Zug-Gedichte (VI) (z.ü.)

Irgendwo
zwischen Traum und Vorstellung
verfällt dem Zweckdienlichem
im Dienste der Funktion
und beiläufig,
gerade so und doch,
wird von den Strömungen
der Anderen hinfortgerissen,
wehrt sich,
nur um dann als Grund,
dem Unverständnis den Vorrang
einzuräumen;
der Gewalt von oben nach unten
die Akzeptanz zu ebbnen,
hergenommen zu werden.

Irgendwie
hat die Funktion
der Leere den Inhalt gestohlen
und immerzu trauriger
zieht sich fröhliche Masken
über das Gesicht,
während um einen
der Stumpfsinn
zur allgemeinen Posse erstarrt;
während einem
die Welt zur Erkenntnis
verblüht.

Irgendwer
muss Stellung beziehen,
wo die Narben zu schmerzen beginnen,
den Kreislauf der Vorurteile,
der Beleidigungen und der Gewalt
in Gang halten;
damit nicht nur die bewaffneten Ressourcen
der staatlichen Gewalt
ihr Recht, dass schon lange
zu Unrecht erstarrt ist,
durchsetzen können
und so nimmt
das Flagschiff der Zerstörung
manovrierunfähig
Kurs Richtung ordentliche provinzieller Verhältnisse;
nur damit das Herzlose
den Glauben an das Gute
langsam zersetzt.

Doch trotzig
behauptet sich vor den Debilen;
dem Urteil ihrer Unfähigkeit;
der Masse,
welche geknechtet
ihr Glück
in Hohn und Spott
dann findet;
ja verteidigt seine Meinung,
bedingungslos die Überzeugung,
vor der Meute,
die nur allzugerne
die Schwachen und die Anderen
zu Tode hetzt;
bewahrt sich Herz und Geist
als lodernde Flamme
wider der Unterdrückung.

Doch stark
nimmt jeden
noch so hinterhältigen Angriff
als Ansporn,
die seine Art
im Meer des Einerlei
zu bewahren;
verschenkt sein Talent
dem höheren Sinn verpflichtet,
bemüht und engagiert
für dass zu kämpfen
was die meisten scheinbar hassen:
Dignität vor dem Einzelnen
und Respekt und Achtung vor dem Nächsten.

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