeit unterliegt gekürzt, entlassen und geschlossen wurde; also der Rotstift zuallererst bei den Zeitungen angesetzt wurde (z.B. konnte sich die New York Times nur knapp vor dem Bankrott retten oder die Geschichte mit der Berliner Zeitung); nicht der Bild, der Krone oder Novella 2000; denn bei Qualitätszeitungen, welche nicht nur über die neuen Plastikbrüste des neuen Teenie-Stars berichten….und dann bei den Künstlern, der Künstlerförderungen, usw. usf…..und schließlich die Krise mit voller Härte den Buchhandel, welcher wie bereits gesagt, schon vorher in der Krise sich befand (ähnlich wie das Zeitungsbusiness), könnte (und ich nehme diese jetzt einmal vor) man die Schlußfolgerung ziehen, dass die Krise zum Teil auch als Mittel zum Zweck dient, die Meinungen zu vereinheitlichen; das breite Spektrum der Medien, der Kunst und des Buches einzugrenzen; um in Krisenzeiten den Menschen zuallerst die intellektuelle Schärfe zu nehmen; das Recht, sich eine umfassende, von der „Regierungseite“, dem Mainstream abweichende Meinung zu bilden….denn Fox-News hat keine Bilanzprobleme….eine unabhängige überregionale Zeitung wie die New York Times, welche eine ausgewogene Berichtserstattung zumindest versucht zu machen, hingegen schon….

Wird also in dieser Krise an der Pluralität der Demokratie herumgeschraubt und die Nieten um die Gedanken enger gezogen….wird nicht zuallerst dort gespart, wo Kritik und alternative Meinungen entstehen….wird nicht den Journalisten schon seit Jahren ihr Handwerk immer mehr verkompliziert, eingegrenzt und diese dann auch noch gegängelt….und dient die Krise also nicht letzten Endes auch dazu, dass sich die Medienoligarchie durchsetzt….also nur genehmes, schönes, erheiterndes und positives berichtet wird….genau dass also, was die debile Masse wünscht….

Es ist dies eine Interpretaionsmöglichkeit, welche vielerlei Bestätigungspunkte in der Realität findet, nichtdestotrotz gibt es noch viele freie Medien, welche frei und unabhängig berichten….aber zurück zum Buchhandel….

Ist diese Tendenz des neoliberalen Wirtschaftsmodell, also den Buchhandel auf große Buchhandelsketten zu konzentrieren, nicht auch ein Versuch, eine bestimmte „Literatur“ unter das Volk zu bringen….eine gelenkte „Literatur“…..eine „Literatur“, welche den Neoliberalismus nicht kritisiert, denn feiert, für all diese Freiheiten, welche er den reichen Menschen schenkt und den Armen….welche Armen…..im Neoliberalismus gibt es keine Armen; so wie es im Krieg keine Toten mehr gibt….zumindest keine Berichterstattung darüber….

….und so wird die Welt immer glatter, schöner, oberflächiger und niemand hat ein Problem damit, nur jene, die ein Problem damit haben, die sind ein Problem und mit Sicherheit verrückt und krank….1984….

(zum Thema passt auch das Posting vom über dem Literaturbetrieb….)

März 27, 2010

….aus Absurdistan….

Die Tormänner der deutschen Fußballnationalmannschaft haben sich im Laufe der Zeit, zumindest auf dem Platz, den Ruf erworben, nicht gänzlich parteiisch zu sein….Toni Schuhmachers Foul im WM-Spiel 1982 an dem Franzosen Patrick Battiston, welches das Bild des „hässlichen Deutschen“ in Frankreich auf Jahre hinaus geprägt hatte….Oliver Kahn….seine verbalen und tätlichen Angriffe, vor allem auf die eigenen Spieler….nun ja, der Erfolg kommt wohl von innen und welcher in seiner Spielweise mehr an einen deutschen Panzer, denn einem Fußballkünstler erinnerte und dann natürlich Jens Lehmann….nachdem dieser jahrelang nur die Nummer 2 im deutschen Tor war, gelang es ihm schlußendlich dann doch die Stammrolle in der Startelf, dem Oliver Kahn abzujagen und das deutsche Tor sauber von feindlichen Einschüssen zu halten….

