….splitter….

…an ear bashing….

Eine Zivilisation, die das Gedächtnis verloren hat, und von Tag zu Tag, von Ereignis zu Ereignis taumelt, ist unverantwortlicher als das Vieh, denn dieses verfügt über die Sicherheit der Instinkte.“
Siegfried Gideon

„Der Weg in die Verzweiflung besteht in der Weigerung, jegliche Art von Erfahrung zu machen.“ Flannery O’Connor
Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.
Gustav Mahler

Niemand köpft leichter, als jene die keine Köpfe haben.
Dürrematt

Wenn Wahlen etwas verändern würden, dann wären sie verboten.
Kurt Tucholsky

„Wenn sich jemand über viele Jahre einer intensiven Fahndung entziehen kann, dann genießt er staatlichen Schutz.“

Bruce Riedel

„Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle“, sagte Robert Bosch einmal.

The problem wasn’t that Lehman Brothers had been allowed to fail. The problem was that Lehman Brothers had been allowed to succeed.“

 

1990 erzählte Steve Jobs Journalisten bei einem Interview diese Geschichte: Wissenschaftler haben untersucht, welche Lebewesen auf der Erde ihre Energie am effizientesten zur Bewegung einsetzen. Der Kondor schnitt am besten ab, die Menschen waren im unteren Drittel der Rangliste – solange sie zu Fuß unterwegs waren. Als man den Kraftaufwand eines Fahrradfahrers analysierte, war diese Kombination dem Kondor weit überlegen. Jobs schlussfolgerte: „Computer sind das bemerkenswerteste Werkzeug, das wir erschaffen haben. Sie sind die Fahrräder für unseren Geist.“

Der Lohnunterschied ist beträchtlich. Gemäß dem Büro für Arbeitsstatistik verdiente 2009 der durchschnittliche Arbeiter in den Vereinigten Staaten von Amerika in der Stunde $23,03 netto. Pro Stunde kommen dazu $7,90 für Sozialversicherung und $2,60 Unternehmerbeitrag, so dass sich die gesamten Kosten für eine durchschnittliche Arbeitsstunde auf $33,53 belaufen.

In China betrugen die Kosten für die Arbeitsstunde $1,36, in Indien mit ein paar Cents auf oder ab ungefähr dasselbe. Eine Firma, die 1.000 Arbeitsplätze nach China verlegt, erspart sich jede Stunde $32.000 an Lohnkosten.

Die verlorenen Jobs an der New Yorker Wall Street dürften „bis etwa 2023“ nicht wieder neu entstanden sein, schätzt Volkswirtin Marisa Di Natale von Moody’s Analytics.

Als Sarkozy noch Innenminister war, hatte er einmal Besucher aus den armen Pariser Vororten ins Ministerium geladen. Er stellte sich ihnen so vor: »Ich komm von unten. Hab nix geerbt. Hab nicht die gleichen Schulen besucht wie die da oben, nicht den gleichen Namen, nicht die gleiche Art zu reden – aber hab nie den Kopf gesenkt.«

Das ist Wirtschaftspolitik im Westen geworden – ein Werkzeug der Reichen, das diese benutzen, um sich selbst zu bereichern, indem sie unter dem Rest der Bevölkerung Armut verbreiten.

Genau neun Jahre, sieben Monate und 20 Tage nach dem 11.September 2001 beendete ein Amerikaner bin Ladens Leben. Die erste Kugel trifft bin Laden in der Brust. Als er nach hinten fällt, gibt der Seal einen zweiten Schuss auf seinen Kopf ab, genau über dem rechten Auge. Dann gibt er per Funk durch: „Für Gott und Vaterland– Geronimo, Geronimo, Geronimo.“ Und, nach einer kurzen Pause: „Geronimo E.K.I.A.“– Enemy Killed in Action, Feind im Kampf getötet.

Europäische Banken, darunter UBS, Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland und Credit Suisse haben seit Jahresmitte bereits mehr als 70.000 Stellenstreichungen angekündigt – mehr als in den USA, wo die Banken 42.000 Arbeitsplätze abbauen wollen, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

 

sueddeutsche.de: Die meisten Deutschen glauben, sie leben in einer sozialen Marktwirtschaft?

Ernst: Wir stecken so tief im Kapitalismus, dass wir einen eklatanten Abbau von Demokratie und Wohlstand in ganz Europa erleben. Im Bundestag sind die Abgeordneten doch oft nur noch Marionetten, die abnicken, was die Wirtschaft vorgibt. Die Bankenrettungspakete werden von den Banken geschrieben. Befristung, Leiharbeit, Minijobs – alles nimmt zu. Arbeit wird so billig wie Dreck. Man muss wieder Eintritt beim Arzt bezahlen, wie zu Bismarcks Zeiten. Bürgerrechte werden geschliffen. Also, wenn dies hier kein Kapitalismus ist, dann weiß ich nicht, was Kapitalismus sein soll.

 

Ist denn das die Lektion, die uns Shakespeare über die Macht erteilt?

