Irgendwie habe ich schon seit längerer Zeit das Gefühl, das wenn ich Zeitschriften wie das „Time Magazine/Newsweek“ oder Zeitungen wie die „FrankfurterAllgemeineZeitung“, „The Independent“, „Handelsblatt“; aber auch Wochenzeitungen/zeitschriften wie „Die Zeit“ oder „Profil“ lese, dass ich nicht zu der eigentlichen Zielgruppe gehöre, welche diese Zeitungen/Zeitschriften eigentlich erreichen sollten.

Die Zielgruppe (z.ü.)

Mit geringem Profil
und doch nur Zurückhaltung;
nichts Aufgesetztem,
denn mit höflicher Nachhaltigkeit
dem Cricket-Spiel in der Luxus-Suite;
als Platzhirsch im Zentrum der Metropolen,
gelangweilt,
digital und hautnah,
beizuwohnen;
dann reif und abgeklärt
in der Beziehung
zur besseren Hälfte
blumenfrisch
den Small-Talk im Foyer
in die Länge ziehen,
um weiß und blass,
asiatisch orientiert
am „gourmetischen“ Leben
teilzunehmen
und das First-Class Ticket aus Mulattinen-Hand,
denn tolerant und weltoffen
fliegt man
im Anzug des Nobelschneiders
zum Aperitif beim Immobilienkönig.

Sich nicht auf das Niveau begeben,
niemanden verachten,
denn nur selektiv ignorieren;
gemäßigt und gefällig
das Champagnerglas erheben,
beobachten, lernen,
kultiviert und umfassend gebildet
in den Hinterzimmern,
die Ausgangstür kennend,
den goldenen Handschlag
üben;
differenziert brutal
oder konservativ liberal,
so wie das Geschäftsklima
gerade kollabiert;
seinen eigenen Stil entwickeln
und subtil und zurückhaltend
für den richtigen Kurs sorgen.

Der Breguet-Uhrzeigersinn
von Gold und Nerz umhüllt;
Zigarren in Blattgold
gewickelt und verwickelt
in rethorischer Ethik
zur Verkaufsgunst,
nunmehr
nicht mehr im Transatlantischen,
denn Transpazifischen,
während tränentreibendes Allerschönstes
gepaart zu Clubmitgliedschaft und Arroganz
dem Segeltörn zur Mittsommerwende
die Eleganz erweist;
natürlicher maritimer Eigenschaften
als Voraussetzungen
des substanziellen Beitrag
zum Allgemeinwohl.

Das Positive herausstreichen,
um dann angeregt und mondän
Languste mit Schlampe dressiert
zu verspeisen,
glitzernder Überfluss
an ausgesuchten Gadgets,
um am Wochendsitz am See
unter Seinesgleichen
Sammlerleidenschaft zu entwickeln;
den Blick für das Wesentliche,
wachsam und zufrieden,
schärfen;
dazu eine Blutdiamanten-Safari
für die exotische Prise
und italienische Bananen-Frikadelle,
als unübertroffenes Zeichen,
dass auf diesen Planeten
sich wohl nie etwas ändern wird.

Die Anerkennung,
wie ein österreichischer Inkassodienst
abmahnen;
Handshakes und Martini Dry;
Atemberaubendes mit Bestem,
denn kühl und nüchtern
zu neuen Horizonten
am künstlichen Himmel
des Helikopteramaturenbrett
von Broadway bis Bollywood
mit Abstecher auf den Malediven
aufbrechen;
Geschichten, Abenteuer, Erlebnisse
Made in Nouvelle Cuisine;
zivilisiert und engagiert
und viel besser als ihr Ruf:
die Zielgruppe.

Pubblicato da ander a 2:30 PM

lunedì, gennaio 11, 2010

Um 10 vor 12
hat das Leben Verspätung,
abgefahren ist der Sinn
und was man daraus macht,
und nun
um die Schranken
zwischen überhauptnichts,
allem
und gleich daneben
aufzuheben,
sammelt die Kraft, den Mut
und die Verzweiflung;
beeilt sich,
denn knapper das Vermögen,
geringer die Möglichkeiten,
endgültiger das Leben,
vor den Entscheidungen
herausfordernd
genügt und begnügt sich nicht mehr.

Um 10 nach 12
hat den Anschluß
Richtung normaler Normalität,
zwecks Erwünschtem und Erhofftem
verloren
und so verliert sich weiter,
wird im Stich gelassen,
enttäuscht und betrogen
und doch nur um so kühner
wird das Herz,
denn fieberhaft beginnt
in Intensität
sich zu verzehren;
kälter wird die Kälte
und wärmt sich
am Hass der anderen;
sprengt die Ketten
und findet sich doch
an Bedingungen und Kompromissen
gefesselt.

Um 10 vor 12
treibt der Wille wilde Blüten,
wird maskenhaft das Freundliche,
schattenhaft der Antrieb
und wird wütend,
was wütend zu sein hat;
beißt sich
am „Knochen Leben“
fest;
zähnefleischend beginnt
wo das Ende angesetzt wird;
schlägt sich hindurch
und bewußter werdend geht
in die falsche Richtung los:
damit man sich
aus den Augen verliert:
das Schicksal und der Mensch.

Um 10 nach 12
hat das Seichte und Leichte
ein Ende,
denn tatkräftig beginnt
dem Strang,
von dem man baumelt
sich zu entziehen,
verwirft die Konzepte,
verlässt die Vorstellungen
und verliert
was man zu verlieren hat;
denn was die anderen satt macht,
macht einen hungrig,
denn was die anderen fertig macht,
gibt einen Kraft:
man wird zu dem
was man ist.

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