Splitter

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Objektiv ist das, worauf sich mehrere Subjekte einigen können.
Carl Friedrich von Weizsäcker
Kant hat gesagt: Das Leid, das einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir.

Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer.
George Bernard Shaw

Facts do not cease to exist because they are ignored.
Aldous Huxley
Vermute nie Arglist, wenn auch Dummheit als Erklärung ausreicht.
Die ersten zwanzig Sekunden von „Wetten, dass ..?“ sind richtig gut. Dann taucht Markus Lanz auf. „Wow! Wow! Wuhu!“, ruft er und lächelt sehr breit und sehr verkrampft. „Wow!“, schiebt er dann noch nach, „Wow! Hey! Wow! Vielen Dank!“. Und in genau dem Moment ist schon klar: Das wird nichts. Dieser Mann ist so charismatisch wie ein Toastbrot.
Politik ist die Durchsetzung eigener Interessen mit Hilfe der Gesetzgebung.
Kurt Tucholsky
Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.
Berthold Brecht
Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern in der Hoffnung bestellt, sie mit der Perle bezahlen zu können, die er darin findet.
Theodor Fontane
Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.
George Bernard Shaw
„Diese Gegend hat mich kaputt gemacht, und ich bleibe so lange, bis man ihr das anmerkt“, lautet eine seiner berühmtesten Sentenzen. „Sie stammt aus dem Film „Servus Bayern“ (1977), dessen zelebrierter Heimatekel für den damaligen bayerischen Innenminister Gerold Tandler „schlicht und ergreifend eine Sauerei“ war.

Schon in der Sendung sagte er, Moderator Markus Lanz sehe ein bisschen wie „ein schmieriger Banker“ aus. „Ich habe zugeguckt, wie der Moderator in einem Sack um mich rumhüpft – wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist!“, zitierte der RBB-Sender Radio 88,8 Hanks. „Wenn in den USA jemand eine TV-Show macht, die vier Stunden dauert – jeder Verantwortliche wäre am nächsten Tag gefeuert.“ Der Bild sagte Hanks, er habe nur gehofft, dass es endlich vorbeigehe.

Für die Atombombe von Nagasaki genügten ganze sechs Kilogramm Plutonium. In Sellafield liegen davon rund 112.000 Kilogramm, eine astronomisch große Menge. Gelbes Pulver, abgefüllt in Metallzylinder. Das Plutonium ist ein Residuum aus der Aufbereitung abgebrannter Atombrennstäbe. Seit fast fünf Jahrzehnten werden hier Brennelemente aus der ganzen Welt aufgearbeitet.
Drei Juristen, sieben Meinungen – so geht der alte Witz.
Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.
Carl Gustav Jung
“Die Zukunft“, hat Jacques Derrida einmal gesagt, „gehört den Gespenstern.“ Sie ist mehr als die Hochrechnung der Vergangenheit.
Von Jimi Hendrix stammt das Zitat: „Die Menschen sehen nur das, was sie noch alles haben und bekommen könnten, schätzen aber nicht, was sie haben, bis sie es verlieren.“
Walter Louis Dorn, einstiger Berater der US-Militärregierung im besetzten Deutschland, schrieb in seinem Buch Inspektionsreisen in der US-Zone: »Wenn die Zeitungsreporter nach Nazis, die noch an der Macht waren, suchten, fuhren sie für gewöhnlich von Frankfurt nach München.«
Messina, der bis Anfang 2011 im Weißen Haus arbeitete, bevor er sich an das Projekt Wiederwahl machte, ist überzeugt, dass sich jede Kampagne neu erfinden müsse. Als Kronzeugen nennt er Hollywood-Regisseur Steven Spielberg: „Du musst vergessen, was 2008 war. Die Rolling Stones waren auch nur 1965 richtig heiß. Wenn du nichts änderst, dann verkaufst du nur zu teure Tickets.“
Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.
Heiliger Augustinus
Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Albert Einstein

Das schönste aller Geheimnisse: ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen.

Mark Twain

Es ist also nicht der Missbrauch wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, zu bekämpfen ist die wirtchaftliche Macht selbst.
Walter Eucken
Die Wilden fressen einander, und die Zahmen betrügen einander.
Arthur Schopenhauer
Hugh Kenner is thought to have once asked rhetorically about O’Brien, „Was it the drink was his ruin, for ruin is the word. So much promise has seldom accomplished so little.“ At the end, „a great future lay behind him.“

It’s good to be the King!
Mel Brooks

Die Absurdität im Krieg verlorener Zeit, bis zum Irrsinn verletzter Sensibilität kann man ausdehnen, während vor dem Tor die Frauen warten: Huren, Mütter, Bräute, Ehefrauen.
Heinrich Böll
1890 war die Tunnelbautechnik so weit entwickelt, dass die erste Linie auf tiefer Ebene nach Stockwell gebaut werden konnte. Heute ist die Linie Teil der „Northern Line“. Es war die erste elektrische Eisenbahn der Welt. Die Züge rollten fensterlos durch die schmale Tunnelröhre, zu sehen gab es ja nichts. Damals erhielt die U-Bahn ihren heutigen Namen: „Tube“ – die Röhre.
Ich möchte niemals Mitglied in einem Club sein, der mich als Mitglied nimmt.
Groucho Marx
US-Außenminister William Maxwell Evarts auf einem Bankett in New York in launiger Festrede beschrieb: „Bei Betrachtung einer Landkarte Südamerikas können wir feststellen, daß dieser Kontinent die Form eines Schinkens hat. Onkel Sam hat eine lange Gabel; er wird diesen Schinken verspeisen.“

Wie schon Arnold Toynbee feststellen konnte, sterben Nationen nicht, sondern sie begehen Selbstmord.
„Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“ Das wunderbare Bonmot von F. W. Bernstein hat abermals eine tagespolitische Entsprechung gefunden:
Von der kürzlich verstorbenen Margaret Thatcher stammt die Erkenntnis, dass Öffentlichkeit der Sauerstoff ist, den der Terrorismus zum Atmen braucht.
Eine Frau habe in Südafrika eine größere Chance, vergewaltigt zu werden als lesen zu lernen, sagen Frauenrechtsaktivistinnen.
Unter ehrbaren Geschäftsleuten gibt es schon ewig eine Faustformel: mehr als 11% Gewinn sind anrüchig, wahrscheinlich kriminell.

