zu überarbeiten

Der Igel befand sich auf einem absteigenden Ast und Zentimeter für Zentimeter kroch dieser; es war dies sein 5.Versuch; zu einer süßen Frucht vor; welche am Ende des Astes hing und es erschien als würde es dem Igel diesmal gelingen; denn vorsichtig und bedächtig kroch dieser dem Ast entlang und sein Magen knurrte und in seinen Augen spiegelte sich höchste Konzentration wider; als plötzlich unter ihm, im Gestrüpp vor dem Baum, sein alter Freund, der Fuchs, herangetappt kam, sich umblickte und dann aufblickte und als dieser den Igel erblickte, diesem erfreut zurief, was er denn dort oben, ja was er denn dort oben denn machen würde und schon stürzte der Igel in das Gestrüpp hinunter.
Dort richtete sich der Igel auf und blickte wütend den Fuchs an:
„Das war mein 5.Versuch“
„Die Frucht?“
„Unerreichbar bleibt wohl die süße Frucht“
„Na dann“
Der Igel fragte den Fuchs, was ihn denn hierhergeführt hätte und aufgeregt antwortete der Fuchs; er, der Igel, müsse sogleich mit ihm kommen; auf dem Bauernhof würden seltsame Dinge geschehen und so eilten die beiden zum Bauernhof.
Kurze Zeit später gelangten die beiden ebendorthin und vernahmen Stimmen aus dem Stall, eilten vor der Stalltür, spähten durch einige Ritzen und lauschten….im Stall fand eine Versammlung der Tiere statt und es wurde gestritten und diskutiert; abgestimmt und gewählt….und der Fuchs fand es sogleich seltsam, dass vor den Tieren, auf einer Anhebung, etwas höher, als die restlichen Tiere stehend; drei Schweine und drei Ratten sich befanden, welche anscheinend diese Diskussionen und den Zank ausgelöst hatten….da ergriff das größte der drei Schweine das Wort und es wurde still im Stall und der Igel und der Fuchs spitzten ihre Ohren….

