Sempre contro il fascismo!

G.P. von Bahrain *1 (z.ü.)

Des Warm-Up
sorgt westliches Know-How
für eisige Friedhofsruhe
vollklimatisierter Zuschauertribünen,
wo dressierte Jubel-Bahrainer
der Königsklasse des Zynismus
die aufheulenden BolidenMotoren
der Start-DemokratieTod-Geraden
den lautesten Folterschrei
noch übertönt;
dem hochkarätigen Starterfeld
geltungssüchtigen Großkapital auf Kleinkariertheit,
um dann beim Start
im Windschatten des Wüstenkurs
eine Massenkollision westlicher Werte
mit skrupelloser Profitgier,
über den Leitplanken,
der Pilot aus Little Austria,
dreimal sich überschlagend,
um im Reifenstapel,
ob all der substanzlosen Pirouetten
eines Großereignis
namens Brot und Spiele,
der Streckenverantwortlichen Kopf
in den Sand zu stecken
und der Safety Car
kurz abgezogen
der Protestniederschlagung,
aus der Boxengasse,
als zwischen Hitlerverehren
und arabischen Despoten
die napoleonischen Teamchefs
die zwergenhaften Jockeys,
die Benzingeschwängerten
zu reiten
im Kreis fließender Petrodollars,
der Sponsoren Desaster
als Sonne der Repression
zu vollenden,
doch Runde um Runde
bauen die roten Flitzer
ihren Vorsprung
gegenüber dem Verfolgerfeld
namens Intelligenz und Würde
uneinholbar schmierigen Ölfett
aus Debilität und Käuflichkeit,
bis die schwarz-weiß karierte Flagge
der Schlußphase
die Kapitulation jedlicher Menschlichkeit,
die Silberpfeile noch einmal,
doch am Ende gewinnt das Business
und nicht die Demokratie, die Freiheit;
der Tyrannen Ausputzer
namens Formel 1.

*1
Bevor ich auf die Hintergrundinformationen bezüglich jenes Gedicht zu schreiben komme; möchte ich zwei provinzrelevante Anmerkungen hinzufügen.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde hier vor Ort der Ferrari FF; ein neues Modell der gleichnamigen italienischen Automarke, der Fachpresse vorgestellt; Probefahrten unternommen und die Markteinführung mittels Presse/Werbung/Faschistenkriecher somit vorbereitet.

Und um ein Faszit aus Dutzenden diesbezüglicher Publikationen der internationalen Presse zu ziehen; es handelt sich dabei um das Gegenteil eines deutschen Produkt; hohe Fehleranfälligkeit, kaum vorhandende Alltags-Straßentauglichkeit; hoher Verbrauch, aber 200% Design; somit der übliche schöne italienische Schein für das LuxusSegment.

Die Präsentation jenes Ferrari FF begann mit dem Transport mittels Militärhubschrauer auf den örtlichen Hausberg (2.350m), welche eine parlamentarische Anfrage zur Folge hatte, inwiefern das italienische Militär finanzielle/personelle/logistische Ressourcen einem Privatunternehmen zur Verfügung stellte und diesbezüglich möchte ich als ersten Punkt kurz festhalten.

Bei jener Gelegenheit konnte man erkennen, wie eng die Zusammenarbeit örtlicher Verantwortlicher (etwa M. Huber, W. Marinoni, C. Tschurtschenthaler) mit den Vertretern des italienischen Militär war und ist; bestes Einverständnis von Faschistenkriechern zu Faschisten und nur allzuerklärlich wird somit, wie diese, von den römischen Pausenclowns bis zum Ferrari FF, ihre faschistenfreundliche Politik gestalten.

Die Gesamtkosten für diese einmonatige Veranstaltung: 170.000 Euro….die Faschistenfreunde der Provinz, welche über verschiedene Ressorts 100.000 Euro zur Verfügung stellten; 50.000 Euro die örtliche Gemeinde und 20.000 Euro die Kronplatz AG (Posting: 12.01.2011)….so ähnlich wie dann beim Aufenthalt der römischen Faschisten, entgegen gegenteiliger Veröffentlichungen in Provinzmedien, mit Gesamtkosten in Höhe von wohl über 500.000 Euro.