In letzter Zeit fiel dieser Jens Lehmann (welcher sich übrigens jeden Tag von seinem Wohnsitz am Starnberger See auf das Trainingsgelände nach Stuttgart mit einem Helikopter fliegen lässt und somit auch seinen Teil zum Umweltschutz beiträgt, aber dass nur so nebenbei aus der Welt der Reichen und Mächtigen) vor allem durch seine Eskapaden, weniger durch seine Leistung; auf: Stirnbänder zurechtrücken; feindliche Fußballschuhe vom Platz entfernen, eigene Mitspieler „motivieren“ und so erinnert sein Verhalten immer mehr, an jenem vom Oliver Kahn, welcher auch im Laufe der Zeit mit seinem gottesähnlichem Status beim „FC Bayern München“ und der deutschen Nationalmannschaft die Rolle des Chefs auf dem Platz mit seinen verbalen und tätlichen Entgleisungen unterstrich….

Aber all diese sportlichen wie unsportlichen Aktivitäten sind gar nichts, gegen jene Aussage, welche Jens Lehmann vor einiger Zeit tätigte, in welchem er seine Gedanken zum letztjährigen EM-Finale mit der deutschen Öffentlichkeit, also der Bild-Zeitung, teilte….“Je mehr in an das Endspiel denke, um so wütender werde ich“…..und mit ihm wohl ein Großteil der Fans der deutschen Nationalmannschaft….Jens Lehmann unterstellte dem Unparteiischen Parteilichkeit und sagte damit indirekt, dass eigentlich die Deutschen und nicht die Spanier die Fußball-EM gewinnen hätten sollen….
….wäre da nur nicht dieser Schiedsrichter gewesen….

….nur mal so nebenbei….
Das EM-Finale bestritten also die Nationalmannschaften Spaniens und Deutschland und Spanien dominierte das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute, hatte einige Torchancen, schoßen ein Tor und waren den Deutschen nicht nur spielerisch überlegen….denn restlos überlegen….den einzigen wirklichen Druck, welchen die deutsche Nationalmannschaft im Laufe des Spiels aufbauen konnten, war jener gegen den Schiedsrichter in der 2.Hälfte des Spiels….andauernde Interventionen der deutschen Spieler….Hinweise auf Fouls Spaniens, Hinweise auf die Ungerechtigkeit auf dieser Welt, Hinweise auf die Unebenheit des Spielbodens,…. so als ob die Deutschen nicht einige Fouls begangen hätten, von welchen ein jedes gelbwürdig gewesen wäre; so als ob der Fußball aufgrund der Unebenheit des Spielfelds immer in Richtung des deutschen Tor rollte….also, da die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz keine Chance gegen die gut, routiniert und abgeklärt spielenden Spanier hatten, da die deutsche Nationalmannschaft keinen, aber auch wirklich keinen Druck, keine Torchancen, keine gelungen Kombinationen zustande brachten; konzentrierte sich die deutsche Nationalmannschaft dann darauf, den Druck auf den Schiedsrichter immer weiter zu erhöhen; eine Elfmeter zu erpressen, einen Freistoß zu erpressen, eine rote Karte zu erpressen und in größter Abgeklärtheit nahm der spanische Coach jenen spanischen Nationalspieler aus dem Spiel, auf welchem es die deutschen Panzer besonders abgesehen hatten….danach konnte man bei den deutschen Nationalmannschaftsspielern einige Minuten recht ratlose Gesichter erkennen….was nun….das Spiel verloren, wo die Deutschen doch gewinnen mussten…..und so strandeten die deutschen Panzer an der spanischen Costa del Sol und konnten nur noch nach dem Schlußpfiff mit dem verbalen Schlagabtausch zwischem dem deutschen Teammanager O.B. und dem deutschen Nationalmannschaftsspieler Michael Ballack, so etwas wie Druck auf die eigene Leistung abbauen…..

Die Enttäuschung muss für Jens Lehmann riesengroß gewesen sein….bei der WM im Halbfinale gegen Italien in der vorletzten Minute ein Tor kassieren; bei der EM im Finale gegen die Spanier zu verlieren….dass sind Karriereknickpunkte, welche als Möglichkeiten nur einmal am Horizont eines Profisportlers aufscheinen, aber dann doch nicht dem Schiedsrichter nach solche einem Spiel, wie jenem gegen die Spanier, die Schuld zuschieben….die Spanier waren im EM-Finale in allen Belangen überlegen und haben verdient und zu Recht den EM-Titel gewonnen….die Deutschen hatten ja im gesamten Spiel keine richtige Torchance, waren chancenlos gegen diese abgeklärten und routiniert spielenden Spanier….

