Ein philosophisches Problem (z.ü.)

Im heutigen und morgigen Posting möchte ich mich anhand zweier Beispiele und einer Geschichte mit einem philosophischen Problem auseinandersetzen:

1.Beispiel:
1.1
Ein tugendhafter Familienvater aus ärmlichen Verhältnissen; sparsam, seinen Kindern immerzu ein guter Vater; Kirchengeher; gläubig; mit seiner Ehefrau seit 45 Jahren verheiratet; ein tolerantes und gegenseitig zufriedenes Auskommen mit seiner Frau; zwei, drei Freunde aus Kinderzeiten mit welchen er am Wochende ein, zwei Bier gemütlich trinkt; nie Probleme mit der Justiz/Polizei; keine Nachbarschafts- und Erbstreitigkeiten; kein körperliches oder psychisches Leiden durch das Leben hindurch; ein angesehenes Mitglied der Gemeinde; in einem wohltätigen Verein aktiv, bodenständig, spendet für Caritas und Nachbar in Not; liebt Panna Cotta und hat Angst vor Spinnen; seine Phobien, Paranoia´s und Zwangszustände halten sich im gesellschaftlich-akzeptierten Rahmen; er wählt konservativ, er liest „die Zeitung“, er hat seinen Stolz und seine Ehre auch vor den Reichen und Mächtigen immerzu bewahrt; er hält sich aus politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemzonen heraus; er hat seine Frau zweimal betrogen; seine Kinder sind zwei Söhne und eine Tochter; einer ist Arzt, der andere Rechtsanwalt und die Tochter ist bei Goldmann-Sachs; sie sind verheiratet und wohl irgendwie glücklich; sie haben es geschafft; es hat sich gelohnt; die Wohnverhältnisse dieses Mannes sind wie der Lebensstil sehr bescheiden; man kommt mit dem was man hat ganz gut zurecht.

Und dann eines Tages stirbt dieser tugendhafte Familienvater aus ärmlichen Verhältnissen….

1.2
Ein Familientyrann mit langjähriger Gefängniserfahrung; aufbrausend, rassistisch, gewalttätig; für seine Kinder der schlimmste Alptraum; die Ehefrau lebt seit 15 Jahren in einer „geschützten Einrichtung“; er hurt, säuft, snifft, und seine Sprache hat sich im Laufe der Zeit auf Schimpfen, Fluchen und Verfluchen reduziert; seine Kumpels sind eine Gang, welche die Gegend zwei Jahrzehnte lang in Angst und Schrecken versetzt hatte; aus seinen illegalen Tätigkeiten hat er sich ein kleines Vermögen zusammengeraubt; dreimal das Jahr fährt er in den Urlaub; kennt alle thailändischen Nutten unter 16 Jahren beim Vornamen; er liebt blutige Steaks und spricht am liebsten die Sprache der Straße; er wählt nicht; er schaut sich täglich 8-Stunden Berieselungs-Fernsehen an; die Rechtsnazionalen waren für einige Zeit seine Heimat, seine Kinder sind zwei Söhne und eine Tochter; einer ist ein drogenabhängiger Obdachloser geworden, der andere sitzt lebenslänglich im Gefängnis und die Tochter ist beim Straßenstrich bei der Ausfahrtsstraße; das Auto ist von BMW und der tägliche Restaurantbesuch lässt den Kellnerinnen ihr junges Blut in den Adern gefrieren.

Und dann eines Tages stirbt dieser Familientyrann mit langjähriger Gefängniserfahrung….

Die einzige Gemeinsamkeit zwischen diesen beiden Männern ist die Tatsache, dass beide aus Großstädten stammen, dort lebten/dort starben und dann….

Beim Begräbnis des Familientyrann erscheinen dessen Kinder, vollzählig die Gang; die Kumpels, einige Geschäfts-; Drogen- und Knastbrüder; einige junge hübsche Frauen, die nunmehr selbst für sich sorgen müssen und bitterliche Tränen vergießen; und, und, und…..insgesamt an die 100 Personen.

Beim Begräbnis des tugendhaften Familienvater erscheinen dessen Kinder, der Priester und drei, vier Gemeindemitglieder….insgesamt an die 10 Personen.

Und nunmehr stellt man sich angesichts dieser Tatsache vielleicht doch die Frage, wie es kommen konnte, ja wie es sein kann, dass bei dem Familientyrannen 100 Personen zum Begräbnis und beim tugendhaften Familienvater 10 Personen zum Begräbnis erscheinen um diesen Mann die letzte Ehre zu erweisen.

Wie konnte es dazu kommen?

