…Ostern 2007….

Dienstag; 03.04.2007

Dienstag war ein schlechter Tag.
Am späten Nachmittag spaziere ich über den Elterleinsplatz; als etwa 50 Meter vor mir ein Mann ein grindiges Beisl in einer Nebenstraße des Eltlerleinsplatz am Handy telefonierend, verlässt.
Der Mann, Schnurrbart, ein Schnitzel zuviel, die üblichen abgefuckten Klamotten eines Polizisten, welchem sein äußeres Erscheinungsbild herzlich wenig bekümmert, ein Wiener; verrät sich mit seinem ersten Blick in meine Richtung.
Ich wechsle, um jedlichen wie auch immer gearteten Konflikt im vorhinein aus dem Weg zu gehen, auf den Gehsteig auf der anderen Straßenseite, spaziere dahin und als ich in die Nähe des Polizisten außer Dienst/in Zivil gelange, provoziert mich dieser auf altbekannte und schon hunderte Male erlebte Weise nonverbal.
Ich gehe noch etwa 20 Meter und bleibe dann stehen.
Ich drehe mich zu dem Polizisten, der von meinem Eintreffen über sein Handy, aufgrund der elektronischen Ortung meines Handy im Vorhinein informiert war, hin.
Ich beobachte diesen etwa einen Minute lang bevor ich diesem einige Beleidigungen zuschreie.
Ich gehe unruhig auf und ab und werde mit jeder Sekunde wütender.
Nein, diesmal nicht, nein, nicht wie bei all den anderen Anlässen, wo ich fast auschließlich grundlos provoziert, beleidigt bzw. verspottet wurde.
Nein, diesmal nicht; dieses eine Mal lasse ich es mit den staatlichen Kriminellen ankommen; aber wäre es, so überlege ich doch auch dahin, nicht besser, wie all die anderen Male, einfach weiterzugehen.
Nein!
Ich trete einen Papierkorb um und gehe überlegend auf und ab.
Der Mann vor dem grindigen Beisl wird von einem anderen Mann, auch Polizist, auch am Handy telefonierend, aus dem Lokal tretend, abgelöst.
Die Situation, nicht nur diese, die Gesamtsituation hat seit Jahren nunmehr jedliches menschliche Maß verloren; die Situation, wenn denn dieses Wort zur Beschreibung meiner Lebensumstände noch benutzen kann, ist beschissen; aber was habe ich noch zu verlieren….eine ganze Menge, aber hier und jetzt, ist doch angesichts all dieser Erreignisse, der Respekt- und vor allem Intelligenzlosigkeit meiner Umwelt, all dieser Geschehnisse der vergangenen Jahre alles noch sinnloser und noch wertloser.
Zwei, drei Minuten sind nun vergangen und ich habe mich nicht beruhigt; gänzlich im Gegenteil; denn warum muss ausgerechnet ich andauernd provoziert, bedroht, beleidigt und verspottet und wie der letzte Dreck behandelt werden….warum drücken mir die Menschen; angefangen bei denen die ich liebe, nur Dreck hinein….warum ich und nicht irgendein anderer….
Zwei Organisierte, muskolös, breite Schultern, schwarze Lederjacken, welche seit einiger Zeit an meinem Schatten kleben (wobei ich mich ja frage, wie sie dort, bei dem Gedränge, überhaupt noch Platz finden), positionieren sich etwa 30 Meter von mir entfernt und beobachten, wie sollte es anders sein, am Handy telefonierend, wie sich die Situation eskaliert.
Ich gestikuliere und bin nur eine Wenigkeit davon entfernt meine mir verbliebenen Nerven wegzuwerfen, aber etwas hält mich davon ab….auch wenn sehr viele sehr hart daran gearbeitet haben; die italienische Polizei/Staat; die österreichische Polizei/Staat; der italienische Pöbel; die Kapitalisten Österreichs; die eine Frau, das italienische Militär; so habe ich doch nicht, entgegen deren Drängen und Erwartungen, mein Leben nicht einfach weggeworfen; denn ist es mir kämpfend gelungen, mein Leben von all diesen Goliaths nicht zerstören zu lassen; mein Leben davor bewahrt, wie ein Stück Müll wegzuwerfen; auch wenn die oben Aufgezählten dies ja andauernd in allen möglichen Arten und Weisen versucht hatten, zu erreichen.
Und jetzt, wegen einer Bagatelle, einer von hunderten, mein Leben wegzuwerfen; also genau dass zu tun, was all diese so „guten“ Menschen von mir erwarteten….von Freund bis Feind….nein, aber doch ist irgendwann ein Punkt erreicht, wo man von all dieser Boshaftigkeit, Hinterhältigkeit, dieser Niedertracht, welcher man so als Mensch ausgesetzt ist von all diesen vom Kapitalismus degenerierten Menschen; diesen „guten“ Menschen, einfach genug hat!
Wenn man reagiert, dann hat man das Kainsmal; dann ist man der „Böse“, unter all diesen „Gutmenschen“….dazu fällt mir nur noch der Spruch von Arthur Schopenhauer ein….“Die meisten Menschen verlieren nur deshalb nicht ihren Verstand, weil sie gar keinen haben“…..
Ich gestikuliere beleidigend und gehe unschlüssig über mein weiteres Vorgehen auf und ab; die Organisierten haben Verstärkung bekommen und stehen nun zu dritt, zu viert herum und telefonieren mit ihren Handys; sind sich unschlüssig über ihre Vorgangsweise; denn meine Gesamtsituation ist dermaßen jenseits von Güte und Leben; von auch nur einen Lichtblick unendlich viele Universen entfernt; dermaßen von der Boshaftigkeit und der unbeschreibbaren Dummheit der Menschen beeinträchtigt; dass wohl mittlerweile auch die Anderen, die Organisierten und die Polizei eigentlich auch nicht mehr so recht wissen, wie dass mit mir so weitergehen soll.
Polizei in Zivil.
5-7 Minuten sind seit der nonverbalen Provokation vergangen.
Die Organisierten telefonieren mit ihren Handys; der/die Polizist/en telefonieren mit ihren Handys und so nehme auch ich mein Handy zur Hand, schmettere dieses mit voller Kraft auf den Gehsteig, springe auf dieses bis sich dieses in drei, vier Teile aufgelöst hat, suche mir die SIM-Karte aus dem Elektro-Schrott heraus und werfe diese, die SIM-Karte durch einen danebenliegenden Gullydeckel und gehe ab.
Seitenstraße, Seitenstraße und weg bin ich.
Obwohl ich nun elektronisch nicht mehr geeortet werden kann, wissen „alle“ sofort wo ich bin und wohin ich mich bewege und wie dass so war, erscheinen gleich eine Menge seltsamer Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung auf; welche natürlich Bescheid wissen; aber wiederrum weniger am unmittelbar zuvor Vorgefallenem interessiert sind, denn z.B. vor allem daran, was ich zur Zeit schreibe….
Ich beruhige mich langsam.
Später schäme ich mich dafür ausgerastet zu sein und wie ich mich schäme; nicht wegem dem Gesichtsverlust, dem Handy, dem Vorgefallenem; denn nur und auschließlich wegem dem Kontrollverlust; dass ich die mir verbliebenen wenigen Nerven verloren hatte und auf die Provokation, welche ja im Vergleich zu den Provokationen des ungebildeten italienischen Pöbels ein Garnichts war und ist, reagiert zu haben….vielleicht ist der Druck, welcher auf mir seit einigen Tagen lastet, vielleicht ist das unmenschliche Ausmaß dieses Druck einfach wirklich zu groß….

