Splitter

Splitter (z.ü.)

Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass. Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung. Das Gegenteil von geistiger Gesundheit und von gesundem Menschenverstand ist nicht Wahnsinn. Und das Gegenteil von Erinnerung ist nicht Vergessen. Sondern es ist nichts anderes als jedesmal die Gleichgültigkeit.
Elie Wiesel

Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.
Doris Lessing

Es gibt die Ungeheuer, aber sie sind zu wenig, als dass sie wirklich gefährlich werden könnten.
Wer gefährlich ist, das sind die normalen Menschen.
Primo Levi

 

(Die Sinne betrügen die Vernunft, und die Leidenschaften der Seele verwirren die Sinne:
Sie lügen und betrügen sich um die Wette.
Blaise Pascal.)
Ich halte es mit Viktor Frankl, der sagt, das ureigenste aller Menschenrechte ist das der Eigenverantwortung.
Eine Ehe ist wie ein Hurricane : fängt mit einer kleinen Brise an und am Ende ist das Haus weg.
Der Druck der Überwachung lässt zuerst die Zärtlichkeit zwischen den Menschen sterben.
Jacobo Timerman
Der Pessimist sieht die Schwierigkeiten in jeder Möglichkeit. Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit.

Winston Churchill

Zu französischen Staatsmännern gehört Polygamie wie Trinkfestigkeit zu österreichischen Politikern.
There have been fewer than 20 terror-related deaths in American soil since 9/11 and about 364,000 deaths caused by privately owned firearms.
Salz und Pfeffer-Wölfe, die mit unverhohlenem Besitzerstolz ihre „Zitronentörtchen“, wie der amerikanische Schriftsteller Tom Wolfe die unverbrauchten Zweit- und Drittfrauen gut situierter Herren bezeichnete, durch den gesellschaftlichen Parcours paradieren, sieht man auf jeder Theaterpremiere, Vernissage und in den gehobenen Restaurants und Wellness-Oasen.Während Satre hochkomplexe Werke für die akademische Welt schrieb -sein ein Kilogramm schweres Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“ soll Gerüchten zufolge den Pariser Markthändlern zum Wiegen von Gemüse gedient haben -, stellte Camus de alte Frage nach dem guten Leben.
Tanja Sawitschewa Tagebuch enthält neun Einträge:
Schenja starb am 28. Dezember um 12.00 Uhr vormittags 1941 / Großmutter starb am 25. Januar, 3 Uhr nachmittags 1942 / Ljoka starb am 17. März um 5 Uhr vormittags 1942 / Onkel Wasja starb am 13. April um 2 Uhr nach Mitternacht 1942 / Onkel Ljoscha am 10. Mai um 4 Uhr nachmittags 1942 / Mutter am 13. Mai um 7.30 vormittags 1942 /Alle sind gestorben / Nur Tanja ist geblieben.
Zeit wird von einer Gesellschaft gemacht, das hat der Soziologe Hartmut Rosa in seinem Buch über „Beschleunigung“ sehr anschaulich gezeigt. Wir erleben Zeit als Zwang in Form von Terminkalendern und Deadlines.

Schmauswaberl war in Wien die Bezeichnung für jene Wirtinnen, die von der kaiserlichen Hoftafel und von sonstigen herrschaftlichen Tafeln die übriggebliebenen Speisen aufkauften, diese neu zubereiteten und in ihren einfachen Lokalen gegen ein verhältnismäßig geringes Entgelt ihren Gästen auftischten.

Das systematische Speichern und Auswerten von Daten über Menschen mit dem Ziel der Vorhersage ihres zukünftigen Verhaltens begann, unterlegt von ersten Strukturen der Privatkreditwirtschaft, auf deutschem Boden. Dass dies wiederum mit der Markteinführung von elektrisch betriebenen Kühlschränken für den Massenmarkt in Berlin durch ein Elektrizitätsunternehmen in Form von Ratenkreditverträgen in Verbindung steht, ist angesichts der beginnenden Verschmelzung von Computer und Kühlschrank und des ungebrochenen Erfolges des Ratenkreditkaufs ein Treppenwitz der Geschichte.

Ursprünglich hatten die Deutschen Vorräte und Munition für drei Monate. Als sie im September merkten, dass es knapp wurde, stellten sie ihre Organisation um. Erst da erkannte man, was für eine unglaubliche Produktionsmaschinerie man zur Verfügung hatte. Statt 2000 Gewehren im Monat wurden plötzlich 200.000 Gewehre pro Monat fabriziert. Vorher hatte man gar nicht gewusst, dass das geht. Von da an wurde der Krieg richtig groß, ein industrialisierter Volkskrieg.