„Mehr Futter für alle…..denn jetzt ist die Zeit gekommen“ begann das größte Schwein; „nun müssen wir handeln; wir müssen den Bauernhof unter unsere Kontrolle bringen….die Revolution hat begonnen….mehr Futter für alle….die Tiere erheben sich gegen die Knechtschaft und die Unterdrückung…..denn die Tiere sind jetzt frei….lang lebe die Revolution“
….und die Hühner gackerten und die Kühe muhten beistimmend….
„Die Schweine, die wohl intelligentesten Tiere, wie jeder hier bestimmt weiß; jene; die dafür gesorgt haben, dass nur Tiere reiner Abstammung auf diesem Bauernhof sich aufhalten dürfen; also wir, die Schweine, wir haben uns mit den Ratten zusammengeschlossen…. zusammengeschlossen, damit alle Tiere davon profitieren werden; denn nun müssen die Tiere den Hof übernehmen und dafür sei es nötig, dass alle anderen Tiere sich kurzfristig den Schweinen und Ratten unterordnen….mehr Futter für alle….lang lebe die Revolution!“
….und die Hühner gackerten und die Kühe muhten beistimmend….
„Als erste Maßnahme dieser Revolution, möchten die Schweine nicht mehr als Schweine; denn als hochentwickelte, autarke Herrschaften bezeichnet werden!“
Hochentwickelte, autarke Herrschaften!“ schrien die anwesenden Tiere.
„Mehr Futter für alle!“
„Mehr Futter für alle!“ schrien die anwesenden Tiere.
„Ich bin jetzt der Sau-Meister…..der Sau-Meister!“ , schrie das größte Schwein.
Einige der anwesenden Säue fielen vor soviel Ehr-Erbietung in Ohnmacht.
„Mehr Futter für alle“
Irritiert von diesem Schauspiel, dass sich vor ihnen abspielte, blickten sich der Fuchs und der Igel an.
„Jetzt oder nie“, schrie der Sau-Meister; „jetzt oder nie!“
….Jubel unter den Tieren….
„Und ich möchte euch einen unseren Verbündeten vorstellen, ehemals eine Ratte und jetzt eine hochentwickelte, autarke Herrschaft“
Eine Ratte namens Django kroch auf die Anhebung, blickte sich um, räusperte sich und sprach dann:
„Viel Arbeit liegt vor uns; denn wir werden ein neues System auf diesem Bauernhof einführen….mehr Futter für alle….aber dafür müssen wir die Produktionsabläufe perfektionieren, alle störenden Elemente beseitigen und dafür brauchen wir euch; euch alle….wir; damit meine ich die hochentwickelten; autarken Herrschaften werden dafür für kurze Zeit und ich verspreche euch, nur für kurze Zeit, die Allgemeinen Tier-Rechte außer Kraft setzen müssen; nur für kurze Zeit; denn wir müssen den Bauernhof von assozialen, schmarotzenden Elementen säubern und ein jeder muss sich dafür unterordnen, uns unterordnen und am Ende werden wir dann mehr Futter für alle haben.“
….Tosender Applaus von den Tieren…
„Mehr Futter für alle!“
„Mehr Futter für alle“ hallte es von den Tieren zurück.
„Die Ratten werden die Überwachung übernehmen; die Schweine die Säue beglücken und ein jedes Tier wird von nun an überwacht werden; denn ein jeder ist jetzt gleich und die hochentwickelten Herrschaften sind etwas gleicher; damit es auch ja zu keiner Ungleichheit kommt…..Mehr Futter für alle!“
„Mehr Futter für alle!“; hallte es von den Tieren zurück.
„Die schwachen Tiere werden als erste geschlachtet werden!“
Einige Säue fallen in Ohnmacht.
„Die Unwilligen, Arbeitsscheuen, die Assozialen…..die Schweine werden geschlachtet werden!
….Tosender Applaus von den Tieren….
Fuchsteufelswild konnte sich der Fuchs nicht mehr zurückhalten und eilte in den Stall hinein.
„Mehr Futter für alle!“
Mit all seiner Kraft schrie der Fuchs in das Jubelgechrei der Tiere hinein.
„Das ist doch Irrsinn!“
Und plötzlich schwiegen die Tiere und blickten irritiert zum Fuchs, so als ob die Tiere gerade aus einem Alptraum erwacht wären, aus welchen sie eigentlich nicht erwachen wollten.
„Das ist doch ein Irrsinn…..dass ist doch eine Schweinerei“
Mit bösartig funkelnden Augen blickte die Ratte und mit ihr alle anderen Ratten zu dem Fuchs.
„Was für eine Schweinerei“, murmelten einige Tiere sich untereinander zu.
„Bedenkt doch….dass sind die Schweine und die Ratten…..bedenkt doch….die Schweine wollen euch knechten und die Ratten euch bestehlen….Schweine und Ratten“ schrie der Fuchs.
„Ein Konterrevolutionär; ein Verräter…..ein Schwein!“ schrie die Ratte und das größte Schwein pflichtete ihm bei…..“Die Revolution ist in Gefahr“
Der Fuchs entgegnete:
„Ihr seid doch die Schweine….nicht ich…..ich bin ein Fuchs!“
„Ein Schwein!“ schrie die Ratte.
„Ein Schwein!“ schrie das Schwein.
„Mehr Futter für alle!“ schrie die Ratte.
„Mehr Futter für alle! schrien die Ratten.
„Mehr Futter für alle!“ schrie das Schwein.
„Mehr Futter für alle“ schrien die versammelten Tiere.
„Nieder mit dem Schwein“ schrie die Ratte.
„Nieder mit dem Schwein“ schrie das Schwein.
„Nieder mit dem Schwein“ schrien die versammelten Tiere.
Einige Ratten stürzten sich auf den Fuchs und nach einem kurzen Gemenge gelang es dem Fuchs sich zu befreien und dieser flüchtete durch die Stalltür hinaus, packte den Igel und hechtete in den nahegelegenen Wald hinein, während es aus dem Stall in seinen Ohren nachdröhnte….“Nieder mit den Schweinen!“.
Im Wald angekommen, sah der Fuchs, dass die Ratten die Verfolgung abgebrochen hatten, ließ den Igel von seinem Rücken herunterfallen und kratzte sich an einem Baum die Stacheln aus dem Fell.
„Du wirst auch immer stacheliger“ fauchte der Fuchs den Igel an.
„Das liegt in meiner Natur“
„Ach so“
„Und was machen wir jetzt?“
„Wir müssen den Tieren helfen….“
„Warum?“
„Weil die Schweine und die Ratten nichts Gutes im Sinn führen….so wie die Ratten und die Schweine nie etwas Gutes im Sinn haben….“
„Und wie?
„Wir beobachten den Stall“
Und so legten sich der Fuchs und der Igel, inmitten dichten Gestrüpps auf die Lauer und konnten beobachten, wie immer mehr Ratten zu den Bauernhof strömten und die Tiere diszipliniert vor der Stalltür exerzierten und von den Schweinen zusammeneschrien wurden und seltsamerweise schrien diese „Nieder mit den Schweinen“ und die Schweine und ihre prächtigen Säue lachten dazu boshaftig prahlend.