Mittwoch, 04.04.2007

Mein Verhalten am gestrigen Tag gegenüber den staatlichen Kriminellen beschäftigt und stört mich; ich habe die Situation nicht verschuldet; dann aber breitgetreten; es bedrückt mich und wird mich, was so gut wie nie der Fall ist über Monate hinaus beschäftigen, auch wenn in dieser Zwischenzeit sehr viel gravierendere Situationen entstehen werden, z.B. mit dem italienischem Pöbel
Da ich in der schönen Stadtwohnung weder leben, noch schlafen, noch essen, noch irgendetwas anderes, mit der Ausnahme des sterben vielleicht, tun kann, bin ich wie immer den gesamten Tag in der Stadt unterwegs.
Wenn man also so wie ich auf der Straße ist, so bekommt man ebendort sehr viel von dem was die Straße ausmacht, mit; was die Menschen wissen, was die Menschen denken, was die Menschen planen und tun….die Straße wie ein Bild, welches jeden Tag seine Meinung, seine Ansichten, seine Überlebensstrategien verändert und der Realität anpasst und kaum glaubt man davon einen Eindruck gewonnen zu haben, ist wieder alles anders….
Die Straße gehört, so wie die Welt den Reichen gehört, den Proletariern und so lasse ich mich jeden Tag von den proletarischen Massen Wiens durch die Gassen, Straßen, Kreuzungen, Straßenbahnstationen, Gehsteigen und Zebrastreifen schieben und bekomme sehr viel mit, von dem was die Menschen denken und tun.
Wenn man auf die Straße hört, dann hat man damit schon das Informations/Informatennetz, welches man sich vorstellen kann.
Eines der Hauptthema der Straße bin ich; nicht weil ich es gewollt hatte; denn dass war dann wohl die Schuld des Schicksals und zur jener Zeit beschäftigte die Straße die eine Frau; Kommentare wie „weil er die Hure nicht gefickt hat, fickt er uns jetzt alle“….oder….“wegen einer Verrückten hasst er uns jetzt alle“….usw…..usf…..flogen um meine Ohren und landeten im Hudson River….nein; landeten irgendwo auf diesen riesigen Müllplatz in meinem Gehirn, wo all das Überflüssige, Unnotwendige und Unkonkrete wohl landen wird…..diese Kommentare von frühmorgens bis spätabends; machten jeden Meter durch die Stadt zu einem Spießrutenlauf; aber auch daran hatte ich mich, wie an so vieles schon gewöhnt….
Die Sprache der Straße ist hart; Ausdrücke wie Mann und Frau kommen darin nicht vor und ich gebe den Kommentaren der Straße nicht allzuviel Wichtigkeit und Bedeutung; aber unbewußt beeinflussen sie einen dann schon in einem sehr großen Ausmaß…..
Also, in jenen Tagen spricht ein Teil der Straße über jene eine Frau und da ich sehr wenig bis überhaupt nichts über sie geschrieben, geschweige denn gesprochen hatte; sind wohl einige Details; von dem was da so alles geschehen war; von polizeilicher bzw. offizieller bzw. von inoffizieller Seite auf die normalerweise gut informierte Straße durchgesickert.
Das liebe, liebe, liebe Mädel (Copyright: Italien) ist wie die italienische Polizei, die österreichische Polizei dem Glauben erlegen, dass sie sich, da ja irgendwie sich alle solchermaßen verhalten; sich bei mir alles erlauben können, ohne auch nur die geringste Konsequenz befürchten zu müssen….einem hinkenden Hund tretet man am liebsten hinein….oder?….alles kann man sich bei einem so wie mir erlauben, hinsichtlich Spott, Drohungen, Beleidigungen und Boshaftigkeit, wobei ich bei letzterem anmerken muss, dass mich diese, die Boshaftigkeit der Menschen, doch immer wieder auf erschreckenste Art und Weise überrascht hatte und tut….bei so einem wie mir, da kann man sich alles erlaubne; dass es nicht so war und ist; habe jene die über die Kapazität zum Verstehen verfügen, mit der Zeit schon verstanden; aber bei vielen glänzt jedlicher Funken Reflexion, jedliche Form von menschlicher Intelligenz mit Abwesenheit.

