Sempre contro il fascismo!

Das Davos-Fondue *

Trotz schweizerischer Bedenken
müssen die etwas zu sehr
in den Luxus Verliebten
voll auf ihre Kosten kommen;
indem sie der Welt
ihr Gutmenschentum
in Rechnung stellen;
untertags
für die notleidende monegassische Seele
zu spenden vergessen
und am späten Abend
in geselliger Runde,
um diesen bitteren Geschmack
der globalen Realität
nicht nur loszuwerden,
sich zu versammeln
und mittels friedfertigen Coelho´s
für den Guru-Effekt
staubtrockener Manager
in ihrer Einheitskluft
aus feinstem Zwirn,
Made in Ausbeutung,
zu sorgen.

Delegation um Delegation
trifft nacheinander,
füllt Tisch um Tisch
mit Milliarden und Macht;
nerzig ist nicht nur der Teppich,
unter den Meisterwerken
florentinischer Schuster;
unverwechselbar das Gepoltere
fettgerüsteter Industrieller:
doch das Gesprächsthema
an den Tischen stimmt:
die neue Administration
an der Küchenfront;
nur unterbrochen
über noch dickere Brocken
an der Wall-Street;
über zwischen Ost und West
gestrandete Oligarchen;
doch eine Sensation macht die Runde:
die FT
hat die Zusammensetzung
des diesjährigen Käsefondue
exklusiv
in einem Top-Secret Dossier
für Premiumkunden
in den Vorstandsetagen
verklausiert:
Der Skandal ist perfekt!

Schwungvoll vermischen
sich Blairs und Ackermanns
mit Klone von Putin
zu einem Stelldichein;
wie immer
werden die kleinsten Brotstücke
am tiefsten
in den Käse getuncht;
wo irgendwo
zwischen Metall und Käse
das Gewissen eines jedes Einzelnen
verbirgt;
Bono und der liybische Terrorismusminster
fallen
der Reise nach Jerusalem
zum Opfer;
neu gemischt werden die Gabeln;
während Barosso Kouchner
immer enger
um seine Finger wickelt.

Schwerstbewaffnet
bleibt der strenge Blick
von übersehenen Gorillas
an den leeren Tellern
wie Haftminen kleben;
im Plural
sorgen sie für das Singular;
den Luftraum
meiden gar die Vögel;
denn mehr Umweltverschmutzung
als die Anwesenden
erzeugen auch die Chinesen nicht;
tugendsam reihen sich die Privatjets
gleich einer Abteilung Alpenhornbläser
zum Rapport
vor den prüfenden Blicken schweizerischer Steuerfahnder;
mit Vertrauen vertraut
man niemanden mehr;
aber gottseidank
springen Amnestiegesetze
den Eidgenossen
zur linken Seite bei.

Mit etwas Peinlichkeit
in Form von Aufmerksamkeit
torkelt der Provinzchef
zwischen zwei fettgefressenen Bonzen
durch den Saal:
soeben hat er den Willen des Volkes
bei der Eröffnung eines 5-Sterne Tempels
von Frau Korruschkow auf Kaviar
vollstreckt:
hemmungslos diskutiert
der saudische Ölminister
mit den Clintons
über neue Erschließungsmöglichkeiten
von Offshore-Golfplätzen
und daneben streiten
Sarkozy und Erdogan
um das beste Brotstück
am Tisch;
der Stammbaum
eines schwarzen Hengstes
verblüfft die Diplomatenrunde;
hoch gepokert um eine Schwedin
namens Schlampe
durch IT-Giganten,
us-amerikanischen Ursprung
wird am Tisch daneben;
zwischen eisgekühlten Dom-Perignon Flaschen
versuchen einige Finanzminister
mit Bilanzen zu tricksen,
nur damit ihnen einige lichtensteinische Giftzwerge
einen Strich durch die Rechnung
machen.

Den ersten Brotbrocken
lässt der israelische Kriegsminister
fallen;
erschreckend blass
verfolgt der ugandische Luftwaffenchef
das Manöver des Brocken;
verzweifelt beginnen
die Notenbankchefs
unter den faszinierenden Blicken
von zwei entstaatlichen Banditen
namens Nachfrage und Angebot;
um die zurückgebliebenen Brösel
zu streiten,
doch friedlich
wirft sich Justizia (und Justine)
zwischen die Parteien,
um die Käsefonduelage zu konsolidieren;
beruhigt wischt sich
Herr Siemens und Frau Sony
eine ICBM aus den Augen.

Zwischen all den Sonnenscheinen,
bezahlt und weiblich,
findet die Gala gegen Welthunger
mit der Vorführung
seltener Blutdiamanten,
stilvoll rumpelstilzchend
von Models
des Modehaus plastischer Natur
divenhaft ihren Höhepunkt;
schweizerisch nobel
verbleiben die schönsten Nutten,
welcher der Teufel noch nie erblickt;
in ihrer Lauerstellung,
als Sahnehäubchen des Dessert;
getuncht werden die letzten Brotbrocken
in zunehmend alkoholisierte Körper,
deren Leber,
frisch vom südamerikanischen Organhandel
zollfrei importiert:
die Farce
trieft nunmehr
vor Betroffenheit,
wo es nicht um Politik oder Wirtschaft;
Afrika oder human care
geht;
denn vor allem
um das Käsefonde:
Mahlzeit Heuchelei!

