Jänner 2007 (Gedichte+co.)

Unkritisches, Kritisches (IV)……Unkritisches (II)

Ohne Worte

nun ja, nun ja, nun ja

gennaio 19, 2007

In Japan gibt es die Gepflogenheit bei bestimmten/unbestimmten Anlässen die Gräber der Vorfahren, Verstorbenen aufzusuchen und mit ihnen zu sprechen…(z.b. wie in einem Werk von Yasunari Kawabata geschildert)
(zu überarbeiten)

Am Grab von Isabell
(eine abgewandelte Form von Nekrolog)

Der Zauber kommt mit den Wünschen, die Vogelscheuchen tanzen um die Sonne, die Netze des Fischers fallen über den Schnee, die Gespenster fürchten sich vor den Räubertöchtern, die Einhörner galoppieren durch die Wälder der Fantasie und die Meeresmädchen bringen glänzende Perlen an die Strände.

Die Blitze leuchten durch die Farben der Nacht, die Raben finden ihren Rabenbaum, die Meeressplitter scheinen im Mond, die ungezähmten Regenbögen strahlen auf die blühenden Rosen und die dunklen Wolken wirbeln Blütenstaub über die Weiden.

Die Wunder kommen mit den Wünschen, die Sternenkinder basteln an der Zeit, das Abendlicht fühlt die Kälte, die Wüste kostet von den Muscheln und das Himmelsgewölbe stürzt auf keine Köpfe.

Der Wind weht über die Felder, der Weizen erblüht zur Ernte, die Kieselsteine fliegen über das Wasser, der Frühling spielt mit den Gesichtern, das Gold, die Vogelnester, die Hügel, die Milch, die Höhlen, die Eulen, das Gras, die Smaragde, die Wölfe, das Meer, das Brot, die Schlangen, der Honig, die Blumen, die Füchse…

Die glücklichen Prinzessinnen lachen die Dornen des Lebens hinweg, die Drachen speien Feuer, die schlafenden Schönen träumen….

gennaio 17, 2007

Unkritisches, Kritisches…….Unkritisches

Über einer der größten Ungerechtigkeiten auf dieser Welt:

Eigentlich sollte man das Fach Psychologie als Wissenschaft streichen und einfach jeden Menschen bei seiner Geburt ein Diplom im Studienfach Psychologie schenken, es werden ja andauernd von hochqualifizierten Menschen psychologische Gutachten über dem jeweiligen Gegenüber erstellt….nach reiflichen Überlegungen, jahrelangen Beobachtungen, tiefenpsychologischen Analysen, mit wissenschaftlich anerkannten Methoden der abgeleiteten Rollenmodelle Verhaltensmuster erstellt, sich viele in den Bereichen Neurose, Psychose, Störungen, als Autodidakten zu selbsternannten Experten erhöht haben……usw. usf.
Eine der größten Ungerechtigkeiten auf dieser Welt ist meiner Meinung nach die Verteilung der Intelligenz, denn von all diesen qualifizierten Kommentaren genial-kognitativer Menschen ausgehend, sollte man vielleicht dahingehend seine Schlüsse ziehen, dass diese Menschen bei der Verteilung der Intelligenz leer ausgegangen sind bzw. zu spät gekommen sind, was sie aber nicht daran hindert über andere und alles hochintelligente Kommentare, Stellungsnahmen, Analysen abzugeben……
nun ja, nun ja, nun ja

gennaio 16, 2007

Kritisches, Unkritisches (II)….Kritisches (II)

Ein Zitat für die einzigen wirklichen Verrückten die ich kenne:
die in aller Welt tätigen Faschisten:
„Non posso esprimere lo stato d`animo mio, voi lo immaginate, ho visto adesso dei bambini la giú nella sala di rianimazione…ma due stanno morendo ormai, una bambina, un bambino…una cosa strazziante“

gennaio 15, 2007

Kritisches, Unkritisches (I)…..Kritisches

Über das Seitenblicke Magazin (TV)