Donnerstag, 05.04.2007

Ich hatte in Österreich sehr, sehr viele Feinde; nicht nur in den Staatsapparaten, nicht nur in der Bevölkerung, denn es waren vor allem jene, welche sich eine arische, homogene, österreichische, brave, wie Schafe in das Verderben rennende Masse wünschen; also vor allem die Masse selbst; und Menschen wie ich, sind den Obengenannten nicht nur ein Dorn im Auge, denn haben in ihrem neoliberalen Österreich nichts zu suchen.
Die Aussagen dieser Einzelpersonen diesbezüglich ließen in den zurückliegenden Monaten nichts an Deutlichkeit vermissen und in hinterhältigster und gemeinster Weise operierten diese Menschen, sich in der Gewissheit wiegend, dass ihr Handeln und Tun auf einen breiten Konsens in den österreichischen Macht- und Staatsapparaten (wenn sie zufälligerweise nicht selbst aus diesem stammten) traff; denn was hat einer in Österreich zu suchen, der nicht arbeitet; was hat einer in Österreich zu suchen, der nicht studiert; was hat einer in Österreich zu suchen, der sich nicht in die homogene, arische Masse einordnet und brav und folgsam zu den Mächtigen und Reichen aufblickt; was hat so einer in Österreich verloren?
Ja, was hat denn so einer in einer neoliberalen Welt zu suchen?
So ein wertloser, überflüssiger, nutzloser Taugenichts?
Vor so einem sollen sich doch alle abwenden und ihn ächten….in solch einer neoliberalen Welt ohne Menschlichkeit….ohne Mitmenschen….

Das einzige was für diese Menschen zählt ist das Geld; es ist ihre Religion und wer keines hat, der hat in Österreich auch nichts verloren….was sind schon 30.000 Euro….was sind schon 300.000 Euro….es sind Menschen, welchen jedlichen Kontakt zur Realität der allermeisten Menschen, welche jedliche Menschlichkeit verloren haben….diese Einzelpersonen, mächtig, reich und einflußreich sorgen dafür, dass sich das neoliberale Rollenmodell in allen Belangen durchsetzt….und die Schlampen und die Hurensöhne jubeln ihnen dabei zu….denn genau in deren Welt können sie ihre Niedertracht und Gemeinheit so richtig schön bei ihren Mitmenschen ausspielen

Mit dem was ich im Zeitraum Jänner/Februar 2007 geschrieben hatte, hatte ich den neoliberalen österreichischen Unmenschen gezeigt, dass nicht nur das Geld zählt; dass nicht nur zählt, einen einzigen Gedanken, ein einziges Gefühl für alle durchzusetzen; denn dass einer von ganz unten, mehr als all diese vom Staat so subventionierten, so geförderten Künstler, erreichen kann und erreicht hat.
Österreich fördert seine Künstler; stellt ihnen Wohnungen in London, Tokyo und New York gratis zur Verfügung; spendiert ihnen monatelange Auslandsaufenthalte, fördert und fördert und was kommt dabei heraus…..Bullshit kommt heraus….oder hat irgendjemand von einen dieser durchgefütterten, reich-subventionierten, von jeder Frau angehimmelten; in Boehme-Träume dahinlebenden „Künstlern“ noch einmal was gehört….nein….also….während ich andauernd darum kämpfen musste, überhaupt genug zum essen zu haben, während 30 Menschen mir dabei zuschauten und mit jedem Tag schockierter waren, über all diese Niedertracht, diese Gemeinheit, diese Unmenschlichkeit….die österreichische…..

Mit dem was ich Mitte/Ende März 2007 geschrieben hatte, hatte ich die finsteren Pläne dieser sehr vielen Österreicher, die nach wie vor in einer nazionalsozialistischen Tradition stehen, einem neoliberalen Modell folgend; durchkreuzt; nicht im Schlampen- und Luxusrausch; denn allein mit dem gefährlichsten Feind aller Menschenunterdrücker und Ausbeuter….der menschlichen Intelligenz….

Und wie gut hat nur dass mit dem Ignorieren, Ausgrenzen, in die kranke und verrückte Ecke zu stellen bei diesen sehr vielen Österreichern funktioniert hat, Provinzler; wie gut, dass nur funktioniert hat…ignoriert, mit Mißachtung bestraft, sehr viele darauf hoffend, dass ich sobald als möglich sterben werde, alle mit ihren wunderschönen weiblichen Geschöpfen und dem Rest der Welt der sie anhimmelt, ach wie gut hat dass nur funktioniert mit dem Ignorieren….so gut, dass am Ende die gesamte restliche Welt in die Geschichte mitverwickelt war und zwar auf meiner Seite und nicht auf der neoliberalen österreichischen Seite….