Der Streit übers Fracking weitet sich jedenfalls aus, und zwar rund um die Welt. Dass Frankreich das hydraulische Aufbrechen von Felsschichten zur Gasförderung als erste Nation verboten hat, lässt Amerikaner naturgemäß kalt und könnte sie gar zum Gegenteil inspirieren.
Dass sie überdurchschnittlich fett sind, ist bekannt. Tatsächlich hat sich die Adipositas in den USA zu einer veritablen Epidemie ausgewachsen. Forscher gehen davon aus, dass der Höhepunkt dieser Krankheit erst 2050 erreicht sein wird. Dann werden 42 Prozent der Bevölkerung schwer übergewichtig sein. Momentan firmieren sie, was Fettleibigkeit betrifft, an der Spitze vor Mexiko.
Keine Frau ist so teuer wie eine Exfrau.
Jack Nicholson
„The girls go to College, the boys go to jail“ heißt eine Zeile in Clint Eastwoods „Gran Torino“
Mit der Figur Oskar Schindlers widmete sich Spielberg einem zerrissenen, zweifelnden Helden, der mit dem Bösen flirtet und dennoch Gutes vollbringt. Der moralisch-ethische Konflikt des Einzelnen im Angesicht inhumaner Gräuel setzte sich fort: Der innere Widerstreit kennzeichnet Tom Hanks‘ verschlossenen Captain Miller im Weltkriegsdrama „Der Soldat James Ryan“ (1998) ebenso wie Eric Banas sinnsuchenden israelischen Agenten Avner Kaufman in „München“ (2005).
Und wundern wir uns nur einen Augenblick lang, warum der Saal überfüllt ist, obwohl Architecture 101 von Lee Yongzoo, einer der Blockbuster des Frühjahrs, mit seinen vier Millionen Zuschauern doch längst abgespielt sein müsste. Schon schön, die zarte Romanze um zwei, die ihre verfehlte erste Liebe als Erwachsene vorsichtig nachzuholen suchen – aber wer hatte ihre Stars, heißen sie Lee Je-hoon oder Bae Suji, bisher leibhaftig vor der Linse? Hier stellen sie sich ihrem Publikum, das während des Abspanns in Scharen still nach vorne rückt und Smartphones zückt. Fragen? Keine Fragen. Sie wollen nur filmen.
Die Wiederauferstehung von Silvio Berlusconi rangiert in der Kategorie „Comebacks seit Lazarus“ ganz weit oben. Wie der Entfesselungskünstler Houdini befreite sich Berlusconi zwar nicht von seinen juristischen, so doch von den politischen Fesseln. Er hatte dem Nachlass-Verwalter Mario Monti einen – um es in der Wahlkampf-Sprache der Komiker-Kandidaten zu sagen – Regierungs-Saustall hinterlassen. Monti tat ihm den Gefallen und rettete Italien vor dem anstehenden Staatsbankrott, das die Märkte mit ihrem Misstrauensvotum ausgelöst hätten. Ohne Montis Seriositäts-Versprechen gäbe es heute das Euro-Land Italien nicht mehr.

Frage: Was macht Sie so sicher, dass Phelps nicht vielleicht doch ein Jahrhunderttalent ist? Er selbst hat stets bestritten, gedopt zu haben.
Geipel: Unübersehbar ist doch seine veränderte Physiologie. Fotos aus seiner Anfangszeit neben die von London gelegt, und Sie sehen das, was Sie wissen müssen. Wir sind ja auch längst mittendrin in diesem Gefühl der Ödnis. Immer dieselbe Mechanik des Jubels und diese absurd fettlosen Körper. Solche Körper gibt es einfach nicht. Im Sport sind gerade Substanzen unterwegs, die den Körper in der Tiefe verändern: Aicar oder GW501516, solche Sachen, die langfaserige Muskeln in kurzfaserige umwandeln. Jeder Manager im Sport sagt dir: Das ist jetzt der letzte Schrei. Und nichts davon ist ausgeforscht. Mehr Kriegssituation kann man ja gar nicht haben.

Ägypten….

