Wenn man im relativ wohlhabenden Westen ein Individum fragen würde, ob dieses gerne gut essen würde/bzw. tut; dann wird ein jeder/eine jede diese Frage wohl mit „Ja“ beantworten.
Wenn man diese Frage dann ergänzen würde, um den Zusatz „jeden Tag sehr gut zu essen“, dann würde dies mit noch deutlicherem, lauterem „Ja“ beantwortet werden.
Diese Frage lässt sich dann auch auf andere Punkte des Lebens übertragen; schöne Frauen, noch schönere Frauen; Besitz, noch mehr Besitz; Lebensqualität, noch mehr Lebensqualität; ein schöner Urlaub; sehr viele schöne Urlaube.
Es geht den Menschen im Westen also darum in ihrem individuellem Leben eine bestimmte Lebensqualität zu erreichen und wenn diese erreicht ist, eine noch höhere Lebensqualität zu erreichen; es geht also unter anderem darum ein schönes und zufriedenes Leben zu haben.

Nun ist es aber solchermaßen, dass sehr viele Menschen im Westen ihr Dasein, ihr Leben, ihren Sinn und Zweck ausschließlich darin sehen; also dem guten Essen, der schönen Frau, dem Luxus, dem Hedonismus und Konsum und ihr Leben vollkommen danach ausrichten.
Ich nenne es einmal die „italienische Lebensweise“ (obwohl es im restlichen Westen und auch fast überall ansonsten nicht anders läuft), welche darauf ausgerichtet ist, das eigene Leben so angenehm wie möglich zu haben; nicht zu viel zu wissen, gut zu speisen, gut zu leben und alles was das eigene Leben daran hindert könnte, auszublenden; also keine Stellung zu beziehen, nicht aufzufallen, ruhig zu bleiben, das Unabwendliche zu akzeptieren undsoweiter.

Und ich möchte auch dieses Lebensmodell jetzt nicht allzu abschätzig beurteilen, denn nur zu gut weiß ich um die Wankelmütigkeit des Schicksal, um den Fluch der Krankheiten, um die Frauen, um das „Vabanque“-Spiel, welches das Leben in übler oder guter Weise mit einem spielt; aber nichtdestotrotz muss ich festhalten, dass es nicht mein Lebensmodell ist (was mich dann auch von den Italienern in der Art und Weise mein Leben zu führen unterscheidet); dass ich es bei einzelnen Personen beobachten konnte und doch eher billig und oberflächig befand; ja vor allem die Oberfläche störte mich daran, denn ein solches Leben reduziert sich doch sehr auf die Oberfläche; auf „sembrare“ und nicht „essere“; also dem Schein und nicht dem Sein.
Natürlich ist es jedem überlassen sein Leben so zu führen, wie es ihm gefällt und die gesammelten Vorteile, welche ein solches Lebensmodell mit sich bringt, sind nicht von der Hand zu weisen, denn einen jeden wohl im Tiefsten überzeugend.

Ich finde ein solches Lebensmodell also, auch da es mir nicht zusagt, nicht so überzeugend und überragend, wie andauernd getan wird, denn ich möchte mein Leben nicht auf Konsum, Hedonismus und passiver Gemütlichkeit, dem mit allen gut auskommen, dem nicht anecken, dem dahindämmern verbringen; auch wenn ich Elemente desselben sich auch zum Teil, zeitweise immer wieder in meinem Leben vorfinden.
Es ist also diese Wahl des Lebensmodell eine persönliche Ansichtssache, eine persönliche Entscheidung und es ist ein großer Unterschied zwischen mir und meinem Lebensmodell und jener „italienischer Lebensweise“, welche bei den politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Verantwortlichen in verschiedenen Ländern, so etwa in Wien auch erlebt, der Standart ist, denn dieses Lebensmodell beinhaltet auch sehr viele negative Aspekte.

Die Anpassungsfähigkeit (z.ü.)

Das Vorurteil
ist das vorauseilende Abschätzige,
die Leichtigkeit
dem schweren
Denken und Reflektieren
gegenüber;
die Uneinsichtigkeit
der an der Oberfläche
Dahintreibendem,
welche ihre Meinung
aus der jeweiligen Sichtweise
zeitweise adaptieren;
die allgemeinen Unterschiede
zu einer sinnstiftenden
Identität verbindet.

Die Reduktion
auf den Genuß
ist die Sprachlosigkeit,
die Unfähigkeit des Zweifels
sich zu artikulieren
und die Initiation
sich in bestimmte Kreise
mit dem guten Ton
zu versöhnen;
welche im Machtzirkel
das untereinander Vereinende
in der Beschränktheit findet;
immer weniger von der Welt,
dnen dem kleinen eigenem Biotop.

Die Kälte
ist ein Symptom der Erfahrung;
welche im Gegeneinander
die Rohheit generiert;
um als Rücksichtslosigkeit
das Abwägende zu ersetzen
und es den Menschen erleichtert
sich in aller Schärfe
voneinander abzutrennen;
Grenzen aus welchen der Einzelne
die Definition seiner Individualität
vom Kollektiv absondert.

Die Feigheit,
als Desinteresse verkleidet,
ist die Tugend
eines störungsfreien Leben;
ein Abschütteln
der großen Fragen, des sich
Auseinandersetzen;
denn der alltäglichen Probleme
die Krallen zu entfalten
und ansonsten
allem was aneckt, kritisch
nicht auf Linie ist,
aus dem Weg zu gehen.

Die Ablenkung
als ein wesentliches Element
zu akzeptieren
sich in Reih und Glied zu normieren;
somit der Anonymität
der Unauffälligkeit
die Heimat finden;
sich zurück zu halten,
zurück zu ziehen;
den Kampf scheuen
und ohne Ecken und Kanten
überall „everybody darling“
zu sein.

Die Einordnung
als naives Spetakel
über sich wohlwollend
ergehen lassen,
um dann im gehobenen Konsum
zu profitieren
und der Schublade,
in welche man sich
hineinzimmern läßt
die Unabwendbarkeit des Schicksal
aus der Ferne beobachten,
die Sinnlosigkeit,
des sich aufzulehnen
erkennen,
um geruhsam, ungestört
als Schaf dahinzudämmern.

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