Ich muss nun seit 5 Tagen aus der schönen Stadtwohnung ausgezogen sein, für welche ich seit 10 Monaten keine Miete mehr bezahlt hatte….genau jener Mietzins, denn man für solch eine Wohnung bezahlen sollte und auch wenn die Schlampen weinen werden; die Hurensöhne aufschreien werden….der Vermieter gehört hinter schwedischen Gardinen!

Freitag; 06.04.2007

High Noon

Ich muss, ich muss nach Italien zurück….die Entscheidung in Österreich zu bleiben oder nach Italien zu fahren, ist wie sich zwischen dem Tod durch Ertrinken oder dem Tod durch Erfrieren zu entscheiden.

Ich bin sehr unentschlossen, aber die österreichische Niedertracht, dieses unfassbar boshafte Verhalten einem auf der Klippe stehend, noch den letzten Klaps zu geben, damit man in die Hölle hinunterfällt, macht eine Heimreise wahrscheinlicher….auch wenn dort der italienische Pöbel auf mich wartet.

Ich beende im Laufe des Tages das Fragment „Himmel und Hölle“ (Posting: 06.04.2007)….ich habe nun in 10 Tagen 2 Fragmente geschrieben….“Hunger“ (Posting: 29.03.2007) und „Himmel und Hölle“….zusätzlich noch das Fragment „Szlengel“ (Posting: 26.03.2007) online gestellt; zusätzlich noch Dutzende von Aphorismen; einige sehr schöne Gedichte im Laufe des März geschrieben…..angesichts der desperaten Lebensumstände ein sehr hohes Arbeitspensum….es sind Fragmente, Gedichte und Aphorismen, welche auf breite Zustimmung treffen; auf Begeisterung; auf Bewunderung und Respekt…..nicht von diesen neoliberalen Österreichern oder den Provinzlern….von der Welt….und damit sind sowohl die Österreicher, als auch die Provinzler in der ersten Runde beim ersten Schlag ko gegangen….
….und wissen es wohl bis zum heutigen Tag nicht….

Das Schreiben kostet Kraft; Kraft die im täglichen Überlebenskampf gegen all diese von Luxus und Reichtum verwöhnten Unmenschen die einem umgeben, dringend benötigt wird….
Ich suche Entspannung im Rausch.

Ich befinde mich im Besitz von 100 Euro und telefoniere mit einem Bekannten, ob dieser mir morgen evt. noch 50 Euro für das Bahnticket leihen könnte….ich muss, ich muss nach Italien zu meiner Familie….
Der Bekannte sagt zu und ich gehe aus.
Ich beginne bei einer Bekannten; einer Kneipe mit normalerweise einem Gast….mich….die Kellnerin ist eine österreichische Türkin und in eben dieser Kneipe hatte ich einen Großteil des Herbst 2006 verbracht….die Kneipe trägt den bezeichnenden Namen „Second Home“; da das erste zuhause ja keines ist und so bin ich mehr oder weniger sehr oft dort anzutreffen….die Kellnerin heißt Aylin….ein wunderschöner Name wie ich finde….so wie ich die türkischen Frauennamen sehr schön finde….schöne Namen für schöne Frauen….Günes (Sonne), Aylin (Mond) Esra (Stern)….usw. usf…..ich trinke meine ersten paar Bier und ziehe dann weiter….ende im St. Art (Heilige Kunst)….bin mittelschwer bis schwer betrunken….habe im Rausch wie meistens allen und allem verziehen und trinke weiter….eine Frau versucht mit mir zu flirten….zwecklos….ich bin schon zu betrunken….ich unterhalte mich länger mit einem Fremden….über die Welt, Gott und die Frauen….das übliche Suffgeschwätz….einer, möchte mich mit einer anderen verkuppeln, aber diese winkt, als sie meinen alkoholischen Zustand erkennt, sofort ab; so wie meistens….ich bin ganz glückselig, auch stolz darauf, auf dass was ich da in 10 Tagen zusammengeschrieben habe….es ist wohl sehr spät in der Nacht als ich das Lokal verlasse, mein Zustand ist hoffnungslos; nur im Rausch scheint die Welt erträglich zu sein….all diese Symbole….Sonne, Mond und ein Stern und dann die heilige Kunst….betrunken gehe ich nachhause, dass kein zuhause ist, aber etwas fällt mir dann doch noch auf…..ich gehe aus dem Lokal und die gesamte Straße entlang stehen Streifenwagen der Wiener Polizei….ich zähle diese nicht, aber es sind eine ganze Menge….5-8 Streifenwagen….sozusagen das letzte Geleit vor dem Gang nach Canossa….nein, der Heimfahrt….ich trete den Heimgang an und erreiche etwas später das zuhause, dass kein zuhause ist….