Fünf Elemente kennt das japanische Denken. Vier davon fallen auch einem Europäer problemlos ein: Erde, Wasser, Feuer, Luft. Das fünfte aber gehört dem Osten allein. Es ist die Leere, das am schwersten zu greifende, und doch die eigentliche Quintessenz.
Ich glaube heute überhaupt nichts mehr. Ich glaube nur noch, was ich mit eigenen Augen gesehen habe; und seit es das Fernsehen gibt, glaube ich alles.
Dieter Hildebrandt
Wenn der Mensch eins aus der Geschichte gelernt hat, dann dass er nichts aus der Geschichte gelernt hat.
Ghandi

Miliband setzt darauf, dass die Senkung der Lebenshaltungskosten für die Briten oberste Priorität hat. Wenn er das Wachsen der sozialen Kluft schon nicht verhindern kann, will er es zumindest etwas bremsen. „Früher hieß es: Die Flut hebt alle Boote“, sagte der Labour-Chef. „Jetzt scheint die Flut nur noch die Yachten zu heben.“
Mehr als die Hälfte der globalen Handelswaren und 80 Prozent der chinesischen Ölimporte passieren täglich das Südchinesische Meer.
„Alle geografischen, geopolitischen, ökonomischen und militärischen Trends verlagern sich Richtung Pazifik“, sagt Martin Dempsey, Vorsitzender der amerikanischen Joint Chiefs of Staff und damit ranghöchster Soldat der Vereinigten Staaten.
„It’s nice to be important, but it’s more important to be nice.“
Ob vom Banker zum Bergführer, vom Manager einer Elektronikmarktkette zum Betreiber eines Pferdehofs oder vom Automanager zum Ökohändler – immer mehr Menschen empfinden in der Lebensmitte das, was der Mystiker Johannes Tauler schon im 14. Jahrhundert als „Radikalität des Nullpunkts“ beschrieb – die Sehnsucht nach dem Neustart.

China ist heute wie damals ein autoritärer Einparteienstaat mit Strukturen, die ihre Wurzeln im Untergrundkampf der 1930er und 1940er Jahre haben.

Die toten Flüsse, die verpestete Luft, das vergiftete Essen – dass der Boom China zur „größten Müllkippe der Welt“ (Liao) gemacht hat, dass er die Gesellschaft zwar reicher gemacht, sie aber auch in eine existenzielle moralische Krise geführt hat, das kann man in China sogar in KP-nahen Publikationen lesen.
Laut Merrill Lynch gibt es auf der Welt etwa 100.000 Menschen, die mehr als 30 Millionen Dollar frei verfügbar haben. Und darunter sind circa 1000 bis 2000 Milliardäre. Diese Menschen sind im Prinzip nur von dienstbaren Geistern umgeben – zu denen auch die Manager zählen.

Nach einer Untersuchung des seriösen Tax Justice Network haben die Reichen der Welt Finanzvermögen von 21 bis 32 Billionen Dollar in Steueroasen gebunkert. Das entspricht mehr als dem gesamten Bruttoinlandsprodukt der USA. Der Leiter dieser Studie, ein früherer Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey, bezeichnet die dem Fiskus entzogenen Privatvermögen als ‚großes schwarzes Loch in der Weltwirtschaft‘.

„Leben wir in einer Welt, in der wir ständig Blasen in anderen Ecken anschwellen lassen?“, fragte Rajan ironisch. Indien spürte die Sorge vor dem Ende der lockeren Geldpolitik stärker als die meisten anderen Schwellenländer, die Rupie verlor dramatisch an Wert

So kontrollierten jetzt 0,2% aller Banken 70% aller Aktiva (Bilanzvolumen) im Bankensystem.
Er hat eine Geschichte des Marsches auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 aus der Perspektive der Bierkrüge geschrieben, von denen in der chaotischen Saufnacht im Bürgerbräukeller zuvor sage und schreibe 143 zerschmettert worden sein sollen. Der »Marsch« am anderen Morgen entpuppte sich tatsächlich als ein selten erbärmlicher Zug alkoholisierter und/oder schon verkaterter Bierdimpfl und Zechbrüder, die sich eine Nacht lang gewaltig die Kante gegeben hatten. Hitlers Münchner Helfer waren zum großen Teil schwer angeschlagene, enthemmte und, heute würde man sagen: ziemlich durchgeknallte Saufnasen.
China hat laut der Beratungsfirma Wood Mackenzie in der ersten Hälfte dieses Jahres im Schnitt täglich 3,7 Millionen Barrel Erdöl aus Opec-Staaten importiert, die USA 3,5 Millionen.

Ich unterscheide vier Arten. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen. Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab. Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90 % aus und sind für Routineaufgaben geeignet. Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit. Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.
Kurt von Hammerstein

Ein von der Mafia bedrohter Journalist ist vor allem eines: allein.
Alberto Spampinato
Gottfried Benn hat mal gesagt, dumm sein und Arbeit haben – das ist das Glück.
Stiglitz ist der Autor eines vielgelesenen Artikels, der ein berühmtes Zitat von Abraham Lincon abwandelt: „Lincoln sprach von einer Regierung für die Bürger, von den Bürgern, durch die Bürger. Ich schreibe von einer Regierung für die ein Prozent, von den ein Prozent und durch die ein Prozent.“
Jeder Einzelne weiß, dass abnormes Verhalten in der immer „normaler“ werdenden Gesellschaft genau registriert wird. Also fügt er sich und verhält sich wie alle anderen. Das ist als „Einschüchterungseffekt“ nicht nur aus dem Urteil zur Vorratsdatenspeicherung bekannt.
Léon Bloy verbrachte ein Leben in bitterer Armut und unfassbarer Aktivität. Er hinterließ ein wildes Werk aus Romanen, Erzählungen, Briefen und Essays. Sein Tagebuch umfasst mehrere tausend Seiten. Er war ebenso ein Genie des Hasses wie der Liebe. Besonders ausdauernd hasste er die Reichen. Henkersknechte nannte er sie, Dummköpfe und Mörder. Gott sei ein Gott der Armen und für die Armen. Das Geld nannte er „das Blut der Armen.

