….nun ja, ich schreibe das folgende, da ich es nicht richtig finde, ich schreibe es, wissend, dass es mir nicht nützen, denn schaden wird, ich schreibe es, da ich es nicht richtig finde, dass ich geschlachtet worden bin, während in Italien Mörder frei herumlaufen, das Leben in Saus und Braus genießen, während in Österreich/Italien die allergrößten Unmenschen ihre dreckigen Geschäfte ungestört abwickeln können, das Leben in Saus und Braus genießen, ich schreibe das folgende, da ich es nicht richtig finde, was da abgelaufen war, ich schreibe es, da ich es nicht richtig finde….

„L`uomo che lotta, per ció che egli ritiene giusto, é libero.“
Ignazio Silone

….der Prozess einer Entmenschlichung….

….anfang Juli 2006….

….die Stimmung ist negativ, in der Stadt herscht beinahe eine Progromstimmung gegen mich vor; ich muss wirklich befürchten am nächsten Baum gleich aufgeknüpft zu werden, in den zurückliegenden 2 Wochen hat sich meine Situation wesentlich verschlimmert, die Soldaten, die bisher in Zivil ihrer Arbeit nachgegangen sind, tauchen in meinem Umfeld mittlerweile in Uniform auf (wohl ein wenig zu viel Eigeninitiative), man könnte denken, man befindet sich in Chile der 70-er Jahre….

….an das wenige was ich mich noch erinnern kann….

….am späten Vormittag spaziere ich durch die Stadt und treffe auf eine Geschäftsfrau und einen Geschäftsmann; diese sprechen über mich und diese wissen, dass ich abreisen werde (obwohl ich das Abreisedatum erst am Tag vorher festgelegt habe); die Frau sagt zu dem Mann „bei dem ist es allerhöchste Zeit, dass er verschwindet“….usw. …. ich gehe weiter und bleibe dann stehen, blicke mich um und sehe, dass der Geschäftsmann und die Geschäftsfrau in das Gebäude der „Österreichischen Nationalbank“ hineingehen….

….nun ja, vielleicht sollte ich den Österreichern sagen, dass das Nulldefizit des mißlungenen alpenländischen Harry Potter Verschnitt und seiner Kasperl Truppe (mit der vergifteten Sacher-Schnitte), welche mehr an kolumbianischen Kaffeesorten, denn am Wohl des Volkes interessiert sind und der üblichen Entourage an Geschäftsmännern mit ihren grausamen Nobelnutten; also, dass das Nulldefizit eine reine Propagandaluftnummer war, um die sozialistische Wahlklientel (Pensionisten, Studenten, Arbeiter) für ihr Wahlverhalten mit zusätzlichen Steuerbelastungen abzustrafen und dass es dieses ominiöse Nulldefizit niemals gegeben hat, dass die Österreichische Nationalbank Teile ihrer Reserven aufgelöst hatte, um das Nulldefizit zu erreichen (obwohl es ja nie erreicht worden ist)….ein Nulldefizt, das fiskalpolitisch auch wenig Sinn hatte, für welches der mißlungene alpenländische Harry Potter Verschnitt dann internationales Lob einheimste….nun ja, die Wahrheit möchte ja sowieso niemand wissen….

….Beschimpfungen, Spott, Beleidigungen….

….ich spaziere weiter und treffe kurz darauf auf 2 ältere Damen, welche bei meinem Anblick angeekelt den Kopf abwenden und die eine Dame sagt zu der anderen Dame:
„Sie haben mich nur nicht eingesperrt, da ich aus xxxx komme.“
Die andere ältere Dame nickt beistimmend und sagt:
„Und dabei wäre es doch auch für mich viel besser gewesen, wenn mich die Behörden eingesperrt hätten.“
Und die andere ältere Dame entgegnet:
„Ja, ja, dass wäre sicherlich auch für mich besser gewesen.“

….nun ja, ich hatte zwar noch nie einem Menschen ein Haar gekrümmt, aber wohl Schutzhaft….das einzige was mir dazu einfällt, ist ein kräftiges Heil Hitler…..

….Beschimpfungen, Drohungen, Spott, Beleidigungen durch die üblichen Verdächtigen….

