….die Ausgrenzung….(z.ü.)

….Posting….gegen den Strom schwimmen….

Als Arthur Schopenhauer im Alter von 31 Jahren sein Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ veröffentlichte, erwartete sich dieser, dass er nunmehr, als der neue leuchtende Stern am Firmament der Philosophie aufgehen würde; aber nichts dergleichen geschah, denn gänzlich im Gegenteil zur Erwartungshaltung Schopenhauer vermoderte sein Werk abseits der öffentlichen Wahrnehmung und der wissenschaftlichen Rezeption jahrzehntelang vor sich dahin.
Das Buch war nicht nur ein geschäftlicher Misserfolg, denn wurde auch kaum rezensiert; ja wurde von der wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Elite gar nicht einmal wahrgenommen.

Arthur Schopenhauer war zwar der große Wurf gelungen (indem er ein epochales philosophisches Meisterwerk vorgelegt hatte, welches seinesgleichen alle Jahrhunderte hinauf und hinunter sucht und wohl kaum Ebenbürtiges finden wird) doch seinem Buch, in welches er jahrelange harte und unbezahlte Arbeit investiert hatte, war kein Erfolg vergönnt.
Grenzenlos muss die Enttäuschung Arthur Schopenhauers gewesen sein, als er erkennen musste, dass auch nach Jahren, nach Abwarten, Bangem und Hoffen; keine Reaktion, ja kein Erkennen seiner Meisterschaft auch nur im Geringsten zu erkennen bzw. zu erwarten war.
Die Bitterkeit seiner Existenz erwuchs wohl vor allem dieser Nicht-Anerkennung oder wohl besser als ein Nicht-Wollen der herrschenden Eliten, diesem Meisterwerk der Philosophie seinem Platz neben Descartes, Locke´s, Hegel´s und Schelling´s Werken einzuräumen.

Somit war Schopenhauer Schicksal scheinbar besiegelt; der Biedermeier und die Restauration schienen die scheinbar ungünstigste Fügung des Zeitalters zu sein, welche eine Breitenwirkung des „Schopenhauerischen Gedankgut“ geradezu natürlich entgegenwirken zu schien; der komische Sonderling Schopenhauer verkam zu einem Kauz; welcher durch sein Reichtum vor tiefergehenden Angriffen des Pöbels wohl einigermaßen geschützt gewesen war; ja der Spinner mit seinem Buch, dass keiner gelesen hatte (und wohl wichtiger keiner lesen wollte).

Vor diesem Schritt in das eineinhalb Jahrzehnte dauernde Schweigen Schopenhauers, diesem Rückzug in die Isolation (dazu fallen mir die Wörter ein, welche der Vater Schopenhauers seinem Sohn eingetrichtet hatte….nämlich jene….“dass man sich den Menschen angenehm machen müsse“)….dem Disput mit seiner Mutter, einer Bestsellerautorin zu jener Zeit (welcher in der Aussage der Mutter gipfelte; dass bis zu ihrem Tode keiner Schopenhauer Bücher lesen würde und dieser ihr entgegnete, wenn all ihre Bücher schon längst vermodert sein würden, würde man ihn noch immerzu lesen), versuchte sich Schopenhauer als Gelehrter an der Universität Berlin und scheiterte auf ganzer Linie.
Und in diesem Scheitern im Lehrbetrieb der Universität sehe ich einen der Hauptgründe für die verspätete, aus dem Ausland nach Deutschland dann vordringene Rezeption des Werkes von Arthur Schopenhauer, dieser verweigerten Anerkennung (welche er sich mehr, als alle anderen verdient gehabt hätte); dieser vereitelten Karriere als Starphilosoph Deutschlands (geradezu das Gegenteil eines beinahe ja täglich sich selber widersprechenden und in seiner persönlichen Eitelkeit gefangenen, populistischen Peter Sloterdijk); eine viel frühere Kenntnisnahme der Ausnahmestellung Schopenhauers unter all den Dampfplaudereren und Zeitgeistaposteln, welche auch heutzutage das Feuilleton und den gesellschaftlichen Diskurs maßgeblich zu bestimmen zumindest erscheinen, verhindernd.

Denn Arthur Schopenhauer passte nicht in das System der Universität, passte nicht in die universitären Strukturen, in welchem sich die scheinbar größten Philosophen jener Zeit so wohlaufgehoben fühlten, wie ein Georg Wilhelm Friedrich Hegel oder ein Friedrich Wilhelm Schelling, obwohl ja dieser Arthur Schopenhauer der eigentlich größte Philosoph jener Zeit gewesen war; eine Tatsache, welche bis zum heutigen Tag bestritten wird.