Mursi ist nicht nur der erste zivile Präsident seit Gründung der Republik 1953. Kein Herrscher vor ihm in der 5000 Jahre alten Geschichte des Landes wurde frei gewählt.
Was hat Clauseewitz gesagt: Die größte Dummheit einer Regierung ist einen Krieg anzufangen, es gibt nur noch eine größere Dummheit, diesen zu verlieren.
Ein Schriftsteller sollte seine Gedanken tief vergraben und sie über die Charaktere vermitteln.
Der Sendeplatz ist für das Fernsehen, was die Lage für Immobilienmakler ist. Die Lizenz zum Gelddrucken beziehungsweise Quote zu generieren.
Von den 500 größten Städten Chinas erreichen weniger als ein Prozent die Standards der Weltgesundheitsorganisation für die Luftqualität.
„Seinen Gedanken nachzugehen“ gehörte 2012 zum ersten Mal zu den zehn beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen, wie die Stiftung für Zukunftsfragen ermittelte.
Schon mal von der Plagiatsaffäre Joe Biden gehört? Oder dem Prüfungsskandal um Ted Kennedy? Beide US-Politiker wurden als wissenschaftliche Betrüger entlarvt – und haben es dennoch in hohe Staatsämter geschafft.
Aber den Hass im „Bogen der Instabilität“ vom Maghreb bis zum Hindukusch gegen den Westen und dessen Führungsmacht schürt auch Obamas unsichtbarer Krieg aus der Luft.
Etwa die Hälfte der verordneten Medikamente wird nie genommen, obwohl der Arzt mit Herzinfarkt und Schlaganfall droht.
„Im Zentrum steht immer die Beute“, sagt ein Kriminalitätsforscher, der sich auskennt mit den Abgründen in der Menschenseele und den Motiven der Verbrecher. Er will hier nicht namentlich zitiert werden, weil er den Fall, aber nicht die Ermittlungsakten kennt. Wenn erst mal das Geld winke, sagt der Mann, dann entwickelten Leute eine „enorme Feindseligkeit“ auch Menschen gegenüber, mit denen sie Tisch und Bett teilen.
Laut der Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross stehen dem Menschen fünf Strategien zur Bewältigung extremer Situationen zur Verfügung. Leugnen, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz. Die Phasen können sich überlappen, verschieden lang dauern, einzelne können auch übersprungen werden.
Mit dem Propheten Moses hatte die israelische Premierministerin Golda Meir eine Rechnung offen: „Moses schleppte uns 40 Jahre durch die Wüste, um uns an den einzigen Ort im Nahen Osten zu bringen, an dem es kein Öl gibt“, sagte die legendäre Politikerin in gespieltem Ärger. Sie unterstrich damit einen alten Aphorismus: „Mut, Hingabe und harte Arbeit sind ja schön und gut, aber besser ist doch eine Ölquelle im eigenen Garten.“
Bewältigungsversuche eines Überwältigten lautet der Untertitel jenes Buches, in dem Die Tortur 1966 erschien. Am 16. Oktober 1978 wählte Jean Améry in einem Salzburger Hotel mit einer Überdosis Schlaftabletten »den Weg ins Freie«. Als radikaler Aufklärer wusste er, dass im Anfang nicht das Wort, sondern die Erfahrung ist, nicht der Geist, sondern der Leib. Am Ende überwältigte ihn die Erfahrung, und er verzweifelte an der Welt, ohne doch jemals an der Wahrheit des Wortes, an der leisen Stimme der Vernunft gezweifelt zu haben.

Weltweit haben sich in den vergangenen zwei Jahren Gruppen gebildet, die die Flaschenlampen in die Hütten bringen. Denn das Prinzip ist ebenso einfach wie billig und dabei noch umweltfreundlich: Gebrauchte 1,5-Liter-Plastikflaschen werden mit Wasser gefüllt, etwas Bleichmittel dazu, eine Luke muss ins Hausdach eingebaut werden (zumeist wird die Flasche in ein Loch im Wellblechdach verklebt) und die Lampe strahlt bei Tageslicht mit der Intensität einer 55-Watt-Birne. Dank des Wassers diffundiert das Licht und verteilt sich im ganzen Raum. Das Bleichmittel soll verhindern, dass das Wasser verdreckt und die Qualität des Lichts beeinträchtigt.

67 Prozent der deutschen Männer sind zu dick und 53 Prozent der Frauen – diese Zahlen nennt das Robert Koch-Institut, verbunden mit einer Warnung: Viele Deutsche, immer mehr Menschen weltweit fressen sich buchstäblich zu Tode.
In Deutschland sind 2012 rund 12,3 Millionen E-Books gekauft worden. Damit sei der Absatz zweieinhalbmal so hoch wie im Jahr 2011 gelegen, als 4,9 Millionen E-Books gegen Geld heruntergeladen worden waren, teilten die Marktforscher von Media Control gestern mit.
Krisen kennen wir in Italien viele, sie hatten alle ein Ende. Doch diese hier scheint ohne Ausgang!
Wahrhaft große Literatur braucht keine message. Wahrhaft große Literatur braucht nicht einmal einen Inhalt. Ulysses, Joyces Jahrhundertroman, handelt von einem Mann, der durch Dublin läuft und sich ein Stück Zitronenseife kauft. Und der war seinerzeit so sozialkritisch, dass er in Großbritannien verboten wurde.
Die Schuldendecke wurde 1917 eingeführt und in den vergangenen 30 Jahren 40 Mal angehoben. Im vergangenen Jahr kam es bereits zu einem langwierigen Streit, weil die Republikaner sich gegen eine Anhebung des Schuldenlimits sperrten und hohe Ausgabenkürzungen forderten. Das hatte auch eine Abstufung der US-Staatsanleihen zur Folge.

Economist and columnist Paul Krugman declared personal bankruptcy today following a failed attempt to spend his way out of debt.
In a Chapter 13 filing to the United States Bankruptcy Court in the Southern District of New York, lawyers for Krugman listed $7,346,000 in debts versus $33,000 in assets.

Luxemburgs Premier Juncker macht wahr, was er schon mehrmals angekündigt, aber nie vollzogen hatte. Er tritt zum Jahreswechsel als Vorsitzender der Euro-Gruppe zurück. Bemerkenswert daran ist, dass ihn dieses Mal kein einziger der Kollegen mehr bat, zu bleiben. Vielen Regierungschefs ist es längst ein Dorn im Auge, dass Juncker zwar stets den überzeugten Europäer gibt, aber nebenbei sein kleines Herzogtum zu einem völlig überdimensionierten Finanzplatz mit großzügigen Steuervorteilen ausgebaut hat

Als Ryan im Frühjahr 2012 seinen neuesten Kürzungsplan vorstellte, 73 Seiten und 37 Fußnoten stark, befand der konservative Kolumnist Charles Krauthammer, dies sei der am besten erläuterte Selbstmord der Geschichte.