….am frühen Nachmittag treffe ich mich mit einem Bekannten in einem Lokal in der Innenstadt; in der Nähe leitet ein Polizist den Verkehr um, dieser wird nach kurzer Zeit von einer hübschen Polizistin abgelöst und ich und der Bekannte unterhalten uns, als in der Nähe eine Frau (wohl aus dem Innenministerium) vorbeispaziert und am Handy spricht….
„….dass passt doch eh, der Warme fährt in die Wärme….“ usw.

….nun ja, einmal abgesehen von der Unmenschlichkeit einer solchen Aussage, von der Boshaftigkeit einer solchen grausamen S…., von der schlechten Informationspolitik, möchte ich dazu nur sagen, dass wenn ich in Anzug und Krawatte dort gesessen wäre, schon 100 Menschenleben durch meine Geschäftspolitik ruiniert hätte, dann hätte ich wohl den allerhöchsten Respekt dieser grausamen S….. genossen….

….ein Mann bleibt in der Nähe stehen; telefoniert am Handy, spricht darüber, dass man mir im Zug noch eine böse Überraschung bereiten sollte….

….nun ja, keine Ahnung wer dass ist, kurze Zeit später kommt ein anderer Mann und spricht darrüber, dass man mich im Zug noch beschützen sollte, da die Progromstimmung gegen meine Person anhaltend ist; eine Maßnahme, die dann auch durchgeführt wird und dieser Mann (ein militärischer Anderer, die um die Situation wissen und sich korrekt verhalten), nachdem er 3-4 Stationen der Reise mitgefahren ist, aussteigt….

….am späten Nachmittag begleitet mich ein anderer Bekannter zum Zugbahnhof, ich und er trinken noch ein Bier am Bahnhof und die üblichen Verdächtigen….
….ich steige in den Zug, setze mich in ein Abteil mit 2 jungen Männern aus New Mexiko, diese sind bei der 2-ten Flasche Inländerrum, sie laden mich dazu ein, später gesellen sich noch ein Italiener aus Apulien und ein Rumäne dazu, zu 5 trinken wir, anstatt betrunken zu werden, werde ich immer nüchterner, alle Instinkte auf Maximum aufgedreht….
….einige Stunden später, es ist mittlerweile Nacht, erreicht der Zug die italienische Grenze; zusammen dem Italiener verlasse ich kurz den Zug um eine Zigarette zu rauchen; in der Nähe stehen zwei Uniformierte (w/m); der männliche Uniformierte erblickt mich und sagt zu seiner Kollegin „Quello é il pazzo“; ich blicke mich um, ob denn in meiner Nähe ein Abgeordneter, zugekokst und in jeden Arm eine Nutte (die auch seine Töchter sein könnten) steht; nein, der uniformierte Mann meint doch tatsächlich zum 537.824-mal mich (abgesehen von der Tatsache, dass die mich kennen), kein Zweifel; ich denke mir, dass ist aber eine schöne Begrüßung und am liebsten würde ich zu den beiden Uniformierten gehen, ihnen sagen, dass der Karneval schon länger vorbei ist, diese ihre Uniformen ausziehen können und sich wieder wie Menschen verhalten können….ich und der Pugliese steigen wieder in den Zug und dieser fährt weiter….von einem Alptraum in den nächsten Alptraum hinein; ich und der Pugliese schlafen nicht, wir sprechen fast die gesamte Nacht miteinander, er erzählt mir viel von seiner Heimat und einige sehr, sehr unlustige Geschichten (dermaßen unlustig, dass danach niemand mehr lachen würde)….am Morgen erreiche ich die Stadt….obwohl ich mittlerweile an die 40 Stunden wach bin, bin ich trotzdem nicht müde, denn hellwach….wissend, dass die ersten 24 Stunden in einer Stadt immer die wichtigsten sind….kein Wort, keine Bewegung, keine Regung bleibt unbemerkt….die Stimmung gegenüber mir in der Stadt ist negativ….ich denke mir nicht, dass ich das Schlimmste schon hinter mir habe, ich denke mir, dass das Schlimmste erst noch auf mich zukommen wird….die folgenden 3 Wochen werden mir Recht geben….es gibt immer ein noch ein schlimmer….ein sehr, sehr, sehr, sehr viel schlimmer….
(to be continued)

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