Sempre contro il fascismo!

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Dokumentation über die nordamerikanischen Indianer angesehen, in welcher einzelne Vertreter der Indianerstämme, Historiker und berühmte Zeitgenossen zu Wort kamen.
Ein wichtiger Aspekt jener Dokumentation war die Stellung der Indianer im öffentlichen Leben der USA im vergangenen Jahrhundert und deren Definition, welche zum Teil durch die Unzahl von Filmen (zumeist Western) aus Hollywood festgelegt wurde.

Ein etwas bedenklicher Aspekt jener Dokumentation war die beinahe bis heute andauernde Glorifizierung, vor allem durch die WASP (White-Anglo-Saxon Protestants) und durch das us-amerikanische Establishment, des Genozid an den amerikanischen Ureinwohner, also den Indianer; welche in Sprüchen wie „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“ und einigen Filmen von John Wayne, welcher z.B. in einem seiner Filmen einen aufgefunden toten Indianer auch noch die Augen herausschießen muss, damit dieser nicht in die ewigen Jagdgründe findet….selbst als Tote noch nicht von weißen Rachegelüsten befreit sind.

Geradezu absurd ist die jahrzehntelange Dastellung von den roten Wilden (den Indianern), wo doch gerade die Weißen (die Siedler, die Infantrie) sich gegenüber diesen Roten wie die allerärgsten Wilden aufgeführt hatten und deren Kinder, deren Frauen, deren Alte zu zehntausenden vergewaltigt, gefoltert und meistens einfach nur abgeschlachtet hatten.

Diese Dokumentation zeigte also auch die Darstellung von den Indianern in weißen Mainstreammedien (wie dem Kino); deren Stellung in der US-Gesellschaft und erst in den 90-er Jahren, also vor kaum 20 Jahren, kam es in jener Hinsicht, also in der Darstellung der Indianer in Filmen, zu einer etwas differnzierten Darstellung; zu einer etwas komplexeren Sicht auf diese Indianerstämme; welche auf einige Hundertausend im wahrsten Sinne des Wortes dezimiert wurden.

Und ab jenen 90-er Jahren waren die Indianer nicht mehr nur Schießbudenfiguren für den debilen Massengeschmack, denn zum Teil, wie z.B. in einem Film wie „Der mit dem Wolf tanzt“ doch tatsächliche Menschen mit Gefühlen, mit Gedanken und nicht mehr nur rot geschminkte Weisse, welche zur Belustigung der Zuschauer auf der Leinwand, stellvertretend für das weisse Amerika, getötet wurden.

Im Laufe dieser Dokumentation kamen eine Vielzahl von Kommentaren zu Wort, welche dann auch über die Western der 90-er Jahre aus Hollywood sprachen…von Clint Eastwood (80 :-)`s „Erbarmungslos“; dieser großartigen Metapher; bis hin zu dem ersten Film von Indianer für Indianer Made in Hollywood, namentlich „Smoke Signals“ aus dem Jahre 1998.

Und im Laufe der Abhandlung jenes Themas sprach auch ein Regisseur über die Darstellung der Indianer, der Weißen, den einzelnen Filmen und gab dabei im Laufe jener Dokumentation folgendes Statement ab und zwar über den klassischen weißen Helden in den Spätwestern:

Ein Outlaw (im Sinne von Geächteter und Ausgestoßener), welcher in die Stadt zurückkommt, die Lehrerin heiratet und sich um die Kinder kümmert (verwitwet bzw. ….)

Und ich lag da mehr in einem Sessel, als ich darin saß und hörte dieses Statement und dachte mir dabei….shit….dass bin ja ich.

Der klassische weiße gute Held, welcher das Richtige und das Gute tut.

Und der nächste Gedankengang war doch jener; dass wenn ich der klassische weiße gute Held bin; in der Realität und nicht in der Fiktion; dann wäre dies doch ein weiterer Erklärungsansatz, warum ich andauernd von diesem an Debilität ja kaum zu überbietendem italienischem Pöbel; von diesen provinziellen Dorfdeppen; von diesen ehrlosen Polizeiapparat angegriffen werden würde….denn dann und dieser Logik folgend, müssten ja diese die Bösen sein.

Und in den vergangenen zwei Tagen habe ich etwas darüber recherchiert, über diesen weißen guten Helden us-amerikanischer Prägung und entdeckt, dass dieses Rollenmodell des guten Menschen, welches von jenem Regisseur als Stereotyp, ja beinahe als Klischee dargestellt wurde, dass dieses Lebensmodell in sehr vielen Kulturbereichen (z.B. in anderen religiösen Kulturen) als ein mustergültiges, als ein vorbildhaftes, als ein ehrenvolles und würdevolles galt und gilt; eines welches vielleicht gesellschaftlich abgelehnt wird, aber durch die Geschichte der Menscheit hindurch als etwas Erhabenes und Edles angesehen wurde.