….von meinem Standpunkt, war die Aussage von Jens Lehmann zum EM-Finale, die vielleicht absurdeste Aussage des vergangenen Jahres….

März 27, 2010

Die Achse des Bösen (zu überarbeiten)

Iran, Irak, Nord-Korea (2002)

Meine Achse des Bösen (2008/09)

Die Schweiz (I)

Schweiz, Uruguay,….

So wie die schweizerischen Eidgenossen, so haben auch die Uruguayner das Zauberwort der modernen Welt gehört und dieses dann in aller Skrupellosigkeit, Gewissenlosigkeit und Morallosigkeit für ihr eigenes Land umgesetzt….dieses Zauberwort vereint die Kriminellen, die Banker, die Reichen und die Mächtigen auf aller Welt und an bestimmten Orten, solchen wie der Schweiz, wie den Jersey-Kanalinseln und auch Uruguay findet man dann all diese aufgezählten Gruppen/Menschen wieder, wie diese ihr zweifelsohne, vor allem durch kriminelle Energie erbeutetes Geld in Sicherheit bringen und dabei auf jede erdenkliche Weise von dem betreffenden Staat dabei unterstützt werden….egal ob auf diesem Geld noch Spuren von Blut, Gedärme, Kokain, Schußwunden, Sklavenhandel kleben….egal, aus welchen noch so obskuren Quellen, aus welcher noch so dunklen, vom Staat stillschweigend (also zum Mittäter werdend) geduldeten Quelle stammt….was zählt ist der Mammon….wieviele Menschen dafür verhungern, verkauft, ermordet wurden….dass hat noch immer am allerwenigsten gezählt….wer das Business stört, der wird ermordet….wer das Business stört, der wird ruiniert….somit haben all diese so ehrenswerten Männer und nicht zu vergessen Frauen, sehr, sehr wenig Feinde und können sich auch sicher sein, den mehr als kriminell, den rechtsstaatlich agierenden jeweiligen Staat dabei hinter sich zu wissen….man weiß ja bekanntlich….der Mehrnutzen….
Alles ist also legal und so nimmt die Welt ihren bekanntlich etwas schrecklichen Lauf und alles dreht sich nicht mehr um die Sonne, denn um das Geld und so wird sich nie etwas ändern, warum auch….die Reichen sind ja glücklich….also wer sollte denn ein Problem damit haben….
….aber ich verliere den Faden….

Also das Zauberwort der modernen Welt; das Zauberwort, dass alle Reichen, Mächtigen und Kriminellen (vielleicht einmal abgesehen von den mexikanischen Kartellen und nur soviel dazu….wenn man jede Woche 50 Polizisten ermordet, dann wird sich dass langfristig sehr negativ auf das Business (also dem einzigen was zählt) auswirken) als allererstes befolgen und von der Weltgemeinschaft bis auf die Zähne bewaffnet, verteidigt wird, ist die Diskretion.
Kein Geschäftsmann und sei er noch so kriminell, möchte dass seine Geschäfte, seine Geldbewegungen, seine Quellen, seine Rendite, Ziele und Prognosen; sein Vermögensstand, seine Aktivitäten das Licht der Öffentlichkeit bzw. im schlimmsten Fall die Aufmerksamkeit der Medien, der Finanzbehörden erreicht….es ist wohl unter den schlimmsten Alpträumen eines jeden Reichen einzuschätzen, dass seine Aktivitäten, seine Geschäfte unter die Lupe irgendeiner Behörde, irgendeiner Zeitung geraten und bevor ein Artikel erscheint, ist die Zeitung aufgekauft und bevor eine Behörde zu ermitteln beginnt, sind deren politischen Vorgesetzen schon nur noch mit dem vertuschen, verbergen, manipulieren und lügen beschäftigt….
….so funktioniert die Welt….

