Zug-Gedichte (V) (z.ü.)

Der Anschein
ist der trügerische Spuk,
welcher dem Bewußtsein
die Entscheidungen
einflüstert;
die falsche Fährte,
die das Schicksal legt
und die Geschichte,
die kein gutes Ende findet.

Das Manipulieren, das Indoktrinieren
ist der rote Faden,
aus dem die Wahrheit
ihren Strick sich dreht;
denn die Täuschung
lässt das Schauspiel triumphieren,
Tragik in Abstumpfung verwandelnd;
Abstumpfung in Tragik.

Die Scherben,
aus welchem sein Leben
zusammenflickt,
sind die Verwundungen,
die vergeblich auf Heilung hoffen;
die Entschäuschungen,
die müde machen
und doch nur bitter schmecken,
zu einem Grund ver-werdend,
nach welchem man niemals gefragt wird.

So beißt die Zähne zusammen;
entflieht dem Unentrinnbaren;
scheitert, um zu versuchen;
stemmt sich auf,
hält dagegen,
kämpft um sein Nichts,
seinen eigenen Gedanken,
mutig zu sein,
um als ein guter Mensch,
vor dem Bösen, im Gewand des Guten, zu bestehen.

Und um so widerlicher,
einem,
das Menschlich-Niedrigste aufstößt,
die Verrohung der Perfidität,
die Freundlichkeit der Grausamkeit;
um so bemühter
in seiner Kümmerlichkeit,
dem Verbliebenen,
gegen die Radikalisierung
der Gemäßigten
und derem Entwicklungsprozess,
namens Entmenschlichung.

Der reale Schrecken,
überdeckt
durch die spielerische Illusion;
als Verlockung und Versuchung
dargeboten;
und doch die tiefe Traurigkeit,
Hoffnung und Aufmerksamkeit
raubend,
denn der Anschein
ist der Betrug des Herzen
am Intellekt.

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