Und der Grund liegt nicht wie man vielleicht denken könnte im Leben dieser beiden Männer verborgen, nicht in deren Güte oder Bösem, nicht an deren Liebesleben; deren politische Meinung; deren Glück/Unglück; der ausgeübten Gewalt bzw. Gewaltlosigkeit im Leben; denn an einem banalen Grund, welcher doch sehr viel über die Menschen im Allgemeinen doch aussagt; namentlich am Wetter.

Beim Familientyrann herrschte eitler Sonnenschein, samt einer sanften Brise.
Beim tugendhaften Familienvater herrschte seit Tagen schon ein eisiger Wintersturm.

Ist der Mensch also böse?

2. Beispiel
2.1.
Ein afrikanischer Diktator (einer Kleptokratie), welcher seit 25 Jahren die Macht in seinem Land repräsentiert und seit jeher jedliche Opposition, Kritik, Einmischung, aber auch Poesie mit dem Prinzip „Massenmord“ auslöscht; kommt erstmals zu einem mehrtägigen Besuch nach Rom.
Einige Monate zuvor beginnen Teams des zivilen wie militärischen italienischen Geheimdienst diesen mehrtägigen Aufenhalt in allen Details zu planen, das Programm zu entwerfen und für die nötigen Sicherheitsmaßnahmen zu sorgen.
Im besten Luxushotel der Stadt werden 3.Etagen auf Kosten des italienischen Steuerzahlers für den Diktator und seine Entourage gebucht; einige kritische Oppositionelle, welche in Italien Zuflucht gefunden hatten, werden einige Tage vor Eintreffen des Dikators unter Hausarrest gestellt, bzw. unter totale Überwachung.
200 Polizisten werden zum Schutz des Diktator´s und dessen Entourage abgestellt, zur gleichen Zeit werden die wichtigsten Medien eindringlich davor gewarnt in ihren Artikeln kritische Untertöne zu bringen; die Präsidenten der Arbeitgeber- und Industriellenverbände organisieren einige Zehntausend Menschen, welche dem Diktator in den Straßen Rom´s einen triumphalen Empfang bereiten sollen.
Der Luftraum über Rom wird während des mehrtägigen Aufenthalts des Diktator für alle Flugobjekte gesperrt und ein Dutzend italienische Geheimdienstler reist in das Land des Diktator und sprechen sich mit den dortigen Sicherheitsbehörden ab; die Zusammenarbeit, dass sagen alle beteiligten italienischen Geheimdienstagenten, läuft mit Sicherheitsapparaten totalitärer Staaten immerzu am Allerbesten.
Die schönsten Frauen Rom´s bereiten sich auf die Ankunft der Entourage vor; die Schönheitssalon sind ausgebucht; der Schönheitschirurg von Weltruf verkleinert die Nasen im Akkord; im Hintergrund halten sich 200 Elitesoldaten einer Spezialeinheit des italienischen Militär für alle Eventualitäten bereit und ein Ärzteteam, bestehend aus den besten Ärzten Italien´s steht dem Diktator 24 Stunden am Tag zur Verfügung.
In der Weltraumstation „Freedom“ bemerkt man einen seltsamen Fleck, welcher sich von Nord- bis Mittelitalien erstreckt; nach längerem Nachfragen, erfahren die Astronauten, das es sich dabei um die provinzielle Delegation handelt, welche sich auf den Weg nach Rom, zum Diktator/zum Geschäftstermin aufgemacht hat und bei diesen Flecken handelt es sich um deren Schleimspur, welche man auch noch aus dem Weltraum erkennen kann.
Während des Aufenthaltes ist auch ein Empfang der Botschafter eingeplant; die Botschafter der westlichen Industriestaaten kaufen sich in den Tagen zuvor Knieschützer, damit sie wenn sie dann vor dem Diktator kriechen, sich nicht die Knie aufscheuen; schließlich hat der Diktator bereits ein Drittel seiner Bodenschätze an China verkauft, welche nicht nach Menschenrechte und solchen Unfug fragen.
Als der große Tag kommt, werden in Rom vorsorglich alle wichtigen Straßen für den öffentlichen Verkehr gesperrt; die Ministerriege eilt zum Flughafen; die Militär-Kapelle macht sich zum Abspielen der Nationalhymnen bereit und die Stadtregierung wartet ungeduldig am Rande auf den großen Diktator.
35 Scharfschützen sichern die Strecke bis zum Luxushotel ab; sie haben Befehl auf alles was nach Menschenrechte aussieht sofort zu schießen; ein Drittel des italienischen Geheimdienstes ist damit beschäftigt jedliche Störung im Vorhinein zu verhindern; die Obdachlosen wurden der Stadt verwiesen; die städtischen Reinigungskräfte haben die gesamte Strecke (welche der Diktator zurücklegen wird) blitzeblank geputzt.
Nervös verfolgt die militärische Abwehr den Privatjet (eine Boeing 747) von dessen Eindringen in den italienischen Luftraum bis zur Landung auf dem römischen Flughafen.
Strahlend und lächelnd warten die hohen Staatsvertreter und freuen sich auf erfolgreiche Geschäftsabschlüsse, als sich dann endlich die Gangway dem Flugzeug nähert und die vordere Tür sich öffnet; doch anstatt des Dikator und seiner Entourage, ergießt sich aus dem Flugzeug nur eine riesige Fontäne aus Blut; das Blut von Hundertausenden, aber wohl eher Millionen von unschuldigen Menschen, welche diesem Schlächter zum Opfer gefallen sind und das Blut spritzt über die Militärkapelle, welche trotzig weiterspielt; über die Minister, die Geheimdienstler, über die Stadtregierung, über die herbeibezahlten Jubelmenschen; spritzt über all die Scharfschützen, welche blindlings auf alles was nach Menschenrechte aussieht, präventiv zu schießen beginnen; spritzt über den Flughafen bis in die Stadt hinein, flutet die engen Gassen und reißt die Menschen mit sich hinmit und schlußendlich, nach diesen Hundertausenden Litern Blut, erscheint der Schlächter Afrikas an der Ausgangstür des Flugzeuges und alle jubeln wie in Ekstase; ja in rasender Nächstenliebe umarmen sich die Menschen und auch die provinzielle Delegation hat es bis zum Flughafen geschafft und blutüberströmt umarmen sich Freunde und Feinde; das Schlachtfest kann beginnen.