Shakespeare hat sich leidenschaftlich für Macht interessiert in allen ihren Formen. In «Macbeth» sagt Lady Macbeth zu ihrem Mann: Du willst Macht haben, aber nicht das Nötige tun, um an die Macht zu kommen. Also das Böse tun. Damit sagt Shakespeare: Wer Macht ausübt, tut immer irgendwie Böses. Macht ist bei ihm immer ein Gewaltverhältnis, auch die Macht des Staates in Bezug auf den Einzelnen. Wer sich politisch mit der Macht einlasse, müsse wissen, dass er mit Dämonen handle, sagt 400 Jahre später genauso Max Weber. Wie zu Shakespeares Zeiten Machiavelli. Machtausübung muss immer einkalkulieren können, dass sie auch Böses tut und tun muss.

 

Die Handvoll Parameter die seit Jahren dazu verwendet werden der Bevölkerung die „gigantischen“ Erfolge des aktuellen Wirtschaftssystems zu verkaufen waren noch nie dazu da den Lebensstandard, die beteiligung am geschaffenen Wohlstand und an den Produktivitätsfortschritten für den Standard-Lohnempfänger zu messen. Davon sind wir nach wie vor sehr weit entfernt obwohl es bereits Alternativen gibt.

 

Die Landesämter für Verfassungsschutz von Thüringen und Sachsen haben bereits erklärt, dass die Verbrecher keine V-Leute sind. Merkwürdig nur – keiner hat dort angefragt.

 

 

 

Seit 2007 weiß man sogar, dass das technisch möglich ist. Damals hatte ein US-Cyberangriff die Radaranlagen der syrischen Luftabwehr lahmgelegt, so lange Israels Luftwaffe eine syrische Atomanlage zerstörte.

Er erzählt dazu eine Geschichte aus seiner Jugend, als er gleich nach dem Zweiten Weltkrieg in England studierte. Damals hätten die englischen Eliten wegen der hohen Opferzahlen im Krieg an einem »Schuldkomplex gegenüber ihren Unterschichten gelitten«, sagt Lee. Deshalb hätten sie den Wohlfahrtsstaat eingeführt. »Der Plan war: Doktoren, Zahnärzte, Optiker – alles gratis«, erinnert sich Lee. Er habe damals eine Brille bekommen und seinen Arzt gefragt: Was kostet die? Der antwortete gar nicht und sagte nur, Lee solle da unterschreiben. »Das war eine Lektion, die ich nie vergessen habe. In Singapur ist nichts kostenlos«, sagt Lee. Er hebt dabei seine zitternde Hand mit ausgestreckten Fingern hoch über den Tisch – es ist die Siegergeste des alten Mannes.

 

Schon mal überlegt, dass vielleicht die Armen nicht sozialer sind, weil sie arm sind, sondern arm, weil sie sozialer sind? Das wäre meine Theorie; um reich zu werden braucht man eine gewisse Skrupellosigkeit, die gewisse Leute nicht haben und es deshalb nie zu viel Geld bringen.

….pädagogisches….
Stimmt Menschen töten Menschen – nicht Waffen. Und ich wünsche jedem „Gutmenschen“ die Erfahrung, die Aussichts- und Wirkungslosigkeit „eines deeskalierenden pädagogischen Gespräches“ am eigenen Leibe zu erfahren und dann halbwegs ungeschoren davonzukommen….

Im Jahre 2008 hatte Barack Obama als Präsidentschaftskandidat den Irak-Krieg noch zum Wahlkampf-Thema gemacht. Jetzt war ihm die Ankündigung, die letzten 39.000 Soldaten würden noch vor Weihnachten heimkehren, genau sechs Minuten Redezeit wert. Die Amerikaner reagierten mit Schulterzucken; auch die übrige Welt ignorierte das Ereignis. Welch ein kurioses Phänomen, dass ein Krieg, dessen Ausbruch die Welt spaltete, nun so seicht plätschernd endet!

 

Nachdem Thompson Fear and Lothing in Las Vegas gesehen hatte, rief Depp den Autor hochnervös an, um ihn zu fragen, ob er den Film furchtbar fände. „Gott, nein“, habe Thompson geantwortet. „Er war wie ein gespenstischer Trompetenruf über einem verlorenem Schlachtfeld.“ Ehrfürchtig wiederholt Depp diesen Satz, der „einfach so aus Thompson heraus kam.“ „Verdammt, was für ein schöner Satz“, habe er damals gedacht.

 

….die economic royalists….

Die Anti-Banken-Proteste in Amerika haben bereits einen Effekt: Sie lösten auffallend hysterische Reaktionen seitens der Wall Street aus, der Superreichen im Allgemeinen und der Politiker, die zuverlässig die Interessen aller Wohlhabendsten bedienen, obwohl diese gerade mal ein Hundertstel von einem Prozent der US-Bevölkerung stellen. Diese Reaktion zeigt etwas Wichtiges – und zwar, dass die Extremisten, die wirklich die amerikanischen Werte bedrohen, jene sind, die Franklin D. Roosevelt „economic royalists“ nannte.
….welche Vorzüge?….

“Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.” – Gebrüder Rothschild, London, am 28.Juni 1863 an US-Geschäftspartner

 

profil: Ist die Schuldenkrise über das rein finanzpolitische Syndrom hinaus nicht auch eine Krise des westlichen Wertekanons?
Schirrmacher: Ganz eindeutig! Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman schrieb kürzlich, eine Gesellschaft, in der ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager so viel verdient wie alle Lehrer des Bundesstaates New York zusammen, hat ihr Wertesystem pervertiert. Das gilt auch für den bürgerlichen Leistungsbegriff: Leistung wird im Grunde überhaupt nicht mehr belohnt – soweit es sich dabei nicht um virtuelle Finanztransaktionen handelt.

 

Friedman geht mit den großen Wall Street-Banken knallhart ins Gericht. Er wirft dem Kongress vor, ein “Forum legalisierter Bestechung” zu sein, in dem der Ausschuss für Finanzdienstleistungen satte 61 (!) Mitglieder hat, um mehr Geschäfte mit dem Verkauf von Stimmen an die Finanzindustrie zu machen.

Laut Friedman hat die Finanzindustrie (inkl. Immobilien) von 1990 bis 2010 addierte 2,3 Mrd. Dollar in die Wahlkämpfe von Abgeordneten gesteckt, mehr als der Gesundheitssektor, die Energiewirtschaft, der Militärbereich, die Landwirtschaft und das Transportwesen zusammen.

Mittags kommen immer die Schüler, und das heißt: die Ungewissheit darüber, welcher der kleinen Menschen wortlos ein 20-Cent-Stück in die Wollmütze von Werner H. hineinlegt und welcher bloß wieder ein 1-Cent-Stück hineinpfeffert und mit viel Gelächter und beleidigenden Worten weiterziehen wird. Werner H. Kennt beides.

CBS sendet aus South Carolina – dem Südstaat, der 1860 als erster aus der Union austrat und so den Amerikanischen Bürgerkrieg anzettelte.

„Bürgerkrieg“, sagt King und meint mehrere einander überlagernde Krisen zwischen dem Mord von Dallas und dem Watergate-Skandal: erstens das Auseinanderbrechen der oligarchischen Allianz zwischen jenen nordöstlichen und südwestlichen Eliten, die der im September dieses Jahres verstorbene Politologe Carl Oglesby „Yankees“ und „Cowboys“ taufte und deren Burgfrieden den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur Weltmacht nach 1945 ermöglicht hat.

A Saudi royal offered a $900,000 reward to anyone who captures an Israeli soldier, on Saturday. Prince Khaled bin Talal, the brother of business tycoon Walid bin Talal, told the Saudi-based broadcaster Al Daleel that the captive would then be released in exchange for Arabs held in Israeli prisons.

Aber die grösste Angst ist: der eigenen Frau erzählen zu müssen, dass man den Job verloren hat. Man sollte meinen, dass die Männer in einer solch schwierigen Lage von ihren Ehefrauen unterstützt werden. Das Gegenteil ist der Fall: Die Banker-Frauen haben sich an einen Lebensstil gewöhnt. Sie wünschen sich alle zwei Jahre eine neue Kücheneinrichtung.

Wer sich gegen Rechtsextremismus engagiert, gerät schnell in die Fänge von Polizei und Justiz.

»Für viele ist die Universität eine völlig andere Welt«, sagt Joan Putnam, die Vorsitzende des Veterans Center an der Universität – der Dachorganisation, zu der auch das Veteranenhaus gehört. »Die Veteranen waren vor kurzer Zeit noch in Kriegsgefechten – und sitzen in der Uni dann auf einmal neben Teenagern, die sich vor allem Sorgen um die Farbe ihres Handys machen.«

«Hunger ist die grösste Massenvernichtungswaffe mit weltweit 36 Millionen Toten pro Jahr», sagte der Tiroler Caritas-Direktor Georg Schärmer.

 

Wer die Folgen einer geplatzten Immobilienblase unterschätzt, findet in Spanien wachrüttelnden Anschauungsunterricht. 700 000 unverkaufte Wohneinheiten warten dort zurzeit auf Käufer. Laut der spanischen Zentralbank sind 176 Milliarden Euro an wackligen Hypotheken ausstehend.

«Legen wir bei jedem Fluch Rahms 25 Cents in eine Büchse, ist die Finanzkrise überwunden», witzelt Nancy Pelosi, Chefin der Demokraten im US-Kongress.

Der Spitzname, der für die politische Doppelspitze gebräuchlich ist, Medwedput, bedeutet übersetzt prophetisch „Bärenweg“. Wer in ihrem Paartanz führt, kann man auch daran erkennen, dass Medwedjew den Gang und die Sprechweise Putins nachahmt. Malaschenko findet sogar, dass die Gesichter der zwei einander immer mehr ähnelten und beide zusammen wirkten wie ein Kreuz-Bube, mit dem russische Wahrsager Ideenreichtum, Aktivität, aber auch Unehrlichkeit assoziieren.

 

Sprich: Das ganze Land ist inzwischen so marode, dass die Financial Times bereits von den »Vereinigten Staaten des Notstands« schrieb.