“Look, the last two presidents could conceivably have been put in jail for their drug use. Look what would have happened. It would have ruined their lives,” he said. “They got lucky, but a lot of poor kids, particularly in the inner city, don’t get lucky. They don’t have good attorneys. They go to jail for these things, and I think it’s a big mistake.”

SPIEGEL ONLINE: Es heißt immer, die besten Ingenieure kämen aus Deutschland. Warum?
Browne: Seit Bismarcks Zeiten werden Ingenieure als Teil der deutschen Gesellschaft geschätzt und respektiert. Ich bewundere das. Hier in Großbritannien hingegen wurde die Ingenieurskunst lange nicht angemessen gewürdigt. Aber das kann wieder werden.
SPIEGEL ONLINE: Hilft die deutsche Neigung zur Pedanterie?
Browne: Gründlichkeit ist sehr wichtig im Ingenieurwesen. Sie würden nicht in ein Flugzeug einsteigen wollen, in dem die Piloten sich darauf verlassen, dass alles läuft. Sie erwarten, dass sie vor dem Start pedantisch eine Checkliste abarbeiten und die Passagiere sicher ans Ziel bringen. Das Gleiche gilt für Ingenieure. Sie schaffen etwas Neues mit Hilfe von Chemie und Physik, aber am Ende kommt es darauf an, verlässlich zu liefern.

Mit dem Zumieten weiterer Speicherstandplätze kann der Konzern nicht nur den neuen CIA-Vertrag abdecken, sondern auch mögliche Folgeprojekte anderer Regierungsstellen. Die US-Regierung ist weltweit der grösste Kunde von IT-Unternehmen. Wer einen Vertrag mit einer der US-Agenturen bekommt, hat den Eintritt zu einem Auftragsvolumen von 121 Milliarden Dollar in der Hand. Der Vertrag zwischen dem Geheimdienst und Amazon beläuft sich auf 600 Millionen Dollar über zehn Jahre.
„Selbst ein Blinder kann erkennen, dass bald eine Debatte über Butter oder Gewehre einsetzen wird“, sagt Kenneth Lieberthal, Experte für chinesische Politik an der Brookings Institution in Washington. Gemäß der Definition der „Gewehr- und Butterkurve“ muss eine Volkswirtschaft, die mehr für Rüstung ausgibt, in der Theorie zwangsläufig ihre Nahrungsmittelproduktion verringern, und umgekehrt.

Asien hat 2012 einer Studie zufolge erstmals mehr Geld für sein Militär ausgegeben als Europa. In der neuen Rangfolge schlage sich sowohl der steigende Wehretat Chinas als auch die Wirtschaftskrise in Europa nieder, erklärte das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) heute in London.

profil: Sie lassen auch den „lieben Gott“ auftreten, der allerdings eine traurige Gestalt ist und in der U-Bahn Kunststückchen vorführen muss.
Turrini: Der liebe Gott ist wirklich ein armer Teufel. Es tut mir ja leid, dass ich ihn so zeigen muss, wo ich doch in meiner Kindheit ein Ministrant war und viel Weihrauch geschluckt habe. Aber der liebe Gott hält auch nicht, was er einmal war. Und der Papst schon gar nicht. Die Letzten, die nicht in Pension gehen konnten, waren die Dichter, die Huren und die Päpste. Und jetzt bleiben nur noch die Huren und die Dichter übrig.
Der alte Hass auf den Krieg und auf alle, die mitgemacht hatten, war in Böll so lebendig, dass er sich weder bei Kurt Georg Kiesinger noch beim Münchener Weihbischof Matthias Defregger beruhigen konnte. Bei Defregger kam heraus, dass er als Major der deutschen Wehrmacht im September 1944 17 italienische Bauern in dem Ort Filetto als „Geiseln“ hatte erschießen lassen. Er berief sich auf die Ehre des deutschen Soldaten und der Münchener Kardinal Julius Döpfner bestand auf der Immunität seines Weihbischofs.
Als ich Tayyip Erdogan 2002 zum ersten Mal traf, stand er kurz davor, ins Gefängnis zu gehen. Er hatte ein unliebsames Gedicht öffentlich vorgelesen, und die säkularen Eliten in der Türkei nutzten das, um mit ihm abzurechnen: Für vier Monate musste er in Haft. Aber dann wurde er trotzdem Ministerpräsident. Zehn Jahre regiert er nun.
Following two very pro-Israel presidents, Clinton and George W. Bush, Obama has seemed strangely disconnected. It’s hard to imagine the president reacting the way then-Gov. Bush did on that famous helicopter ride with Ariel Sharon. Flying over Israel’s narrow waist, Bush reportedly noted: “We’ve got driveways in Texas longer than this country is wide.”
Was auf Tepco und die Japaner in Fukushima noch alles zukommt, steht in den Sternen. Frühestens 2021 können Fachkräfte mit der Öffnung der Reaktoren beginnen. Bis dahin müssen 11 400 Brennstäbe aus sieben Abklingbecken geholt und in Betoncontainer verpackt werden. „Die Stilllegung dauert 30 bis 40 Jahre“, sagt AKW-Chef Takahashi. Unabhängige Kenner halten das für einen frommen Wunsch.
David Tepper, who runs the Appaloosa Management hedge fund, earned about 100 times as much as Blankfein last year: $2.2 billion, according to Institutional Investor’s Alpha survey, cited by the Financial Times.

Die Wohnhäuser, die in Neukölln auch Roma-Pensionen genannt werden, gehören Leuten wie Thilo Peter, Steuerberater und ehemaliger Bürgerdeputierter für die CDU in Charlottenburg. Für seine Mieter ist Peter ein Phantom, sie sind ihm noch nie begegnet. Durch seine Häuser streift ein Mann namens Yalcin, der die Mieten an der Haustür kassiert.