2.2.
Ich komme nach Rom.
Es ist wie die Anreise von seiner österreichischen Stasi-Zelle zu seiner eigenen Exekution.
Es ist einem egal ob sie einen töten werden; wenigstens die Anreise wird durch 2 Flaschen österreichischen Inländer-Rum von zwei us-amerikanischen Studenten versüßt; sozusagen meine Henkersmahlzeit….back to hell from hell….
Die ersten Tage wird man dermaßen von den römischen Sicherheitsbehörden massakriert, dass man diese zurückpfeifen muss; anschließend sehe ich in meiner Nähe keine Polizisten mehr.
Die römischen Sicherheitsbehörden freuen sich wie schlecht es mir geht; sie zeigen diese Schadensfreude gänzlich unbedeckt; die intimsten Gespräche von mir und einer anderen Person sind Small-Talk zwischen den Polizisten, welche sich vor Lachen und Spott nicht mehr einkriegen können.
Nach drei, vier Tagen bemerken einige, welcher Schaden angerichtet wird und unternehmen alles Menschenmögliche die Bluthunde der römischen Polizei zurückzupfeifen, aber da hat deren Rolle schon die junge Frau übernommen; beinahe in kongenialer Synchronization.
Man wird behandelt wie der ärgste Massenmörder und ist in seinem Leben noch nie angezeigt worden; hat noch nie einen Menschen etwas angetan; die Überwachungsmaßnahmen sind unerträglich und die Menschen verhalten sich zum Teil wie Bestien; die totale Lieblosigkeit; unerträglicher (und dazu völlig unbegründeter) Hass, welcher anschließend in der Provinz gänzlich absurde Ausmaße annehmen wird.
Dass man vielleicht umgebracht wird, erscheint einem beinahe schon wie ein Trost; so ziemlich einige Geheimdienstagenten kümmern sich um einen; sind besorgt angesichts der meinigen persönlichen Lage, umgeben von Hass, Niedertracht, Boshaftigkeit und kein Schimmer Hoffnung.
Man teilt nicht den Glauben an den Faschismus, wie ein Teil der Bewohner dieser Stadt und ist somit ein Aussätziger, ein Ungläubiger; es läuft wirklich alles beschissen; man kommt aus der Hölle und kommt gleich in die noch schlimmere Hölle, welche dann von der Provinz (dem Militär, der Polizei, den Geheimdiensten) auch noch übertroffen wird!
Die Frauen verhalten sich wie die allerärgsten Schlampen und irgendwann reift in jenen Tag der Entschluß, dass gekämpft werden muss; nicht um die Schlampen, nicht um das Geld, nicht um die Macht; nicht um das Leben, denn um alles; denn irgendwann erreicht man den Punkt, wo sich wirklich sehr viele Menschen die Frage stellen sollten, inwiefern sie überhaupt Menschen sind und nicht nur Bestien; nicht nur „assassini“; nicht nur Diener des Bösen und dabei auch noch glauben die Guten zu sein; irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man alles aufs Spiel setzen muss; alles geben; alles sich verändern muss; angesichts dieser Menschen, welche auch noch in ihrem Irrsinn glauben die Guten zu sein.
Und das Allerschrecklichste in jenen Tagen war die Erkenntnis, dass diese Menschen nicht einmal über die Intelligenz verfügen, ihr eigenes Tun zu beurteilen; einfach nur dreindreschen solange es geht; bei dem Schwächeren, durch den Stärkeren und dass einzige was zählt ist das Geschäftsinteresse des niedrigsten Menschenschlag überhaupt, welche alles bekommen….und als Allererstes die Menschenrechte in den Tiber werfen!