Samstag, 07.04.2007

2008 habe ich einmal mit einer Bekannten gesprochen, welche 5-6 Jahre ihres Leben in Wien verbracht hatte und diese war ebendort immerzu mit ihrem Fahrrad unterwegs gewesen….ich erzählte ihr von einem Haus bzw. einer Ruine im 16. Wiener Gemeindebezirk und fragete diese, ob sie dieses Haus denn kennen würde….nach einigen Überlegungen fragte sie mich ob ich dieses in jener Gasse meinte und ich bejahte….und zu meiner Überraschung antwortete die Bekannte, dass sie das Haus sehr wohl kenne, immer wenn sie an dem Haus mit dem Fahrrad vorbeigefahren war, hatte sie einmal extra in ihre Pedale getreten, um daran so schnell wie möglich vorbeizukommen….aufgefallen war ihr auch, dass bei dem Haus, nicht wie bei den Häusern in der Umgebung die billigsten Ramsch-Plastikfenster waren, denn noch die alten, aus wohl der Steinzeit stammenden, kaputten, alten, morschen Fenster vorzufinden waren….sie hatte doch tatsächlich das Haus bemerkt und es erschien ihr wie die größte Bruchbude Wiens….

In eben diesem Haus, im letzten Stock, in der letzten Wohnung erwachte ich am Morgen des Ostersamstag in meinem toten Raum….toter Raum deshalb, da etwa die Hälfte des Gemäuer des Raumes vom Schimmel und anderen Bakterienstämmen zerfressen waren; frische, kalte Morgenluft strömte durch das kaputte „Fenster“ und noch toter der Raum dadurch, dass die elektrischen Leitungen im Raum tot waren….es floß aus den zwei Steckdosen kein Strom….es gab in dem Raum also nur etwas Lebendes….mich….und auch bei mir, war ich mir an jenem Morgen nicht so sicher….seltsamerweise hatte ich, etwas benebelt vom Abend zuvor, die fixe Idee in meinem Kopf, dass es 09 Uhr morgens sei und ich nun, um 11 Uhr den Zug zur Heimreise betreten würde….es war ein sehr angenehmes Gefühl zu wissen, dass es 09 Uhr war….immerzu 09 Uhr und Geld hatte ich auch noch zur Genüge….ich genoß dieses Gefühl und es hielt eine ganze Weile lang an….bis ich aufstehe und feststelle, dass es schon halb elf Uhr vormittags ist und ich mich noch im Besitz von 10 Euro befinde….also verschiebe ich die Heimreise auf den frühen Abend, ziehe mich schnell an und verlasse….ja, was verlasse ich den….gute Frage….ich verlasse die „schöne“ Stadtwohnung und gehe, kaum habe ich das Haus verlassen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine Albaner-Kneipe, welche ich in letzter Zeit, auch ziemlich oft aufsuche…..wie meistens, ist niemand außer der Kellnerin anwesend….ich setze mich, bestelle einen Kaffee und die Kellnerin setzt sich zu mir an den Tisch….eine sympatische, junge Frau, eine Slowakin und führe mit dieser meinen Morgenplausch….sie wohnt mit 3 anderen jungen Slowakinnen in einer EinZimmerWohnung ganz in der Nähe, verfügt dort über kein fließendes Wasser und auch, soweit ich dass mitbekommen habe, über keine sanitären Anlagen…..wenn sich die jungen Frauen waschen, nehmen sie einen Topf, holen sich irgendwo ein Wasser, erhitzen dieses über den Herd und waschen sich damit…..wie aus einem Werbeprospekt von „Wiener Wohnen“….aber jetzt ist ja der ehemalige Wohnbaustadtrat Bundeskanzler geworden….dann wird mit Sicherheit alles besser….ein alles, dass ein nichts bedeutet….ich fragte die etwa 24-26 Jahre alte Kellnerin, ob es angesichts ihrer Arbeits- und Wohnverhältnisse nicht besser sei, in Bratislava eine Arbeit, eine Wohnung zu suchen…..nein, auf keinen Fall, lautet die Antwort….dort sei es hinsichtlich Arbeit und Wohnung noch schlimmer…..der gesamte Osten ein einziges Elendshaus….es lebe der Neoliberalismus!…..

Ich sagte dann, dass das Vermieten einer solchen Wohnung wie der meinigen, mit einer Mordanklage belohnt werden sollte….aber dann müsste man ja tausende von diesem Wiener Kapitalistendreck, diesem unfassbar dreckigen Wiener Abschaum; diesem Abfallprodukt der Menschheit namens Österreich; man müsste Tausende von so Wohl- und Hochgeborenen Wienern, sofort einsperren….Gerechtigkeit….doch nicht in Österreich….

Nach der Schimpftirade ziehe ich weiter….ich kaufe mir eine Packung Zigaretten und besitze noch 4 Euro….da der Bekannte im 1. Wiener Gemeindebezirk arbeitet, breche ich nach dorthin auf und erreiche sehr bald den 1. Bezirk….da ich weiß, dass der Bekannte bis um 17 Uhr arbeitet, gehe ich es gemütlich an und setze mich mit den verbliebenen 4 Euros in ein Kaffeehaus.