Innerhalb von fünf Jahren hat Italien ein Viertel seiner Industrieproduktion verloren. Für Bill Emmott, den ehemaligen Chefredakteur des britischen Wirtschaftsmagazins „Economist“, ist das Schicksal Italiens ein Menetekel für ganz Europa. „Das ist das Warnzeichen für den europäischen Niedergang“, sagt Emmott.

Der damals 19-jährige Journalist Klaus Quirini fand dies langweilig und sagte das Schwendinger. Dieser forderte Quirini auf, es selbst zu versuchen. Quirini machte es besser und wurde engagiert. Die Tanzbar wurde ein Erfolg und Quirini der erste DJ der Welt.

Schon Allen Dulles’ Schwester hatte einem Freund anvertraut, es gebe Dinge, die der Bruder nicht einmal dem Präsidenten mitteilte: «Es ist besser so.»
Die raison d’être moderner Staaten ist die Gewährleistung von Sicherheit und Wohlergehen der Bürger. Die obersten Repräsentanten des japanischen Staats zögerten nicht, sich dieser Verantwortung unverzüglich zu stellen. Im Rückblick müssen wir dennoch feststellen, dass es dem Staat als Ganzem nicht gut gelungen ist, ihr und den Erwartungen der Opfer gerecht zu werden. Das hat vielfältige Ursachen, deren geringste persönliches Versagen ist. Sie liegen zum einen in den Ausmassen der Katastrophe und sind zum anderen in institutionellen Strukturen und in der politischen Kultur zu suchen.

Im Vorwort zu Ross’ Buch rechnet der US-Jugendstrafrechtsexperte Bart Lubow vor, dass es den Staat 88.000 US-Dollar (68.000 Euro) kostet, einen Straftäter ein Jahr lang in ein Jugendgefängnis zu sperren, während die Ausbildung an einer höheren staatlichen Schule mit 8.000 Dollar pro Jahr zu Buche schlägt.

In all dem Chaos, Kanonendonner, Geschrei, unterlegt vom Brummen eines bulgarischen Flugzeugs, entstand der Auftakt des Poems «Zang tumb tumb», das für den Futurismus eine Schlüsselrolle spielte. «Il bombardamento di Adrianopoli» ist sein populärster Teil. Marinetti war in diesen Tagen Zeuge des ersten Kampfeinsatzes der bulgarischen Luftwaffe. Das erste Mal überhaupt, dass ein Flugzeug in Europa zum Kriegführen benutzt wurde.
Difficilmente la situazione migliorerà con l’arrivo delle prossime vacanze di Pasqua. Se languono gli arrivi di stranieri (cali tra il 10 e il 15%) dalle rilevazioni sulle agenzie di viaggio si evince poi che molti italiani non lasceranno casa: „Le prenotazioni di vacanze fuori appaiono in deciso calo, per ora la flessione registrata è del 20%, da cui consegue la previsione di un vero e proprio crollo dei fatturati, da un minimo del 30% a un massimo del 40%. La spesa media per il viaggio di Pasqua, quest’anno, si aggira intorno alle 300-400 euro per una vacanza di 4-5 giorni e di 200-300 euro per quella di tre giorni“.
profil: In den Briefen, die Bruno Kreisky zwischen 1946 und 1951 aus Wien an seine Frau in Schweden schrieb, ging er mit keinem Wort auf die Nazis oder den Holocaust ein, obwohl Dutzende seiner Verwandten umgebracht worden waren. Wie ist das möglich?
Fischer: Es gibt zwei Typen von Menschen, die an dieser Zeit litten. Die einen kommen davon nicht mehr los, wie zum Beispiel Rosa Jochmann, mit der man nicht länger als zehn Minuten sprechen konnte, ohne dass man bei diesem Thema landete. Sie erzählte mir noch in den 1970er-Jahren, dass sie oft nicht schlafen könne und in der Nacht noch immer die junge Polin schreien und weinen höre, die neben ihr auf dem nackten Boden in der Dunkelhaft verhungert und erfroren war. Eine andere Gruppe wollte einfach nicht mehr daran denken und kapselte alles in sich ein.
Mit der von Andi Borg oder Hansi Hinterseer präsentierten immergleichen Berg-und-Tal-Seligkeit lassen sich inzwischen nicht viele Blumentöpfe gewinnen.

Ist das nur im angelsächsischen Raum so ? Nein, sagt uns ein kurzer Blick durch den Blätterwald der Medien. Beispiel Italien ort hat ein Besuch der New York Times ergeben, dass von geschätzten sechs Millionen Firmen in den vergangenen 12 Monaten jeden Tag 1.000 Pleite gegangen sind. Nur der Komet, der die Saurier erledigte, war schneller.