Und es ist diese Diskretion wo die schweizerischen Eidgenossen und die urguaynischen Genossen ihren größten Berrührungspunkt haben….so habe ich (zugegebenermaßen eher oberflächlich) versucht die Uruguaynische Bankenszene zu ergoogeln und fand eigentlich sehr, sehr wenig…..ich fand dermaßen wenig, dass die Schweizer Banker beinahe neidisch werden könnten….in aller Stille, abseits der Öffentlichkeit werden in allergrößter Diskretion diese Finanzgeschäfte abgewickelt und dass es diese Transaktionen, diese Geldgeschäfte, diese Steuerhinterziehung in Milliarden Dollar Höhe, dieses Geldwaschen in Milliarden-Dollar-Höhe überhaupt gibt, dies ist nicht einmal nachweisbar, denn es weiß niemand darüber Bescheid….es gibt also keine Geschichte, keine Nachrichten, keine verwertbaren Beweise, Indizien, Tatorte….es gibt nur das Schweigen der Beteiligten; es gibt nur die Diskretion, welche alle Beteiligten vor jedlicher wie auch immer gearteten Verfolgung welcher Behörden auch immer beschützt….

Als 2001/2002 die Wirtschaft Argentiniens nach langem Siechtum auf dem Friedhof landete; der IWF den argentinischen Staat für zahlungsunfähig erklärte und somit Argentinien den Staatsbankrott feststellen musste, entwickelten sich in den Tagen/Monaten zuvor eine überaus hektische Tätigkeit, welche vor allem bei den, vorab informierten, Reichen und Mächtigen einsetzte….da die Tage der argentinischen Währung gezählt waren, das Bruttosozialprodukt auf das Niveau der Jersey-Kanalinseln hinzuschmolz, die Armen immer mehr, die Kriminalität immer mehr und Sozialaufstände sehr bald das Land erschüttern würden, in dieser Phase transferierten die Reichen und Mächtigen Argentiniens in berechtigter Sorge um ihr Hab und Gut ihr Geld in das Ausland….da die Schweiz von Uruguay aus gesehen, etwas beschwerlich zu erreichen war, transferierten diese argentinischen Mächtigen und Reichen ihre riesigen Geldsummen in das Nachbarland….nach Uruguay….es kam also zu einer massiven Kapitalflucht nicht nur von ausländischen Investoren und Unternehmen; denn vor allem, welches den Zusammenbruch der Volkswirtschaft massiv beschleunigte; von argentinischen Reichen und Mächtigen….und in Urguay waren diese und noch mehr ihr Geld nicht nur herzlich willkommen, denn auf das Allerbeste aufgehoben….es geschah dies in sehr diskreter Weise und niemand nahm davon Notiz….und während sich in Argentinien die Armutsquote auf rekordverdächtige 60% der Bevölkerung näherte, die Menschen um ihr tägliches Brot kämpften, schlummerten in aller Sicherheit und Diskretion die riesigen Vermögensstände der Oberschicht Argentiniens in urguaynischen Banken….
….so läuft es nicht nur in Argentinien….so läuft dass immer….
Seit einigen Jahren erholt sich Argentinien`s Wirtschaft langsam wieder von diesem epochalen Wirtschaftszusammenbruch und die Indikatoren zeigen wieder nach oben….somit kehrt auch das Geld, nicht nur der ausländischen Investoren und Unternehmen, denn auch das Geld der argentinischen Oberschicht, wieder zurück in das Land und somit wurde das tiefe Tal des wirtschaftlichen Elends durchschritten und mittlerweile befindet sich Argentinien mit seiner Zahlungsunfähigkeit in durchaus guter Gesellschaft….kalifornische Komunen, Staaten aus aller Welt usw. usf.; nichtsdestotrotz produziert eine Stadt, wie die brasilianische Megalopolis Sao Paolo ein höheres Bruttosozialprodukt als die gesamte Bevölkerung Argentiniens.
Und welches Land befindet sich in der Nähe dieser Megalopolis….genau….Uruguay….damit brauchen sich die Finanz- und Steuerbehörden Brasiliens keine Sorgen machen….sie wissen wohin die eigentlich dem Staat gehörden Steuermilliarden hinverschwinden, wo die riesigen Vermögenswerte aus kriminellen Tätigkeiten gewaschen werden….nein Brasilianer….auch wenn alles darauf hindeutet; zumindest diesmal ist es nicht die Schweiz, denn euer Nachbarland….Uruguay….und nun einen Caipirinha auf eine gute Nachbarschaft….und in aller Diskretion sich heimlich zuflüstern….Prosit!