Dem Kaffehaus Korb….ich bestelle einen Kleinen Braunen, nehme mir zwei Zeitungen und setze mich an einem Tisch vor dem Kaffehaus….der Kellner ist ausgesprochen freundlich….bei den Preisen verwundert mich das nicht….gegenüber befindet sich eine Trendy-Wiener Bar, wo sich die Noblen, Guten und Schönen Wiens zum Morgenfrühstück einfinden….nobel, nobel, nobel….das Kaffehaus Korb ist ja ein Anlaufpunkt für die Intellektuellen, die Künstler, die Berühmten der Stadt….ich bin das erste und letzte Mal dort (vor allem aus ökonomischen Gründen)….Berühmte, Intellektuelle und Künstler kann ich keine in meiner Umgebung erkennen….ich lese die Zeitungen, trinke den Kleinen Braunen schlückenweise und rauche eine halbe Packung Zigaretten dazu….ich passe ungefähr so gut in dieses Kaffeehaus, wie ein Kamel in die Antarktis, nichtsdestotrotz fühle ich mich nicht unwohl, denn fast schon aufgehoben….das Publikum des Kaffehaus ist schon etwas in die Jahre gekommen….fehlt nur noch, dass einer wie der Daniel Kehlmann hier auftauchen würde….dass würde mir wirklich den gesamten Tag versauen….ich sitze dort und lese, als dann doch ein sogenannter österreichischer Prominenter in einiger Distanz vorbeieilt….nicht dass ich darauf achten würde, aber man bekommt es dann halt doch mit….es ist der KHG….oder die KHG (Posting: 21.01.2009)….er erscheint in Eile zu sein und telefoniert an seinem Handy und spricht….und spricht….wobei ich mir dabei nicht mehr so 100% sicher bin, da ich noch nicht gänzlich aufgewacht und nüchtern war….er spricht über mich am Handy (eigentlich bin ich mir dann schon sicher, dass er über mich am Handy spricht)….und im Gegensatz zu noch so einem sogenannten österreichischen Prominenten, einem gewissen Herrn Meinl (Posting: 21.01.2009) scheint der oder die KHG doch über eine bestimmtes Minimum an sprachlichen Ausdrucksformen und Manieren zu verfügen….was mich zur Schlußfolgerung bringt, dass man auf einer öffentlichen Schule in Kärnten die besseren Manieren, Verhaltensformen, sprachlichen Ausdrucksformen erlernt, als es in einer Schweizer bzw. Britischen Privat-Elite-Nobel-Schule der Fall zu sein scheint, wo man wohl nur den Standesdünkel zu wahren erlernt und dazu wohl das Minimum, also das Alphabet, das Einmaleins (wobei ich bei letzterem beim Herrn Meinl wohl so meine Zweifel habe) erlernt….

Der oder die KHG scheint besorgt zu sein, angesichts meiner Situation, die ja jenseits von jedlichem Jenseits anzusiedeln ist; mir, der die Wahl zwischen Cholera und der Pest verbleibt; der sich nicht entscheiden kann, ob er bei den Nazis bleibt oder zu den Faschisten geht….schwierige Entscheidung….auch hat er wohl Erfahrungen im Umgang mit etwas rebellischen Frauen, die mit dem geliehenen Porsche eine Straßenbahnstation ummähen und wohl verfügt er in der ÖVP….bzw der ÖsterreichischenVolksPolizei über gute Quellen….was der sich wohl über mich denkt….

Egal….die Zeit drängt….ich bezahle und bin pleite….irgendwie ein schönes Gefühl am Ostersamstag zur Mittagszeit über kein Geld mehr zu verfügen und von all diesen schönen, reichen, satten, fetten, trägen, apathischen, noblen Wienern im 1. Wiener Gemeindebezirk umgeben zu sein….ich spaziere zum Arbeitsplatz des Bekannten um die Ecke, betrete den Arbeitsplatz und frage nach dem Bekannten….er ist nicht mehr hier….man hat ihn, da sehr wenig zu tun gewesen sei, bereits um 11 Uhr nach hause geschickt….sehr gut denke ich mir….ich verlasse den Arbeitsplatz, kratze aus allen Taschen die verbliebenen Münzen zusammen und rufe den Bekannten von einer Telefonzelle aus an….sobald dieser mit seinem Handy das Gespräch entgegennimmt, weiß ich, dass ich die 50 Euro für das Bahnticket abschreiben kann….das erste Geräusch, welches von ihm zu mir durchdringt ist das monotonische Geräusch, welches nur ein Zug erzeugt….ja, er habe schon früher freibekommen, sei sofort zum Bahnhof und in den Zug gestiegen und heimgefahren…..ja, ja, ja….ich frage gar nicht nach den 50 Euro, denn es wäre ja zwecklos, grüße ihn und beende das Gespräch….

Ich spaziere anschließend durch den 1. Bezirk und mache mir eigentlich keine Sorgen….der Tag scheint wirklich sehr schön zu werden….am späten Nachmittag telefoniere ich dann mit einem weiteren Bekannten, besuche diesen in seiner Wohnung und dieser leiht mir 100 Euro….somit sind zumindest die Geldsorgen passe….der Rest des Tages wie gewöhnlich….

Sonntag, 08.04.2007

I

in memorian elfriede gerstl (1932-09.04.2009)

es wird licht – es wird ostern

im graubraun dieses winters
denke ich ganz fest
an wärmende morgensonne
die roten holländischen tulpen
die ich kaufen werde
bunte kinderkleider
auf zögerlich spriessenden wiesen
vielleicht sagt jemand
ES WERDE MÄRZ
und vielleicht kommt er aus gewohnheit
von alleine
ich glaube fest daran
dass es auch april wird
auch wenn ich nicht mehr da bin
auch wenn wir nicht mehr da sind
und das soll nun wieder ein trost sein
manchmal – wenn ich es gerade so will

II.