Und nunmehr als zweiten Punkt möchte ich festhalten; ich habe in der Fachpresse, wie der internationalen Presse, die publizierten Artikel gelesen und ungewollt machte ich dabei eine Beobachtung, welche ich im Folgenden kurz darlegen möchte:
In keinem jener Artikel (von der FAZ, STERN bis zur SportBILD;….) wurde der Name der örtlichen Stadt auch nur einmal erwähnt; die allermeisten Artikel beschränkten sich auf die technischen Daten/das Fahrgefühl und das Maximum an ortsgebundener relevanter Werbung war die Anmerkung, das man in der Gebirgskette namens Dolomiten die Probefahrten unternommen hatte.
Also das einzige Werberelevante war die Erwähnung der Gebirgskette „Dolomiten“ in all diesen Artikeln, von denen so ziemlich einige, die Gebirgskette überhaupt nicht erwähnten, denn ausschließlich über den Ferrari FF geschrieben hatten.

Als Lüge stellt sich somit zum wiederholten Mal die Lobpreisung des unglaublichen Werbeeffekt für die Provinz/die örtliche Gemeinde diesbezüglich heraus und man sollte schon festhalten; da der Bürgermeister sich solchermaßen gut mit der Ferrari-Führung versteht; dann sollte um deren Apanagen/Speichellecker/Faschistenkriecher zu alimentieren; keine Steuergelder verwendet werden; denn das Privatvermögen der örtlichen wie provinziellen Faschistenkriecher (also aus der Brieftasche eines Durnwalder oder Widman) und auch zum wiederholten Mal kann man erkennen, das es sowohl der ProvinzRegierung, als auch den örtlichen Verantwortlichen, vor allem dann darum geht, vor den Faschisten zu kriechen und das blöde Volk noch blöder zu machen.

Aber zum Gedicht:
Die Entscheidung ob der Formel 1 Große Preis von Bahrein stattfindet, wird heute gefällt; einem Bahrein, wo das Kriegsrecht vor wenigen Tagen aufgehoben wurde; in welchem eine friedliche Protestbewegung für Demokratie und Freiheit; systematisch ermordet/verhaftet/gefoltert, in einem als Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu bezeichnender Art und Weise abgeschlachtet wurde.

Während die Ärzte ohne Grenzen und andere Hilfsorganisationen davon berichten, wie Ärzte/Krankenschwestern, welche den verletzten Freiheitskämpfern, medizinisch beigestanden hatten, verhaftet/ermordet/gefoltert wurden, ein Mädchen für das Verlesen eines Gedicht jahrelange Folterhaft erwartet; systematisch Frauen/Mädchen/Männer/Jungen von den Schergen des bahreinischen Tyrannen vergewaltigt und totgeschlagen wurden; westliche „Orwell“ High-Tech bezüglich Überwachung/Niederschlagung von friedlichen Protesten zu breiten Einsatz gelangte; den versammelten Müttern vor den Gefängnissen von der örtlichen Geheimpolizei gesagt wurde, das sie ihre Söhne/Ehemänner/Töchter nicht mehr wiedersehen werden, denn neue Kinder produzieren sollten; saudi-arabische Truppen dem bahreinischen Machthaber bei der militärischen Niederschlagung, einem Massaker an der eigenen Bevölkerung, geholfen hatten, wobei der Westen gnädigst beide Augen vor jener Tatsache verschließt; schließlich gibt es ja Petrodollars, britische/deutsche/us-amerikanische Firmen ebendort; einem Bahrein, wo die 5. US-Flotte ihren Hauptstützpunkt hat; somit jedlicher westlicher Einwand sich prinzipiell schon untersagt.

Gleichzeitig haben die Verantwortlichen der Formel 1 andere Sorgen; der Hitler-Verehrer und Diktator der Formel 1 Bernie Ecclestone interessieren nämlich all diese Vorgänge nicht; das Einzige was Solchereins interessiert ist der Cash….nicht das etwa die Hälfte der Angestellten/Verantwortlichen der Rennstrecke zur Zeit noch in der Hölle der Gefängnisse von Bahrein sich aufhalten….FolterRepression ist für solch einen MassenMörder-Verehrer dann wohl nur ein legitimes Mittel totalitärer Mittelalter-Regime wo Solchereins wie ein König behandelt wird….ein König des Abschaum zwar….aber was soll man bei solch einer Karrikatur einer Mannes, solch einer Marionette des Bösen auch erwarten?

