….allgemeingültiges….

In der Provinz war es in den vergangenen 50 Jahren zu einer Vielzahl von Sprengstoff-/Schußattentaten mit einer Vielzahl von Toten gekommen.
Es wurden aufgrund Spannungen zwischen der deutschen und italienischen Sprachgruppe Attentate verübt, welche von Anfang der 60-er Jahre bis zu Ende der 80-er Jahre des vergangenen Jahrhundert eine Vielzahl von Menschen und Objekten zerstörte.

Im Laufe der Zeit (den vergangenen 20 Jahren) beruhigte sich diese ethnische Front ein wenig, da politisch sachlich gearbeitet wurde und der italienische Staat nicht mehr nur militärisch, denn vor allem finanziell operierte und sich somit die Gemüter auf beiden Seiten im Laufe der Zeit beruhigten; es wurden also über alle Probleme; ethnischen, politischen, wirtschaftlichen sehr viel Geld gestreut, damit alle in ihrer kleinen Nische das Schlaraffenland am Horizont entdecken konnten; die Menschen wurden gekauft; denn wie man bekanntlich weiß, funktioniert Konsum besser als Krieg.

Die deutschen/österreichischen NeonaziOrganisationen, die italienischen Neofaschisten, der österreichische/italienische Geheimdienst trugen alle dazu bei, dass der Konflikt nicht vollkommen erlischte, denn bis Ende der 80-er Jahre aus politischen, gesellschaftlichen, ideologischen Gründen weiterlischte.

Und ich möchte diese Geschichte der Provinz heute nur als Rahmen für eine Geschichte benutzen, welche etwas anderes ausdrücken möchte; die aber im Zusammenhang mit diesen Anschlägen steht.
Ich möchte nämlich einen Politiker anführen, welchen in der Provinz schon längst alle vergessen haben und welcher doch entscheidend das politische Bild damals mitbestimmte und bis heute doch prägt.
Bei diesem Politiker handelt es sich um einen italienischen Politiker, welcher zuerst als Lehrer arbeitete, dann Direktor einer Schule wurde und gleichzeitig in der DC (Democrazia Christiana) seine politische Karriere startete, welche ihm in den späten 70-er Jahre in das provinzielle Parlament brachte, in welchem er dann im Laufe der Zeit zum Kulturassesor und dann zum Vize-Provinzregierungschef ernannt wurde und diese Ämter über Jahre inne hatte.
Dieser Mann der Democrazia Christiana vertrat die Interessen seiner italienischen Landsleute und versuchte doch, egal wie man ihn heute sieht, eine Politik der Entspannung zu betreiben, kritisierte die beiden extremistischen Kräfte in der Provinz (also die deutsche Stasivolkspartei und die italienischen Neofaschisten) und mann/frau kann ihn doch als einen Mann des Friedens sehen, welcher nicht auf seine Korruptionsanfälligkeit (für welche er dann auch im Gefängnis saß) zu reduzieren ist, denn für seine politischen Leistungen, die heutzutage von niemanden mehr wertgeschätzt werden, denn alles auf diese Korruptionsanfälligkeit reduziert wird, wo er doch, von der provinziellen deutschen Presse totgeschwiegen, politisch zum Teil Großartiges geleistet hat.
Bei diesem italienischen Politiker handelt es sich um R. Ferretti.
Dieser DC-Mann Ferretti war der gemäßigte Interessensvertreter der italienischen Minderheit hier in der Provinz und als solcher exponierte sich dieser und konnte im Laufe der 80-er Jahre doch beachtliche Erfolge für seine Politik, die politischen Extremismus außen vor ließ, für sich verbuchen.

Aber wie bereits gesagt, ich möchte dieses provinzielle Panorama nur als Rahmen für etwas gänzlich anderes benutzen und zwar der Tatsache, dass Remo Ferretti in den 80-er Jahren in das Fadenkreuz deutscher Attentäter geriet und zwar durch seine Interessensvertretung für die italienische Minderheit, was vielen Deutschen im Land ein Dorn im Auge war.

(Und bevor ich weiterschreibe, möche ich nur noch anmerken, dass wenn man mich wegen diesem Posting „so wie bisher immerzu“ als Verräter brandmarkt, so möchte ich dazu nur sagen, dass die eigentlichen Verräter damals wie heute, genau jene Leute waren, die eine tolerante, weltoffene, die Sprachgruppen miteinander verbindende Politik verhinden, also die zwei extremistischen Parteien hier in dieser Provinz (sowohl auf italienischer wie deutscher Seite.))

Also dieser Ferretti gelangte in das Fadenkreuz dieser deutschen Attentäter und im Jahre 1987 legten diese Attentäter in der Wohnung von Ferretti eine Bombe.
Die Bombe explodierte.
Niederträchtig wurde nach dem Leben Ferrettis getrachtet und glücklicherweise trug weder Ferretti noch einer seiner Familienmitglieder eine Verletzung davon, denn begrenzte sich der Schaden auf Sachwerte.
Der gemäßigte Ferretti war also in die Zielscheibe von deutschen Attentäter gelangt, da dieser weder die Interessen der italienischen, noch der deutschen Hitzköpfe bediente und hatte somit sein Leben für seine politische Agenda riskiert.