 

Der Kanzler, schrieb sie, „besitzt die drei seltenen Gaben, die einen Staatsmann ausmachen: erstens die Fähigkeit, klar zu analysieren; zweitens das Talent, mit scharfem Blick zu erkennen, was davon in praktische Politik umgesetzt werden kann; und drittens die Beredsamkeit, andere von der Richtigkeit seiner Ansichten zu überzeugen“

….mexikanisches Gesetz….

Es wird erzählt, das Pancho Villas Kopf von Emil Levis Holmdahl im Auftrag von Prescott Bush für die Summe von 25.000 Dollar, in der Nacht von Freitag, dem 5. Februar 1926 aus dem Grab gestohlen und im Kult-Museum der Skull&Bones auf dem Gelände der Yale Universität ausgestellt worden sein soll.

Er wurde in Monterrey geboren, als Sohn deutscher Einwanderer, und erkennt seine Stadt nicht wieder. Zu Hause auf der Terrasse hört er jeden Abend das Rattern der Gewehre und die Explosionen der Granaten. Neulich, als eine Nacht lang mal keine Schießerei zu hören war, hat ihn seine vierjährige Tochter gefragt, warum es kein Feuerwerk gibt. „Soweit sind wir hier schon gekommen.“

Sie haben in Paris gelebt und kennen andere Großstädte. Welches Modell gefällt Ihnen für Ihre Stadt am besten?

Mexiko vereint Elemente aus vielen Metropolen. Aber mir gefallen europäische Städte wie Barcelona, Berlin, Paris und Kopenhagen. Es sind Städte, die integrieren. Nordamerikanische Städte trennen, wie Los Angeles. Da sind die Stadtteile nach ethnischen Gesichtspunkten angeordnet. In Mexiko-Stadt versuchen wir, alles zu eliminieren, was einzelne Gruppen diskriminiert.

The demise of repressive governments in Tunisia, Egypt and elsewhere during this year’s „Arab spring,“ she says, stemmed in part from Bush’s „freedom agenda,“ which promoted democracy in the Middle East. „The change in the conversation about the Middle East, where people now routinely talk about democratization is something that I’m very grateful for and I think we had a role in that,“ Rice says.

What’s very often not understood is that you have to be very clear on what the principle is, and the principle ought to be that no man, woman, or child should live in tyranny. But you’re going to have different responses to different circumstances. You’re not going to treat states with which you have relationships and a chance to influence them as friends the same way you’re going to treat implacable enemies, in those circumstances. I don’t begrudge anyone having policies that are tailored to the circumstances as long as you recognize that authoritarianism is not stable and you are trying to bring about change.

….die „guten“ Ärzte….

Nur von dem einen Mann?
Julia K.:
Nein, es war auch der andere Erzieher, der Herr Jochen, und dann waren noch zwei andere dabei. Die waren dann einmal alle … darunter war auch ein anderes Mädchen. Es war immer irgendwie … ich weiß nicht, wurde das mit den Schwestern abgesprochen, dass das eigentlich auch so gehen hat können? Es müssen bestimmt auch viele Mädchen von dort von den Erziehern sexuell missbraucht worden sein, weil bei meiner Schwester war das ja auch der Fall. Ich habe gesehen, wie der Herr Jochen oder der Herr Brian gekommen ist und sie mit ihm in ein Zimmer gegangen ist.
Eva L.: Ein Mal war es so schlimm, dass ich auf die Krankenabteilung gegangen bin, heimlich, weil ich so stark geblutet hab. Und der Arzt hat mich dort aufs Brutalste berührt und gefragt, was ich da will und hat gelacht und hat gesagt: „Du bist keine Jungfrau mehr.“ Ich hab‘ mich nicht ausgekannt, was das ist. Die größeren Mädchen von der anderen Gruppe haben uns dann ein paar so Sachen erzählt, aber wir haben damit nicht viel anfangen können.

 

Und dann kam der lange Immobilienboom. Und wie zuvor Aktien haben alle Häuser gekauft. In einem gewissen Sinne, sieht jede amerikanische Familie heute General Motors viel ähnlicher als vor 20 Jahren. Die Leute sind sogar Emittenten von Wertpapieren geworden, weil ihr Autokredit und ihre Hypothek verbrieft wurden. Damit wurden Haushalte sogar wie Banken.

New figures suggested the 17 eurozone nations are already back in recession.

The head of the International Monetary Fund warned the world was entering a ‘dangerous place’.
Wenn Sie zur Zeit der Französischen Revolution einen Stuhl oder einen Tisch brauchten, wurde der eigens für Sie von einem Schreiner gemacht. Dann trat Thomas Chippendale auf den Plan mit der durchschlagenden Idee, ein Stuhlmuster zu entwerfen, das man immer wieder herstellen kann. Das war eine Revolution. Die Produktion wurde spezialisiert. Einer macht den Rahmen, einer das Polster, einer fügt alles zusammen. Man brauchte nicht mal Maschinen, um so etwas in Massen herzustellen. Nun konnten sich mehr Menschen einen Stuhl leisten, nicht nur Reiche. Erfindungen wie diese haben unsere Kultur mehr geprägt als alles andere.

