Zug-Gedichte (II) (z.ü.)

In einem Tunnel

Dunkel dringt es nicht nur von außen,
denn auch von innen;
quillt mit jahrelangem Warten
auf bereits wieder Vergessenes
beinahe aus einem,
um sich doch nur im letzten Moment
in dem unstillbaren Schmerz
zwischen den Wörtern
zu verflüchtigen.

Näher fällt das Unvermeidbare
in einem tiefen,
graben sich die Falten
einen Ausdruck
und atemlos versucht,
nur um zu scheitern,
die Erwartungen zu erfüllen,
die schon seit immer,
zu leeren Hülsen verkommen sind.

Langsamer versickert die Hoffnung
in den Böden des Sein,
kälter wird der Blick
zu eisiger Gefühlslosigkeit
und den seltenen Moment
zu verglühen vergisst,
während das Leben
zu einer Wunde verkommt,
welche in den Blicken der Anderen
zu bluten beginnt.

Das Herz erscheint schwerer,
in seinem Grab, der Brust,
zu liegen,
der Lust haftet die Melancholie
der Erfahrung an;
der Entäuschungen, der Zurückweisungen,
der eigenen unverdaubaren Härte;
unschuldig wähnt man sich
und hat doch
für Gerechtigkeit
Sorge zu tragen.

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