Ist der Mensch also böse?

III.
Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem Bekannten und dieser war ziemlich schlecht gelaunt.
Nach Tiraden gegen jenes und jenem, kam er auf seinen Job zu sprechen; dass er 5 Jahre Oberschule und 5 Jahre Universität hinter sich gebracht hätte und dann nach einigen Jahren Arbeit sich gezwungen sah eine dreijährige zusätzliche Ausbildung hinter sich zu bringen; also insgesamt 13 Jahre seines Lebens studiert hatte und nunmehr in seinem Job, welcher auf einem halbjährigen Dienstnehmervertrag sich reduzierte; wo er bei Problemen bzw. Fehler einfach den Vertrag nicht verlängert bekommen würde; er also 13 Jahre studiert hätte und nunmehr auf Halb-Jahres-Basis arbeiten würde, er in seinem Job eine hohe Verantwortung tragen würde, welche überhaupt niemand mehr wertschätzen würde und er für diese Arbeit, wenn es gut gehen würde, maximal 1600 Euro verdienen würde; während ein Handwerker nach 3-jähriger Lehre mehr als er mit 13 Studienjahren verdienen würde.
Und dann sprach er darüber, dass man für die identische Stelle welche er innehatte in Deutschland das Doppelte verdienen würde, also 3200 Euro und gleichzeitig die Politiker hier in der Provinz mehr als jene in identischer Stelle in Deutschland verdienen würden; dass also die Ungerechtigkeit sich sehr tief in das provinzielle System eingegraben hatte und ihn auch nicht die Tatsache, darüber hinwegtröstete, dass es ja laut provinzieller Zeitung die besten Politiker der Welt sind.
Ich antwortete ihm, dass man es ja heutzutage als größtes Wunder überhaupt ansehen müsste, dass man überhaupt und generell einen Job hätte, in welchem die eigene Menschenwürde nicht mit Füßen getreten würde; man nicht einfach nur wie Dreck behandelt werden würde; ja, dass für seinen Job schon dreißig, vierzig gleichqualifizierte Humanressourcen jederzeit und sehr gerne zur Verfügung stehen würden; dass man also generell schon einmal sich sehr glücklich schätzen konnte, überhaupt einen Job zu haben, um dann auf den zweiten Teil seines „Klagens“ zu kommen und jenes Problem mit der Ungerechtigkeit der Bezahlung/des Ungleichgewicht zwischen Leistung und Lohn, dass dies eines der ältesten Machtprinzipien überhaupt sei.
Den Mächtigen und Reichen geht es nämlich darum, die Menschen an der kurzen Leine zu halten; ihnen genügend zum Mindesten zu geben und dafür Sorge zu tragen, dass diese sich untereinander angehen und nicht nach oben blicken, denn damit ausgelastet sind, mit ihrem Auskommen, überhaupt über die Runden zu kommen.
Es geht also darum die Menschen für sich eingespannt zu halten; die Leine so kurz wie möglich zu halten; ihnen gerade so viel Sauerstoff zu gewähren, dass sie damit atmen können, aber auch nicht mehr; denn dass würde vom Machterhalt, abgesehen von der Debilität der Massen, doch am Besten funktionieren.
Man hat doch die Leute mittlerweile so sehr auf das Geld dressiert, dass sie wie ein Goldhamster im Laufrad immerzu dem Geld hinterherlaufen und man betrachte nur einmal die Banken; es geht denen ja gar nicht um das Geld und diese arbeiten, auch wenn die debile Masse dank Werbung und Benefizienz dass wohl glauben werden, nicht wegen der Nächstenliebe, denn über die Schulden die die Menschen bei der Bank haben, die Macht über diese dann zu haben; also die Menschen werden von der Wirtschaft in ihrem Dasein, in ihren Enfaltungsmöglichkeiten dermaßen eingeschränkt, dass diese am Ende sowieso nur mehr dass tun, was die Bank sich gerade wünscht.
Und dass allerbeste daran sei, dass einfach alle jammern würden; die Oberschicht um ihre Privilegien; die Unterschicht um die Verhältnisse, der Geldadel um verlorene Millionen; die Politiker um aufgegebene Kompetenzen und so würden einfach alle dahinjammern, ohne dass sich an den tatsächlichen Verhältnissen irgendetwas jemals verändern würde.