Die Deutschen zahlten für den selbstzerstörerischen Amoklauf einen hohen Preis. In den letzten zehn Monaten des Krieges zwischen Juli 1944 und Mai 1945 starben weitaus mehr Zivilisten als in den vier Kriegsjahren zuvor und fast ebenso viele Soldaten wie in diesen Jahren.

«Er mag die Politik, aber er mag sie wie ein Wahlkampfmanager und nicht wie ein Kandidat», sagte ein Insider der «Washington Post» über den Harvard-Absolventen, dessen Schwierigkeit zu menscheln längst auch das Verhältnis zu seiner eigenen Partei trübt.

Die Republikaner, welche die Mehrheit der Stimmen im Kongress haben, tun derweil alles, um die Pläne des Präsidenten zu sabotieren. Sie geben ihre eigenen Antworten auf die Fragen der Zeit: Am effektivsten seien die Arbeitslosigkeit und die damit einhergehende Armut durch niedrigere Steuern für Unternehmer zu bewältigen. Warum? „Weil ein Job immer noch die beste Versicherung gegen Armsein ist“, wie Paul Ryan, Abgeordneter aus Wisconsin im Repräsentantenhaus und aktuelles Mastermind konservativer Wirtschaftspolitik, in Funk und Fernsehen gebetsmühlenartig wiederholt.

 

Wann wird China seine Währung aufwerten?

Der Yuan wird weiter aufwerten, aber das wird nicht schnell gehen. Es ist wie beim Tai-Chi: Keine aggressiven Bewegungen, sondern ganz langsam und Schritt für Schritt. Für China ist das der bessere Weg, für den Westen natürlich nicht. Wenn man einen chinesischen Offiziellen fragt, ob der Yuan bald freigegeben wird, sagt er: ‚Ja’ und meint in den nächsten 50 bis 100 Jahren. Seine Definition von „bald“ ist eine ganz andere als meine.

Wer es gut meint mit Boeings Führungsriege, sieht im Dreamliner ein Beispiel für die Grenzen des Outsourcings. Es gibt aber auch Kritiker, die beschreiben, wie die Gier Einzelner das Fortkommen eines der stolzesten und letzten echten US-Hightechunternehmen bis heute lähmt und die Ingenieurskultur im Konzern auf Jahre vergiftet hat.

….schweizerische Gutmenschen….

Die Brisanz der Steueroptimierung durch internationale Konzerne zeigt ein Vergleich mit der weltweiten Entwicklungshilfe: Diese betrug im vergangenen Jahr 129 Milliarden Dollar. Laut einer Schätzung des Finanzexperten Raymond W. Baker aus dem Jahr 2005 liegen die Verluste durch Steuerminimierung für die Entwicklungsländer bei 250 bis 350 Milliarden Dollar jährlich – nur durch verdeckte Zahlungen und fiktive Transaktionen.

Deshalb überrascht es kaum, dass in Sambia nicht einmal fünf Prozent der Gewinne aus Rohstoffexporten in die Staatskasse fließen, wie die Autoren erläutern. In Norwegen seien es dagegen 70 Prozent. Am Tag des Börsengangs entsprach das Aktienpaket von Glencore-Chef Glasenberg mit 8,2 Milliarden Franken mehr als der Hälfte des Bruttoinlandsprodukts Sambias.

Die Bank ist mit ihrer Bilanzsumme von 2,2 Billionen Dollar ein Riese – die Summe entspricht dem Bruttoinlandsprodukt von Griechenland, Portugal und Spanien zusammen. Gut 57 Millionen Amerikaner sind Kunden, und so gut wie alle US-Großunternehmen sind es auch. Moynihans Institut hat mehr Filialen in Nordamerika als Kentucky Fried Chicken. Geht es der Bank schlecht, geht es dem Land schlecht – und die Alarmzeichen, dass es der Bank schlecht geht, haben sich in den vergangenen Wochen gemehrt.

 

In der Manufacturing and Technology News vom 20. September 2011 wird berichtet, dass die vierteljährliche Erhebung von Beschäftigung und Arbeitseinkommen ergibt, dass in den vergangenen zehn Jahren die Vereinigten Staaten von Amerika 54.621 Fabriken verloren haben und die Beschäftigung in der Produktion um fünf Millionen Arbeitnehmer gesunken ist. Im Lauf des Jahrzehnts ging die Zahl der größeren Fabriken (1.000 oder mehr Beschäftigte) um 40% zurück. Die Fabriken in den Vereinigten Staaten von Amerika mit 500-1.000 Beschäftigten gingen um 44%, die mit 250-500 Arbeitern um 37% und die mit 100-250 Arbeitern um 30% zurück.

 

Einige Protagonisten der Finanzmärkte denken voraus, und sie denken die sich abzeichnende Verfallsgeschichte einfach weiter. Der britische „Telegraph“ berichtet über einen Witz, der in Finanzkreisen und offensichtlich auch im britischen Kabinett kursiert: Es wäre jetzt gut, in Griechenland putschte sich eine Militärjunta an die Macht, denn Militärjuntas dürfen nicht Mitglied der EU sein.
….einige Tage später….