Morrissey ist ein Sänger in des Wortes schönster und umfassendster Bedeutung, ein Lyriker. Er schreibt Lieder, aber er komponiert nicht. Er singt, doch er spielt kein Instrument. Er liebt England, doch er lebt in Los Angeles. Er ist ein berühmter Künstler, aber niemand kennt ihn. Er sucht die Einsamkeit, verwickelt sich aber in öffentliche Dispute und Gerichtsprozesse. Er hat viel zu sagen, schweigt indes seit seinem 50. Geburtstag und ist ohne Plattenvertrag. Er wird nicht geliebt, er ist gelitten. Seine Anhängerschaft ist eine Armee im Schatten.
“Wo das Reden aufhört, fängt die Gewalt an“, sagt, die Philosophin Hannah Arendt zitierend, Paul Berghoff, als er sich auf Drängen Luisas doch noch entschließt, vor den Untersuchungsausschuss zu treten. Er, schon im Heim ein Büchernarr, ist Antiquar geworden. „Wieso hast du’s geschafft und ich nicht?“, fragt er Luisa bei ihrem ersten Wiedersehen. Dann erzählt er stockend, weil noch immer ein Stotterer, dass er nach der Entlassung aus dem Heim ein Jahr lang Tag für Tag im Frankfurter Hauptbahnhof vergeblich auf sie gewartet habe. Die letzte entscheidende Enttäuschung hat ihn vollends zum Seelenkrüppel gemacht.
In dieser Zeit legte er sich den Decknamen Stalin (der „Stählerne“) zu, bevor er Anfang 1913 zum sechsten Mal verhaftet und diesmal auf längere Zeit aus dem Verkehr gezogen wurde. Er wurde nach Sibirien verbannt und verblieb dort bis zum März 1917, als ihm eine Amnestie nach dem Sturz des Zaren die Rückkehr erlaubte. Allzu erpicht scheint er nicht gewesen zu sein, wieder auszubrechen. Russland war im Krieg, die Partei mit Spitzeln durchsetzt, ihre Organisation fast aufgerieben, und Stalin hatte es sich im Dörfchen Kurejka am Jenissej kommod gemacht. Er ging zur Jagd und zum Fischen, besuchte Mitverbannte in Nachbarorten und hatte mit einem – allerdings erst dreizehnjährigen – Mädchen eine Liebschaft begonnen, aus der nun ein (unehelicher) Sohn hervorging.

In den 28 EU-Mitgliedsländern mussten die Banken Hilfen von 1,6 BillionenEuro in Anspruch nehmen. Konnte das Misstrauen vor Lehman auch als Respektbekundung vor der Macht der Banken verstanden werden, ist auch dieser Respekt geschwunden. Acht von zehn Deutschen sind der Ansicht, dass die Banken aus der Finanzkrise nichts gelernt haben und genauso intransparent sind wie vor fünf Jahren.

Dass es sich der deutsche Staat nicht leisten kann, die Deutsche Bank untergehen zu lassen, hebt deren Rating bei Moody’s um drei Stufen nach oben. Die bessere Kreditwürdigkeit verbilligt die Finanzierung der Banken am Kapitalmarkt um einen halben Prozentpunkt. Für die 17 größten deutschen Banken, darunter Commerzbank, DZ Bank oder Landesbanken, ergibt sich eine jährliche Subvention von mehr als 20 Milliarden Euro, wie die OECD in einer Studie schätzte. Im Jahr 2012 erzielten die 13 größten deutschen Banken nach Zählung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young einen Gewinn vor Steuern von insgesamt 7,8Milliarden Euro. Ohne die indirekte staatliche Subvention sähe es um die Profitabilität der deutschen Kreditwirtschaft schlecht aus, dramatisch schlecht. Doch diese Subvention genießen auch Banken in anderen Ländern.
Nach McKinsey werden 2025 225 Chinesische Städte 29% zum Wachstum des Welt-BIP beitragen. Indien und China planen 500 neue Städte. Bis 2050 erwartet man insgesamt 3 Milliarden neue Konsumenten, 1,4 Milliarden allein in China und Indien. Bis diese alten und neuen Konsumenten in den EM an das amerikanische Konsum-Niveau heranreichen, lässt sich noch so manche Billion verdienen. Da lässt sich doch eine Verdreißigfachung des Ressourcenverbrauchs und der Müllberge verschmerzen.
Drinnen sitzt die Leiterin María Cristina Álvarez, 35, und erzählt, wie Literatur und Bildung der kriminellen Versuchung des schnellen Geldes Konkurrenz machen sollen. 2000 Besucher kommen täglich in Lesesäle und Versammlungsraum. „Ein kreativer Erwachsener ist ein Kind, das überlebt hat“, lehrt ein Plakat. „Die soziale Wirkung ist groß“, sagt die Anthropologin Álvarez. „Medellín wird allmählich mit anderen Augen gesehen.“

Die Verrottung einer Plastikflasche dauert ca. 450 Jahre.