Und wenn ich also der Gute bin, wie sich aus diesem Statement jenes Regisseur ableiten lässt….dann ist schon klar warum ich andauernd von den Bösen (also dem italienischen Pöbel, Sicherheitsbehörden, deutschem Pöbel, den Provinzdeppen) angegriffen werde….von Behördenvertetern eines italienischen Staates, welche einen Renato Schifani als Senatspräsident haben (schon einmal den englischen mit den italienischen Wikipedia-Eintrag verglichen?); Staatssicherheitsapparaten, welche selbst kriminell gegen meine Person vorgehen und alles decken was die kriminelle, korrupte und dekadente Führungsschichten so aufführen; diesen pseudo-moralischen Glaubens- und Gesellschaftshütern; diesen Militaristen, Karrieristen; Apparatschniks, Heuchlern, Kriechern und Schleimern (mit ihren Riesenschwänzen)….ja der Hass jenes italienischen/deutschen Pöbels wird damit nur allzu verständlich…..denn diese sind doch eigentlich die Bösen….diese selbstgefälligen, dummen Italiener….diese selbstgerechten, dummen Deutschen….diese sind die eigentlichen Bösen hier mit ihren Beleidigungen, Bedrohungen und dem Spott, mit dieser menschlich restlos verdorbenen provinziellen Elite, welche ein solches Verhalten der Polizeikräfte gegen meine Person überhaupt erst ermöglicht haben; diesen intelligenzlosen, dummen Provinz-Dorfdeppen; welche bei mir natürlich hineintreten müssen….

Und ist schon klar, dass ich für diese Bösen der Böse bin, da ich im Gegensatz zu diesen Kriechern und Schleimern gegen den italienischen Faschismus bin; wo doch diese jeden Tag beweisen müssen, was für Dreckskerle diesee sind, angefangen bei dieser italienischen/provinziellen/österreichischen Elite, welche das Wort Schwein ja hundertmal mehr als ich verdient haben; aber ein Großteil der Menschen zu diesen wie Heilige aufblicken, kurzgefasst die debile Masse hasst mich, die Elite hasst mich, die Behörden hassen mich, da ich das Richtige….das Gute tue….da ich ein guter Mensch im Gegensatz zu all diesem italienischen/provinziellen Pöbel bin, welche wohl nur glücklich sind, wenn sie ihre Frau dann schlagen können (á la österreich) oder fünfzig Frauen im Jahr vögeln müssen (á la italienisch) oder als Hurenböcke ihre wirtschaftliche und politische Potenz unter Beweis stellen müssen (á la provinz)….

Und ist schon klar, dass in solch einer moralisch verottenden, solch verkommenen, solch hässlichen Provinz/Welt, einer wie ich der Böse ist; wo die Geheimdienste ihr eigenes Süppchen kochen; zumeist auf das Schlampenwohl; wo die Politik ein Selbstbedienungsladen einer skrupellosen kriminellen Elite ist; wo die Provinzdeppen den Faschisten hinterkriechen, da sie ansonsten wohl vergessen, was für ein widerlicher Menschenschlag sie sind….

Wer ist also hier der Böse ihr verblödeten Provinzdeppen?
Und nur noch eines dazu.
Glaubt ihr wirklich italienische Sicherheitsapparate, welche mich jahrelang nicht nur verspottet, ausgelacht, bedroht und beleidigt habt und als größtes Verbrechen den italienischen Provinzpöbel und den deutschen Provinzpöbel anschließend auf mich gehetzt zu haben; sozusagen als Steigerung eures Verbrechen noch das schlimmere Verbrechen zu begehen….glaubt ihr denn wirklich, dass mit einem Staatssekretär wie Cosentino, mit einem Senatspräsidenten wie Renato Schifani….glaubt ihr denn wirklich, dass auf dieser Welt irgendein halbwegs intelligenter, belesener, aufgeklärter Mensch noch glaubt, dass ihr italienischen Sicherheitsapparate die Organisierte Kriminalität bekämpft….dass glaubt ihr doch selbst nicht….oder….so naiv seid hoffentlich nicht einmal ihr….wenn die Bosse (wobei ich dem persönlich anmerken möchte, dass ich nichts gegen diese habe….ich möchte nur respektiert werden….kein Geld….keine Schlampen….keine Macht…..nur respektiert werden) gleich selbst an den Machthebeln des Staates sitzen….ja glaubt ihr denn wirklich, dass euch noch einer dass abkauft….

Also für einen De Rossi, für einen Schifani, für die Schlampen und Hurensöhne arbeitet ihr….alle zusammen….von den Behörden bis zu dem provinziellen Establishment….für die Guten also….es klingt wie ein Witz….ist es aber leider nicht….

Und dann bin ich also der Böse, da ich der Gute bin und ihr seid die Guten, da ihr Böses tut…..
Heute!
Und morgen?

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