Der griechische Verteidigungsminister Panagiotis Beglitis hat am Dienstag überraschend die führenden Militärs des Landes ausgetauscht. Entlassen wurden die Stabschefs der Gesamtstreitkräfte, der Armee, der Luftwaffe und der Marine sowie zahlreiche weitere Offiziere.

….panettas….

Der Umbau war erfolgreich. Mittlerweile macht IBM einen Jahresumsatz von 100 Milliarden Dollar und beschäftigt weltweit rund 430.000 Menschen. An der Börse wird der Konzern mit mehr als 250 Milliarden Dollar bewertet. Damit ist IBM mehr wert als Google oder Microsoft und wird unter den Technologiefirmen nur noch von Apple übertroffen.

So ganz will sich Palmisano allerdings noch nicht zurückziehen – obwohl er das für IBM-Chefs typische Rentenalter von 60 Jahren erreicht hat. Er wechselt an die Spitze des Verwaltungsrats und ist in dieser Funktion künftig Romettys oberster Kontrolleur.

 

To make the Pentagon ready for a financial audit is a Herculean task, partly due to the department’s size and complexity, according to former defense officials.

Complicating matters, there are basic differences between how the government keeps its books and the way normal bookkeeping is done. Unlike private companies, which seek to put their money to most profitable use, the Pentagon strives merely to comply with the legislation that governs appropriations, Loren Thompson of the Lexington Institute said.

Over the summer, the House Armed Services Committee created a special panel to look closely at the DoD audit issue.

Many lawmakers have latched onto the Pentagon’s inability to pass an audit as a way to make the department more efficient in light of upcoming budget cuts. However, most defense analysts agree that efficiencies alone will not generate the kind of budget savings needed.
(Samuel J. Palmisano (IBM-Chef) und Leon Panetta (Pentagon-Chef); beiderlei Ursprung und Herkunft, nicht nur der Namen, ist ein italienisch-kalabresischer….wie übrigens auch eines Pasquale Condello….bezüglich DNA-Calabria-Project….könnte man auch behaupten, das die drei miteinander verwandt sind)

….japanisches….

Ohne funktionierende Anzeigen wussten die Angestellten nicht, wie der Wasserstand in den Reaktoren war, welcher Druck herrschte. Als die Tepco-Mitarbeiter begriffen, in welch dramatischer Situation sie sich befanden, rannten sie zu den Autos, die nicht vom Tsunami getroffen waren, und bauten deren Batterien aus, um den Kontrollraum wieder mit Strom versorgen zu können.

Da ausschließlich weibliches Personal der vorwiegend männlichen Kundschaft gegenübersteht, spricht ein Schild in der Rezeption Klartext: „Wir bieten keine sexuellen Dienste an“, heißt es da. „Das Ohrenreinigen wird abgebrochen, sobald die Frauen belästigt werden.“ Gleichwohl dürfen Kunden ihre Lieblingsdame wählen und im Blog der Salons Fotos der aktuell beschäftigten Ohrenputzerinnen einsehen (www.yamamotomimikaki.com/index.php).

A record 61.4 per cent of unmarried Japanese men aged between 18 and 34 have no girlfriend, up 9.2 percentage points from 2005, the National Institute of Population and Social Security Research in Japan said.

The percentage of unmarried women with no boyfriend in the same age group also hit a record high of 49.5 per cent, up 4.8 points, while nearly half the respondents of both genders said they do not want to date anyone.

Die Behandlung der Bevölkerung sei „menschenverachtend“, sagte Lengfelder. „Für mich ist es auch menschenverachtend, dass in einem so reichen Land wie Japan noch immer Leute in Turnhallen leben. Das gab es nicht einmal bei den Sowjets.“
Angesichts solcher gesellschaftlicher Zustände bekommen die mörderischen Ereignisse in dem Roman eine Dimension, die natürlich den Rahmen bloßer Unterhaltungsliteratur sprengt. Nicht zufällig wurde in Verbindung mit den Büchern von Natsuo Kirino der Begriff „feminist noir“ geprägt, die kriminalistische Handlung ist der Rahmen, in dem Zustände in einem höllischen Japan geschildert werden, einem Japan, in dem sich Mann und Frau in tiefer, von der Gesellschaft vorgegebener Feindschaft begegnen.

 

„Millionen Menschen mussten auf den Autobahnen sterben, bevor die Regierung auf die Idee kam, Hersteller zu mehr Sicherheit in ihren Fahrzeugen zu zwingen“, schreibt „IEEE Spectrum“. „Bei der Atomenergie war das Lernen aus Unglücken hingegen nie wirklich eine Option.“

Der Begriff „nuklearer Winter” wurde 1983 durch einen „Science“-Artikel des Astrophysikers Carl Sagan und seiner Kollegen geprägt. Die Forscher beschrieben darin den dramatischen Effekt, den ein Atomkrieg auf das Klima der Erde haben könnte. Würden beispielsweise die beiden Atommächte Indien und Pakistan einen „kleinen“ Atomkrieg beginnen und dabei jeweils Bomben des Äquivalents von 50 Hiroshimabomben zünden, könnte dies einen in der menschlichen Geschichte beispiellosen Klimawandel hervorrufen. Die Temperaturen in den ersten Tagen und Wochen nach dem Atomwaffeneinsatz könnten, so die Berechnungen, sogar tiefer sinken als während der so genannten kleinen Eiszeit vor rund 500 Jahren.