Sexuelle Enthemmung ist laut A. Einstein ein sicheres Zeichen für Schwachsinn.
Tatsächlich enthielt Pop immer ein nostalgisches Moment. Schon in den sechziger Jahren waren viele überzeugt, dass die Fünfziger die besten Zeiten von Pop waren.
Google allein beantwortet täglich drei Mal so viele Anfragen wie DuckDuckGo im ganzen Jahr 2013.
Unser Volk braucht wie jedes andere seine innere Ordnung. Solche demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen. Wir wollen mehr Demokratie wagen.
Willy BrandtUnd es scheint generell in Europa derzeit so zu sein, dass Massenbewegungen entweder zu Nationalismus oder zu Populismus führen, zu diktatorischen Formen also, wie etwa auch in Ungarn. Wir erleben in Europa gerade eine Diktatur des Kapitals.
Kokain ist das Produkt mit der höchsten Gewinnspanne der Welt. Ein Kilo Kokainpasta hat, zu Pulver verarbeitet, in Kolumbien einen Wert von rund 4000 Dollar. Am Ende der Kette und vielfach gestreckt ist es in Europa 70 000 Dollar wert.
Erst mit den richtigen Suchworten kommen die Taten der geheimen Krieger ans Tageslicht. Interessant sind etwa alle Aufträge mit dem internen Schlüssel „R423“. Damit werden Dienstleistungen verbucht, die eng mit den Geheimdiensten verbunden sind. Oder „0066 MI“ – es ist der Codename für die 66. Military Intelligence Brigade, die in den NSA-Stützpunkten in Wiesbaden und Darmstadt-Griesheim stationiert ist.

The figures from Congressional Research Service, plus recent statistics from icasualties.org, tell us that from the first casualties in the battle of Lexington to recent operations in Afghanistan, the toll is 1,171,177. By contrast, the number killed by firearms, including suicides, since 1968, according to the Center for Desease Control and Prevention and the FBI, is 1,384,171.

Die verwirrte Generation kann nur Verwirrung weitergeben“,schrieb Peter Sloterdijk einmal.

The report also notes, chillingly, that the FBI’s investigation into the attacks has been hampered inside Libya, and that 15 people “supporting the investigation or otherwise helpful to the United States” have since been killed in Benghazi. The report says it is unclear whether those killings were related to the investigation.
….geithners….
Podesta’s appointment comes as some senior aides prepare to depart the White House. Senior adviser Pete Rouse, Obama’s counselor since he joined the Senate in 2005, is exiting, a person familiar with the move said. Podesta, like Rouse and McDonough, is a former top aide to then-Senate Democratic leader Thomas A. Daschle, who has functioned as an outside adviser to Obama.
In ihrem Bericht betrachtet die CDC die 17 aus ihrer Sicht bedenklichsten antibiotikaresistenten Bakterien. Nach den Zahlen der US-Wissenschaftler infizieren sich in den Vereinigten Staaten jährlich mehr als zwei Millionen Menschen mit diesen Erregern, mindestens 23.000 sterben daran. Alleine 11.000 Todesfälle verursacht der auch in Deutschland weit verbreitete Erreger MRSA, das Kürzel steht für methicillin-resistenter Staphylococcus aureus.

….die 1%….

Die “Dekadenz” des römischen Reiches kurz vor dem Untergang bestand aus moderner geschichtswissenschaftlicher Sicht auch daraus, das der reichen Oberschicht fast alles gehörte. Inklusive der normalen Bevölkerung, die zum großen Teil in Schuldknechtschaft gefallen ist. Deswegen war es am Ende auch nicht mehr Möglich, eine Armee aufzustellen um die Barbaren fernzuhalten – es gab schlicht und einfach zu wenig freies Personal. Von Innovationen und Dynamik ganz abgesehen – Knechte erzeugen keine Innovationen.

….sharon….
Politiker wie David Ben Gurion bewunderten ihn als Verkörperung des kämpfenden Juden und Gegenfigur zum gequälten Gettojuden.

Unemployment in Italy is at 12 percent, with youth unemployment a staggering 39.5 percent. In Sardinia and the rest of Italy’s south and islands, the figures are even worse: Unemployment is nearing 20 percent with youth unemployment at 50 percent.
Francis told the crowd, many of whom wore hardhats from their defunct factory jobs, that the problems in Sardinia weren’t the island’s alone. He said the problems were the result of a global economic system „that has at its center an idol called money.“

Mehr aber als sein Äußeres ließ Nixon seine konservative Erziehung zurückhaltend ge­­gen­über Frauen sein. In einer Gruppe von Laienschauspielern lernte er eine Lehrerin kennen, die nach anfänglichem Zögern seinem Werben nachgab und ihn 1940 heiratete. Das war’s dann.
Er muss zwar nicht fürchten, dass ihm in Dobrindt ein zweiter Karl-Theodor zu Guttenberg erwächst. In der goldenen Zeit des Freiherrn sah sich Seehofer zum Darsteller eines Bauerntheaters geschrumpft, während Guttenberg den deutschen Tom Cruise gab.