Ich könnte jetzt weiterhin die Österreicher und die Italiener, die Exekutive kritsieren, auch beleidigen, angreifen, all diese Geschichten über den Spott und die Niedertracht erzählen, aber ich verzichte darauf; so wie ich mir hiermit vornehme im kommenden halben Jahr weder die österreichische, als auch die italienische Exekutive/Bevölkerung anzugreifen, zu kritisieren bzw. zu beleidigen (ich nehme mir mal ein halbes Jahr vor, da ich mir denke, dass ich es länger nicht durchhalte, aber mal schauen)….mich also in Zukunft nicht auf all diese negativen Erlebnisse, Erfahrungen, Beobachtungen konzentriere, denn mir die schwierigste aller Aufgaben stelle….nämlich etwas positives zu schreiben und all das negative einmal beiseite zu schieben…..denn ich möchte über meinem größten Feind sprechen….nicht die italienische Polizei, nicht die österreichische Polizei, nicht jene oder jene Frau, nicht die Provinzler (auch wenn die letzteren hart darum zu kämpfen scheinen), denn über meinen größten Feind….die Dummheit….

Denn letzten Endes reduziert sich das Verhalten sehr vieler Menschen gegenüber mir auf eben diese Dummheit; auf Unwissenheit und auf die Verhältnisse in der Gesellschaft, welche dem Reichen alles erlauben und dem Armen nichts….

Was soll man auch die Partei der Armen ergreifen, wenn diese einen für 5 cent verraten und verkaufen oder dass die Guten nicht die Guten und die Bösen nicht die Bösen sind, wenn ein Großteil der Menschen schon mit einem Film wie „The Dark Knight“; also dem Batman-Sequel intellektuell überfordert sind….dass schwarz nicht schwarz und grau nicht grau und weiß nicht weiß ist; dass das Gute Böses produziert und das Böse auch Gutes….dass die Armut der Motor der Kriminalität ist und die Abgase das Klima der gesamten Gesellschaft vergiften….dass alles ein wenig komplexer ist, als es die Bild-Zeitung darstellt….dass gerade diese Komplexität von den allerwenigsten verstanden bzw. akzeptiert wird; dass man sich auf Konsum reduziert; was an sich ja nichts schlechtes wäre….oder etwa die vor kurzem gelesene Bemerkung irgendeines Mannes, welcher von sich gab, dass sich in 2000 Jahren zwischen den Menschen gar nichts verändert hat, dass alles gleich geblieben ist….das positive wie das negative….ein Mann welcher sagte, dass die Werbung, welcher man alltäglich andauernd ausgesetzt ist, dass eben diese Werbung den allermeisten Menschen etwas Kultur beibringt….dass also die Werbung für Produkte, für Konsumgüter, für Alltagsgegenstände die größte kulturelle Leistung in der Menschheitsgeschichte ist….da es diese geschafft hat, nicht nur alle zu erreichen, denn diesen allen, auch ein bestimmtes Kulturverständnis nahe gebracht hat….

Und wenn ich weiter oben geschrieben habe, dass ein Film wie „The Dark Knight“ sehr viele Menschen bereits vor unüberbrückbare Verständnisprobleme bringt; da dieser vielleicht ihr Weltbild ins Wanken bringt, ein Weltbild in dem die Guten die Guten und die Bösen die Bösen sind; in welcher das Gute immer gewinnt….aber welches Gute denn….was ist denn dieses Gute, dass gewinnt….ist dieses Gute, denn nicht auch ein Produkt des Bösen….also dieser Stellungsnahme möchte ich beifügen, dass es dabei nicht einmal und dass finde ich dann schon eher wiedereinmal wirklich erschreckend, um eher ungebildete Menschengruppen handelt, denn mit dem Film (als allgemeines Beispiel heranziehend) sehr, sehr viele Akademiker Probleme haben….denn ich habe eine sehr große Anzahl von Akademikern (zugegebenermaßen mehrheitlich weiblich) kennengelernt, die einfach nur unfassbar dumm waren….fleißig, engagiert, lernend, aber nullkommanichts verstanden haben….nullkommanichts….

Wenn ich mal so überlege wie sich die Menschen in den vergangenen Jahren gegenüber mir geäußert hatten, z.B. in Österreich….da müsste man mich ja wegen meines Aussehens einsperren, wegen meines, sehr vielen, nicht genehmen Verhaltens; z.B: in Italien….da müsste man mich ja deshalb einsperren, da ich mich gegen den Spott, die Grausamkeit und die Boshaftigkeit gewehrt habe….dass wäre dann gerecht….einsperren, wegsperren, ausweisen, einweisen, ein Krimineller, ein Verbrecher, ein Taugenichts…..Gefängnis, Gefängnis, Gefängnis….oder gleich die Todesstrafe….all diese Äußerungen lassen sich auf ein Wort reduzieren….Dummheit….und zwar leider eine unheilbare Dummheit….

Und am besten finde ich daran, an all diesen Menschen, staatlich wie nichtsstaatlich, dass diese auch noch denken, dass sie die Guten sind; dass sie etwas richtiges machen; dass sie im Recht sind und kaum kommt einer vorbei, der ihren Kindern die Zukunft nimmt, der die Lebensbedingungen verschlechtert, dann wird dieser vergöttert, da die Menschen die Zusammenhänge nicht verstehen, denn nur dessen fette Brieftasche sehen, da die Werbung und einige neoliberale Zeitungen sagen, wie gut dieser ist….aber ich bin der Böse, weil ich arm bin, weil ich mich nicht wehren kann, weil man sich ja bei mir austoben kann und dann denken all diese Menschen, die Frauen, die Behörden, ja die denken ja auch noch, dass sie etwas Gutes tun….ja für wenn denn….für die 5 neoliberalen Geschäftsmänner….für die 5 korrupten Politiker….für die 5, die ein Milliardenvermögen geerbt haben….