Der Philosoph Byung Chul Han schrieb in dem lesenswerten Essay Die Müdigkeitsgesellschaft, wie unsere Leistungsgesellschaft vor allem durch das Verb des „Könnens“ gekennzeichnet ist. Das Verhaltensideal des Arbeiters ist die Anpassungsfähigkeit an eine sich ständig wandelnde Arbeitsumwelt, in der die als Notwendigkeit verordneten Umbrüche nicht mehr hinterfragbar scheinen – es heißt, so sei es nun einmal in Zeiten von Wettbewerbsverschärfung, Finanzkrise und Globalisierung.

Despite strenuous pushback from the flamboyant PM’s media empire, Boccassini has quietly proceeded with putting the entire corrupt system of Berlusconismo on trial. As she said last year of the mafia, „Either you are with the state or you are against the state.“ Even if you think you own the state.
Schon 1990 hatte der indische Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen gewarnt, das mehr als 100 Millionen Frauen fehlen. Mittlerweile geht man von noch höheren Zahlen aus. Guilmoto kommt auf 117 Millionen fehlende Frauen in Asien, die in China lebende Wissenschaftsjournalistin Mara Hvistendahl gibt die Zahl in ihrem Buch „Unnatural Selection“ gar mit 160 Millionen an. Das sind etwas mehr als die gesamte weibliche Bevölkerung der USA.

A row between the pair in Frankfurt on Wednesday overshadowed leaving-do celebrations to mark the end of Jean-Claude Trichet’s nine years as the head of the ECB. „Their shouting could be heard down the corridor in the concert hall where an orchestra was about to play the EU’s anthem, Ode to Joy,“ said an incredulous EU official.

“Perhaps no better example is the celebrated case of Whitey Bulger, the Boston crime boss and murderer, who, along with other members of criminal organizations, were given carte blanche by the FBI to commit murders in order to receive information about the Italian mafia and other criminal organizations in the New England area.”

Zambada-Niebla is seeking documents to show whether Sinaloa Cartel leaders received weapons as part of their alleged cooperation with U.S. agents.

The U.S. Attorney’s Office in Chicago and the DEA both declined to comment on the case.

 

 

Schon heute liegen bei Zentralbanken weltweit mehr als zehn Billionen Dollar an Devisenreserven. Das ist lächerlich!
….provinzielle Erfolgsmodelle….

„Ohne uns wäre der Ort komplett tot“, sagt Christian Dotzauer, ein eloquenter junger Mann in weißem Hemd, seine Sätze sind so glatt wie seine nach hinten gekämmten Haare, und mit „uns“ meint er das Designer Outlet Brenner, kurz DOB, diesen pink-grauen Koloss gegenüber von seinem Büro. Dotzauer ist der „Managing Director“ des DOB, das Ende 2007 eingeweiht wurde, mit nicht weniger als dem Versprechen, das Dorf Brenner zu retten. Mehr als 30 Millionen Euro, heißt es, sollen investiert worden sein, und nun steht da am Ortseingang wie ein gestrandetes Raumschiff dieses Outlet-Center, mit gut 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläch.

 

ZEIT: Sie schreiben, »das Böse ist das Böse und nicht einfach bloß der Schatten des Guten«, wie meinen Sie das?

Lévy: Die westliche Philosophie ist im Grunde von der Sorge beherrscht, das Böse als Wahrnehmungsfehler wegzuerklären. Doch in Wirklichkeit bleibt es dauerhaft und konsistent. Im Herzen der Sozialbeziehungen und im Herzen der Menschen.

ZEIT: Ihre Vorstellung vom Bösen, ist das der Grund Ihres Engagements?

Lévy: Ja. Und die Erinnerung an die französische Résistance. An die antifaschistischen Kämpfe der Generationen vor mir. Das ist die Feder, die springt, wenn ich einer Schlächterei wie in Tripolis oder anderswo begegne. In dieser Hinsicht habe ich mich nie geändert, seit meiner Jugend nicht.

….zappenduster….

Die Dramatik wird erst richtig klar, wenn der Blick auf den kurzfristigen Refinanzierungsbedarf fällt. Geschätzt wird, dass Rom von heute an bis Ende 2012 zwischen 300 und 400 Mrd. Euro frisches Kapital benötigt. Bis 2016 sollen es 800 Mrd. Euro sein, manche Berechnungen ergaben gar knapp 1000 Mrd. Euro bis dahin. Da erscheinen die Summen, die Griechenland braucht, um seine Kreditgeber zu befriedigen und den Staatsapparat am Leben zu halten, wie Kleckerkram.

Italien ist nach den USA und Japan der größte Anleiheschuldner der Welt.

In ihren internen Stresstests, so berichten es jedenfalls Insider, kalkulieren Banken bereits mit Abschlägen von 50 Prozent bei italienischen Staatsanleihen. Und das ist nicht einmal das extremste Szenario.

ZEIT: Welche Rolle spielt die Dummheit beim Erfolg von Silvio Berlusconi?