Doch die Provinz tauchte in den Filmen oft nur als Karikatur auf, man sah verschrobene, manchmal etwas bekloppte Leute. Dabei definieren sich 99 Prozent aller Deutschen über Autos, Reihenhäuser und Bausparverträge. Diese Welt wollten wir erkunden und dabei zeigen, dass auch in ihr große Geschichten, große Tragödien spielen können.
Petzold

Die Geschichte dieses Cyberwars beginnt Anfang der 90er Jahre. Damals war durch die Operation „Desert Storm“ der irakische Diktator Saddam Hussein aus Kuwait vertrieben worden. Durch den Einsatz von präzisionsgelenkten Waffen verlor der Irak bereits in der ersten Kriegsnacht sämtliche Leitzentren seiner Luftstreitkräfte sowie alle Radaranlagen und einen Großteil seiner Flugabwehrstellungen. Doch nicht allein die Führung in Bagdad war durch den rasanten Kriegsverlauf schockiert, sondern auch die in Peking.In einem offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Teufel schreibt Forsyth, als Konservativer schmähe und verachte er die drei politischen Extreme, die er in seinem Leben kennengelernt habe: Nazismus, Faschismus und Kommunismus: „Alle drei sind pervertierte Abkömmlinge des Sozialismus. Alle drei sind brutale und grausame Glaubensbekenntnisse. Auch sonst haben sie viel gemeinsam; sie sind einer Political Correctness verpflichtet und der Bestrafung eines jeden, der von der vorgeschriebenen Lehre abweicht. So funktioniert auch die Political Correctness von heute. Somit sind alle diese vier politischen Orthodoxien dem Konservatismus diametral entgegengesetzt.“
Man wird in ARD und ZDF zwar nicht mit dem journalistischen beat der BBC informiert, sondern mit dieser immer recht onkelhaft zurechtgebackenen Schmunzelerotik – aber doch ganz ordentlich. Der Müll der Privatsender ist derweil auch nur ein relativer, verglichen mit dem Dreck, den italienische oder amerikanische Sender nachmittags über ihren Unterschichten auskippen.
Italien ist damit eines von nur noch fünf Euro-Ländern, das im zweiten Quartal weiterhin in einer Rezession steckte, während die Eurozone insgesamt den 18-monatigen Abwärtstrend verlassen hat. Und während die Eurozone als Ganzes im dritten Quartal weiter auf Expansionskurs gesehen wird, überraschte Italien nun auch noch vom Timing her unglücklich unmittelbar vor der Auktion mit einem unerwarteten Rückgang der Industrieproduktion im Juli.
Obwohl die Wirtschaft wieder wächst, verharrt die Arbeitslosigkeit bei 7 Prozent. Was das bedeutet, fasst die «New York Times» wie folgt zusammen: «Wir haben ein halbes Jahrhundert technischen Fortschritts und Phasen mit sehr robustem Wirtschaftswachstum hinter uns. Trotzdem kann der Arbeitsmarkt heute weniger Menschen aus der Armut befreien als zur Zeit, da Neil Armstrong seinen Fuss auf den Mond setzte.»

Es gab einen Moment im Jahr 2012, da war der gesamte griechische Aktienmarkt noch gerade 20 Milliarden Dollar wert. Das entspracht in etwa dem Wert des BMW-Konzerns.
Die Aktie der Hellenic Telecom (WKN: 903465) war von 25 Euro im Jahr 2007 auf 1,80 Euro im Mai 2012 gefallen. Und dann fiel sie 2012 auf nahezu 1 Euro. Am 4. Oktober stand Hellenic Telecom wieder bei 8,10 Euro. So volatil war Europa!

Die globale Verschuldung (öffentlicher und privater Sektor) ist auf 223 Billionen Dollar gestiegen. Das berichtet das Wall Street Journal. Das entspricht 313% der globalen  Bruttoinlandsprodukts. Die Welt insgesamt ist also in bedeutend schlechterem Zustand als Griechenland. Und was das bedeutet, dürfte allgemein bekannt sein.

Vergangene Woche etwa hielt Frontmann Ted Cruz eine Mammut-Rede vor dem Senat. Fast 21 Stunden lang zählte er auf, warum Obamas Gesundheitsreform gestoppt werden muss, bis er fast kollabierte. „Die Republikaner-Fraktion ist voller Kapitän Ahabs, und Obama ist ihr Moby Dick“, kommentierte die „New York Times“.

Vielleicht ist das unverdient ruhmlose Ende des großen Harald-Schmidt-Experiments gar nicht die eigentliche Nachricht. Viel verwunderlicher scheint, dass er sich so lange hat halten können, denn tief im Innern ist Schmidt kein Sarkast, sondern schlicht ein Intellektueller. Der Zynismus war, um es mit Rainer Brüderle zu sagen, bloß sein Kampfanzug, um im Feindesgelände zu bestehen, einer massenkompatiblen Hochglanzwelt, in der alles Intellektuelle nicht nur verachtet, sondern unterdrückt wird.

Wie definieren Sie Luxus?
Die Intensität einer unversehrten Natur, ein kleiner Kreis an Freunden mit einer Affinität im Humor und in der Art zu denken. Sinnvolle, erfüllende Arbeit. Familie. Zeit, Souveränität über sie und gelegentlich gut essen gehen. Auch ansehnliche Ski und ein gescheites Bike für die Berge gehören dazu.

The Fed now owns 32.47% of all 10 Year equivalents, up 32.22% from the prior week, and rising at a pace of 0.3% per week. The Fed is now monetizing a record 70% of all net US 10 Year equivalent issuance.

