aus Aldous Huxley „Schöne neue Welt“:

….
„Aber ich liebe die Unannehmlichkeiten.“
„Wir nicht!“ versetzte der Aufsichtsrat. „Uns sind die Bequemlichkeiten lieber.“
„Ich brauche keine Bequemlichkeiten. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde.“
„Kurzum“, sagte Mustafa Mannesmann, „Sie fordern das Recht auf Unglück.“
„Gut denn“, erwiderte der Wilde trotzig, „ich fordere das Recht auf Unglück.“
„Ganz zu schweigen von dem Recht auf Alter, Häßlichkeit und Impotenz, dem Recht auf Syphilis und Krebs, dem Recht auf Hunger und Läuse, dem Recht auf ständige Furcht vor dem Morgen, dem Recht auf unsägliche Schmerzen jeder Art?“
Langes Schweigen.
„Alle diese Rechte fordere ich“, stieß der Wilde endlich hervor.
Mustafa Mannesmann zuckte die Achseln und sagte:
„Wohl bekomm`s!“
….

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