Ich meine ja nur, ich wäre wahrscheinlich sogar im Gefängnis, nur weil es Teile der Bevölkerung so gewünscht hätten, weil ich diesen unsympatisch bin, weil ich mir nichts gefallen lasse, weil ich mich gegen all diesen überbordenden Amtsmißbrauch gewehrt hatte und tue, gegen all diesen Faschismus, der von den Reichen und Mächtigen nach unten wandert, gegen all diesen Faschismus zwischen den Menschen, welche ja die größten Dreckskerle anhimmeln und wehe es wagt einer diese zu kritisieren, gegen diese Kumpanei, diese Netzwerke der Niedertracht, in welchen sich z.B. hier in der Provinz der Abschaum gute Nacht sagt….

Ich wäre wohl wirklich dort, da um es mal auf absurd-tragische Weise auszudrücken 5000 Polizisten, 50000 Bürger und 500000 Frauen diesen Wunsch zu Weihnachen geäußert hatten, ja….läuft es denn so….ist mir unsympatisch, sollen sie ihn umbringen….ist zu kritisch….sperren wir ihn ein….und dass wäre ja wirklich so gekommen….ich bekomme gesagt, dass man mich einsperrt, dass man mich umbringt, dass man meinen Vater gleich mit umbringt und ich wehre mich dagegen mit dem friedlichsten, unagressivsten, gewaltlosesesten Mittel, dass man sich vorstellen kann und die Polizisten….nicht einer….tausende….die werden wütend auf mich….ja, wie geht es denen denn so emotionell, menschlich, ethisch, moralisch und überhaupt….immer auf das Opfer hineinzuprügeln….andauernd bedroht und verspottet zu werden….und dann werden diese Spötter, diese Bedroher, diese Beleidiger, welche große Teile der Bevölkerung gegen mich aufgehetzt haben und tun, auch noch wütend….und noch wütender….in die Irrenanstalt mit ihm….diesem pazzo….diesem frocio….und dann auch noch, um der Dummheit der Krone aufzusetzen, auch noch glauben die Guten zu sein und die debile Masse die dazu ja und amen sagt….
Gottseidank gibt es einige etwas intelligentere Menschen, welche auch verstanden haben, dass sich das Leben nicht auf fressen, ficken und spotten reduziert, dass das Leben komplexer ist, als den Nächsten zu beleidigen, seine Freundin zu vögeln und dann eine Pizza essen zu gehen….die verstanden haben, dass ich auf zähester und hartnäckigster Weise dagegen wehre, geschlachtet zu werden, zur weil die Mehrheit auf Seiten der Schlampen und Unterdrücker steht, da sie es ja anscheinend nicht verstehen….denn es ist alles nicht so einfach wie es sich darstellt, dass vielleicht sogar alles sehr viel anders ist, als man denkt und wenn man nicht so denkt, dass alles so einfach ist, so sofort zu durchblicken und zu verstehen, ja muss man dann nicht sofort von der Gesellschaft zerstört werden….

Ein weiteres Problem ist, dass diese Dummheit das große einigende Prinzip einer Gesellschaft ist….oder?

Wer….also bitte sagt mir einer wer….wer möchte denn die Zusammenhänge wissen, die Komplexität des Daseins, der politischen Implikationen; wer….

Das einzige was anscheinend zählt sind Vorurteile und Verdächtigungen; das Recht des Stärkeren, das Geld, die Macht und der Wissenstand der Menschen über die Zusammenhänge, über die Komplexität von Erreignissen, der Realität und der Wahrheit ist wiederrum erschreckend….

Also bitte sagt mir einer wer….wer ist daran interessiert zu wissen, warum etwas so ist wie es ist, warum etwas geschieht, wie die Geschichte aktuelle Geschehnisse beeinflußt….wer möchte denn dass wissen….1 bis 2% der Bevölkerung und der Rest nur seine Ruhe….einen Job, eine Frau, eine Familie, ein Haus….was ich dadurch nicht negativ besetzen möchte, aber einfach mal so hinausgefragt in die Welt….wen interessiert denn warum bestimmte Ereignisse geschehen….

Dazu fällt mir noch ein Satz eines Philosophen ein:
Die Geschichte der Menschheit hat gezeigt, dass die Menschen eine Katastrophe erst dann realisieren, wahrnehmen, ernst nehmen, wenn diese eintritt….also man kann warnen, man kann sagen in 3 Stunden tretet die Katastrophe ein, aber bis diese Katastrophe dann eintretet, also in diesem Fall in 3 Stunden; bis dahin werden die Menschen unbekümmert so weitermachen wie zuvor und wenn die Katastrophe dann eintretet, dann plötzlich das große Erschrecken, Panik und natürlich die größten Idioten von allen, die es immer schon gewusst haben, dass die Katastrophe kommt, aber bis zur letzten Sekunde sich ident wie die anderen verhalten haben…

Also ist wohl nicht nur mein größter Feind, denn auch der größte Feind der Menschheit die Dummheit….

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