Bei der linksliberalen Zeitung „Liberation“ feuerte der Täter Montagfrüh dann tatsächlich, ohne dabei ein Wort von sich zu geben. Der 23-jährige Fotoassistent, der am Montag seinen ersten Arbeitstag hatte, wurde in Brustkorb und Unterleib getroffen und war zunächst in einem „hoffnungslosen“ Zustand, wie Verlagsdirektor Nicolas Demorand am Dienstag dem Sender France Inter sagte.
Naumann, der 1946 Deutscher Meister im Hochsprung gewesen war und als Sport- und Lokalreporter begann, berichtete so nüchtern, dass die kommentierenden Passagen um so stärker hervortraten:
„Im Auschwitz-Prozess vor dem Frankfurter Schwurgericht“, so hob er einmal an, „hat am Donnerstag der 68 Jahre alte Angeklagte Karl Ludwig Robert Mulka, ehemaliger SS-Obersturmführer und Adjutant des Kommandeurs im Konzentrationslager Auschwitz, seine Tätigkeit in diesem Vernichtungslager der Nationalsozialisten auf eine so kurze wie prägnante Formel gebracht: Er hat nichts gesehen und nichts befohlen.“SPIEGEL: Ein Aspekt, den Sie in Ihrem Buch streifen, ist die Idee, dass sich manche Leute auf Retro stürzen, um der Hyper-Konsumkultur zu entkommen, die einen dazu bringen will, ständig neue Dinge zu kaufen.
Reynolds: Nur eine Vermutung. Rockabilly-Leute zum Beispiel sind Hyper-Konsumenten – die sammeln wie besessen Platten und sind bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben. Die entkommen der Konsumkultur nicht, die steigen nur aus dem aktuellen Markt aus.
In den Vereinigten Staaten lassen die Behörden jeden Brief abfotografieren. In Deutschland tut das die Post auch, aus technischen Gründen, inklusive einer Kooperation mit den amerikanischen Behörden. Kaum jemand ahnt, wie weit die Digitalisierung und Durchprogrammierung der Welt vorangeschritten ist. In einem modernen Auto sind rund hundert Millionen Zeilen Programmiercode verbaut. Zum Vergleich: das Smartphone-Betriebssystem Android kommt auf zwölf Millionen Zeilen. Der genetische Code einer handelsüblichen Maus entspräche hundertzwanzig Millionen Programmzeilen.
Bislang wird – man höre und staune – der Großteil der zentral- und südamerikanischen Internet-Daten durch ein einziges Gebäude in Miami geleitet, den sogenannten Network Access Point.

Napoleon wusste, dass ein Mann stärker für seine Interessen als für seine Rechte kämpfen wird.

Adornos alte Klage über Hollywood als eine Betäubungsmittelindustrie fällt schlimm auf die deutsche Gegenwart zurück.
Über und über mit roten Bullen beklebt, als Limonadeverkäufer verkleidet, hatte sich Felix Baumgartner in die Leere des Weltalls kippen lassen und war als menschliches Geschoss auf die Erde zugestürzt….Baumgartners Stratos-Sprung vergrößerte den Markenwert des Getränks mit dem Gummibärchengeschmack um fast zehn Prozent. Den Werbewert schätzen Marketingstrategen auf sechs Milliarden Euro.Schnell kam die Frage auf, wann solche Bilder zuletzt aufgetaucht waren: Paolo di Canio, der Faschist im Team von Lazio, er hatte einmal noch beängstigender gewirkt. Doch der ist ein Fanatiker, ein Extremist, keiner wie Jürgen Klopp, der mit seinem Bart und der neuen Woody-Allen-Brille wie eine Melange aus Hipster und Sozialarbeiter wirkt. Und da war der Goalie Oliver Kahn, der kurz davor stand, einem Gegenspieler in den Hals zu beissen.

Und Deutsche?
Sind Ewigsuchenende, Ewigzweifelnde, Ewigträumende. Dieser innere Hader führt zur German Angst. Andererseits ist dieses Hadern, Grübeln und Umträumen auch die Quelle unserer Schöpferkraft – Deutsche hinterfragen immer alles, lassen nichts einfach so stehen, verstehen die Welt nicht als gegeben. Doch das Schöpferische scheint mir momentan lahm gelegt. Wir dynamisieren das Hamsterrrad, wir arbeiten oder konsumieren bis zur Erschöpfung. Denn durch diese besinnungslose Betriebsamkeit geraten unsere Ängste und Probleme aus dem Blick. Aber auch unsere Träume.

Erste skizzierte Heiligenbildchen von der Hand von Freunden – der junge Mussolini geigt fürsorglich an der Wiege seiner Tochter, Mussolini mit fanatisch-irrem Blick im Kaffeehaus – geben da ebenso wenig Einblick ins Familiär-Psychologische wie Triptychen des Vaterhauses oder eine kitschige Riesenbüste das Papas aus späterer Zeit. So bleibt am Ende die Frage, die das halb vergilbte Gesicht auf der Fotografie eines Rotzbengels von 1892 oder 1897 nicht beantwortet: Wie konnte nur aus so viel Banalität so viel Böses entstehen?
Japanische Banken sind demnach für 13 Prozent der grenzüberschreitenden Kreditvergabe verantwortlich. Damit rangieren die Geldhäuser vor Banken in den Vereinigten Staaten und Deutschland, die 12 beziehungsweise 11 Prozent der internationalen Kreditvergabe stellten.
Die Wahrheit ist, nichts wird jemals so wohlig sein wie ein zu Hause zubereitetes Essen, gefolgt von einem Fernseh-Marathon auf dem Sofa der Eltern, ganz egal, wie alt man ist.