*
Der Zusammenhang zwischen den „Sempre contro il fascismo!“-Postings und diesem Gedicht:
Es geht um Heuchelei; um der Öffentlichkeit mittels Presse einen Eindruck wiederzugeben, welcher mit der tatsächlichen Realität nichts zu tun hat; um dieses Menschenhelfersyndrom bei prominenten Superreichen; welches beinahe gar nichts bewirkt; dieser Medienbeschallung über das Treffen in Davos (in der einschlägigen Wirtschaftspresse) und all die großen Resultate, welche im Nachhinein beinahe gar nichts bewirkt haben; außer den Umsatz von Käsefondue gehoben zu haben.

Der Zusammenhang zwischen diesem Gedicht und den „Sempre contro il fascismo!“ Posting, besteht darin, dass bei diesem Meeting geheuchelt wird und dass die Provinzverantwortlichen im von mir beschriebenen Fall auch Heuchler sind.

Und um was es mir geht, möchte ich kurz mit einer Geschichte verdeutlichen:

Am gestrigen Tag war ich in einem riesigen Buchgeschäft im Zentrum einer großen Stadt; ich stöberte durch die Regale, welche auf mehreren Stockwerken, vorzufinden waren; riesig war die Auswahl, doch das Buch welches ich suchte, schreibe ich dass mal, konnte ich nicht finden; nämlich Walter Isaacson´s Buch „Kissinger“, welcher immer noch nicht auf deutsch erschienen ist und auf englisch war es nicht lagernd…..aber um zum Wesentlichen zu kommen….ich las die Klappentexte mehrerer Bücher, als ich zu einem der aufgebauten Stapel von Büchern kam, welche in der Mitte des Raumes vorzufinden waren und auf einem dieser Stapel befanden sich eine Unzahl von Büchern über die NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl….
Ich betrachtete die verschiedenen Bücher über diese, nahm diese zur Hand, las den Klappentext und dachte mir dabei, dass ein Italiener wohl niemals in seinem Leben, so jemanden wie Sophie Scholl verstehen würde….wie mann/frau sein schönes Leben etwas Höherem, etwas Erhabenen opfert und dafür auch auf sein Leben verzichtet…..
Und ich dachte mir, ob diese Sophie Scholl gegen das Naziregime gekämpft hatte und dafür den höchsten Preis gezahlt hatte; nämlich mit 22 Jahren geköpft zu werden, damit 67 Jahre später das bösartige hinterwäldlerische Gesindel das genaue Gegenteil tut und denkt.
Hat die Sophie Scholl umsonst gekämpft, ist umsonst gestorben; wenn doch mit jedem Tag deutlicher wird, dass dieses hinterwälderlische Gesindel von diesem tapferen, jungen Mädchen gar nichts gelernt haben; gar nichts; denn den römischen Neofaschisten am liebsten den roten Teppich bis nach Rom auslegen würden….kriechend und schleimend sich diesen anbiedern und alles in ihrer Macht stehende tun, dass es einem Neofaschist wie De Rossi an nichts mangelt, jeder Wunsch von seinem Lippen abgelesen wird; Teile der Provinzbevölkerung mobil macht, um sich bei diesen römischen Faschisten anzubiedern/einzuschmeicheln und einen wie mich bis auf das Blut zu bekämpfen.

Die Sophie Scholl, welcher heute so viele Bücher gewidmet sind; diesem tapferen, jungen Mädchen, dass für ihre Ideale aus Menschlichkeit und Liebe zum Leben ermordet wurde; ist diese nicht nur noch ein Spottobjekt, ein verlachtes Mädchen für dieses hinterwäldlerische Gesindel.

Warum hat diese ihr Leben geopfert, wo doch dieses hinterwäldlerische Gesindel das genaue Gegenteil betreibt und warum wird in den Schulen/Universitäten der Provinz gelehrt; dass der Faschismus etwas Negatives/etwas Schlechtes ist; wenn das provinzielle Establishment (allen voran die politische und wirtschaftliche Elite) doch das genaue Gegenteil betreibt; ja ihre besten Geschäfte mit dieser italienischen Faschistenbrut machen….gut Freund von diesen italienischen Faschisten sind (gerade so, als ob es die vergangenen 100 Jahre nicht gegeben hätte)….warum….wäre es nicht besser zu lehren, was für ein potenter Mann doch ein Benito Mussolini war; was er an Gutem alles getan hat….welch Demokrat Hitler war….welche Humanisten in der SS, dem SD und der Gestapo tätig waren….wie schön doch der Krieg ist….welche tolle Menschen doch diese Faschisten sind….allen voran solch ein Vorbild für „Toleranz“ und „Respekt“ wie ein De Rossi, wie diese dummen faschistischen Römer….

Also die Sophie Scholl ist nicht umsonst gestorben, wie es angesichts dieses hinterwäldlerischen Gesindel erscheinen mag….denn in der Provinz können diese ihr niederträchtiges Handeln und Tun gewissenlos und intelligenzlos tun; aber außerhalb der Provinz haben die Menschen….die aufgeklärten und intelligenten Menschen schon verstanden, dass es aller Zeiten ein solch tapferes, junges Mädchen wie die Sophie Scholl zu erinnern und zu ehren gilt und nicht solche dummen römischen Faschisten, wie dies dieser italienische/deutsche Pöbel betreibt. 

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