Als es dann Abend wurde, verschliefen es sowohl der Igel als auch der Fuchs und die beiden wurden am nächsten Morgen vom aufgeregten Gegackere der Hühner geweckt und der Fuchs näherte sich einem Huhn und fragte diese, was denn passiert sei und das Huhn antwortete, dass das gesamte Futter verschwunden sei, auch die Ratten seien verschunden und die Tiere seien jetzt alle hungrig und ohne Futter…..und ohne Futter müsste man ja hungern und schloß ihre Wörter mit einem „Nieder mit den Schweinen“.
„Die Ratten?“
„Die Ratten?“
„Und die Schweine?
„Wer“
„Die hochentwickelten, autarken Herrschaften.“
„Die hochentwickelten, autarken Herrschaften beraten im Moment, anscheinend sind ein gewisser Igel und ein Fuchs an all diesem Unglück, dem Diebstahl, dem Hunger schuld….richtige Schweine sind dass….
„Ach so“

Der Fuchs verabschiedete sich und der Igel und der Fuchs beobachteten wie die Kühe muhten und die Hühner weitergackerten…..und nach einiger Zeit näherte sich ihnen das Huhn und der Fuchs eilte diesem entgegen….
„Die hochentwickelten, autarken Herrschaften haben zu Ende beraten….der Igel und der Fuchs sind schuld….“
„Und die Ratten?
„Die Ratten sind verschwunden“
„Und jetzt?“
„Ein jedes Tier soll den Igel und den Fuchs suchen und den autarken, hochentwickelten Herrschaften dann ausliefern.“
„Ausliefern?“
„Hast du denn, einen der beiden gesehen, den Fuchs oder den Igel?“
Der Fuchs blickte sich um und sprach dann leise.
„Ich glaube die beiden, der Fuchs und der Igel sind auf der Rückseite des Hofes“
Und schon eilte das Huhn aufgeregt davon und einige Hühner eilten zur Rückseite des Hofes….
Der Fuchs kehrte zum Igel zurück und erzählte ihm von seinem Gespräch, dieser nickte nur müde und sagte dann:
„Da die Schweine nicht schuld sind und die Ratten nicht schuld sind, dann sind wohl wir die Schuldigen“
„Wir sollten uns für eine Weile aus dem Acker machen“
„Ja, dass sollten wir“
So eilten der Fuchs und der Igel tiefer in den Wald, als plötzlich eine süße Frucht auf dem Kopf des Fuchses prallte, um dann neben ihn liegen zu bleiben…..der Fuchs, etwas benebelt, rieb sich seinen Kopf, den jetzt eine kleine Beule zierte, an einem Baum und kehrte dann zu dem Igel zurück….
„Da ist ja deine süße Frucht Igel“
„Die Frucht“
„Nicht mehr unerreichbar“
„Ja“
„Möchtest du die Frucht denn nicht verspeisen?“
„Nein“
„Nein?“
„Jetzt ist mir die Frucht zu bitter“
„Zu bitter?“
„Ja“
„Igel“
„Fuchs“
„Komm“
„Komm“
Und so eilten der Fuchs und der Igel tiefer in den Wald, entfernten sich von dem Bauernhof und dachten daran, wann denn die Vernunft, die Allgemeinen Tierrechte wieder Gehör finden würden auf dem Bauernhof, wann denn das Tier und nicht das Untier Gehör finden würde….
…..

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