peking….
Es liegt ein faules, rauchiges Aroma in der Luft. Der Kopf tut einem weh. Die Baukräne auf der anderen Straßenseite sind nur mehr in weichen Umrissen zu erkennen. Und wenn man zwei Minuten mit dem Hund vor der Tür war, sagen die Kinder: „Du riechst nach Lagerfeuer.“
Und die Verluste sind kolossal. Laut einem aktuellen Bericht über die Folgen der Krise von 2008 von Better Markets – einer Organisation, die für umfassendere Finanzreformen eintritt – belaufen sich die durch die unverantwortliche Risikofreudigkeit der Finanzinstitute verursachten Kosten der Finanzkrise für die US-Volkswirtschaft auf mindestens 12,8 Billionen Dollar. Einen großen Teil dieser Kosten tragen die 47% der amerikanischen Bevölkerung mit dem niedrigsten Einkommen – in Form von Arbeitslosigkeit und aus den Schienen geworfenen Lebensentwürfen.
Mittendrin agierten Irre wie der CIA-Chemiker Sidney Gottlieb, der die Giftspritze für die Ausschaltung des kongolesischen Übels Patrice Lumumba präparierte. Im Kongo folgte auf Lumumba, der dann erschossen wurde, Mobutu Sese Seko. Die CIA schmierte den Tyrannen über Jahrzehnte, derweil er mordete und sein Land ruinierte. Aber auch für ihn galt, was Franklin Roosevelt über den nicaraguanischen Autokraten Anastasio Somoza gesagt haben soll: «Er mag ein Hundesohn sein, aber er ist unser Hundesohn.»
Some of the images from Kim Jong-un’s secretive regime could have been from a Hollywood spoof. In one photograph, the podgy dictator dressed in his buttoned-up suit studied a map, ostentatiously labelled „US Mainland Strike Plan“.
Wie sehr Margaret Thatcher ihre Umwelt beeindruckt hat, zeigen die vielen Spitznamen, die ihr im Laufe der Zeit verliehen wurden. „Englands bester Mann“, wurde sie von US-Präsident Ronald Reagan genannt; eine russische Armeezeitung erfand 1976 den Namen „Eiserne Lady“
Caruso schaut aus dem Fenster über das türkisblaue Meer, zeigt nach Capri, zeigt nach Ventotene, jener Insel, auf der 1941 der politische Gefangene Altiero Spinelli das berühmte Manifest eines vereinten, starken Europas geschrieben hatte. Spinelli war Kommunist, wie es auch mal die Merkel war, sagt Caruso. In Haft unter Mussolini träumte er von einer Zukunft ohne Krieg, Faschismus und Nationalstaaten.
Gratiskäse gibt es eben nur in der Mausefalle.

Das Flaggschiff der Sozialpolitik heißt immer noch „Bolsa Família“, eine Art Familiensozialhilfe, deren Leistungen an den Schulbesuch und Impfnachweise für Kinder gekoppelt ist. 2013 wird das Volumen allein für dieses Sozialprogramm auf rund 24 Milliarden Reais (rund 9,3 Milliarden Euro) steigen, was rund 0,46 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entspricht. Fast 50 Millionen bedürftige Brasilianer stehen direkt oder indirekt auf der Empfängerliste für soziale Hilfen. Der übergeordnete Plan „Brasil sem Miséria“ (Brasilien ohne Elend) hat ein klares Ziel: Jeder Brasilianer soll mindestens 70 Reais (27 Euro) im Monat zum Leben haben.

….wirtschaftliches….

Schließlich hat Apple an der Wall Street ein Gewicht wie kein zweites Unternehmen. Der Aktienindex S&P 500 konnte im vergangenen Jahr etwa um sechs Prozent zulegen. Allerdings: Ohne den Technologiekonzern aus Kalifornien wäre der Index im selben Zeitraum um drei Prozent geschrumpft. Um eine Firma mit ähnlich großer Wirkung zu finden, müsse man mehr als drei Jahrzehnte zurückgehen, schrieb die Wirtschaftsseite Marketwatch und meinte den Computerkonzern IBM. „Und selbst dann kommt man nicht annähernd an die Bedeutung von Apple heran.“
Firmen in China und Indien investieren heute dreimal so viel in Forschung und Entwicklung wie noch 2007. In den USA ist die Zahl der Patente dagegen rückläufig. Bislang, schlussfolgerte die Boston Consulting Group vor wenigen Tagen in einer Studie zum Aufstieg der Schwellenländer, dominierten Samsung und Apple zwar scheinbar den Smartphone-Markt. Doch in ihrem Schatten schickten sich Firmen wie Huawei aus China an, die Branche aufzumischen.

Migranten aus Entwicklungsländern werden heuer 400 Mrd. Dollar (312,28 Mrd. Euro) in ihre Herkunftsstaaten überweisen. Das sind um 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. In vielen armen Ländern machen diese Rücküberweisungen einen großen Teil der gesamtwirtschaftlichen Leistung aus. Das geht aus dem Migrations- und Entwicklungsbericht der Weltbank hervor.
Die höchsten Rücküberweisungen wird es nach Indien (70 Mrd. Dollar), China (66 Mrd. Dollar), in die Philippinen und nach Mexiko (je 24 Mrd. Dollar) sowie Nigeria (21 Mrd. Dollar) geben. Am wichtigsten sind diese Rückflüsse aber für Tadschikistan, wo sie im Vorjahr 47 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) ausmachten. Dahinter folgen Liberia (31 Prozent) und Kirgistan (29 Prozent).

In den vergangenen zehn Jahren sank das durchschnittliche Haushaltseinkommen in Italien um fast 40 Prozent – von 26 000 auf 15 600 Euro im Jahr.
In Washington war jedenfalls klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Volcker riet dem damaligen Finanzminister John Connally, das Dollar-Gold-Versprechen zu kündigen. Tatsächlich teilte Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 der Welt in einer Fernsehansprache mit, dass die USA „vorübergehend“ die Konvertibilität von Dollar in Gold aussetzten. Der „Nixon-Schock“ war gleichzeitig das Ende von Bretton Woods.
Der bilaterale Handel umfasste 2011 rund 340 Milliarden Dollar. China ist für Japan der wichtigste Handelspartner; Japan liegt für China auf Rang drei hinter der EU und den Vereinigten Staaten.
Selbst wenn man sie alle zusammennimmt, kommen Italien, Spanien, Portugal und Griechenland gerade einmal auf neun Prozent der jährlichen Exporterlöse Deutschlands im Wert von 1,1 Billion Euro.
Damals, so sagt der Chefökonom von HSBC, Stephen King, habe das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Chinesen dem durchschnittlichen Äquivalent eines US-Amerikaners aus dem Jahre 1790 entsprochen, 2010 hat dieser Wert bereits das US-amerikanische Niveau von 1940 erreicht. Demnach leistete China in jeweils zehn Jahren dieselben Fortschritte, für welche die USA einst jeweils 50 Jahre gebraucht hatten. Die indischen Verhältnisse schaffen das immerhin noch im Verhältnis von zehn zu dreißig.

