Zug-Gedichte (III) (z.ü.)

In Bewegung bleiben,
sich nicht festlegen;
über den Horizont blicken
und durch die Sinne
der Oberfläche Raum bieten,
die Tiefe für sich zu erobern.

Sich Zeit lassen,
wo keine Zeit ist
und den Platz verteidigen,
denn man sich
aus dem persönlichen Elend,
den Verzehr an Leben
und dem Verzicht auf Unverzichtbares
erobert hat.

Gegen den Wind des Zeitgeist,
der Einfachheit der Antworten
und der Rezepte für das Richtige
sich aufzulehnen;
diesem Kontext des Einerlei,
denn die Freiheit erringen
sich nicht zerbrechen zu lassen;
denn ein Gespür
für sich ertasten.

Die Schatten flüchten;
der Banalität des Bösen;
dem Nebenbei, dem Unachtsamen,
dem Flüchtigen und Verachtendem;
der Instrumentalisierung und Verharmlosung;
denn die Schattenmacher
in ihrem nur noch ekelhaften Gutbürgertum,
ihren Elfenbeintürmen des Menschlich-Allerniedrigsten
bis zum letzten Blutstropfen
zu bekämpfen.

Den Kampf aufnehmen;
der Methode,
der über alles entscheidenden Handvoll Menschen;
das Niedrigste mit dem Höchsten zu belohnen;
der Scheinheiligkeit die Tempel zu errichten;
das aufgklärte Erbe der Menschheit verhöhnend;
das Beispiel guter Menschen;
Opfer des Faschismus;
mit Dreck über und über
zu beschmutzen:
tyrannisch, dumm, provinziell.

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