Im Frühling 2003 kam es auf Kuba zu einer zweiwöchigen Verhaftungswelle; 90 Personen, darunter 27 Journalisten; als Regimekritiker gebrandtmarkt, wurden verhaftet und anschließend zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.
Ihre Schuld….die Zustände in Kuba kritisiert; eine eigene Meinung; dem Totalitaritismus des Staates angeprangert zu haben.
Man bezeichnet die Verhaftungswelle als „Schwarzer Frühling“….einer der Häflinge und sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand sich befindend, ist Ricardo Gonzáles Alfonso.
….er wurde heute als Journalist des Jahres von der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ ausgezeichnet….

….Freiheit für Ricardo Gonzáles Alfonso….

Schwarzer Frühling
(schreibe das Gedicht später fertig/überarbeite dieses noch)

Die Pressefreiheit;
das Recht auf Kritik;
auf differenzierte Berichterstattung;
auf den anderen Blick;
dieses Recht kann kein Unrecht sein;
und man kann dieses Recht nicht verkaufen;
verbieten;
man dieses Recht nicht konsumieren
ficken;
und auch wenn es niemanden interessiert;
niemand etwas weiß
und somit
niemand etwas darrüber
wissen möchte;
denn alle
mit dem verkaufen;
verbieten, konsumieren und ficken
restlos glücklich und zufrieden sind;
so gilt es doch
dieses Recht zu verteidigen
und zu beschützen;
denn das Leben ist mehr
als ficken, konsumieren und verbieten
und so endete er im Gefängnis.

Der Mut
darrüber zu schreiben;
was nicht geschrieben werden darf;
Bericht zu erstatten;
was nicht berichtet werden darf,
dort zu schreiben,
wo bevor etwas geschehen ist;
alle es schon vergessen haben;
zu schreiben
wo Angst und Schweigen regieren;
niemand wissen soll
und somit
niemand etwas wissen möchte;
Probleme des Landes anzusprechen;
den Rassismus, die Korruption;
die niedrigsten menschlichen Instinkte;
welche wie so oft;
die erfolgreichsten sind;
die Prostitution eines gesamten Volkes
in Geiselhaft
und somit
an den Fassaden der Propaganda
zu kratzen;
an den Toren der absoluten Macht
zu schütteln;
denn das Leben ist mehr
als sich anzupassen; zu folgen und unterwürfig zu sein
und so endete er im Gefängnis.

Sich das Wort nicht verbieten zu lassen;
seine eigene Meinung;
einen eigenen Standpunkt zu vertreten
und dafür,
nur dafür,
im restliche Leben
in einer Gefängniszelle
zu verotten;
krank zu werden,
zu sterben
und niemanden denn es bekümmert;
dass jene die nach Freiheit verlangen;
die Freiheit genommen wird;
dass jene die ihre Stimme erheben;
ein „nein“ flüstern;
wenn alle „ja“ schreien;
zum Schweigen gebracht werden;
sie hilflos verrecken lassen
in der Dunkelheit einer Zelle;
für seine Ideale zu leben und zu sterben;
denn das Leben ist mehr,
als Ablenkung, Manipulation und Indoktrination
und so endete er im Gefängnis.

Im Paradies,
wird das Glück
von oben verordnet;
die restlichen, also alle
verkaufen sich für ein paar Dollars;
die Vergangenheit überblendet
die triste Gegenwart
denn die Vergangenheit lebt;
macht das Volk aber nicht satt
und so hinweg mit allen;
die nicht einstimmen
in den Jubelgesang;
den Aufmärschen und Feiern;
müde ist im Paradies
die Propaganda;
denn größer ist die Not der Menschen
als die Repression geworden;
denn das Leben ist mehr
als Jubel, Aufmärsche und Vergangenheit
und so endete er im Gefängnis.

Und während der Mensch;
oberflächlich, hedonistisch,
auf sich selbst bezogen,
während der Mensch
in seiner Dummheit sich sulend;
konsumierend, fickend;
auf sich selbst bezogen;
die Tyrannen, wie immer
vom Volk geliebt werden,
währendessen
sitzt er im Gefängnis
für ein Recht, dass kein Unrecht sein kann,
denn die Pressefreiheit,
das Recht auf Kritik,
auf differenzierte Berichterstattung,
auf den anderen Blick,
dieses Recht kann kein Unrecht sein.

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