Jack Lew, 57, US-Finanzminister und Defizitverwalter im Dauerstress, fängt wieder da an, wo sein Vorgänger Timothy Geithner aufgehört hat: Er versucht, die EU von ihrem Sparkurs abzubringen.

….giftzwerge….

Aber sonst läuft es nicht schlecht im kleinen Ländchen. Gleich um zehn Prozent ist die Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen, und Fürst Adam frohlockte, die Verunsicherung im Euroraum wirke sich positiv auf den Finanzplatz Liechtenstein aus. Für jene Länder, deren Milliardäre ihre Kohle sicherheitshalber nach Vaduz verbracht haben, hatte er im Vorjahr übrigens auch einen Rat zur Hand: Die solle man einfach pleitegehen lassen.
Danke, Durchlaucht.
Experten haben berechnet, dass 16,5% des kubanischen BIP direkt von Venezuela finanziert werden. Die Bruderhilfe stieg in den letzten Jahren rasant an. Sie betrug 2005 rund 4,4 Mrd. $. Heute liegt sie bei 14,7 Mrd. $. Vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion betrug die Unterstützung Kubas aus dem Ostblock 22% des BIP.
Weltweit gibt es laut einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) 12,6 Millionen Haushalte, die ein Vermögen von mehr als einer Million Dollar besitzen. Ein Großteil – 5,1 Millionen – findet sich in den USA. In Deutschland sind es laut BCG immerhin gut 345 000 Haushalte. Zu den „Superreichen“ mit 100 Millionen Dollar oder mehr, zählen in Deutschland lediglich 807 Haushalte.

Der politische Ökonom Mancur Olson beschrieb genau solche Konflikte in seinem Meisterwerk „Die Logik des kollektiven Handels“ in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er erklärte den Erfolg Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Tatsache, dass durch den Krieg die alten Lobbystrukturen zerstört wurden.
Man kann Olson auf viele Bereiche anwenden: Die neue europäische Bankenaufsicht dürfte allein deswegen effizienter sein, weil die Bankenlobby das neue System noch nicht so im Griff hat wie das alte. In Spanien musste trotz der Bankenkrise keine einzige Bank dichtmachen. Eine unvoreingenommene europäische Behörde könnte da härter durchgreifen.

Seit der Finanzkrise hat die Zahl der mit Toprating “AAA” versehenen Länder um 60% abgenommen. Unter den großen Wall Street-Firmen gibt es mit Automatic Data Processing, Exxon Mobil, Johnson & Johnson sowie Microsoft nur noch vier, die eine Bestnote der Ratingagenturen für ihre Kreditwürdigkeit vorweisen können.

Selten war ein Fondshaus so erfolgreich wie die französische Carmignac Gestion. In wenigen Jahren sammelten Gründer Edouard Carmignac und sein Team über 50 Milliarden Euro ein. Der Großteil floss in das Flaggschiff „Carmignac Patrimoine“. Der weltweit anlegende Mischfonds verwaltet heute 28 Milliarden Euro. Er führt mit einem jährlichen Wertgewinn von 6,9 Prozent die Hitliste seiner Vergleichsgruppe an.

Putin ist nicht dafür bekannt, selbst sein größter Kritiker zu sein. Immerhin macht er aber manchmal Kritiker zu seinen Beratern: Im April 2012 sagte die Chefvolkswirtin der Sberbank, Russlands größter Bank, das gravierendste Problem der Regierung sei ihre eigene Widersprüchlichkeit, Benommenheit und Inkonsequenz bei Reformen. Zu dem Zeitpunkt war Putin Ministerpräsident. Wenig später saß er wieder auf dem Präsidentensessel. Und machte die Sberbank-Ökonomin Xenia Judajewa im August zur Leiterin der Expertenkommission, die ihm in wirtschaftlichen und sozialen Fragen zur Seite stehen soll.
O’Neill weist darauf hin, dass China, sogar “nur” um 7,7% im Jahr 2012 wachsend, “alle 11-einhalb Wochen das Äquivalent einer griechischen Wirtschaft schafft”. Chinas Verlangsamung war “strukturell und zyklisch” – ein “geplanter Abschwung”, um Überhitzung und Inflation zu kontrollieren.
Seit der Erfindung der Dampfmaschine hat der Kapitalismus die »größte Wohlstandsvermehrung der Weltgeschichte ausgelöst«, wie der Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe feststellte. 1960 lebten noch drei Milliarden Menschen auf der Welt, heute ernährt sie sieben Milliarden; betrug die durchschnittliche Lebenserwartung auf dem Planeten um 1950 noch 47 Jahre, stieg sie bis heute auf 68 Jahre. Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts setzte das kapitalistische System dann eine weitere technologische Revolution in Szene und mutierte zum »digitalen Kapitalismus«.

….algorythmisches….

Fast 30 Prozent weniger Einbrüche gab es diesen Juli in Los Angeles im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür soll ein von Forschern der Universität Santa Clara entwickelter Algorithmus sein, der vorhersagt, in welchen Bezirken es wahrscheinlich zu einem Verbrechen kommt. Auf diese Prognosen hat die Polizei ihre Streifenfahrten abgestimmt und mögliche Verbrecher wohl abgeschreckt.
So etwas können Algorithmen schon: Sie wissen, wie sich Menschen verhalten werden. Algorithmen sind uns sehr nahe gekommen, ändern unser Verhalten und geben uns Ratschläge. Auch können sie theoretisch die ganze Weltwirtschaft beeinflussen, indem sie beim Finanzhandel mitmischen. Sie finden den passenden Ehepartner und entscheiden über unsere Kreditwürdigkeit.