Aber und um zum eigentlichen Thema zu kommen.
Der DC-Mann Ferretti wurde einige Monate später zu diesem „mißglückten“ Attentat von Journalisten befragt und antwortete im „O-Ton“ (in das Deutsche übersetzt):
„Statt Mitgefühl zu zeigen, behandelten mich die Leute in dem Mehrwohnhaus (Kondominium) wie den Attentäter.“

Und damit hat Ferretti etwas sehr Wichtiges, etwas grundlegend Exentielles (vielleicht sogar unbewußt) zum Ausdruck gebracht, dass nämlich er, der das Opfer eines Attentates geworden ist; welcher sein Leben für die Interessen der italienischen Minderheit riskiert hat; dass er von den Mitbewohnern des Mehrwohnhaus zum Täter gemacht wurde!
Dass die Leute ihn dafür verantwortlich machten, dass in diesem Haus ein Attentat stattgefunden hatte; dass er doch einfach seine „Schnauze“ hätte halten sollen und nicht die träge und satte Zufriedenheit der Bewohner des Hauses stören; ja dass er in fahrlässiger Weise auch deren Leben auf das Spiel gesetzt hatte; ja dass er irgendwo anders wohnen sollte und gefälligst diese Personen/Familien, die auch der italienischen Minderheit angehörten, doch in Ruhe lassen sollten.

Die Menschen solidarisierten sich also nicht mit Ferretti, denn gänzlich im Gegenteil, machten ihn persönlich für dieses Attentat verantwortlich und es ist nicht solchermaßen, das Feretti und diese „unter der Hand“, ja „hinter dem Rücken“ verantwortlich machen, für das was Geschehen war, ein Einzelfall wäre oder gewesen ist, denn solchermaßen ist es beinahe immer.
Das Opfer wird zum Täter gemacht; in Ferrettis Fall, in meinem Fall und in wie vielen unendlich anderen Fällen hier in der Provinz auch!

Gerechtigkeit wird zu einem Gradmesser der persönlichen Macht; Gerechtigkeit wird in die Hände degenerierter provinzieller Winkeladvokaten gelegt; nur das Geschäft hat zu zählen und ansonsten gar nichts; man hat den Mund zu halten und zu kuschen; ja und ich schreibe auch aus vielfacher persönlicher Erfahrung, dass wenn man sich wehrt, sehr bald sehr alleine dasteht; ja auf niemanden sich verlassen zu können; sich zu wehren gegen kriminelle Staatsbeamte; gegen ihnen den Rücken freihaltende kriminelle Politiker; gegen all diese Extremisten zu kämpfen, welche in ihrem „gottgleichen“ Status glauben, sie können sich alles erlauben; nur und nur und nur den Reichen zuarbeiten und ansonsten gar nichts; welche dem Land die Identität und die Ehre berauben und ihr höchstes Lebensziel darin sehen, der Schlampen- und Hurensohnmentalität mit tatkräftiger Unterstützung durch die provinziellen Parlamentarier und dem Tagesblatt zum Durchbruch zu verhelfen und andauernd hier in der Provinz das Opfer zum Täter gemacht wird und Konsequenzen und Klagen und Anzeigen und „Fertig Machen“ und Ausgrenzen und Ignorieren und Fertig, Fertig, Fertig-Machen der Opfer und Stärkung der Täter in ihrer wahnwitzigen Solidarität an Verfassung, Menschenrechte, Anstand und Ehre vorbei!

Ferrettis Beispiel zeigt doch deutlich auf, wie die Menschen sind; dass es leicht ist von Tapferkeit, von Mut zu sprechen, aber wenn dann einer wirklich Mut und Tapferkeit zeigt, dann blicken alle auf, aber es darf ja keine Konsequenzen geben; alles schön friedlich und im provinziellen Maßstab; aber wenn dann einer wirklich tapfer und mutig ist; sich nicht unterkriegen lässt, dann ist er lästig, stört, ja wird in nullkommanichts für krank erklärt, für gestört, für verrückt; denn wichtig ist nur, dass die Geschäftsmänner ihre dreckigen Geschäfte durchführen können, dass die Polizei den Besitz und den Reichtum der Wenigen mit gutem Gewissen schützen kann, denn wichtig ist nicht der Mensch, denn das Kapital!

Es ist dies eine provinzielle Mentalität, welche von der politischen und wirtschaftlichen herrschenden Klasse hier in der Provinz vorgelebt wird und mit der Mentalität der Menschen nichts zu tun hat; denn nur mit deren LuxusTraumWelt, in welcher der Mensch nur ein weiterer störender Faktor ist!

Nur hat die Geschichte der Menschheit gezeigt, das Feigheit nicht gewinnt, denn am Ende immer die Mutigen und die Tapferen sich durchsetzen werden, egal was die provinziellen Verhältnisse, der Zeitgeist, die provinziellen „Götter“, die Schlampen sind; denn am Ende wird die Geschichte zeigen, das Mut und Tapferkeit gute Eigenschaften sind und man wird davon in Büchern lesen und die Leute werden nicht auf euch Politiker, Staatskriminelle, Wirtschaftler stolz sein, denn auf jemanden wie mich, der sich nicht wie euch auf Geld, Schlampen und Macht reduziert!

….genug für heute….

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