„Noch vor 150 Jahren galt Angst als Ergebnis einer falschen Erziehung durch unfähige Mütter und Kindermädchen, wo doch Furchtlosigkeit, Tapferkeit und Mut die eigentlich erstrebenswerten Tugenden waren. Nicht erst seit dem 11. September hat Angst einen ganz anderen kulturellen Stellenwert bekommen. In der Erziehung werden „Vorsicht“ und „Schutz“ über Angst gelernt: Angst vor Fremden, vor dem Straßenverkehr, vor Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Wir bewegen uns zunehmend in einer Kultur der Angst und sind an der haarscharfen Grenze angekommen, wo der evolutionsgeschichtlich lebensrettende Umgang mit dem Affekt Angst umschlägt in ein Benutzen von Angst, um damit jeden noch so weit reichenden Eingriff in Persönlichkeitsrechte zu rechtfertigen.“

Regina Ammicht Quinn

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