Siam Goorwich

profil: Eine Lebensregel besagt, dass der Unglaube an den Tod proportional zu seinem Herannahen wächst. Können Sie das bestätigen?
Grass: Ich habe den Tod sehr früh erlebt, mit 17, in der relativ kurzen Zeit, in der ich Frontberührung hatte. Ich habe gesehen, wie nach ein paar Minuten Beschuss eine Vielzahl von Gleichaltrigen nur noch in Fetzen herumhing in den Bäumen. Seitdem weiß ich, dass ich zufällig lebe. Das Weiterleben ist wie ein unverdientes Geschenk. Da wurde im Alter von 17 Jahren das Leben von Jungs abgebrochen, mit denen ich vorher noch dumme, säuische Witze gerissen und über Mädchen geredet habe. Wir waren ja alle in der Pubertät, das darf man nicht vergessen, und dann war da auf einmal nur noch ein Fleischklumpen übrig.
Weitere Details zur Überwältigung des Mannes gibt der Untersuchungsbericht nicht bekannt. Laut «Bild» lag er schlafend und zugedröhnt im Bett der Kanzlerin. Der Mann ist Bodybuilder und war zum Zeitpunkt der Tat offenbar geistig verwirrt. Seine Motive sind unklar, laut der «Welt am Sonntag» hatte der Mann Liebeskummer und kurz vor seiner Aktion gesagt, er wisse, was er tue.

Ingenieur Parker Jones vom Sandia National Laboratories, einem Institut, das für die technische Sicherheit von Nuklearwaffen verantwortlich war, bewertete den Vorfall 1969 nochmals. Während der Atomphysiker des Manhattan Projekts den Vorfall heruntergespielt hatte, beschreibt Jones in kommentierenden Anmerkungen, dass „nur ein einfacher, dynamoelektrischer Schwachstromschalter zwischen den Vereinigten Staaten und einer riesigen Katastrophe“ stand.

Die Busse seien wie „Raumschiffe, mit denen unsere außerirdischen Herrscher gelandet sind“, schrieb die Autorin Rebecca Solnit unlängst in der London Review of Books über die klimatisierten Internet-Busse. Angesichts dieser Entwicklung zeigt sich selbst die New York Times besorgt. „Eine Stadt ohne Krankenschwestern, Lehrer, Künstler, Kellner, Busfahrer, Polizisten, Musiker und Schriftsteller und Großmütter ist eine Monokultur, so steril wie ein Wald mit einer einzigen Baumsorte“, wartne der Kolumnist Timothy Egan Anfang Dezember in einem Stück über die wachsende Ungleichheit in San Francisco.

Was wird 2014?
Die Große Koalition birgt die Gefahr, dass alles in Stabilität erstarrt. Für mich ist die zentrale Frage, ob wir in Zukunft das Land der Bürokraten und Workoholics sein wollen. Oder das Land der Träumer und Querdenker. Die Gabe, innere Unruhe über das Träumen in Schöpferkraft zu verwandeln, können wir nur entfalten, wenn wir aus dem permanenten Effizienzdiktat austeigen; wenn wir wieder Dehnungsfugen bei der Arbeit oder im Alltag zulassen. Ich plädiere in meinem Buch dafür, dass wir die Erwartungssicherheit des Hamsterrades aufgeben und wieder Mut zum Träumen entwickeln.

Eine Legende in New Jersey ist der ehemalige demokratische Abgeordnete Kenny Gewertz, der in den Siebziger Jahren immer in gelben Anzügen ins Parlament kam und einmal völlig außer sich die Polizei rief, weil ihm eine Prostituierte seine 8000-Dollar-Uhr geklaut hatte. Wenn er von seinen republikanischen Gegnern genervt war, mietete er einen Helikopter, um deren Parteipicknick im wahrsten Sinne des Wortes etwas aufzuwirbeln.
Das berichtet die New York Times im Zusammenhang mit der Christie-Affäre in einer Art Best-Of der politischen Skandal des Garden States. Ein Republikaner namens Turner versuchte daraufhin Drogen in Gewertz Haus zu platzieren. Die Sache flog auf, Turner wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Aber nicht ohne vorher noch schnell die Vorwahlen der Republikaner in New Jersey zu gewinnen.

ZEIT: Serien wie Sopranos sind von diesem Zwang nur frei, weil sie im Bezahlfernsehen laufen, ohne Werbung.
Graf: Man muss aber auch sagen, dass es diese Serien, die sich nicht an die Kurzzeit-Erwartungen halten, beim Publikum schwer haben. Serien mit kurzen Sinneinheiten sind offenbar zeitgemäßer in ihrer Vermittlung, sie sind halt einer sehr kurzen Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsschwäche von Grundschülern angemessen.