Der herablassende Ton der Kommentatoren, die Mode-Defilee mit halbtotgehungerten Mädchen als Kleiderständer verkleidet, die durch das Fernsehbild mehr torkeln als gehen und zu Vorbildern noch jüngerer Mädchen werden, als austauschbare Puppen im Rampenlicht zu enden und darüber dann die scharfen Urteile von wichtigen, sehr wichtigen Menschen, jenseits jedlichem guten Geschmack.
Bilder und Töne in rascher Abfolge, die eine Qual für jeden denkenden Menschen darstellen, nur das Glitzernde, Funkelnde, das Beste, das Schönste und Geld, viel Geld und natürlich immer für den „guten Zweck“…. dem eigenen und ein paar Almosen für die Armen, diesem Abschaum, mit dem man gefälligst nichts zu tun haben möchte, außer vielleicht für einen kurzen Fototermin.
Die neuesten Schmuck-, Hut-, (…..), Sonnenbrillenkollektionen, die schönsten Strände, die hippesten, angesagtesten Orte mit debilen Reichen aus aller Welt, die vor der Kamera wie Affen posieren mit wunderschönen Frauen an ihrer Seite, wundgeschminkt und mit mehr Dekoltee als Gehirn.
Die gierigen Blicke der geilen Kamera auf das Lachen, das Grinsen, auf die Immer-Glücklichen im grellen Scheinwerferlicht, das Zelebrieren der Exklusivität, des Außergewöhnlichen, der Debilität.
Ewig lange Buffets mit Spezialitäten aus aller Welt für den verwöhnten Gaumen, die geistige Armut der Filmenden, die die Ablenkung, die Illusionen, die Verwirrung filmen, die ihre eigene… Über wie wichtig sie selbst sind in dieser realitätsfernen Welt, über den Promifaktor, über IT-Girls und IN-Boys, über das Geilste von der letzten Schlampe und den Sabberfaktor seniler Böcke, also nur über dass was wirklich wichtig ist:
die Fahne der Arroganz hoch halten, hoch, höher, am höchsten!

gennaio 13, 2007

Dreck

Man muss der Welt

ein dreckiges Lachen entgegenschleudern

und beim Aufprall

auf die Realität

sollte man träumen.

gennaio 12, 2007

nun ja, nun ja, nun ja

das Gedicht ist noch zu überarbeiten….

Der Krieg

Die schmerzverzerrten Antlitze dem Tode Geweihter, die verstümmelten Schreie gequälter Ruinen heraus, die kranken Knochensplitter auf zertrümmerten Gedärmen, das verspritzte Blut auf Kindergesichtern, die Körperteile dem blassgewordenem Boden, die gewaltvolle Sehnsucht abgerissener Gliedmaßen, die zerfetzten Blicke von Grauen, von Grauenvollem.

Die taumelnde Unbegreiflichkeit den Trümmern der Realität, das rücksichtslose Gemetzel explodierender Tränen, die brennenden Flammen dem Rachen des Erbarmungslosen herauszüngelnd, die russgeschwärzten Ansichten ausgeräucherter Dörfer.

Eine geschlachtete Gegenwart mit geplatzten Trommelfeldern, zerstörte Verzweiflung der Landschaften, die niedergeknüppelte Menschlichkeit, die erhängte Liebe, die gesprengte Unmenschlichkeit, im Schock Verwirrte.

Die betäubte Stille der Dunkelheit, die Schreckenslosigkeit der Überlebenden, das Rasseln der indifferenten Ketten, das Sirenengeheul in furchtbaren Geschichten, unerzählbaren, ungezählten untergehend.

Die heimatlose Herzlosigkeit, der gefühlslose Gestank kranker Verbitterung, absteigende Rauchschwaden, die eintönige Farblosigkeit des Hungers unter Höllengesängen, die Schläge von Messern mit endloser Grausamkeit, der kalte Wahn der frierenden Abgekämpften.

Die frischen Gräber Gequälter auf der Flucht, der traurige Schmerz kaputter Gnadenlosigkeit, die dreckigen Patronenhülsen auf den Leichenbergen, der wertlose Verrat Verlorener, die aufgeschnittenen Rauchschwaden im Morast. Tod.

gennaio 11, 2007

Das Leiden der Intuition auf sich nehmen.
René Char

Ein Wortezauberer nahm die Seele und würfelte Talente in die dunklen Zeiten hinaus.