Romneys Team klagte hingegen in den letzten Tagen vor der Wahl über Probleme mit dem Computersystem.
Diese Fehler haben mich auch verwundert, denn Geld war genug vorhanden. Die dritte Erkenntnis: Trotz all der Planung und der umfassenden Organisation moderner Wahlkämpfe können einzelne Ereignisse das Meinungsbild der Wähler zumindest kurzzeitig verändern. Das war eindeutig nach der ersten TV-Debatte so, bei der Obama sehr schlecht aussah und Romney aufholen konnte. Doch diese Stimmungsänderung hielt nicht bis zum Wahltag am 6. November an. Aber es wird sicher Monate dauern, bis alle Daten ausgewertet sind und wir Wissenschaftler uns ein umfassendes Bild machen können.

Schirrmacher zeigt, wie mit dem Ende des kalten Krieges diese Logik auf die Wallstreet übergreift: Weil die arbeitslosen Pentagon- Mathematiker und Physiker in die Welt des Geldes wechselten – mit ihren Algorithmen, Formeln und Computerprogrammen. Wie im kalten Krieg ging es auch dort radikal und ausschließlich um den eigenen Vorteil. Frank Schirrmacher erklärt: „Es sind entfesselte Algorithmen in der Finanzwelt, die nach Spieltheoretischen Modellen innerhalb von Nanosekunden ständig operieren. Also: den Gegner bluffen, angreifen, das Gemeinwohl spielt da natürlich überhaupt keine Rolle mehr. Und aus diesem Ganzen zum Teil katastrophale Kaskaden in Gang setzen.“

Mit seinem Forschungspartner David Gale entwickelte Shapley dazu ein Verfahren – den sogenannten Gale-Shapley-Algorithmus. Etwas vereinfacht gesagt geht dieser Algorithmus so: Stellen Sie sich einen Heiratsmarkt vor, an dem zehn Frauen und zehn Männer teilnehmen. Jedes dieser Individuen hat unterschiedliche Vorlieben, was die Heiratspartner angeht. Ausprobieren ist aber nicht erlaubt, denn die Pärchenbildung muss beim ersten Mal klappen.
Um die bestmögliche Konstellation herbeizuführen, erstellt nun jede der Frauen eine Rangliste der Männer nach Beliebtheit. Es folgt ein Heiratsantrag, den Männer annehmen oder ablehnen können. Nach dieser ersten Verteilrunde beginnt die Prozedur von neuem: Die Frauen ordnen die verbleibenden Männer nach Beliebtheit und stellen Anträge, die Männer sagen zu oder ab. Nach einigen Runden sind alle Pärchen gebildet, das Spiel ist zu Ende.

Unlängst wurde sie wieder auf beklemmende Weise vor Augen geführt. Am 21. Januar wurden auf dem Gasfeld von Amenas in der Wüste Algeriens 37 Ausländer getötet, unter ihnen zehn Japaner. Sie waren dort für die Japanese Gasoline Co. tätig. Einer von ihnen, Fumihiro Ito, stammte aus Minami-Sanriku, einer Hafenstadt an der japanischen Küste, die am 11. März 2011 fast komplett weggespült wurde; auch sein Elternhaus. Seine Geschichte und die der anderen getöteten Geiseln haben die Japaner in unvergleichlich grösserem Masse betroffen gemacht als andere Unglücke, bei denen ebenso viele Menschen zu Schaden kamen. Denn dieser Vorfall verkörpert die ganze traumatische Bedrängnis, in der sich viele Japaner heute sehen. Trotz karger und oft widriger Natur haben sie sich einen hohen Lebensstandard geschaffen, für den sie weithin bewundert werden. Um ihn zu erhalten, müssen sie aber auf den globalen Märkten, insbesondere denen der Energie, aktiv sein, wo sie wiederum mit unkalkulierbaren Risiken konfrontiert werden. Einen Ausweg scheint es nicht zu geben, ja nicht einmal eine Vision, die sich die japanische Gesellschaft mehrheitlich zu eigen machen würde. Weiterlavieren in der Politik ist die Folge.

Einige Links….von der endlosen Anzahl….

http://www.brookings.edu/research/interactives/2013/federal-budget-hamilton

http://repository.upenn.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1005&context=think_tanks

http://www.telegraph.co.uk/history/9653497/British-have-invaded-nine-out-of-ten-countries-so-look-out-Luxembourg.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article110591813/Frankreich-baut-ein-Kraftwerk-unter-Wasser.html

http://www.welt.de/welt_print/kultur/literatur/article7637435/Mit-Johannes-Gross-gegen-die-Dummheit.html

http://www.nytimes.com/2012/10/30/opinion/brooks-the-upside-of-opportunism.html?ref=opinion&_r=0

http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204846304578093230088154020.html?mod=WSJ_hp_us_mostpop_read

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissenschaften-der-homo-oeconomicus-lebt-11938235.html

http://faculty-gsb.stanford.edu/aaker/pages/documents/SomeKeyDifferencesHappyLifeMeaningfulLife_2012.pdf

http://www.capital.de/politik/:Wirtschaftshistoriker-Plumpe-im-Capital-Interview–Krisen-sind-das-Brot–und-Butter-Geschaeft-des-Kapitalismus/100050296.html?p=2
http://www.guardian.co.uk/business/interactive/2012/oct/17/eurozone-crisis-interactive-timeline-three-years

http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424127887324103504578375732008819880.html#project%3DDEPGpreise%26articleTabs%3Darticle

http://aliteroflight.org/

*1
Letztes Splitter/Unikredits-Posting vom 17.08.2012:
http://www.bunker99.blogspot.it/2012/08/blog-post.html
Kategorie:
https://anderb.wordpress.com/category/splitter/

3 Antworten to “Splitter”

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