Also ist unser Sozialsystem letztlich ein Produkt des Ersten Weltkriegs?
Genau. Der Wohlfahrtsstaat war die Antwort auf die Opferbereitschaft der Bevölkerung: Die einen verlieren ihre Söhne und Väter, die anderen nur ihr Geld, viele aber verlieren beides.

Was um Himmels Willen ist denn schlecht an der Finanzindustrie?
Sie hat die Dünkel von Ethik und Moral definitiv überwunden und ist damit die perfekte Geld-Umverteilungsmaschine von arm zu reich – und passt perfekt in unsere moderne, neofeudalistische Dreiklassen-Gesellschaft: Ganz oben der System-Geldadel, in der (neuen) Mitte die Vasallen (Hohe Beamte, Richter, Politiker, Lobbyisten, etc.) – und unten das Volk. Die Geschichte zeigt, dass ein solches System für Jahrhunderte stabil funktioniert.
Letztlich bleibt 1914 eine Warnung (etwa für Präsident John F. Kennedy während der Kuba-Krise 1963). Dieses Jahr erzählt viel davon, wie extrem schief internationale Politik laufen kann, wie schnell alles gehen und was es für furchtbare Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Geschichte ist immer noch die „Lehrerin des Lebens“, wie Cicero einmal behauptet hat. Sie ist zwar der Zukunft gegenüber blind, aber wir haben keine andere. Und sie ist eine exzentrische Lehrerin.

In China sind in den vergangenen Jahren binnen kurzer Zeit rund 1,4 Millionen Menschen zu Dollar-Millionären geworden. Eine solche Entwicklung ist vielleicht vergleichbar mit der Gründerzeit im Deutschen Kaiserreich oder mit den Zeiten in den USA, als es Tellerwäscher wirklich noch zu Millionären geschafft haben.

Hollande dagegen hat keinerlei Gemüt. Er ist eine politische Kriegsmaschine. Er hat sich stark von François Mitterrand inspirieren lassen. Er hat Mitterrands Weg studiert, sein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt, sein Genie für politisches Taktieren. Auch kann man ihn schwer durchschauen, vor allem weil er sich immer sehr ironisch äußert. Er besitzt eine Distanz zu sich selbst und zur Welt, die in der Politik nur erstaunen kann, da sie für Politiker eigentlich ein Handikap darstellt. Er äußert sich nur sehr selten auf direkte Art; er verbirgt nichts, weil er sich gar nicht auf diese Gesprächsebene begibt.

Was dazu zu sagen ist, hatte im Jahre 1915 eine amerikanische Zeitschrift, die ihr Land vom Kriegseintritt abhalten wollte, sehr bündig formuliert: „Wenn Sie den Krieg lieben, ziehen Sie einen Graben in Ihrem Garten, füllen ihn halb mit Wasser, kriechen hinein und bleiben dort einen Tag oder zwei, ohne etwas zu essen; bestellen Sie sich weiter einen Geisteskranken, damit er mit ein paar Revolvern und einem Maschinengewehr auf Sie schießt.“

Verdun war, wie Stefan Kaufmann schon vor vielen Jahren in einer bahnbrechenden Studie feststellte, der erste Krieg um Informationen. Ein aberwitziges Aufgebot an Menschen und Maschinen, Opfern, Verwundungen und Schicksalen, die, wie die Nachwelt intuitiv verstand, in jenem berühmten Satz kulminierte, der die Seiten des Heeres füllt:
„Im Westen nichts Neues“.

http://www.theatlantic.com/health/archive/2013/10/a-real-time-map-of-births-and-deaths/280609/

http://www.washingtonpost.com/blogs/wonkblog/wp/2014/01/22/10-startling-facts-about-global-wealth-inequality/

Hungersnot plant einen Angriff auf die Schokoladevorräte des Nachbarn.

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2014%2F01%2F06%2Fa0094&cHash=c342a50e21b99296a162a8b7da0dfb40

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/geschichte/Heute-haben-wir-mehr-nukleare-Akteure-und-unberechenbarere/story/13764650

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/beruf-und-familie-man-muss-wahnsinnig-sein-heute-ein-kind-zu-kriegen-12737513.html

http://www.economist.com/news/business/21589841-western-capitalism-looking-inspiration-eastern-mysticism-mindfulness-business

http://www.sueddeutsche.de/kultur/der-grosse-krieg-von-adam-hochschild-verblendet-bis-zum-wahnsinn-1.1805453

http://www.kulturagenda.be/rubrik/buhne/rebellion_a_la_francaise/

http://www.uni-muenster.de/PeaCon/hw-online/13-krys-cfr.htm

http://www.uni-muenster.de/PeaCon/arcdoce/texts/kryssib.html

http://www.cicero.de/salon/zukunftsliteratur-das-spiel-mit-dem-linguistisch-ungewohnten/53941

http://www.profil.at/articles/1343/560/368475/david-kilcullen-die-grenze-europas-sahara

http://www.woz.ch/1339/weiter-denken-anders-handeln-teil-4/wir-befinden-uns-ueberall-in-einer-phase-des

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Eine Antwort to “Splitter”

  1. vicodin Says:

    An intriguing discussion is worth comment. There’s no doubt that
    that you should publish more on this subject matter, it might not be a taboo matter but usually folks don’t discuss such subjects.
    To the next! Kind regards!!

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