Die Talente warf er über die Resignation dem jungen Weißen hinzu.

Die Jugend hatte seine Falten zerfressen, die auf das Volk der Großen anziehend wirkten , deren Zeit jeder gewinnen möchte.

Der junge Weiße warf die Talente in den Mund und wurden Worte und machmal auch zu Sätzen und doch erstickte daran das Wasser, dass den Wörtern fließt und die Leichtigkeit zermalmt.

Zwischen der Zeitlosigkeit keiner Tage verblieb er dann, sammelte die Reste des Rausches, kostete von den Silben, zertrümmerte die Tempel des Unsagbaren und die Verbitterung in seiner Seele gedieh.

Ein Splitter davon fiel in seine Hoffnungen, verloren sich und ertranken an der Resignation.

Ein Wortezauberer spielte mit den Würfeln und verlor.

gennaio 10, 2007

10.01.07 (to overwork)
einen surrealistischen ansatz folgend….

Die Fragen des Regenbogen, die Schatten des Traumes, die Drähte der Verführung, die Schreie des Tages, die Rinde des Sonnenstrahles, das Wasser des Leid, die Farben der Härte, die verdorrten Gedanken, die schneidende Mondsichel.
Die Taten aus Irdischem, die Träume aus Zwielichtigem, das Glitzern aus Rastlosigkeit, die Perlen aus Zweifel, die Süchte aus Verwesung, die Schmerzen aus Leder, die Blätter aus Gold.
Die Tropfen aus Lebensblumen.
Die Schicksale aus Dunkelheit, das Gekreische aus Verlorenem, die Kälte aus Gereiztem, die Ruinen aus Bestimmungen, die Bedrücktheit aus Untergängen, die Blicke aus Scherben, die Trägheit aus Unverwundenem, das Menschliche aus Erfahrungen.
Die Türme aus Papier, die Wörter aus Stahl, die Brücken aus Momenten, die Masken aus Fahrlässigkeiten, die Grimassen aus Bewegungen, die Schmeicheleien aus Sorgen, die Sträucher aus Erinnerungen.
Aus den Wolken wachsen Äste, aus den gebundenen Zöpfen die Schönheit, das Zerbrochene der toten Straßen schwindet, die Sanftheit bricht aus den Knochen, das Eis der vergangenen Zeiten schwindet und mit dem Erlebten erblühen die Gesichter.
Die Knappheit an Piraten, die Maßlosigkeit der Empfindsamen, der Mangel an Märchen, der Mensch und das Leben.

gennaio 08, 2007

(…)

Mit geschlossenen Augen steigt in die Abgründe hinunter und das Verständnis fällt an einem vorbei und man hört den Knall des sich biegenden Fleisches welches in den Hüllen verharrt und die Liebe bebt in einem, schüttelt die Bedürfnisse in Ausdrücke nieder.

Und wenn die Augen öffnet ist nichts und alles so wie es schien und auch wenn der Glanz noch blendet, man erwacht aus den Träumen und weiter sehnt und die Augen dehnt, glaubt und versucht eine nächste Hand zu erreichen.

Und alles wird werden und sein, ein jedes Zeichen wird seine Bedeutung finden und auch der Sinn wird leben und die Liebe bebt weiter in einem, friert die Tränen in den Augen ein.

gennaio 07, 2007

Texte zu Fotografien eines Bekannten

Während der Tod auf mich wartete und ich ungeduldig eine Zigarette anzündete wechselte die Ampel auf Rot.
Ich inhalierte tief und der Verkehr kam ins Stocken, ich bremste ab und blickte zu einem Fußgänger.
Er blieb nicht stehen, sein Blick eilte ihm voraus und der Tod, ja der Tod.
Auch der Himmel war blass geworden und die Sonne, diese Sonne brannte rot für sich in die Abenddämmerung dahin.
Der Lärm war erträglich, die Zigarette brannte, mein Kopf bewegte sich nach links und zuckte unter der nervösen Anspannung.
Ich hatte Rot gesehen und nun musste ich sterben.
Und es blieb rot.

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