Also mit dem ersten Beispiel habe ich gewollt aufzeigen, das es bei der Natur des Menschen nicht um Moral, Ethik, um Mitgefühl geht; denn um „Fressen oder Gefressen werden“.

Mit dem zweiten Beispiel wollte ich aufzeigen, dass es das „Gute“ nur in Ausnahmefälle gibt und das „Böse“ die Regel ist; dass die niedrigen Charaktertypen; dass das Hinterhältige, Gewalttätige; dass Schlampenhafte und die Hurensohnmentalität in diesem spätkapitalistischen System die erfolgversprechenden Eigenschaften sind, welche es zu besitzen gilt; was sicherlich jede Schlampe und jeder Hurensohn bestätigen wird, welche ja den gesellschaftlichen Diskurs bestimmen.

Mit dem dritten Beispiel, der Geschichte, wollte ich aufzeigen, dass der Mensch im System konditioniert wird; ein Spielball der Mächtigen und Reichen ist; ja dass diese Konditionierung ein Ausmaß erreicht hat; dass eigentlich die Debilen glauben intelligent zu sein; die Schlampen tugendhaft und die Hurensöhne konservativ; denn all diese Eigenschaften….Intelligenz, Tugendhaftigkeit, konservativ-zu sein, haben sich doch auf den jeweiligen Kontostand reduziert und die Staatssicherheitsbeamten sorgen dafür das Gerechtigkeit herrscht; also dass das Kapital über jedliche Menschlichkeit triumphiert.

Ist der Mensch also böse?

Ich der mich selbst nicht für böse halte und von allen für böse gehalten werde; gerade ich, der andauernd und forwährend angegriffen werde; der sich mit Menschen auseinandersetzen muss, welche in ihrem kleinbürgerlichem spießigem Dasein glauben die Guten zu sein; welche Geschäfte anbahnen, sich im Manager-Latein üben; vor welchen die Polizisten salutieren; welche tun und lassen wie es ihnen beliebt; welche sozusagen also das Estalbishment bilden; die herrschende Klasse….der sich also mit diesen Menschen auseinandersetzen muss und von diesen für böse gehalten werde, ohne dass ich für eine Bank arbeite und für den Ruin von Hundertausenden verantwortlich bin und trotzdem wie ein Baby schlafe; ohne dass ich ein Politiker bin und jene befördere, die das niedrigste Menschentum zum Massendurchschnitt verklären; ohne….ohne….ohne….

Und es ist schon klar, wie sinnlos dieser Gedankengang bei diesen Menschen ist; sie halten sich für die Guten, mich für den Bösen; ihr Tun ist gerechtfertig und die große breite Mehrheit der Menschen interessiert sich nicht dafür, denn ist damit ausgelastet zwischen der schwarzen und weißen Farbe einen Unterschied zu finden.

Und irgendwie muss ich mich selbst andauernd dagegen erwehren; habe zu wenig Zeit, muss mich der Konditionierung durch das System entziehen; muss es vermeiden wie alle anderen zu diesen Monstern im Karriereanzug aufzublicken, die mit ihrer Skrupellosigkeit sich das Wort „Unglück für die anderen“ patentiert haben und als das „höchste Menschentum“ angesehen werden; mich diesen jungen, hübschen Frauen entziehen, die jedlichen menschlichen Wert mit Materialismus ersetzt haben; ich muss, ich muss, ich muss mich andauernd einer Umwelt widersetzen, welche das Wort „Idiokratie“ eine gänzlich neue Bedeutung verleiht; muss mich der andauernden Indoktrination; muss mich der Käuflichkeit aller und allem entziehen; muss ich selbst bleiben….ich verliere den Faden….

Und da ja ich der Böse hier bin, jener der die Geschäfte stört; was dann ja meinen Totalverlust an Privatheit, an Intimität zur Folge hat; möchte ich doch abschließend noch etwas Böses schreiben:
Ihr Provinzler glaubt dass das was ich mache ein Witz ist; harmlos; ich hingegen glaube, dass ihr erledigt seid; Blog hin oder her; Internet hin oder her, Literatur hin oder her….einfach nur erledigt.

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