Das globale Business ist somit vor allem in Form von populistischen Sportveranstaltungen wie der Formel 1 nicht etwa Botschafter von Toleranz; Respekt, demokratischen Werten; denn gänzlich im Gegenteil, die Totengräber jedlicher Toleranz, Respekt und demokratischer Werte; auch wenn es die Debilen vor dem TV nicht glauben möchten und all ihre geistigen wie menschlichen Befähigungen auf das Äußerste ausgereizt werden müssen; damit sie solch einem Auto im Kreis fahren überweit folgen können….und wie die Diskussionen der internationalen Presse darum kreisen, ob Moral oder Moneten; eine fadenscheinige Diskussion, angesichts solch monströser Gestalten wie einem Mosley, Todt oder einem Ecclestone in ihrer antidemokratischen, pro-faschistischer und pro-tyrannischer Grundhaltung

Aber es gibt dann noch den Ferrari-Rennstall mit katastrophaler Auftaktbilanz in dieser Formel-1 Saison; deren Leiter ein Italiener namens Stefano Domenicali ist, welcher die Aussagen Ecclestone´s und Todt´s dann auch noch toppen muss; im O-Ton (die Aussagen der vergangenen Tage):
„Wir denken, dass Bahrain ein toller Ort ist, wo die Formel 1 hin muss.
„Ferrari will langfristig in Bahrain fahren, denn das Land ist ein großartiger Ort für die Formel 1“

Und ist schon klar, das Barhain ein großartiger Ort für die Formel 1 ist; es ist ja ein Ort, wo friedliche Demonstranten zusammengeschossen, Menschenrechte mit den Füßen getreten; wo systematisch von staatlicher Seite gemordet und gefoltert wird; natürlich ist solch ein Ort ein fantastischer Ort für die Formel 1 und vor allem für Ferrari!

Die Rennstrecke zählt, der Sport zählt; das Reifenprofil zählt; die Piloten zählen, die Petrodollars zählen und was nicht zählt sind die Menschenrechte; die Demokratie, die Wahrung elementarster Rechte jedlicher Zivilisation und hier ist auch der Schlüsselpunkt; so wie die Formel 1 niemals Botschafter irgendwelchen Wertes oder irgendwelcher konkreten Aussage war und ist; nicht für die Zivilisation im Sinne aufgeklärter, intelligenter Bürger/innen steht; denn ausschließlich die billigen Interessen des Großkapital bedient (so wie der ProfiFußball) muss man doch festhalten, das die Formel 1 somit ideal nach Bahrein passt; als anti-zivilisatorisches, pro-diktatorisches Debilen-Einerlei.

Jene Aussagen jenes Stefano Domenicali unterstreichen wieder einmal die italienische Ignoranz; das Cretini-Sein in vollendeter Ausprägung, es ist ja auch nicht die Tochter jenes S. Domenicali, welche ein Gedicht geschrieben hat und dafür vergewaltigt/gefoltert/im Gefängnis schmort und es ist auch nicht das billige Flittchen, welches S. Domenicali seine Frau nennt, welche, da diese einen Tropfen Freiheit, der absoluten Willkür und Tyrannei, für sich und ihre Kinder beansprucht; andauernd vergewaltigt/gefoltert/geschlagen/ermordet wird….denn im Gegensatz zum billigen Flittchen an der Seite von S. Domenicali handelt es sich dabei ja um richtige Mädchen und richtige Frauen und nicht um eine italienische Puppe, debil bis zur Schmerzgrenze und versnobt ihr billiges Flittchentum andauernd wohl dann sich Selbst beweisen zu müssen.

Links:
http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/locked-up-for-reading-a-poem-2292032.html

http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/bahrain-lobbies-to-retain-grand-prix-as-formula-one-staff-are-held-and-abused-2292459.html

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