Und nun ist es doch solchermaßen, dass auf diesen Universitäten, dass ebendort, seit jener Zeit und ich wiederhole diese Worte gerne noch einmal….seit jener Zeit Schelling, Hegel und Kant (wobei bei den ersteren Beiden im Gegensatz zum zeitlosen Schreiben Arthur Schopenhauers der Zahn der Zeit genagt hat) wie Heilige, gleich den großen Gestirnen am Firmament der Philosophie behandelt wurden und werden und dies auch und vor allem deshalb, da zwei von diesen (Kant hat sowieso die Ausnahmestellung inne und sollte nicht mit Hegel und Schelling in einem Atemzug genannt werden, da dies ja beinahe eine Demütigung bzw. eine Herabwürdigung für Kant´s Werk darstellen würde) selbst im Universitätsbetrieb als Lehrende lange tätig waren, während Schopenhauer nach kürzester Zeit aus diesem Lehrbetrieb dellusioniert und enttäuscht ausstieg.
Also diese Universitätsgelehrten, welche dogmatisch ihr Bild der Philosophie seit Jahrhunderten den Studenten eintrichtern, lehren Schelling und Hegel; während diese Schopenhauer als Außenseiter, außen vor lassen.
Es kommt noch heute soweit, dass in einer Geschichte der Philosophie Hegel und Schelling als die großen Philosophen jener Zeit dargestellt werden, während Schopenhauer ja nicht einmal erwähnt wird und wenn dann als Fußnote.
Mit dieser Vorgangsweise stellen sie sich in eine Reihe von reaktionären Elementen in der Gesellschaft, welche den Menschen, in diesem Falle den Studenten, genau jene Linie vorgeben, welcher diese folgen sollen.
Und man betrachte einmal den Lehrplan einer philosophischen Universitätsfakultät; 85 Vorlesungen über Kant; 25 über Hegel, 10 über Schelling; 3 über koreanische Philosophie; 2 über chinesische Philosophie; 1 über us-amerikanische Wirtschaftsphilosophen; 1 über den Exentialismus; 5 über Heidegger; 3 über Focault; 2 über Derrida und über Schopenhauer…..keine einzige…..bis heute….und warum….
Da Schopenhauer mit seinem Werk nicht in diese Linie hineinpasst; seit damals; seit 1831 passt er nicht in diese Linie der deutschen Philosphie hinein und nicht dass Nietzsche das Werk Schopenhauer´s vor dem Vergessen bewahrt hat….denn dieses Werk reiht sich unter den größten Büchern in der Geschichte der Menschheit ein und lässt das Werk Hegel´s und Schelling´s weit hinter sich zurück.
Und was machen die Universitäten….seit 1831…..diese ignorieren Schopenhauer´s Werk und bevorzugen Hegel und Schelling, obwohl Schopenhauer´s Werk heute immer noch zeitgemäß und aktuell ist; in seiner Aussage, in seiner Genialität alle Werke Schelling´s und Hegel´s weit hinter sich zurücklässt.

Man kann also durchaus behaupten, dass bis heute Schopenhauer´s Werk ausgegrenzt wird; dass diesem etwas anrüchiges anhaftet; dass es nur einem Zufall der Geschichte zu verschulden ist, dass man sich überhaupt noch daran erinnern kann; dass es überhaupt, gegen den ausdrücklichen Willen der universitären Eliten, diesen dogmatischen Gelehrten noch gelesen wird und dass die Wirkung des Werkes von Schopenhauer, trotz jahrhundertelanger Ächtung durch die Universitätsprofessoren (die ansonsten ja bereitwillig einen Focault, einen Derrida in ihr ja doch eher kleinkariertes und kleinbürgerliches Denken eingefügt hatten), seine Breitenwirkung entfalten konnte.

Es erscheint als sei das Establishment an den Universitäten nach wie vor gegen den Philosophen Arthur Schopenhauer eingestellt; diesem Einzelgänger und Sonderling, denn wie viel lieber behandeln diese träge und satt „pragmatisierte Ihresgleichen“, wie Hegel und Schelling in ihren Vorlesungen ab; Philosophen, welche ihr Weltbild, also dem Zeitgeist hernach zu rennen, teilen; und nicht wie Schopenhauer, diesem „Thomas Mann der Philosophie“ gleich mit seinem Schreiben die Ewigkeit berührt, die Essenz des Genie´s in seinem Schreiben ausdrückt; denn wohl zu unbequem, zu unfassbar für diese kleinkarierten, geld- und studentinnengeilen alten Männern, deren Antiquitiertheit, nur durch ihr Besserwissen, welches mehr auf Schein denn Sein basiert, in allen Bereichen überlagert wird.

Es ist also dem universitären Establishment nicht gelungen, die Wirkung Arthur Schopenhauer´s aufzuhalten; denn gänzlich im Gegenteil wird Arthur Schopenhauer bis zum heutigen Tage von Millionen von Menschen gelesen und seine Geschichte kann als auch Beispiel dienen und auch wenn es unbescheiden wirkt, möchte ich doch den Vergleich ziehen, auch wenn ich mich niemals mit einem Geistesgiganten wie Arthur Schopenhauer vergleichen möchte; dass auch meine Gedichte und Fragmente vom Establishment abgelehnt werden, ausgegrenzt werden; so ändert diese Ausgrenzung, diese Ächtung, dieses Eindämmen, dieses „Klein-Zu-Halten-Versuchen“ nichts daran, nullkommanull daran, welche Wirkung diese Gedichte, mein Schreiben, meine Fragmente nicht nur bereits erreicht haben, denn irgendwann, früher oder später, erreichen werden und trotz dieser Ächtung und dieser massiven Ausgrenzung wird dieses meine Werk (also die Gedichte, die Anmerkungen, die Fragmente) noch von sehr, sehr vielen Menschen gelesen werden und es wird einen größeren Einfluss ausüben, als all diese so erfolgreichen, so beliebten Schrifsteller und anderen Künstler, welche zur Zeit ihre Riesensummen verdienen und dabei überhaupt nichts können; all diese Dampflauderer und Seifenblasenkünstlern, diesem provinziellen Einerlei, denen/welchem alle Hühner gackernd hernachlaufen (wohl nur um zu zeigen, dass das intellektuelle Niveau dieser Künstler und der Hühner auf der gleichen Stufe anzusetzen sind; nämlich auf dem niedrigsten….der blanken Dummheit)…..

Dies ist nur eine Frage der Zeit und der Schaden wird größer sein als euer Nuttenlohn, mit welchem ihr euer oppurtunistisches und angepasstes Dasein finanziert.

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