Eco: Ich könnte antworten: Es ist ein Beweis für die Macht der Dummheit. Nicht der Dummheit Berlusconis. Berlusconi ist ein Genie der Kommunikation. Wenn Sie mit einem Taxifahrer sprechen, sagt er: Berlusconi ist reich, deswegen wird er sich nicht an uns bereichern. Das ist natürlich töricht, denn in gewisser Weise ist er ja nur deshalb reich, weil er uns bereits bestohlen hat. Er ist ein begabter Lügner. Schauen Sie: Warum haben Haarwuchsmittel so einen enormen Erfolg? Jeder weiß doch: Wenn du einmal deine Haare verloren hast, bekommst du sie nicht mehr zurück. Aber es werden Millionen Euro für Haarwuchsmittel ausgegeben. Das ist die Macht der Dummheit.

„De facto finanziert die EZB Staatsausgaben Italiens mit der Notenpresse“, sagte der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, Handelsblatt Online.

 

Die fünf grössten Eigner von italienischen Staatsanleihen sassen Ende 2010 auf Papieren im Wert von 164 Milliarden Euro, rechnet das WSJ vor. MPS (Monte-Siena….) sei dabei am riskantesten in den einst als ultrasicher geltenden Anlagen investiert: Staatsanleihen im Wert von 32,5 Milliarden Euro hielt MPS Ende Jahr – und das bei einem Eigenkapitalpolster von wenig mehr als 7 Milliarden Euro.

….aus der La Repubblica….

Schon seit langem regiert Silvio Berlusconi das Land nicht mehr. Er schauspielert nur noch. Seine Koalition ist de facto längst zerbrochen. Nur weil mindestens 50 Abgeordnete aus dem Regierungslager bei Neuwahlen keine Chance auf eine Rückkehr auf einen bequemen Parlamentssitz hätten, schleppt sich die rechtskonservative Allianz weiter – unfähig, sich auf dringend nötige Reformen zu verständigen, unfähig das Trauerspiel zu beenden.
Nach seinem Rücktritt hat Silvio Berlusconi wieder einmal Mussolini bemüht und einen Brief des Duce an seine Geliebte zitiert, in welchem er sich über den Verrat der engsten Verbündeten beklagt. Was bezweckt Berlusconi damit?
Er hat seit seinem Einstieg in die Politik darauf hingearbeitet, den Faschismus von vor 1938 und der Einführung der Rassengesetze ein Stück weit zu rehabilitieren.

….römische Faschisten….

Der Schriftsteller Ennio Flaiano sagte einmal: »Italien ist das Land, wo die kürzeste Linie zwischen zwei Punkten eine Arabeske ist.« Die zwanzig Jahre unter Berlusconis Ägide waren genau das: die längstmögliche Linie zwischen dem Alten und dem auf Neu getrimmten Alten. Zwanzig Jahre voller Lügen und Täuschungen. Angefangen bei den angeblich ärmlichen Verhältnissen, aus denen er stammte, damit jeder Durchschnittsitaliener sich mit ihm identifizieren konnte, bis hin zur allergrößten Lüge: dass ein Mann, der sich ein Imperium aufgebaut hat, der reich ist und an der Spitze florierender – oder scheinbar florierender – Unternehmen steht, es nicht nötig hat, zu stehlen und dem Staat Geld aus der Tasche zu ziehen, wie es die Parteien der Ersten Republik zu tun pflegten.

 

Faschismus ist uralt, genau genommen war das Römische Reich das erste faschistische Staatswesen, eine Verschmelzung aus Großkapital und Staat. Es ist die „offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“ . Dort hatte sich Mussolini bedient. Das Römische Reich ist das Ur- und Idealbild jedes Faschisten. Das ist multikulturalistisch und sozialdarwinistisch. Die Klassen Unterscheiden sein nach Einkommen. Wer Geld hat, regiert, wer keines hat, gehört zum Pöbel, der bei Bedarf versklavt werden kann.

Mussolini begann seine Karriere als Sozialist. Später gründete er die “Fascio Italiano”. Die Politik war ein an der Antike ausgerichteter Traditionalismus. Abgeleitet ist der Begriff Faschismus vom lateinischem “fascis” für Bund Bündel. Er geht zurück auf die Fasces, die Rutenbündel, welche die antiken Liktoren trugen als Symbol der Macht des Römischen Reiches und des römischen Machthabers, des Konsuls Imperators, des Statthalters, dem sie voranschritten.
….Crony Capitalism….Crypto-fascism….Legend of the Cherokee Rose….body man….oxymoron….flabbergasted….WHI-Wert….Grace under pressure….Trick 17….Bare-knuckle….Chupacabra….TINA-Prinzip….System D….PIIGS….Becket-Effekt….Par ordre du mufti….Jota….

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3 Antworten to “”

  1. Hortensia Says:

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  2. Mika Says:

    Finde ich super, dass hier staendig geschrieben wird.

  3. Katrina Says:

    A fascinating discussion is definitely worth comment.
    I do believe that you ought to write more on this subject matter, it may not be a taboo subject but usually people do not talk about such topics.
    To the next! Cheers!!

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